Was erwartet Reisende in Japan?
Die klassische Golden Route verbindet Tokio, Kyoto und Osaka, drei Städte mit ganz unterschiedlichem Charakter, die der Shinkansen in gut 2,5 Flugstunden entsprechenden Zugfahrten von wenigen Stunden verknüpft. Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum ein. Diese Seite beschreibt bewusst nur Tokio, Kyoto und Osaka; Hokkaido im Norden und Okinawa im Süden folgen später als eigene Seiten.
Tokio zeigt Hochhausviertel wie Shibuya und Shinjuku neben Tempeln wie dem Senso-ji, Kyoto konzentriert mit 17 Bau- und Gartendenkmälern einen grossen Teil des japanischen UNESCO-Erbes auf engem Raum, Osaka ist für Streetfood, Nachtleben am Kanal Dotonbori und die Burg der Toyotomi-Zeit bekannt.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise (Stand September 2026), Gesundheit sowie die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zusammen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Japan National Tourism Organization (JNTO)
Wie ist Japan als Reiseland?
Japan gilt als eines der touristisch am besten organisierten Länder Asiens: pünktliche Züge, saubere Städte, niedrige Kriminalität und ein dichtes Bahnnetz, das Tokio, Kyoto und Osaka eng verbindet. Bezahlt wird mit einer Mischung aus Bargeld und IC-Chipkarten wie Suica, Pasmo oder Icoca, die landesweit an Bahnschranken, in Convenience-Stores und Automaten funktionieren, unabhängig davon, in welcher Stadt sie gekauft wurden.
Ausserhalb der grossen Bahnhöfe und Hotels ist Englisch begrenzt vorhanden; Beschilderungen an Bahnhöfen und Sehenswürdigkeiten sind aber meist zweisprachig, und Übersetzungs-Apps überbrücken den Rest gut. Höflichkeitsregeln wie das Verbeugen, das Ausziehen der Schuhe in traditionellen Unterkünften und leises Verhalten in Zügen prägen den Alltag.
Die drei Städte unterscheiden sich deutlich: Tokio ist eine der grössten Metropolregionen der Welt mit über einem Dutzend eigenständig wirkender Stadtviertel, Kyoto war bis 1868 Kaiserstadt und zeigt sich in Tempeln, Schreinen und dem Geisha-Viertel Gion traditioneller, Osaka gilt als lockerer, lauter und stärker auf Essen und Nachtleben ausgerichtet.
Naturereignisse wie Erdbeben gehören zum Alltag: Japan registriert im Jahresdurchschnitt rund 1'500 spürbare Beben, die meisten davon leicht. Bauten und Bahnsysteme sind konsequent erdbebensicher ausgelegt.
Welche Städte lohnen sich auf einer Japan-Rundreise?
Die Golden Route verbindet Tokio mit seinen Vierteln Shibuya, Shinjuku und Asakusa, Kyoto mit seinen 17 UNESCO-Bau- und Gartendenkmälern wie Kinkaku-ji und Nijo-jo, sowie Osaka mit der Burg, dem Ausgehviertel Dotonbori und der Streetfood-Markthalle Kuromon. Alle drei Städte liegen am Shinkansen-Korridor und sind in unter 2,5 Stunden Zugfahrt miteinander verbunden.
Tokio
Tokio liegt auf rund 41 m über Meer an der Tokiobucht und ist mit weit über 30 Millionen Einwohnern in der Metropolregion eine der grössten Städte der Welt. Shibuya mit seiner belebten Fussgängerkreuzung und Shinjuku mit Hochhäusern und dem grössten Bahnhof der Welt stehen für das moderne Tokio.
Im Stadtteil Asakusa führt das rote Kaminarimon-Tor zum buddhistischen Senso-ji-Tempel, dem ältesten Tempel der Stadt, umgeben von der Einkaufsstrasse Nakamise mit traditionellem Kunsthandwerk und Süssigkeiten. Der Meiji-Schrein bei Harajuku liegt in einem dichten Wald mitten in der Stadt und bildet einen ruhigen Gegenpol zu den Einkaufsstrassen von Harajuku und Omotesando.
Kyoto
Kyoto liegt auf rund 49 m über Meer im Kyoto-Becken und war von 794 bis 1868 kaiserliche Hauptstadt Japans. Der goldene Kinkaku-ji-Pavillon und der Fushimi-Inari-Schrein mit tausenden vermillionroten Torii-Toren, die den Hügel hinaufführen, zählen zu den meistfotografierten Orten Japans; Fushimi Inari ist rund um die Uhr und ohne Eintritt zugänglich.
Der Bambushain von Arashiyama am westlichen Stadtrand, das Geisha-Viertel Gion mit seinen Holzhäusern und die Steingärten des Ryoan-ji ergänzen das historische Kyoto; 17 Bau- und Gartendenkmäler der Stadt sowie in den Nachbarorten Uji und Otsu bilden zusammen seit 1994 ein einziges UNESCO-Welterbe.
Rund 40 Zugminuten südlich liegt Nara mit seinem Hirschpark: über 1'200 halbzahme Sikahirsche laufen dort frei zwischen dem Tempel Todai-ji mit seiner grossen Bronze-Buddha-Statue und dem Kasuga-Schrein umher, ein beliebter Tagesausflug ab Kyoto oder Osaka.
Osaka
Osaka liegt auf rund 10 m über Meer an der Osakabucht und gilt als kulinarisches Zentrum Japans. Die 1583 vom Feldherrn Toyotomi Hideyoshi erbaute Burg von Osaka wurde nach mehreren Zerstörungen zuletzt 1931 und 1995 bis 1997 wiederaufgebaut und liegt heute in einem grossen Park mit Burggraben.
Der Kanal Dotonbori mit riesigen Leuchtreklamen, darunter der bekannte laufende Glico-Mann, ist Zentrum des Nachtlebens und der Streetfood-Kultur mit Takoyaki und Okonomiyaki; die Markthalle Kuromon Ichiba bietet tagsüber frischen Fisch und kleine Imbissstände. Universal Studios Japan im Hafenviertel, seit 2001 geöffnet, ist einer der meistbesuchten Freizeitparks des Landes.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · japan-guide.com · Osaka Tourism Guide · JRailPass
Reiseziele
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Inseln und Regionen
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- StadtOsakaOsaka ist die Handels- und Essstadt der Kansai-Region, mit der Burg im Zentrum, dem Kanalviertel Dotonbori und dem Kuromon-Markt.
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Wann ist die beste Reisezeit für Japan?
Die Kirschblüte zieht Ende März bis Mitte April durchs Land, mit Tokio meist um den 24. März und Kyoto rund zwei Tage später; die einzelnen Bäume blühen jeweils nur sieben bis zehn Tage. Das Herbstlaub (Momiji) erreicht Tokio und Kyoto typischerweise Mitte November bis Anfang Dezember, während die Regenzeit (Tsuyu) von Anfang Juni bis Mitte Juli und die Taifun-Saison von Juni bis Oktober mit Höhepunkt im August und September fallen.
Tokio, Kyoto und Osaka im Jahresverlauf
| Tokio | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 10 | 10 | 14 | 18 | 23 | 26 | 30 | 31 | 28 | 22 | 17 | 12 |
| Tiefstwert °C | 5 | 5 | 9 | 14 | 19 | 22 | 26 | 27 | 24 | 18 | 13 | 8 |
| Niederschlag mm | 80 | 75 | 124 | 135 | 148 | 185 | 153 | 134 | 211 | 246 | 120 | 83 |
| Kyoto | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 9 | 10 | 15 | 20 | 26 | 29 | 33 | 34 | 30 | 24 | 18 | 11 |
| Tiefstwert °C | 1 | 2 | 4 | 9 | 14 | 19 | 24 | 25 | 21 | 14 | 8 | 3 |
| Niederschlag mm | 97 | 92 | 114 | 119 | 140 | 178 | 210 | 149 | 192 | 161 | 96 | 109 |
| Osaka | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 10 | 11 | 15 | 20 | 25 | 28 | 32 | 34 | 30 | 24 | 18 | 12 |
| Tiefstwert °C | 3 | 3 | 6 | 11 | 16 | 21 | 25 | 26 | 22 | 16 | 10 | 5 |
| Niederschlag mm | 66 | 80 | 116 | 135 | 159 | 213 | 220 | 178 | 225 | 192 | 93 | 76 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ICHIGAYA (3 km, 31 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station KYOTO (3 km, 47 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station OSAKA (2 km, 83 m), auf 10 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Kyoto und Osaka liegen im Sommer mit Höchstwerten teils über 34 °C spürbar schwüler und heisser als Tokio, da das Kyoto-Becken die Hitze staut; Tokio profitiert etwas von der Meeresnähe. In allen drei Städten fällt der meiste Regen zwischen Juni und Oktober, mit einem zweiten Höhepunkt im September durch Taifunausläufer.
Rund drei Taifune pro Jahr treffen Japan im Mittel als Landgänger und können Shinkansen- und Flugverbindungen für ein bis zwei Tage unterbrechen; wer im August oder September reist, plant besser Pufferzeit vor Rückflügen ein.
Winter (Dezember bis Februar) ist in allen drei Städten trocken und kühl bis kalt, mit Tiefstwerten in Tokio und Kyoto häufig knapp über oder unter dem Gefrierpunkt; Schnee ist in den Städten selten, aber möglich.
Quellen: BluePlanet / selfguidejapan.com
Was braucht man für die Einreise nach Japan?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Kurzaufenthalte bis zu 90 Tage ohne Visum ein; eine bezahlte Tätigkeit oder ein Praktikum ist davon ausgenommen. Die Online-Registrierung über Visit Japan Web ist seit 2026 nicht mehr zwingend, beschleunigt aber die Einreise- und Zollabfertigung sowie zollfreies Einkaufen.
- Schweiz, Deutschland, Österreich: visumfrei bis 90 Tage für touristische Aufenthalte; der Reisepass muss für die gesamte geplante Aufenthaltsdauer gültig sein.
- Visit Japan Web: freiwillige Online-Voranmeldung für Einreise, Zoll und Steuerbefreiung; beschleunigt die Abfertigung am Flughafen, ist aber nicht Voraussetzung für die Einreise.
- Zweck der Reise: touristische Aktivitäten sind erlaubt, bezahlte Arbeit, längere Ausbildung oder ein Wohnsitz sind mit dem visumfreien Aufenthalt nicht vereinbar.
- Andere Staatsangehörigkeiten: für sie gelten teils andere Fristen von 15, 30 oder 180 Tagen oder eine Visumpflicht; massgeblich ist die aktuelle Liste des japanischen Aussenministeriums, Auskunft geben die japanischen Botschaften und Konsulate.
Ein elektronisches JAPAN eVISA-System des Aussenministeriums ergänzt seit einigen Jahren das reguläre Visumverfahren für Staatsangehörige, die ein Visum benötigen; für Schweizer, Deutsche und Österreicher mit touristischem Zweck bis 90 Tagen ist es nicht nötig.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der japanischen Einwanderungsbehörde zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Japan National Tourism Organization (JNTO)
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Japan?
Für die Einreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt, die Basisimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Polio vor der Reise aufzufrischen, dazu je nach Reisestil Hepatitis A und B; die Japanische Enzephalitis ist laut CDC nur bei längeren Aufenthalten über einen Monat oder häufigen Besuchen in ländlichen Reisregionen relevant.
healthytravel.ch wies 2025 auf einen deutlichen Anstieg der Keuchhusten-Fälle in Japan hin, mit mehreren Todesfällen bei Säuglingen; eine Auffrischung der Pertussis-Impfung ist deshalb bei der reisemedizinischen Beratung ein sinnvolles Thema, unabhängig vom Alter.
Malaria kommt in Japan laut CDC nicht vor. Die medizinische Versorgung ist in Tokio, Kyoto und Osaka auf hohem Niveau, allerdings ist Englisch in Kliniken ausserhalb grosser internationaler Krankenhäuser nicht garantiert; eine Reiseversicherung mit Abdeckung der Behandlungskosten ist empfehlenswert.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Japan für Reisende?
Das Auswärtige Amt beschreibt die Lage in Japan als stabil und ruhig, mit niedriger Kriminalität; vereinzelt kommt es in touristischen Ausgehvierteln grosser Städte nachts zu Betrugsfällen oder Diebstahl. Die Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA nennen für Japan selbst aktuell keine Sicherheitswarnung im Zusammenhang mit den politischen Spannungen zwischen China und Taiwan; für Tokio, Kyoto und Osaka gilt durchgehend eine normale Sicherheitslage.
Das grössere Risiko sind Naturereignisse: Japan ist eines der erdbebenreichsten Länder der Erde mit rund 1'500 seismisch erfassten Beben pro Jahr, Süd- und Westjapan werden im Spätsommer regelmässig von Taifunen getroffen, und von den 110 als aktiv geltenden Vulkanen werden 47 permanent überwacht.
Hotels und Behörden bieten kostenlose Warn-Apps für Erdbeben, Taifune und Tsunamis an; eine Registrierung der Reise bei der eigenen Botschaft erleichtert im Ernstfall die Kontaktaufnahme.
Quellen: Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie reist man nach Japan und im Land herum?
Internationale Flüge landen in Tokio auf Narita (NRT) oder dem näher gelegenen Haneda (HND) sowie in Osaka auf Kansai (KIX); Kyoto hat keinen eigenen Flughafen und wird per Shinkansen von Tokio oder Osaka aus erreicht. Zwischen den drei Städten verkehrt der Tokaido-Shinkansen mehrmals stündlich und verbindet Tokio mit Kyoto in gut 2 Stunden und mit Osaka in rund 2,5 Stunden.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen Haneda – Zentrum Tokio | Monorail, Zug, Taxi | rund 15–30 min |
| Flughafen Narita – Zentrum Tokio | Narita Express, Skyliner | rund 60–70 min |
| Tokio – Kyoto | Shinkansen Nozomi | rund 2 h 15 min |
| Tokio – Osaka (Shin-Osaka) | Shinkansen Nozomi | rund 2 h 21 min |
| Kyoto – Osaka (Shin-Osaka) | Shinkansen | rund 13–15 min |
| Flughafen Kansai – Zentrum Osaka | Zug Haruka, Rapi:t | rund 60 min |
| Kyoto/Osaka – Nara | Zug | rund 30–45 min |
Nach Tokio bestehen ab Narita ganzjährige Nonstopverbindungen aus mehreren europäischen Drehkreuzen, darunter Frankfurt, Amsterdam, Helsinki, Madrid und Warschau, unter anderem mit Japan Airlines, KLM, Finnair, Iberia und LOT; ab Haneda ergänzen ANA, Lufthansa und Japan Airlines Verbindungen unter anderem nach Frankfurt, München, Wien, London und Paris. Nach Osaka Kansai fliegt Finnair mehrmals wöchentlich nonstop ab Helsinki; die meisten übrigen europäischen Städte erreichen Kansai mit Umsteigen über Tokio, den Nahen Osten oder andere asiatische Drehkreuze.
Innerhalb Japans lässt sich die Golden Route komplett mit dem Shinkansen bestreiten; ein Japan Rail Pass für mehrere Tage kann sich bei mehreren Etappen lohnen. In den Städten selbst übernehmen U-Bahn, Stadtbahn und Bus den Verkehr, bezahlbar mit einer IC-Chipkarte wie Suica, Pasmo oder Icoca, die landesweit einheitlich funktioniert.
Quellen: JRailPass · GO TOKYO, Tokyo Convention & Visitors Bureau · FlightConnections · FlightConnections
Welches Geld braucht man in Japan und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Yen (¥, JPY), es gibt keine Untereinheit im Alltagsgebrauch. Japan gilt im Vergleich zu Nachbarländern als bargeldfreundlicher: kleinere Restaurants, Garküchen und Tempel-Eintritte verlangen oft weiterhin Bargeld, während Convenience-Stores, Bahnhöfe und grössere Läden zunehmend Kreditkarten und kontaktloses Bezahlen akzeptieren.
Für Bahn, Bus und kleine Käufe lohnt sich eine IC-Chipkarte wie Suica, Pasmo oder Icoca, die an Automaten in Bahnhöfen gekauft und aufgeladen wird und landesweit einheitlich funktioniert, unabhängig davon, in welcher Region sie erworben wurde; eine spezielle Touristenversion ist an Flughäfen wie Narita und Haneda erhältlich.
Geldautomaten von 7-Eleven-Convenience-Stores und der Post akzeptieren zuverlässig internationale Karten, andere Bankautomaten oft nicht; kleine Beträge Bargeld für Tempel, Automaten und ländlichere Ausflüge wie Nara sind trotzdem sinnvoll.
Trinkgeld ist in Japan unüblich und wird in Restaurants, Taxis und Hotels weder erwartet noch angenommen; ein Trinkgeldversuch kann für Verwirrung sorgen, da guter Service als selbstverständlich gilt.
Quellen: japan-guide.com
Wo übernachtet man in Japan am besten?
In Tokio wohnen viele Reisende rund um die Bahnhöfe Shinjuku, Shibuya oder Tokio Station, da von dort U-Bahn- und Shinkansen-Anschlüsse besonders dicht sind. In Kyoto liegt ein zentraler Standort nahe dem Bahnhof oder im Viertel Gion, in Osaka rund um Namba oder Umeda nahe Dotonbori und den Bahnhöfen.
Das Angebot reicht von preiswerten Kapselhotels und Hostels über funktionale Business-Hotels bis zu internationalen Fünf-Sterne-Häusern; Zimmer sind gegenüber europäischen Standards oft kleiner zugeschnitten.
Ein bis zwei Nächte in einem traditionellen Ryokan mit Tatami-Zimmern, Futon-Betten und oft einem eigenen Onsen-Bad gehören für viele zum Japan-Erlebnis dazu, sind in Kyoto und im Umland von Osaka verbreiteter als im hochpreisigen zentralen Tokio.
Was isst man in Japan?
Neben Sushi und Ramen unterscheidet sich die Küche regional deutlich: Tokio ist für Edo-mae-Sushi und kräftige Shoyu-Ramen bekannt, Kyoto für die feine Kaiseki-Küche und vegetarische Tempelkost (Shojin Ryori), Osaka für Streetfood wie Takoyaki-Tintenfischbällchen und den herzhaften Pfannkuchen Okonomiyaki.
Kleine Familienbetriebe, Standing-Bars und Automaten-Restaurants, bei denen man vorab am Automaten bestellt und bezahlt, gehören in allen drei Städten zum Alltag; ein Foto der Speisekarte oder eine Übersetzungs-App hilft, wenn keine englische Karte ausliegt.
Convenience-Stores wie 7-Eleven, Lawson und FamilyMart bieten rund um die Uhr frische Onigiri-Reisbällchen, Bento-Boxen und Getränke zu günstigen Preisen und sind eine zuverlässige Option für unterwegs.
Vegetarische und vegane Optionen sind ausserhalb spezialisierter Restaurants noch nicht überall selbstverständlich, da Fischbrühe (Dashi) in vielen Gerichten steckt; Tempelküche in Kyoto ist eine verlässliche Alternative.
Welche Kultur und welche Feste prägen Japan?
Shintoismus und Buddhismus bestehen in Japan nebeneinander und prägen Tempel, Schreine und Feste gleichermassen; Höflichkeit, Pünktlichkeit und Rücksichtnahme im öffentlichen Raum gelten als zentrale gesellschaftliche Werte. Die Kirschblüte im Frühling wird traditionell mit Hanami-Picknicks unter blühenden Bäumen gefeiert, im Sommer folgen zahlreiche Feuerwerks- und Sommerfeste (Matsuri).
Schuhe werden beim Betreten von Tempeln, Schreinen, traditionellen Restaurants und Wohnungen ausgezogen; an Schreinen reinigt man sich vor dem Eintritt Hände und Mund an einem Wasserbecken. Lautes Telefonieren in Zügen gilt als unhöflich, weshalb die meisten Fahrgäste ihr Telefon lautlos schalten.
Verbeugen ersetzt weitgehend den Händedruck, die Tiefe der Verbeugung richtet sich nach dem Anlass; im Touristenalltag genügt meist ein knappes Nicken. Visitenkarten werden mit beiden Händen überreicht und kurz betrachtet, bevor man sie wegsteckt.
Tätowierungen sind in vielen öffentlichen Onsen-Bädern und Schwimmbädern weiterhin unerwünscht oder müssen abgeklebt werden, auch wenn einzelne touristenfreundliche Betriebe davon abweichen; eine Nachfrage vor dem Besuch lohnt sich.
Welche Erlebnisse lohnen sich in Japan?
Zu den Höhepunkten zählen der Fushimi-Inari-Schrein und der Kinkaku-ji in Kyoto, die Kreuzung von Shibuya und der Senso-ji-Tempel in Tokio sowie die Burg von Osaka und das Ausgehviertel Dotonbori. Wer länger bleibt, ergänzt einen Tagesausflug zu den Hirschen und Tempeln von Nara oder ein Onsen-Bad im Umland.
Kyoto
Der Aufstieg durch die tausenden Torii-Tore von Fushimi Inari bis zum Gipfel dauert rund zwei Stunden und ist rund um die Uhr kostenlos zugänglich; ein früher Start vor 8 Uhr umgeht die grössten Besuchergruppen. Im Geisha-Viertel Gion lassen sich abends gelegentlich Geiko und Maiko auf dem Weg zu Verabredungen beobachten, Fotografieren in den engen Gassen ist inzwischen an vielen Stellen eingeschränkt.
Tokio
Ein Abendspaziergang durch Shinjuku mit seinen schmalen Gassen wie Omoide Yokocho zeigt eine andere Seite der Stadt als die Hochhaustürme; tagsüber verbindet ein Besuch des Meiji-Schreins mit anschliessendem Bummel durch Harajuku und Omotesando Tradition und moderne Modeszene.
Osaka und Nara
Der Aufstieg auf den achtstöckigen Hauptturm der Burg von Osaka bietet einen Blick über die Stadt und ein Museum zur Geschichte des Erbauers Toyotomi Hideyoshi. Ein Tagesausflug nach Nara verbindet frei laufende Sikahirsche im Park mit dem Tempel Todai-ji, der die grösste Bronze-Buddha-Statue Japans beherbergt.
Quellen: japan-guide.com · Osaka Tourism Guide · JRailPass
Wie reist man in Japan verantwortungsvoll?
Fushimi Inari, der Bambushain von Arashiyama und das Geisha-Viertel Gion in Kyoto gehören zu den am stärksten von Overtourism betroffenen Orten Japans; ein früher Vormittagsbesuch oder eine Reisezeit ausserhalb der Kirschblüten- und Herbstlaub-Spitzenwochen entlastet diese Orte spürbar.
- In Gion ausgeschilderte private Gassen meiden und Geiko/Maiko nicht ungefragt fotografieren; einzelne Gassen sind inzwischen für Touristen gesperrt.
- Fushimi Inari und Arashiyama vor 8 Uhr oder nach 17 Uhr besuchen, um Hauptbesucherströme zu umgehen.
- Mülltrennung ernst nehmen: öffentliche Abfalleimer sind selten, Verpackungen werden oft bis zur nächsten Unterkunft mitgetragen.
- IC-Karte und Shinkansen statt Mietwagen nutzen, wo möglich; das Bahnnetz deckt die Golden Route vollständig ab.
Quellen: japan-guide.com
Mit welchen Ländern lässt sich Japan kombinieren?
Am naheliegendsten sind die ostasiatischen Nachbarn Südkorea, Taiwan und China, alle mit mehreren täglichen Nonstopverbindungen ab Tokio oder Osaka erreichbar. Auch eine Kombination mit Südostasien, etwa Thailand oder Vietnam, lässt sich über die grossen Drehkreuze Tokios gut anschliessen.
Nach Seoul und Taipeh bestehen ab Tokio und Osaka mehrmals tägliche Nonstopverbindungen von rund 2 bis 3,5 Flugstunden, nach Peking oder Shanghai ähnlich häufige Verbindungen von wenig über 3 Stunden.
Wer die Golden Route mit einer Insel verbinden möchte, wartet dafür besser auf die eigenen, künftigen Seiten zu Hokkaido im Norden und Okinawa im Süden, statt diese Regionen in eine Kurzreise nach Tokio, Kyoto und Osaka zu pressen.
Für wen eignet sich Japan, für wen weniger?
Japan passt zu Reisenden, die Grossstadtleben, Geschichte und Kulinarik verbinden wollen und sich auf ein dichtes, aber sehr zuverlässiges Bahnsystem einlassen; die touristische Infrastruktur zwischen Tokio, Kyoto und Osaka gehört zu den bestentwickelten Asiens. Weniger geeignet ist die Reise für alle, die spontane Umplanung ohne Vorausbuchung schätzen, da Ryokans, beliebte Restaurants und Shinkansen-Sitzplätze in Spitzenzeiten wie der Kirschblüte weit im Voraus ausgebucht sind.
Familien profitieren von der hohen Sicherheit, sauberen öffentlichen Räumen und kurzen Zugfahrten zwischen den Etappen; Kinderwagen sind an vielen älteren Bahnhöfen allerdings auf Aufzüge statt Rolltreppen angewiesen.
Wer auf Nachtleben und laute Unterhaltung verzichten möchte, findet in Kyoto ruhigere Alternativen zu Osakas Dotonbori. Reisende mit strikten Ernährungseinschränkungen sollten sich auf Kommunikationsaufwand einstellen, da Fischbrühe in vielen vermeintlich vegetarischen Gerichten steckt.