Was erwartet Reisende in Queensland?
Diese Seite stellt drei Ausgangspunkte in Queensland vor: die Hauptstadt Brisbane, die Gold Coast mit ihren Themenparks und Stränden sowie Cairns als Basis für das Great Barrier Reef und den Daintree-Regenwald im tropischen Norden. Zwischen Brisbane und Cairns liegen rund 1'695 km Luftlinie, weshalb sich eine Reise meist auf einen der beiden Landesteile konzentriert.
Der Südosten um Brisbane und Gold Coast ist subtropisch und dicht besiedelt, mit rund 75 % aller Einwohner Queenslands; der tropische Norden um Cairns ist dünner besiedelt, feuchtheisser und stärker auf Reef- und Regenwaldtourismus ausgerichtet. Ein Direktflug zwischen beiden dauert rund 2 h 30 min.
Queensland trägt den Übernamen «Sunshine State» und vereint drei UNESCO-Welterbestätten, die auf dieser Seite vorkommen: das Great Barrier Reef, die Wet Tropics of Queensland rund um den Daintree und, im Hinterland der Gold Coast, einen Teil der Gondwana-Regenwälder.
Wie unterscheiden sich Brisbane, Gold Coast und Cairns als Reiseziel?
Brisbane ist eine gewachsene Flussstadt mit rund 2,8 Millionen Einwohnern und ruhigerem Grossstadtflair als Sydney oder Melbourne. Die Gold Coast, eine knappe Autostunde südlich, ist mit 70 km Küste und fünf grossen Themenparks Australiens Vergnügungshauptstadt. Cairns im tropischen Norden ist mit rund 169'000 Einwohnern deutlich kleiner und in erster Linie Ausgangspunkt für Riff und Regenwald.
Brisbane liegt am gewundenen Brisbane River, der die Innenstadt mit Fähren erschliesst; die Story Bridge (1940) und die South Bank Parklands, nach der Weltausstellung 1988 angelegt, prägen das Stadtbild. Moreton, Stradbroke und Bribie Island schirmen die Moreton Bay vor der offenen See ab und sind beliebte Tagesausflüge.
Die Gold Coast ist mit rund 681'000 Einwohnern Australiens sechstgrösste Stadt und erwirtschaftet fast zehn Millionen Besuche pro Jahr, unter anderem als Filmstandort – rund 75 % der Filmproduktion Queenslands entstehen seit den 1990er-Jahren hier. Cairns dagegen hat tropisches Monsunklima mit ausgeprägter Regen- und Trockenzeit und ist Tor zu gleich zwei Weltnaturerbestätten.
Welche Orte lohnen sich in Brisbane, an der Gold Coast und in Cairns?
In Brisbane sind South Bank Parklands und Story Bridge das Zentrum, an der Gold Coast Surfers Paradise und die fünf grossen Themenparks samt dem Hinterland um den Lamington-Nationalpark. Cairns ist Ausgangspunkt für das über 2'300 km lange Great Barrier Reef und den mindestens 5'000 Jahre lang von Aborigines bewohnten Daintree-Regenwald.
Brisbane
Die South Bank Parklands am Südufer des Brisbane River ziehen mit einer künstlichen Lagune, Museen und Restaurants rund 16 Millionen Besuche pro Jahr an; sie entstanden auf dem Gelände der Weltausstellung Expo 88. Die Story Bridge, seit 1940 eines der Wahrzeichen der Stadt, lässt sich seit einigen Jahren im Rahmen einer geführten Brückenklettertour besteigen.
In der Moreton Bay vor Brisbane liegen die Sandinseln Moreton, Stradbroke und Bribie; sie schirmen die Bucht vor der offenen See ab und bieten Wal-Beobachtung, Fähren und Wanderwege in Tagesdistanz von der Innenstadt.
Gold Coast
Surfers Paradise mit seiner Hochhausskyline direkt am Strand ist das touristische Zentrum der Gold Coast; entlang der 70 km Küste liegen daneben ruhigere Surfbeaches wie Burleigh Heads und Coolangatta. Fünf grosse Themenparks – Dreamworld, Sea World, Warner Bros. Movie World, Wet’n’Wild und WhiteWater World – sowie das Wildlife-Schutzgebiet Currumbin Sanctuary machen die Region zu Australiens dichtestem Freizeitpark-Cluster.
Im Hinterland der Gold Coast liegt der Lamington-Nationalpark, Teil der seit 1986/1994 als UNESCO-Welterbe gelisteten Gondwana-Regenwälder – der grössten zusammenhängenden Fläche subtropischen Regenwalds der Erde. Der Park zählt über 500 Wasserfälle, 150 km Wanderwege und mehr als 160 Vogelarten auf rund 207 km².
Cairns, Great Barrier Reef und Daintree
Das Great Barrier Reef erstreckt sich über mehr als 2'300 km und rund 344'400 km², mit über 2'900 einzelnen Riffen und 900 Inseln; seit 1981 ist es UNESCO-Welterbe. Mehrfache Korallenbleichen (zuletzt 2016, 2017 und 2020) haben grosse Teile geschädigt, eine Untersuchung des Australian Institute of Marine Science verzeichnete 2022 aber die stärkste Erholung seit 36 Jahren. Cairns, Port Douglas (68 km nördlich) und die Whitsunday-Inseln sind die drei Haupteinstiege.
Der Daintree-Regenwald ist Teil der Wet Tropics of Queensland, seit 1988 UNESCO-Welterbe auf 893'453 Hektaren; er gilt als einer der ältesten ununterbrochen bestehenden tropischen Regenwälder der Erde. Auf nur 0,1 % der Fläche Australiens leben hier rund 50 % aller heimischen Arten, und die Region ist der einzige Ort des Landes mit durchgehend mindestens 5'000 Jahren indigener Besiedlung im Regenwald.
Die Cairns Esplanade Lagoon im Zentrum, ein 2003 eröffnetes, 4'800 m² grosses Freibad, ersetzt das Baden im offenen Meer während der Stinger-Saison; Cairns Airport liegt nur 7 km nördlich der Innenstadt und ist mit über 4,8 Millionen Passagieren jährlich der siebtbusiestste Flughafen Australiens.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikivoyage / Gondwana Rainforests research
Wann ist die beste Reisezeit für Queensland?
Brisbane und die Gold Coast sind subtropisch mit warmem, feuchtem Sommer (Dezember bis Februar, Höchstwerte um 30 °C) und mildem, trockenerem Winter (Juni bis August, um 21 °C) – ganzjährig bereisbar. Cairns im tropischen Norden hat eine ausgeprägte Regenzeit von November bis Mai mit oft über 300 mm Niederschlag pro Monat und eine deutlich trockenere Periode von Juni bis Oktober, die auch als beste Reisezeit für Reef und Regenwald gilt.
Brisbane und Gold Coast: Temperatur und Niederschlag
| Brisbane | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 29 | 27 | 24 | 22 | 22 | 23 | 25 | 27 | 28 | 29 |
| Tiefstwert °C | 22 | 21 | 20 | 17 | 14 | 11 | 10 | 11 | 13 | 16 | 19 | 20 |
| Niederschlag mm | 140 | 156 | 136 | 83 | 73 | 88 | 38 | 45 | 38 | 81 | 92 | 130 |
| Gold Coast | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 29 | 29 | 28 | 26 | 23 | 21 | 21 | 22 | 24 | 25 | 27 | 28 |
| Tiefstwert °C | 22 | 22 | 21 | 18 | 15 | 13 | 12 | 12 | 14 | 17 | 19 | 20 |
| Niederschlag mm | 153 | 164 | 150 | 83 | 71 | 93 | 36 | 45 | 35 | 83 | 94 | 138 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BRISBANE (2 km, 8 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GOLD COAST SEAWAY (10 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
In Brisbane und an der Gold Coast liegen die Regenmengen im Hochsommer Januar bis März bei 130 bis 165 mm pro Monat, im Winter Juli bis September dagegen oft unter 40 mm. Für Strand und Themenparks eignet sich deshalb vor allem der Herbst (März bis Mai) und der Frühling (September bis November) mit milderen Temperaturen als im feuchten Hochsommer.
Cairns: Temperatur und Niederschlag
| Cairns | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 32 | 32 | 31 | 30 | 28 | 27 | 27 | 28 | 29 | 30 | 32 | 32 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 23 | 22 | 20 | 18 | 17 | 17 | 19 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 352 | 392 | 392 | 191 | 103 | 63 | 53 | 31 | 31 | 62 | 86 | 179 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CAIRNS INTL (4 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Cairns zeigt den stärksten Jahreskontrast der drei Orte: Im Januar fallen im Mittel rund 352 mm Regen bei Höchstwerten um 31,8 °C, im trockenen August dagegen nur rund 31 mm. Die Trockenzeit Juni bis Oktober bringt klareres Wasser zum Schnorcheln und Tauchen sowie die stinger-freie Badesaison an offenen Stränden.
Queensland stellt die Uhr nie um: Während New South Wales und Victoria im Sommerhalbjahr auf UTC+11 wechseln, bleibt Queensland ganzjährig auf UTC+10 – zwischen der Gold Coast und dem nahen Byron Bay in NSW liegt deshalb von Oktober bis April eine Stunde Zeitunterschied.
Quellen: NOAA National Centers for Environmental Information / NASA POWER · Wikipedia
Was braucht man für die Einreise nach Queensland?
Für Queensland gelten dieselben Regeln wie für ganz Australien: Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige reisen mit dem kostenlosen eVisitor (Subclass 651) ein, das vor dem Abflug online beantragt werden muss und zu Aufenthalten von je maximal 90 Tagen berechtigt. Ausführlich erklärt auf der Australien-Seite; hier nur die für diese Region wichtigen Punkte.
Wer direkt nach Cairns einreist, erledigt die Formalitäten am internationalen Terminal des CNS; für Brisbane und die Gold Coast gilt dasselbe Verfahren an BNE beziehungsweise OOL. Die Biosicherheitsregeln – Deklaration von Lebensmitteln, Pflanzen- und Holzprodukten – gelten unabhängig vom Einreiseort im ganzen Land, sind aber im tropischen Norden wegen des Schutzes von Reef und Regenwald besonders streng kontrolliert.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und des australischen Department of Home Affairs zum Zeitpunkt der Reise (Stand September 2026).
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Welche Gesundheitshinweise gelten für Queensland?
Queensland ist der Bundesstaat mit dem höchsten Risiko für Denguefieber und Ross-River-Fieber in Australien, beide durch Mückenstiche übertragen; Malaria kommt praktisch nicht vor. Von November bis Mai kommen an tropischen Nordstränden zusätzlich gefährliche Quallen wie die Würfelqualle und die Irukandji vor, weshalb an vielen Stränden Stinger-Netze aufgestellt sind.
Die CDC empfiehlt für den Norden Queenslands, frischen Riff-Fisch nur eingeschränkt zu essen, da Ciguatera-Vergiftungen durch bestimmte Rifffische vorkommen. Um Cairns und Townsville ist zudem das Melioidose-Risiko höher, besonders nach starken Regenfällen bei Kontakt mit Erde oder Pfützenwasser; offene Wunden sollten fern von stehendem Wasser gehalten werden.
Bei einer Quallenverletzung im tropischen Norden hilft grosszügiges Übergiessen mit Essig, bevor ärztliche Hilfe gerufen wird – Süsswasser oder Reiben verschlimmert die Reaktion. Stinger-Anzüge, an vielen Verleihstationen erhältlich, schützen zusätzlich beim Schnorcheln und Schwimmen ausserhalb der Netz-Enklaven.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Queensland für Reisende?
Queensland gilt laut EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA als sicher; das grösste Risiko ist gewöhnliche Kleinkriminalität, wobei das BMEIA nachts besondere Vorsicht unter anderem an der Gold Coast empfiehlt. Im tropischen Norden kommen Salzwasserkrokodile in Flüssen, Mündungen und teils auch im Meer vor, weshalb die «Be Crocwise»-Regeln der Regierung Queenslands ernst zu nehmen sind.
Krokodilwarnschilder gelten selbst dort, wo keine Tiere sichtbar sind: Nie an unmarkierten Stellen in Flüssen oder Flussmündungen im Norden Queenslands schwimmen, beim Angeln einige Meter Abstand zum Ufer halten und Zeltplätze mindestens 50 m von Gewässern entfernt wählen. Die Regeln gelten grundsätzlich nördlich von Rockhampton, mit dem stärksten Vorkommen rund um Cairns und den Daintree.
Von November bis April können tropische Wirbelstürme die Nord- und Küstenregion treffen, mit zerstörerischen Winden und Starkregen; Reisende sollten Wetterwarnungen ernst nehmen und flexible Buchungen bevorzugen. An Stränden mit Stinger-Netzen oder ausserhalb offizieller Badezonen gilt zusätzlich: nur an bewachten, markierten Abschnitten schwimmen.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Queensland Government (qld.gov.au)
Wie reist man nach Brisbane, an die Gold Coast und nach Cairns?
Brisbane (BNE) ist der grösste internationale Flughafen Queenslands mit Nonstopverbindungen unter anderem nach Los Angeles, San Francisco, Singapur, Tokio, Hongkong, Dubai und Doha. Cairns (CNS) wird international vor allem aus Singapur, Tokio, Osaka, Auckland, Port Moresby und Nadi angeflogen, Gold Coast (OOL) hauptsächlich aus Neuseeland, Fidschi und Bali.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Brisbane (BNE) – Cairns (CNS) | Flug | rund 2 h 30 min |
| Brisbane – Gold Coast (Surfers Paradise) | Auto | rund 1 h |
| Cairns – Port Douglas | Auto | rund 1 h |
| Cairns – Daintree-Fähre | Auto | rund 1 h |
| Gold Coast – Lamington-Nationalpark | Auto | rund 1 h 30 min |
Cairns Airport handelt jährlich rund 626'000 internationale Passagiere, wichtigste Routen sind Tokio-Narita, Osaka-Kansai und Singapur; Gold Coast Airport zählt rund 6,2 Millionen Passagiere insgesamt, davon knapp 10 % international, allen voran nach Auckland. Innerhalb Queenslands verkehren zwischen Brisbane und Cairns wöchentlich über 90 Flüge von Qantas, Jetstar und Virgin Australia.
Von Cairns aus starten die meisten Riff- und Regenwaldtouren direkt ab dem Hafen im Stadtzentrum; ein Mietwagen lohnt sich vor allem für den Daintree und das Atherton Tableland, wo öffentlicher Verkehr dünn ist. An der Gold Coast verbindet die Stadtbahn G:link Surfers Paradise mit Broadbeach und Helensvale, für die Themenparks und das Hinterland ist ein Auto praktischer.
Was kosten Brisbane, Gold Coast und Cairns, und wie bezahlt man?
Bezahlt wird wie im übrigen Australien mit dem Australischen Dollar (AUD), praktisch überall auch kontaktlos mit Karte. Die Gold Coast gehört mit Eintritten für die grossen Themenparks und gehobenen Hotels zu den teureren Zielen Queenslands, Cairns und Brisbane liegen näher am australischen Durchschnitt.
Ein Tagesticket für einen Themenpark an der Gold Coast kostet deutlich mehr als ein einfacher Strandtag; Mehrtages- oder Mehrpark-Pässe rechnen sich meist schon ab zwei besuchten Parks. Riff-Ausflüge ab Cairns oder Port Douglas variieren stark im Preis, je nachdem ob ein grosses Pontonboot oder ein kleines Tauchboot mit wenigen Passagieren gebucht wird.
In Brisbane sind Restaurantpreise ähnlich wie in Sydney oder Melbourne; günstiger isst man in den vielen asiatischen Vierteln ausserhalb der Innenstadt. Trinkgeld ist wie im übrigen Australien nicht erwartet, da Servicepersonal Mindestlohn erhält.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man in Brisbane, an der Gold Coast und in Cairns?
In Brisbane liegt die grösste Hoteldichte im CBD und rund um South Bank; an der Gold Coast dominieren Hochhaus-Apartments in Surfers Paradise, während Broadbeach und Burleigh Heads ruhiger sind. In Cairns wohnen die meisten Besucher an der Esplanade oder weichen für mehr Ruhe ins rund 68 km entfernte Port Douglas aus.
Wer die Themenparks der Gold Coast an mehreren Tagen besuchen will, wohnt praktischerweise zentral in Surfers Paradise mit kurzen Wegen zur Stadtbahn; Familien, die eher Strand als Nachtleben suchen, finden in Burleigh Heads oder Coolangatta ruhigere Alternativen.
Für Tauch- und Schnorchelausflüge ist ein Standort direkt an der Cairns Esplanade praktisch, da die meisten Boote im Stadthafen ablegen; Port Douglas bietet gehobenere Resorts und kürzere Wege zum Daintree, kostet dafür mehr Zeit für die Anfahrt zu den Riff-Booten.
Was isst man in Brisbane, an der Gold Coast und in Cairns?
Queensland ist für frische Meeresfrüchte bekannt, allen voran Moreton Bay Bugs, eine Krebstierart aus der Bucht vor Brisbane, sowie tropische Früchte wie Mango und Papaya aus dem Norden rund um Cairns. Brisbane hat durch Einwanderung eine breite asiatische Küche entwickelt, an der Gold Coast dominieren Strandcafés und internationale Restaurantketten in den Touristenzentren.
In Brisbane lohnen sich die Restaurantmeilen in Fortitude Valley und West End für vietnamesische, thailändische und griechische Küche; South Bank hat zusätzlich Ausblicke auf die Skyline. In Cairns und Port Douglas dominieren Fisch und Meeresfrüchte direkt vom Boot, dazu tropische Fruchtstände auf den Wochenmärkten.
Welche Kultur prägt Brisbane, die Gold Coast und Cairns?
Brisbane liegt auf dem Land der Turrbal, die Gold Coast auf dem der Yugambeh, deren archäologisch belegte Anwesenheit über 20'000 Jahre zurückreicht. Rund um Cairns leben mehrere Yidinji-Gruppen sowie die Djabugay, deren Kultur eng mit dem Regenwald der Wet Tropics verbunden ist – eine der ganz wenigen Regionen Australiens mit durchgehender Aboriginal-Besiedlung im tropischen Regenwald selbst.
Die Yugambeh-Nation erstreckt sich über die Flusstäler von Logan, Albert, Coomera, Nerang und Tweed und damit über den heutigen Südosten Queenslands bis ins nördliche New South Wales; Kombumerri ist eine ihrer bekanntesten Untergruppen an der Gold Coast.
Bei Cairns anerkennt die Stadtverwaltung mehrere Yidinji-Gruppen sowie die Djabugay, Yirrganydji, Mamu und weitere Völker als traditionelle Hüter des Landes; geführte Kulturtouren im Daintree vermitteln Wissen über essbare Pflanzen und traditionelle Landnutzung. Brisbane feiert mit dem Brisbane Festival im September ein grosses Kunst- und Kulturprogramm.
Was sind die schönsten Erlebnisse in Queensland?
Zu den Höhepunkten zählen Schnorcheln oder Tauchen am Great Barrier Reef ab Cairns oder Port Douglas, ein Spaziergang durch den Daintree-Regenwald, die Besteigung der Story Bridge in Brisbane und ein Tag in einem der Themenparks an der Gold Coast.
- Great Barrier Reef: Tagestour mit Boot ab Cairns oder Port Douglas, am besten in der trockeneren Saison Juni bis Oktober für klareres Wasser.
- Daintree-Regenwald: Bohlenwege und geführte Nachtwanderungen zeigen einen der ältesten Regenwälder der Erde, samt Kasuar und Baumkängurus.
- Story-Bridge-Klettertour: geführter Aufstieg über die 1940 eröffnete Brücke mit Blick über Brisbane und den Fluss.
- Themenpark-Tag an der Gold Coast: Dreamworld, Sea World oder Warner Bros. Movie World, je nach Vorliebe für Achterbahnen, Meerestiere oder Filmwelten.
- Lamington-Baumkronenpfad: Hängebrücken durch den subtropischen Regenwald der Gondwana-Welterbestätte, mit Blick über den Regenwald des McPherson Range.
Wer Zeit hat, verbindet einen Tag am Riff mit einer Übernachtung im Daintree, um Vormittags- und Abenddämmerung im Regenwald zu erleben – zwei sehr unterschiedliche Ökosysteme, die beide von Cairns aus in weniger als zwei Autostunden erreichbar sind.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikivoyage / Gondwana Rainforests research
Wie reist man in Queensland verantwortungsvoll?
Am Great Barrier Reef schützt reef-verträgliche, mineralische Sonnencreme die Korallen vor Chemikalien, während anerkannte Tour-Anbieter mit High-Standard-Zertifizierung nachweislich schonender operieren. Im Daintree und in Krokodilgebieten helfen die «Be Crocwise»-Regeln, Mensch und Tier gleichermassen zu schützen.
- Beim Schnorcheln und Tauchen Korallen nicht berühren und mit den Flossen ausreichend Abstand halten.
- Mineralische statt chemische Sonnencreme verwenden, um das Riff nicht zusätzlich zu belasten.
- Krokodilwarnschilder ernst nehmen und nur an ausgewiesenen Stellen im tropischen Norden schwimmen.
- Auf markierten Wegen im Daintree und in den Gondwana-Regenwäldern bleiben, um Wurzeln und Bodenlebewesen nicht zu schädigen.
Quellen: Wikipedia
Womit lässt sich eine Reise durch Queensland kombinieren?
Brisbane und die Gold Coast liegen nahe der Grenze zu New South Wales; Byron Bay ist von der Gold Coast aus in rund 1,5 Autostunden erreichbar und lässt sich gut anhängen. Cairns im Norden eignet sich eher als eigene Etappe auf dem Weg zum Northern Territory oder als Endpunkt einer Ostküstenreise.
Eine klassische Route verbindet Sydney über New South Wales mit Byron Bay, weiter zur Gold Coast und nach Brisbane; wer zusätzlich Zeit hat, fliegt von dort nach Cairns für das Great Barrier Reef, statt die 1'695 km auf der Strasse zurückzulegen.
Für wen eignet sich Queensland, für wen weniger?
Die Gold Coast passt zu Familien und Achterbahn-Fans, Cairns zu Tauchern, Schnorchlern und Regenwald-Interessierten, Brisbane zu allen, die eine ruhigere Grossstadt mit Flussflair suchen. Wer weder tropische Hitze noch Quallenwarnungen mag, plant den Norden besser in der Trockenzeit Juni bis Oktober statt im feuchtheissen Hochsommer.
Wer wenig Zeit hat, kombiniert am ehesten Brisbane und die Gold Coast in einer Woche; für Cairns und das Riff lohnt sich eine eigene, mindestens viertägige Station, da allein die Anreise ab Brisbane rund 2,5 Flugstunden kostet und Bootstouren einen ganzen Tag beanspruchen.
Gehört Queensland zu einem eigenen Land, und was bedeutet das für die Reise?
Queensland ist kein eigenständiges Land, sondern mit 1'723'030 km² der zweitgrösste der sechs australischen Bundesstaaten; Hauptstadt ist Brisbane. Einreise, Währung, Notrufnummer und Stecker sind identisch mit dem übrigen Australien, ausführlich auf der Australien-Seite erklärt.
Eigenständig ist vor allem die Zeitzone: Queensland führte 1971/72 und erneut von 1989 bis 1992 versuchsweise eine Sommerzeit ein, verwarf sie aber jeweils per Volksabstimmung und bleibt seither ganzjährig auf AEST (UTC+10) – anders als New South Wales und Victoria direkt südlich der Grenze. Queen Victoria machte Queensland 1859 zur eigenständigen Kronkolonie, getrennt von New South Wales.