Die Altstadt von Dubrovnik mit ihren Stadtmauern über der Adria

Land · Europa

Kroatien

Kroatien verbindet die Hauptstadt Zagreb im Landesinnern mit der über 1'777 km langen Festlandküste der Adria und mehr als 1'200 Inseln, von Istrien im Norden bis Dubrovnik im äussersten Süden. Seit dem 1. Januar 2023 zahlt man im ganzen Land mit Euro und reist ohne Grenzkontrolle im Schengen-Raum.

Foto: Geio Tischler auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Zagreb
Amtssprache
Kroatisch
Währung
Euro (EUR), seit 1. Januar 2023
Zeitzone
UTC+1 (Mitteleuropäische Zeit); Ende März bis Ende Oktober Sommerzeit UTC+2
Internationale Flughäfen
Zagreb (ZAG), Split (SPU), Dubrovnik (DBV); zudem Pula, Zadar, Rijeka
Einreise CH/DE/AT
Schengen-Staat seit 1.1.2023; gültiger Pass oder Personalausweis genügt, kein Visum, keine Aufenthaltsbegrenzung (Stand September 2026)
Strom
230 V, 50 Hz; Steckertyp C und F
Notruf
112 (allgemein); 192 Polizei
Impfungen
Keine Pflicht; Hepatitis A empfohlen, FSME in Wald- und Berggebieten möglich
Trinkgeld
Nicht Pflicht; 10 bis 15 % in Restaurants und Bars üblich
Beste Reisezeit
Mai/Juni und September für die Küste; Zagreb ganzjährig, Juli/August an der Küste sehr belebt

Was erwartet Reisende in Kroatien?

Kurz gesagt

Kroatien verbindet die Hauptstadt Zagreb im Landesinnern mit der über 1'777 km langen Festlandküste der Adria und mehr als 1'200 Inseln, von Istrien im Norden bis Dubrovnik im äussersten Süden. Seit 2023 gehört Kroatien zum Euro- und zum Schengen-Raum, was Reisen ins Land und weiter nach Italien oder Slowenien erleichtert.

Vier Räume prägen eine typische Reise: Zagreb und das grüne Landesinnere mit den Plitvicer Seen, die Halbinsel Istrien im Norden mit Rovinj und Pula, der Kvarner-Golf mit Rijeka und Opatija, und Dalmatien im Süden mit Zadar, Split und Dubrovnik samt den vorgelagerten Inseln Hvar, Korčula und Brač.

Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise und Gesundheit zusammen (Stand September 2026), dazu die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA für Schweizer, Deutsche und Österreicher.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Wie ist Kroatien als Reiseland?

Kurz gesagt

Kroatien ist seit 2013 EU-Mitglied und seit 2023 zusätzlich Teil von Euro- und Schengen-Raum, was das Land zum am schnellsten vollständig integrierten Balkan-Staat macht. Kulturell prägen venezianischer Einfluss an der Küste, österreich-ungarische Architektur im Landesinnern und ein bis heute spürbares Nachwirken des Kroatienkriegs von 1991 bis 1995.

Die Adriaküste war jahrhundertelang unter venezianischer Herrschaft, was sich bis heute in Architektur und Küche der Küstenstädte zeigt; Zagreb und das Landesinnere waren dagegen Teil der Habsburgermonarchie. Beide Prägungen ergänzen einander: mediterranes Lebensgefühl an der Küste, mitteleuropäisches Stadtbild im Landesinnern.

Der Krieg von 1991 bis 1995 um die Unabhängigkeit von Jugoslawien hinterliess vor allem im Hinterland Spuren; touristisch relevante Gebiete an der Küste sind seit Jahrzehnten unproblematisch, und laut BMEIA gilt Kroatien als von Minen geräumt.

Kroatien zählt laut offiziellen Angaben rund 1'244 Inseln, Inselchen und Riffe entlang der Adria; nur 78 davon sind grössere Inseln, die meisten unbewohnt. Der Tagesrhythmus an der Küste ist mediterran mit langem Sommerabend, im Landesinnern eher mitteleuropäisch getaktet.

Quellen: croatia.eu, Regierung der Republik Kroatien

Welche Regionen von Kroatien lohnen sich?

Kurz gesagt

Zagreb mit seiner österreich-ungarisch geprägten Ober- und Unterstadt ist der übliche Ausgangspunkt für das Landesinnere, Split und Dubrovnik sind die grossen Tore zu Dalmatien. Istrien im Norden mit Rovinj und Pula sowie die Inseln Hvar, Korčula und Brač ergänzen das Bild.

Zagreb

Zagreb gliedert sich in die mittelalterliche Oberstadt mit der bunt gemusterten Markuskirche und die im 19. Jahrhundert planmässig angelegte Unterstadt mit Boulevards nach Wiener Vorbild. Der zentrale Ban-Jelačić-Platz und der Dolac-Markt sind Ausgangspunkte für einen Stadtrundgang, der Domplatz mit der neugotischen Kathedrale prägt die Skyline.

Plitvicer Seen

Der Nationalpark Plitvicer Seen, Kroatiens grösster und mit fast 30'000 ha ältester Nationalpark (gegründet 1949), ist seit 1979 UNESCO-Welterbe und bekannt für 16 kaskadenartig verbundene Seen, Wasserfälle und Höhlen. Hölzerne Stege führen mitten durch die türkisfarbene Seenlandschaft, jährlich besuchen über eine Million Menschen den Park.

Istrien

Rovinj mit seiner auf einer Halbinsel gelegenen venezianisch geprägten Altstadt und der Kirche der heiligen Euphemia gilt als eine der fotogensten Städte Istriens. Pula ergänzt mit einem der besterhaltenen römischen Amphitheater der Welt, das bis heute für Konzerte und Filmfestivals genutzt wird.

Split und Dalmatien

Split ist um den um das Jahr 300 erbauten Diokletianpalast gewachsen, seit 1979 UNESCO-Welterbe; die einstige kaiserliche Residenz beherbergt heute Wohnungen, Cafés und die Kathedrale des Heiligen Domnius im früheren Mausoleum Diokletians. Der Nationalpark Krka bei Šibenik ergänzt mit Wasserfällen wie dem Skradinski Buk und der Klosterinsel Visovac.

Dubrovnik

Dubrovnik, seit 1979 UNESCO-Welterbe, war als Seerepublik jahrhundertelang einziger ernsthafter Konkurrent Venedigs an der Adria. Die rund 1'940 m lange Stadtmauer lässt sich komplett begehen und bietet Ausblicke über die Terrakottadächer der Altstadt und das offene Meer. Eine Seilbahn führt in wenigen Minuten auf den Hausberg Srđ mit Panoramablick über Altstadt und Inseln.

Inseln: Hvar, Korčula, Brač

Hvar verbindet Lavendelfelder im Landesinnern mit einer der bekanntesten Ausgehszenen der Adria in der Hafenstadt Hvar; Korčula, mögliche Geburtsstadt Marco Polos, hat eine kompakte venezianische Altstadt; Brač ist für den Strand Zlatni Rat bei Bol bekannt, dessen Form sich mit den Gezeiten leicht verändert. Der Kvarner-Golf zwischen Istrien und Dalmatien ergänzt mit Rijeka als Kulturhauptstadt 2020 und der mondänen Bäderstadt Opatija, dazu den Inseln Krk und Cres.

Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · croatia.eu, Regierung der Republik Kroatien

Wann ist die beste Reisezeit für Kroatien?

Kurz gesagt

Für die Küste eignen sich Mai/Juni und September am besten: warm, aber ohne die Extremhitze und den grössten Andrang des Hochsommers. Zagreb im Landesinnern ist ganzjährig ein Ziel, während Dubrovnik und Split im Juli und August regelmässig Höchstwerte über 30 °C erreichen.

Die Stationsdaten zeigen für Zagreb ein kontinentaleres Klima mit kühleren Wintern (Januar um 5.8 °C tagsüber) und warmen, aber gemässigten Sommern um 27 bis 29.5 °C. Split und Dubrovnik an der Küste sind milder im Winter, dafür im Hochsommer heisser: Split erreicht im Juli 32.6 °C, Dubrovnik 30.3 °C, bei kaum Niederschlag.

Zagreb, Split und Dubrovnik im Jahresverlauf

ZagrebJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C691419222730292317117
Tiefstwert °C125913181919141062
Niederschlag mm5260596292868283107838063
SplitJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C121316202430333227221713
Tiefstwert °C781013172224252016139
Niederschlag mm91897865575129419088126116
DubrovnikJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C131416192327303127231915
Tiefstwert °C781013162124242016139
Niederschlag mm1431421239175583538103123161159

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ZAGREB/GRIC (2 km, 157 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SPLIT/MARJAN (1 km, 128 m), auf 3 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station DUBROVNIK/GORICA (1 km, 53 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Die Badesaison an der Adria dauert meist von Ende Mai bis Ende September, mit den meisten Besuchern zwischen Anfang Juli und Mitte August. Dubrovnik und Split sind dann touristisch stark ausgelastet, besonders an Kreuzfahrttagen; Nebensaison im Mai, Juni oder September bietet ähnliches Badewetter bei deutlich weniger Andrang.

Herbst und Winter bringen an der Küste laut den Stationsdaten deutlich mehr Regen als im Sommer, etwa in Dubrovnik über 140 mm im November; für Zagreb und das Landesinnere eignen sich auch die kühleren Monate für Städtereisen.

Quellen: NOAA National Centers for Environmental Information

Was braucht man für die Einreise nach Kroatien?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis ein; ein Visum ist nicht nötig. Als EU- beziehungsweise EFTA-Bürger unterliegen sie nicht der allgemeinen Schengen-Regel von höchstens 90 Tagen je 180 Tagen, seit dem vollständigen Schengen-Beitritt Kroatiens zum 1. Januar 2023 entfallen zudem die regulären Grenzkontrollen zu den Nachbarstaaten Slowenien, Ungarn und Italien.

  • Schweiz: Reisepass oder Personalausweis genügt; kein Visum, keine feste Aufenthaltsobergrenze dank der Personenfreizügigkeit mit der EU.
  • Deutschland und Österreich: Als EU-Bürger reicht ein gültiger Ausweis oder Pass; kein Visum, keine Aufenthaltsbegrenzung.
  • Andere Staatsangehörigkeiten: Es gilt die allgemeine Schengen-Regel der Europäischen Kommission: visumfreie Einreise bis 90 Tage je 180-Tage-Zeitraum für viele Nationalitäten, sonst ein Schengen-Visum.

An den Grenzen zu Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro handelt es sich um EU-Aussengrenzen mit regulärer Passkontrolle, an denen es an Ferienwochenenden zu Wartezeiten kommen kann. Minderjährige, die ohne beide Elternteile reisen, sollten eine schriftliche Einverständniserklärung mitführen.

Massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den kroatischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt

Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Kroatien?

Kurz gesagt

Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Die CDC empfiehlt den meisten Reisenden eine Hepatitis-A-Impfung und einen aktuellen Basisimpfschutz; in Wald- und Berggebieten besteht von Frühling bis Herbst ein FSME-Risiko durch Zeckenstiche, besonders im Landesinnern und in Istrien.

Die CDC empfiehlt für die meisten Reisenden eine Hepatitis-A-Impfung sowie einen aktuellen Impfschutz gegen Masern, Mumps, Röteln, Tetanus und Grippe. Hepatitis B wird für ungeimpfte Reisende unter 60 Jahren empfohlen, eine Gelbfieberimpfung ist nicht erforderlich.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) tritt laut CDC in Wald- und Berggebieten auf, mit Übertragung durch Zeckenstiche vor allem zwischen April und Oktober; bei ausgedehnten Outdoor-Aktivitäten in Istrien oder im Landesinnern wird eine Impfung empfohlen. Zecken- und mückenübertragene Krankheiten wie das Krim-Kongo-Fieber und Leishmaniose kommen vereinzelt vor.

Die medizinische Versorgung entspricht in Zagreb, Split und Dubrovnik gutem europäischem Standard, in öffentlichen Spitälern ausserhalb der grossen Städte kann sie eingeschränkter sein. Dank Europäischer Krankenversicherungskarte ist die medizinische Basisversorgung für Reisende aus der EU geregelt, für Schweizer wird eine Zusatzversicherung empfohlen.

Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Wie sicher ist Kroatien für Reisende?

Kurz gesagt

Kroatien gilt laut BMEIA als Reiseland mit gutem Sicherheitsstandard; Reisen gelten grundsätzlich als sicher, und das Land gilt als von Minen geräumt. Taschendiebstahl in touristischen Zentren und Waldbrandgefahr von Frühling bis Herbst sind die am häufigsten genannten Risiken.

Taschendiebstahl kommt laut BMEIA vor allem in belebten Altstädten wie Dubrovnik und Split sowie an Stränden vor. Der Strassenverkehr ausserhalb der Autobahnen erfordert Vorsicht, besonders auf kurvenreichen Küstenstrassen mit viel Reiseverkehr in der Hochsaison.

Waldbrände treten von Frühling bis Herbst auf, in trockenen Sommermonaten mit erhöhtem Risiko entlang der Küste und auf den Inseln; das European Forest Fire Information System (EFFIS) gibt tagesaktuelle Warnstufen aus. Anweisungen lokaler Behörden bei Bränden sind unbedingt zu befolgen.

Nach jahrzehntelanger Räumung gilt Kroatien laut BMEIA als von Minen geräumt; Reste aus dem Krieg von 1991 bis 1995 spielen für touristisch relevante Gebiete keine Rolle mehr.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Wie reist man nach Kroatien und im Land herum?

Kurz gesagt

Internationale Flüge landen an mehreren Flughäfen: Zagreb (ZAG) mit laut FlightConnections 66 Nonstop-Zielen in 27 Ländern, Split (SPU) mit 70 Zielen in 24 Ländern und Dubrovnik (DBV) mit 75 Zielen in 26 Ländern. Zwischen Zagreb und der Küste verkehren Autobahn, Fernbus und Bahn, zwischen den Inseln Fähren.

Reisezeiten in Kroatien
StreckeVerkehrsmittelDauer
Zagreb – Plitvicer SeenBus/Autorund 2 bis 2.5 h
Zagreb – SplitAutobahn/Busrund 4 bis 4.5 h
Zagreb – DubrovnikAuto/Bus (via Bosnien-Korridor)rund 8 bis 9 h
Split – DubrovnikBus/Autorund 3.5 bis 4 h
Split – HvarFähre/Katamaranrund 1 bis 2 h
Split – Insel Brač (Bol)Fährerund 1 bis 1.5 h

Zagreb Airport bedient laut FlightConnections 66 Ziele in 27 Ländern, grösste Anbieter sind Ryanair (28 Ziele) und Croatia Airlines (24 Ziele). Split Airport bedient 70 Ziele in 24 Ländern, mit der längsten Nonstopstrecke nach Newark in den USA; Dubrovnik Airport bedient 75 Ziele in 26 Ländern, unter anderem nach London, Wien, München und Dublin.

Die Strasse zwischen Split und Dubrovnik führt kurz durch bosnisch-herzegowinisches Gebiet bei Neum, an dieser EU-Aussengrenze findet eine reguläre Passkontrolle statt; seit Eröffnung der Pelješac-Brücke 2022 lässt sich diese Passage auf einer neuen Route umfahren.

Zwischen den Inseln verkehren Fähren und Katamarane mehrerer Reedereien, vor allem Jadrolinija, ab Split, Zadar und Dubrovnik. In der Hochsaison von Juni bis September ist die Frequenz am höchsten, im Winter fallen viele Inselverbindungen aus oder werden ausgedünnt.

Quellen: FlightConnections

Welches Geld braucht man in Kroatien und wie bezahlt man?

Kurz gesagt

Landeswährung ist seit dem 1. Januar 2023 der Euro, zuvor war es die Kuna. Kartenzahlung ist in Zagreb, an der Küste und auf den grösseren Inseln weit verbreitet, auf kleineren Inseln und lokalen Märkten wird aber weiterhin oft bar bezahlt.

Mit der Euro-Einführung ist der Geldwechsel für Reisende aus der Eurozone entfallen; Bankomaten sind in allen grösseren Städten und Küstenorten verbreitet. Auf entlegeneren Inseln kann die Automatendichte geringer sein, weshalb etwas Bargeld sinnvoll bleibt.

Trinkgeld ist nicht Pflicht: In Restaurants und Bars sind 10 bis 15 Prozent der Rechnung üblich, seit der Euro-Einführung unkompliziert direkt in Euro zu geben. Bei kleineren Beträgen reicht es, aufzurunden. Auf Fähren und bei organisierten Ausflügen ist ein kleines Trinkgeld für den Guide oder das Bootspersonal ebenfalls verbreitet.

Quellen: vickiviaja.com

Wo übernachtet man in Kroatien am besten?

Kurz gesagt

In Zagreb liegen die meisten Unterkünfte rund um Ober- und Unterstadt in fussläufiger Distanz zum Zentrum; in Split lohnt sich eine Lage nahe dem Diokletianpalast, in Dubrovnik innerhalb oder nahe der Stadtmauern. Auf den Inseln unterscheiden sich die Preise stark zwischen belebten Orten wie Hvar-Stadt und ruhigeren Buchten.

In Dubrovnik sind Unterkünfte innerhalb der Stadtmauern die teuersten und begehrtesten, mit kurzen Wegen zu allen Sehenswürdigkeiten; günstigere Optionen liegen im Stadtteil Lapad mit eigenem Strand, wenige Busminuten vom Zentrum entfernt. In Split liegt die Altstadt direkt im Diokletianpalast, was besonders stimmungsvoll, aber im Sommer auch laut sein kann.

Auf Hvar konzentrieren sich Hotels und Ausgehmöglichkeiten auf die Stadt Hvar, während Stari Grad und die Buchten im Süden ruhiger sind. In der Hochsaison von Juli bis August sollten Unterkünfte an der Küste und auf den Inseln Wochen im Voraus gebucht werden.

Was isst man in Kroatien?

Kurz gesagt

Die Küche unterscheidet sich deutlich zwischen Küste und Landesinnern: An der Adria dominieren Fisch, Meeresfrüchte, Olivenöl und italienisch beeinflusste Gerichte wie Pašticada, im Landesinnern eher deftige mitteleuropäisch-balkanische Küche mit Sarma und gegrilltem Fleisch (Ćevapi).

An der dalmatinischen Küste sind gegrillter Fisch, Tintenfischrisotto (Crni Rižot, mit Sepia-Tinte schwarz gefärbt) und Pašticada, ein in Wein und Gewürzen geschmortes Rindfleisch, verbreitete Gerichte. Istrien ist zusätzlich für Trüffel aus den Wäldern rund um Motovun bekannt, die frisch über Nudeln oder Fleisch gehobelt werden.

Im Landesinnern um Zagreb prägen deftigere Gerichte den Speiseplan, etwa Štrukli (gefüllte Teigtaschen mit Frischkäse) oder gegrilltes Fleisch nach Balkan-Art. Zum Kaffee gehört, ähnlich wie in den Nachbarländern, eine ausgedehnte Kaffeehauskultur mit langen Boulevard-Sitzungen.

Welche Kultur und welche Feste prägen Kroatien?

Kurz gesagt

Kroatien ist überwiegend römisch-katholisch geprägt, was sich in zahlreichen Kirchenfesten und Prozessionen zeigt. Der Unabhängigkeitstag am 8. Oktober und der Tag des Sieges am 5. August, der an das Ende des Kroatienkriegs 1995 erinnert, sind zentrale nationale Feiertage.

Die Krawatte hat ihren Ursprung im 17. Jahrhundert bei kroatischen Söldnern in französischen Diensten, deren Halstuch («Hrvat», Kroate) dem französischen Wort «Cravate» seinen Namen gab; Zagreb feiert diesen Bezug mit einem jährlichen Krawattentag im Oktober. Die Fussballnationalmannschaft, WM-Finalist 2018 und WM-Dritter 2022, ist ein starker Identifikationspunkt.

Der 8. Oktober erinnert an die endgültige Loslösung von Jugoslawien 1991, der 5. August («Tag des Sieges und der Heimatdankbarkeit») an die Rückeroberung der Region Knin 1995 im «Sturm»-Feldzug, der den Krieg im Wesentlichen beendete. Beide Tage werden landesweit mit offiziellen Zeremonien begangen.

Welche Erlebnisse lohnen sich in Kroatien?

Kurz gesagt

Zu den Höhepunkten zählen die Stadtmauern von Dubrovnik, der Diokletianpalast in Split, die Plitvicer Seen und die Wasserfälle des Nationalparks Krka. Wer segelt oder taucht, findet an den Inseln Hvar, Korčula und Brač klares Wasser und stetigen Wind, wer wandert, hat im Velebit-Gebirge und im Hinterland Istriens viel Auswahl.

Kulturelle Höhepunkte

  • Stadtmauern, Dubrovnik: rund 1'940 m begehbare Mauer mit Blick über Altstadt und Meer.
  • Diokletianpalast, Split: römische Kaiserresidenz, heute Wohn- und Altstadtviertel.
  • Plitvicer Seen: 16 türkisfarbene Kaskadenseen, seit 1979 UNESCO-Welterbe.
  • Amphitheater, Pula: eines der besterhaltenen römischen Amphitheater der Welt.

Aktiv und draussen

Der Nationalpark Krka bei Šibenik verbindet eine Wanderung zu den Wasserfällen des Skradinski Buk mit einer Bootsfahrt zur Klosterinsel Visovac. In den Kvarner- und Velebit-Bergen sind Wandern und Klettern verbreitet, an den Inseln Hvar, Korčula und Brač Segeln und Tauchen dank verlässlichem Wind im Sommer.

Inseln erleben

Wer mehrere Inseln verbinden will, plant Fährverbindungen als festen Programmpunkt ein: Zwischen Split und Hvar dauert die Katamaranüberfahrt rund eine Stunde, zu entlegeneren Inseln wie Vis deutlich länger. Der Strand Zlatni Rat bei Bol auf Brač zählt zu den bekanntesten Fotomotiven der kroatischen Küste.

Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre

Wie reist man in Kroatien verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

Wer die Hochsaison im Juli und August an der Küste meidet und stattdessen Mai, Juni oder September wählt, entlastet Wasserversorgung und Infrastruktur der Inseln und findet gleichzeitig günstigere Preise. In den Plitvicer Seen und im Nationalpark Krka hilft ein früher Besuch, den grössten Andrang zu vermeiden.

  • Wasser auf den kleineren Inseln bewusst nutzen, da viele keine eigenen Süsswasserquellen haben.
  • In den Nationalparks Plitvicer Seen und Krka auf den markierten Stegen und Wegen bleiben, um die Feuchtgebiete zu schützen.
  • Dubrovniks Altstadt ausserhalb der Kreuzfahrt-Stosszeiten am späten Vormittag besuchen, um Überfüllung zu vermeiden.

Quellen: UNESCO World Heritage Centre

Mit welchen Ländern lässt sich Kroatien kombinieren?

Kurz gesagt

Kroatien grenzt an Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina sowie Montenegro; als Schengen-Staat ist die Grenze zu Slowenien und Ungarn ohne reguläre Kontrolle passierbar. Besonders verbreitet ist die Kombination mit Bosnien und Herzegowina über einen Tagesausflug von Dubrovnik oder Split nach Mostar.

Von Dubrovnik aus ist Mostar in Bosnien und Herzegowina in rund 2.5 bis 3 Autostunden erreichbar, ein beliebter Tagesausflug mit der Alten Brücke als Höhepunkt. Richtung Norden verbindet die Schengen-Grenze zu Slowenien Zagreb unkompliziert mit Ljubljana und weiter nach Italien; Richtung Süden führt die Küstenstrasse via Kroatien weiter nach Montenegro und zur Bucht von Kotor.

Für wen eignet sich Kroatien, für wen weniger?

Kurz gesagt

Kroatien passt zu Reisenden, die römisches und venezianisches Erbe, Inselhüpfen und Naturparks in einem gut ausgebauten, Schengen- und Euro-integrierten Land verbinden wollen. Weniger geeignet ist es für alle, die im Hochsommer überfüllte Altstädte wie Dubrovnik und volle Küstenstrassen meiden möchten.

Gut passt Kroatien für Geschichtsinteressierte, Familien mit Badeferien-Wunsch und Inselhüpfer, die zwischen Kultur und Strand wechseln wollen. Weniger ideal ist der Hochsommer für Reisende, die überlaufene Sehenswürdigkeiten meiden möchten; Mai, Juni oder September bieten ähnliches Wetter bei deutlich weniger Andrang.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Kroatien.

Brauchen Schweizer ein Visum für Kroatien?

Nein. Als Bürger eines EFTA-Staats mit Personenfreizügigkeitsabkommen reisen Schweizer mit Pass oder Personalausweis ein, ohne Visum und ohne die sonst geltende 90-Tage-Regel. Massgeblich bleiben die aktuellen Angaben von EDA und BMEIA.

Zahlt man in Kroatien mit Euro oder Kuna?

Mit Euro. Kroatien hat den Euro zum 1. Januar 2023 eingeführt und die vorherige Kuna vollständig abgelöst.

Ist Kroatien Schengen-Mitglied?

Ja, seit dem 1. Januar 2023. An den Grenzen zu Slowenien und Ungarn entfällt seither die reguläre Personenkontrolle, an den Grenzen zu Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro bleibt sie bestehen.

Wie viele Inseln hat Kroatien?

Rund 1'244 Inseln, Inselchen und Riffe, von denen nur etwa 50 dauerhaft bewohnt sind. Die grössten und bekanntesten sind Krk, Cres, Brač, Hvar und Korčula.

Wie kommt man von Split nach Hvar?

Mit der Fähre oder dem Katamaran in rund 1 bis 2 Stunden, je nach Verbindung und Schiffstyp. In der Hochsaison von Juni bis September verkehren deutlich mehr Abfahrten als im Winter.

Wie heiss wird es im Sommer in Split und Dubrovnik?

Die Stationsdaten zeigen für Split Julihöchstwerte um 32.6 °C, für Dubrovnik um 30.3 °C. Zagreb im Landesinnern ist mit rund 29.5 °C im Sommer etwas kühler.

Ist Kroatien noch von Landminen betroffen?

Nein, laut BMEIA gilt Kroatien als von Minen geräumt. Reste aus dem Krieg von 1991 bis 1995 spielen für touristisch relevante Gebiete keine Rolle mehr.

Wie kommt man von Dubrovnik nach Mostar in Bosnien?

Mit Bus oder Auto in rund 2.5 bis 3 Stunden. Da Bosnien und Herzegowina ausserhalb des Schengen-Raums liegt, findet an der Grenze eine reguläre Passkontrolle statt.

Muss man in Kroatien Trinkgeld geben?

Nein, es ist nicht Pflicht. Üblich sind 10 bis 15 Prozent der Rechnung in Restaurants und Bars, seit der Euro-Einführung unkompliziert direkt zu geben.

Wie viele UNESCO-Welterbestätten hat Kroatien?

Zehn, darunter die Altstädte von Dubrovnik, Split, Trogir und Poreč, die Plitvicer Seen und die Kathedrale von Šibenik. Kroatien hat zusätzlich mehrere Stätten auf der Tentativliste.

Wo kommt der Name Krawatte her?

Von kroatischen Söldnern im 17. Jahrhundert, deren Halstuch («Hrvat», Kroate) in Frankreich zum Wort «Cravate» wurde. Zagreb feiert diesen Ursprung jährlich mit einem Krawattentag im Oktober.

Gibt es FSME-Risiko in Kroatien?

Ja, in Wald- und Berggebieten besteht laut CDC vor allem zwischen April und Oktober ein Risiko durch Zeckenstiche, besonders im Landesinnern und in Istrien. Konsequenter Zeckenschutz und bei längeren Outdoor-Aufenthalten eine Impfung sind sinnvoll.

Ist der Strand Zlatni Rat wirklich formveränderlich?

Ja, die kieselsteinige Landzunge bei Bol auf der Insel Brač verändert ihre Form je nach Strömung und Wind leicht, bleibt aber ganzjährig als Landzunge bestehen. Sie gilt als eines der bekanntesten Strandmotive der Adria.

Braucht man in Kroatien einen Adapter für Steckdosen?

Nein, Kroatien nutzt wie die Schweiz, Deutschland und Österreich 230 V und die Steckertypen C und F. Ein Adapter ist für Geräte aus diesen Ländern nicht nötig.

Was ist im Nationalpark Krka zu sehen?

Kaskadenartige Wasserfälle wie den Skradinski Buk, hölzerne Stege durch die Flusslandschaft und eine Bootsfahrt zur Klosterinsel Visovac. Der Park liegt nahe Šibenik und ist als Tagesausflug von Split gut erreichbar.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 21. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Kroatien: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 21. September 2026
  2. Reiseinformation Kroatien, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 21. September 2026
  3. Croatia: Traveler View, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 21. September 2026
  4. Plitvice Lakes National Park, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 21. September 2026
  5. Historical Complex of Split with the Palace of Diocletian, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 21. September 2026
  6. Old City of Dubrovnik, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 21. September 2026
  7. Flights from Zagreb (ZAG), FlightConnections, abgerufen 21. September 2026
  8. Kroatien voller Leben, croatia.hr, Kroatische Zentrale für Tourismus, abgerufen 21. September 2026
  9. The Adriatic Sea and islands, croatia.eu, Regierung der Republik Kroatien, abgerufen 21. September 2026
  10. Mains electricity by country, Croatia, IEC World Plugs / worldstandards.eu, abgerufen 21. September 2026
  11. Central European Time, Wikipedia, abgerufen 21. September 2026
  12. Trinkgeld Kroatien – Wo und wie viel ist üblich?, vickiviaja.com, abgerufen 21. September 2026
  13. NOAA Global Summary of the Day, Stationen Zagreb, Split und Dubrovnik, NOAA National Centers for Environmental Information, abgerufen 21. September 2026

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