Die Glasplattform des Skywalk am 580 Meter hohen Cabo Girão

Inselgruppe · Portugal

Madeira

Madeira ist eine subtropische Vulkaninsel rund 805 km südwestlich des portugiesischen Festlands, autonome Region Portugals und ganzjähriges Reiseziel für Wanderungen entlang der historischen Bewässerungskanäle (Levadas). Zur Inselgruppe gehören neben der Hauptinsel das Sandstrand-Eiland Porto Santo sowie die unbewohnten Desertas und Selvagens. Steile Küsten, ein Lorbeerwald von Weltrang und milde Temperaturen prägen das ganze Jahr.

Foto: Arnaud STECKLE auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Funchal (105'795 Einwohner, Volkszählung 2021)
Amtssprache
Portugiesisch
Währung
Euro (€)
Zeitzone
UTC±0, Sommerzeit UTC+1 (Ende März bis Ende Oktober); wie das portugiesische Festland
Internationaler Flughafen
Madeira/Cristiano Ronaldo (FNC) bei Funchal; zusätzlich Porto Santo (PXO)
Ideale Reisedauer
6 bis 9 Tage für Hauptinsel und einen Abstecher nach Porto Santo
Beste Reisezeit
ganzjährig mild; April bis Oktober für Levada-Wanderungen am trockensten
Einreise CH/DE/AT
wie ganz Portugal: Schengen-Raum, kein Visum bis 90 Tage, Pass oder Personalausweis genügt (Stand September 2026)
Strom
230 V, 50 Hz, Steckertyp C und F
Notruf
112 (europaweite Notrufnummer)
Impfungen
Keine Pflicht; Madeira gilt als Dengue-Risikogebiet, Mückenschutz tagsüber wichtig
Trinkgeld
Nicht verpflichtend; 5 bis 10 % in Restaurants üblich

Warum nach Madeira reisen?

Kurz gesagt

Madeira verbindet ein subtropisches Klima mit steilen Bergen bis 1'862 m und einem 15'000 ha grossen Lorbeerwald, der seit 1999 als UNESCO-Welterbe gilt und Bäume bis zu 800 Jahre Alter birgt. Ein dichtes Netz historischer Bewässerungskanäle, die Levadas, erschliesst die Insel für Wanderungen jeder Schwierigkeit, meist mit wenig Höhenunterschied entlang des Kanals selbst.

Funchal, die Hauptstadt, liegt amphitheaterartig an einer Steilküste im Süden und ist zugleich Kreuzfahrthafen und Ausgangspunkt für Levada-Touren, den Cabo Girão und Bootsausflüge zu Walen und Delfinen.

Zur Inselgruppe gehört auch Porto Santo mit einem 9 km langen goldenen Sandstrand, der einzige nennenswerte Sandstrand der ganzen Gruppe, erreichbar per Fähre oder Kurzstreckenflug ab Funchal.

Anders als die Azoren liegt Madeira näher am Festland und ist mit fast 30 Fluggesellschaften ab fast 100 Zielen weit dichter angebunden, was Madeira auch für kürzere Reisen und Zwischenstopps interessant macht.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia

Wie ist Madeira?

Kurz gesagt

Die Hauptinsel misst 740.7 km² und ist mit dem Pico Ruivo (1'862 m) sehr gebirgig; dazu kommen Porto Santo (42.5 km²), die unbewohnten Desertas (14.2 km²) und die noch kleineren Selvagens. Insgesamt leben auf der Inselgruppe 250'769 Menschen (Volkszählung 2021), gut 40 % davon in und um Funchal.

Das Klima ist subtropisch-mild mit trockenen Sommern und feuchteren Wintern; der Süden um Funchal ist deutlich trockener und wärmer als der wolkenverhangene Norden, weil die Berge die Passatwolken auffangen.

Landwirtschaftlich prägen terrassierte Bananen-, Wein- und Gemüsefelder die Steilhänge, viele nur über schmale Treppenwege erreichbar. Madeira ist seit dem 30. April 1976 autonome Region Portugals mit eigenem Regionalparlament und eigener Regierung, zugleich Rand- und Sondergebiet der EU.

Das Auswärtige Amt nennt für Madeira ausdrücklich eine seismisch aktive Zone sowie ganzjährig mögliche Stürme, Starkregen und extreme Wetterwechsel, anders als für das ruhigere portugiesische Festland.

Amtssprache ist Portugiesisch, in Tourismusorten kommt man mit Englisch gut zurecht. Die Infrastruktur ist dicht: Autobahnen, Tunnel und Brücken verbinden praktisch jeden Ort der Hauptinsel, was Madeira spürbar erschlossener macht als etwa die Azoren.

Weil das Gelände so steil ist, wachsen Siedlungen oft terrassenförmig an den Hängen; Funchal selbst zieht sich vom Hafen bis auf mehrere hundert Meter Höhe, mit spürbar kühlerer Luft in den oberen Vierteln als am Wasser.

Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt

Welche Orte lohnen sich auf Madeira?

Kurz gesagt

Funchal ist Ausgangspunkt für die meisten Reisen, mit Altstadt, Markthalle und der Seilbahn nach Monte. Im Norden liegen die Lavabecken von Porto Moniz, im Osten die schmale Halbinsel Ponta de São Lourenço, im Westen der 580 m hohe Cabo Girão. Porto Santo ergänzt die Gruppe um Strandferien.

Funchal

Die Hauptstadt hat 105'795 Einwohner (2021) und ist Portugals sechstgrösste Stadt. Sehenswert sind die Altstadt Zona Velha, der Mercado dos Lavradores, die Kathedrale Sé und das Museum des in Funchal geborenen Fussballers Cristiano Ronaldo. Von Funchal führt eine Seilbahn hinauf nach Monte; von dort fahren die traditionellen Korbschlitten (Carros de Cesto) zweier Männer gelenkt zurück ins Zentrum.

Monte und die Botanischen Gärten

Oberhalb Funchals liegt der frühere Sommersitz Monte mit der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte; eine zweite Seilbahnstrecke führt weiter zum Jardim Botânico. Beide Gärten zeigen die für Madeira typische subtropische Vegetation aus aller Welt.

Cabo Girão

Der Cabo Girão ist mit rund 580 m eine der höchsten Steilküsten Europas. Seit Oktober 2012 führt eine Glasplattform (Skywalk) bis über den Abgrund hinaus, mit Blick auf die Bananenterrassen weit unten am Wasser.

Porto Moniz

Im äussersten Nordwesten liegen die natürlichen Lavabecken von Porto Moniz, in denen sich Meerwasser sammelt; sie sind eines der bekanntesten Fotomotive der Insel und ganzjährig zugänglich, aber wetterabhängig geschlossen, wenn die Brandung zu stark ist.

Ponta de São Lourenço

Die östlichste Landspitze Madeiras ist eine trockene, vulkanische Halbinsel ohne Lorbeerwald, dafür mit weitem Blick über Klippen und das offene Meer; ein markierter Wanderweg führt bis fast an ihre Spitze.

Porto Santo

Die Nachbarinsel liegt rund 2.5 Fährstunden von Funchal entfernt und hat mit 9 km einen der längsten zusammenhängenden Sandstrände der Makaronesischen Inseln. Sie ist flacher und trockener als die Hauptinsel, misst nur 42.5 km² und gilt als Badeziel innerhalb der Gruppe; ein eigener kleiner Flughafen (PXO) verbindet sie zusätzlich mit Funchal.

Santana und der Norden

An der Nordküste erinnern die traditionellen dreieckigen Strohdachhäuser von Santana an die ursprüngliche Bauweise der Insel. Von dort starten mehrere bekannte Levada-Wanderungen, darunter jene zum Wasserfall Caldeirão Verde mitten im Lorbeerwald.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Ferryscanner (Porto Santo Line Fahrplandaten)

Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?

Kurz gesagt

Madeira ist ein Ganzjahresziel mit milden Temperaturen; die Stationswerte von Funchal zeigen Wintertiefstwerte um 14 bis 15 °C und Sommerhöchstwerte um 25 bis 27 °C. Für Levada-Wanderungen eignen sich April bis Oktober am besten, weil dann weniger Regen fällt und die Wege trockener und griffiger sind.

Funchal: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (°C) und Monatsniederschlag (mm)

FunchalJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C202021212224252727262321
Tiefstwert °C151515161719202121201816
Niederschlag mm3745442920105821415153

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station FUNCHAL (2 km, 56 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass es auf Madeira ganzjährig zu Stürmen, Starkregen und extremen Wetterwechseln kommen kann, anders als auf dem ruhigeren Festland; die Wetterlage sollte gerade vor Levada-Touren tagesaktuell geprüft werden.

Die Neujahrsnacht in Funchal ist ein eigener Anziehungspunkt: Das Feuerwerk in der Bucht war 2006/2007 als grösste Feuerwerksshow der Welt im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet und hielt den Titel bis 2012; rund 8 Minuten lang wird die Bucht von 58 Abschussstationen aus in Licht getaucht, 26 davon im Amphitheater Funchals selbst.

Der Süden um Funchal bleibt trockener und wärmer als der Norden, weil die Bergkette in der Inselmitte die feuchten Passatwolken auffängt; wer trockenes Wetter sucht, bleibt eher im Süden, wer den dichtesten Lorbeerwald sehen will, fährt gezielt in den Norden.

Quellen: Auswärtiges Amt · Wibke's Travels

Was bedeutet die Autonomie Madeiras für Reisende?

Kurz gesagt

Madeira ist seit dem 30. April 1976 eine autonome Region Portugals mit eigenem Regionalparlament und eigener Regierung, zugleich Rand- und Sondergebiet der EU. Für Reisende bedeutet das: dieselbe Zeitzone und Währung wie das Festland, aber eigene Flugverbindungen und eine eigene, auf die Insel zugeschnittene touristische Verwaltung.

Für die allgemeine Einreise (Visum, Pass, Zoll) gelten für Madeira dieselben Regeln wie für ganz Portugal; Details dazu stehen auf der Länderseite Portugal. Eigene Regeln betreffen vor allem den Alltag vor Ort: eigene Notfallnummern für Bergrettung, eigene Levada-Wegweiser und ein eigenes Tourismusbüro (Visit Madeira).

Das Auswärtige Amt behandelt Madeira in mehreren Punkten separat vom Festland und weist für Madeira und die Azoren auf die seismisch aktive Zone hin.

Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt

Was braucht man für die Einreise nach Madeira?

Kurz gesagt

Für Madeira gelten dieselben Regeln wie für das portugiesische Festland: Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, ein gültiger Pass oder Personalausweis genügt, da Madeira zu Portugal und damit zum Schengen-Raum gehört (Stand September 2026).

Details zu Visumfreiheit, biometrischen Anforderungen und der Aufenthaltsdauer stehen auf der Länderseite Portugal und gelten unverändert für Madeira; eine eigene Einreisekontrolle mit Sonderregeln gibt es nicht, ausser bei Direktflügen aus Nicht-Schengen-Staaten wie dem einzigen US-Flug ab Newark, wo die reguläre Schengen-Grenzkontrolle am Flughafen Funchal stattfindet.

Für andere Staatsangehörigkeiten als CH/DE/AT gelten eigene Regeln; massgeblich sind allein die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA vor der Abreise.

Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Madeira?

Kurz gesagt

Vorgeschrieben ist keine Impfung. Healthytravel.ch führt Madeira ausdrücklich als Dengue-Risikogebiet und empfiehlt optimalen Mückenschutz auch tagsüber, selbst in Städten; eine Dengue-Impfung kommt laut der Seite nur für Personen mit einer früheren Dengue-Infektion infrage.

Daneben gelten die allgemeinen Portugal-Empfehlungen: Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan, Hepatitis A für Reisen abseits der Hauptorte. Die CDC behandelt Madeira nicht gesondert, verweist aber auf die Portugal-weiten Hepatitis-Empfehlungen.

Das Auswärtige Amt warnt zudem vor häufigen, teils schweren Unfällen beim Verlassen markierter Levada-Wege wegen Hangrutschen und gefährlicher Strömungen an der Küste; feste Wanderschuhe und das Bleiben auf dem Weg sind auf Madeira keine Formsache, sondern Sicherheitsfrage.

Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt

Wie sicher ist Madeira?

Kurz gesagt

Das Auswärtige Amt stuft Reisen nach Portugal grundsätzlich als sicher ein, nennt für Madeira aber eine seismisch aktive Zone, ganzjährig mögliche Stürme und Starkregen sowie sehr starke und lebensgefährliche Unterwasserströmungen an der Atlantikküste.

Die grösste Gefahr für Reisende sind laut Auswärtigem Amt Unfälle beim Verlassen markierter Levada-Wege, verursacht durch Hangrutsche, überflutete Kanäle oder unterschätzte Absturzstellen. Man bleibt auf dem Weg, meidet Levadas bei starkem Regen und badet nur an bewachten oder als sicher bekannten Stellen.

Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Wie kommt man nach Madeira?

Kurz gesagt

Der Madeira-Flughafen (FNC) bei Funchal, seit 2017 nach Cristiano Ronaldo benannt, wird laut Betreiberdaten von rund 29 Fluggesellschaften zu etwa 99 Zielen angeflogen (Stand September 2026), von Lissabon und Porto über London, Paris und Frankfurt bis Madrid und Brüssel. United Airlines verbindet Madeira direkt mit New York/Newark, die einzige Nordamerika-Verbindung (Stand September 2026).

Direktflüge ab Funchal nach Weltregionen (Auswahl, Stand September 2026)
RegionZiele/Airlines
PortugalLissabon, Porto (TAP, Azores Airlines)
Übriges EuropaLondon, Paris, Frankfurt, Amsterdam, Madrid, Brüssel u. a. (u. a. easyJet, Ryanair, TAP, British Airways, Condor, Eurowings)
NordamerikaNew York/Newark (United), einzige Direktverbindung
AzorenTerceira (Azores Airlines, saisonal)

Zwischen den Inseln der Gruppe verkehrt Binter/Azores Airlines mit Kurzstreckenflügen nach Porto Santo; die Flugzeit beträgt nur wenige Minuten.

Fähre nach Porto Santo

Die Porto Santo Line verbindet Funchal und Porto Santo mit der Fähre Lobo Marinho, rund 7 Abfahrten pro Woche, Fahrzeit etwa 2 h 30 min bis 2 h 45 min, meist mit Abfahrt in Funchal am Morgen. Das Schiff nimmt auch Fahrzeuge mit.

Auf der Hauptinsel selbst ist das Strassennetz mit Autobahnen, Tunneln und Hochbrücken sehr gut ausgebaut; ein Mietwagen erschliesst Nordküste und Levadas deutlich schneller als der Überlandbus.

Quellen: Wikipedia · Ferryscanner (Porto Santo Line Fahrplandaten) · Wikipedia

Welche Währung gilt, und wie bezahlt man auf Madeira?

Kurz gesagt

Gezahlt wird mit dem Euro wie auf dem portugiesischen Festland. Karten werden praktisch überall akzeptiert, von Hotels über Restaurants bis zu Levada-Kiosken in grösseren Orten; Geldautomaten (Multibanco) gibt es in Funchal und allen grösseren Ortschaften dicht.

In abgelegenen Dörfern im Norden und auf Porto Santo lohnt sich dennoch etwas Bargeld für kleine Cafés oder Marktstände. Trinkgeld ist nicht verpflichtend; 5 bis 10 % in Restaurants sind üblich, bei geführten Levada-Touren rundet man je nach Zufriedenheit auf.

Weil Madeira zur EU-Zollunion gehört, gelten dieselben Meldepflichten für grössere Bargeldbeträge wie im übrigen Schengen-Raum: Ab 10'000 € muss man Ein- und Ausfuhr bei der Zollbehörde deklarieren.

Quellen: Wikipedia

Wo übernachtet man auf Madeira?

Kurz gesagt

Funchal bündelt das grösste Angebot, von historischen Hotels wie dem Reid's Palace an der Steilküste bis zu modernen Stadthotels nahe der Altstadt. Wer Levadas im Norden erkunden will, wohnt oft in kleineren Quintas oder Landhäusern nahe Santana oder São Vicente.

Auf Porto Santo konzentrieren sich Hotels entlang des Sandstrands nahe Vila Baleira. Wegen der guten Strassenverbindungen lässt sich Madeira auch von einer einzigen Basis in Funchal aus als Tagesausflugsziel bereisen, ein Basiswechsel ist nicht zwingend nötig.

Wer länger bleibt, findet zunehmend auch Ferienwohnungen in umgebauten Weinbauernhäusern (Quintas) mit eigenem Garten; sie liegen oft ausserhalb der Stadt und eignen sich gut als Ausgangspunkt für mehrere Levada-Touren am Stück.

Quellen: Wikipedia

Was isst man auf Madeira?

Kurz gesagt

Typisch ist die Espetada, Rindfleischspiesse am Lorbeerzweig gegrillt, dazu Bolo do Caco, ein rundes Kartoffelbrot vom Stein. Der gebratene Degenfisch (Espada) wird oft mit Banane serviert, eine für Madeira eigentümliche Kombination aus Meer und subtropischem Obst.

Bekanntester Exportartikel ist der Madeira-Wein, ein aufgespriteter Süss- bis Trockenwein in den Stilen Sercial, Verdelho, Bual und Malmsey (Malvasia); schon 1455 galten die Malvasia-Weine der Insel international als begehrt, Shakespeare erwähnt sie in mehreren Stücken.

Poncha, ein Mix aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrusfrüchten, gilt als inoffizielles Nationalgetränk der Insel und wird in eigenen Poncha-Bars ausgeschenkt.

Quellen: Wikipedia

Wie leben die Menschen auf Madeira?

Kurz gesagt

Auf der Inselgruppe leben 250'769 Menschen (Volkszählung 2021), rund 40 % davon im Grossraum Funchal. Die Neujahrsnacht in der Bucht von Funchal ist ein Höhepunkt des Jahres: Das Feuerwerk 2006/2007 hielt bis 2012 den Guinness-Rekord als grösste Feuerwerksshow der Welt.

Weltweit bekannt ist Funchal auch als Geburtsstadt des Fussballers Cristiano Ronaldo, dem ein eigenes Museum und der Name des Flughafens gewidmet sind. Traditionelle Stickerei (Bordado Madeira) und der Weinbau prägen bis heute Handwerk und Wirtschaft der Insel, historisch stark von englischen Weinhändlern des 18. Jahrhunderts mitgestaltet.

Der Katholizismus prägt den Festkalender, sichtbar an Prozessionen und Kirchenfesten in praktisch jedem Dorf. Auswanderung ist bis heute Teil der Alltagskultur: Wikipedia beziffert die Nachfahren madeirensischer Auswanderer auf rund 350'000 in Südafrika und 200'000 in Venezuela, dazu grössere Gemeinschaften in Neuengland, Toronto und Nordkalifornien.

Quellen: Wikipedia

Was kann man auf Madeira erleben?

Kurz gesagt

Das Rückgrat jeder Reise sind die Levada-Wanderungen entlang historischer Bewässerungskanäle, oft ohne grosse Steigung mitten durch den Lorbeerwald. Dazu kommen der Skywalk am Cabo Girão, die Gondel- und Schlittenfahrt via Monte sowie Bootsausflüge zu Walen und Delfinen ab Funchal.

Die bekannteste Bergtour führt vom Pico do Areeiro (1'818 m) über den Pico das Torres (1'851 m) zum Pico Ruivo (1'862 m), dem höchsten Punkt Madeiras: 6.1 km, rund 3 Stunden, mittlere Schwierigkeit mit Tunneln und Felstreppen. Eine kürzere Variante führt vom Areeiro zum Aussichtspunkt Pedra Rija und zurück, gut 1.2 km je Richtung.

In Monte fährt eine Seilbahn ab dem Zentrum Funchals hinauf; von dort lassen sich Gäste in traditionellen Korbschlitten (Carros de Cesto), von zwei Männern gelenkt, wieder hinunter ins Zentrum gleiten, ein Brauch, der ursprünglich als Transportmittel diente.

  • Cabo Girão: Glasplattform 580 m über dem Meer, seit Oktober 2012 geöffnet.
  • Ponta de São Lourenço: karge Halbinsel im Osten mit Küstenwanderweg ohne Lorbeerwald.
  • Porto Moniz: natürliche Lavabecken im äussersten Nordwesten zum Baden.
  • Walbeobachtung: Bootstouren ab Funchal zu Delfinen und, je nach Saison, Pottwalen.
  • Porto Santo: Tagesausflug per Fähre zum 9 km langen Sandstrand.
  • Paragliding und Canyoning: Startplätze über der Steilküste bei Arco da Calheta und Schluchten-Touren im Norden.
  • Jardim Botânico: subtropische Gärten oberhalb Funchals, per zweiter Seilbahn ab Monte erreichbar.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia

Wie reist man auf Madeira rücksichtsvoll?

Kurz gesagt

Der Lorbeerwald Laurisilva ist UNESCO-Welterbe und einer der letzten grossflächigen Reste eines einst europaweiten Ökosystems; man bleibt auf den markierten Levada- und PR-Wegen, um Erosion und Schäden an bis zu 800 Jahre alten Bäumen zu vermeiden.

Weil Levada-Kanäle Trinkwasser und Bewässerung für Dörfer führen, wird nicht in ihnen gebadet oder Abfall hinterlassen. Wer Walbeobachtungstouren bucht, achtet auf Anbieter mit erkennbaren Abstandsregeln zu den Tieren.

Quellen: Wikipedia

Womit lässt sich Madeira kombinieren?

Kurz gesagt

Am einfachsten mit dem portugiesischen Festland über Lissabon oder Porto, beide mehrmals täglich angeflogen. Azores Airlines verbindet Madeira zudem saisonal direkt mit Terceira auf den Azoren (Stand September 2026), sodass sich beide Inselgruppen ohne Umweg über das Festland kombinieren lassen.

Ein Tagesausflug oder mehrtägiger Abstecher nach Porto Santo passt gut in jede Madeira-Reise, da die Fähre mehrmals wöchentlich fährt. Reisende aus den USA nutzen den Direktflug ab Newark, die einzige Nordamerika-Verbindung.

Quellen: Wikipedia

Für wen eignet sich Madeira, für wen weniger?

Kurz gesagt

Madeira passt zu Wanderern, die milde Temperaturen das ganze Jahr und ein dichtes Wegenetz ohne grosse Höhenunterschiede schätzen. Weniger geeignet ist die Insel für klassische lange Strandferien, da Sandstrände praktisch nur auf der Nebeninsel Porto Santo liegen.

  • Passt gut: Levada-Wanderer, Naturfotografen, Reisende, die ein mildes Ganzjahresziel mit dichtem Flugnetz suchen.
  • Passt weniger: Reine Badeferien-Suchende ohne Lust auf die Fähre nach Porto Santo; Reisende, die flaches Gelände statt steiler Küsten und Bergstrassen bevorzugen.

Quellen: Wikipedia

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Madeira.

Wie viele Tage braucht man für Madeira?

Für die Hauptinsel reichen 5 bis 6 Tage, um Funchal, den Norden und den Westen zu sehen. Mit einem zwei- bis dreitägigen Abstecher nach Porto Santo sind 8 bis 9 Tage realistisch.

Braucht man ein Visum für Madeira?

Nein, für Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige gilt dieselbe Regel wie für ganz Portugal: kein Visum bei touristischen Aufenthalten bis 90 Tage, ein gültiger Pass oder Personalausweis genügt.

Wann ist die beste Zeit für Levada-Wanderungen?

April bis Oktober sind trockener und daher am besten geeignet. In den Wintermonaten ist mit mehr Regen und rutschigeren Wegen zu rechnen, das Auswärtige Amt warnt zudem vor ganzjährig möglichen Starkregen-Ereignissen.

Ist Madeira ein Dengue-Risikogebiet?

Ja, healthytravel.ch listet Madeira als Dengue-Risikogebiet und empfiehlt konsequenten Mückenschutz auch tagsüber. Eine Impfung kommt nur für Personen mit einer früheren Dengue-Infektion infrage.

Wie kommt man von Madeira nach Porto Santo?

Mit der Fähre der Porto Santo Line, rund 2 h 30 min bis 2 h 45 min ab Funchal, etwa 7 Mal pro Woche, oder mit einem kurzen Linienflug.

Wie hoch ist der Cabo Girão?

Rund 580 m über dem Meer, eine der höchsten Steilküsten Europas. Seit Oktober 2012 führt eine Glasplattform bis über den Abgrund hinaus.

Braucht man einen Mietwagen auf Madeira?

Für den Norden, Levada-Startpunkte und Porto Moniz erleichtert ein Mietwagen die Reise deutlich; die Insel hat ein gut ausgebautes Strassen- und Tunnelnetz. In Funchal selbst kommt man zu Fuss und mit Bus oder Seilbahn gut zurecht.

Gibt es auf Madeira Sandstrände?

Auf der Hauptinsel kaum, die Küste ist meist felsig oder besteht aus schwarzem Kies. Der bekannteste Sandstrand der Gruppe liegt auf der Nebeninsel Porto Santo, 9 km lang.

Fliegt man von Nordamerika direkt nach Madeira?

Ja, United Airlines verbindet Madeira direkt mit New York/Newark, die einzige Nordamerika-Verbindung (Stand September 2026). Sonst reist man meist über Lissabon oder einen europäischen Hub.

Was ist die Levada-Wanderung zum Pico Ruivo?

Die bekannteste Route führt vom Pico do Areeiro über den Pico das Torres zum Pico Ruivo, 6.1 km und rund 3 Stunden, mit Tunneln und Felstreppen von mittlerer Schwierigkeit.

Wie sicher sind die Levada-Wege?

Auf markierten Wegen sind sie gut begehbar; das Auswärtige Amt warnt aber vor häufigen, teils schweren Unfällen, wenn Wanderer markierte Wege verlassen, wegen Hangrutschen und unterschätzten Absturzstellen.

Warum ist Funchal für das Silvesterfeuerwerk bekannt?

Das Feuerwerk in der Bucht von Funchal galt 2006/2007 als grösste Feuerwerksshow der Welt laut Guinness-Buch der Rekorde und hielt den Titel bis 2012; rund 8 Minuten lang wird die ganze Bucht bespielt.

Wie viele Madeirer leben im Ausland?

Sehr viele: Wikipedia beziffert allein die Nachfahren madeirensischer Auswanderer auf rund 350'000 in Südafrika und 200'000 in Venezuela, dazu grössere Gemeinschaften in Neuengland, Toronto und Nordkalifornien.

Ist Baden auf Madeira gefährlich?

An offenen Küstenabschnitten warnt das Auswärtige Amt vor sehr starken und lebensgefährlichen Unterwasserströmungen. Man badet an bewachten Stellen, in den Lavabecken von Porto Moniz oder auf dem Sandstrand von Porto Santo.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 22. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Madeira, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  2. Funchal, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  3. Cabo Girão, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  4. Time in Portugal, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  5. Mains electricity by country, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  6. Madeira Airport, Wikipedia, abgerufen 22. September 2026
  7. PR 1 – Vereda do Areeiro, Visit Madeira (Madeira Islands Tourism Board), abgerufen 22. September 2026
  8. Ferry from Funchal to Porto Santo, Ferryscanner (Porto Santo Line Fahrplandaten), abgerufen 22. September 2026
  9. New Year Fireworks in Funchal/Madeira, Wibke's Travels, abgerufen 22. September 2026
  10. Reisehinweise für Portugal: Sicherheit vor Ort, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 22. September 2026
  11. Portugal: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 22. September 2026
  12. Reiseinformation Portugal, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 22. September 2026
  13. Portugal: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 22. September 2026
  14. Portugal: Traveler View, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 22. September 2026

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