Was macht Galápagos als Reiseziel aus?
Galápagos ist eine Inselgruppe im Pazifik, rund 1’000 km vor der Küste Ecuadors und seit 1978 UNESCO-Welterbe. Rund 97 % der Landfläche sind Nationalpark, die Tiere zeigen wenig Scheu, und Besuche der Schutzgebiete laufen mit akkreditiertem Naturführer. Dazu kommen 200 USD Parkeintritt und 20 USD für die Transitkontrollkarte (Stand September 2026).
Von 127 Inseln, Inselchen und Felsen sind vier bewohnt: Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela und Floreana. Rundherum liegt ein Meeresschutzgebiet von 133’000 km². Gereist wird entweder an Bord eines Schiffs oder mit Hotel an Land und Tagesausflügen per Boot. 2025 kamen 290’404 Gäste, 79 % von ihnen übernachteten an Land.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos, gob.ec · Dirección del Parque Nacional Galápagos
Wie fühlt sich eine Reise nach Galápagos an?
Galápagos ist in erster Linie ein Schutzgebiet und erst in zweiter Linie ein Badeziel. Seelöwen liegen am Hafen, Meerechsen auf schwarzer Lava, Tölpel brüten neben dem Weg, doch jede Besucherstelle hat Regeln: auf dem Pfad bleiben, 2 m Abstand halten, nichts mitnehmen.
Die Inseln sind jung und vulkanisch: Isabela und Fernandina im Westen sind weniger als eine Million Jahre alt, Española und San Cristóbal im Osten drei bis fünf Millionen Jahre. Auf trockene Küsten mit Kakteen folgen auf den grossen Inseln feuchte, grüne Hochlagen. Unter Wasser treffen drei Meeresströmungen zusammen; von 2’909 erfassten Meeresarten kommen 18.2 % nur hier vor.
Politisch sind die Inseln eine Provinz Ecuadors. Ein Sondergesetz von 1998 regelt Zuzug, Quarantäne, Fischerei und Tourismus, deshalb gibt es eigene Einreisekontrollen. Siedlungen sind auf 3 % der Landfläche beschränkt; Puerto Ayora auf Santa Cruz ist mit über 12’000 Einwohnern der grösste Ort.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Galapagos Conservation Trust
Welche Inseln gibt es und welche lohnen sich?
Unterkünfte gibt es nur auf den vier bewohnten Inseln Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela und Floreana. Unbewohnte Inseln wie Española, Genovesa, Fernandina, North Seymour oder Bartolomé betritt man nur an ausgewiesenen Besucherstellen mit Guide, per Kreuzfahrt oder Bootsausflug.
Bewohnte Inseln
- Santa Cruz (986 km², bis 864 m): Drehscheibe mit Puerto Ayora, Charles-Darwin-Forschungsstation und Parkverwaltung; alle Schnellboote starten hier. Im Hochland wachsen Scalesia-Wälder, ein Lavatunnel ist über 2’000 m lang. Meistbesucht waren 2025 die Schildkrötenstation Fausto Llerena (148’499 Besuche), Tortuga Bay und Las Grietas.
- San Cristóbal: östlichste Insel mit der Provinzhauptstadt Puerto Baquerizo Moreno, eigenem Flughafen und vielen Seelöwen. Hier landete Darwin 1835; die Lagune El Junco gilt als einzige permanente Süsswasserquelle der Inseln. Nahe dem Ort liegen Cerro Tijeretas, Punta Carola und La Lobería.
- Isabela: grösste Insel, aus sechs Schildvulkanen zusammengewachsen; die Caldera der Sierra Negra misst 10 auf 9 km. In Puerto Villamil leben rund 1’800 Menschen. Beliebt sind die Wanderung zum Volcán Chico und die Bucht Concha de Perla; Galápagos-Pinguine leben vor allem hier und auf Fernandina.
- Floreana: rund 160 Einwohner, Post Office Bay mit dem Briefkasten-Fass der Walfänger von 1793; Schnellboote fahren dienstags und donnerstags.
Unbewohnte Inseln
- Española: südlichste Insel, nie besiedelt; von April bis Dezember brüten hier die Galápagos-Albatrosse. Spottdrosseln und Lavaechsen sind eigene Arten. Eine der beliebtesten Besucherstellen ist Punta Suárez.
- Genovesa: eingestürzter Vulkan im Nordosten mit über 600 m breitem Krater; in der Darwin Bay ankern die Tourschiffe. Nirgends auf Galápagos leben Rotfusstölpel dichter.
- Fernandina: jüngste und aktivste Vulkaninsel, mit mehr als einem Dutzend Ausbrüchen seit Gründung des Nationalparks, und einer einzigen Besucherstelle, Punta Espinoza: Meerechsen, Pinguine, flugunfähige Kormorane. Eingeschleppte Säugetiere wie Ratten gab es hier nie.
- North Seymour: flache Insel neben Baltra mit der grössten Prachtfregattvogel-Kolonie von Galápagos und vielen Blaufusstölpeln.
- Bartolomé und Santiago: Bartolomé mit dem Felsturm Pinnacle Rock und einer kleinen Pinguinkolonie liegt vor Santiago, wo 2019 3’000 Landleguane ausgesetzt wurden.
Quellen: Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos
Wann ist die beste Reisezeit für Galápagos?
Galápagos lässt sich das ganze Jahr bereisen. Von Januar bis Mai sind Luft und Meer wärmer, es fallen Schauer, und die See ist ruhiger. Von Juni bis Dezember bringen stärkere Winde kühleres Wasser aus dem Humboldtstrom und im Hochland Nieselregen, ab Juli auch mehr Wellengang; dafür balzen die Blaufusstölpel und ziehen Wale vorbei.
Klimawerte an der Küste: Santa Cruz (Messwerte der Station Seymour auf Baltra) und Puerto Baquerizo Moreno
| Puerto Ayora (Santa Cruz) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 | 30 | 29 | 28 | 28 | 28 | 28 | 30 |
| Tiefstwert °C | 25 | 26 | 26 | 26 | 25 | 24 | 23 | 22 | 22 | 22 | 23 | 24 |
| Niederschlag mm | 44 | 64 | 53 | 60 | 17 | 10 | 9 | 9 | 7 | 8 | 9 | 12 |
| Puerto Baquerizo Moreno (San Cristóbal) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 29 | 30 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 26 | 27 | 28 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 24 | 25 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 36 | 54 | 48 | 52 | 15 | 9 | 9 | 11 | 11 | 11 | 8 | 16 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SEYMOUR (33 km, 63 m), auf 10 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SAN CRISTOBAL (2 km, 19 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle zeigt das Muster: Von Januar bis April ist es an der Küste am wärmsten, Februar bis April sind die nassesten Monate, und von Juni bis November fällt dort kaum Regen. Im Hochland hängt in der kühlen Zeit dagegen oft eine Wolkendecke mit Nieselregen an den Luvseiten. Die Saisons sind nicht jedes Jahr gleich lang, und starke El-Niño-Jahre treffen die Tierwelt hart: 1982 verhungerten 77 % der Galápagos-Pinguine.
Um die Inseln treffen drei grosse Meeresströmungen zusammen. Für Reisende zählt vor allem der Seegang: Von Januar bis Juni ist das Meer ruhiger, von Juli bis Dezember sind die Wellen höher.
| Monate | Was man sehen kann | Wo |
|---|---|---|
| April bis Dezember | Brutsaison der Galápagos-Albatrosse, Januar bis März sind sie auf See | Española |
| Juni bis August | Balz und Brut der Blaufusstölpel | North Seymour und weitere Inseln |
| Juni bis November | Walhaie, meist trächtige Weibchen | bei Darwin und Wolf |
| Juli bis Oktober | wandernde Wale wie Buckel- und Blauwale | zwischen Isabela und Fernandina |
2025 kamen die meisten ausländischen Gäste im März und April; am ruhigsten war der September.
Quellen: Charles Darwin Foundation · Dirección del Parque Nacional Galápagos · UNESCO World Heritage Centre · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Dirección del Parque Nacional Galápagos
Was braucht man für die Einreise nach Galápagos?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen mit dem Reisepass und ohne Visum nach Ecuador ein, für touristische Aufenthalte bis 90 Tage pro Jahr; für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln. Für Galápagos kommen die Transitkontrollkarte (TCT) für 20 USD, ein Hin- und Rückflugticket, eine Hotelbuchung und bei Ankunft 200 USD Parkeintritt ab 12 Jahren hinzu (Stand September 2026).
| Was | Betrag oder Regel | Wo und wann |
|---|---|---|
| Transitkontrollkarte (TCT) | 20 USD, unter 2 Jahren gratis | Flughafen Quito oder Guayaquil vor dem Abflug; online mindestens 48 h vorher voranmelden |
| Parkeintritt | 200 USD ab 12 Jahren, 100 USD darunter, unter 2 Jahren frei | bei Ankunft in Baltra oder San Cristóbal |
| Warenerklärung (DJM) | digital über SIABG, für Erwachsene | ab 72 h vor der Reise; Kontrolle bei Ankunft |
| Aufenthalt | höchstens 60 Tage pro Jahr auf den Inseln | TCT bis zur Abreise aufbewahren |
Der Parkeintritt gilt in dieser Höhe seit dem 1. August 2024. Die TCT verlangt neben dem Pass ein Hin- und Rückflugticket; Reisebüros können sie mindestens 48 Stunden im Voraus beantragen.
Deutschland: Der Personalausweis gilt nicht, der Reisepass muss bei Einreise noch 6 Monate gültig sein. Österreich: Das BMEIA rät, den Einreisestempel zu prüfen, weil er oft nicht für volle 90 Tage erteilt wird. Schweiz: Die Schweiz steht nicht auf der ecuadorianischen Liste visumpflichtiger Staaten; das EDA verweist für Einreisefragen auf die Vertretungen Ecuadors.
Andere Staatsangehörigkeiten: Auf der Visumliste des ecuadorianischen Aussenministeriums stehen unter anderem China, Indien, die Philippinen, Kuba und Venezuela; wer einen solchen Pass hat, beantragt vorab ein Touristenvisum für bis zu 90 Tage. TCT und Warenerklärung brauchen alle Gäste, beim Parkeintritt zahlen Bürger der Andengemeinschaft und des Mercosur weniger.
Massgeblich sind die amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA, für alle Staatsangehörigkeiten die Vertretungen Ecuadors und das Aussenministerium in Quito. Regeln und Gebühren können sich kurzfristig ändern.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Ministerio de Relaciones Exteriores y Movilidad Humana, gob.ec · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos, gob.ec · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Agencia de Regulación y Control de la Bioseguridad y Cuarentena para Galápagos (ABG) · Ministerio de Relaciones Exteriores y Movilidad Humana (Cancillería del Ecuador)
Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Galápagos?
Einen Gelbfieber-Nachweis verlangt Ecuador laut CDC nur von Reisenden, die länger als zehn Tage in Kolumbien, Peru, Brasilien oder Bolivien waren oder aus der DR Kongo und Uganda kommen. Für Reisen, die auf Galápagos beschränkt sind, empfehlen healthytravel.ch und die CDC keine Gelbfieberimpfung, Malaria kommt nicht vor. Empfohlen sind Basisimpfungen und Hepatitis A, dazu Mückenschutz, denn Dengue und Zika gelten in Ecuador als landesweites Risiko.
Die medizinische Versorgung ist laut Auswärtigem Amt sehr einfach, eine Evakuierung aufs Festland nicht immer zeitnah möglich; Behandlungen sind meist sofort zu bezahlen. Eine Reiseversicherung mit Rücktransport ist deshalb dringend angeraten.
Das BMEIA warnt vor Haien beim Schnorcheln, Schwimmen und Tauchen, das Auswärtige Amt rät vor Tauchferien zu einer tauchmedizinischen Untersuchung. Mittel gegen Seekrankheit und die persönlichen Impfungen klärt man ärztlich ab.
Quellen: healthytravel.ch, Expertenkomitee für Reisemedizin · CDC Travelers' Health · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher ist Galápagos?
Die Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA betreffen vor allem das Festland: Sie raten von nicht notwendigen Reisen in Küstenstädte wie Guayaquil, Durán und Esmeraldas sowie ins Grenzgebiet zu Kolumbien ab. Für Galápagos nennen sie mangelhafte Sicherheit lokaler Schiffe, eine eingeschränkte medizinische Versorgung und Haiangriffe.
Ecuador hat strukturell eine hohe Kriminalität, vor allem in den Küstenstädten Guayaquil und Durán, über deren Flughafen viele Inselflüge laufen. Wer dort umsteigt, plant für den Flughafentransfer genug Zeit ein und bleibt im Transit. Auf den Inseln selbst ist die Lage deutlich ruhiger. Die aktuelle Einstufung steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA (Links unten).
Aktuelle Lage: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA. Notruf: 911.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Aeropuerto de Guayaquil (TAGSA)
Wie kommt man nach Galápagos und zwischen den Inseln hin und her?
Die Langstrecke endet in Quito (UIO) oder Guayaquil (GYE), auf die Inseln geht es dann per Inlandflug weiter; 2025 landeten 71 % der Gäste auf Baltra, 29 % auf San Cristóbal. Zwischen den bewohnten Inseln fahren täglich Schnellboote für 30 USD pro Strecke in 2 bis 3 Stunden, dazu Kleinflugzeuge der Gesellschaften EMETEBE und Fly Galápagos.
Nonstop nach Ecuador kommt man aus Europa ab Madrid (Iberia, Air Europa, Euroairlines) und Amsterdam (KLM), aus Nordamerika etwa ab Miami, Fort Lauderdale, Houston, Atlanta, New York oder Toronto und innerhalb Lateinamerikas ab Panama-Stadt, Bogotá, Lima, Santiago de Chile oder Buenos Aires (Stand September 2026). Wer aus Asien, Afrika oder Ozeanien anreist, steigt an einem dieser Drehkreuze um. Zu den Inseln fliegen LATAM und Avianca. Den günstigsten Tarif dürfen nur Personen mit Wohnsitz in Ecuador buchen, sonst ist am Flughafen ein Zuschlag fällig. Vor dem Abflug kauft man die TCT, danach prüft die Biosicherheitsagentur das Gepäck; vor der Landung wird die Kabine desinfiziert.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer | Preis |
|---|---|---|---|
| Baltra – Canal de Itabaca | Gratisbus | rund 10 min | gratis |
| Canal de Itabaca | Fähre | rund 10 min | 1 USD |
| Canal – Puerto Ayora | Bus oder Taxi | rund 45 min mit dem Bus | rund 2 USD, Taxi 25 USD pro Fahrzeug |
| Flughafen – Puerto Baquerizo Moreno | Bus oder Taxi | rund 10 min | 1.50 bis 3 USD |
Die Schnellboote fassen bis 20 Personen und fahren laut Parkverwaltung um 13.45 Uhr ab Santa Cruz nach San Cristóbal und Isabela, zurück um 7.00 Uhr ab San Cristóbal und um 6.00 Uhr ab Isabela; nach Floreana dienstags und donnerstags um 8.00 Uhr. Alle Verbindungen laufen über Santa Cruz. Der Flughafen auf Isabela dient laut UNESCO vor allem dem Verkehr zwischen den Inseln.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · Aeropuerto Internacional de Quito · Aeropuerto de Guayaquil (TAGSA) · Auswärtiges Amt · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · UNESCO World Heritage Centre
Was kostet eine Reise nach Galápagos und wie bezahlt man?
Bezahlt wird in US-Dollar. Pro erwachsener Person fallen fest 200 USD Parkeintritt und 20 USD für die Transitkontrollkarte an, dazu Transfers und Schnellboote zu 30 USD pro Strecke (Stand September 2026). Noten zu 50 und 100 USD werden wegen Falschgeld oft nicht angenommen.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Parkeintritt ab 12 Jahren | 200 USD |
| Parkeintritt unter 12 Jahren | 100 USD |
| Transitkontrollkarte (TCT) | 20 USD |
| Fähre über den Canal de Itabaca | 1 USD |
| Schnellboot zwischen zwei Inseln | 30 USD |
Der Parkeintritt stieg 2024 zum ersten Mal seit 26 Jahren; das Geld fliesst in die Schutzgebiete und in Gemeindedienste wie Wasser und Abfall. Ausländische Karten, etwa aus Europa, funktionieren laut Auswärtigem Amt nicht immer; das BMEIA empfiehlt US-Dollar in bar und Kreditkarten.
Quellen: Dirección del Parque Nacional Galápagos · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos, gob.ec · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Kreuzfahrt oder Inselhüpfen: Wo übernachtet man?
Acht von zehn Gästen übernachten an Land: 2025 wohnten 79 % in Hotels und Pensionen der bewohnten Inseln, 21 % an Bord eines Schiffs. Das Inselhüpfen mit Tagesausflügen ist flexibler, eine Kreuzfahrt führt dagegen auch zu entlegenen Besucherstellen, etwa in die Darwin Bay auf Genovesa, den Ankerplatz der Tourschiffe.
| Kriterium | Kreuzfahrt | Inselhüpfen |
|---|---|---|
| Übernachtung | an Bord, Route nach einem Reiseplan der Parkverwaltung | Hotel in Puerto Ayora, Puerto Baquerizo Moreno, Puerto Villamil oder auf Floreana |
| Ausflüge | Landgänge, Schnorcheln, Fahrten im Beiboot (Panga) | Tagestouren per Boot und Besucherstellen nahe den Orten |
| Inselwechsel | im Reiseplan enthalten | Schnellboot, 2 bis 3 Stunden, 30 USD |
| Anteil der Gäste 2025 | 21 % | 79 % |
Wer an Land wohnt, legt bei der Einreise eine Hotelreservierung vor. Zelten ist nur an ausgewiesenen Plätzen wie El Garrapatero auf Santa Cruz und mit Bewilligung erlaubt.
Quellen: Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Galapagos Conservation Trust · Auswärtiges Amt · Charles Darwin Foundation
Was isst man auf Galápagos und was darf ins Gepäck?
Gegessen wird in den Restaurants der Hafenorte oder an Bord der Schiffe. Eigene Lebensmittel sind eingeschränkt: Unverarbeitete Produkte pflanzlicher oder tierischer Herkunft kontrolliert die Biosicherheitsagentur ABG streng, weil sie Schädlinge und Krankheiten einschleppen können.
Die ABG unterscheidet verarbeitete Waren, die erlaubt sind, aber kontrolliert werden, unverarbeitete Produkte mit Auflagen und verbotene Produkte, die für die Inseln besonders gefährlich sind. Frisches Obst, Pflanzen und Samen bringt man daher nicht mit. Fischen dürfen Gäste nur von zugelassenen Booten aus.
Quellen: Agencia de Regulación y Control de la Bioseguridad y Cuarentena para Galápagos (ABG) · Charles Darwin Foundation
Welche Geschichte haben die Inseln?
Die Mannschaft von Tomás de Berlanga erreichte die Inseln am 10. März 1535, 1832 nahm Ecuador sie in Besitz, 1835 kam Charles Darwin. Seine Beobachtungen an Finken, Spottdrosseln und Riesenschildkröten flossen in die Theorie der Evolution durch natürliche Auslese ein; 1959 wurde der Nationalpark gegründet.
Der Name kommt vom spanischen galápago, einem Sattel, an den der Panzer mancher Riesenschildkröten erinnert. Walfänger richteten 1793 auf Floreana ein Fass als Briefkasten ein. In den 1930er-Jahren sorgte dort die «Galápagos-Affäre» für Aufsehen, eine rätselhafte Serie von Todesfällen unter den ersten Siedlern. 1964 öffnete die Charles-Darwin-Forschungsstation. Der Tourismus wuchs von rund 11’000 Besuchern 1970 auf 290’404 Ankünfte 2025.
Quellen: Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Galapagos Conservation Trust · El Universo · Dirección del Parque Nacional Galápagos
Was kann man auf Galápagos erleben?
Die meisten Besucherstellen bieten Wandern, Schnorcheln und Fahrten im Beiboot. Dazu kommen Riesenschildkröten in Aufzuchtstationen, Vulkanwanderungen auf Isabela, Seevogelkolonien, Kajakfahren und Tauchen mit Walhaien bei Darwin und Wolf.
- Riesenschildkröten in den Aufzuchtstationen Fausto Llerena (Santa Cruz), David Rodríguez (San Cristóbal) und Arnaldo Tupiza (Isabela).
- Schnorcheln und Baden in Tortuga Bay, Las Grietas, Concha de Perla oder bei La Lobería.
- Vulkanwanderung zur Sierra Negra und zum Volcán Chico, 2025 mit 24’967 Besuchen.
- Seevögel: Prachtfregattvögel und Blaufusstölpel auf North Seymour, Rotfusstölpel auf Genovesa, Albatrosse von April bis Dezember auf Española.
- Kajak: 2025 paddelten 8’385 Gäste auf Santa Cruz und 6’780 auf Isabela.
- Tauchen: Bei Darwin und Wolf zeigen sich von Juni bis November Walhaie; neben Tagestauchtouren gibt es eigene Tauchkreuzfahrten.
Für die Stationen Fausto Llerena und Arnaldo Tupiza, Las Grietas, den Volcán Chico und die Minas de Azufre sehen die Parkregeln eine Reservierung vor. Wale beobachtet man mit mindestens 100 m Abstand, Delfine mit 50 m.
Quellen: Dirección del Parque Nacional Galápagos · Expreso · El Universo · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust · Galapagos Conservation Trust
Welche Regeln gelten im Nationalpark?
Die Parkverwaltung schreibt für den Besuch der Schutzgebiete feste Regeln vor: Schutzgebiete nur mit akkreditiertem Guide, mindestens 2 m Abstand zu Tieren beim Wandern, Schnorcheln und Tauchen, 4 m im Kajak, auf dem Stand-up-Paddle oder im Beiboot, kein Blitz, Drohnen nur mit Bewilligung.
- Tiere nicht berühren, füttern oder verfolgen, Brut- und Nistplätze nicht stören.
- Professionelle Aufnahmen und Drohnen nur mit Bewilligung; die Charles-Darwin-Stiftung nennt mindestens zwei Monate Vorlauf.
- Nichts mitnehmen, nicht rauchen, kein Alkohol und kein Feuer in den Schutzgebieten, riffschonende Sonnencreme verwenden.
Rund 300 Parkwächter sollen die Regeln durchsetzen. Grösste Gefahr für die Inseln sind laut UNESCO eingeschleppte Arten. Wie viel Schutz bewirkt, zeigt Española: In den 1960er-Jahren lebten dort noch 14 Riesenschildkröten, seither wurden fast 2’000 Jungtiere ausgesetzt.
Quellen: Registro Oficial del Ecuador · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Expreso · El Universo · Charles Darwin Foundation · UNESCO World Heritage Centre · Galapagos Conservation Trust
Wie lässt sich Galápagos mit dem Festland Ecuadors verbinden?
Alle Linienflüge nach Galápagos starten in Quito oder Guayaquil, deshalb liegt eine Kombination mit dem Andenhochland oder dem Amazonastiefland nahe. Für die Planung zählen drei Punkte: der Gelbfieberschutz fürs Tiefland, die Sicherheitslage in Guayaquil und die Öffnungszeiten der TCT-Schalter am Vormittag.
Für das Amazonastiefland unter 2’500 m empfiehlt healthytravel.ch die Gelbfieberimpfung. Die TCT-Schalter öffnen in Quito von 5.00 bis 12.00 Uhr, in Guayaquil von 6.30 bis 13.30 Uhr. Eine Nacht vor dem Inselflug plant man wegen der hohen Kriminalität besser nicht in der Stadt Guayaquil ein.
Quellen: healthytravel.ch, Expertenkomitee für Reisemedizin · Consejo de Gobierno del Régimen Especial de Galápagos, gob.ec · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Für wen eignet sich Galápagos und für wen weniger?
Galápagos passt zu Menschen, die Tiere aus nächster Nähe beobachten, schnorcheln oder tauchen wollen und feste Regeln akzeptieren. Weniger geeignet ist es für knappe Budgets, für Reisende, die leicht seekrank werden oder auf medizinische Versorgung angewiesen sind, und für alle, die abgelegene Inseln auf eigene Faust erkunden möchten.
Schon Parkeintritt und TCT kosten zusammen 220 USD pro Person, jede Schnellbootfahrt 30 USD. Wer leicht seekrank wird, leidet auf den zwei- bis dreistündigen Überfahrten, vor allem von Juli bis Dezember. Familien zahlen für Kinder unter 12 Jahren den halben Parkeintritt.
Quellen: Dirección del Parque Nacional Galápagos · Dirección del Parque Nacional Galápagos · Auswärtiges Amt · Registro Oficial del Ecuador