Was bietet Apulien und wie viel Zeit braucht die Region?
Apulien ist der Absatz des italienischen Stiefels: 19’540 km² zwischen Adria und Ionischem Meer, mit rund 3.9 Millionen Einwohnern und Bari als Hauptstadt. Für Bari, Valle d’Itria und Lecce reichen eine Woche, für Gargano und die Südspitze des Salento braucht man zehn bis vierzehn Tage.
Die Region ist lang gestreckt und in sich sehr verschieden. Im Norden ragt der Gargano ins Meer, in der Mitte liegen Bari, die Trulli-Hügel und die weissen Städte der Murgia, im Süden die Halbinsel Salento mit Lecce, Otranto und Gallipoli. Dazwischen stehen Olivenhaine, Mauern aus Trockenstein und Küsten mit Felsen, Grotten und Sandbuchten.
Die wichtigste Entscheidung ist deshalb die Teilregion. Wer alles in einer Woche sehen will, verbringt sie im Auto. Sinnvoller ist ein Schwerpunkt: Bari und Valle d’Itria, Lecce und Salento oder der Gargano. Die Seite zeigt, was jede Teilregion bietet und wie man dorthin kommt.
Allgemeine Einreise, Währung, Notruf und Gesundheit stehen auf der Landesseite Italien. Hier geht es um das, was in Apulien selbst zählt: Orte, Wege, Reisezeit, Küche und praktische Fallen.
Quellen: Wikipedia (en)
Wie ist Apulien geprägt?
Apulien wurde von Iapygiern, Griechen, Römern, Byzantinern, Normannen und Aragonesen geprägt und gehört seit 1861 zum geeinten Italien. Heute ist die Region Italiens grösster Olivenölproduzent und ein Land weisser Städte, Trockenmauern und Burgen.
Im ersten Jahrtausend vor Christus lebten hier die Iapygier, später kamen griechische Kolonisten, die den Süden Italiens als «Magna Graecia» besiedelten. Taranto wurde 706 v. Chr. von spartanischen Kolonisten gegründet. Brindisi war unter den Römern Endpunkt der Via Appia und wichtigster Hafen für Fahrten nach Osten.
Aus dem Mittelalter stammen die Bauten Kaiser Friedrichs II., allen voran das achteckige Castel del Monte aus den 1240er-Jahren. Es folgten Normannen, Aragonesen und spanische Vizekönige. Diese Schichten sind der Grund, warum eine Kathedrale mit Mosaikboden, ein Barockpalast und ein Rundbau aus Trockenstein in wenigen Kilometern Abstand stehen.
Die Landwirtschaft prägt das Bild. Laut Wikipedia stammen rund 40 % der italienischen Olivenölproduktion aus Apulien, geschätzt stehen 50 bis 60 Millionen Olivenbäume in der Region. Apulien führt Italien auch bei Hartweizen für Pasta, bei Trauben und bei Mandeln an.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Orte und Teilregionen gehören zu Apulien?
Apulien gliedert sich in Bari mit der Küste im Norden und Süden, die Valle d’Itria mit Alberobello und Ostuni, den Salento um Lecce, Otranto und Gallipoli und den Gargano im Norden. Die Städte liegen in der Regel 40 bis 100 km auseinander.
Bari
Bari ist mit 316’248 Einwohnern die grösste Stadt Apuliens und die neuntgrösste Italiens. In der Altstadt Bari Vecchia stehen die Basilika San Nicola, in der seit 1087 die Reliquien des heiligen Nikolaus ruhen, und die Kathedrale San Sabino, gebaut zwischen 1035 und 1171. Das Murat-Viertel aus dem frühen 19. Jahrhundert mit der Via Sparano ist das Einkaufsviertel.
In der Gasse Arco Basso verkaufen Frauen bis heute handgemachte Orecchiette vor ihren Haustüren, ein Bild, das die Stadt weltweit bekannt gemacht hat.
Trani und Castel del Monte
Trani liegt rund 40 km nordwestlich von Bari. Die Kathedrale San Nicola Pellegrino steht frei am Meer, wurde 1143 noch vor ihrer Fertigstellung geweiht und besitzt Bronzetüren von 1175. Trani gab 1063 das älteste erhaltene Seerecht des lateinischen Westens heraus.
Das Castel del Monte auf 540 m bei Andria liess Friedrich II. in den 1240er-Jahren bauen, ein achteckiger Bau mit acht Räumen je Geschoss um einen achteckigen Hof. Die UNESCO hat es 1996 ins Welterbe aufgenommen.
Polignano a Mare und Monopoli
Polignano a Mare liegt auf 24 m über dem Meer auf Felsen und hat laut Wikipedia 17’491 Einwohner; bekannt sind die Bucht Lama Monachile und das Hotel Grotta Palazzese. Monopoli, rund 40 km südöstlich von Bari, hat einen Altstadthafen, ein fünfeckiges Kastell von 1525 und eine Kathedrale aus dem 18. Jahrhundert.
Alberobello und die Valle d’Itria
Alberobello hat 10’237 Einwohner und ist wegen seiner Trulli bekannt: kegelförmige Häuser mit Kuppeldach aus Trockenstein. Die Siedlung entstand im frühen 17. Jahrhundert; die Bewohner mussten ohne Mörtel bauen, um dem spanischen Vizekönig keine Steuern zu schulden. Das Viertel ist seit 1996 UNESCO-Welterbe.
Die Valle d’Itria ist eigentlich eine Karstsenke zwischen den Provinzen Bari, Brindisi und Taranto. Zu ihr zählen Alberobello, Locorotondo, Martina Franca, Cisternino, Ceglie Messapica und Ostuni. Locorotondo liegt auf 410 m und besteht aus einer kreisrunden Altstadt mit weissen Häusern, den Cummerse; Martina Franca auf 431 m ist eine Barockstadt mit dem Palazzo Ducale aus dem 17. Jahrhundert.
Ostuni
Ostuni, die «Weisse Stadt», liegt auf 207 m rund 8 km von der Küste entfernt. Die mittelalterliche Altstadt mit Kathedrale und Bischofspalast krönt den Hügel; im Umland stehen Masserien, befestigte Gutshöfe.
Lecce
Lecce hat 94’387 Einwohner und wird wegen seiner Barockbauten «Florenz des Südens» genannt. Der weiche Lecce-Stein erlaubt dichten Schmuck an Fassaden. Santa Croce wurde 1353 begonnen und 1695 fertiggestellt, der Dom 1659 bis 1670 neu gebaut, mit 70 m hohem Glockenturm. Ein römisches Amphitheater aus dem 2. Jahrhundert bot Platz für mehr als 25’000 Zuschauer und liegt teilweise unter späteren Bauten.
Otranto
Otranto hat 5’587 Einwohner. Die Kathedrale besitzt einen um 1166 entstandenen Mosaikboden mit Monatsbildern und Szenen aus dem Alten Testament. Am 11. August 1480 nahmen osmanische Truppen die Stadt ein und hielten sie 13 Monate; die getöteten Bewohner wurden 2013 heiliggesprochen. Der Leuchtturm Faro della Palascìa rund 5 km südöstlich markiert den östlichsten Punkt des italienischen Festlands. Die Strasse von Otranto trennt Italien von Albanien.
Gallipoli und Santa Maria di Leuca
Gallipoli hat rund 19’500 Einwohner; die Altstadt liegt auf einer Kalkinsel, die seit dem 16. Jahrhundert durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Der Name stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet «schöne Stadt». Santa Maria di Leuca an der Südspitze ist der Ort, an dem Adria und Ionisches Meer zusammentreffen. Der Leuchtturm ist 47 m hoch und steht 102 m über dem Meer; daneben steht die Basilika De Finibus Terrae von 1720 bis 1755.
Taranto und Brindisi
Taranto (rund 185’000 Einwohner) liegt zwischen zwei Meeren, Mar Grande und Mar Piccolo. Die Altstadt auf einer künstlichen Insel ist durch die Drehbrücke Ponte Girevole von 1887 verbunden; das Archäologische Museum MArTA und das Castello Aragonese (1486 bis 1492) sind die Hauptziele. Die Stahlwerke prägen den Ruf der Stadt als industriell belastet. Brindisi (87’141 Einwohner) hat eine 18.74 m hohe römische Säule, die das Ende der Via Appia markierte, und ist Fährhafen nach Griechenland.
Gargano
Der Gargano ist der Sporn des Stiefels. Der Nationalpark, 1991 gegründet, umfasst rund 1’200 km²; höchster Punkt ist der Monte Calvo mit 1’065 m. Die Foresta Umbra ist laut Wikipedia der einzige Rest der alten Eichen- und Buchenwälder Mitteleuropas in Italien. Vieste (13’931 Einwohner) hat zwei grosse Strände und den 26.6 m hohen Felsen Pizzomunno. In Monte Sant’Angelo auf 796 m steht das Michaelsheiligtum in einer Grotte, seit 2011 Teil des UNESCO-Welterbes «Die Langobarden in Italien».
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für Apulien?
Apulien hat ein mediterranes Klima mit heissen, trockenen Sommern bis rund 40 °C und milden, regnerischen Wintern. Für Städte und Wandern eignen sich Frühling und Herbst, zum Baden vor allem Juni bis September, wenn das Meer bei Bari auf 22 bis 25 °C kommt.
Bari liegt im Januar im Mittel bei 8.3 °C und im Juli bei 25.4 °C; der Jahresniederschlag beträgt rund 467 mm. Das Binnenland und der Gargano sind etwas kühler. Im Sommer kann es in der Region bis 40 °C heiss werden, an der Küste sorgt der Wind oft für Abkühlung. Im Winter fällt Schnee an der Küste nur selten.
| Monat | Temperatur |
|---|---|
| Januar bis März | 13.4 bis 13.9 °C |
| April | 15.2 °C |
| Mai | 18.2 °C |
| Juni | 22.5 °C |
| Juli und August | 25.4 und 25.5 °C |
| September | 24.6 °C |
| Oktober | 20.3 °C |
| November | 17.3 °C |
| Dezember | 14.8 °C |
Daraus ergibt sich ein einfaches Muster. Der Hochsommer im Juli und August ist die Zeit der Strände, der Sommerfeste und der vollen Küstenorte; in Ostuni schwillt die Einwohnerzahl laut Wikipedia von rund 29’900 auf bis zu 200’000. Für Altstädte, Trulli-Dörfer und Wanderungen im Gargano sind die Monate April bis Juni und September bis Oktober angenehmer, mit warmem Wasser noch bis in den Oktober.
In den Wintermonaten sind viele Strandorte ruhig; Städte wie Lecce, Bari und Trani bleiben geöffnet. Gallipoli ist laut Wikipedia ganzjährig besucht, mit Hochsaison von Mai bis Oktober. Einige Fähren und Shuttles verkehren nur im Sommer, etwa Zusatzlinien in den Gargano und die Verbindungen zu den Tremiti-Inseln.
Jährlich wiederkehrende Feste prägen den Sommer: Die Notte della Taranta endet im August mit einem Abschlusskonzert in Melpignano, das laut Wikipedia im Mittel 120’000 Zuschauer anzieht; das Opernfestival der Valle d’Itria in Martina Franca läuft im Juli und August.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · seatemperature.org · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Borgo del Gargano
Was gilt für die Einreise nach Apulien?
Apulien liegt im Schengenraum; Deutsche und Österreicher reisen mit Reisepass oder Personalausweis ein, ein Visum ist nicht nötig. Wer von Bari oder Brindisi aus per Fähre weiterreist, braucht laut Auswärtigem Amt für jede Person ein gültiges Reisedokument, auch für Kinder.
Die allgemeinen Regeln für Schweizer, Deutsche und Österreicher stehen auf der Landesseite Italien. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; Auskunft geben die italienische Botschaft oder die Einwanderungsbehörde. Massgeblich sind die amtlichen Stellen: Auswärtiges Amt, BMEIA und das EDA.
Regional wichtig: Die Fährhäfen Bari und Brindisi bedienen Ziele in Griechenland, Albanien und Montenegro, die ausserhalb des Schengenraums bzw. mit eigenen Einreiseregeln liegen. Wer weiterfährt, plant Ausweis und Grenzformalitäten des Ziellandes ein.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Worauf sollten Reisende in Apulien gesundheitlich achten?
Healthytravel.ch empfiehlt für Italien die üblichen Standardimpfungen; dazu kommen Schutz vor Sonne und Hitze sowie vor Mücken, besonders von Juli bis September, wegen West-Nil-Virus und Dengue. Zecken sind in Wald und Gras ein Thema.
Die Impfempfehlungen für Italien gelten auch für Apulien: Polio, Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten, Masern-Mumps-Röteln und Varizellen nach dem Impfplan; je nach Aufenthalt Hepatitis B und FSME. Ob zusätzliche Impfungen sinnvoll sind, klärt eine Reisemedizinerin oder ein Arzt vor der Abreise.
Im Sommer sind Hitze und Sonne die häufigsten Probleme: Mittagshitze meiden, viel trinken, Sonnenschutz. Mückenschutz gilt Tag und Nacht, besonders im Spätsommer. Bei Wanderungen im Gargano gilt Zeckenschutz mit langer Kleidung und Repellent.
Die aktuelle Lage zu Ausbrüchen steht bei healthytravel.ch, CDC und WHO.
Quellen: healthytravel.ch
Wie sicher ist Apulien?
Apulien zählt zu den ruhigen Reisegebieten Italiens. Das Auswärtige Amt nennt für Italien vor allem Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl in Touristenzentren und an Stränden sowie Autoaufbrüche; das BMEIA nennt Kriminalität in Grossstädten.
Wertsachen gehören nicht sichtbar ins Auto, auch nicht am Strand. In Bahnhöfen, Bussen und Menschenmengen ist Aufmerksamkeit angebracht. Notruf in ganz Italien ist die 112.
Strukturelle Risiken sind Waldbrände von Frühling bis Herbst, besonders im Süden Italiens, und Erdbeben, da Italien in einer seismisch aktiven Zone liegt. Die aktuelle Lage steht beim EDA, beim Auswärtigen Amt und beim BMEIA.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie reist man nach Apulien und innerhalb der Region?
Die wichtigsten Flughäfen sind Bari (BRI), 8 km nordwestlich des Zentrums mit knapp 8 Millionen Fluggästen 2025, und Brindisi (BDS), 6 km vom Zentrum. Innerhalb der Region fahren Trenitalia entlang der Adriaküste und die Ferrovie del Sud Est in Valle d’Itria und Salento; ein Mietwagen erleichtert vieles.
Flughäfen
Bari Karol Wojtyła (BRI) wickelte 2025 laut Wikipedia 7’977’881 Fluggäste ab. Ryanair und Volotea haben hier Basen; es fliegen auch easyJet, Lufthansa und ITA Airways, über 80 Ziele in Europa, Nordafrika und einige interkontinentale. Die Vorortbahn verbindet den Flughafen mit Bari Centrale.
Brindisi Salento (BDS) hatte 2024 3’385’610 Fluggäste. Ryanair, easyJet, ITA Airways und Wizz Air fliegen hier. Von Brindisi sind es rund 39 km nach Lecce. Für den Gargano dient zusätzlich Foggia (FOG). Ausserhalb Europas bestehen Verbindungen meist mit Umstieg über europäische Drehkreuze.
Bahn und Bus
Trenitalia betreibt die Adriabahn von Foggia bis Lecce mit Regional-, Intercity- und Frecce-Zügen; sie hält in Polignano a Mare, Monopoli, Ostuni und Brindisi. Nach Alberobello fährt man bis Fasano und steigt in FSE-Bus oder Bahn um. Die FSE-Strecke Martina Franca–Lecce ist 103 km lang und eingleisig; bei Lecce zweigt die Linie nach Otranto ab. Die Betreiber sind nicht vollständig vernetzt, Verbindungen müssen deshalb vorab geprüft werden.
Pugliairbus, ein Shuttle von Aeroporti di Puglia und Co.Tr.A.P, verbindet die Flughäfen Bari, Brindisi und Foggia mit Zielen wie Lecce, Taranto, Grottaglie und dem Gargano; im Sommer kommen Zusatzlinien dazu. Bari–Matera fährt die Schmalspurbahn der Ferrovie Appulo Lucane.
Fähren
Von Bari und Brindisi laufen Fähren nach Griechenland, Albanien und Montenegro. Zu den Tremiti-Inseln fahren Schiffe von Vieste, Rodi Garganico und Termoli; die Inseln liegen rund 16 km vor dem Gargano.
Mietwagen
Für Masserien, Strände im Salento und Ortschaften der Valle d’Itria ist ein Mietwagen praktisch. Regeln zum Fahren in Italien stehen auf der Landesseite.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Borgo del Gargano · Puglia Guys · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Womit zahlt man in Apulien und was kostet es?
In Apulien gilt wie in ganz Italien der Euro. Konkrete Preise ändern sich jährlich, deshalb nennt diese Seite keine Zahlen ohne Stand; Faustregel ist, dass Küstenorte im Juli und August am teuersten sind.
Zahlungsmittel, Bargeldnutzung, Trinkgeld und Preisniveau stehen auf der Landesseite Italien. In kleinen Orten, auf Märkten und in Strandbars lohnt sich etwas Bargeld; Karten werden in den Städten fast überall akzeptiert.
Regionstypisch: Laut Wikipedia wächst die Einwohnerzahl von Ostuni im Sommer von rund 29’900 auf bis zu 200’000; entsprechend voll sind Küstenorte in dieser Zeit, und Reisende planen Unterkunft und Mietwagen früh.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wo übernachtet man in Apulien?
Typisch für Apulien sind Masserien, befestigte Gutshöfe, die heute oft als Hotel oder Agriturismo dienen, ausserdem Trulli in der Valle d’Itria, Altstadthäuser in Lecce und Ostuni sowie Strandhotels am Gargano.
Masserien liegen im Umland von Ostuni und in der Valle d’Itria zwischen Olivenhainen; sie sind für Autoreisende gedacht. Wer Städte ohne Auto erkunden will, wohnt besser in Lecce, Bari oder Ostuni selbst.
Trulli in Alberobello oder der Umgebung lassen sich als Ferienhäuser mieten. Am Gargano und im Salento dominieren Strandhotels und Campingplätze, in Vieste etwa Hotels, Resorts und Camping.
Ein Standort pro Teilregion spart Fahrzeit: Bari oder Polignano für die Küste, Ostuni oder Locorotondo für die Valle d’Itria, Lecce für den Salento, Vieste für den Gargano.
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Was isst man in Apulien?
Die apulische Küche gilt als Cucina povera: Orecchiette mit Rübengrün, Brot und Gemüse, rohe Meeresfrüchte, Burrata und Olivenöl. Als Wein stehen Primitivo di Manduria und Negroamaro im Mittelpunkt.
Die Orecchiette bestehen aus Hartweizengriess und Wasser, ohne Ei. Das Klassiker-Gericht sind Orecchiette alle cime di rapa mit Knoblauch, Sardellen, Chili und Olivenöl. Fave e cicoria, ein Püree aus Saubohnen mit Chicorée, ist ein weiteres Grundgericht.
Streetfood sind Focaccia barese mit Tomaten, Panzerotti und Rustico. Burrata stammt aus Andria; Burrata di Andria trägt seit November 2016 die geschützte geografische Angabe. Sie hält sich auch gekühlt nur kurz und wird frisch gegessen. Zum Frühstück passt Pasticciotto, eine Mürbeteigtasche mit Vanillecreme.
Bei den Weinen ist der Primitivo genetisch identisch mit dem Zinfandel. Er wächst vor allem in Apulien; Primitivo di Manduria und Gioia del Colle sind DOC-Gebiete. In der Valle d’Itria entstehen weisse Weine wie Locorotondo DOC aus Verdeca und Bianco d’Alessano, auf 1’650 ha.
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Was prägt die Kultur Apuliens?
Kultur in Apulien heisst Barock in Lecce, normannisch-staufische Bauten, Pilgerziele wie San Nicola in Bari und das Michaelsheiligtum am Gargano sowie die Volksmusik des Salento, die Pizzica.
Im Salento wird neben Italienisch auch Salentino gesprochen; in der Grecìa Salentina, neun Gemeinden um Calimera, hat sich mit Griko ein altgriechischer Dialekt erhalten. Die Pizzica und die Taranta-Tradition sind Volksmusik, die heute in der Notte della Taranta gefeiert wird, die seit 1998 stattfindet.
Der Pilgerweg zum Michaelsheiligtum in Monte Sant’Angelo beginnt nach der Überlieferung am Mont-Saint-Michel; der Erzengel soll in den Jahren 490, 492 und 493 erschienen sein. Wichtige Pilgertage sind der 8. Mai und der 29. September.
Friedrich II. hinterliess im Land eine Reihe von Kastellen, dazu Kastelle der Aragonesen in Otranto und Taranto. Der Blick in die Geschichte lohnt sich gerade wegen der Vielfalt: Antike, byzantinische Einflüsse, Normannen und Barock stehen nebeneinander.
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Was kann man in Apulien erleben?
Zu den bekanntesten Erlebnissen gehören ein Rundgang durch Alberobello und die Valle d’Itria, Lecce und Otranto, Küstenstädte wie Polignano und Gallipoli, die Grotte di Castellana mit 3’000 m Länge und Bootsfahrten und Wanderungen am Gargano.
Die Grotte di Castellana wurden 1938 von Franco Anelli entdeckt. Die Höhle reicht bis 122 m Tiefe, die Temperatur liegt bei rund 18 °C. Die kurze Route misst 1 km und dauert etwa 50 Minuten, die lange 3 km und etwa zwei Stunden; im Sommer gibt es Nachtführungen.
Am Gargano lässt sich die Küste von Vieste mit Booten zu Grotten und Felsbögen erkunden, im Landesinneren führen Wege durch die Foresta Umbra. Die Tremiti-Inseln mit 3.18 km² Fläche sind bekannt für klares Wasser; San Domino hat den einzigen Sandstrand der Inselgruppe.
Im Salento locken Strände am Ionischen Meer bei Gallipoli, Felsbuchten an der Adria und die Südspitze bei Leuca mit rund 66 Küstenhöhlen. Im Sommer sind die Strände voll, im Mai, Juni oder September deutlich ruhiger.
Kulinarisch sind Besuche bei Orecchiette-Macherinnen in Bari Vecchia, Weinproben in Manduria oder der Valle d’Itria und Mittagessen in einer Masseria die Klassiker.
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Wie reist man in Apulien nachhaltig?
Nachhaltig reist man in Apulien mit der Bahn zwischen Bari, Ostuni und Lecce, mit Aufenthalten ausserhalb der Hochsaison und mit Einkehr in Betrieben, die regionale Produkte verwenden. Olivenhaine im Salento leiden seit 2013 unter dem Bakterium Xylella.
Die Bakterienkrankheit Xylella fastidiosa wurde im Oktober 2013 erstmals in Europa an Olivenbäumen in Süd-Apulien festgestellt und betraf bis 2015 die ganze Provinz Lecce. Rund eine Million Bäume waren bis dahin infiziert, darunter Jahrhunderte alte Sorten wie Cellina di Nardò. Die Landschaft verändert sich an manchen Orten sichtbar.
Die Strände sind an Sommerwochenenden stark ausgelastet. Wer im Mai, Juni oder September reist, entlastet Küstenorte und findet leichter Platz. Fahrten per Bahn und Bus sind möglich, aber nicht vollständig vernetzt.
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Wie lässt sich Apulien mit anderen Zielen kombinieren?
Apulien lässt sich gut mit Matera in der Basilikata verbinden, das per Schmalspurbahn der Ferrovie Appulo Lucane von Bari aus erreichbar ist. Per Fähre von Bari oder Brindisi sind Griechenland, Albanien und Montenegro erreichbar.
Matera liegt in der Region Basilicata; die Sassi sind seit Dezember 1993 UNESCO-Welterbe. Der nächste Flughafen ist Bari.
Innerhalb Italiens bietet sich die Adriabahn nach Norden an, Anschluss an Rom, Mailand und Venedig bietet Bari; Details zu Nachbarregionen finden sich auf Italien, Sizilien und Sardinien für Inselreisen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Für wen eignet sich Apulien und für wen weniger?
Apulien passt zu Reisenden, die Küste, Städte und Essen verbinden und dafür Fahrzeit akzeptieren. Weniger geeignet ist es für alle, die ohne Auto kleine Dörfer und viele Strände erreichen wollen oder im Hochsommer Ruhe suchen.
Gut passt es für Paare, Familien mit älteren Kindern, Genussreisende und Kulturinteressierte. Für Wandern und Natur ist der Gargano das beste Ziel, für Altstädte die Linie Bari–Ostuni–Lecce.
Weniger passend: Wer den ganzen Süden in drei Tagen sehen will, verbringt zu viel Zeit im Auto. Im Juli und August sind Küstenorte voll und heiss. Der öffentliche Verkehr ist nicht vollständig vernetzt, abgelegene Strände erreicht man praktisch nur mit eigenem Fahrzeug.