Die bewaldeten Kalksteininseln der Rock Islands in Palau, umgeben von türkisfarbenem Wasser

Reiseregion in Ozeanien

Südsee

Zwölf unabhängige Inselstaaten liegen zwischen Fidschi im Westen und Kiribati im Osten der Südsee, touristisch von gut erschlossenen Resorts bis zu Inseln mit einem einzigen wöchentlichen Flug. Diese Seite vergleicht die zwölf Staaten und zeigt, wie sich mehrere davon in einer Reise verbinden lassen.

Foto: Kurt Cotoaga auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Grösster Staat
Papua-Neuguinea: 462’840 km², rund 9,9 Millionen Einwohner (2021)
Kleinster Staat
Nauru: 21 km², rund 10’800 Einwohner – nach Vatikanstadt und Monaco drittkleinster Staat der Erde
Zeitzonen-Spanne
UTC+10 (Chuuk, Yap) bis UTC+14 (Kiribati, Line-Inseln) – die am weitesten «vorne» liegende Zeitzone der Welt
Datumsgrenze
Verläuft seit 1995 östlich um Kiribati herum, zwischen Samoa (UTC+13) und Amerikanisch-Samoa (UTC−11) liegt ein voller Kalendertag
Grösster Flug-Knotenpunkt
Nadi (NAN), Fidschi: rund 97 % der internationalen Ankünfte des Landes, Fiji Airways bedient 38 Flughäfen in 15 Ländern
Kleinster Knotenpunkt mit Fernverbindungen
Nauru Airlines verbindet trotz 21 km² Landesfläche Brisbane, Nadi, Suva, Honiara, Tarawa, Majuro und Pohnpei
Sprachenvielfalt
Papua-Neuguinea zählt über 839 Landessprachen, mehr als jedes andere Land der Erde
UNESCO-Welterbe in der Südsee
Fidschi, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu, Palau, Kiribati und die Marshallinseln haben je eine Stätte
Visumpflicht CH/DE/AT
Nur in Nauru und Papua-Neuguinea Pflicht; die übrigen zehn Staaten sind visumfrei (Stand September 2026)
Kulturelle Dreiteilung
Melanesien (Fidschi, PNG, Salomonen, Vanuatu), Mikronesien (Mikronesien, Palau, Marshallinseln, Kiribati, Nauru), Polynesien (Samoa, Tonga, Tuvalu) – benannt 1832

Was verbindet die zwölf Südsee-Staaten und worin unterscheiden sie sich?

Kurz gesagt

Zwölf unabhängige Inselstaaten teilen den Südpazifik zwischen Fidschi im Westen und Kiribati im Osten, wo bei UTC+14 die am weitesten «vorne» liegende Zeitzone der Erde beginnt. Sie reichen von Papua-Neuguinea mit 462’840 km² und über 839 Landessprachen bis Nauru mit 21 km², touristisch von Fidschis internationalen Resorts bis zu Tuvalu und Nauru mit wenigen wöchentlichen Flügen.

Zur Südsee zählen hier zwölf souveräne Staaten, gruppiert nach der klassischen Dreiteilung des Pazifiks: In Melanesien liegen Fidschi, Vanuatu, die Salomonen und Papua-Neuguinea; in Mikronesien die Föderierten Staaten von Mikronesien, Palau, die Marshallinseln, Kiribati und Nauru; in Polynesien Samoa, Tonga und Tuvalu. Die Namen Melanesien, Mikronesien und Polynesien gehen auf den französischen Seefahrer Jules Dumont d’Urville zurück, der sie 1832 einführte.

Zwischen Port Moresby im Westen und Funafuti im Osten liegen mehr als 6’000 km offener Ozean, eine grössere Distanz als zwischen Lissabon und Moskau. Nachbargebiete wie Neukaledonien, Französisch-Polynesien, Wallis und Futuna oder die zwölf kleinen Territorien der Region haben eigene Seiten, weil sie staatsrechtlich zu Frankreich, den USA, Neuseeland, Grossbritannien oder Australien gehören und nicht zu den zwölf unabhängigen Staaten dieser Seite.

Die touristische Erschliessung schwankt extrem. Nadi in Fidschi verarbeitet laut Wikipedia rund 97 % der ausländischen Ankünfte des Landes und gilt seit Jahrzehnten als «Kreuzung des Pazifiks». Tuvalu und Nauru haben dagegen je einen einzigen Flughafen mit wenigen wöchentlichen Verbindungen, und selbst das winzige Nauru betreibt mit Nauru Airlines einen eigenen Mini-Knotenpunkt für seine Nachbarn. Wer mehrere Staaten kombiniert, plant deshalb nicht Tage, sondern Flugpläne: Ohne Fidschi, Papua-Neuguinea oder Nauru als Drehscheibe liegen zwischen zwei Inselgruppen oft mehrere Tage Wartezeit auf die nächste Verbindung.

Quellen: Royal Australian Air Force, The Runway · Wikipedia · Rus Tourism News · Wikipedia

Wie unterscheiden sich die zwölf Südsee-Staaten auf einen Blick?

Kurz gesagt

Papua-Neuguinea ist mit 462’840 km² und rund 9,9 Millionen Menschen der mit Abstand grösste und bevölkerungsreichste Staat der Südsee, Tuvalu mit 26 km² und rund 11’200 Einwohnern einer der kleinsten. Bei der Einreise brauchen Schweizer, Deutsche und Österreicher in zehn der zwölf Staaten kein Visum, nur Nauru und Papua-Neuguinea verlangen eines (Stand September 2026).

Die zwölf Südsee-Staaten im Vergleich (Stand September 2026)
StaatFläche / BevölkerungCharakterBeste MonateEinreise CH/DE/AT
Fidschi18’274 km² / 924’610internationale Resorts, Kava-Kultur, TauchriffeMai–Oktobervisumfrei, bis 4 Monate
Vanuatu12’189 km² / 319’137aktive Vulkane, Wrack- und LandtauchenMai–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage
Salomonen28’896 km² / 707’851WWII-Geschichte, Marovo-Lagune, NischenzielMai–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage
Papua-Neuguinea462’840 km² / 9’949’437839 Sprachen, Hochland, kaum StrassenMai–OktoberVisumpflicht, eVisa
Föd. Staaten von Mikronesien702 km² / 113’131vier Bundesstaaten, Wracktauchen Chuuk, Nan Madolganzjährig warmvisumfrei, bis 90 Tage
Palau459 km² / 18’024Rock Islands, Haie und Mantas, MeeresschutzgebietDezember–Aprilvisumfrei, plus Umweltgebühr
Marshallinseln181 km² / 42’050Atomtest-Geschichte, Bikini-WracktauchenDezember–Märzvisumfrei
Kiribati811 km² / 128’874Meeresspiegelanstieg, WWII-Tarawa, HochseeangelnApril–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage
Nauru21 km² / 10’834Phosphat-Bergbaulandschaft, kleinster InselstaatApril–OktoberVisumpflicht
Samoa2’831 km² / 218’764Fa'a-Samoa-Kultur, Lavafelder, To Sua Ocean TrenchMai–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage
Tonga747 km² / 106’017letztes Königreich der Südsee, WalschwimmenMai–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage
Tuvalu26 km² / 11’204tiefstes Land der Erde, minimale InfrastrukturMai–Oktobervisumfrei, bis 90 Tage

Die Bevölkerungszahlen stammen aus derselben Erhebung von 2021 und sind deshalb untereinander vergleichbar, auch wenn einzelne Länderseiten inzwischen neuere Schätzungen nennen. Bei der Fläche liegen zwischen Papua-Neuguinea und Nauru mehr als vier Grössenordnungen: Papua-Neuguinea ist rund 22’000-mal so gross wie Nauru.

Wirbelsturmgefahr trifft die Staaten sehr unterschiedlich: Fidschi, Vanuatu, die Salomonen, Samoa, Tonga und der Süden Papua-Neuguineas liegen in der Zyklonsaison November bis April im Risikogebiet, während Kiribati, Nauru, die Marshallinseln und weite Teile Mikronesiens nahe dem Äquator kaum Zyklone erleben, dafür im äussersten Nordwesten gelegentlich Taifunausläufer.

Quellen: Wikipedia · Papua New Guinea Immigration and Citizenship Authority · Wikipedia

Wann ist die beste Reisezeit für die Südsee?

Kurz gesagt

In Melanesien und Polynesien ist Mai bis Oktober Trockenzeit und zugleich ausserhalb der Zyklonsaison November bis April; in Mikronesien und Kiribati nahe dem Äquator bleibt das Klima ganzjährig warm-feucht, mit steigendem Taifunrisiko von Ost nach West. Walschwimmen in Tonga läuft von Juli bis Oktober, die beste Sicht zum Tauchen in Palau und Mikronesien von Dezember bis April.

Melanesien: Fidschi, Vanuatu, die Salomonen und der Süden Papua-Neuguineas haben eine klare Trockenzeit von Mai bis Oktober mit niedrigerer Luftfeuchtigkeit; von November bis April steigt neben der Feuchtigkeit auch das Zyklonrisiko. Port Moresby im Hochland-Regenschatten bleibt dabei trockener als die Küsten weiter östlich.

Melanesien: Nadi, Port Moresby, Honiara und Port Vila

NadiJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323231313029292930313132
Tiefstwert °C232423232120191920212223
Niederschlag mm273261312229119947078100147158224
Port MoresbyJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323231313130303031313232
Tiefstwert °C242424242424232324242525
Niederschlag mm23118629414790692535354469112
HoniaraJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323232323232313232323232
Tiefstwert °C242424242424242324242424
Niederschlag mm263305277220214143135114107160167221
Port VilaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C313131302928272728293031
Tiefstwert °C222323222019181818202122
Niederschlag mm1971732322041109869615994110139

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station NADI INTL (6 km, 18 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station PORT MORESBY JACKSONS INTL (4 km, 45 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station HONIARA (2 km, 56 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station PORT VILA BAUERFIELD (5 km, 21 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Mikronesien: Palau, die Föderierten Staaten von Mikronesien, die Marshallinseln und Nauru liegen nahe dem Äquator und bleiben ganzjährig zwischen 27 und 30 °C; Regen fällt übers Jahr verteilt, mit Spitzen zwischen Juni und Oktober. Für Palau nennt die Reisezeit-Tabelle des Landes Dezember bis April als trockenste und sichtigste Monate zum Tauchen, während die Taifunsaison im westlichen Mikronesien um Yap und Chuuk ausgeprägter ist als weiter östlich bei Kosrae und den Marshallinseln.

Mikronesien: Palikir, Tarawa, Majuro und Koror

Palikir (Pohnpei)JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303031313131313232323131
Tiefstwert °C242424242424232323232424
Niederschlag mm205161219251290243268237264264274250
Tarawa (Bairiki)JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C313131313131313132313231
Tiefstwert °C262626262626262626262626
Niederschlag mm212157219171103136119107929595208
MajuroJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303030303131313131313130
Tiefstwert °C272626262726262726262627
Niederschlag mm161137162227211223252234260276267224
KororJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C313131313131313131313131
Tiefstwert °C242424242424242424242425
Niederschlag mm216197183177279331375303284236239246

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station POHNPEI WEATHER CENTER (8 km, 39 m), auf 102 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BONRIKI INTL (20 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MAJURO ATOLL WEATHER CENTER (7 km, 4 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BABELTHUAP/KOROR AIRPORT (8 km, 54 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Polynesien und Nauru: Samoa, Tonga und Tuvalu folgen demselben Muster wie Fidschi, Mai bis Oktober trockener und kühler, November bis April feuchter und zyklongefährdet. In Tonga schwimmen Reisende von Juli bis Oktober mit Buckelwalen, die zur Kalbung aus der Antarktis in die warmen Lagunen ziehen. Nauru liegt knapp südlich des Äquators, bleibt aber ganzjährig warm und wird selten von Zyklonen getroffen.

Polynesien: Apia, Nuku'alofa und Funafuti

ApiaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C313131313131303030303131
Tiefstwert °C252525242424232323242424
Niederschlag mm25824116516912891755692141213229
Nuku'alofaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303030292726262526272829
Tiefstwert °C232423222120191919202122
Niederschlag mm19719719717011210067818388111115
FunafutiJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323132323232323232323232
Tiefstwert °C262626262726262626262626
Niederschlag mm325317237165165165171167137184215284

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station APIA/UPOLU ISLAND (4 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station FUA AMOTU TONGA (12 km, 38 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station FUNAFUTI INTL ARPT (2 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Wer mehrere Staaten in einer Reise kombiniert, sucht deshalb einen Kompromiss: Mai, Juni und September liegen bei fast allen zwölf Staaten ausserhalb der jeweils ungünstigsten Monate, während Dezember bis März in Melanesien und Polynesien die niederschlagsreichste und zyklonanfälligste Zeit ist.

Quellen: Wikipedia

Welcher Südsee-Staat passt zu welcher Reise?

Kurz gesagt

Fidschi und Vanuatu bieten die dichteste Ferieninfrastruktur mit Resorts, Tauchbasen und Inlandflügen; Papua-Neuguinea und die Salomonen richten sich an kulturell und historisch interessierte Reisende mit einfacherer Logistik. Mikronesien, Palau und die Marshallinseln sind vor allem Tauchziele, während Samoa, Tonga und Tuvalu Polynesiens Alltagskultur ohne grossen Massentourismus zeigen.

Melanesien: Fidschi, Vanuatu, Salomonen, Papua-Neuguinea

Fidschi ist der einzige Staat der Region mit einem dichten Netz an Resortketten, Inlandflügen und Tagestouren ab Nadi; über 330 Inseln erlauben sowohl organisierte Rundreisen als auch einfaches Inselhopping. Vanuatu punktet mit dem seit über 800 Jahren aktiven Vulkan Mount Yasur auf Tanna, einem der grössten Wrackdive-Ziele der Welt vor Espiritu Santo und dem traditionellen Lianen-Sprung auf Pentecost, dem Vorläufer des modernen Bungee-Jumpings.

Die Salomonen bleiben ein Nischenziel für Taucherinnen, Taucher und Geschichtsinteressierte: Auf Guadalcanal tobte 1942/43 eine der blutigsten Schlachten des Pazifikkriegs, und die Marovo-Lagune zählt zu den artenreichsten Riffgebieten der Erde. Solomon Airlines verbindet Honiara laut Fahrplan wöchentlich direkt mit Port Moresby, was Kombireisen mit Papua-Neuguinea erleichtert. Papua-Neuguinea selbst ist das sprachlich vielfältigste Land der Erde mit über 839 Landessprachen; Port Moresby hat keine Strassenverbindung zum Rest des Landes, praktisch der gesamte Regionalverkehr läuft über Kleinflugzeuge.

Mikronesien: Mikronesien, Palau, Marshallinseln, Kiribati, Nauru

Die Föderierten Staaten von Mikronesien bestehen aus vier Bundesstaaten mit eigenem Charakter: Kriegswracks in der Chuuk-Lagune, die versunkene Ruinenstadt Nan Madol vor Pohnpei, Steingeld auf Yap und stiller Regenwald auf Kosrae. Zwischen den vier Staaten liegen oft mehr Flugstunden als bis zum nächsten Kontinent. Palau ist mit rund 500 meist unbewohnten Kalksteininseln eines der bekanntesten Tauchreviere der Welt und steht seit 2020 unter dem Schutz eines der grössten Meeresschutzgebiete der Erde.

Die Marshallinseln sind vor allem für Taucherinnen und Taucher ein Ziel: In der Lagune des Bikini-Atolls, Schauplatz von 67 Atomtests zwischen 1946 und 1958, liegen versenkte Kriegsschiffe in bis zu 55 m Tiefe. Kiribati ist eines der am wenigsten touristisch erschlossenen Länder der Erde: 33 Atolle verteilen sich über 3,4 Mio. km² Pazifik, kaum grösser als die Stadt Bern in der Fläche, mit Weltrekord-Bonefishing auf Kiritimati und Erinnerungsstätten der Schlacht um Tarawa 1943.

Nauru ist nach Vatikanstadt und Monaco der drittkleinste Staat der Erde, in rund 30 Fahrminuten auf einer einzigen Ringstrasse zu umrunden. Ein Jahrhundert Phosphatabbau hat das Landesinnere in eine Mondlandschaft aus Kalksteinzacken verwandelt. Obwohl Nauru selbst kaum touristisch erschlossen ist, hält es mit Nauru Airlines einen eigenen kleinen Knotenpunkt zwischen Brisbane, Fidschi, den Salomonen, Kiribati und den Marshallinseln am Laufen.

Polynesien: Samoa, Tonga, Tuvalu

Samoa lebt das Fa'a Samoa, die «samoanische Art», mit 'Ava-Zeremonien, dem Häuptlingssystem der Matai und offenen Fale-Häusern; der tiefblaue To Sua Ocean Trench auf Upolu und die Lavafelder von Savai'i sind die bekanntesten Naturziele. Tonga ist die einzige Inselgruppe der Region, die nie Kolonie war, mit eigener Krone, über 170 Inseln und einer gesetzlich verankerten Sonntagsruhe.

Tuvalu ist nach Vatikanstadt, Monaco und Nauru der viertkleinste Staat der Erde: Neun Inseln und Atolle verteilen sich auf 26 km², der höchste Punkt liegt nur 4.6 m über dem Meer. International bekannt wurde das Land vor allem über seine Internetdomain «.tv»; für Reisende bleibt es eines der am seltensten besuchten Ziele der Welt, mit einer einzigen wöchentlichen Flugverbindung nach Funafuti.

Quellen: Solomon Airlines · Wikipedia · Rus Tourism News

Welche Routen verbinden mehrere Südsee-Staaten?

Kurz gesagt

Vier Kombinationen sind mit Linienflügen tatsächlich machbar: das polynesische Dreieck Fidschi–Tonga–Samoa über Fiji Airways, Salomonen–Papua-Neuguinea über die wöchentliche Direktverbindung Honiara–Port Moresby von Solomon Airlines, der mikronesische Ringflug United Island Hopper zwischen Guam und Honolulu sowie das Nauru-Airlines-Netz zwischen Brisbane, Fidschi, den Salomonen, Kiribati und den Marshallinseln.

Das polynesische Dreieck: Fidschi, Tonga, Samoa (10 bis 16 Tage)

Fiji Airways verbindet Nadi nonstop mit Nuku'alofa und Apia und macht Fidschi so zur natürlichen Drehscheibe für eine Polynesien-Kombination. Eine mögliche Reihenfolge: mehrere Tage auf Fidschis Hauptinsel Viti Levu oder einer vorgelagerten Insel, Weiterflug nach Tonga für Tongatapu und, in der Saison Juli bis Oktober, Walschwimmen, danach Samoa für Upolu und Savai'i. Die Rückreise führt wieder über Nadi.

Salomonen und Papua-Neuguinea: Geschichte und Tauchen (12 bis 16 Tage)

Solomon Airlines fliegt laut Fahrplan wöchentlich direkt zwischen Honiara und Port Moresby und macht damit eine Kombireise ohne Umweg über Brisbane oder Nadi möglich. Beide Länder teilen die Geschichte des Pazifikkriegs, von Guadalcanal bis zum Kokoda Track südöstlich von Port Moresby, sowie erstklassiges, aber logistisch anspruchsvolles Tauchen.

Mikronesien im Ring: der United Island Hopper (2 bis 3 Wochen)

United Airlines fliegt als Flug UA154/155 zwischen Guam und Honolulu mit Zwischenlandungen auf Chuuk, Pohnpei, Kosrae, Kwajalein und Majuro, insgesamt rund 3’800 nautische Meilen auf einem einzigen Ticket. Das ist die einzige praktikable Möglichkeit, mehrere Bundesstaaten der Föderierten Staaten von Mikronesien und die Marshallinseln in einer Reise zu verbinden, ohne jede Insel einzeln über Guam anzufliegen; Palau und Yap liegen nicht auf dieser Route und werden separat über Guam oder Manila erreicht.

Das Nauru-Airlines-Netz: der kleinste Knotenpunkt der Südsee (10 bis 14 Tage)

Nauru Airlines bedient laut Streckennetz internationale Ziele wie Brisbane, Nadi, Suva, Honiara, Tarawa, Majuro und Pohnpei. Damit lässt sich eine Route über Brisbane nach Nauru, weiter nach Tarawa in Kiribati und schliesslich nach Majuro auf den Marshallinseln stecken – drei sehr selten kombinierte Ziele auf einer einzigen Fluglinie, allerdings mit geringer wöchentlicher Frequenz und Anfälligkeit für Planänderungen.

Wichtige Drehscheiben zwischen den Südsee-Staaten
DrehscheibeVerbindetBetreiber
Nadi (NAN), FidschiVanuatu, Tonga, Samoa, Salomonen, Kiribati, Australien, NeuseelandFiji Airways
Port Moresby (POM), Papua-NeuguineaSalomonen (Honiara), AustralienAir Niugini, Solomon Airlines
Guam (GUM)Föd. Staaten von Mikronesien, Marshallinseln, Nördliche MarianenUnited Airlines
Brisbane (BNE), AustralienNauru, Salomonen, FidschiNauru Airlines, Qantas
Honolulu (HNL), USAMarshallinseln, Föd. Staaten von Mikronesien, GuamUnited Airlines

Alle Reisedauern sind redaktionelle Richtwerte, keine garantierten Zeiten. Flugpläne in der Südsee ändern sich häufig; vor jeder Buchung die aktuelle Frequenz bei der jeweiligen Fluggesellschaft prüfen.

Quellen: Solomon Airlines · Rus Tourism News · Wikipedia · Wikipedia

Wie kommt man in die Südsee und zwischen den Staaten?

Kurz gesagt

Nadi (NAN) in Fidschi ist mit Abstand die wichtigste Drehscheibe der Region und verarbeitet rund 97 % der ausländischen Ankünfte des Landes; von dort führen Verbindungen weiter nach Tonga, Samoa, Vanuatu, in die Salomonen und nach Kiribati. Sydney, Auckland und Brisbane sind die wichtigsten Langstrecken-Drehkreuze aus Europa, Nordamerika und Asien in die Südsee, mit Nonstop-Flugzeiten von rund 3 bis 4 Stunden weiter nach Nadi.

Internationale Flughäfen der zwölf Südsee-Staaten
StaatFlughafen (IATA)Wichtigste Anbindung
FidschiNadi (NAN), Nausori/Suva (SUV)Sydney, Melbourne, Auckland, Los Angeles, San Francisco, Honolulu
VanuatuPort Vila (VLI)Brisbane, Sydney, Auckland, Nadi, Nouméa
SalomonenHoniara (HIR)Brisbane, Nadi, Port Moresby
Papua-NeuguineaPort Moresby (POM)Brisbane, Cairns, Singapur, Honiara
Föd. Staaten von MikronesienChuuk (TKK), Pohnpei (PNI), Kosrae (KSA), Yap (YAP)Guam, Honolulu (Island Hopper)
PalauKoror/Roman Tmetuchl (ROR)Guam, Manila, Taipeh, Seoul, Incheon
MarshallinselnMajuro (MAJ)Guam, Honolulu (Island Hopper)
KiribatiTarawa/Bonriki (TRW), Kiritimati (CXI)Nadi, Brisbane
NauruNauru (INU)Brisbane, Nadi, Tarawa, Majuro, Pohnpei
SamoaApia/Faleolo (APW)Nadi, Auckland, Sydney, Brisbane
TongaNuku'alofa/Fua'amotu (TBU)Nadi, Auckland, Sydney
TuvaluFunafuti (FUN)Nadi (wenige wöchentliche Flüge)

Aus Europa führen die meisten Wege über einen Umsteigepunkt in Asien (Singapur, Hongkong), im Nahen Osten (Dubai) oder direkt über Sydney und Auckland, die wiederum nonstop mit Nadi verbunden sind. Aus Nordamerika ist Los Angeles der wichtigste Umsteigepunkt für Fidschi und, über Honolulu, für den United Island Hopper nach Mikronesien; aus Asien bedienen Manila, Taipeh, Seoul und Incheon vor allem Palau und Guam.

Innerhalb der Region ist das Flugzeug fast immer die einzige Option: Fährverbindungen zwischen den zwölf Staaten existieren praktisch nicht, da die Distanzen selbst zwischen benachbarten Staaten meist mehrere hundert bis tausend Kilometer offenen Pazifik betragen.

Zeitzonen der Südsee-Staaten
StaatZeitzone
Föd. Staaten von Mikronesien (Chuuk, Yap)UTC+10
Papua-Neuguinea (Festland)UTC+10, Bougainville UTC+11
Salomonen, Föd. Staaten von Mikronesien (Pohnpei, Kosrae)UTC+11
Vanuatu, NeukaledonienUTC+11
Fidschi, Marshallinseln, Nauru, Tuvalu, Kiribati (Gilbertinseln)UTC+12
Samoa, TongaUTC+13
Kiribati (Line-Inseln, Kiritimati)UTC+14

Die Datumsgrenze verläuft seit dem 1. Januar 1995 nicht mehr mitten durch Kiribati, sondern östlich um das ganze Land herum: Zuvor lagen die westlichen und östlichen Gilbert- und Line-Inseln auf verschiedenen Kalendertagen, mit nur vier gemeinsamen Arbeitstagen pro Woche zwischen beiden Landesteilen. Ähnlich kurios ist die Grenze zwischen Samoa und Amerikanisch-Samoa: Beide liegen nur rund 100 km auseinander, doch seit Samoa am 29./30. Dezember 2011 von UTC−11 auf UTC+13 wechselte, trennt sie ein voller Kalendertag.

Quellen: Wikipedia · Fiji Pocket Guide · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Rus Tourism News

Was gilt für Einreise, Visum und Gesundheit in der Südsee?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen in zehn der zwölf Südsee-Staaten ohne Visum ein, meist mit einer Einreisegenehmigung bei Ankunft für 30 bis 90 Tage; einzig Papua-Neuguinea verlangt eine vorab elektronisch beantragte eVisa und Nauru ein reguläres Visum. Gesundheitlich ist Malaria vor allem in Papua-Neuguinea, den Salomonen und Vanuatu ein Thema, während Mikronesien, Polynesien und die Atollstaaten weitgehend malariafrei sind.

Einreise für Ferien, Stand September 2026
StaatVisum CH/DE/ATBesonderheit
FidschivisumfreiEinreisegenehmigung bei Ankunft bis 4 Monate
Vanuatuvisumfrei bis 90 Tageinnerhalb 180 Tagen
Salomonenvisumfrei bis 90 TageRückflugticket verlangt
Papua-NeuguineaVisumpflichtDigital Arrival Card/eVisa bis 72 h vor Einreise über evisa.gov.pg
Föd. Staaten von Mikronesienvisumfrei bis 90 TagePass mind. 120 Tage über Aufenthalt hinaus gültig
Palauvisumfrei bis 90 TageUmweltgebühr 100 USD, unterschriebener Palau Pledge
MarshallinselnvisumfreiAusreisegebühr 20 USD
Kiribativisumfrei bis 90 TageRückflugticket verlangt
NauruVisumpflichtvorab per E-Mail, Rückflugticket und Hotelbuchung nötig
Samoavisumfrei bis 90 Tageinnerhalb 180 Tagen
Tongavisumfrei bis 90 TageRück- oder Weiterflugticket nötig
Tuvaluvisumfrei bis 90 TageRückflugticket verlangt

Kurzfassung; massgeblich sind die aktuellen Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA sowie die Einwanderungsbehörden der jeweiligen Staaten. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln.

Malaria, Denguefieber und Impfungen

Malaria ist ganzjährig ein Risiko in Papua-Neuguinea unterhalb von 2’000 m, in den Salomonen landesweit und in Vanuatu je nach Insel unterschiedlich hoch; eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise klärt die Prophylaxe. Fidschi, Mikronesien, Palau, die Marshallinseln, Kiribati, Nauru, Samoa, Tonga und Tuvalu gelten dagegen als malariafrei. Denguefieber kommt hingegen in der gesamten Region episodisch vor, weshalb Mückenschutz überall sinnvoll ist.

Eine Pflichtimpfung bei direkter Einreise aus Europa verlangt keiner der zwölf Staaten; Hepatitis A wird für die ganze Region empfohlen, für Papua-Neuguinea zusätzlich der Gelbfiebernachweis bei Einreise aus einem Risikogebiet. In Papua-Neuguinea gibt es zudem keine Dekompressionskammer, ein Punkt, den Taucherinnen und Taucher in ihre Planung einbeziehen sollten.

Sicherheit: sehr unterschiedliche Lagebilder

Die Sicherheitseinschätzungen der zwölf Staaten unterscheiden sich deutlich stärker als in den meisten anderen Weltregionen. Für Papua-Neuguinea nennen EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA erhöhte Kriminalität, besonders in Port Moresby und Lae, während Tonga, Tuvalu, Samoa, Niue-nahe Staaten und die kleinen Atollstaaten meist als ruhig gelten. Vor Überlandfahrten bei Nacht raten die Aussenministerien in Papua-Neuguinea grundsätzlich ab; für die übrigen elf Staaten gelten keine vergleichbar strengen Hinweise.

Meeresspiegelanstieg: real, aber selten reisehinderlich

Kiribati, Tuvalu und die Marshallinseln liegen an ihrem höchsten Punkt oft nur 2 bis 5 m über dem Meer. Für Reisende äussert sich das praktisch vor allem bei Springfluten, die einzelne Küstenstrassen kurzzeitig überschwemmen können, nicht in einer generellen Reisewarnung.

Quellen: Papua New Guinea Immigration and Citizenship Authority · Wikipedia · Wikipedia

Was kostet eine Reise durch mehrere Südsee-Staaten?

Kurz gesagt

Sieben verschiedene Währungen sind auf einer Mehrländerreise im Umlauf: US-Dollar in Mikronesien, Palau und den Marshallinseln, Australischer Dollar in Kiribati, Nauru und Tuvalu (dort neben der eigenen Münzwährung), sowie je eine eigene Währung in Fidschi, Vanuatu, Papua-Neuguinea, Samoa und Tonga. Feste Kostenpunkte sind vor allem Umweltgebühren, etwa 100 USD in Palau, und die insgesamt hohen innerregionalen Flugpreise wegen fehlender Konkurrenz auf vielen Strecken.

Währungen der zwölf Südsee-Staaten
StaatWährungBemerkung
FidschiFidschi-Dollar (FJD)eigene Währung
VanuatuVanuatu-Vatu (VUV)ohne Untereinheit
SalomonenSalomonen-Dollar (SBD)eigene Währung
Papua-NeuguineaKina (PGK)eigene Währung
Föd. Staaten von MikronesienUS-Dollar (USD)seit der Unabhängigkeit übernommen
PalauUS-Dollar (USD)seit der Unabhängigkeit übernommen
MarshallinselnUS-Dollar (USD)seit der Unabhängigkeit übernommen
KiribatiAustralischer Dollar (AUD)eigener Kiribati-Dollar nur als Münze
NauruAustralischer Dollar (AUD)keine eigene Währung
SamoaTala (WST)eigene Währung
TongaPa'anga (TOP)eigene Währung
TuvaluAustralischer Dollar (AUD)eigener Tuvaluischer Dollar nur als Münze, 1:1 zum AUD

Fünf der zwölf Staaten teilen sich effektiv nur zwei Währungen: den US-Dollar in Mikronesien, Palau und den Marshallinseln sowie den Australischer Dollar in Kiribati, Nauru und Tuvalu. Wer diese Staaten kombiniert, kann Bargeldreserven entsprechend bündeln; Fidschi, Vanuatu, Papua-Neuguinea, Samoa und die Salomonen dagegen verlangen jeweils eigene Landeswährung, Kreditkarten werden ausserhalb der grösseren Resorts oft nicht akzeptiert.

Palau erhebt seit 2018 eine Pristine Paradise Environmental Fee von 100 USD, die zugleich den unterschriebenen Palau Pledge zum Umweltschutz einschliesst. In entlegeneren Staaten wie Tuvalu, Nauru und Kiribati treiben nicht die Lebenshaltungskosten vor Ort, sondern die geringe Flugfrequenz und fehlende Konkurrenz auf den wenigen bedienten Strecken die Reisekosten deutlich über das Niveau der besser erschlossenen Nachbarn wie Fidschi.

Quellen: Wikipedia

Welche Kulturen prägen die Südsee?

Kurz gesagt

Melanesien, Mikronesien und Polynesien sind eigenständige Kulturräume mit unterschiedlicher Besiedlungsgeschichte, Sprache und sozialer Ordnung; die Dreiteilung geht auf den französischen Seefahrer Jules Dumont d’Urville zurück, der die Begriffe 1832 prägte. Gemeinsam ist den zwölf Staaten das Erbe des Pazifikkriegs 1942 bis 1945, das von Guadalcanal über den Kokoda Track bis zur Chuuk-Lagune sichtbar bleibt.

Melanesien ist sprachlich das vielfältigste Gebiet der Erde: Papua-Neuguinea allein zählt über 839 Landessprachen, die Salomonen und Vanuatu je über 70 beziehungsweise mehr als 100 weitere. Kava, ein beruhigendes Getränk aus der gemahlenen Wurzel des Pfefferstrauchs, verbindet Fidschi, Vanuatu und Teile Melanesiens als zentrales gesellschaftliches Ritual.

Mikronesien ist trotz winziger Landflächen navigatorisch besonders erfahren: Die traditionelle Sternennavigation der Karolinen-Inseln, ohne Kompass oder Karten über hunderte Kilometer offenen Ozean, gilt als eine der komplexesten Navigationsformen der Seefahrtsgeschichte. Steingeld auf Yap, tonnenschwere Kalksteinscheiben, war bis ins 20. Jahrhundert offizielles Zahlungsmittel und wird bei Zeremonien bis heute verwendet.

Polynesien teilt trotz grosser Entfernungen eine gemeinsame Sprachfamilie und Abstammung; Tonga bewahrte als einziger Staat der Region seine Monarchie ohne Kolonialzeit. In Samoa strukturiert das Matai-System mit gewählten Familienoberhäuptern bis heute Landbesitz und Gemeinschaftsleben, in Tonga gilt eine gesetzliche Sonntagsruhe, die praktisch den gesamten öffentlichen Betrieb einschliesslich der meisten touristischen Angebote stillstehen lässt.

Der Pazifikkrieg als gemeinsame Erinnerungslandschaft

Zwischen 1942 und 1945 verlief die Front des Pazifikkriegs quer durch die heutige Südsee. Auf Guadalcanal in den Salomonen kämpften ab August 1942 US-amerikanische und japanische Truppen um die entscheidende Kontrolle des Südpazifiks; auf dem 96 km langen Kokoda Track südöstlich von Port Moresby stoppte die australische Armee zwischen Juli und November 1942 den japanischen Vormarsch auf die Stadt, wobei rund 3’000 japanische und 600 australische Soldaten starben. Der Weg lässt sich heute in vier bis zwölf Tagen zu Fuss begehen.

In der Chuuk-Lagune Mikronesiens versenkte ein einziger US-Luftangriff im Februar 1944 binnen zwei Tagen über 40 japanische Schiffe, heute eines der grössten Wrackdive-Ziele der Welt. Auf Tarawa in Kiribati erinnert das Schlachtfeld von November 1943 an einen der verlustreichsten amerikanischen Angriffe im Pazifik. Diese Stätten sind keine inszenierten Museen, sondern grösstenteils unverändert liegen gebliebene Kriegsschauplätze.

UNESCO-Welterbe gibt es bislang in sieben der zwölf Staaten: je eine Stätte in Fidschi, Papua-Neuguinea, den Salomonen, Vanuatu, Palau, Kiribati und den Marshallinseln, während Mikronesien, Nauru, Samoa, Tonga und Tuvalu noch keinen Eintrag haben.

Quellen: Royal Australian Air Force, The Runway · Anzac Portal, Australian Department of Veterans' Affairs · Wikipedia · Wikipedia

Gut zu kombinieren

Reiseziele

Reiseziele in diesem Teil der Welt

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Südsee.

Welche Länder gehören zur Südsee?

Diese Seite fasst zwölf unabhängige Inselstaaten zusammen: Fidschi, Vanuatu, die Salomonen und Papua-Neuguinea in Melanesien; die Föderierten Staaten von Mikronesien, Palau, die Marshallinseln, Kiribati und Nauru in Mikronesien; Samoa, Tonga und Tuvalu in Polynesien. Abhängige Gebiete wie Neukaledonien oder Französisch-Polynesien haben eigene Seiten.

Wie kommt man am einfachsten zwischen mehreren Südsee-Staaten hin und her?

Nadi in Fidschi ist die wichtigste Drehscheibe, von dort führen Fiji-Airways-Verbindungen weiter nach Tonga, Samoa, Vanuatu und in die Salomonen. Für Mikronesien und die Marshallinseln ist der United Island Hopper zwischen Guam und Honolulu die einzige Möglichkeit, mehrere Inseln auf einem Ticket zu verbinden.

Welcher Südsee-Staat ist touristisch am besten erschlossen?

Fidschi verarbeitet laut Wikipedia rund 97 % der ausländischen Ankünfte über Nadi und hat das dichteste Netz an Resorts und Inlandflügen. Am wenigsten erschlossen sind Tuvalu und Nauru mit je einem Flughafen und wenigen wöchentlichen Verbindungen.

Braucht man für die Südsee-Staaten ein Visum?

Zehn der zwölf Staaten sind für Schweizer, Deutsche und Österreicher visumfrei, meist mit einer Einreisegenehmigung bei Ankunft für 30 bis 90 Tage. Nur Papua-Neuguinea verlangt eine vorab beantragte eVisa und Nauru ein reguläres Visum (Stand September 2026).

Was kostet eine Reise durch mehrere Südsee-Staaten?

Sieben verschiedene Währungen sind im Umlauf: US-Dollar in Mikronesien, Palau und den Marshallinseln, Australischer Dollar in Kiribati, Nauru und Tuvalu, sowie eigene Währungen in Fidschi, Vanuatu, Papua-Neuguinea, Samoa und Tonga. Die geringe Flugfrequenz in entlegeneren Staaten treibt die Kosten oft stärker als die Lebenshaltung vor Ort.

Wann ist die beste Reisezeit für die Südsee?

Mai bis Oktober ist in Melanesien und Polynesien Trockenzeit und liegt ausserhalb der Zyklonsaison. Mikronesien und Kiribati nahe dem Äquator bleiben ganzjährig warm; für Palau gelten Dezember bis April als beste Tauchmonate.

Wie gross ist das Wirbelsturmrisiko in der Südsee?

Fidschi, Vanuatu, die Salomonen, Samoa, Tonga und der Süden Papua-Neuguineas liegen von November bis April im Zyklongebiet. Kiribati, Nauru, die Marshallinseln und weite Teile Mikronesiens nahe dem Äquator erleben kaum Zyklone, dafür im äussersten Nordwesten gelegentliche Taifunausläufer.

Was unterscheidet Melanesien, Mikronesien und Polynesien?

Die 1832 vom französischen Seefahrer Jules Dumont d’Urville geprägte Dreiteilung folgt Kultur und Besiedlungsgeschichte: Melanesien (Fidschi, Papua-Neuguinea, Salomonen, Vanuatu) ist sprachlich extrem vielfältig, Mikronesien (Mikronesien, Palau, Marshallinseln, Kiribati, Nauru) besteht aus kleinen, weit verstreuten Atollen, Polynesien (Samoa, Tonga, Tuvalu) teilt eine gemeinsame Sprachfamilie.

Wie kombiniert man Fidschi, Tonga und Samoa in einer Reise?

Fiji Airways fliegt nonstop von Nadi sowohl nach Nuku'alofa als auch nach Apia, sodass sich alle drei Staaten mit Fidschi als Drehscheibe verbinden lassen. Für Walschwimmen in Tonga eignet sich die Zeit Juli bis Oktober.

Wie erreicht man mehrere Bundesstaaten der Föderierten Staaten von Mikronesien in einer Reise?

United Airlines fliegt den Island Hopper zwischen Guam und Honolulu mit Zwischenlandungen auf Chuuk, Pohnpei, Kosrae, Kwajalein und Majuro, rund 3’800 nautische Meilen auf einem Ticket. Palau und Yap liegen nicht auf dieser Route und werden separat über Guam angeflogen.

Ist Malaria in der Südsee ein Thema?

Ja, vor allem in Papua-Neuguinea, den Salomonen und Vanuatu, wo eine Prophylaxe empfohlen wird. Fidschi, Mikronesien, Palau, die Marshallinseln, Kiribati, Nauru, Samoa, Tonga und Tuvalu gelten dagegen als malariafrei.

Welche Sprachen spricht man in der Südsee?

Englisch ist in allen zwölf Staaten Amts- oder Verkehrssprache, daneben leben Hunderte indigene Sprachen weiter. Papua-Neuguinea zählt mit über 839 Landessprachen mehr als jedes andere Land der Erde, in Vanuatu und den Salomonen sind es jeweils über 70 bis 100.

Welche Südsee-Staaten sind vom Meeresspiegelanstieg betroffen?

Kiribati, Tuvalu und die Marshallinseln liegen an ihrem höchsten Punkt oft nur 2 bis 5 m über dem Meer. Für Reisende zeigt sich das vor allem bei Springfluten, die einzelne Küstenstrassen kurzzeitig überschwemmen, nicht als generelles Reiserisiko.

Kann man von den Salomonen nach Papua-Neuguinea fliegen?

Ja, Solomon Airlines verbindet Honiara laut Fahrplan wöchentlich direkt mit Port Moresby. Alternativ führt der Weg über Brisbane oder Nadi. Den aktuellen Flugplan vor der Buchung prüfen.

Welche Zeitzonen gelten in der Südsee?

Die Spanne reicht von UTC+10 in Chuuk und Yap bis UTC+14 auf Kiribatis Line-Inseln, der am weitesten «vorne» liegenden Zeitzone der Welt. Fidschi, die Marshallinseln, Nauru, Tuvalu und die Gilbertinseln Kiribatis liegen auf UTC+12, Samoa und Tonga auf UTC+13.

Was ist der Unterschied zwischen Samoa und Amerikanisch-Samoa?

Beide liegen nur rund 100 km auseinander, doch seit Samoa am 29./30. Dezember 2011 von UTC−11 auf UTC+13 wechselte, trennt sie ein voller Kalendertag. Amerikanisch-Samoa ist zudem ein US-Territorium mit eigenen Einreiseregeln und hat eine eigene Seite.

Welche Südsee-Staaten sind für Taucher am interessantsten?

Palau, die Föderierten Staaten von Mikronesien mit der Chuuk-Lagune und die Marshallinseln mit den Wracks im Bikini-Atoll gelten als Weltklasse-Tauchziele. Vanuatu ergänzt sie mit einem der grössten Wrackdive-Gebiete überhaupt vor Espiritu Santo.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 23. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. List of sovereign states and dependent territories in Oceania, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  2. Nadi International Airport, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  3. List of Fiji Airways destinations, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  4. New Routes, Expanded NZ-Vanuatu Operations in Solomon Airlines Expanded International Schedule, Solomon Airlines, abgerufen 23. September 2026
  5. List of World Heritage Sites in Oceania, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  6. International Date Line, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  7. Time in Samoa, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  8. Papua New Guinea eVisa Portal, Papua New Guinea Immigration and Citizenship Authority, abgerufen 23. September 2026
  9. Visa policy of Nauru, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  10. Nauru Airlines Restores Four-Island Pacific Air Link, Rus Tourism News, abgerufen 23. September 2026
  11. Resource Page: Oceania—Melanesia, Polynesia, and Micronesia, Royal Australian Air Force, The Runway, abgerufen 23. September 2026
  12. Kokoda Track, Anzac Portal, Australian Department of Veterans' Affairs, abgerufen 23. September 2026
  13. Kokoda Track, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  14. What are the Flight Times to Fiji?, Fiji Pocket Guide, abgerufen 23. September 2026
  15. Island Hopper, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026

Südsee mit AVA planen

AVA fragt nach Reisedatum, Abflughafen und Mitreisenden und stellt deine Reise mit Live-Flügen und Hotels zusammen.

Mit AVA planen