Die Uferpromenade von Kralendijk mit bunten Häusern und Tauchbooten

Besondere Gemeinde · Karibik

Bonaire

Bonaire liegt rund 80 Kilometer vor der Küste Venezuelas und gehört, anders als die Nachbarinseln Aruba und Curaçao, direkt zu den Niederlanden statt zu einem eigenen Land im Königreich. Bekannt ist die trockene, flache Insel für ihr seit 1979 geschütztes Riff, das an dutzenden Stellen ohne Boot betauchbar ist, und für die Flamingokolonie im Salzsee Pekelmeer.

Foto: Remco Guijs auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Status
Besondere Gemeinde (Openbaar Lichaam) im Land Niederlande, seit 10.10.2010
Hauptort
Kralendijk
Amtssprachen
Papiamentu und Niederländisch; im Tourismus durchgehend Englisch
Währung
US-Dollar (USD), seit 1. Januar 2011 gesetzliches Zahlungsmittel
Zeitzone
UTC−4, ganzjährig, keine Sommerzeit
Internationaler Flughafen
Flamingo International Airport, Kralendijk (BON)
Ideale Reisedauer
5 bis 9 Tage, oft mit Curaçao oder Aruba kombiniert
Beste Reisezeit
ganzjährig trocken und warm, ausserhalb des eigentlichen Hurrikangürtels
Einreise CH/DE/AT
visumfrei bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen, kein DI-Card-System (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
gemischt: Typ A/B mit 127 V oder Typ C/F mit 220 V, 50 Hz je nach Unterkunft
Notrufnummer
911 Polizei, 912 Ambulanz, 919 Feuerwehr
Nature Fee
USD 40 Pflichtabgabe pro Kalenderjahr für Marine Park und Washington Slagbaai

Was ist Bonaire für ein Reiseziel?

Kurz gesagt

Bonaire ist eine 288 km² grosse, trockene Insel rund 80 Kilometer vor Venezuela und, anders als die Nachbarinseln Aruba und Curaçao, kein eigenes Land im Königreich der Niederlande, sondern eine Besondere Gemeinde der Niederlande selbst. Sie zählt rund 26'552 Einwohner (Stand Januar 2025) und gilt international vor allem als eines der besten Tauchziele der Karibik.

Die Insel ist flach, kakteenbewachsen und von Salzpfannen im Süden geprägt; grosse Sandstrände wie auf Aruba fehlen weitgehend, dafür beginnt das Riff an vielen Stellen nur wenige Meter vom Ufer entfernt.

Kralendijk, der Hauptort an der Westküste, ist mit seinen niederländisch-karibischen Fassaden Ausgangspunkt für fast jede Erkundung; die zweitälteste Siedlung Rincon im Inselinneren zeigt das ruhigere, dörfliche Bonaire abseits der Küste.

Wofür ist Bonaire bekannt?

Kurz gesagt

Bonaire ist als «Diver's Paradise» bekannt, ein Titel, der seit Jahrzehnten auf den Autonummernschildern der Insel steht: Mehr als 80 markierte Tauchplätze lassen sich ohne Boot einfach vom Auto aus erreichen, indem man am gelben Stein mit dem Platznamen ins Wasser steigt. Das gesamte Küstengewässer steht seit 1979 als Bonaire National Marine Park unter Schutz.

Anders als Aruba mit seinen Hochhausresorts oder Curaçao mit dem quirligen Willemstad setzt Bonaire bewusst auf kleinteiligen Tourismus: Es gibt keinen grossen Kreuzfahrtkai mit Massenabfertigung und kaum Bettenburgen, dafür viele kleine Tauchresorts direkt am Riff.

Zweites Standbein neben dem Tauchen ist der Wassersport in der Lac Bay im Südosten, deren flaches, windgeschütztes Wasser Bonaire zu einem der bekanntesten Windsurf-Reviere der Karibik gemacht hat.

Was bedeutet der Status als Besondere Gemeinde der Niederlande?

Kurz gesagt

Seit der Auflösung der Niederländischen Antillen am 10. Oktober 2010 ist Bonaire, zusammen mit Saba und Sint Eustatius, eine «Besondere Gemeinde» (Openbaar Lichaam) und damit direkt Teil des Landes Niederlande – anders als Aruba, Curaçao und Sint Maarten, die als eigenständige Länder im Königreich gelten. Diese drei Inseln werden zusammen als BES-Inseln oder Karibische Niederlande bezeichnet.

Die direkte Anbindung zeigt sich konkret: Bonaire führte am 1. Januar 2011 den US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel ein, weil die Insel geografisch und wirtschaftlich näher an den USA und Südamerika liegt als am Euro-Raum – trotz der staatsrechtlichen Zugehörigkeit zu den Niederlanden.

Für Einreisende bedeutet der BES-Status auch, dass Bonaire kein eigenes digitales Einreiseformular wie die DI-Card von Aruba oder Curaçao verlangt; massgeblich sind die allgemeinen Einreiseregeln der Karibischen Niederlande. Gleichzeitig gehört Bonaire nicht zur Europäischen Union: Die Insel hat den Status eines mit der EU assoziierten überseeischen Landes, weshalb die Europäische Krankenversicherungskarte hier nicht gilt.

Quellen: Wikipedia · Rijksdienst Caribisch Nederland

Welche Orte sind auf Bonaire wichtig?

Kurz gesagt

Kralendijk an der Westküste bündelt Flughafen, Hafen und die meisten Tauchbasen; im Süden liegen die Salzpfannen mit der Flamingokolonie, im Norden der Washington-Slagbaai-Nationalpark und im Osten die Lagune Lac Bay mit ihren Mangroven. Vorgelagert liegt die unbewohnte Insel Klein Bonaire.

Orte auf Bonaire im Überblick
OrtLageCharakter
KralendijkWestküsteHauptort, Flughafen, Tauchbasen, Kreuzfahrtpier
RinconInselinneresälteste Siedlung, dörflich, Museum, Simadan-Erntefest
Pekelmeer/SalzpfannenSüdspitzeFlamingosanctuary, Salzgewinnung, Sklavenhütten
Washington Slagbaai NPNordwestenerster Nationalpark der ehemaligen Niederländischen Antillen
Lac Bay/SorobonSüdostenWindsurf-Lagune, grösstes Mangrovengebiet der Karibischen Niederlande
Klein Bonairevorgelagertunbewohnte Insel, Tagesausflug, Schnorchelstrand

Kralendijk bedeutet auf Papiamentu «Korallenriff» und reiht sich als Kette pastellfarbener Häuser entlang der Uferpromenade auf; von hier starten die meisten Bootstouren nach Klein Bonaire und die Fahrten zu den Tauchplätzen entlang der Küstenstrasse.

Im Süden der Insel erstrecken sich die Salzpfannen des Unternehmens Cargill über mehrere Quadratkilometer; ihre unterschiedlich stark gesättigten Becken geben dem Wasser rosa bis violette Farbtöne und ziehen das ganze Jahr über Flamingos an. Auf dem Weg dorthin stehen vier kleine, aus Korallenstein gemauerte Sklavenhütten aus dem 19. Jahrhundert, in denen versklavte Arbeiter der Salzgewinnung untergebracht waren.

Der Pekelmeer Flamingo Sanctuary selbst ist für Besucher gesperrt, um die Brutkolonie nicht zu stören; beobachten lässt sich die Kolonie mit Fernglas von der öffentlichen Strasse aus. Je nach Jahreszeit halten sich dort zwischen 2'000 und 7'000 Karibik-Flamingos auf, eine von weltweit nur vier bekannten Brutkolonien dieser Art.

Der Washington Slagbaai National Park im Nordwesten deckt mit rund 5'643 Hektar fast ein Fünftel der Insel ab; 1969 als erstes Naturschutzgebiet der ehemaligen Niederländischen Antillen gegründet, schützt er über 340 Pflanzen- und 210 Vogelarten sowie den 241 m hohen Brandaris, den höchsten Punkt Bonaires.

Rincon im Inselinneren war die erste spanische Siedlung Bonaires, gegründet, weil sie von See aus vor Piraten verborgen lag; heute ist der Ort für sein Museum und das jährliche Simadan-Erntefest bekannt.

Klein Bonaire, ein 6 km² grosses, unbewohntes Eiland westlich von Kralendijk, gehört ebenfalls zum Marine Park und wird per Wassertaxi angefahren; der breite weisse Sandstrand «No Name Beach» ist einer der wenigen klassischen Sandstrände der Region.

Der weisse Strand von Klein Bonaire mit Blick zurück auf die Hauptinsel
Foto: Gustavo Sánchez auf Unsplash

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Bonaire.com

Wann ist die beste Reisezeit für Bonaire?

Kurz gesagt

Kralendijk zeigt ein ganzjährig warmes, trockenes Klima mit Höchstwerten um 30 bis 33 °C; am wenigsten Regen fällt zwischen Januar und April, am meisten im Oktober und November. Weil Bonaire auf nur rund 12° nördlicher Breite liegt, spielt die von der NOAA auf 1. Juni bis 30. November datierte Hurrikansaison für die Reiseplanung praktisch keine Rolle.

Kralendijk im Jahresverlauf

KralendijkJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303030313132323233323130
Tiefstwert °C252525262727272727272625
Niederschlag mm371891624304045579111559

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station FLAMINGO INTERNATIONAL AIRPORT (2 km, 7 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Der beständige Ostpassat weht ganzjährig und hält die gefühlte Temperatur auch an heissen Tagen erträglich; genau dieser Wind macht die Lac Bay zum verlässlichen Windsurf-Revier, während die Westküste bei Kralendijk meist ruhig und gut zum Tauchen bleibt.

Sichtweiten unter Wasser sind ganzjährig gut, weil kein Fluss Sediment einträgt; die wärmsten Wassertemperaturen von rund 28 bis 29 °C liegen zwischen August und Oktober, in den kühleren Monaten Januar bis März kühlt das Wasser auf gut 26 °C ab.

Für Windsurferinnen und Windsurfer in der Lac Bay ist die Wahl der Reisezeit weniger von Regen als vom Wind abhängig: Von Dezember bis August weht der Passat am beständigsten, während er in den ruhigeren Monaten September bis November gelegentlich aussetzt. Wer sowohl Tauchen als auch Windsurfen auf einer Reise verbinden will, findet zwischen Januar und April das verlässlichste Wetterfenster.

Quellen: National Hurricane Center (NOAA)

Was braucht man für die Einreise nach Bonaire?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen ohne Visum ein, benötigen aber einen über den Aufenthalt hinaus gültigen Reisepass, ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel. Ein digitales Einreiseformular wie die DI-Card von Aruba oder Curaçao ist für Bonaire nicht vorgeschrieben (Stand September 2026).

Einreise nach Bonaire, Stand September 2026
PunktRegel
ReisedokumentReisepass, gültig für die gesamte Aufenthaltsdauer
Visumfür CH/DE/AT nicht nötig, bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen
NachweiseRück- oder Weiterflugticket, Unterkunftsadresse, ausreichende Mittel
GelbfieberImpfnachweis ab 9 Monaten Pflicht bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet

Massgeblich sind EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA sowie die Einwanderungsbehörde Rijksdienst Caribisch Nederland. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, insbesondere für niederländische und US-Staatsangehörige, die bis zu 180 Tage pro Jahr bleiben dürfen.

Quellen: Rijksdienst Caribisch Nederland · Auswärtiges Amt

Welche Impfungen und Gesundheitsrisiken gibt es auf Bonaire?

Kurz gesagt

Ein Malariarisiko besteht auf Bonaire nicht; die Gelbfieberimpfung ist nur bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden und weist wegen Dengue auf konsequenten Mückenschutz rund um die Uhr hin.

Die CDC nennen zusätzlich Hepatitis B für Reisende mit engerem Kontakt zur Bevölkerung sowie Chikungunya und Zika als Mückenrisiken; ein Impfstoff gegen Dengue steht für Personen mit früherer Infektion zur Verfügung.

Die medizinische Grundversorgung in Kralendijk ist gut, für Notfälle und Spezialbehandlungen wird häufig nach Curaçao oder in die USA ausgeflogen; eine Reiseversicherung mit Rückholschutz ist wegen fehlendem Sozialversicherungsabkommen mit der Schweiz, Deutschland oder Österreich sinnvoll.

Quellen: healthytravel.ch (Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin) · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Wie sicher ist Bonaire für Reisende?

Kurz gesagt

EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA stufen Bonaire als eine der sichersten Inseln der Karibik ein; grössere Kriminalität ist selten, punktuell kommt es aber zu Diebstahl aus Mietwagen und an Stränden.

Empfohlen wird, Wertsachen nicht sichtbar im Auto zu lassen und sich nach Einbruch der Dunkelheit von einsamen Stränden fernzuhalten. Wie in der ganzen Region kann es zu Erdbeben kommen, die auch Tsunamis auslösen können; die Aussenministerien empfehlen, sich vor Ort über lokale Notfallpläne zu informieren.

Quellen: Auswärtiges Amt

Wie kommt man nach Bonaire?

Kurz gesagt

Der Flamingo International Airport (BON) bei Kralendijk wird aus Europa nonstop nur von Amsterdam aus angeflogen, mit KLM, Corendon und TUI fly in rund 9 h 25 min Flugzeit; aus Nordamerika bestehen ganzjährige Nonstop-Verbindungen ab Miami, Atlanta und Houston sowie saisonal ab Newark und Toronto.

Nonstop-Verbindungen ab Bonaire (BON), Auswahl
HerkunftsregionBeispielzieleHinweis
EuropaAmsterdam (AMS)KLM, Corendon, TUI fly; rund 9 h 25 min Flugzeit
Nordamerika (USA)Miami, Atlanta, Houston, Newarkganzjährig bis saisonal, mehrere Airlines
KanadaToronto (YYZ)saisonal Dezember bis April, WestJet
ABC-InselnCuraçao, Arubamehrmals täglich, 50 bis 70 Flugminuten

Wer aus Asien, Afrika oder Ozeanien anreist, verbindet meist über Amsterdam oder einen nordamerikanischen Hub wie Miami; nonstop erreichbar ist Bonaire von dort aus nicht. Eine Fährverbindung vom südamerikanischen Festland gibt es nicht, der einzige Wasserweg ist das Wassertaxi nach Klein Bonaire.

Bonaire liegt in der Zeitzone UTC−4 ohne Sommerzeitumstellung, sodass der Abstand zu Mitteleuropa je nach europäischer Winter- oder Sommerzeit zwischen fünf und sechs Stunden liegt.

Quellen: FlightConnections

Was kostet eine Reise nach Bonaire, und welche Währung gilt?

Kurz gesagt

Seit dem 1. Januar 2011 ist der US-Dollar das gesetzliche Zahlungsmittel auf Bonaire, Saba und Sint Eustatius; Kreditkarten werden in Tauchbasen, Hotels und den meisten Restaurants akzeptiert. Zusätzlich zu Unterkunft und Verpflegung fällt für jeden Gast ab 13 Jahren die Nature Fee von USD 40 pro Kalenderjahr an.

Geld auf Bonaire, Stand September 2026
PunktAngabe
WährungUS-Dollar (USD)
Nature FeeUSD 40 pro Person und Kalenderjahr, Kinder unter 13 Jahren ausgenommen
Kreditkartenverbreitet akzeptiert, in Rincon und auf Klein Bonaire eingeschränkter
Preisniveauähnlich den ABC-Nachbarinseln, geprägt von importierten Waren

Die Nature Fee wird online über das Portal von STINAPA bezahlt, gilt jeweils für ein Kalenderjahr und fliesst laut STINAPA vollständig in Riffüberwachung, Wasserqualitätsmessungen an rund 25 Stellen, Schildkrötenschutz und Umweltbildung.

Quellen: STINAPA Bonaire

Welche Unterkünfte gibt es auf Bonaire?

Kurz gesagt

Rund um Kralendijk dominieren kleine bis mittelgrosse Tauchresorts mit eigenem Pier oder direktem Zugang zum Riff, viele mit Selbstversorger-Apartments für Taucher, die mehrmals täglich ein- und aussteigen wollen.

In der Lac Bay bei Sorobon liegen auf Windsurfer und Kitesurfer zugeschnittene, meist kleinere Unterkünfte direkt an der Lagune; grosse Kettenhotels wie auf Aruba fehlen auf Bonaire bewusst, was die Bettenzahl insgesamt deutlich kleiner hält als auf den Nachbarinseln.

Was isst man auf Bonaire?

Kurz gesagt

Die Küche mischt karibische, niederländische und südamerikanische Einflüsse: Kabritu Stoba, ein Ziegeneintopf, gilt vielen als inoffizielles Nationalgericht, dazu kommen frischer Fisch, Erbsenreis und der dunkle Rumkuchen Bolo Pretu.

In Kralendijk reicht die Auswahl von einfachen Lokalen mit Tagesfang bis zu Restaurants mit Blick aufs Riff; in Rincon kochen kleine Familienbetriebe traditioneller und günstiger. Als Digestif ist der auf Curaçao hergestellte, aus Laraha-Orangenschalen gewonnene Likör verbreitet.

Welche Kultur und Feste prägen Bonaire?

Kurz gesagt

Papiamentu, eine kreolische Sprache mit spanischen, portugiesischen, niederländischen und westafrikanischen Wurzeln, ist Alltagssprache und Ausdruck einer eigenständigen Identität; das jährliche Simadan-Erntefest in Rincon mit Gesang, Tanz und traditioneller Kleidung gilt als kulturelles Aushängeschild der Insel.

Der Bonaire-Carnival vor Aschermittwoch ist kleiner als jener von Aruba oder Curaçao, aber ein fester Termin im Jahreskalender, mit Umzügen in Kralendijk und Rincon. In der Musik dominieren traditionelle Formen wie Tumba und Muziek di Zumbi, ein von der Sklavenzeit geprägter Trommelgesang.

Was kann man auf Bonaire erleben?

Kurz gesagt

Shore Diving an mehr als 80 gelb markierten Plätzen steht im Zentrum jeder Bonaire-Reise, ergänzt durch Windsurfen in der Lac Bay, Kajaktouren durch die Mangroven, Flamingobeobachtung am Pekelmeer und Tagesausflüge nach Klein Bonaire.

  • Shore Diving: Jeder markierte Platz ist per Auto erreichbar; eine Dive-Flagge muss am Boot oder an der Boje mitgeführt werden.
  • Windsurfen und Kitesurfen: Lac Bay bietet konstante 15 bis 25 Knoten Passat auf flachem, geschütztem Wasser.
  • Mangroven-Kajak: Touren durch das grösste Mangrovengebiet der Karibischen Niederlande mit rund 100 Hektar Ausdehnung in der Lac Bay.
  • Washington Slagbaai: Wanderungen zum 241 m hohen Brandaris und Fahrten zu einsamen Buchten im Nationalpark.
  • Klein Bonaire: Wassertaxi zum Sandstrand No Name Beach, beliebt zum Schnorcheln und für einen Tag ohne Programm.
  • Donkey Sanctuary: Auffangstation für mehrere hundert wildlebende Esel, Nachkommen der einst von den Spaniern eingeführten Tiere.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia

Wie geht Bonaire mit Umweltschutz um?

Kurz gesagt

Bonaire schützt sein Riff seit 1979 durchgehend als Bonaire National Marine Park, finanziert seit 1992 über Nutzergebühren statt Steuergelder und gilt international als Vorbild für ein selbsttragendes Meeresschutzgebiet.

Ankern ist im gesamten Park verboten, stattdessen stehen feste Bojen zur Verfügung; die seit 2023 einheitliche Nature Fee von USD 40 ersetzt die frühere gestaffelte Gebühr und finanziert unter anderem Riffüberwachung, Lionfish-Kontrolle und Mangrovenrenaturierung in der Lac Bay.

Quellen: Wikipedia · STINAPA Bonaire

Lässt sich Bonaire mit anderen Zielen verbinden?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten sind Curaçao und Aruba, beide mehrmals täglich in 50 bis 70 Flugminuten erreichbar; zusammen bilden die drei Inseln die sogenannten ABC-Inseln mit gemeinsamer Lage ausserhalb des Hurrikangürtels.

Wer alle drei Inseln sehen will, reist meist über Curaçao ein, da dort die meisten internationalen Anschlüsse bestehen; eine direkte Fährverbindung zwischen den ABC-Inseln gibt es nicht, der Wechsel erfolgt ausschliesslich per Kurzstreckenflug.

Für wen ist Bonaire geeignet, für wen weniger?

Kurz gesagt

Bonaire passt zu Taucherinnen, Tauchern und Windsurfern, die unkompliziertes Shore Diving ohne Bootsorganisation und ruhige, kleinteilige Infrastruktur schätzen. Wer breite Sandstrände, Nachtleben oder grosse Resortanlagen sucht, findet das eher auf Aruba oder den nördlichen Karibikinseln.

Für Einsteiger ins Tauchen ist Bonaire wegen der guten Sicht, der geringen Strömung und der einfachen Zugänglichkeit besonders geeignet. Wer dagegen ausschliesslich am breiten Sandstrand liegen will, muss mit den kleineren, oft felsig gesäumten Buchten der Insel vorliebnehmen.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Bonaire.

Ist Bonaire ein eigenes Land wie Aruba oder Curaçao?

Nein. Bonaire ist seit dem 10. Oktober 2010 eine Besondere Gemeinde der Niederlande selbst, während Aruba, Curaçao und Sint Maarten eigenständige Länder im Königreich sind. Zusammen mit Saba und Sint Eustatius bildet Bonaire die sogenannten BES-Inseln oder Karibischen Niederlande.

Braucht man für Bonaire ein Visum?

Nein, Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei ein. Ein digitales Einreiseformular wie die DI-Card von Aruba oder Curaçao ist für Bonaire nicht vorgeschrieben.

Welche Währung gilt auf Bonaire?

Seit dem 1. Januar 2011 ist der US-Dollar gesetzliches Zahlungsmittel, nicht der Euro. Das unterscheidet Bonaire von den europäischen Niederlanden und zeigt die enge wirtschaftliche Anbindung an die USA und die Karibikregion.

Was ist die Nature Fee auf Bonaire?

Eine Pflichtabgabe von USD 40 pro Person und Kalenderjahr für den Zugang zum Bonaire National Marine Park und den Washington-Slagbaai-Nationalpark, verwaltet von der Stiftung STINAPA. Kinder unter 13 Jahren sind ausgenommen.

Muss man für das Tauchen auf Bonaire ein Boot chartern?

Nicht zwingend: Über 80 Tauchplätze sind an der Küstenstrasse mit gelben Markierungssteinen gekennzeichnet und direkt vom Auto aus zugänglich. Nur die Tauchplätze bei Klein Bonaire erreicht man per Boot.

Warum ist Bonaire für Windsurfen bekannt?

Die Lac Bay im Südosten bietet ganzjährig konstanten Passatwind von 15 bis 25 Knoten auf einer flachen, geschützten Lagune und zählt zu den bekanntesten Windsurf-Revieren der Karibik, mit eigener Szene rund um Sorobon.

Liegt Bonaire im Hurrikangürtel?

Nein. Auf rund 12° nördlicher Breite liegt Bonaire am südlichen Rand der Zone, in der sich atlantische Hurrikane laut NOAA überhaupt entwickeln, und wird deshalb nur äusserst selten direkt getroffen.

Wo sieht man auf Bonaire Flamingos?

Am Pekelmeer im Süden der Insel, wo zwischen 2'000 und 7'000 Karibik-Flamingos je nach Saison brüten. Die Sanctuary selbst ist gesperrt, beobachten lässt sich die Kolonie von der öffentlichen Strasse aus mit Fernglas.

Wie kommt man von Europa nach Bonaire?

Die einzige Nonstop-Verbindung fliegt ab Amsterdam mit KLM, Corendon oder TUI fly in rund 9 h 25 min. Von anderen europäischen Städten ist mindestens ein Umstieg über Amsterdam oder einen nordamerikanischen Hub nötig.

Gibt es auf Bonaire Malaria?

Nein, ein Malariarisiko besteht nicht. Wichtiger ist der Schutz vor Mückenstichen wegen Dengue sowie wegen Chikungunya und Zika.

Was ist der Unterschied zwischen Bonaire und Curaçao?

Bonaire ist als Besondere Gemeinde direkter Teil der Niederlande, kleiner, trockener und fast ausschliesslich auf Tauchen und Naturschutz ausgerichtet; Curaçao ist ein eigenes Land im Königreich, grösser und kulturell vielseitiger mit dem UNESCO-Welterbe Willemstad.

Kann man von Bonaire aus Aruba oder Curaçao besuchen?

Ja, beide Inseln sind mehrmals täglich in 50 bis 70 Flugminuten erreichbar. Eine Fährverbindung zwischen den ABC-Inseln besteht nicht, der Wechsel erfolgt ausschliesslich per Flugzeug.

Was ist die Donkey Sanctuary auf Bonaire?

Eine Auffangstation im Inselinneren für mehrere hundert wildlebende Esel, Nachkommen der einst von spanischen Siedlern eingeführten Arbeitstiere. Besucher können die Tiere im eigenen Auto besuchen und füttern.

Braucht man einen Mietwagen auf Bonaire?

Für den Washington-Slagbaai-Nationalpark, die Salzpfannen im Süden und viele Tauchplätze entlang der Küstenstrasse ist ein Mietwagen praktisch unverzichtbar, da der öffentliche Verkehr sehr dünn ist.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 20. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Bonaire, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  2. Tourist stay, Rijksdienst Caribisch Nederland, abgerufen 20. September 2026
  3. Königreich der Niederlande: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 20. September 2026
  4. Niederländische Überseegebiete – Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 20. September 2026
  5. Nature Fee Bonaire, STINAPA Bonaire, abgerufen 20. September 2026
  6. Bonaire National Marine Park, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  7. Washington Slagbaai National Park, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  8. Flamingos on Bonaire, Bonaire.com, abgerufen 20. September 2026
  9. Flights from Bonaire (BON), FlightConnections, abgerufen 20. September 2026
  10. Tropical Cyclone Climatology, National Hurricane Center (NOAA), abgerufen 20. September 2026
  11. Bonaire, Sint Eustatius, Saba: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch (Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin), abgerufen 20. September 2026
  12. Bonaire – Traveler View, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 20. September 2026
  13. Bonaire – Power plug, socket & mains voltage, World Standards, abgerufen 20. September 2026
  14. Bonaire emergency services and contacts, Bonaire.com, abgerufen 20. September 2026
  15. Introduction of US dollar on Bonaire, Sint Eustatius and Saba as from 1 January 2011, Lincoln Gomez (Legal Expertise), abgerufen 20. September 2026
  16. Time Zones in Bonaire, Netherlands, timeanddate.com, abgerufen 20. September 2026

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