Was erwartet Reisende in Südkorea?
Südkorea stellt Seoul, eine Zwölf-Millionen-Metropole mit fünf Königspalästen und ultramodernen Vierteln, der Hafenstadt Busan mit Stränden, einem Bergtempel und dem grössten Fischmarkt des Landes gegenüber. Der Hochgeschwindigkeitszug KTX verbindet beide Städte in rund zweieinhalb Stunden, sodass sich eine Reise ohne Inlandflug planen lässt.
Eine klassische Route beginnt in Seoul mit den Palästen, dem Hanok-Viertel Bukchon und den Ausgehvierteln Hongdae und Myeongdong, führt per KTX rund 325 km südöstlich nach Busan an die Küste und lässt sich um einen Tagesausflug in die entmilitarisierte Zone (DMZ) nördlich von Seoul ergänzen.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise (Stand September 2026), Gesundheit und die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zusammen.
Quellen: Korea Tourism Organization
Wie ist Südkorea als Reiseland?
Südkorea ist technisch hoch entwickelt, sicher und touristisch gut erschlossen: ein dichtes U-Bahn- und Schnellzugnetz, kostenloses WLAN in Städten und eine fast durchgängige Kartenzahlung erleichtern die Reise. Gleichzeitig stehen fünf Jahrhunderte alte Palastanlagen neben Wolkenkratzern und Leuchtreklamen, was viele Reisende als das prägende Bild des Landes wahrnehmen.
Das Land ist gebirgig: Rund 70 % der Fläche sind Berg- und Hügelland, weshalb sich Städte in Talkesseln und an Küstenstreifen konzentrieren. Seoul liegt am Han-Fluss im Nordwesten, Busan an der Südostküste zur Koreastraße hin, die das Land von Japan trennt.
Der globale Erfolg von K-Pop, koreanischen Fernsehserien und Filmen hat seit den 2010er-Jahren viele jüngere Reisende nach Seoul gezogen; Agenturviertel, Fan-Cafés und Drehorte gehören inzwischen zum touristischen Angebot, ohne dass die historischen Paläste und Tempel dadurch an Bedeutung verloren hätten.
Busan wirkt spürbar entspannter als Seoul: Strandpromenaden, ein grosser Fischmarkt und das Internationale Filmfestival im Herbst prägen die zweitgrösste Stadt des Landes, die zugleich der wichtigste Containerhafen Südkoreas ist.
Was sehen Reisende in Seoul und Busan?
Seoul gliedert sich in die Altstadt mit den Palästen Gyeongbokgung und Changdeokgung, das Hanok-Viertel Bukchon und moderne Ausgehviertel wie Hongdae, Myeongdong und Gangnam. Busan zeigt sich an den Stränden Haeundae und Gwangalli, im bunten Hangviertel Gamcheon und auf dem traditionsreichen Jagalchi-Fischmarkt am Hafen.
Seoul
Der Gyeongbokgung-Palast aus dem 14. Jahrhundert ist die grösste der fünf Palastanlagen Seouls; die Wachablösung am Haupttor Gwanghwamun findet mehrmals täglich statt. Wer im Hanbok, dem traditionellen Gewand, erscheint, erhält freien Eintritt, was den Verleih rund um den Palast zu einem festen Bestandteil vieler Reisen macht.
Direkt östlich schliesst das Hanok-Viertel Bukchon an, eine Ansammlung traditioneller Holzhäuser zwischen Gyeongbokgung und Changdeokgung, dessen Geheimgarten (Huwon) auf Voranmeldung besichtigt werden kann. Seit die Gassen bei Reisenden populär wurden, gelten in Teilen des Viertels Ruhezeiten für Fotografie, da dort weiterhin Menschen wohnen.
Myeongdong ist das grösste Einkaufs- und Streetfood-Viertel der Stadt mit Ständen, die von gegrillten Muscheln bis zu Honigwaben reichen; Hongdae rund um die Hongik-Universität steht für Livemusik, Strassenkunst und Nachtleben, Gangnam südlich des Han-Flusses für Luxusboutiquen und die Unterhaltungsindustrie hinter K-Pop.
Der Aussichtsturm N Seoul Tower auf dem Hausberg Namsan liegt mitten in der Stadt und ist per Seilbahn oder zu Fuss erreichbar; vom Han-Fluss aus verkehren Ausflugsboote, und Radwege begleiten beide Ufer über weite Strecken.
Umgebung von Seoul
Rund 55 km nördlich von Seoul liegt die entmilitarisierte Zone (DMZ) zur Grenze nach Nordkorea; organisierte Tagesausflüge, die einzige zulässige Besuchsform, führen unter anderem zum Aussichtspunkt Dora Observatory und zu einem der Tunnel, die unter der Grenze entdeckt wurden.
Der Folk Village Suwon oder das Bergland um Namsan Seoul lassen sich als Halbtagesausflug ergänzen; für einen ganzen Tag bietet sich die historische Festungsstadt Suwon mit ihrer 5,7 km langen, seit 1997 zum UNESCO-Welterbe zählenden Stadtmauer an.
Busan
Haeundae ist Busans bekanntester Stadtstrand mit Hochhauskulisse und dichtestem Hotelangebot, Gwangalli liegt ruhiger und bietet freie Sicht auf die beleuchtete Gwangan-Brücke. Beide Strände sind mit der U-Bahn erreichbar.
Das Gamcheon Culture Village entstand aus einer Flüchtlingssiedlung der 1950er-Jahre; seit 2009 bemalen Kunstschaffende die Häuser des Hangviertels, was es zu einem der meistfotografierten Orte der Stadt gemacht hat. Der Jagalchi-Fischmarkt am Hafen ist Südkoreas grösster Fischmarkt, mit Händlerinnen und Händlern, die seit Jahrzehnten dort verkaufen.
Der Tempel Beomeosa am Fuss des Berges Geumjeongsan zählt zu den bedeutendsten Zen-Tempeln Südkoreas und bietet ein Temple-Stay-Programm für Übernachtungen an; von dort führen Wanderwege zur alten Bergfestung Geumjeongsanseong.
Quellen: Korea Tourism Organization · UNESCO World Heritage Centre
Reiseziele
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Inseln und Regionen
- StadtSeoulSeoul ist die Hauptstadt Südkoreas mit rund 9.6 Millionen Einwohnern, geteilt vom Han-Fluss.
- StadtBusanBusan ist die zweitgrösste Stadt Südkoreas: Hafenstadt mit Stadtstränden, bemalten Hangvierteln, dem grössten Fischmarkt des Landes und Tempeln am…
- RegionJejuJeju ist Südkoreas grösste Vulkaninsel, geprägt vom Hallasan mit 1’947 m, UNESCO-Lavahöhlen und dem Olle-Wanderweg.
Wann ist die beste Reisezeit für Südkorea?
Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis November) gelten als beste Reisezeit, mit milden Temperaturen, wenig Regen und der Kirschblüte im April beziehungsweise Herbstlaub im Oktober und November. Der Hochsommer bringt die Regenzeit Jangma von Ende Juni bis Ende Juli sowie Taifungefahr im August und September, der Winter strenge Kälte mit Nachtwerten deutlich unter null Grad.
| Seoul | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 2 | 5 | 12 | 18 | 24 | 28 | 30 | 31 | 27 | 20 | 12 | 3 |
| Tiefstwert °C | -7 | -4 | 2 | 8 | 13 | 19 | 23 | 23 | 18 | 10 | 3 | -5 |
| Niederschlag mm | 20 | 31 | 37 | 72 | 84 | 116 | 361 | 260 | 138 | 53 | 47 | 22 |
| Busan | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 10 | 14 | 19 | 24 | 26 | 29 | 31 | 27 | 22 | 16 | 9 |
| Tiefstwert °C | -2 | 0 | 5 | 9 | 14 | 19 | 23 | 24 | 19 | 13 | 6 | -1 |
| Niederschlag mm | 39 | 58 | 87 | 138 | 148 | 177 | 287 | 224 | 187 | 81 | 54 | 41 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SEOUL CITY (2 km, 87 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GIMHAE INTL (12 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Seoul erlebt im Januar Tiefstwerte um −7 °C und im August Höchstwerte um 30 bis 31 °C; der meiste Regen fällt konzentriert im Juli mit über 360 mm, während die Wintermonate mit unter 30 mm pro Monat trocken bleiben. Busan liegt näher am Meer und ist dadurch im Winter milder, im Sommer jedoch feuchter mit teils über 280 mm Regen im Juli.
Taifune erreichen die Südküste um Busan häufiger und direkter als Seoul; zwischen Juli und September lohnt es sich, kurz vor der Reise die Wettervorhersage zu prüfen und Aussenaktivitäten flexibel zu planen.
Die Kirschblüte in Seoul fällt meist auf die erste Aprilwoche, kann sich je nach Frühlingswetter aber um mehrere Tage verschieben; die Herbstfärbung in Bergparks wie dem Seoraksan erreicht ihren Höhepunkt meist Mitte bis Ende Oktober.
Das dreitägige Neujahrsfest Seollal fällt nach dem Mondkalender in den Januar oder Februar, das Erntedankfest Chuseok in den September oder Oktober; an beiden Festen sind Bahn- und Strassenverkehr im ganzen Land stark ausgelastet, viele kleinere Geschäfte bleiben geschlossen.
Quellen: Korea Tourism Organization
Was braucht man für die Einreise nach Südkorea?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum ein; die eigentlich verpflichtende elektronische Reisegenehmigung K-ETA ist für Staatsangehörige dieser Länder befristet ausgesetzt (Stand September 2026). Stattdessen ist seit Februar 2025 die kostenlose elektronische Einreisekarte (E-Arrival Card) online auszufüllen, frühestens drei Tage vor Ankunft.
- Schweiz, Deutschland, Österreich: visumfrei bis 90 Tage für touristische Zwecke; der Reisepass muss bei Einreise gültig sein.
- K-ETA: die eigentliche Pflicht zur elektronischen Reisegenehmigung ist für Staatsangehörige dieser drei Länder befristet ausgesetzt (Stand September 2026); die Aussetzung kann enden, weshalb sich eine Prüfung kurz vor Abreise lohnt.
- E-Arrival Card: kostenlose Online-Einreisekarte, seit Februar 2025 für alle Einreisenden Pflicht, frühestens drei Tage vor Ankunft ausfüllbar.
- Andere Staatsangehörigkeiten: für sie gelten eigene Regeln; massgeblich ist die Auskunft der südkoreanischen Botschaft oder des Konsulats im Wohnsitzland.
Bei einem Aufenthalt über 90 Tage oder einem anderen Reisezweck als Tourismus ist vorab ein Visum bei einer südkoreanischen Vertretung zu beantragen. Ein Rück- oder Weiterflugticket wird bei der Einreisekontrolle in der Regel verlangt.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der südkoreanischen Einwanderungsbehörde zum Zeitpunkt der Reise; die K-ETA-Aussetzung wurde in der Vergangenheit mehrfach verlängert, gilt aber nur befristet.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Embassy of the Republic of Korea to the Swiss Confederation
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Südkorea?
Für die Einreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt die Basisimpfungen gemäss Schweizer Impfplan und Hepatitis A für alle Reisenden, Hepatitis B je nach Reisestil und eine Tollwut-Vorimpfung für die meisten Reisenden. Ein geringes Malariarisiko besteht laut CDC von März bis Dezember nur in ländlichen Grenzprovinzen im Norden (Incheon, Gangwon, Gyeonggi), nicht in Seoul oder Busan.
In Seoul selbst besteht laut healthytravel.ch ganzjährig kein Malariarisiko; in den übrigen nördlichen Provinzen ist es auf die Monate ausserhalb von Januar und Februar begrenzt und insgesamt als gering einzustufen. Mückenschutz ist dort in den Sommermonaten dennoch sinnvoll.
Die CDC weist zudem auf Tuberkulose, Hantavirus und Leptospirose als nicht impfpräventable Risiken hin; sie betreffen vor allem Reisende mit engem Tierkontakt oder Aufenthalten auf dem Land, weniger Städtereisen nach Seoul oder Busan.
Die medizinische Versorgung ist in Seoul und Busan auf hohem, oft englischsprachigem Niveau; ausserhalb der grossen Städte kann die Verständigung schwieriger sein. Eine Reise- und Rückholversicherung ist ratsam, da kein Sozialversicherungsabkommen mit der Schweiz, Deutschland oder Österreich besteht.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Südkorea für Reisende?
Südkorea gilt bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA als grundsätzlich sicheres Reiseland mit niedriger Kriminalitätsrate. Innenpolitische Demonstrationen kommen in Seoul regelmässig vor, verlaufen aber fast ausnahmslos friedlich; laut südkoreanischem Recht dürfen Ausländerinnen und Ausländer nicht an politischen Kundgebungen teilnehmen und sollten Menschenansammlungen meiden.
Zu den Spannungen auf der koreanischen Halbinsel schreibt das Auswärtige Amt, dass sich diese in den vergangenen Jahren praktisch nicht auf die Sicherheitslage für Reisende ausgewirkt haben; kurzfristige Änderungen etwa durch Raketentests lassen sich dennoch nicht ausschliessen. Ein Besuch der entmilitarisierten Zone ist nur im Rahmen organisierter Touren möglich.
In den Ausgehvierteln Hongdae und Itaewon warnt das Auswärtige Amt vor K.-o.-Tropfen in Getränken und sexuellen Übergriffen; wie überall empfiehlt sich, Getränke nicht unbeaufsichtigt zu lassen. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl bleibt selten.
Im Spätsommer können Taifune Überschwemmungen und Erdrutsche verursachen, vor allem an der Südküste um Busan; Südkorea liegt zudem in einer seismisch aktiven Zone, spürbare Erdbeben sind jedoch selten.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Südkorea und im Land herum?
Internationale Flüge landen fast ausschliesslich auf der Insel Incheon (ICN) westlich von Seoul, dem grössten Flughafen des Landes; der kleinere Gimpo (GMP) dient vor allem innerkoreanischen und regionalen Verbindungen nach Japan und China. Busan besitzt mit Gimhae (PUS) einen eigenen internationalen Flughafen, der aber deutlich weniger Langstreckenanbindungen bietet.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen Incheon – Seoul Zentrum | AREX-Zug (Expressvariante) oder Taxi | rund 45–60 min |
| Seoul – Busan | KTX-Hochgeschwindigkeitszug | rund 2 h 20 min |
| Seoul – Busan | Fernbus | rund 4–4,5 h |
| Seoul – DMZ (Grenzgebiet) | organisierte Tagestour ab Seoul | rund 2–3 h Aufenthalt vor Ort |
| Flughafen Gimhae – Busan Zentrum | U-Bahn/Light-Rail oder Taxi | rund 30–40 min |
Nach Seoul-Incheon bestehen ganzjährige Nonstopflüge aus mehreren europäischen Drehkreuzen: Korean Air und Asiana bedienen unter anderem Frankfurt, Paris, London, Amsterdam, Rom, Madrid, Wien, Prag und Budapest, Lufthansa fliegt Frankfurt und München nonstop an, Zürich wird von Korean Air saisonal bedient. Aus Nordamerika bestehen Nonstopverbindungen unter anderem ab mehreren US-Westküstenstädten sowie ab Toronto und Vancouver.
Innerhalb Ostasiens ist Incheon ein wichtiges Drehkreuz mit dichten Verbindungen nach Japan, China und Südostasien, was Kombinationsreisen erleichtert. Busan Gimhae wird vor allem von Regionalfluggesellschaften aus Japan, China und Südostasien bedient, Langstreckenverbindungen sind selten.
Im Land selbst verkehren die Hochgeschwindigkeitszüge KTX und SRT auf mehreren Strecken; Tickets lassen sich online oder am Bahnhof lösen, an Wochenenden und Feiertagen empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Innerhalb Seouls und Busans übernehmen dichte U-Bahn-Netze den Grossteil des Verkehrs, ergänzt durch Busse und Taxis.
Quellen: Korea Tourism Organization
Welches Geld braucht man in Südkorea und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der südkoreanische Won (₩, KRW), ausgegeben in Scheinen zu 1’000, 5’000, 10’000 und 50’000 Won sowie Münzen ab 10 Won. Südkorea gehört zu den bargeldärmsten Ländern Asiens: Kartenzahlung ist praktisch überall möglich, selbst an kleinen Streetfood-Ständen wird sie zunehmend akzeptiert.
Geldautomaten mit internationaler Kartenakzeptanz finden sich in U-Bahn-Stationen, Convenience-Stores wie GS25 oder CU und Banken; nicht jeder Automat funktioniert mit ausländischen Karten, weshalb sich ein zweiter Versuch an einem anderen Gerät lohnt.
Für Busse und U-Bahnen lohnt sich eine T-money-Karte, die an Kiosken und Automaten erhältlich ist, aufgeladen und bargeldlos bezahlt wird; sie funktioniert landesweit auch in Busan und weiteren Städten und spart gegenüber Einzelfahrscheinen Zeit und teils Geld.
Trinkgeld ist in Südkorea nicht üblich und wird in Restaurants, Taxis oder Hotels grundsätzlich nicht erwartet; ein angebotenes Trinkgeld kann mancherorts sogar zu Verwirrung führen.
Quellen: Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man in Südkorea am besten?
In Seoul wohnen viele Reisende zentral in Myeongdong oder rund um die Paläste, wer Nachtleben sucht in Hongdae, wer gehobenen Komfort sucht in Gangnam. In Busan liegt die grösste Auswahl an Hotels und Serviced Apartments rund um den Strand Haeundae, ruhiger und näher am Bahnhof wohnt man im Zentrum bei Nampo-dong.
Ein Hanok-Aufenthalt in einem traditionellen Holzhaus im Viertel Bukchon oder Ikseondong verbindet historisches Ambiente mit zentraler Lage, ist aber meist kleinteiliger und mit weniger Zimmern als klassische Hotels ausgestattet. Für kurze Aufenthalte bieten sich Business-Hotels nahe einer U-Bahn-Station an.
In Busan liegt Haeundae für Strandnähe und Nachtleben, während Seomyeon als verkehrstechnische Drehscheibe der Stadt und Nampo-dong nahe dem Jagalchi-Markt für kurze Wege zu Altstadt und Hafen sprechen. Ein Temple-Stay-Aufenthalt im Kloster Beomeosa ist eine spezielle Alternative für eine oder mehrere Nächte.
Was isst man in Südkorea?
Die koreanische Küche ist geprägt von gegrilltem Fleisch (Korean BBQ), fermentiertem Gemüse wie Kimchi und einer Vielzahl kleiner Beilagen (Banchan), die zu praktisch jedem Gericht serviert werden. Busan ist zusätzlich für frische Meeresfrüchte und die dortige Nudelsuppe Dwaeji Gukbap bekannt.
Zum Grundrepertoire zählen Bibimbap (Reis mit Gemüse und Ei), Bulgogi (mariniertes gegrilltes Rindfleisch), Samgyeopsal (Schweinebauch vom Tischgrill) und die scharfe Reiskuchen-Spezialität Tteokbokki, die an vielen Streetfood-Ständen erhältlich ist.
Der Gwangjang-Markt in Seoul gilt als einer der bekanntesten Streetfood-Märkte des Landes, mit Ständen für Mung-Bohnen-Pfannkuchen (Bindaetteok) und rohem, mariniertem Rind (Yukhoe). In Busan prägt der Jagalchi-Fischmarkt das kulinarische Angebot mit frischem Sashimi und gegrilltem Fisch direkt am Hafen.
Leitungswasser gilt in Städten grundsätzlich als sicher, viele Restaurants servieren aber ohnehin gefiltertes oder abgefülltes Wasser kostenlos zur Mahlzeit. Vegetarische Optionen sind in buddhistischen Tempelküchen verbreitet, in klassischen Restaurants oft erklärungsbedürftig, da viele Brühen auf Fleisch- oder Fischbasis beruhen.
Welche Kultur und welche Feste prägen Südkorea?
Konfuzianische Werte wie Respekt vor Älteren, eine leichte Verbeugung als Gruss und eine gewisse Zurückhaltung im öffentlichen Verhalten prägen den Alltag, auch wenn Seoul gleichzeitig eine der am schnellsten wandelnden Popkulturen der Welt hervorgebracht hat. Die grössten Feste sind Seollal, das Neujahrsfest nach dem Mondkalender, und Chuseok, das dreitägige Erntedankfest im Herbst.
Schuhe werden beim Betreten von Tempeln, traditionellen Restaurants mit Bodensitzplätzen und manchen Unterkünften ausgezogen; beim Essen gilt es als unhöflich, die Stäbchen aufrecht in die Reisschale zu stecken, da dies an ein Totenritual erinnert.
Seollal fällt nach dem Mondkalender in den Januar oder Februar, Chuseok in den September oder Oktober; an beiden Festen reisen viele Koreanerinnen und Koreaner in ihre Heimatorte, Bahnen und Strassen sind entsprechend ausgelastet, während Paläste und grosse Sehenswürdigkeiten oft ruhiger sind als sonst.
Der Boom von K-Pop und koreanischen Serien hat Fan-Tourismus zu einem eigenen Reisezweck gemacht: Drehorte, Themen-Cafés und Konzerte in Seoul ziehen ein internationales, oft junges Publikum an, ohne die traditionelle Palast- und Tempelkultur zu verdrängen.
Welche Erlebnisse lohnen sich in Südkorea?
Zu den Höhepunkten zählen die Palastanlagen und Hanok-Gassen Seouls, ein Tagesausflug in die entmilitarisierte Zone, die Strände und der Fischmarkt Busans sowie ein Aufenthalt in einer traditionellen Jjimjilbang-Sauna. Wer länger bleibt, ergänzt eine Bergwanderung im Nationalpark Seoraksan oder ein Temple-Stay-Programm.
Seoul
Die Wachablösungszeremonie am Gwanghwamun-Tor des Gyeongbokgung-Palastes findet mehrmals täglich statt und ist kostenlos zu sehen; ein Abendspaziergang entlang des Cheonggyecheon-Bachs mitten in der Innenstadt zeigt eine ruhigere Seite der sonst dichten Metropole.
Eine Jjimjilbang, eine rund um die Uhr geöffnete Saunalandschaft mit getrennten und gemischten Bereichen, ist eine günstige und sehr koreanische Art, einen Abend oder eine ganze Nacht zu verbringen, inklusive Schlafbereich.
Busan und Umgebung
Eine Wanderung durch den Taejongdae-Küstenpark auf der Halbinsel Yeongdo bietet Klippen und Meerblick nur eine kurze Busfahrt vom Zentrum entfernt; der Tempel Haedong Yonggungsa liegt ungewöhnlich direkt am Meer statt im Bergland, wie es für koreanische Tempel sonst typisch ist.
Das Busan International Film Festival findet jeden Herbst statt und zieht internationales Publikum in die Stadt; wer zu dieser Zeit reist, sollte Unterkünfte deutlich früher buchen.
Quellen: Korea Tourism Organization
Wie reist man in Südkorea verantwortungsvoll?
Im Hanok-Viertel Bukchon leben weiterhin Menschen in den historischen Häusern; ausserhalb der offiziellen Besuchszeiten gelten Ruhezeiten, an die sich Reisende halten sollten, um Konflikte mit Anwohnenden zu vermeiden. Der Jagalchi-Fischmarkt in Busan lebt von traditionellem Kleinhandel, weshalb respektvolles Fotografieren und Nachfragen vor Nahaufnahmen dazugehören.
- In Bukchon Fotografie auf öffentliche Bereiche beschränken und ausgewiesene Ruhezeiten respektieren.
- Auf dem Jagalchi-Markt vor Nahaufnahmen von Händlerinnen und Händlern fragen.
- Öffentlichen Nahverkehr statt Taxi nutzen, wo die Zeit es zulässt; U-Bahn und KTX sind in beiden Städten zuverlässig.
- In Tempeln wie Beomeosa Stille und Kleidervorschriften während laufender Zeremonien einhalten.
Quellen: Korea Tourism Organization
Mit welchen Ländern lässt sich Südkorea kombinieren?
Am naheliegendsten sind Japan und Taiwan, beide mit kurzen Regionalflügen ab Seoul oder Busan erreichbar und über Incheon dicht angebunden. Auch China lässt sich anschliessen, wobei die Einreisebestimmungen dorthin gesondert zu prüfen sind.
Nach Tokio, Osaka oder Fukuoka bestehen von Seoul und teils auch von Busan aus mehrmals tägliche Flüge von unter zwei Stunden, was eine Kombination aus Südkorea und Japan innerhalb von zwei bis drei Wochen realistisch macht.
Nach Taipeh sind es von Incheon aus rund zweieinhalb Flugstunden; wer zusätzlich Zeit hat, lässt sich Hongkong oder Shanghai als weitere Station über Incheon anschliessen.
Für wen eignet sich Südkorea, für wen weniger?
Südkorea passt zu Städtereisenden, Kulturinteressierten, Kulinarik-Fans und jüngeren Reisenden mit Interesse an K-Pop und koreanischen Serien, dazu zu allen, die eine sichere, technisch komfortable Reise ohne grosse Sprachbarriere im Alltag suchen. Weniger geeignet ist es für alle, die vor allem klassischen Strandurlaub oder unberührte Natur ohne Infrastruktur suchen.
Alleinreisende und Familien profitieren von der guten Infrastruktur, den niedrigen Kriminalitätsraten und dem dichten öffentlichen Verkehr; für Kinder sind viele Museen in Seoul interaktiv gestaltet.
Wer eine reine Bade- oder Insel-Reise sucht, findet in Busan zwar Stadtstrände, aber kein tropisches Inselflair wie etwa auf Jeju, das nicht Teil dieser Seite ist. Wer Sprachbarrieren komplett vermeiden will, sollte wissen, dass Englisch ausserhalb touristischer Zentren nicht überall verbreitet ist.