Tropische Bäume und Blüten in den 1765 gegründeten Botanic Gardens von Kingstown

Land · Karibik

St. Vincent und die Grenadinen

St. Vincent ist die bergige, vulkanisch geprägte Hauptinsel eines Staates, der sich über eine ganze Kette kleinerer Inseln erstreckt: die Grenadinen. Auf der Hauptinsel wechseln sich Regenwald, Bananenplantagen und der aktive Vulkan La Soufrière mit einer der ältesten botanischen Gärten der westlichen Hemisphäre ab.

Foto: JR Harris auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Kingstown auf St. Vincent
Amtssprache
Englisch; im Alltag ist ein englisch basiertes Kreol verbreitet
Währung
Ostkaribischer Dollar (XCD), fest an den US-Dollar gekoppelt (1 USD = 2.70 XCD)
Zeitzone
UTC−4 ganzjährig, keine Sommerzeit
Internationaler Flughafen
Argyle International (SVD) im Osten von St. Vincent, seit 2017 in Betrieb
Fläche und Bevölkerung
Rund 389 km² inklusive Grenadinen; etwa 99'000 Einwohnerinnen und Einwohner
Beste Reisezeit
Januar bis Mai, trocken und wenig schwül
Einreise CH/DE/AT
Kein Visum bis 6 Monate (CH/DE) bzw. 1 Monat (AT), Nachweis der Weiterreise nötig (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ G verbreitet (daneben A, C, E, I und K), 230 V/50 Hz – für Schweizer/EU-Geräte meist ein Adapter nötig
Notruf
911 beziehungsweise 999 für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz
Impfungen
Keine Pflichtimpfung bei direkter Einreise; Hepatitis A empfohlen, Gelbfieber nur aus Risikogebiet
Trinkgeld
10 bis 15 %, oft schon als Servicegebühr auf der Rechnung

Warum lohnt sich eine Reise nach St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

St. Vincent ist die grüne, vulkanisch geformte Hauptinsel eines Staates, der sich über 389 km² und eine ganze Kette kleinerer Inseln erstreckt. Auf der Hauptinsel prägen der aktive Vulkan La Soufrière, dichter Regenwald und einer der ältesten botanischen Gärten der westlichen Hemisphäre das Bild, während die vorgelagerten Grenadinen als eigenständiges Segelrevier gelten.

Die Hauptinsel St. Vincent macht mit rund 344 km² den grössten Teil der Landesfläche aus; die übrigen 45 km² verteilen sich auf die Grenadinen-Kette mit Bequia, Mustique, Canouan, Union Island und zahlreichen kleineren, teils unbewohnten Eilanden.

Veränderliche Angaben – Preise, Einreiseregeln, Festivaltermine – tragen den Stand September 2026.

Wie ist St. Vincent und die Grenadinen als Reiseland?

Kurz gesagt

St. Vincent selbst ist touristisch weniger erschlossen als seine Nachbarinseln, mit steilem, bewaldetem Gelände und wenigen grossen Resorts; die vorgelagerten Grenadinen ziehen dagegen seit Jahrzehnten Seglerinnen und Segler sowie eine internationale Prominenz an.

Kingstown, die Hauptstadt, ist Verwaltungs- und Handelszentrum mit bescheidener touristischer Infrastruktur; wer klassische Strandhotels sucht, findet sie eher an der Karibikküste im Westen der Hauptinsel oder auf den Grenadinen-Inseln.

Am 8. April 2021 begann eine explosive Ausbruchsphase des Vulkans La Soufrière im Norden von St. Vincent, die laut nationaler Katastrophenschutzbehörde NEMO rund 16'000 bis 20'000 Menschen zur Evakuierung zwang; dank frühzeitiger Warnung gab es keine Todesopfer. Die Warnstufe wurde seither zurückgestuft, leichte vulkanische Aktivität bleibt aber möglich.

Das Land ist seit 1979 unabhängig, mit König Charles III. als Staatsoberhaupt, vertreten durch eine Generalgouverneurin oder einen Generalgouverneur; Regierungssitz ist Kingstown auf St. Vincent.

Quellen: Wikipedia

Was gehört auf eine Rundreise durch St. Vincent?

Kurz gesagt

St. Vincent gliedert sich in die Hauptstadtregion Kingstown im Südwesten, die filmberühmte Westküste bis Wallilabou und den vulkanisch geprägten, dünn besiedelten Norden um La Soufrière. Die vorgelagerten Grenadinen bilden einen eigenen, mit der Fähre erreichbaren Archipel und werden auf einer eigenen Themenseite ausführlich vorgestellt.

Kingstown und der Südwesten

Kingstown liegt an einer geschützten Bucht im Südwesten von St. Vincent; der belebte Markt und die engen Kolonialstrassen zeigen wenig vom Massentourismus der grösseren Nachbarinseln. Am Stadtrand liegen die St. Vincent Botanic Gardens, 1765 unter britischer Verwaltung angelegt und damit die ältesten botanischen Gärten der westlichen Hemisphäre; Kapitän William Bligh brachte um 1793 hier die ersten Brotfruchtbäume der Karibik zur Pflanzung.

Oberhalb der Stadt wacht Fort Charlotte aus dem späten 18. Jahrhundert über die Bucht, mit Kanonenstellungen, die ungewöhnlicherweise ins Landesinnere statt aufs Meer gerichtet sind – eine Reaktion auf frühere Aufstände der auf der Insel siedelnden Kalinago und entflohener Sklaven.

Die Westküste bis Wallilabou

Die kurvenreiche Küstenstrasse nach Norden führt an mehreren kleinen Fischerdörfern vorbei bis zur Wallilabou Bay, wo 2002 Teile der Filmkulisse von Port Royal für «Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik» entstanden; der hölzerne Kai der Produktion steht bis heute, ergänzt um ein kleines Museum mit Requisiten.

Das bewaldete Zentrum

Im Hochland zwischen Westküste und Kingstown liegt das Vermont Nature Reserve mit ausgeschilderten Wanderpfaden durch Regenwald, in dem sich mit etwas Geduld der endemische, leuchtend grün-blau-gelbe St.-Vincent-Amazonenpapagei beobachten lässt; die Art galt in den 1980er-Jahren als stark gefährdet und erholt sich seither dank gezielter Schutzprogramme nur sehr langsam.

Der Norden: La Soufrière

Im Norden erhebt sich der aktive Vulkan La Soufrière, dessen Ausbruch im April 2021 grosse Teile der umliegenden Landwirtschaft unter Asche begrub. Bei stabiler Wetterlage und offener Zugangserlaubnis führt ein Wanderweg zum Kraterrand; an der Nordostküste liegt zudem der abgelegene Wasserfall Falls of Baleine, nur per Boot erreichbar.

Die Grenadinen

Südlich von St. Vincent zieht sich die Inselkette der Grenadinen bis fast nach Grenada, mit bekannten Namen wie Bequia, Mustique, Canouan und Union Island. Dieser Archipel wird als eigenständiges Reiseziel Grenadinen mit eigener Vertiefung behandelt.

Quellen: Wikipedia · Caribbean Compass · Wikipedia

Wann ist die beste Reisezeit für St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Am trockensten ist es von Januar bis Mai, mit Tageshöchstwerten um 29 bis 31 °C und deutlich weniger Regen als im Sommerhalbjahr. Von Juni bis Ende November ist Hurrikansaison mit ihrem statistischen Schwerpunkt zwischen Mitte August und Mitte Oktober.

Die trockensten Monate sind Januar bis Mai mit Tageshöchstwerten um 29 bis 31 °C; von Juni bis Dezember steigt die Luftfeuchtigkeit spürbar, und im bergigen Zentrum von St. Vincent fällt deutlich mehr Regen als an den Küsten. Genaue Stationsdaten fehlen für St. Vincent bislang; die Angaben stützen sich auf grossräumige Klimamodelle statt auf eine einzelne Messstation.

Die atlantische Hurrikansaison dauert laut US-Hurrikanzentrum NHC vom 1. Juni bis 30. November, mit dem statistischen Höhepunkt um den 10. September. St. Vincent und die Grenadinen liegen mitten im aktivsten Teil des karibischen Sturmgürtels der Windward Islands, direkt neben St. Lucia und Grenada.

Weil das Landesinnere von St. Vincent stark gebirgig ist, fällt rund um La Soufrière und im Regenwald des Zentrums deutlich mehr Niederschlag als an der Küste; Wanderungen zum Vulkan sind in der Trockenzeit von Januar bis Mai am zuverlässigsten und am sichersten zu planen.

Auf den flacheren, tiefer gelegenen Grenadinen-Inseln fällt insgesamt weniger Regen als auf der bergigen Hauptinsel, was sie zu einem beliebten Ausweichziel macht, wenn auf St. Vincent selbst Schauer durchziehen; Details dazu liefert die eigene Seite zu den Grenadinen.

Quellen: National Hurricane Center (NOAA)

Was braucht man für die Einreise nach St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Schweizerinnen und Schweizer sowie Deutsche brauchen für touristische Aufenthalte bis 6 Monate kein Visum, Österreicherinnen und Österreicher bis zu 1 Monat; in allen Fällen ist ein Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit nötig. Flugreisende müssen ein Weiter- oder Rückflugticket sowie ausreichende Geldmittel nachweisen können. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, massgeblich ist die Einwanderungsbehörde des Landes.

Als Reisedokumente akzeptiert werden Reisepass, vorläufiger Reisepass oder Kinderreisepass; ein Personalausweis reicht laut Auswärtigem Amt nicht. Auch mitreisende Minderjährige benötigen einen eigenen Pass.

Wer zwischen den Grenadinen-Inseln oder weiter nach Grenada reist, sollte an Bord von Segelbooten die jeweiligen Zoll- und Einreiseformalitäten der einzelnen Häfen beachten, da innerhalb der Inselkette keine durchgehende Zollfreiheit gilt.

Massgeblich sind allein die amtlichen Stellen: Auswärtiges Amt, BMEIA, EDA und die Einwanderungsbehörde von St. Vincent und die Grenadinen. Vor der Abreise die aktuellen Angaben prüfen.

Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Impfungen und welche Vorsorge braucht es für St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Bei direkter Einreise ist keine Impfung Pflicht, eine Gelbfieberimpfung wird nur bei Einreise aus einem Risikogebiet innerhalb von sechs Tagen verlangt. Das Auswärtige Amt empfiehlt Hepatitis A, Dengue-Schutz, Hepatitis B und Typhus je nach Reiseart, dazu konsequenten Mückenschutz gegen Dengue, Zika und Chikungunya.

Malaria kommt auf St. Vincent und den Grenadinen nicht vor. Die CDC empfehlen zusätzlich einen vollständigen Standardimpfschutz sowie besondere Vorsicht bei Speisen und Getränken auf den kleineren, abgelegeneren Inseln.

Auf den Grenadinen-Inseln ist die medizinische Infrastruktur deutlich knapper als auf St. Vincent selbst; bei ernsteren Notfällen erfolgt meist eine Verlegung nach Kingstown, Barbados oder Martinique.

Eine Auslandskranken- und Rückholversicherung wird dringend empfohlen, da kein Sozialversicherungsabkommen mit der Schweiz, Deutschland oder Österreich besteht.

Quellen: Auswärtiges Amt · CDC Travelers' Health

Wie sicher ist St. Vincent und die Grenadinen für Reisende?

Kurz gesagt

Das Auswärtige Amt beschreibt die innenpolitische Lage als ruhig, weist aber auf Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl sowie auf mögliche, wenn auch nicht ausgeschlossene Bandenauseinandersetzungen im Zusammenhang mit Drogenkriminalität hin. Kriminalitäts-Schwerpunkte liegen laut Auswärtigem Amt in den Stadtteilen Sharpes und Ottley Hall im Westen von Kingstown.

In der Ostkaribik sind vereinzelt Piraterie und Raubüberfälle auf vor Anker liegende Boote dokumentiert; Seglerinnen und Segler sollten sich vor Überfahrten zwischen den Grenadinen-Inseln über die aktuelle Lage informieren.

Wegen des aktiven Vulkans La Soufrière veröffentlicht die nationale Katastrophenschutzbehörde NEMO bei erhöhter Aktivität eigene Warnstufen; Reisende in Vulkannähe sollten diese vor einer Wanderung zum Kraterrand prüfen.

Quellen: Auswärtiges Amt

Wie kommt man nach St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Internationaler Flughafen ist Argyle International (SVD) im Osten von St. Vincent, der 2017 den kleineren E. T. Joshua Airport ablöste und laut FlightConnections mit Nonstop-Verbindungen zu 13 Zielen in 8 Ländern verbindet. Eine direkte Nonstop-Verbindung aus Europa gibt es nicht.

Nonstop-Verbindungen nach Argyle International (SVD), Auswahl, Stand September 2026
HerkunftsregionBeispielzieleHinweis
NordamerikaNew York, Miami, Charlotte, Atlanta, TorontoAmerican Airlines, JetBlue, Delta, Air Canada
KaribikBridgetown (Barbados), Port of Spain (Trinidad), St. Lucia, Grenadawichtigste Umsteigeverbindungen nach Europa führen über Barbados
GrenadinenBequia, Canouan, Union Island, MustiqueKurzstreckenflüge mit SVG Air und Mustique Airways

Argyle International ersetzte am 14. Februar 2017 den bisherigen E.-T.-Joshua-Flughafen bei Arnos Vale und ermöglicht seither erstmals grössere Mittelstreckenflugzeuge auf St. Vincent.

Zu den Grenadinen-Inseln verkehren neben Kurzstreckenflügen auch mehrmals wöchentlich Fähren ab Kingstown, unter anderem nach Bequia, Canouan und Union Island; die Überfahrt nach Bequia dauert rund eine Stunde.

Im Land herrscht Linksverkehr auf einem relativ gut ausgebauten, aber engen und kurvigen Strassennetz mit erhöhtem Unfallrisiko durch Schlaglöcher und streunende Tiere; für einen Mietwagen braucht es zusätzlich zum eigenen Führerschein einen lokalen Führerschein.

Quellen: Wikipedia · FlightConnections

Wie bezahlt man in St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Landeswährung ist der Ostkaribische Dollar (XCD), fest an den US-Dollar gekoppelt im Verhältnis 2.70 zu 1; Zahlung mit gängigen Kreditkarten ist relativ verbreitet, besonders in Kingstown und auf den grösseren Grenadinen-Inseln. In kleineren Dörfern und auf abgelegeneren Inseln ist Bargeld meist unverzichtbar.

Restaurantrechnungen enthalten häufig bereits eine Servicegebühr von 10 bis 15 %; fehlt sie, ist ein Trinkgeld in ähnlicher Höhe üblich. Auf dem Markt in Kingstown sowie bei kleinen Bootsvermietungen auf den Grenadinen wird meist bar bezahlt.

Geldautomaten sind in Kingstown gut verteilt, auf den kleineren Grenadinen-Inseln dagegen selten oder gar nicht vorhanden; wer dorthin weiterreist, sollte vorher genügend Bargeld in Landeswährung abheben.

Quellen: Eastern Caribbean Central Bank (ECCB) · Travel Noire

Wo übernachtet man in St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Auf St. Vincent selbst konzentrieren sich Hotels auf Kingstown und die Westküste bei Villa Beach, mit überschaubarer Auswahl im Vergleich zu Nachbarinseln. Auf den vorgelagerten Grenadinen dominieren kleinere, teils sehr exklusive Häuser, die als eigenes Segel- und Ferienrevier gelten.

Wer Kingstown, die Botanic Gardens und den Vulkan La Soufrière erkunden will, wohnt am besten auf der Hauptinsel; wer Strand und Segeln sucht, plant zusätzlich mehrere Tage auf einer oder mehreren Grenadinen-Inseln ein.

Weil die Fähr- und Flugverbindungen zu den Grenadinen nicht durchgehend häufig sind, lohnt sich für einen Inselwechsel meist eine Übernachtung vor Ort statt eines Tagesausflugs.

Was isst und trinkt man in St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Nationalgericht ist geröstete Brotfrucht mit gebratenem Jackfisch, eine deftige Mittagsmahlzeit, die auf die 1793 eingeführte Brotfrucht und den in den umliegenden Gewässern häufigen Stachelmakrelenfisch zurückgeht. Daneben prägen Callaloo-Suppe und frischer Fisch die Alltagsküche.

Auf den Grenadinen-Inseln, besonders auf Bequia, spielt Fischfang traditionell eine grosse Rolle; gegrillter Fisch und Meeresfrüchte gehören dort zu jedem Speiseplan, oft ergänzt um lokal angebauten Ingwer und Muskatnuss.

Als typisches Getränk gilt der lokale Rum sowie frisch gepresster Zuckerrohrsaft; Cocktailbars in Kingstown und auf Bequia servieren beides gern mit tropischen Fruchtsäften gemischt.

Welche Feste und Traditionen prägen St. Vincent und die Grenadinen?

Kurz gesagt

Grösstes Fest ist Vincy Mas, der Karneval, der traditionell rund um den ersten Montag im Juli mit Umzügen, Calypso- und Soca-Wettbewerben stattfindet. Auf Bequia prägt zusätzlich eine jahrhundertealte, inzwischen streng regulierte Walfängertradition die lokale Kultur.

Vincy Mas geht auf die vorösterliche Karnevalstradition zurück, wurde aber wegen der Hurrikansaison auf den Sommer verlegt; Höhepunkt ist die grosse Kostümparade durch Kingstown.

Auf Bequia dürfen einheimische Fischer im Rahmen einer traditionellen Ausnahmeregelung der Internationalen Walfangkommission noch eine sehr begrenzte Zahl an Buckelwalen pro Jahr fangen; die Praxis ist stark zurückgegangen und heute vor allem noch symbolisch von Bedeutung.

Was kann man auf St. Vincent erleben?

Kurz gesagt

Zu den prägendsten Erlebnissen auf der Hauptinsel zählen ein Spaziergang durch die botanischen Gärten von Kingstown, ein Besuch der Filmkulisse in der Wallilabou Bay und, bei offener Zugangserlaubnis, die Wanderung zum Kraterrand von La Soufrière. Dazu kommt eine Bootsfahrt zu den abgelegenen Falls of Baleine.

Die St. Vincent Botanic Gardens beherbergen unter anderem einen direkten Nachkommen des Brotfruchtbaums, den Kapitän Bligh um 1793 mitbrachte, sowie eine Zuchtstation für den vom Aussterben bedrohten St.-Vincent-Amazonenpapagei.

In der Wallilabou Bay steht bis heute der hölzerne Kai, der 2002 für die Eröffnungsszene von «Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik» gebaut wurde; ein kleines Museum am Ufer zeigt Fotos und Requisiten aus der Produktionszeit.

Die Falls of Baleine an der Nordküste sind nur per Boot erreichbar und stürzen aus dichtem Regenwald direkt in ein natürliches Becken; die meisten Ausflüge starten in Kingstown oder Barrouallie.

Quellen: Wikipedia · Caribbean Compass

Wie reist man in St. Vincent und die Grenadinen umweltbewusst?

Kurz gesagt

Nach dem Vulkanausbruch 2021 halfen internationale Wiederaufforstungsprogramme, die mit Asche bedeckte Landwirtschaft im Norden von St. Vincent zu regenerieren. Die botanischen Gärten in Kingstown betreiben seit Jahrzehnten eine Zuchtstation für den endemischen, stark gefährdeten St.-Vincent-Amazonenpapagei.

Bootsausflüge zu den Falls of Baleine und entlang der Westküste sind angehalten, Mindestabstände zu Riffen einzuhalten und keinen Müll im empfindlichen Küstenwasser zu hinterlassen.

Auf Bequia unterstützt ein Teil der touristischen Einnahmen den Erhalt der traditionellen Bootsbauwerften, die mit dem Rückgang des Walfangs zunehmend auf Ausflugs- und Segelboote umgestellt haben.

Quellen: Wikipedia

Womit lässt sich St. Vincent und die Grenadinen kombinieren?

Kurz gesagt

St. Vincent liegt zwischen St. Lucia im Norden und Grenada im Süden und lässt sich per Regionalflug gut mit beiden Nachbarinseln verbinden. Die eigene Inselkette der Grenadinen bietet zusätzlich ein in sich geschlossenes Ziel für mehrtägiges Segeln oder Inselhopping innerhalb desselben Landes.

Wer weiterreisen will, verbindet St. Vincent häufig mit St. Lucia oder Grenada, meist per Regionalflug über Barbados, da direkte Fährverbindungen zu diesen Inseln fehlen. Einen Überblick über den ganzen Inselbogen bietet die Übersichtsseite zu den Kleinen Antillen, Details zur vorgelagerten Inselkette liefert die Seite zu den Grenadinen.

Für wen eignet sich St. Vincent und die Grenadinen, für wen weniger?

Kurz gesagt

St. Vincent passt zu Reisenden, die Vulkanlandschaft, Regenwald und botanische Gärten abseits des Massentourismus suchen, während die Grenadinen vor allem Seglerinnen und Segler sowie Ruhesuchende ansprechen. Weniger geeignet ist das Land für alle, die auf der Hauptinsel ein grosses, durchgehendes Strand- und Resortangebot erwarten.

  • Gut geeignet: Wanderfreudige und Naturinteressierte auf St. Vincent; Seglerinnen und Segler, die die Grenadinen als Revier nutzen; Filmfans, die Wallilabou besuchen wollen.
  • Weniger geeignet: Wer auf der Hauptinsel ein grosses Resortangebot mit langen Sandstränden sucht – dafür eignen sich eher Nachbarinseln wie St. Lucia oder Barbados.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu St. Vincent und die Grenadinen.

Brauchen Schweizer ein Visum für St. Vincent und die Grenadinen?

Nein, für touristische Aufenthalte bis 6 Monate ist für Schweizerinnen und Schweizer sowie Deutsche kein Visum nötig; für Österreicherinnen und Österreicher gilt eine kürzere Frist von 1 Monat. In allen Fällen ist ein Reisepass mit mindestens sechs Monaten Restgültigkeit erforderlich.

Was ist mit dem Vulkan La Soufrière passiert?

Am 8. April 2021 begann eine explosive Ausbruchsphase, die laut Katastrophenschutzbehörde NEMO rund 16'000 bis 20'000 Menschen zur Evakuierung zwang. Dank frühzeitiger Warnung gab es keine Todesopfer, die Warnstufe wurde seither zurückgestuft.

Wo wurde «Pirates of the Caribbean» auf St. Vincent gedreht?

In der Wallilabou Bay an der Westküste entstand 2002 die Filmkulisse von Port Royal aus «Fluch der Karibik»; der hölzerne Kai der Produktion steht bis heute, ergänzt um ein kleines Museum.

Was sind die Grenadinen?

Eine dem Land St. Vincent und die Grenadinen vorgelagerte Inselkette mit Bequia, Mustique, Canouan, Union Island und weiteren kleineren Eilanden, bekannt als Segelrevier. Sie werden auf der eigenen Seite zu den Grenadinen ausführlich vorgestellt.

Wann eröffnete Argyle International Airport?

Am 14. Februar 2017 löste der neue Flughafen im Osten von St. Vincent den kleineren E.-T.-Joshua-Flughafen ab und ermöglicht seither erstmals grössere Mittelstreckenflugzeuge auf der Insel.

Wie kommt man am besten von Europa nach St. Vincent?

Eine direkte Nonstop-Verbindung aus Europa gibt es nicht. Reisende steigen meist über Barbados oder London auf einen Anschlussflug nach Argyle International (SVD) um.

Gibt es auf St. Vincent Malaria?

Nein, das Land gilt als malariafrei. Reale Mückenrisiken sind Dengue, Chikungunya und Zika, gegen die konsequenter Mückenschutz hilft.

Was sind die St. Vincent Botanic Gardens?

1765 unter britischer Verwaltung angelegt, gelten sie als die ältesten botanischen Gärten der westlichen Hemisphäre. Kapitän William Bligh brachte hier um 1793 die ersten Brotfruchtbäume der Karibik zur Pflanzung.

Wie sicher ist St. Vincent für Reisende?

Das Auswärtige Amt beschreibt die innenpolitische Lage als ruhig, weist aber auf Taschendiebstahl und mögliche, wenn auch nicht ausgeschlossene Bandenauseinandersetzungen hin. Kriminalitäts-Schwerpunkte liegen in den Stadtteilen Sharpes und Ottley Hall bei Kingstown.

Wie kommt man von St. Vincent zu den Grenadinen?

Per Kurzstreckenflug mit SVG Air oder Mustique Airways sowie mit Fähren ab Kingstown, die unter anderem Bequia, Canouan und Union Island bedienen. Die Überfahrt nach Bequia dauert rund eine Stunde.

Kann man auf St. Vincent mit US-Dollar bezahlen?

Kreditkarten sind relativ verbreitet einsetzbar, US-Dollar werden in Hotels teils akzeptiert. Auf kleineren Grenadinen-Inseln ist Bargeld in Ostkaribischen Dollar aber sicherer.

Was ist Vincy Mas?

Der Karneval des Landes, der wegen der Hurrikansaison auf den Sommer verlegt wurde und traditionell rund um den ersten Montag im Juli mit Umzügen, Calypso- und Soca-Wettbewerben in Kingstown gefeiert wird.

Was ist das Nationalgericht von St. Vincent?

Geröstete Brotfrucht mit gebratenem Jackfisch, eine deftige Mahlzeit, die auf die 1793 eingeführte Brotfrucht und den in den umliegenden Gewässern häufigen Fisch zurückgeht.

Gibt es auf Bequia noch Walfang?

In sehr begrenztem Umfang: Einheimische Fischer dürfen im Rahmen einer Ausnahmeregelung der Internationalen Walfangkommission noch wenige Buckelwale pro Jahr fangen. Die Praxis ist heute vor allem symbolisch von Bedeutung.

Braucht man auf St. Vincent einen Mietwagen?

Für Fahrten zur Wallilabou Bay oder zum Ausgangspunkt der La-Soufrière-Wanderung ist ein Mietwagen mit lokalem Zusatzführerschein praktisch. Alternativ bieten Taxis und organisierte Touren feste Preise ab Kingstown.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 20. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. St. Vincent und die Grenadinen: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 20. September 2026
  2. St. Vincent und die Grenadinen – Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 20. September 2026
  3. St. Vincent und die Grenadinen: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 20. September 2026
  4. Saint Vincent and the Grenadines – Traveler View, CDC Travelers' Health, abgerufen 20. September 2026
  5. Tropical Cyclone Climatology, National Hurricane Center (NOAA), abgerufen 20. September 2026
  6. The ECCB Observes 41st Year of EC Dollar Peg to US Dollar, Eastern Caribbean Central Bank (ECCB), abgerufen 20. September 2026
  7. Argyle International Airport, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  8. Flights from Saint Vincent (SVD), FlightConnections, abgerufen 20. September 2026
  9. 2021 eruption of La Soufrière, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  10. Saint Vincent and the Grenadines Botanic Gardens, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  11. Shooting 'Pirates' at Wallilabou, Caribbean Compass, abgerufen 20. September 2026
  12. Kingstown, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  13. St. Vincent & Grenadines Population, Worldometer, abgerufen 20. September 2026
  14. Saint Vincent and the Grenadines Electric Plug Types, travelpowerplugs.com, abgerufen 20. September 2026
  15. Saint Vincent and the Grenadines Travel Advice, Original Travel, abgerufen 20. September 2026
  16. Tipping In The Caribbean: A Handy Island-By-Island Guide, Travel Noire, abgerufen 20. September 2026
  17. Time Zones in Saint Vincent and the Grenadines, timeanddate.com, abgerufen 20. September 2026

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