Was erwartet Reisende in den USA?
Die USA erstrecken sich über rund 9.83 Millionen km² und zählten 2025 schätzungsweise 342 Millionen Einwohner. Eine Reise konzentriert sich meist auf zwei oder drei der fünf grossen Regionen Nordosten, Süden, Mittlerer Westen, Westküste und Südwesten. Zwischen ihnen liegen oft mehrere Flugstunden, weshalb Inlandflüge zum festen Bestandteil vieler Routen gehören.
Hauptstadt ist Washington, D.C.; die mit Abstand grösste Stadt ist New York City. Dazwischen liegen Millionenmetropolen wie Los Angeles und Chicago, aber auch Kleinstädte, Nationalparks und lange Überlandstrecken.
Diese Seite ordnet das Land nach fünf Grossregionen: Nordosten (New York City und die Ostküste), Süden (Miami und der Golf von Mexiko), Mittlerer Westen (Chicago und die Grossen Seen), Westküste (Los Angeles, San Francisco) und Südwesten (Las Vegas, Grand Canyon). Zu Alaska und Hawaii, beides eigene, vom Festland weit entfernte Bundesstaaten, gibt es eigene Seiten.
Quellen: Wikipedia
Wie sind die USA als Reiseland?
Die USA sind bundesstaatlich organisiert: Alkoholregeln, Ladenöffnungszeiten und Verkehrsrecht unterscheiden sich von Bundesstaat zu Bundesstaat, das Mindestalter für Alkohol liegt überall bei 21 Jahren. Englisch ist seit 1. März 2025 per Präsidialerlass die offizielle Bundessprache; in Grenzregionen zu Mexiko und in Florida ist Spanisch weit verbreitet.
Kulturell prägen Einwanderungswellen aus Europa, Afrika, Lateinamerika und Asien das Land, sichtbar in Küche, Musik und Stadtvierteln: New Orleans mit dem Jazz, San Franciscos Chinatown oder die Latino-Kultur Miamis stehen für diese Vielfalt.
Landschaftlich reicht die Spanne von Regenwäldern im pazifischen Nordwesten über die Wüsten Nevadas und Arizonas bis zu subtropischen Sümpfen in Florida. Zwischen Ostküste und Westküste liegen drei Stunden Zeitverschiebung; mit Alaska und Hawaii deckt das Land insgesamt sechs Zeitzonen ab.
Waffen: Das Auswärtige Amt und das EDA weisen auf den einfachen Zugang zu Schusswaffen hin; vereinzelte Amokläufe sind möglich. Für Reisende ändert das den Alltag kaum, verlangt aber erhöhte Aufmerksamkeit an belebten Orten und bei Grossveranstaltungen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Wikipedia
Welche Regionen lohnen sich in den USA?
Fünf Grossregionen prägen eine USA-Reise: der Nordosten mit New York City, der Süden mit Miami und dem Golf von Mexiko, der Mittlere Westen mit Chicago und den Grossen Seen, die Westküste mit Los Angeles und San Francisco sowie der Südwesten mit Las Vegas und dem Grand Canyon. Alaska und Hawaii liegen weit abseits und haben eigene Seiten.
Nordosten: New York City und die Ostküste
New York City ist mit Manhattan, Brooklyn und den übrigen Boroughs die grösste Stadt des Landes. Die Freiheitsstatue auf Liberty Island wurde am 28. Oktober 1886 eingeweiht, ein Geschenk Frankreichs; die Kupferfigur misst 46 m, mit Sockel bis zur Fackel 93 m. Im Nordosten liegen zudem Boston, Philadelphia und die Hauptstadt Washington, D.C. mit den nationalen Museen der Smithsonian Institution.
Süden: Miami, Golf von Mexiko und der Südosten
Miami Beach ist für das grösste zusammenhängende Ensemble an Art-Deco-Architektur der Welt bekannt: Der Miami Beach Architectural District umfasst rund 960 historische Gebäude auf gut 5’750 acres und wurde 1979 ins nationale Denkmalregister aufgenommen, die meisten Bauten stammen aus den 1930er-Jahren. Der Süden reicht von New Orleans mit seiner Jazz-Geschichte über Nashville bis zu den Stränden Floridas und den Everglades.
Mittlerer Westen: Chicago und die Grossen Seen
Chicago liegt am Lake Michigan, dem grössten der fünf Grossen Seen an der Grenze zu Kanada. Der Willis Tower misst 442 m bis zur Dachkante und war beim Bau bis 1974 das höchste Gebäude der Welt; die Aussichtsplattform Skydeck im 103. Stock zählt jährlich rund 1.7 Millionen Besucher. Die Region ist landwirtschaftlich geprägt, mit Detroit, Minneapolis und St. Louis als weiteren grossen Städten.
Westküste: Los Angeles, San Francisco und Kalifornien
Los Angeles ist über Hollywood, Strände wie Santa Monica und eine grosse Latino- und Asian-American-Kultur bekannt. Die Golden Gate Bridge in San Francisco wurde am 27. Mai 1937 eröffnet, ihre Hauptspannweite misst 1’280 m, die Fahrbahn liegt 227 m über dem Wasser. Nördlich und südlich der Küstenstädte liegen die Nationalparks Yosemite und Sequoia sowie die Küstenstrasse Highway 1.
Südwesten: Las Vegas, Grand Canyon und die Wüste
Der Las Vegas Strip ist rund 6.8 km lang und liegt grösstenteils ausserhalb der Stadtgrenze im Clark County; hier reihen sich Resorts wie Bellagio, Venetian und Caesars Palace. Rund 430 km östlich liegt der Grand Canyon: Der Colorado River hat ihn über Jahrmillionen bis zu 1’857 m tief in die Hochebene Arizonas gegraben, der Canyon ist 446 km lang und 6 bis 29 km breit. Weitere Ziele der Region sind Zion, Bryce Canyon und Monument Valley in Utah und Arizona.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Wann ist die beste Reisezeit für die USA?
Eine einzige beste Reisezeit gibt es bei diesem Ausmass nicht: Der Nordosten ist von Mai bis Oktober am angenehmsten, der Süden hat seine Hurrikansaison laut EDA und BMEIA von Juni bis November, der Südwesten eignet sich wegen der Sommerhitze am besten im Frühling und Herbst, und die Westküste bleibt ganzjährig mild. Der Mittlere Westen kennt kalte, teils extreme Winter und schwül-heisse Sommer.
| Region | Gut geeignet | Zu beachten | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Nordosten (New York) | Mai bis Oktober | Winter mit Schneestürmen | Indian Summer im Oktober beliebt |
| Süden (Miami) | November bis April | Hurrikansaison Juni bis November | Sommer schwül-heiss |
| Mittlerer Westen (Chicago) | Mai bis September | Winter sehr kalt, Tornados im Frühling/Sommer | Wind vom See im Winter |
| Westküste (Los Angeles, San Francisco) | ganzjährig | San Francisco kühl und neblig im Sommer | Waldbrandsaison Juni bis Dezember |
| Südwesten (Las Vegas) | März bis Mai, September bis November | Sommer über 40 °C | Nächte im Winter kühl bis kalt |
Nordosten und Mittlerer Westen
New York hat warme, oft schwüle Sommer und kalte Winter mit Schneefällen; der Frühherbst mit buntem Laub ist eine beliebte Reisezeit. Chicago liegt am Lake Michigan und bekommt im Winter zusätzlichen Wind vom See, die Sommer sind wärmer als im Nordosten.
Nordosten und Mittlerer Westen: New York City und Chicago
| New York City | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 5 | 6 | 10 | 15 | 21 | 26 | 29 | 28 | 25 | 19 | 13 | 8 |
| Tiefstwert °C | -1 | -0 | 3 | 8 | 14 | 19 | 23 | 22 | 18 | 13 | 6 | 3 |
| Niederschlag mm | 99 | 95 | 113 | 107 | 101 | 115 | 114 | 114 | 97 | 124 | 101 | 133 |
| Chicago | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 1 | 3 | 8 | 14 | 20 | 25 | 28 | 27 | 24 | 18 | 10 | 6 |
| Tiefstwert °C | -6 | -6 | -1 | 4 | 10 | 16 | 20 | 20 | 16 | 9 | 2 | -2 |
| Niederschlag mm | 48 | 54 | 62 | 95 | 117 | 102 | 95 | 105 | 86 | 99 | 61 | 58 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station THE BATTERY (1 km, 4 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station NORTHERLY ISLAND (3 km, 190 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Süden
Miami ist subtropisch: Von Juni bis September ist es heiss und feucht mit Nachmittagsgewittern, die Hurrikansaison dauert laut Auswärtigem Amt und BMEIA von Juni bis November mit einem Schwerpunkt im Spätsommer. Von November bis April ist das Klima trockener und milder.
Süden: Miami
| Miami | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 23 | 24 | 25 | 26 | 28 | 29 | 30 | 30 | 30 | 28 | 26 | 24 |
| Tiefstwert °C | 19 | 20 | 21 | 23 | 25 | 26 | 27 | 27 | 27 | 25 | 23 | 21 |
| Niederschlag mm | 44 | 49 | 56 | 76 | 135 | 191 | 165 | 182 | 190 | 124 | 64 | 51 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station VIRGINIA KEY (6 km, 5 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Westküste und Südwesten
Los Angeles ist ganzjährig mild und trocken, San Francisco dagegen kühler mit sommerlichem Küstennebel. Las Vegas und der Südwesten haben Wüstenklima: heisse, trockene Sommer über 40 °C und milde, nachts kühle Winter; Frühling und Herbst eignen sich am besten für Wanderungen im Grand Canyon oder in Zion.
Westküste und Südwesten: Los Angeles, San Francisco und Las Vegas
| Los Angeles | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 22 | 21 | 22 | 24 | 24 | 26 | 29 | 30 | 30 | 28 | 24 | 21 |
| Tiefstwert °C | 9 | 10 | 11 | 13 | 14 | 16 | 18 | 19 | 18 | 16 | 12 | 9 |
| Niederschlag mm | 73 | 75 | 42 | 19 | 9 | 1 | 2 | 1 | 3 | 17 | 25 | 65 |
| San Francisco | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 14 | 16 | 16 | 17 | 18 | 19 | 19 | 20 | 22 | 22 | 17 | 14 |
| Tiefstwert °C | 10 | 10 | 10 | 11 | 12 | 13 | 13 | 14 | 15 | 14 | 12 | 10 |
| Niederschlag mm | 100 | 102 | 82 | 42 | 18 | 6 | 1 | 1 | 4 | 29 | 62 | 138 |
| Las Vegas | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 16 | 19 | 23 | 28 | 33 | 40 | 42 | 41 | 37 | 29 | 21 | 16 |
| Tiefstwert °C | 4 | 6 | 10 | 13 | 18 | 24 | 27 | 26 | 22 | 15 | 8 | 4 |
| Niederschlag mm | 18 | 23 | 12 | 8 | 3 | 1 | 15 | 15 | 9 | 13 | 12 | 18 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station DOWNTOWN L.A./USC CAMPUS (5 km, 55 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SAN FRANCISCO (PIER 1) (3 km, 10 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station NORTH LAS VEGAS AIRPORT (6 km, 667 m), auf 610 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Was braucht man für die Einreise in die USA?
Staatsangehörige der Schweiz, Deutschlands und Österreichs reisen im Rahmen des Visa Waiver Program (VWP) ohne Visum bis 90 Tage in die USA, benötigen dafür aber vorab eine ESTA-Genehmigung und einen maschinenlesbaren E-Pass. Die ESTA kostet USD 40 (Stand September 2026) und gilt zwei Jahre oder bis zum Ablauf des Passes, je nachdem, was zuerst eintritt. Für Staatsangehörige ausserhalb des VWP gilt: reguläres Touristenvisum (B-2) mit Interview auf einer US-Botschaft.
| Thema | Regelung |
|---|---|
| Programm | Visa Waiver Program (VWP), alle drei Länder sind Mitglied |
| Aufenthalt | bis 90 Tage, nicht verlängerbar |
| Dokument | ESTA-Genehmigung vorab plus maschinenlesbarer E-Pass |
| ESTA-Gebühr | USD 40 |
| ESTA-Gültigkeit | 2 Jahre oder bis Ablauf des Reisepasses |
Die ESTA-Genehmigung wird online bei der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) beantragt; Reisende sollten das laut BMEIA mindestens 72 Stunden vor Abreise erledigen, spätestens jedoch vor dem Ticketkauf. Eine erteilte ESTA garantiert die Einreise nicht: Am Grenzübertritt entscheidet abschliessend ein CBP-Beamter, der auch nach Zweck und Dauer des Aufenthalts fragen kann.
Wer nicht VWP-berechtigt ist oder eine ESTA-Ablehnung erhält, muss laut USAGov ein reguläres Touristenvisum (B-2) beantragen: Online-Formular DS-160 ausfüllen, Termin für ein persönliches Interview an der zuständigen US-Botschaft oder am Konsulat vereinbaren und dort Reisezweck, Bindungen zum Heimatland und Finanzierung der Reise belegen.
Geschlechtseintrag: Das ESTA-Formular verlangt laut EDA die Angabe «männlich» oder «weiblich» nach dem Geschlechtseintrag bei Geburt.
Arbeiten und Aufenthalt: Jede Erwerbstätigkeit ohne Arbeitserlaubnis ist verboten, auch unbezahlte Tätigkeiten. Wer die 90 Tage überschreitet, riskiert laut Auswärtigem Amt Festnahme, Abschiebehaft und künftige Einreisesperren; eine Verlängerung ist im VWP nicht möglich.
Einreiseregeln können sich kurzfristig ändern. Massgeblich sind die US-Behörden; aktuelle Informationen für die eigene Staatsangehörigkeit geben EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA und die offizielle ESTA-Seite esta.cbp.dhs.gov.
Quellen: U.S. Customs and Border Protection (CBP) · U.S. Customs and Border Protection (CBP) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · USAGov
Welche Impfungen und Gesundheitsvorsorge braucht es für die USA?
Eine Pflichtimpfung für die Einreise in die USA gibt es nicht. Empfohlen ist, die Standardimpfungen nach Schweizer Impfplan aufzufrischen (Poliomyelitis, Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten, Masern-Mumps-Röteln, Windpocken); Hepatitis B kann je nach Risiko sinnvoll sein. Mückenschutz ist wegen lokal übertragener Dengue-Fälle in Florida und Nordvirginia wichtig.
healthytravel.ch nennt zusätzlich West-Nil-Fieber, das vor allem in Arizona vorkommt, Tollwut bei Kontakt mit wild lebenden Tieren und vereinzelt Legionellose, unter anderem in New York. Ein Malariarisiko besteht in den USA nicht.
Krankenversicherung ist zentral: Zwischen der Schweiz, Deutschland oder Österreich und den USA besteht laut BMEIA kein Sozialversicherungsabkommen, medizinische Behandlungen sind entsprechend teuer. Eine Reisekrankenversicherung mit Deckung für Spitalaufenthalt und Rücktransport gehört für alle drei Länder zur Grundausstattung.
Rezeptpflichtige Medikamente im Reisegepäck sollten laut BMEIA mit einer ärztlichen Verordnung oder einem Attest mitgeführt werden, da die Einfuhrregeln streng sind.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher sind die USA für Reisende?
EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA stufen Reisen in die USA grundsätzlich als sicher ein, weisen aber auf Kriminalität in Grossstädten, den einfachen Zugang zu Schusswaffen und saisonale Naturgefahren hin. In ärmeren Vierteln steigt das Risiko laut Auswärtigem Amt besonders nach Einbruch der Dunkelheit.
- Kriminalität: Taschendiebstahl, Überfälle und Autoeinbrüche kommen in Innenstädten und Parkhäusern vor; Wertsachen nicht sichtbar im Auto liegen lassen.
- Waffengewalt: Der einfache Zugang zu Schusswaffen führt laut EDA und BMEIA häufiger zu deren Gebrauch bei Straftaten, vereinzelt zu Amokläufen; erhöhte Aufmerksamkeit an belebten Orten und bei Grossveranstaltungen ist angebracht.
- Naturgefahren: Hurrikane im Süden (Juni bis November), Waldbrände an der Westküste (Juni bis Dezember, vor allem Kalifornien), Tornados im Mittleren Westen und Süden (Frühling und Sommer, «Tornado Alley» durch Texas, Oklahoma, Kansas und Nebraska) sowie Erdbeben in Kalifornien, Nevada und Alaska.
- Demonstrationen: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA raten, Demonstrationen und grössere Menschenansammlungen zu meiden, da es zu Zusammenstössen mit Sicherheitskräften kommen kann.
Aktuelle Lage: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie reist man in die USA an und im Land herum?
Die grossen Einfallstore sind New York (JFK, dazu Newark EWR) für den Nordosten, Los Angeles (LAX) für die Westküste, Chicago (ORD) für den Mittleren Westen und Miami (MIA) für den Süden und als Drehscheibe nach Lateinamerika; dazu San Francisco (SFO) und Las Vegas (LAS). Nonstop-Verbindungen aus Europa gibt es ab zahlreichen Hauptstädten, aus Asien vor allem über die Westküste.
| Weltregion | New York (JFK) | Los Angeles (LAX) | Miami (MIA) |
|---|---|---|---|
| Europa | London, Paris, Frankfurt, Rom, Madrid, Amsterdam, Dublin, Zürich, Genf | London, Paris, Frankfurt, Zürich, München, Rom, Madrid, Amsterdam, Dublin | Madrid, Barcelona, London, Rom, Mailand, Paris, Lissabon |
| Asien und Ozeanien | Tokio, Seoul, Peking, Shanghai, Singapur, Hongkong, Auckland | Tokio, Seoul, Peking, Shanghai, Hongkong, Taipeh, Singapur, Sydney, Melbourne | keine Nonstop-Flüge |
| Naher Osten | Dubai, Abu Dhabi, Doha, Tel Aviv | Dubai | Doha, Dubai, Tel Aviv |
| Lateinamerika und Karibik | über 70 Ziele, u. a. Mexiko-Stadt, Bogotá, São Paulo, Buenos Aires | Mexiko City, Cancún, Panama-Stadt, Lima, São Paulo | über 60 Ziele in Mittel- und Südamerika sowie der Karibik |
| Afrika | Accra, Dakar (begrenzt) | keine Nonstop-Flüge | keine Nonstop-Flüge |
JFK verbindet nonstop mit 191 Zielen in 78 Ländern, Miami mit 199 Zielen in 63 Ländern, vor allem in Lateinamerika und der Karibik. Los Angeles ist das wichtigste Tor zu Asien und dem Pazifik mit Nonstop-Flügen unter anderem nach Tokio, Sydney und Singapur.
Einreiseformalitäten am Flughafen
CBP-Beamte kontrollieren Pass und ESTA am ersten US-Flughafen, auch bei Weiterflug im Land; das Gepäck wird dort abgeholt und für den Anschlussflug neu aufgegeben. An vielen grossen Flughäfen beschleunigen biometrische Gesichtsvergleichs-Kioske und die App Mobile Passport Control den Ablauf.
Unterwegs im Land
Wegen der Distanzen sind Inlandflüge das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den Regionen. Auf kürzeren Strecken, etwa entlang der Ostküste oder auf dem Highway 1 an der Westküste, lohnt sich ein Mietwagen; ein internationaler Führerschein ist laut Auswärtigem Amt in einigen Bundesstaaten Pflicht und wird sonst grundsätzlich empfohlen, zusätzlich zum nationalen Führerschein. Das Mindestalter für Mietwagen liegt meist bei 25 Jahren.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · FlightConnections · Auswärtiges Amt
Welche Währung gilt und wie bezahlt man in den USA?
Bezahlt wird in US-Dollar (USD). Nach dem Referenzkurs der EZB vom 18. September 2026 kostete 1 Euro 1.1460 US-Dollar. Kredit- und Debitkarten werden praktisch überall akzeptiert, auch für Kleinbeträge; Bargeld braucht es vor allem für Trinkgeld und kleine Aussenstände.
Trinkgeld ist in den USA kein Bonus, sondern Teil des Lohnsystems: In Restaurants mit Bedienung sind laut einer Erhebung des Pew Research Center 15 % das von den meisten Amerikanern akzeptierte Minimum, 18 bis 20 % gelten als üblich bei gutem Service. Bei grösseren Gruppen wird der Service oft automatisch auf der Rechnung aufgeschlagen; das vor dem Bezahlen prüfen.
| Leistung | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Grand Canyon National Park, pro Fahrzeug | USD 35 | 7 Tage gültig, South Rim |
| America the Beautiful Annual Pass, US-Ansässige | USD 80 | deckt Eintritt in die meisten Bundesgebiete |
| America the Beautiful Annual Pass, Nicht-Ansässige | USD 250 | für Vehikel oder bis zu 4 Personen |
| Zusatzgebühr Nicht-Ansässige, 11 grosse Parks | USD 100 pro Person ab 16 Jahren | zusätzlich zum Eintritt (Stand September 2026) |
| Willis Tower Skydeck, Chicago | kein amtlicher Fixpreis | variiert nach Anbieter und Datum |
Zusatzgebühr in elf Nationalparks: Elf grosse Nationalparks — darunter Grand Canyon, Yellowstone, Yosemite, Zion, Glacier und Everglades — verlangen von nicht in den USA ansässigen Besuchern ab 16 Jahren zusätzlich zum normalen Eintritt USD 100 pro Person. Wer mehrere dieser Parks besucht, fährt oft günstiger mit dem Nicht-Ansässigen-Jahrespass für USD 250.
Geldautomaten verlangen praktisch immer eine Gebühr der ausgebenden Bank zusätzlich zur eigenen; grössere Abhebungen sind günstiger als viele kleine. Reine V-Pay-Debitkarten ohne Kreditkartenfunktion funktionieren ausserhalb Europas oft nicht.
Quellen: Europäische Zentralbank · Pew Research Center · grandcanyon.com · National Park Service (NPS) · National Park Service (NPS)
Wo übernachtet man in den USA?
Das Angebot reicht von grossen Kettenhotels über Boutique-Hotels und Bed-and-Breakfasts bis zu Ferienwohnungen; in den Nationalparks des Südwestens ergänzen Lodges und Campingplätze das Bild. In Städten wie New York, San Francisco oder Las Vegas kommen zum ausgewiesenen Zimmerpreis häufig zusätzliche Steuern und eine Resort- oder Ortstaxe hinzu.
In Las Vegas gehört die «Resort Fee» zum Geschäftsmodell fast aller grossen Hotels am Strip und wird separat pro Nacht berechnet, unabhängig vom gebuchten Zimmerpreis; sie vorab beim Anbieter zu prüfen, lohnt sich.
In den Nationalparks des Südwestens sind die wenigen Lodges innerhalb der Parkgrenzen oft schon viele Monate im Voraus ausgebucht; Alternativen liegen in den Gateway-Orten vor den Parktoren, etwa Tusayan beim Grand Canyon oder Springdale bei Zion.
Was isst und trinkt man in den USA?
Die Küche ist regional sehr unterschiedlich: Tex-Mex und Barbecue im Süden und Südwesten, Cajun- und Kreolen-Küche in New Orleans, Meeresfrüchte in Neuengland, kalifornische Küche mit viel frischem Gemüse an der Westküste. Landesweit verbreitet sind Diner-Klassiker wie Burger, Pancakes und Pie.
In Chicago gehören Deep-Dish-Pizza und der Chicago-Style-Hot-Dog zur lokalen Identität, in Miami prägen kubanische und karibische Einflüsse die Küche, etwa das kubanische Sandwich oder Ceviche.
Alkohol wird nur an Personen ab 21 Jahren ausgeschenkt, ein Ausweis mit Foto wird auch bei offensichtlich Erwachsenen oft verlangt. Konsum ausserhalb von Lizenzlokalen und privaten Räumen ist in den meisten Bundesstaaten verboten.
Quellen: Auswärtiges Amt
Welche Kultur und Feste prägen die USA?
Zu den grossen Feiertagen zählen der Unabhängigkeitstag am 4. Juli mit Feuerwerk landesweit und Thanksgiving am vierten Donnerstag im November, wenn Familien zusammenkommen und tags darauf der grosse Einkaufstag «Black Friday» folgt. Musikalisch reicht das Erbe vom Jazz aus New Orleans über Country aus Nashville bis zum Hip-Hop aus New York.
Indigene Kulturen sind vor allem im Südwesten sichtbar, etwa bei den Navajo und Hopi rund um das Monument Valley; viele Reservate bieten geführte Touren an, freies Fotografieren ist dort oft eingeschränkt oder kostenpflichtig.
Nacktbaden und Umziehen am Strand: kann je nach Bundesstaat und Strand als «indecent exposure» gelten und zu einer Anzeige führen. Aufsicht über Kinder: Unbeaufsichtigte Kinder, besonders unter 8 Jahren, können laut Auswärtigem Amt zu einer Anzeige wegen Vernachlässigung führen.
Quellen: Auswärtiges Amt
Welche Erlebnisse gehören auf eine USA-Reise?
Zu den Höhepunkten zählen die Freiheitsstatue und der Central Park in New York, die Golden-Gate-Bridge und die ehemalige Gefängnisinsel Alcatraz in San Francisco, der Las Vegas Strip, das Skydeck des Willis Tower in Chicago sowie die Nationalparks des Südwestens mit dem Grand Canyon und Yellowstone.
- Grand Canyon: South Rim ganzjährig geöffnet, Eintritt USD 35 pro Fahrzeug für 7 Tage; der Colorado River hat ihn bis zu 1’857 m tief in die Hochebene gegraben.
- Yellowstone: 1872 als erster Nationalpark der Welt gegründet, rund 8’983 km² gross, mit über 1’280 bekannten Geysiren; 2025 zählte der Park rund 4.76 Millionen Besuche.
- Las Vegas Strip: rund 6.8 km lange Resortmeile mit Shows, Kasinos und Themenhotels, im Clark County ausserhalb der Stadtgrenze.
- Skydeck Chicago: Aussichtsplattform im 103. Stock des Willis Tower auf 412 m Höhe, mit Glasbalkonen über der Stadt.
- Nationalparks des Südwestens: Zion, Bryce Canyon und Monument Valley lassen sich mit dem Grand Canyon zu einer Rundreise verbinden, oft mit dem Mietwagen.
- Miami: Art-Deco-Viertel South Beach, Kajaktouren in den Everglades und kubanische Küche in Little Havana.
Zugang: Elf grosse Nationalparks verlangen von nicht ansässigen Besuchern (Stand September 2026) eine Zusatzgebühr von USD 100 pro Person; ein America-the-Beautiful-Jahrespass für Nicht-Ansässige (USD 250) deckt Eintritt und Zusatzgebühr in allen Bundesgebieten ab und lohnt sich schon ab zwei, drei besuchten Parks.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · National Park Service (NPS) · National Park Service (NPS) · grandcanyon.com
Wie reist man in den USA nachhaltig?
Die beliebtesten Nationalparks steuern den Andrang zunehmend über Reservationssysteme und Zeitfenster für Autos, etwa in Teilen von Yosemite und am Grand Canyon in Spitzenzeiten; wer ausserhalb der Hauptsaison oder früh am Morgen anreist, findet ruhigere Wege und weniger Stau an den Parkeingängen.
Die neue Zusatzgebühr für nicht ansässige Besucher an elf grossen Parks fliesst laut NPS in Erhalt und Infrastruktur der Bundesgebiete zurück.
In der Waldbrandsaison von Juni bis Dezember, vor allem in Kalifornien, gilt: kein offenes Feuer ausserhalb ausgewiesener Feuerstellen und aktuelle Warnungen der Parkverwaltungen vor der Anreise prüfen.
Quellen: National Park Service (NPS) · Auswärtiges Amt
Womit lassen sich die USA kombinieren?
Am nächsten liegen Kanada und Mexiko: Niagarafälle, Vancouver oder Montreal lassen sich von Nordosten und Westküste aus anhängen, Cancún und Mexiko-Stadt vom Süden und Südwesten aus. Innerhalb der USA ergänzen Alaska und Hawaii eine Reise um Wildnis beziehungsweise Pazifikinseln, brauchen wegen der Distanz aber eigene Zeit.
Mehr auf den eigenen Seiten zu Kanada, Mexiko, Alaska und Hawaii. Für Mexiko lohnt sich ausserdem ein Blick auf Baja California und Yucatán, zwei eigene Regionsseiten.
Ein Grenzübertritt nach Kanada oder Mexiko und zurück zählt als neue Einreise in die USA: Auch dafür braucht es wieder eine gültige ESTA oder ein Visum, ausser bei kurzen Ausflügen über bestimmte Landgrenzen mit vereinfachten Regeln.
Für wen eignen sich die USA, für wen weniger?
Die USA passen zu Reisenden, die Städte, Nationalparks und Roadtrips verbinden wollen und Distanzen sowie unterschiedliche Preisniveaus einplanen. Weniger geeignet sind sie für sehr kurze Reisen mit vielen Stationen in verschiedenen Regionen oder für sehr knappe Budgets, weil Eintritte, Trinkgeld und Übernachtungen sich summieren.
- Gut geeignet: Roadtrip-Fans, Nationalpark- und Städtereisende, Familien mit Blick auf Themenparks in Florida oder Kalifornien.
- Mit Kindern: Nationalparks mit Junior-Ranger-Programmen und grosse Städte sind gut auf Familien eingestellt; auf die 21-Jahre-Grenze bei Alkohol und die Aufsichtspflicht achten.
- Weniger geeignet: wer in zwei Wochen mehrere weit entfernte Regionen abklappern will, oder wer ohne Kreditkarte und mit knappem Budget reist — Mietwagen, Hotels und Nationalpark-Zusatzgebühren erwarten meist eine Karte als Garantie.
Quellen: Auswärtiges Amt · National Park Service (NPS)