Der Vulkan Licancabur über der Laguna Verde an der Grenze zwischen Bolivien und Chile

Reiseregion in Südamerika

Anden

Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile teilen sich die Anden, doch jedes Land hat eigene Regenzeiten, Einreiseformulare und Sicherheitshinweise. Diese Seite vergleicht die fünf Länder und zeigt, welche Routen sie verbinden.

Foto: Paulo Kopzinski auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Höchster Regierungssitz
La Paz: Innenstadt rund 3’600 m, Flughafen El Alto rund 4’070 m
Höhenkrankheit
Risiko ab rund 2’500 m, unabhängig von Alter und Fitness
Titicacasee
3’810 m, auf der Grenze zwischen Peru und Bolivien
Salar de Uyuni
3’656 m, mit 10’582 km² die grösste Salzfläche der Erde
Galápagos ab Festland
Flug ab Quito oder Guayaquil, 2 h 10 min bis 3 h
Internationale Flughäfen
Bogotá (BOG), Lima (LIM), Quito (UIO), Guayaquil (GYE), Santiago de Chile (SCL), Santa Cruz de la Sierra (VVI), La Paz-El Alto (LPB)

Was verbindet die Andenländer und worin unterscheiden sie sich?

Kurz gesagt

Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile teilen die Anden und das Spanische, Peru, Bolivien und Ecuador zudem das Erbe der Inka. Als Reiseziele unterscheiden sie sich stark: Die Übernachtungsorte im Hochland reichen von rund 2’400 m in San Pedro de Atacama bis über 4’200 m im Südwesten Boliviens, die Regenzeiten fallen in verschiedene Monate, und während das EDA Chile «grundsätzlich sicher» nennt, sind in Bolivien Proteste und Strassenblockaden ein wiederkehrendes Risiko.

Zur Andenregion zählen hier fünf Länder: Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien und Chile. Allein Chile erstreckt sich über mehr als 4’300 km bis nach Feuerland, ist im Schnitt aber nur 177 km breit.

Die meisten Reisenden kommen wegen der Hochlandziele: Cusco und Machu Picchu, der Titicacasee auf 3’810 m, der Salar de Uyuni, die Vulkanstrasse Ecuadors mit dem Chimborazo (6’268 m) und die Kaffeeregion um Salento. Oft angehängt werden Galápagos, die Karibik um Cartagena und der Amazonas.

Jede Planung über Landesgrenzen hinweg dreht sich um drei Punkte: die Höhe, weil viele Nächte über 3’000 m liegen, die je nach Breitengrad verschobenen Regenzeiten und die grossen Distanzen, die fast immer Inlandflüge verlangen.

Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · UNESCO World Heritage Centre · Colombia Travel (ProColombia) · Wikipedia · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Wikipedia · Wikipedia

Wie unterscheiden sich die fünf Andenländer auf einen Blick?

Kurz gesagt

Peru und Bolivien sind die eigentlichen Hochlandländer mit vielen Nächten über 3’400 m, Ecuador bietet Vulkane und Galápagos auf kurzen Wegen, Kolumbien verbindet Andenstädte mit der Karibik, und Chile reicht von der Atacama bis Patagonien. Für Ferien brauchen Schweizer, Deutsche und Österreicher in keinem der fünf Länder ein Visum; bei der Sicherheit gehen die Einschätzungen weit auseinander (Stand 19. September 2026).

Die Andenländer im Vergleich (Kurzfassung, Stand 19. September 2026)
LandCharakterHöhe der HauptzieleBeste MonateEinreise CH/DE/ATSicherheit laut Aussenministerien
PeruWüstenküste, Inka-Stätten, AmazonasMachu Picchu 2’430 m, Cusco rund 3’400 m, Puno 3’825 mHochland Mai bis Oktobervisumfrei bis 90 TageEDA rät vom VRAEM und vom Grenzgebiet zu Kolumbien ab; Proteste mit Strassensperren möglich
BolivienAltiplano, Salzwüste, KolonialstädteSucre rund 2’790 m, La Paz rund 3’600 m, Potosí rund 4’070 mMai bis Oktobervisumfrei, Online-Registrierung SIGEMIGwiederkehrende Proteste und Strassenblockaden; erhöhte Vorsicht in La Paz, El Alto, Cochabamba, Santa Cruz und im Chapare
EcuadorVulkane, Amazonas, GalápagosQuito 2’850 m, Quilotoa bis 3’914 mHochland Juni bis SeptemberDE/AT bis 90 Tage visumfrei, CH nicht visumpflichtigAbraten für Guayaquil (ausser Transit), Durán, Esmeraldas-Stadt, Grenze zu Kolumbien
KolumbienAndenstädte, Kaffeeregion, KaribikBogotá rund 2’600 mDezember bis März, Juli bis Augustvisumfrei bis 90 Tage, Check-MIGregional sehr verschieden; Abraten u. a. für Arauca, Cauca, Nariño, Putumayo
ChileAtacama, Weintäler, PatagonienSan Pedro de Atacama rund 2’400 m, Tatio über 4’300 mSüden Dezember bis Märzvisumfrei bis 90 Tage, SAG-ErklärungEDA: grundsätzlich sicher

Bei der Sicherheit hat Chile die mildesten Hinweise, das Auswärtige Amt zählt es zu den sichereren Ländern Südamerikas. In Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien raten EDA und Auswärtiges Amt von Überlandfahrten bei Nacht ab.

Kurzfassungen; massgeblich sind die aktuellen Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.

Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Ministerio de Relaciones Exteriores del Perú (Portal Consular) · Wikipedia · Wikipedia · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Embajada del Estado Plurinacional de Bolivia en el Reino Unido · Wikipedia · Quito Turismo (Visit Quito) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Ministerio de Relaciones Exteriores y Movilidad Humana del Ecuador · Colombia Travel (ProColombia) · Colombia Travel (ProColombia) · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Ministerio de Relaciones Exteriores de Colombia · Migración Colombia · Wikipedia · Chile Travel (Sernatur) · Chile Travel (Sernatur) · Ministerio de Relaciones Exteriores de Chile, Consulado.gob.cl · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Wann ist die beste Reisezeit für eine Reise durch mehrere Andenländer?

Kurz gesagt

Wer Peru, Bolivien, Ecuador und Kolumbien verbinden will, reist am besten im Juli oder August: Dann ist in den Zentralanden Trockenzeit, im Hochland Ecuadors die beste Zeit und in Kolumbien eine der trockeneren Perioden. Zentralchile hat dann kühle, nasse Wintermonate; für Patagonien und die Carretera Austral passt Dezember bis März, wenn es im Hochland Perus und Boliviens viel regnet.

Zentralanden: In Peru und Bolivien dauert die Trockenzeit von Mai bis Oktober, mit sonnigen Tagen und Frost in der Nacht; von Dezember bis März regnet es am stärksten, mit Überschwemmungen und Erdrutschen. In Cusco und La Paz fällt der grösste Teil des Jahresniederschlags zwischen November und März, in La Paz liegen die mittleren Tiefstwerte von Juni bis August unter null.

Äquatornähe: In Ecuador und Kolumbien bestimmt die Höhe die Temperatur, nicht die Jahreszeit; Colombia Travel spricht von «pisos térmicos», Höhenstufen. Quito Turismo nennt Oktober bis Mai die Regenzeit mit Nachmittagsschauern, am trockensten sind Juli und August. Im kolumbianischen Andenraum bringen April bis Mai und Oktober bis November am meisten Regen.

Hochland von Süden nach Norden: Cusco, La Paz, Quito und Bogotá

CuscoJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C201920202020212121212220
Tiefstwert °C888632125778
Niederschlag mm129127964494118186372137
La PazJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C181818191918181920202119
Tiefstwert °C77641-1-1-12457
Niederschlag mm13611479351391622244844107
QuitoJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C212020202121212222212121
Tiefstwert °C899888878888
Niederschlag mm139143176177122583425387690100
BogotáJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C202020201919191919191920
Tiefstwert °C78910109988898
Niederschlag mm4471132209207162134108103186165103

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TENIENTE ALEJANDRO VELASCO ASTETE INTL (3 km, 3310 m), auf 3399 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station EL ALTO INTL (5 km, 4062 m), auf 3640 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station IZOBAMBA (21 km, 3058 m), auf 2850 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station EL DORADO INTL (8 km, 2548 m), auf 2640 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Küste: In Lima regnet es kaum, von Mai bis November liegt aber oft Winternebel über der Stadt. Santiago de Chile hat Mittelmeerklima mit Regen fast nur im Winter und Smog von Juni bis August. Guayaquil hat von Januar bis April Regenzeit, Cartagena ist von Dezember bis April am sonnigsten; dort dauert die Wirbelsturmsaison laut Auswärtigem Amt von Juni bis Dezember.

Küste und Längstal: Lima, Santiago de Chile, Cartagena und Guayaquil

LimaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C262727252220191819202123
Tiefstwert °C202120191716161515151718
Niederschlag mm354111111123
Santiago de ChileJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C313129252117171921242830
Tiefstwert °C14131296435781012
Niederschlag mm88101244634740151297
CartagenaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323232323333333333323232
Tiefstwert °C242425262626262626252525
Niederschlag mm23106017813516016018224218156
GuayaquilJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323132323231303031313132
Tiefstwert °C242425242423222122222223
Niederschlag mm12321521212638103326824

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station JORGE CHAVEZ INTL (8 km, 34 m), auf 150 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station QUINTA NORMAL (2 km, 520 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station RAFAEL NUNEZ (7 km, 1 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SIMON BOLIVAR INTL / JOSE JOAQUIN DE OLMEDO INTL (4 km, 6 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Den Spiegeleffekt auf dem Salar de Uyuni gibt es nur in der Regenzeit zwischen Dezember und April.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Colombia Travel (ProColombia) · Quito Turismo (Visit Quito) · Chile Travel (Sernatur) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · Wikipedia · Auswärtiges Amt

Welches Andenland passt zu welcher Reise?

Kurz gesagt

Peru ist mit Cusco, Machu Picchu und dem Titicacasee das Kernland der Inka, Bolivien das höhere und weniger planbare Hochlandziel mit dem Salar de Uyuni. Ecuador verbindet auf kleinem Raum Vulkane, Amazonas und Galápagos, Kolumbien Andenstädte, Kaffeeregion und Karibik, und Chile reicht von der Atacama, laut Chile Travel der trockensten Wüste der Welt, bis zu den Gletschern Patagoniens.

Peru: Inka-Kernland mit festen Kontingenten

In Peru fliegt man von Lima in rund 1 h 15 min nach Cusco, und Machu Picchu lässt (Stand 2026) pro Tag 4’500 Besucher ein, in der Hochsaison bis 5’600. Weil die Tickets nur für Datum und Stunde der Buchung gelten, plant man Grenzübertritte und Inlandflüge um diesen Tag herum. Die Wüstenküste und der Regenwald um Tambopata ergänzen das Hochland.

Bolivien: Altiplano, Salzwüste und viel Höhe

In Bolivien liegen La Paz, Copacabana, Uyuni und Potosí auf rund 3’600 m und höher, die Lagunen im Südwesten über 4’200 m. Dafür gibt es den Salar de Uyuni, die Kolonialstädte Sucre und Potosí und die Isla del Sol im Titicacasee. Proteste und Strassenblockaden kommen immer wieder vor; das EDA rät, bei Blockaden genügend Zeit einzurechnen und die aktuelle Lage in den Reisehinweisen zu prüfen.

Ecuador: Vulkane, Amazonas und Galápagos

Ecuador ist so kompakt, dass Otavalo, der Cotopaxi-Nationalpark, Mindo und Papallacta laut Quito Turismo jeweils weniger als zwei Stunden von Quito entfernt liegen. Die «Avenida de los Volcanes» zieht sich mit mehr als 70 Vulkanen und Bergen durchs Hochland. Bezahlt wird in US-Dollar, per Inlandflug kommen die Galápagos-Inseln dazu. Die strengsten Sicherheitshinweise gelten der Küste.

Kolumbien: Andenstädte, Kaffee und Karibik

Kolumbien ist das einzige der fünf Länder mit Küsten an Pazifik und Karibik. Bogotá liegt auf rund 2’600 m, die Kaffeekulturlandschaft um Salento ist seit 2011 UNESCO-Welterbe, und Cartagena hat laut UNESCO die ausgedehntesten Befestigungen Südamerikas. Das Land liegt wie die übrigen Andenstaaten in einer erdbebenaktiven Zone, in der Beben und Vulkanausbrüche jederzeit möglich sind.

Chile: Atacama, Weintäler und Patagonien

Chile gehört vor allem mit dem Norden zur klassischen Andenreise: San Pedro de Atacama auf rund 2’400 m ist das Gegenstück zum bolivianischen Südwesten. Santiago und die Weintäler bilden das mediterrane Kernland, Patagonien mit Torres del Paine den Süden. Das Auswärtige Amt nennt das Preisniveau relativ hoch, und für einen Nord-Süd-Überblick rechnet Chile Travel mit mindestens einem Monat.

Quellen: PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Auswärtiges Amt · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Quito Turismo (Visit Quito) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · Colombia Travel (ProColombia) · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Wikipedia · Chile Travel (Sernatur) · Auswärtiges Amt · Chile Travel (Sernatur) · Chile Travel (Sernatur)

Welche Routen verbinden mehrere Andenländer?

Kurz gesagt

Vier Kombinationen liegen geografisch nahe: Peru und Bolivien über den Titicacasee, der bolivianische Südwesten mit der Atacama über den chilenischen Grenzposten Hito Cajón, Ecuadors Hochland mit Galápagos und Kolumbien mit Ecuador, am einfachsten per Nonstop-Flug Bogotá–Quito in rund 1 h 35 min. Die Richtung folgt meist der Höhe: tief ankommen, stufenweise steigen, zum Schluss absteigen.

Peru und Bolivien über den Titicacasee (14 bis 18 Tage)

Nach der Landung in Cusco geht es zuerst ins tiefere Heilige Tal, dann nach Machu Picchu und Cusco, danach per Bus in rund 7 h oder mit dem Zug PeruRail Titicaca in rund 10 h 30 min nach Puno. Die Grenze verläuft direkt bei Yunguyo; von dort führt eine Strasse wenige Kilometer nach Copacabana, wo die Boote zur Isla del Sol ablegen. Am Ende steht La Paz, nonstop mit Lima verbunden.

Bolivianische Grenzposten sind laut Auswärtigem Amt manchmal nicht besetzt, in der Region Puno und am Titicacasee kommt es immer wieder zu Protesten und Strassensperren.

Terrassen und Pfade auf der Isla del Sol im Titicacasee
Foto: Vincent Etter auf Unsplash

Vom Salar de Uyuni in die Atacama (8 bis 10 Tage ab La Paz)

BoA fliegt nonstop von La Paz nach Uyuni. Von dort führen Touren über den Salar und durch die Reserva Eduardo Avaroa zur Laguna Colorada (4’278 m) und zur Laguna Verde (4’310 m) am Vulkan Licancabur, an der Grenze zu Chile; übernachtet wird auf über 4’200 m. Der chilenische Grenzposten Hito Cajón liegt auf 4’549 m, nächster Ort ist San Pedro de Atacama; zugelassen sind nur kleinere Fahrzeuge und Minibusse.

Die Richtung zählt: Wer in San Pedro auf rund 2’400 m startet, steht am Grenzposten schon über 2’100 m höher, wer über La Paz und Uyuni kommt, steigt am Ende ab. Für San Pedro empfiehlt Chile Travel vier bis fünf Tage; nach Calama sind es 100 km, von dort fliegt man in rund 2 h 10 min nach Santiago.

Ecuadors Hochland und Galápagos (12 bis 16 Tage)

Die Inseln gehören ans Ende, nach Quito, Cotopaxi und Quilotoa. Vor dem Flug ab Quito oder Guayaquil kauft man die Transitkontrollkarte für 20 USD, im Nationalpark zahlen ausländische Gäste ab 12 Jahren 200 USD (Stand 2026). Guayaquil nutzt man wegen der Hinweise des EDA nur als Flughafentransit.

Kolumbien und Ecuador (3 bis 4 Wochen)

Über Land führt die Brücke Rumichaca von Ipiales nach Tulcán, doch das EDA rät vom ganzen Grenzgebiet ab, und Ecuador verlangt auf dem Landweg einen apostillierten Strafregisterauszug mit spanischer Übersetzung. Meist ist der Flug die bessere Wahl.

Belegte Grenzübergänge zwischen den Andenländern
GrenzeÜbergangHinweis
Peru – BolivienYunguyo – Copacabanaauf dem Einreisestempel bestehen
Bolivien – ChileHito Cajón (4’549 m) bei San Pedro de Atacamanur kleinere Fahrzeuge und Minibusse
Bolivien – ChileChungará (4’678 m) bei Putrealle Fahrzeuge
Peru – ChileChacalluta (98 m), gegenüber Tacnaalle Fahrzeuge
Peru – EcuadorHuaquillas, Macaráapostilliertes Führungszeugnis; Gelbfieber-Nachweis vorab klären
Kolumbien – EcuadorRumichaca (Ipiales – Tulcán)EDA rät vom Grenzgebiet ab, Auswärtiges Amt nimmt den Übergang aus

Alle Tagesangaben in diesem Abschnitt – bei den vier Routen wie in der Tabelle – sind redaktionelle Richtwerte, keine garantierten Reisedauern. Grenzübergänge können laut EDA kurzfristig schliessen; in Chiles Grenzgebieten liegen teilweise noch Minen.

Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · PeruRail · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · FlightConnections · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Gobierno de Chile, Pasos Fronterizos · Gobierno de Chile, Pasos Fronterizos · Gobierno de Chile, Pasos Fronterizos · Wikipedia · Chile Travel (Sernatur) · Chile Travel (Sernatur) · FlightConnections · FlightConnections · Parque Nacional Galápagos · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Wie fliegt man in die Anden und zwischen den Ländern?

Kurz gesagt

Langstreckenflüge in die Anden landen vor allem in Bogotá (BOG), Lima (LIM), Quito (UIO), Guayaquil (GYE), Santiago de Chile (SCL) und Santa Cruz de la Sierra (VVI). Madrid ist das einzige europäische Drehkreuz mit Nonstop-Flügen in alle fünf Länder, Miami das einzige nordamerikanische; nach Santiago fliegt man zudem ab Sydney, Melbourne und Auckland. Zwischen den Ländern ist das Flugzeug fast immer schneller als der Landweg: Quito–Lima dauert nonstop rund 2 h 15 min.

Nonstop-Verbindungen der Andenflughäfen (Auswahl, Stand September 2026)
Ankunftsflughafenaus Europaaus Amerika und OzeanienFlugzeit (Beispiel)
Bogotá (BOG)Madrid, Barcelona, Paris, Amsterdam, Frankfurt, London, IstanbulMiami, Fort Lauderdale, Orlando, New York, Newark, Atlanta, Houston, Dallas, Washington, Boston, Toronto, Montreal, Mexiko-Stadt, Panama-StadtFrankfurt–Bogotá (Lufthansa) 11 h 10 min, 3-mal pro Woche
Lima (LIM)Madrid, Barcelona, Paris, AmsterdamMiami, New York, Atlanta, Houston, Los Angeles, Toronto, Montreal, Mexiko-Stadt, Cancún, Panama-Stadt, San José69 Nonstop-Ziele in 21 Ländern
Quito (UIO)Madrid, AmsterdamMiami, Houston, Atlanta, New York, Panama-StadtMadrid–Quito 11 h 5 min, 5-mal pro Woche
Guayaquil (GYE)Madrid, AmsterdamMiami, Fort Lauderdale, New York, Panama-Stadt, San Josédazu Baltra und San Cristóbal auf Galápagos
Santa Cruz de la Sierra (VVI)MadridMiami, Panama-StadtMadrid–Santa Cruz im Schnitt 11 h 15 min
La Paz-El Alto (LPB)keinekeine; international nur Bogotá, Lima, Cusco und SantiagoInlandflüge nach Uyuni und Rurrenabaque
Santiago de Chile (SCL)Madrid, Paris, London, BarcelonaMiami, New York, Atlanta, Los Angeles; Sydney, Melbourne, AucklandMadrid rund 12 h 40 min, Paris rund 14 h

Aus Nordamerika sind Miami, Atlanta und New York nonstop mit Bogotá, Lima, Quito und Santiago verbunden, Houston mit Bogotá, Lima und Quito. Aus Europa führen neben Madrid auch Paris und Amsterdam in mehrere Andenhauptstädte. Für Reisen aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten bieten sich Umsteigeverbindungen über Europa, Nordamerika oder São Paulo an, das nonstop mit Bogotá, Lima und Santiago verbunden ist.

Für Rundreisen bieten sich Gabelflüge an, etwa hin nach Bogotá oder Quito und zurück ab Lima, La Paz oder Santiago. Wer in Bolivien in Santa Cruz auf rund 400 m landet statt in El Alto auf rund 4’070 m, beginnt ohne Höhenprobleme. Im Land sparen Flüge viele Stunden: Lima–Cusco rund 1 h 15 min, La Paz–Rurrenabaque 45 min bis 1 h statt 410 km Strasse.

La Paz-El Alto (LPB) hat keine Langstrecke; nonstop geht es von dort nur zu Zielen in Südamerika, etwa nach Santa Cruz, Uyuni, Rurrenabaque, Cusco, Lima, Bogotá und Santiago. Langstrecken nach Bolivien landen in Santa Cruz de la Sierra, das nonstop mit Madrid und Miami verbunden ist.

Zeitzonen der Andenländer
LandZeitzone
Kolumbien, Ecuador, PeruUTC−5
GalápagosUTC−6, ohne Sommerzeit
BolivienUTC−4
Chile (Festland)UTC−4 im Südwinter, UTC−3 im Südsommer (Umstellung jeweils im September und im April)
Chile, Region Magallanesganzjährig UTC−3

Quellen: FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · Wikipedia · Auswärtiges Amt · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Instituto Nacional de Metrología de Colombia · Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · timeanddate.com · Reporte Minero · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections

Was gilt für Einreise, Impfungen und Höhe in den Andenländern?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher brauchen für Ferien in keinem der fünf Länder ein Visum, aber einen Reisepass, für Peru, Bolivien und Ecuador mit sechs Monaten Restgültigkeit; Bolivien und Kolumbien verlangen zusätzlich eine Online-Registrierung (Stand September 2026); für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln. Die Gelbfieberimpfung ist vor allem für das Tiefland unter 2’500 m ein Thema, das grösste gemeinsame Gesundheitsrisiko ist die Höhe.

Einreise für Ferien, Stand September 2026
LandPassZusätzlich
Perubei Einreise 6 Monate gültigÖsterreicher: Ausreiseticket
Bolivien6 Monate gültigRegistrierung SIGEMIG innert 48 h
Ecuador6 Monate gültigRück- oder Weiterreiseticket; Landweg: Strafregisterauszug mit Apostille
Kolumbienfür den Aufenthalt gültigCheck-MIG 72 h bis 1 h vor Ein- und Ausreise
ChileDE: 6 Monate; AT: für den AufenthaltTarjeta Única Migratoria; SAG-Erklärung

Deutschen genügt in Peru, Ecuador, Kolumbien und Chile der Personalausweis nicht. Massgeblich sind EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA und die Vertretungen der fünf Länder. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln: Kolumbien führt eine Visaliste nach Nationalität, Bolivien ordnet die Staaten drei Visagruppen zu, und Chiles Migrationsdienst verweist für visumpflichtige Staaten auf die Konsulate.

Impfungen und Mücken

Beim Gelbfieber gehen die Angaben auseinander. healthytravel.ch empfiehlt die Impfung in Peru, Bolivien und Ecuador für Tieflandgebiete unter 2’500 m, in Kolumbien für alle Reisen unter 2’500 m; für Chile ist sie laut CDC weder vorgeschrieben noch empfohlen. Die CDC nennen für Bolivien und Kolumbien eine Einreisevorschrift ab einem Jahr.

Malaria gibt es nur im Tiefland; Cusco, der Titicacasee, La Paz, Quito und Bogotá sind malariafrei. Im Tiefland kommen zudem Dengue und Chikungunya vor, und der Masern-Impfschutz gehört zur Reisevorbereitung.

Höhe: das gemeinsame Risiko aller Andenländer

Typisch für die akute Höhenkrankheit sind Kopfschmerzen, Übelkeit und schlechter Schlaf, laut CDC meist 2 bis 12 Stunden nach der Ankunft. Atemnot in Ruhe, Verwirrtheit oder Gangunsicherheit sind Warnzeichen: sofort absteigen und Hilfe holen.

Schlafhöhen auf Andenrouten
OrtLandHöhe
San Pedro de AtacamaChilerund 2’400 m
BogotáKolumbienrund 2’600 m
QuitoEcuador2’850 m
Urubamba, Heiliges TalPerurund 2’870 m
CuscoPerurund 3’400 m
La Paz, InnenstadtBolivienrund 3’600 m
UyuniBolivienrund 3’700 m
PunoPeru3’825 m
PotosíBolivienrund 4’070 m
Reserva Eduardo AvaroaBolivienüber 4’200 m

Die Faustregel von healthytravel.ch: oberhalb von 2’500 m die Schlafhöhe um höchstens 300 bis 500 m pro Tag steigern und je 1’000 m einen Ruhetag einlegen. Bessern sich die Beschwerden nicht, rät das Auswärtige Amt zum Abstieg unter 2’000 m; Medikamente wie Acetazolamid gehören in die ärztliche Beratung.

Für Routen über mehrere Länder heisst das: tief ankommen und die höchsten Etappen ans Ende legen. Eine Landung direkt in La Paz nennt das CDC besonders riskant; besser startet man in Lima oder Santa Cruz, schläft in Peru zuerst im Heiligen Tal und legt Titicacasee, Uyuni und die Lagunen hinter Cusco. In Chile führten Tagesausflüge von Arica zum Lago Chungará auf 4’500 m schon zu Todesfällen; sicherer ist eine Nacht in Putre auf 3’400 m.

Quellen: Ministerio de Relaciones Exteriores del Perú (Portal Consular) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Embajada del Estado Plurinacional de Bolivia en el Reino Unido · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Ministerio de Relaciones Exteriores y Movilidad Humana del Ecuador · Ministerio de Relaciones Exteriores de Colombia · Migración Colombia · Auswärtiges Amt · Ministerio de Relaciones Exteriores de Chile, Consulado.gob.cl · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin · healthytravel.ch (Schweizerische Fachkommission für Reisemedizin) · healthytravel.ch (Schweizerische Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin) · HealthyTravel.ch (Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin) · CDC Travelers' Health · CDC Travelers' Health · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt · Wikipedia · Colombia Travel (ProColombia) · Quito Turismo (Visit Quito) · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · Servicio Nacional de Migraciones (Chile)

Was kostet eine Reise durch die Andenländer?

Kurz gesagt

Jedes Land hat eine eigene Währung, nur Ecuador zahlt in US-Dollar. Das Auswärtige Amt nennt das Preisniveau in Chile im Vergleich zu anderen Ländern Südamerikas relativ hoch, in Bolivien melden BMEIA und EDA steigende Preise. Feste Posten sind vor allem Eintritte für ausländische Gäste, etwa 200 USD für den Galápagos-Nationalpark oder 96’500 Pesos für den Tayrona-Park in der Hochsaison (Stand September 2026).

Währungen und Beispielpreise (Stand September 2026)
LandWährungBeispieleBargeld
PeruSol (PEN)Colca-Canyon S/ 70 für Ausländer, Chan Chan S/ 11auf den Titicaca-Inseln nur bar
BolivienBoliviano (BOB)steigende Preise laut BMEIAReserve in Dollar oder Euro
EcuadorUS-DollarMetro Quito 0.45 USD, Galápagos 200 USD plus 20 USD50- und 100-Dollar-Noten oft abgelehnt
KolumbienPeso (COP)Tayrona 81’000 COP, Hochsaison 96’500 COPkeine Automaten in Nuquí
ChilePeso (CLP)Torres del Paine 32’400 CLP pro Tagim Park keine Automaten

Machu-Picchu-Tickets akzeptieren nur Visa und Mastercard, in Santiago zahlt man sogar in der Metro mit Karte. In Peru ist Abheben mit Debitkarten laut Auswärtigem Amt nur sehr eingeschränkt möglich. Bargeld über 10’000 US-Dollar muss man in allen fünf Ländern beim Zoll anmelden.

Quellen: PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Ministerio de Cultura del Perú · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Auswärtiges Amt · Quito Turismo (Visit Quito) · Parque Nacional Galápagos · Colombia Travel (ProColombia) · Parques Nacionales Naturales de Colombia · Instituto Colombiano de Antropología e Historia ICANH · Colombia Travel (ProColombia) · Chile Travel (Sernatur) · Auswärtiges Amt · Corporación Nacional Forestal (CONAF) · Chile Travel (Sernatur) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Kulturen und Feste verbinden die Andenländer?

Kurz gesagt

Quechua und Aymara prägen das Hochland von Peru und Bolivien, in Ecuador sind Kichwa und Shuar neben Spanisch Amtssprachen für die interkulturellen Beziehungen. Viele Feste verbinden andine und katholische Traditionen, vom Inti Raymi in Cusco am 24. Juni über den Karneval von Oruro bis zur Candelaria in Puno im Februar.

Festkalender der Andenländer
ZeitFestOrt
ab 24. JanuarAlasitaLa Paz, Bolivien
FebruarVirgen de la CandelariaPuno, Peru
22. JuniInti RaymiCotacachi, Ecuador
24. JuniInti RaymiCusco, Peru
Anfang AugustFeria de las FloresMedellín, Kolumbien
Ende August oder Anfang SeptemberYamorOtavalo, Ecuador
18. und 19. SeptemberFiestas Patriasganz Chile

Zu den grossen Festen reist man früh an: PromPerú rät, zum Inti Raymi zwei bis drei Tage vorher in Cusco zu sein. Bei der Candelaria tanzen zwei Wochen lang mehr als 40’000 Menschen, beim Karneval von Oruro auf 3’700 m mehr als 28’000 Tänzerinnen und Tänzer.

In Peru werden laut Kulturministerium 48 indigene Sprachen gesprochen, in Bolivien haben 36 Amtsstatus, in Kolumbien leben rund 65 weiter. Die Mapuche im Süden Chiles sind mit fast zwei Millionen Angehörigen das grösste indigene Volk Südamerikas.

Auch das Wegenetz selbst ist gemeinsames Erbe: Der Qhapaq Ñan, das inkaische Strassensystem, steht seit dem 21. Juni 2014 zugleich in allen sechs Ländern auf der UNESCO-Liste; Argentinien, Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru reichten die Bewerbung gemeinsam ein. Eingetragen sind 780 km und 291 Fundstellen als repräsentative Auswahl aus einem historischen Netz von mehr als 30’000 km.

Die Plaza de Armas von Cusco mit der Kathedrale
Foto: Sophia Simoes auf Unsplash

Menschen fotografiert man nur mit Einverständnis, wie EDA und ICANH für Ecuador und Kolumbien raten. Vor Ayahuasca-Ritualen warnt das Auswärtige Amt in Peru und Kolumbien; es nennt Todesfälle und Lebensgefahr.

Quellen: Ministerio de Cultura del Perú, Base de Datos de Pueblos Indígenas · Wikipedia · Wikipedia · Colombia Travel (ProColombia) · Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO Intangible Cultural Heritage · UNESCO Intangible Cultural Heritage · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · Ministerio de Turismo del Ecuador (ecuador.travel) · Colombia Travel (ProColombia) · Colombia Travel (ProColombia) · Chile Travel (Sernatur) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Instituto Colombiano de Antropología e Historia ICANH · Auswärtiges Amt · Auswärtiges Amt · Ministerio de Cultura del Perú (Qhapaq Ñan Sede Nacional)

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Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Anden.

Wie viel Zeit braucht man für Peru und Bolivien zusammen?

Für Lima, das Heilige Tal, Machu Picchu, Cusco, den Titicacasee, La Paz und den Salar de Uyuni sind drei Wochen ein realistischer Rahmen. Das Tempo bestimmt die Höhe: Oberhalb von 3’000 m empfiehlt das CDC höchstens 500 m mehr Schlafhöhe pro Tag.

Wie kommt man von Puno nach La Paz?

Über Land am Titicacasee entlang über die Grenze bei Yunguyo nach Copacabana und weiter nach La Paz, bei Tag und mit Einreisestempel. Per Flugzeug verbindet Lima Peru nonstop mit La Paz.

Kann man von Uyuni nach San Pedro de Atacama reisen?

Ja, durch die Reserva Eduardo Avaroa und über den chilenischen Grenzposten Hito Cajón auf 4’549 m, dessen nächster Ort San Pedro ist. Zugelassen sind dort nur kleinere Fahrzeuge und Minibusse.

Lassen sich Machu Picchu und der Salar de Uyuni in einer Reise verbinden?

Ja. Zuerst legt man den Machu-Picchu-Tag fest, weil die Tickets nicht umbuchbar sind; später fliegt man mit BoA nonstop von La Paz nach Uyuni.

Braucht man für eine Anden-Rundreise eine Gelbfieberimpfung?

Vor allem, wenn die Route ins Tiefland unter 2’500 m führt, etwa nach Tambopata, Rurrenabaque, in den Amazonas Ecuadors oder in den Tayrona-Park, wo der Nachweis kontrolliert wird. Für Chile und Galápagos wird sie nicht empfohlen.

Gibt es in den Anden Malaria?

In den Hochlagen nicht. Ein Risiko besteht im Tiefland, hoch etwa in der Region Loreto in Peru, in Pando und im Norden von Beni in Bolivien und an Kolumbiens Pazifikküste. Über Tabletten entscheidet die reisemedizinische Beratung.

Kann man in den Andenländern mit US-Dollar bezahlen?

In Ecuador ist der Dollar Landeswährung, in Peru nehmen ihn viele Geschäfte und Hotels an, in Bolivien die grösseren Städte. In Kolumbien und Chile zahlt man in Pesos; für Chile empfiehlt das BMEIA Dollar als Bargeldreserve.

In welchen Zeitzonen liegen die Andenländer?

Kolumbien, Ecuador und Peru haben UTC−5, Bolivien UTC−4, die Galápagos-Inseln UTC−6. In Chile wird die Uhr umgestellt: Das Festland rückt im Südsommer von UTC−4 auf UTC−3 vor (Umstellung im September und im April), während Magallanes im Süden das ganze Jahr UTC−3 behält.

Welche Stecker braucht man in den Andenländern?

Peru (220 V) und Bolivien (230 V) haben Steckdosen der Typen A, B und C, Chile 220 V und Typ L, in den flache Eurostecker passen. Ecuador mit 120 V und Kolumbien mit 110 V nutzen Typ A und B; reine 230-V-Geräte brauchen dort einen Wandler.

Welche Notrufnummern gelten in den Andenländern?

Peru 105 für Notfälle und Polizei, Bolivien 110 für die Polizei und 123 für die Ambulanz, Ecuador 911, Kolumbien 123, Chile 133 für die Polizei und 131 für die Ambulanz.

Kann man in den Andenländern selbst Auto fahren?

In Peru gilt der eigene Führerschein bis sechs Monate nach der Einreise, in Chile der deutsche 90 Tage. Bolivien verlangt den internationalen und den nationalen Führerschein; das Auswärtige Amt rät dort zu einem Wagen mit Fahrer.

Ist der Nachtbus zwischen den Andenländern eine gute Idee?

Nein. In Peru wurden laut Auswärtigem Amt Überlandbusse nachts um Ica, Arequipa und Puno überfallen, und in Bolivien durchfahren Nachtbusse gelegentlich die Grenzkontrolle, sodass der Einreisestempel fehlt.

Wie hoch liegen die Hauptstädte der Andenländer?

Bogotá liegt auf rund 2’600 m, Quito auf 2’850 m und der bolivianische Regierungssitz La Paz auf rund 3’600 m, Boliviens verfassungsmässige Hauptstadt Sucre auf rund 2’790 m. Lima liegt am Pazifik, Santiago de Chile am Fuss der Anden.

Was muss man bei der Weiterreise nach Galápagos beachten?

Rückflug und Hotelreservierung müssen vorliegen, die Transitkontrollkarte kauft man vor dem Flug. Frische Früchte, Samen, Pflanzen und lebende Tiere sind auf den Inseln verboten, das Gepäck wird kontrolliert.

Was ist bei Grenzübertritten auf dem Landweg wichtig?

Den Einreisestempel verlangen, sonst drohen in Bolivien Strafzahlungen. Ecuador will auf dem Landweg ein apostilliertes Führungszeugnis sehen, Chile die SAG-Erklärung für Lebensmittel, Kolumbien das Check-MIG.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 19. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

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  2. Reisehinweise für Peru, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 19. September 2026
  3. Reisedokumente, Visum und Einreise (Peru), Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 19. September 2026
  4. Reiseinformation Peru, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 19. September 2026
  5. Requerimientos y exoneración de visas para ciudadanos extranjeros en pasaportes ordinarios, Ministerio de Relaciones Exteriores del Perú (Portal Consular), abgerufen 19. September 2026
  6. Peru: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 19. September 2026
  7. Gesundheitsrisiken: Höhenkrankheit, healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 19. September 2026
  8. High-Altitude Travel and Altitude Illness (CDC Yellow Book), Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 19. September 2026
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  10. Términos y Condiciones, Plataforma de Gestión de Visitas a Centros Culturales, Ministerio de Cultura del Perú, abgerufen 19. September 2026
  11. Lista de lenguas indígenas u originarias, Ministerio de Cultura del Perú, Base de Datos de Pueblos Indígenas, abgerufen 19. September 2026
  12. Historic Sanctuary of Machu Picchu, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 19. September 2026
  13. City of Cuzco, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 19. September 2026
  14. Useful information: Climate, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  15. Useful information: Currency, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  16. Cusco, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  17. Lake Titicaca, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  18. Virgin of Candelaria Festival, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  19. Inti Raymi, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  20. Colca Canyon, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  21. Tambopata National Reserve, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
  22. Chan Chan, PromPerú (peru.travel), abgerufen 19. September 2026
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  25. Yunguyo, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
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  35. Bolivia: Plug, socket & voltage, WorldStandards, abgerufen 19. September 2026
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  37. Direct flights from La Paz (LPB), FlightConnections, abgerufen 19. September 2026
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  39. Salar de Uyuni, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
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  41. Eduardo Avaroa Andean Fauna National Reserve, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  42. Laguna Colorada, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  43. Laguna Verde (Bolivia), Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  44. Copacabana, Bolivia, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  45. Isla del Sol, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  46. Potosí, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  47. Sucre, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  48. Santa Cruz de la Sierra, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
  49. Rurrenabaque, Wikipedia, abgerufen 19. September 2026
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  52. Reiseinformation Ecuador (Stand 19.09.2026), Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 19. September 2026
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  118. Declaratoria del Qhapaq Ñan como Patrimonio Mundial, Ministerio de Cultura del Perú (Qhapaq Ñan Sede Nacional), abgerufen 19. September 2026

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