Was erwartet Reisende im Senegal?
Der Senegal verbindet die Metropole Dakar an der westlichsten Spitze Afrikas mit der Gedenkinsel Île de Gorée, dem rosafarbenen Lac Rose und den Mangrovenkanälen des Sine-Saloum-Deltas. Im Süden liegt, durch Gambia vom Rest des Landes getrennt, die grünere Region Casamance mit Stränden bei Cap Skirring. Amtssprache ist Französisch, die frühere Kolonialmacht, während Wolof als Alltagssprache dominiert.
Geografisch bildet der Senegal die westlichste Landmasse Afrikas; die Pointe des Almadies bei Dakar ist der westlichste Punkt Festlandafrikas. Das Land grenzt an Mauretanien, Mali, Guinea und Guinea-Bissau und umschliesst auf drei Seiten das schmale Nachbarland Gambia.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise (Stand September 2026), Gesundheit sowie die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zusammen. Angeflogen wird der Senegal aus Europa, nicht über ostafrikanische oder südafrikanische Drehkreuze wie bei klassischen Safarizielen.
Quellen: Wikipedia
Wie ist der Senegal als Reiseland?
Der Senegal gilt als eines der politisch stabilsten Länder Westafrikas und ist touristisch besser erschlossen als die meisten Nachbarländer, mit einer französischsprachigen Verwaltung, einem dichten Strassennetz um Dakar und der sprichwörtlichen Gastfreundschaft «Teranga». Rund 91 % der Bevölkerung sind Muslime, meist Anhänger sufischer Bruderschaften wie der Mouriden und Tijaniyya, daneben eine christliche Minderheit vor allem in der Casamance.
Das Land gliedert sich grob in fünf Reiseregionen: Dakar und die vorgelagerte Petite Côte im Westen, das trockenere Sahel-Hinterland um die Pilgerstadt Touba, den Norden mit Saint-Louis und dem Sénégal-Fluss zur Grenze Mauretaniens, das Sine-Saloum-Delta südlich von Dakar und die vom Rest des Landes durch Gambia abgetrennte, grünere Casamance im Süden.
Die Distanzen sind grösser, als es die kompakte Landkarte vermuten lässt: Von Dakar nach Ziguinchor in der Casamance sind es auf der Strasse rund 450 km durch oder um Gambia, per Inlandflug gut eine Stunde.
Anders als in Ostafrika oder im südlichen Afrika prägt die französische statt die britische Kolonialgeschichte Sprache, Küche und Verwaltung; internationale Anschlüsse führen über westeuropäische Drehkreuze, nicht über Nairobi, Addis Abeba oder Johannesburg. Der Wolof-Begriff «Teranga» (Gastfreundschaft) prägt den Alltag, und der traditionelle Ringkampf Laamb füllt an Wochenenden die Stadien.
Welche Regionen des Senegal lohnen sich?
Fast jede Reise beginnt in Dakar mit der vorgelagerten Insel Île de Gorée, einer der bekanntesten Gedenkstätten des atlantischen Sklavenhandels. Nördlich der Hauptstadt liegen der rosafarbene Lac Rose und die UNESCO-Stadt Saint-Louis mit dem Djoudj-Vogelschutzgebiet, südlich das Sine-Saloum-Delta und die vom übrigen Land durch Gambia abgetrennte Casamance mit ihren Stränden.
Dakar
Dakar liegt auf der Halbinsel Cap-Vert und ist mit Fährhafen, dem Regierungsviertel Plateau und der Corniche am Atlantik Ausgangspunkt fast jeder Reise. Der Wochenmarkt Marché Sandaga und der überdachte Marché Kermel prägen den Alltag, während das 2010 eröffnete, 52 m hohe Monument de la Renaissance africaine vom Hügel Ouakam über die Stadt blickt.
Vor der Küste liegt die 900 m lange Insel Île de Gorée, seit 1978 als eine der ersten zwölf Stätten überhaupt UNESCO-Welterbe. Das 1780 bis 1784 erbaute Sklavenhaus (Maison des Esclaves) mit seiner «Tür ohne Wiederkehr» ist die bekannteste Gedenkstätte des atlantischen Sklavenhandels an der westafrikanischen Küste, auch wenn Historiker das tatsächliche Handelsvolumen über Gorée selbst – geschätzt unter 500 Personen jährlich – als vergleichsweise gering einordnen. Die autofreie Insel erreicht man vom Fährhafen Dakars in rund 30 Minuten; heute leben knapp 1'800 Menschen dort.
Lac Rose und die Petite Côte
Rund 35 km nordöstlich von Dakar liegt der Lac Retba, besser bekannt als Lac Rose. Die Alge Dunaliella salina färbt das bis zu 40 % salzhaltige Wasser vor allem in der Trockenzeit intensiv rosa; rund 3'000 Salzsammler gewinnen hier jährlich etwa 38'000 Tonnen Salz. Wegen der hohen Salzkonzentration lässt sich im See wie im Toten Meer treiben. Südlich von Dakar reiht die Petite Côte Badeorte wie Saly und Joal-Fadiouth aneinander; Fadiouth ist eine aus Muschelschalen aufgeschüttete Insel mit einem gemeinsamen Friedhof für die christliche und muslimische Bevölkerung.
Saint-Louis und der Norden
Saint-Louis liegt rund 320 km nördlich von Dakar nahe der Mündung des Sénégal-Flusses und war von 1673 bis 1902 Hauptstadt der Kolonie Senegal, ab 1895 sogar von ganz Französisch-Westafrika. Die knapp 2 km lange Altstadtinsel mit ihrer Faidherbe-Brücke ist seit 2000 UNESCO-Welterbe und gilt neben Gorée als die französischste Kolonialstadt Westafrikas; jeden Mai zieht das Saint-Louis Jazz Festival internationale Musiker an. Nordöstlich der Stadt liegt das Djoudj-Vogelschutzgebiet, seit 1981 UNESCO-Welterbe und mit rund 395 registrierten Vogelarten und geschätzten drei Millionen Zugvögeln das drittgrösste Vogelschutzgebiet der Welt.
Sine-Saloum-Delta
Südlich der Petite Côte verzweigt sich der Saloum-Fluss in ein rund 180'000 Hektar grosses Delta aus Mangrovenwäldern und mehr als 200 Inseln; die Kernzone ist seit 2011 UNESCO-Welterbe und bereits seit 1984 Ramsar-Feuchtgebiet. Pirogenfahrten zwischen den Mangroven zeigen Königsseeschwalben, Flamingos und Goliathreiher.
Casamance
Südlich von Gambia, vom Rest des Landes durch dessen Territorium getrennt, liegt die grünere, palmenreiche Casamance mit der Provinzhauptstadt Ziguinchor und dem Badeort Cap Skirring. Seit 1990 gibt es in Teilen der Region einen abgeschwächten Konflikt zwischen der Bewegung MFDC und dem Staat; im Februar 2025 vereinbarte die Regierung mit einer Fraktion eine Entwaffnung, sporadische Gewalt in Grenzgebieten bleibt möglich (Details im Abschnitt Sicherheit).
Niokolo-Koba und der Osten
Im Südosten, an der Grenze zu Guinea, schützt der rund 9'130 km² grosse Niokolo-Koba-Nationalpark seit 1981 als UNESCO-Biosphärenreservat Löwen, Elefanten, Schimpansen und mehrere Tausend Flusspferde; 2024 wurde er von der Liste des bedrohten Welterbes gestrichen, nachdem sich der Wildtierbestand erholt hatte. Die Anreise von Dakar dauert auf der Strasse einen vollen Tag.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für den Senegal?
Die Trockenzeit von November bis Mai ist mit wenig Niederschlag und milderen Temperaturen die angenehmste Reisezeit für den ganzen Senegal. Von Juni bis Oktober bringt der westafrikanische Monsun deutlich mehr Regen und Luftfeuchtigkeit, in Dakar mit einem Höhepunkt im August und September; die Regenzeit fällt in der Sahelzone insgesamt kürzer und heftiger aus als im tropischen Afrika weiter südlich.
Klima Dakar: Höchst- und Tiefstwerte, Niederschlag
| Dakar | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 27 | 26 | 26 | 26 | 27 | 29 | 31 | 31 | 31 | 32 | 31 | 28 |
| Tiefstwert °C | 20 | 19 | 19 | 20 | 21 | 24 | 26 | 26 | 25 | 26 | 24 | 22 |
| Niederschlag mm | 11 | 8 | 3 | 6 | 2 | 14 | 79 | 191 | 170 | 49 | 9 | 13 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LEOPOLD SEDAR SENGHOR INTL (4 km, 26 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
In Dakar liegen die Tageshöchstwerte von Dezember bis März bei rund 26 bis 27 °C und damit deutlich unter den bis zu 31 °C der Regenzeitmonate September und Oktober; nachts kühlt es an der Atlantikküste selten unter 18 bis 20 °C ab. Zwischen Juni und Oktober steigt die Luftfeuchtigkeit stark, mit dem meisten Regen im August (rund 191 mm) und September (rund 170 mm).
Im Landesinneren und in der Sahelzone um Touba und Tambacounda ist die Trockenzeit von November bis Mai zusätzlich vom Harmattan geprägt, einem trockenen, oft staubigen Wind aus der Sahara, während die kurze, aber intensive Regenzeit weiter südlich in der Casamance deutlich mehr Niederschlag bringt als an der Petite Côte.
Wer die Île de Gorée oder den Lac Rose besuchen will, plant besser die Trockenzeit ein: Ausflugsboote nach Gorée fallen bei starkem Wind gelegentlich aus, und die Rosafärbung des Lac Rose ist in der Trockenzeit am kräftigsten.
Quellen: Wikipedia
Was braucht man für die Einreise in den Senegal?
Schweizer, Deutsche und Österreicher benötigen für touristische Aufenthalte bis zu drei Monaten kein Visum, müssen aber ein Rückflugticket und einen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass vorweisen. Für Kinder ohne beide Elternteile ist eine amtlich beglaubigte, französischsprachige Vollmacht der Sorgeberechtigten erforderlich.
- Schweiz, Deutschland, Österreich: visumfrei für touristische Aufenthalte bis 3 Monate; Reisepass (kein Personalausweis) mind. 6 Monate über die Reise hinaus gültig.
- Nachweise: Rückflug- oder Weiterreiseticket wird bei der Einreise gelegentlich verlangt.
- Minderjährige: ohne begleitende Sorgeberechtigte brauchen eine amtlich beglaubigte, französischsprachige Vollmacht der Eltern.
- Bargeld: Ein- und Ausfuhr ist begrenzt; ohne Deklaration bis 1 Mio. XOF Einfuhr und 500'000 XOF Ausfuhr, darüber ist bei Einreise eine Devisendeklaration nötig.
- Andere Staatsangehörigkeiten: für sie gelten eigene Regeln; massgeblich ist die senegalesische Botschaft oder Einwanderungsbehörde des Wohnsitzlandes.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für den Senegal?
healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden die Gelbfieberimpfung sowie Hepatitis A, dazu Hepatitis B und Tollwut je nach Reisestil. Malaria besteht laut Auswärtigem Amt ganzjährig mit hohem Risiko vor allem im Süden und Osten; Mückenschutz gegen Dengue- und Zika-Überträger ist im ganzen Land wichtig, auch in Dakar.
Die Gelbfieberimpfung wird von der WHO für alle Reisenden ohne Kontraindikationen empfohlen, mindestens zehn Tage vor Abreise verabreicht. Hepatitis A wird für alle Reisen in tropische Länder empfohlen, Hepatitis B für Reisende mit engerem Personenkontakt oder medizinischen Eingriffen vor Ort.
Malariaprophylaxe ist laut CDC im ganzen Land angezeigt; in Dakar-Stadt ist das Risiko gering, im Landesinneren und Süden steigt es deutlich an. Meningokokken-Impfungen empfiehlt healthytravel.ch bei Aufenthalten über 30 Tagen in der Trockenzeit im Sahelgürtel; ein 2025er Rift-Valley-Fieber-Ausbruch bei Saint-Louis gilt als beendet.
Die medizinische Versorgung ist laut Auswärtigem Amt ausserhalb Dakars nicht mit europäischem Standard vergleichbar; eine Reise- und Rückholversicherung ist empfehlenswert. Leitungswasser sollte man meiden.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist der Senegal für Reisende?
Dakar, die Petite Côte und die touristischen Teile der Casamance gelten laut BMEIA als Gebiet mit erhöhter, aber verwaltbarer Vorsicht. Von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Mali und Mauretanien sowie in Teile der Grenzregionen zu Guinea-Bissau raten EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA wegen erhöhtem Entführungsrisiko ausdrücklich ab.
In der Casamance kommt es laut BMEIA weiterhin sporadisch zu Überfällen im Zusammenhang mit dem seit 1990 andauernden, stark abgeschwächten MFDC-Konflikt; die touristischen Zonen um Cap Skirring sind davon in der Regel nicht betroffen, abgelegene Grenzgebiete zu Guinea-Bissau schon.
Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, Handtaschenraub durch Motorradfahrer und nächtliche Überfälle auf Hotelanlagen sind laut Auswärtigem Amt das häufigste Risiko; Nachtfahrten ausserhalb der Städte gelten wegen der Unfallgefahr als riskant. Seit einer Regierungsentlassung im Mai 2026 kommt es gelegentlich zu spontanen politischen Versammlungen, die man als Reisende meidet.
Massgeblich für die aktuelle Lage sind die tagesaktuellen Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie reist man in den Senegal und im Land herum?
Internationale Flüge landen am 2017 eröffneten Flughafen Dakar Blaise Diagne (DSS), rund 43 km östlich der Innenstadt; Nonstopverbindungen bestehen aus mehreren europäischen Drehkreuzen, darunter Paris, Brüssel und Lissabon, dazu über Casablanca und Istanbul. Im Land verbinden Inlandflüge, Fernbusse und Sammeltaxis (Sept-Places) die Regionen.
| Strecke | Verkehrsmittel | Distanz/Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen Blaise Diagne – Dakar Zentrum | Taxi, Shuttle | rund 43 km |
| Dakar – Saint-Louis | Auto, Bus | rund 320 km |
| Dakar – Lac Rose | Auto | rund 35 km |
| Dakar – Île de Gorée | Fähre | rund 30 min |
| Dakar – Ziguinchor (Casamance) | Flug / Auto | rund 1 h / 450 km |
| Dakar – Niokolo-Koba | Auto | rund 1 Tagesfahrt |
Nonstopverbindungen nach Dakar bestehen aus mehreren europäischen Drehkreuzen: Air France fliegt Paris, Brussels Airlines Brüssel, TAP Air Portugal Lissabon, ITA Airways Rom, dazu saisonale Transavia-Verbindungen aus französischen Regionalflughäfen. Air Transat verbindet Montreal, Delta Air Lines New York; für Reisende aus Übersee sind Royal Air Maroc über Casablanca und Turkish Airlines über Istanbul verbreitete Umsteigeverbindungen.
Innerhalb Westafrikas verbinden Air Senegal und Transair Dakar mit Regionalzielen; Ethiopian Airlines, Kenya Airways und Emirates bieten Anschlüsse aus anderen Erdteilen für eine Kombination mit dem übrigen Afrika.
Für Fahrten im Land dominieren ausserhalb Dakars die «Sept-Places», Sammeltaxis mit sieben Plätzen, sowie Fernbusse; für die eigene Fahrt braucht man einen internationalen Führerschein, Nachtfahrten sind wegen des Unfallrisikos zu vermeiden.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Welches Geld braucht man im Senegal und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der CFA-Franc BCEAO (XOF), der fest an den Euro gebunden ist (1 EUR = 655,957 XOF) und in acht westafrikanischen Staaten gilt – nicht zu verwechseln mit dem zentralafrikanischen CFA-Franc (XAF) oder mit der Landeswährung der Schweiz. Geldautomaten gibt es in Dakar, Saint-Louis und den grösseren Touristenorten, ausserhalb davon wird Bargeld schnell knapp.
Die von der Zentralbank BCEAO mit Sitz in Dakar ausgegebenen Banknoten gelten einheitlich in Senegal, Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Côte d'Ivoire, Mali, Niger und Togo. In Hotels und grösseren Restaurants in Dakar wird Kartenzahlung zunehmend akzeptiert, auf Märkten und in Sammeltaxis ist Bargeld die Regel.
Bei der Einreise ist die Bargeldein- und -ausfuhr begrenzt: ohne Deklaration sind rund 1 Mio. XOF (rund 1'500 EUR) einzuführen und 500'000 XOF (rund 750 EUR) auszuführen erlaubt; höhere Summen müssen deklariert werden.
Ausserhalb der grossen Städte akzeptieren viele Geschäfte nur Bargeld, Wechselgeld für grosse Scheine ist knapp; kleine Scheine für Fahrten und Marktkäufe sollte man bereithalten.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man im Senegal am besten?
In Dakar wohnen die meisten Reisenden an der Corniche oder in den Vierteln Plateau, Almadies und Ngor mit Nähe zu Restaurants und Surfstränden. An der Petite Côte liegen Ferienanlagen vor allem in Saly, an der Casamance-Küste in Cap Skirring; im Sine-Saloum-Delta prägen kleine Camps und Ökolodges auf Stelzen das Angebot.
Dakar bietet die grösste Bandbreite, von einfachen Pensionen bis zu Hotelketten an der Corniche; wer Nähe zu Nachtleben und den Surfspots von Ngor und Yoff sucht, wohnt im Westen der Halbinsel. Auf Île de Gorée gibt es nur wenige, kleine Gästehäuser, weshalb die meisten Reisenden von Dakar einen Tagesausflug machen.
Saly an der Petite Côte konzentriert grössere Ferienanlagen mit Pool, während das Sine-Saloum-Delta kleine, oft nachhaltig geführte Camps auf Stelzen bietet. In der Casamance liegt das Angebot vor allem um Cap Skirring, von einfachen Campements bis zu Strandresorts.
Was isst man im Senegal?
Nationalgericht ist Thiéboudiénne, gedünsteter Fisch mit Reis und Gemüse in Tomatensauce, oft mit Fisch, der zuvor am Lac Rose gesalzen wurde. Daneben prägen Yassa (Hühnchen oder Fisch in Zwiebel-Zitronen-Sauce), Mafé (Erdnusseintopf) und die traditionelle Attaya-Teezeremonie mit drei aufeinanderfolgenden Aufgüssen den Alltag.
Thiéboudiénne gilt als Ursprung der westafrikanischen Jollof-Reis-Familie und wird aus einem gemeinsamen Topf gegessen. Yassa, mit karamellisierten Zwiebeln und Zitrone zubereitet, stammt aus der Casamance, während Mafé mit Erdnusssauce im ganzen Sahelgürtel verbreitet ist.
Der Tee Attaya wird meist von jungen Männern zubereitet und in drei Runden serviert, die von bitter über süss bis sehr süss reichen; die Zeremonie kann ein bis zwei Stunden dauern. Leitungswasser sollte man meiden.
Welche Kultur und welche Feste prägen den Senegal?
Der Islam sufischer Prägung, vor allem die Bruderschaften der Mouriden und der Tijaniyya, bestimmt Alltag und Kalender; das grösste religiöse Ereignis ist der Grand Magal in der von den Mouriden verwalteten Pilgerstadt Touba, zu dem jährlich rund zwei Millionen Pilger anreisen. Musikalisch ist der Senegal für den perkussionsreichen Mbalax bekannt, den Weltstars wie Youssou N'Dour geprägt haben.
Touba, rund 190 km östlich von Dakar, ist die religiöse Hauptstadt der 1887 vom Sufi-Gelehrten Amadou Bamba gegründeten Mouriden-Bruderschaft und wird von dieser praktisch autonom verwaltet, von Bildung bis zur Bodennutzung. Die 1963 fertiggestellte Grosse Moschee mit ihrem 87 m hohen Minarett «Lamp Fall» zählt zu den grössten Moscheen Afrikas.
Der traditionelle Ringkampf Laamb füllt an Wochenenden die Stadien Dakars und wird landesweit im Fernsehen übertragen; er verbindet Ringen mit Trommelmusik und rituellen Elementen. Im Umgang mit Älteren spielt Respekt eine grosse Rolle, ebenso die Teranga, die senegalesische Gastfreundschaft gegenüber Fremden.
In Moscheen und bei religiösen Feiern bedeckt man Schultern und Knie; beim Betreten von Wohnhäusern zieht man häufig die Schuhe aus.
Quellen: Wikipedia
Welche Erlebnisse lohnen sich im Senegal?
Zu den Höhepunkten zählen die Gedenkstätte Île de Gorée, das Floating im rosafarbenen Lac Rose, Pirogenfahrten durch die Mangroven des Sine-Saloum-Deltas und Vogelbeobachtung im Djoudj-Schutzgebiet nahe Saint-Louis. Surfer nutzen die Atlantikwellen bei Ngor und Yoff in Dakar, während der Niokolo-Koba-Nationalpark im Südosten Löwen, Elefanten und Schimpansen zeigt.
Dakar und Umgebung
Die Fischerstrände Ngor und Yoff im Nordwesten Dakars sind das Zentrum der senegalesischen Surfszene, mit Wellen für Einsteiger und Fortgeschrittene und Schulen direkt am Strand.
Delta und Küste
Mehrtägige Piroge-Touren durch das Sine-Saloum-Delta verbinden Vogelbeobachtung, Fischerdörfer und Übernachtungen in Ökolodges auf Stelzen; von Saint-Louis aus zeigen Bootsausflüge ins Djoudj-Vogelschutzgebiet Pelikane und Flamingos.
Landesinneres
Der Niokolo-Koba-Nationalpark beherbergt laut den letzten Zählungen rund 120 Löwen, 50 Elefanten, 150 Schimpansen und mehrere Tausend Flusspferde; Fahrten dauern wegen der Anreise meist mehrere Tage und lohnen sich am meisten in der Trockenzeit.
Quellen: Wikipedia
Wie reist man im Senegal verantwortungsvoll?
Im Sine-Saloum-Delta und in der Casamance schützen von Dorfgemeinschaften betriebene Camps die Mangrovenwälder und schaffen lokale Einkommen; solche Unterkünfte sind eine sinnvolle Alternative zu grossen Anlagen an der Petite Côte. Auf der Île de Gorée gilt es, die Gedenkstätte mit Respekt zu besuchen und lokale Guides zu buchen, die von der Erinnerungsarbeit direkt profitieren.
- Gemeindebasierte Camps im Sine-Saloum-Delta und in der Casamance wählen statt grosser Ferienanlagen.
- Lokale Guides auf Gorée und in Djoudj buchen, statt Ausflüge ausschliesslich über internationale Veranstalter zu organisieren.
- Einwegplastik vermeiden; in vielen Küstenorten fehlt eine geordnete Entsorgung.
- Bei Attaya-Einladungen und in Moscheen kulturelle Zurückhaltung und angemessene Kleidung zeigen.
Quellen: Wikipedia
Mit welchen Ländern lässt sich der Senegal kombinieren?
Am naheliegendsten ist Gambia, das den Senegal auf drei Seiten umschliesst und von Dakar aus per Inlandflug, Fähre oder Strasse erreichbar ist. Die Inselgruppe Cabo Verde liegt rund zwei Flugstunden vor der Küste und lässt sich mit Air Senegal oder über Casablanca anschliessen; von einer Weiterreise nach Mauretanien oder in Teile Malis raten die Sicherheitsbehörden derzeit ab.
Zwischen Dakar und Banjul in Gambia verkehren mehrmals wöchentlich Flüge von unter einer Stunde; alternativ verbindet die Strasse über die Grenze bei Karang beide Länder. Wer die Casamance besucht, überquert auf dem Landweg ohnehin gambisches Staatsgebiet.
Nach Cabo Verde bestehen Flugverbindungen ab Dakar unter anderem mit Air Senegal; die Inselgruppe liegt rund 600 km westlich vor der Küste und eignet sich als zusätzliche Strandetappe.
Für wen eignet sich der Senegal, für wen weniger?
Der Senegal passt zu kulturell interessierten Reisenden, Vogelbeobachtern, Surfern und allen, die Westafrika ohne lange Safarilogistik kennenlernen wollen, dazu zu Musikfans wegen der lebendigen Mbalax- und Jazz-Szene. Weniger geeignet ist das Land für alle, die durchgehend touristische Infrastruktur nach europäischem Vier- oder Fünf-Sterne-Standard oder eine grosse Auswahl an Safari-Grosswild erwarten.
Kulturreisende profitieren von der Dichte an Gedenkstätten und UNESCO-Stätten nahe Dakar, Vogelbeobachter von Djoudj und dem Sine-Saloum-Delta. Wer surft, findet in Ngor und Yoff das ganze Jahr über Wellen.
Wer klassische Safaris mit grosser Wildtierdichte sucht, ist im südlichen oder ostafrikanischen Raum besser aufgehoben; wer durchgehend Kartenzahlung erwartet, sollte sich auf Bargeld ausserhalb Dakars einstellen.