Warum nach Madeira reisen?
Madeira verbindet ein subtropisches Klima mit steilen Bergen bis 1'862 m und einem 15'000 ha grossen Lorbeerwald, der seit 1999 als UNESCO-Welterbe gilt und Bäume bis zu 800 Jahre Alter birgt. Ein dichtes Netz historischer Bewässerungskanäle, die Levadas, erschliesst die Insel für Wanderungen jeder Schwierigkeit, meist mit wenig Höhenunterschied entlang des Kanals selbst.
Funchal, die Hauptstadt, liegt amphitheaterartig an einer Steilküste im Süden und ist zugleich Kreuzfahrthafen und Ausgangspunkt für Levada-Touren, den Cabo Girão und Bootsausflüge zu Walen und Delfinen.
Zur Inselgruppe gehört auch Porto Santo mit einem 9 km langen goldenen Sandstrand, der einzige nennenswerte Sandstrand der ganzen Gruppe, erreichbar per Fähre oder Kurzstreckenflug ab Funchal.
Anders als die Azoren liegt Madeira näher am Festland und ist mit fast 30 Fluggesellschaften ab fast 100 Zielen weit dichter angebunden, was Madeira auch für kürzere Reisen und Zwischenstopps interessant macht.
Wie ist Madeira?
Die Hauptinsel misst 740.7 km² und ist mit dem Pico Ruivo (1'862 m) sehr gebirgig; dazu kommen Porto Santo (42.5 km²), die unbewohnten Desertas (14.2 km²) und die noch kleineren Selvagens. Insgesamt leben auf der Inselgruppe 250'769 Menschen (Volkszählung 2021), gut 40 % davon in und um Funchal.
Das Klima ist subtropisch-mild mit trockenen Sommern und feuchteren Wintern; der Süden um Funchal ist deutlich trockener und wärmer als der wolkenverhangene Norden, weil die Berge die Passatwolken auffangen.
Landwirtschaftlich prägen terrassierte Bananen-, Wein- und Gemüsefelder die Steilhänge, viele nur über schmale Treppenwege erreichbar. Madeira ist seit dem 30. April 1976 autonome Region Portugals mit eigenem Regionalparlament und eigener Regierung, zugleich Rand- und Sondergebiet der EU.
Das Auswärtige Amt nennt für Madeira ausdrücklich eine seismisch aktive Zone sowie ganzjährig mögliche Stürme, Starkregen und extreme Wetterwechsel, anders als für das ruhigere portugiesische Festland.
Amtssprache ist Portugiesisch, in Tourismusorten kommt man mit Englisch gut zurecht. Die Infrastruktur ist dicht: Autobahnen, Tunnel und Brücken verbinden praktisch jeden Ort der Hauptinsel, was Madeira spürbar erschlossener macht als etwa die Azoren.
Weil das Gelände so steil ist, wachsen Siedlungen oft terrassenförmig an den Hängen; Funchal selbst zieht sich vom Hafen bis auf mehrere hundert Meter Höhe, mit spürbar kühlerer Luft in den oberen Vierteln als am Wasser.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Welche Orte lohnen sich auf Madeira?
Funchal ist Ausgangspunkt für die meisten Reisen, mit Altstadt, Markthalle und der Seilbahn nach Monte. Im Norden liegen die Lavabecken von Porto Moniz, im Osten die schmale Halbinsel Ponta de São Lourenço, im Westen der 580 m hohe Cabo Girão. Porto Santo ergänzt die Gruppe um Strandferien.
Funchal
Die Hauptstadt hat 105'795 Einwohner (2021) und ist Portugals sechstgrösste Stadt. Sehenswert sind die Altstadt Zona Velha, der Mercado dos Lavradores, die Kathedrale Sé und das Museum des in Funchal geborenen Fussballers Cristiano Ronaldo. Von Funchal führt eine Seilbahn hinauf nach Monte; von dort fahren die traditionellen Korbschlitten (Carros de Cesto) zweier Männer gelenkt zurück ins Zentrum.
Monte und die Botanischen Gärten
Oberhalb Funchals liegt der frühere Sommersitz Monte mit der Wallfahrtskirche Nossa Senhora do Monte; eine zweite Seilbahnstrecke führt weiter zum Jardim Botânico. Beide Gärten zeigen die für Madeira typische subtropische Vegetation aus aller Welt.
Cabo Girão
Der Cabo Girão ist mit rund 580 m eine der höchsten Steilküsten Europas. Seit Oktober 2012 führt eine Glasplattform (Skywalk) bis über den Abgrund hinaus, mit Blick auf die Bananenterrassen weit unten am Wasser.
Porto Moniz
Im äussersten Nordwesten liegen die natürlichen Lavabecken von Porto Moniz, in denen sich Meerwasser sammelt; sie sind eines der bekanntesten Fotomotive der Insel und ganzjährig zugänglich, aber wetterabhängig geschlossen, wenn die Brandung zu stark ist.
Ponta de São Lourenço
Die östlichste Landspitze Madeiras ist eine trockene, vulkanische Halbinsel ohne Lorbeerwald, dafür mit weitem Blick über Klippen und das offene Meer; ein markierter Wanderweg führt bis fast an ihre Spitze.
Porto Santo
Die Nachbarinsel liegt rund 2.5 Fährstunden von Funchal entfernt und hat mit 9 km einen der längsten zusammenhängenden Sandstrände der Makaronesischen Inseln. Sie ist flacher und trockener als die Hauptinsel, misst nur 42.5 km² und gilt als Badeziel innerhalb der Gruppe; ein eigener kleiner Flughafen (PXO) verbindet sie zusätzlich mit Funchal.
Santana und der Norden
An der Nordküste erinnern die traditionellen dreieckigen Strohdachhäuser von Santana an die ursprüngliche Bauweise der Insel. Von dort starten mehrere bekannte Levada-Wanderungen, darunter jene zum Wasserfall Caldeirão Verde mitten im Lorbeerwald.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Ferryscanner (Porto Santo Line Fahrplandaten)
Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?
Madeira ist ein Ganzjahresziel mit milden Temperaturen; die Stationswerte von Funchal zeigen Wintertiefstwerte um 14 bis 15 °C und Sommerhöchstwerte um 25 bis 27 °C. Für Levada-Wanderungen eignen sich April bis Oktober am besten, weil dann weniger Regen fällt und die Wege trockener und griffiger sind.
Funchal: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (°C) und Monatsniederschlag (mm)
| Funchal | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 20 | 20 | 21 | 21 | 22 | 24 | 25 | 27 | 27 | 26 | 23 | 21 |
| Tiefstwert °C | 15 | 15 | 15 | 16 | 17 | 19 | 20 | 21 | 21 | 20 | 18 | 16 |
| Niederschlag mm | 37 | 45 | 44 | 29 | 20 | 10 | 5 | 8 | 21 | 41 | 51 | 53 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station FUNCHAL (2 km, 56 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin, dass es auf Madeira ganzjährig zu Stürmen, Starkregen und extremen Wetterwechseln kommen kann, anders als auf dem ruhigeren Festland; die Wetterlage sollte gerade vor Levada-Touren tagesaktuell geprüft werden.
Die Neujahrsnacht in Funchal ist ein eigener Anziehungspunkt: Das Feuerwerk in der Bucht war 2006/2007 als grösste Feuerwerksshow der Welt im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet und hielt den Titel bis 2012; rund 8 Minuten lang wird die Bucht von 58 Abschussstationen aus in Licht getaucht, 26 davon im Amphitheater Funchals selbst.
Der Süden um Funchal bleibt trockener und wärmer als der Norden, weil die Bergkette in der Inselmitte die feuchten Passatwolken auffängt; wer trockenes Wetter sucht, bleibt eher im Süden, wer den dichtesten Lorbeerwald sehen will, fährt gezielt in den Norden.
Quellen: Auswärtiges Amt · Wibke's Travels
Was bedeutet die Autonomie Madeiras für Reisende?
Madeira ist seit dem 30. April 1976 eine autonome Region Portugals mit eigenem Regionalparlament und eigener Regierung, zugleich Rand- und Sondergebiet der EU. Für Reisende bedeutet das: dieselbe Zeitzone und Währung wie das Festland, aber eigene Flugverbindungen und eine eigene, auf die Insel zugeschnittene touristische Verwaltung.
Für die allgemeine Einreise (Visum, Pass, Zoll) gelten für Madeira dieselben Regeln wie für ganz Portugal; Details dazu stehen auf der Länderseite Portugal. Eigene Regeln betreffen vor allem den Alltag vor Ort: eigene Notfallnummern für Bergrettung, eigene Levada-Wegweiser und ein eigenes Tourismusbüro (Visit Madeira).
Das Auswärtige Amt behandelt Madeira in mehreren Punkten separat vom Festland und weist für Madeira und die Azoren auf die seismisch aktive Zone hin.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Was braucht man für die Einreise nach Madeira?
Für Madeira gelten dieselben Regeln wie für das portugiesische Festland: Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, ein gültiger Pass oder Personalausweis genügt, da Madeira zu Portugal und damit zum Schengen-Raum gehört (Stand September 2026).
Details zu Visumfreiheit, biometrischen Anforderungen und der Aufenthaltsdauer stehen auf der Länderseite Portugal und gelten unverändert für Madeira; eine eigene Einreisekontrolle mit Sonderregeln gibt es nicht, ausser bei Direktflügen aus Nicht-Schengen-Staaten wie dem einzigen US-Flug ab Newark, wo die reguläre Schengen-Grenzkontrolle am Flughafen Funchal stattfindet.
Für andere Staatsangehörigkeiten als CH/DE/AT gelten eigene Regeln; massgeblich sind allein die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA vor der Abreise.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Madeira?
Vorgeschrieben ist keine Impfung. Healthytravel.ch führt Madeira ausdrücklich als Dengue-Risikogebiet und empfiehlt optimalen Mückenschutz auch tagsüber, selbst in Städten; eine Dengue-Impfung kommt laut der Seite nur für Personen mit einer früheren Dengue-Infektion infrage.
Daneben gelten die allgemeinen Portugal-Empfehlungen: Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan, Hepatitis A für Reisen abseits der Hauptorte. Die CDC behandelt Madeira nicht gesondert, verweist aber auf die Portugal-weiten Hepatitis-Empfehlungen.
Das Auswärtige Amt warnt zudem vor häufigen, teils schweren Unfällen beim Verlassen markierter Levada-Wege wegen Hangrutschen und gefährlicher Strömungen an der Küste; feste Wanderschuhe und das Bleiben auf dem Weg sind auf Madeira keine Formsache, sondern Sicherheitsfrage.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Madeira?
Das Auswärtige Amt stuft Reisen nach Portugal grundsätzlich als sicher ein, nennt für Madeira aber eine seismisch aktive Zone, ganzjährig mögliche Stürme und Starkregen sowie sehr starke und lebensgefährliche Unterwasserströmungen an der Atlantikküste.
Die grösste Gefahr für Reisende sind laut Auswärtigem Amt Unfälle beim Verlassen markierter Levada-Wege, verursacht durch Hangrutsche, überflutete Kanäle oder unterschätzte Absturzstellen. Man bleibt auf dem Weg, meidet Levadas bei starkem Regen und badet nur an bewachten oder als sicher bekannten Stellen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie kommt man nach Madeira?
Der Madeira-Flughafen (FNC) bei Funchal, seit 2017 nach Cristiano Ronaldo benannt, wird laut Betreiberdaten von rund 29 Fluggesellschaften zu etwa 99 Zielen angeflogen (Stand September 2026), von Lissabon und Porto über London, Paris und Frankfurt bis Madrid und Brüssel. United Airlines verbindet Madeira direkt mit New York/Newark, die einzige Nordamerika-Verbindung (Stand September 2026).
| Region | Ziele/Airlines |
|---|---|
| Portugal | Lissabon, Porto (TAP, Azores Airlines) |
| Übriges Europa | London, Paris, Frankfurt, Amsterdam, Madrid, Brüssel u. a. (u. a. easyJet, Ryanair, TAP, British Airways, Condor, Eurowings) |
| Nordamerika | New York/Newark (United), einzige Direktverbindung |
| Azoren | Terceira (Azores Airlines, saisonal) |
Zwischen den Inseln der Gruppe verkehrt Binter/Azores Airlines mit Kurzstreckenflügen nach Porto Santo; die Flugzeit beträgt nur wenige Minuten.
Fähre nach Porto Santo
Die Porto Santo Line verbindet Funchal und Porto Santo mit der Fähre Lobo Marinho, rund 7 Abfahrten pro Woche, Fahrzeit etwa 2 h 30 min bis 2 h 45 min, meist mit Abfahrt in Funchal am Morgen. Das Schiff nimmt auch Fahrzeuge mit.
Auf der Hauptinsel selbst ist das Strassennetz mit Autobahnen, Tunneln und Hochbrücken sehr gut ausgebaut; ein Mietwagen erschliesst Nordküste und Levadas deutlich schneller als der Überlandbus.
Quellen: Wikipedia · Ferryscanner (Porto Santo Line Fahrplandaten) · Wikipedia
Welche Währung gilt, und wie bezahlt man auf Madeira?
Gezahlt wird mit dem Euro wie auf dem portugiesischen Festland. Karten werden praktisch überall akzeptiert, von Hotels über Restaurants bis zu Levada-Kiosken in grösseren Orten; Geldautomaten (Multibanco) gibt es in Funchal und allen grösseren Ortschaften dicht.
In abgelegenen Dörfern im Norden und auf Porto Santo lohnt sich dennoch etwas Bargeld für kleine Cafés oder Marktstände. Trinkgeld ist nicht verpflichtend; 5 bis 10 % in Restaurants sind üblich, bei geführten Levada-Touren rundet man je nach Zufriedenheit auf.
Weil Madeira zur EU-Zollunion gehört, gelten dieselben Meldepflichten für grössere Bargeldbeträge wie im übrigen Schengen-Raum: Ab 10'000 € muss man Ein- und Ausfuhr bei der Zollbehörde deklarieren.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man auf Madeira?
Funchal bündelt das grösste Angebot, von historischen Hotels wie dem Reid's Palace an der Steilküste bis zu modernen Stadthotels nahe der Altstadt. Wer Levadas im Norden erkunden will, wohnt oft in kleineren Quintas oder Landhäusern nahe Santana oder São Vicente.
Auf Porto Santo konzentrieren sich Hotels entlang des Sandstrands nahe Vila Baleira. Wegen der guten Strassenverbindungen lässt sich Madeira auch von einer einzigen Basis in Funchal aus als Tagesausflugsziel bereisen, ein Basiswechsel ist nicht zwingend nötig.
Wer länger bleibt, findet zunehmend auch Ferienwohnungen in umgebauten Weinbauernhäusern (Quintas) mit eigenem Garten; sie liegen oft ausserhalb der Stadt und eignen sich gut als Ausgangspunkt für mehrere Levada-Touren am Stück.
Quellen: Wikipedia
Was isst man auf Madeira?
Typisch ist die Espetada, Rindfleischspiesse am Lorbeerzweig gegrillt, dazu Bolo do Caco, ein rundes Kartoffelbrot vom Stein. Der gebratene Degenfisch (Espada) wird oft mit Banane serviert, eine für Madeira eigentümliche Kombination aus Meer und subtropischem Obst.
Bekanntester Exportartikel ist der Madeira-Wein, ein aufgespriteter Süss- bis Trockenwein in den Stilen Sercial, Verdelho, Bual und Malmsey (Malvasia); schon 1455 galten die Malvasia-Weine der Insel international als begehrt, Shakespeare erwähnt sie in mehreren Stücken.
Poncha, ein Mix aus Zuckerrohrschnaps, Honig und Zitrusfrüchten, gilt als inoffizielles Nationalgetränk der Insel und wird in eigenen Poncha-Bars ausgeschenkt.
Quellen: Wikipedia
Wie leben die Menschen auf Madeira?
Auf der Inselgruppe leben 250'769 Menschen (Volkszählung 2021), rund 40 % davon im Grossraum Funchal. Die Neujahrsnacht in der Bucht von Funchal ist ein Höhepunkt des Jahres: Das Feuerwerk 2006/2007 hielt bis 2012 den Guinness-Rekord als grösste Feuerwerksshow der Welt.
Weltweit bekannt ist Funchal auch als Geburtsstadt des Fussballers Cristiano Ronaldo, dem ein eigenes Museum und der Name des Flughafens gewidmet sind. Traditionelle Stickerei (Bordado Madeira) und der Weinbau prägen bis heute Handwerk und Wirtschaft der Insel, historisch stark von englischen Weinhändlern des 18. Jahrhunderts mitgestaltet.
Der Katholizismus prägt den Festkalender, sichtbar an Prozessionen und Kirchenfesten in praktisch jedem Dorf. Auswanderung ist bis heute Teil der Alltagskultur: Wikipedia beziffert die Nachfahren madeirensischer Auswanderer auf rund 350'000 in Südafrika und 200'000 in Venezuela, dazu grössere Gemeinschaften in Neuengland, Toronto und Nordkalifornien.
Quellen: Wikipedia
Was kann man auf Madeira erleben?
Das Rückgrat jeder Reise sind die Levada-Wanderungen entlang historischer Bewässerungskanäle, oft ohne grosse Steigung mitten durch den Lorbeerwald. Dazu kommen der Skywalk am Cabo Girão, die Gondel- und Schlittenfahrt via Monte sowie Bootsausflüge zu Walen und Delfinen ab Funchal.
Die bekannteste Bergtour führt vom Pico do Areeiro (1'818 m) über den Pico das Torres (1'851 m) zum Pico Ruivo (1'862 m), dem höchsten Punkt Madeiras: 6.1 km, rund 3 Stunden, mittlere Schwierigkeit mit Tunneln und Felstreppen. Eine kürzere Variante führt vom Areeiro zum Aussichtspunkt Pedra Rija und zurück, gut 1.2 km je Richtung.
In Monte fährt eine Seilbahn ab dem Zentrum Funchals hinauf; von dort lassen sich Gäste in traditionellen Korbschlitten (Carros de Cesto), von zwei Männern gelenkt, wieder hinunter ins Zentrum gleiten, ein Brauch, der ursprünglich als Transportmittel diente.
- Cabo Girão: Glasplattform 580 m über dem Meer, seit Oktober 2012 geöffnet.
- Ponta de São Lourenço: karge Halbinsel im Osten mit Küstenwanderweg ohne Lorbeerwald.
- Porto Moniz: natürliche Lavabecken im äussersten Nordwesten zum Baden.
- Walbeobachtung: Bootstouren ab Funchal zu Delfinen und, je nach Saison, Pottwalen.
- Porto Santo: Tagesausflug per Fähre zum 9 km langen Sandstrand.
- Paragliding und Canyoning: Startplätze über der Steilküste bei Arco da Calheta und Schluchten-Touren im Norden.
- Jardim Botânico: subtropische Gärten oberhalb Funchals, per zweiter Seilbahn ab Monte erreichbar.
Wie reist man auf Madeira rücksichtsvoll?
Der Lorbeerwald Laurisilva ist UNESCO-Welterbe und einer der letzten grossflächigen Reste eines einst europaweiten Ökosystems; man bleibt auf den markierten Levada- und PR-Wegen, um Erosion und Schäden an bis zu 800 Jahre alten Bäumen zu vermeiden.
Weil Levada-Kanäle Trinkwasser und Bewässerung für Dörfer führen, wird nicht in ihnen gebadet oder Abfall hinterlassen. Wer Walbeobachtungstouren bucht, achtet auf Anbieter mit erkennbaren Abstandsregeln zu den Tieren.
Quellen: Wikipedia
Womit lässt sich Madeira kombinieren?
Am einfachsten mit dem portugiesischen Festland über Lissabon oder Porto, beide mehrmals täglich angeflogen. Azores Airlines verbindet Madeira zudem saisonal direkt mit Terceira auf den Azoren (Stand September 2026), sodass sich beide Inselgruppen ohne Umweg über das Festland kombinieren lassen.
Ein Tagesausflug oder mehrtägiger Abstecher nach Porto Santo passt gut in jede Madeira-Reise, da die Fähre mehrmals wöchentlich fährt. Reisende aus den USA nutzen den Direktflug ab Newark, die einzige Nordamerika-Verbindung.
Quellen: Wikipedia
Für wen eignet sich Madeira, für wen weniger?
Madeira passt zu Wanderern, die milde Temperaturen das ganze Jahr und ein dichtes Wegenetz ohne grosse Höhenunterschiede schätzen. Weniger geeignet ist die Insel für klassische lange Strandferien, da Sandstrände praktisch nur auf der Nebeninsel Porto Santo liegen.
- Passt gut: Levada-Wanderer, Naturfotografen, Reisende, die ein mildes Ganzjahresziel mit dichtem Flugnetz suchen.
- Passt weniger: Reine Badeferien-Suchende ohne Lust auf die Fähre nach Porto Santo; Reisende, die flaches Gelände statt steiler Küsten und Bergstrassen bevorzugen.
Quellen: Wikipedia