Was erwartet Reisende in Irland?
Irland ist eine Insel mit rund 70'273 km² Fläche, grünen Hügeln im Landesinneren und einer stark zerklüfteten Atlantikküste im Westen. Dublin, Cork und Galway liegen jeweils zwei bis zweieinhalb Stunden mit dem Zug auseinander und lassen sich zu einer Rundreise verbinden, die Stadtleben, Küste und Landschaft kombiniert.
Dublin an der Ostküste ist die grösste Stadt, Regierungssitz und seit 2010 UNESCO City of Literature; von hier starten die meisten internationalen Flüge. Cork im Süden ist Tor zur Wild Atlantic Way und zu Kinsale, Galway im Westen Ausgangspunkt für Connemara und die Aran-Inseln.
Diese Seite fasst die drei Pflichtstationen, die wichtigsten Küstenrouten, Reisezeit, Einreise und die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zusammen (Stand September 2026).
Quellen: Wikipedia
Wie ist Irland als Reiseland?
Irland lebt vom Kontrast zwischen belebten Städten und leerer Atlantikküste: Dublin mit über einer Million Einwohnern im Grossraum auf der einen Seite, einsame Landstrassen entlang der Klippen im County Clare oder Kerry auf der anderen. Musik, Pub-Kultur und eine lange literarische Tradition prägen das Land ebenso wie sein wechselhaftes, mildes Wetter.
Die Republik Irland umfasst 26 der 32 historischen Grafschaften der Insel; die übrigen sechs bilden Nordirland und gehören zum Vereinigten Königreich. Reisende, die etwa den Giant's Causeway besuchen wollen, überqueren damit eine internationale Grenze, auch wenn diese im Alltag kaum sichtbar ist.
Wirtschaftlich hat sich Irland seit den 1990er-Jahren von einem Agrarland zu einem Zentrum für Technologie- und Pharmakonzerne gewandelt, viele mit Europasitz in Dublin. Trotzdem bleibt das Landesinnere landwirtschaftlich geprägt, mit Schafweiden, Steinmauern und kleinen Marktstädten.
Kulturell ist Irland für seine Literatur bekannt, von James Joyce über Samuel Beckett bis Oscar Wilde, für traditionelle Musik in den Pubs und für die eigene Sprache Irisch, die vor allem in den Gaeltacht-Gebieten im Westen noch als Alltagssprache lebt.
Quellen: Wikipedia
Welche Städte und Regionen von Irland lohnen sich?
Die drei Pflichtstationen sind Dublin im Osten, Cork im Süden und Galway im Westen. Wer weiterfährt, ergänzt die Steilküsten von Clare und Kerry entlang des Wild Atlantic Way, die Aran-Inseln vor Galway oder das archäologische Boyne Valley nördlich von Dublin.
Dublin
Dublin wurde 2010 als vierte Stadt weltweit von der UNESCO zur City of Literature ernannt, nach Iowa City, Melbourne und Edinburgh. Im Long Room der Bibliothek des Trinity College liegt das rund 1'200 Jahre alte Book of Kells, wenige Gehminuten entfernt liegen die Guinness Storehouse-Brauerei und das Ausgehviertel Temple Bar mit Live-Musik in den Pubs.
Cork
Cork ist Irlands zweitgrösste Stadt und Ausgangspunkt für Blarney Castle, das 1446 erbaut wurde und dessen Blarney Stone Besucher küssen, um laut Legende Redegewandtheit zu erhalten. Das English Market im Zentrum besteht seit 1788 und zählt zu den ältesten Markthallen Europas; 17 Meilen südlich liegt Kinsale, das 1995 den europäischen Preis für Tourismus und Umwelt gewann.
Galway
Galway liegt an der Galway Bay und gilt als bohemienhaftes Kulturzentrum des Westens; das Latin Quarter mit pastellfarbenen Häusern und dem Spanish Arch füllt sich abends mit Live-Musik. Von hier fahren Boote zu den drei Aran-Inseln Inis Mór, Inis Meáin und Inis Oírr, die seit über 3'000 Jahren bewohnt sind und prähistorische Steinforts bewahren.
Cobh und die Küste bei Cork
Cobh, rund 24 km von Cork entfernt, war der letzte Hafen, den die Titanic 1912 anlief, bevor sie im Atlantik sank; die St.-Colman's-Kathedrale überragt den Ort an einem der grössten natürlichen Häfen der Welt. Ein eigenes Museum am alten Anlegesteg dokumentiert die Geschichte der Auswanderung, die von hier über Generationen Millionen Iren nach Nordamerika führte.
Wild Atlantic Way: Clare, Kerry und Connemara
Der Wild Atlantic Way ist mit rund 2'500 km die längste ausgewiesene Küstenroute der Welt und verläuft von Malin Head im Norden bis Kinsale bei Cork. Dazu gehören die Cliffs of Moher im County Clare, der Ring of Kerry rund um die Halbinsel Iveragh und die Berg- und Moorlandschaft von Connemara westlich von Galway.
Boyne Valley und Skellig Michael
Nördlich von Dublin liegt Brú na Bóinne mit den Ganggräbern von Newgrange, Knowth und Dowth, rund 5'000 Jahre alt und seit 1993 UNESCO-Welterbe; Newgrange entstand damit vor den Pyramiden von Gizeh. Vor der Küste Kerrys liegt Skellig Michael, eine Klosterinsel aus dem 6. bis 8. Jahrhundert mit erhaltenen Bienenkorbzellen, seit 1996 ebenfalls Welterbe und nur per Boot ab Portmagee erreichbar.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · Tourism Ireland (Ireland.com) · Galway Tourism · Marriott Activities / regionale Tourismusinformation Cork
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtDublinDublin ist die Hauptstadt Irlands, eine kompakte Stadt an der Liffey mit Trinity College, Guinness Storehouse und Kilmainham Gaol.
- RegionWild Atlantic WayDer Wild Atlantic Way ist eine rund 2’500 km lange Küstenroute von Malin Head in Donegal bis Kinsale in Cork.
- RegionCork und SüdirlandCork ist Irlands zweitgrösste Stadt, mit dem English Market, einem grossen Naturhafen und kurzen Wegen nach Cobh, Kinsale und Blarney Castle.
Wann ist die beste Reisezeit für Irland?
Mai bis September bringt die mildesten Temperaturen und die geringste Regenwahrscheinlichkeit, wobei Regen in Irland zu jeder Jahreszeit möglich bleibt. Juli und August sind Hochsaison mit den meisten Besuchern, Mai, Juni und September bieten ähnliches Wetter bei weniger Andrang.
Irland liegt im Einfluss des Golfstroms, was für ein mildes, aber wechselhaftes Seeklima ohne grosse Temperaturextreme sorgt; Regenschirm oder Regenjacke gehören ganzjährig ins Gepäck. Der Westen entlang des Wild Atlantic Way ist tendenziell regnerischer und windiger als der Osten um Dublin.
Dublin, Cork und Galway im Jahresverlauf
| Dublin | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 9 | 11 | 13 | 16 | 18 | 20 | 19 | 18 | 15 | 11 | 9 |
| Tiefstwert °C | 2 | 3 | 3 | 4 | 7 | 9 | 11 | 11 | 9 | 7 | 5 | 3 |
| Niederschlag mm | 86 | 70 | 70 | 61 | 67 | 76 | 80 | 91 | 76 | 102 | 106 | 97 |
| Cork | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 9 | 10 | 11 | 13 | 16 | 18 | 20 | 19 | 18 | 15 | 11 | 10 |
| Tiefstwert °C | 4 | 4 | 4 | 6 | 8 | 11 | 13 | 12 | 11 | 9 | 6 | 5 |
| Niederschlag mm | 117 | 88 | 86 | 78 | 84 | 90 | 96 | 102 | 89 | 120 | 124 | 124 |
| Galway | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 9 | 11 | 13 | 16 | 18 | 19 | 19 | 17 | 14 | 11 | 9 |
| Tiefstwert °C | 3 | 3 | 3 | 5 | 7 | 10 | 11 | 11 | 10 | 7 | 5 | 3 |
| Niederschlag mm | 108 | 84 | 81 | 68 | 81 | 89 | 97 | 105 | 86 | 104 | 118 | 113 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station DUBLIN (8 km, 74 m), auf 20 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CORK (7 km, 153 m), auf 20 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CLAREMORRIS (50 km, 69 m), auf 8 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Für Wanderungen entlang der Klippen oder Bootsfahrten zu den Aran-Inseln und nach Skellig Michael sind die Sommermonate am verlässlichsten; im Winter fallen viele Bootstouren zu den Inseln wegen der See ganz aus.
Skellig Michael ist nur zwischen etwa Mai und Ende September per Boot zugänglich; Genaues hängt jährlich vom Wetter und der Betriebserlaubnis ab.
Quellen: Wikipedia
Was braucht man für die Einreise nach Irland?
Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchen Schweizer, Deutsche und Österreicher kein Visum, aber einen gültigen Reisepass oder Personalausweis; Irland ist nicht Teil des Schengenraums, weshalb an der Grenze immer eine Passkontrolle stattfindet, auch bei Einreise aus einem anderen EU-Land (Stand September 2026).
- Schweiz: Reisepass oder Personalausweis, visumfrei bis 90 Tage; das EDA verweist für Details auf die irische Vertretung.
- Deutschland: Reisepass, vorläufiger Reisepass, Personalausweis oder vorläufiger Personalausweis werden akzeptiert, auch Kinderreisepässe.
- Österreich: Reisepass oder gültiger Personalausweis nötig, kein Visum erforderlich; ein rein elektronischer Ausweis ersetzt das physische Dokument nicht.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln, teils mit Visumpflicht; massgeblich ist die irische Botschaft oder Einwanderungsbehörde im jeweiligen Land.
Weil Irland zusammen mit dem Vereinigten Königreich eine eigene Common Travel Area bildet und nicht zum Schengenraum gehört, wird der Pass bei jeder Einreise kontrolliert, unabhängig davon, ob die Reise aus einem Schengen-Land kommt. Für eine Weiterreise nach Nordirland oder ins übrige Vereinigte Königreich reicht ein Personalausweis für deutsche Staatsangehörige laut Auswärtigem Amt nicht; seit dem 2. April 2025 ist dafür zusätzlich eine elektronische Einreisegenehmigung (ETA) nötig.
Massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den irischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Citizens Information (irische Regierung) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Irland?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch stuft das Gesundheitsrisiko für die Allgemeinbevölkerung und für Touristen als äusserst gering ein, solange die üblichen Vorsichtsmassnahmen eingehalten werden; für Risikoreisende empfiehlt es Hepatitis B.
Das Auswärtige Amt nennt keine Pflichtimpfungen, empfiehlt aber, die Standardimpfungen aktuell zu halten und rät bei individueller Indikation zu Hepatitis B, etwa bei längeren Aufenthalten oder medizinischen Eingriffen vor Ort. healthytravel.ch ergänzt eine Grippeimpfung für Risikogruppen wie Schwangere, ältere Reisende oder Personen mit Vorerkrankungen.
Die medizinische Versorgung ist laut Auswärtigem Amt mit Deutschland vergleichbar; die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wird für EU- und EWR-Bürger anerkannt. Wer als Schweizer Reisender unterwegs ist, sollte die Deckung der eigenen Reiseversicherung vorher prüfen, da EHIC für die Schweiz nicht gilt.
Das BMEIA weist darauf hin, dass die medizinische Infrastruktur teils hinter westeuropäischen Standards zurückbleiben kann, besonders ausserhalb der grossen Städte; eine Zusatzversicherung für Krankentransport wird empfohlen.
Quellen: Auswärtiges Amt · healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher ist Irland für Reisende?
Irland zählt zu den sichersten Reisezielen Europas; Gewaltkriminalität ist laut Auswärtigem Amt selten. Die aktuelle Lage ist bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zu prüfen. Alltagsrisiken sind Taschendiebstahl in Touristenzonen sowie Autoaufbrüche auf unbewachten Parkplätzen.
Das Auswärtige Amt nennt Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle, die vor allem Touristen betreffen, sowie Fahrzeugdiebstähle und -aufbrüche auf unbewachten Parkplätzen als häufigste Delikte. Gewaltkriminalität stuft es als selten ein.
Besonders im Zentrum von Dublin kann es nachts zu Gewaltanwendung und gewaltsamen Übergriffen kommen, weshalb erhöhte Vorsicht geboten ist in den Abend- und Nachtstunden. In belebten Lokalen und an öffentlichen Plätzen kommt es zudem häufig zu Kleindiebstählen.
Naturgefahren spielen im Vergleich zu Kriminalität eine untergeordnete Rolle; an den Steilküsten wie den Cliffs of Moher oder Skellig Michael warnt die lokale Verwaltung vor unbefestigten Wegabschnitten und starkem Wind.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Irland und im Land herum?
Internationale Flüge landen vor allem in Dublin (DUB), mit rund 201 Nonstop-Zielen in 44 Ländern der grösste Flughafen des Landes; Cork (ORK) und Shannon (SNN) bedienen zusätzlich Europa und teils Nordamerika. Im Land verbindet Iarnród Éireann (Irish Rail) Dublin, Cork und Galway in rund zweieinhalb Stunden, für die Küstenrouten braucht es meist einen Mietwagen oder Bus.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Dublin Heuston – Cork Kent | Zug | rund 2 h 14 min bis 2 h 40 min |
| Dublin Heuston – Galway Ceannt | Zug | rund 2 h 20 min bis 2 h 31 min |
| Cork – Galway | Bus (keine Direktbahn) | rund 3 h 30 min |
| Cork – Kinsale | Auto, Bus | rund 30 min |
| Cork – Cobh | Zug | rund 25 min |
| Galway – Cliffs of Moher | Auto, Bus | rund 1 h 30 min |
| Dublin – Belfast (Nordirland) | Zug | rund 2 h |
Dublin Airport ist laut FlightConnections mit rund 201 Nonstop-Zielen in 44 Ländern der grösste Flughafen des Landes; über 20 Ziele in den USA werden nonstop bedient, unter anderem New York und Boston, dazu saisonale Verbindungen nach Mittelamerika. Cork und Shannon ergänzen mit Verbindungen nach Grossbritannien, Kontinentaleuropa und, ab Shannon, saisonal in die USA.
Zwischen den drei Hauptstädten fährt Iarnród Éireann mehrmals täglich; eine direkte Bahnverbindung zwischen Cork und Galway gibt es nicht, hier verkehren Fernbusse. Für den Wild Atlantic Way, den Ring of Kerry und Connemara ist ein Mietwagen die flexibelste Option, da Busse entlang der Küste seltener fahren.
Nach Nordirland und weiter nach Grossbritannien reist man am einfachsten mit dem Zug Dublin–Belfast oder per Fähre; wichtig ist, dass Irland und das Vereinigte Königreich zusammen die Common Travel Area bilden, aber beide ausserhalb des Schengenraums liegen.
Quellen: FlightConnections · Iarnród Éireann / Irish Rail · Auswärtiges Amt
Welches Geld braucht man in Irland und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Euro; laut Auswärtigem Amt ist Kartenzahlung weit verbreitet und Bargeld zunehmend unüblich, besonders in Dublin. Geldautomaten sind in allen Städten und den meisten grösseren Ortschaften vorhanden.
Fast jedes Café, jeder Pub und jeder Souvenirladen akzeptiert kontaktlose Zahlung; in ländlichen Gegenden entlang des Wild Atlantic Way lohnt sich dennoch etwas Bargeld, da einzelne kleine Betriebe oder Parkuhren nur Münzen annehmen.
Trinkgeld ist in Irland verbreitet, aber nicht verpflichtend: In Restaurants sind rund 10 % üblich, sofern kein Servicezuschlag bereits auf der Rechnung steht; in Pubs wird für Getränke an der Bar meist kein Trinkgeld erwartet.
Museumseintritte variieren stark: Viele staatliche Museen in Dublin sind gratis zugänglich, während Attraktionen wie die Guinness Storehouse oder Blarney Castle Eintritt von rund 20 bis 30 € verlangen.
Quellen: Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man in Irland am besten?
In Dublin liegen die meisten Hotels rund um Temple Bar, Grafton Street oder am Nordufer der Liffey nahe dem Zentrum. In Cork empfiehlt sich die Altstadt zwischen den beiden Armen des Flusses Lee, in Galway das Zentrum rund um das Latin Quarter.
Wer in Dublin zentral wohnt, erreicht Trinity College, Temple Bar und die Guinness Storehouse zu Fuss; ruhiger sind Viertel wie Ranelagh oder Portobello etwas ausserhalb des Zentrums.
Entlang des Wild Atlantic Way übernachtet man meist in kleinen Bed & Breakfasts oder Gasthäusern in Ortschaften wie Kinsale, Dingle oder Clifden; grössere Hotelketten sind hier die Ausnahme. Für die Aran-Inseln reicht eine Nacht auf Inis Mór, um die Insel ohne Zeitdruck zu erkunden.
Was isst man in Irland?
Der Irish Stew aus Lamm oder Hammel, Zwiebeln und Kartoffeln gilt als Nationalgericht, dazu kommen Soda Bread, frischer Fisch an der Küste und natürlich Guinness als bekanntestes Bier des Landes. Irischer Whiskey wie Jameson wird traditionell dreifach destilliert und unterscheidet sich dadurch von schottischem Whisky.
Der klassische Irish Stew stammt aus dem frühen 19. Jahrhundert und bestand ursprünglich nur aus Hammelfleisch, Zwiebeln und Kartoffeln; erst irische Auswanderer in den USA ergänzten ihn im mittleren 19. Jahrhundert um Rindfleisch und teils Stout-Bier. Soda Bread, ein schnelles Brot ohne Hefe, begleitet Suppen und Eintöpfe.
Die Midleton Distillery bei Cork produziert einen Grossteil des irischen Whiskeys, der unter Marken wie Jameson, Redbreast, Powers, Spot und Paddy verkauft wird; typisch ist die dreifache Destillation, die den Whiskey milder macht als viele schottische Sorten.
An der Küste ist frischer Fisch und Meeresfrüchte Standard, etwa geräucherter Lachs oder Austern aus Galway Bay; Coddle, ein Dubliner Eintopf aus Wurst, Speck und Kartoffeln, und die aus dem English Market in Cork stammende Blutwurst Drisheen ergänzen die traditionelle Küche.
Quellen: Marriott Activities / regionale Tourismusinformation Cork
Welche Kultur prägt Irland?
Irland ist vor allem für seine Literatur bekannt: Dublin wurde 2010 von der UNESCO zur City of Literature ernannt, als vierte Stadt weltweit nach Iowa City, Melbourne und Edinburgh. Dazu kommen traditionelle Musik in den Pubs, die irische Sprache in den Gaeltacht-Gebieten und ein dichtes Festivalprogramm.
Schriftsteller wie James Joyce, Samuel Beckett, Oscar Wilde und mehrere Nobelpreisträger für Literatur prägen Dublins Ruf; literarische Spaziergänge folgen etwa den Schauplätzen von Joyces «Ulysses» durch die Innenstadt.
Die Connemara-Region westlich von Galway beherbergt die grösste zusammenhängende irischsprachige Gemeinschaft des Landes, die sogenannte Gaeltacht; Strassenschilder und Ortsnamen erscheinen dort zuerst auf Irisch.
Festivals wie das Galway International Arts Festival im Juli, die Galway Races oder die Macnas-Halloween-Parade zeigen, wie stark Musik, Theater und Strassenkunst den irischen Kalender prägen; in den Pubs von Galway und Dublin ist Live-Musik praktisch jeden Abend Teil des Programms.
Quellen: Dublin.ie · Galway Tourism
Welche Erlebnisse lohnen sich in Irland?
Zu den Höhepunkten zählen ein Spaziergang entlang der Cliffs of Moher, eine Bootsfahrt zu den Aran-Inseln oder nach Skellig Michael, ein Besuch der Guinness Storehouse in Dublin und eine Wanderung im Connemara-Nationalpark. Wer mehr Zeit hat, fährt Teilstrecken des Wild Atlantic Way mit dem Mietwagen.
- Cliffs of Moher: rund 8 km lange, bis zu 214 m hohe Klippen im County Clare, Teil des UNESCO Global Geopark Burren und Cliffs of Moher.
- Aran-Inseln: Boot ab Galway, Doolin oder Rossaveal zu prähistorischen Steinforts auf Inis Mór, Inis Meáin und Inis Oírr.
- Skellig Michael: Bootsfahrt ab Portmagee zu den erhaltenen Mönchszellen aus dem 6. bis 8. Jahrhundert, saisonal von Mai bis September.
- Guinness Storehouse Dublin: Rundgang durch die Brauerei mit Skybar-Aussicht über die Stadt.
- Connemara-Nationalpark: Wanderungen durch die Zwölf Bens mit dem County-Gipfel Benbaun auf 725 m.
- Blarney Castle: Burg von 1446 mit dem berühmten Blarney Stone bei Cork.
- Boyne Valley: Newgrange, Knowth und Dowth, rund 5'000 Jahre alte Ganggräber nördlich von Dublin.
Quellen: Cliffs of Moher Visitor Experience · Galway Tourism · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre
Wie reist man in Irland verantwortungsvoll?
Die Steilküsten und Inseln sind ökologisch empfindlich; ausgeschilderte Wege und offizielle Bootsanbieter schützen sowohl Natur als auch Reisende vor Absturzgefahr und starkem Wind. In den Städten lässt sich vieles zu Fuss oder mit der Bahn statt mit dem Mietwagen erledigen.
- An den Cliffs of Moher und auf Skellig Michael auf den markierten Wegen bleiben, abseits davon drohen Absturzgefahr und Erosion.
- Für Aran-Inseln und Skellig Michael offizielle, lizenzierte Bootsanbieter buchen statt improvisierter Fahrten.
- Zwischen Dublin, Cork und Galway die Bahn nutzen, den Mietwagen für die Küstenrouten reservieren.
- In der Gaeltacht-Region Connemara Ortsnamen und Beschilderung auf Irisch respektieren, das ist keine Folklore, sondern Alltagssprache.
Quellen: Cliffs of Moher Visitor Experience
Mit welchen Ländern lässt sich Irland kombinieren?
Am naheliegendsten ist das Vereinigte Königreich: Dublin und Belfast sind mit dem Zug in rund 2 h verbunden, und Irland und Grossbritannien bilden gemeinsam die Common Travel Area. Für eine Weiterreise braucht es wegen der fehlenden Schengen-Zugehörigkeit aber in beiden Richtungen einen gültigen Pass oder Personalausweis.
Eine Route Dublin–Belfast–Giant's Causeway verbindet die Republik Irland mit Nordirland und dessen bekanntester Naturattraktion, ohne dass eine sichtbare Grenzkontrolle stattfindet; deutsche Staatsangehörige brauchen für diesen Teil allerdings einen Reisepass, da ein Personalausweis für die Weiterreise ins Vereinigte Königreich laut Auswärtigem Amt nicht ausreicht.
Wer von Irland aus weiter in den Schengenraum reist, etwa nach Frankreich oder in die Benelux-Staaten, durchläuft am jeweiligen Zielflughafen eine reguläre Passkontrolle, da Irland selbst ausserhalb des Schengenraums liegt.
Quellen: Citizens Information (irische Regierung) · Auswärtiges Amt
Für wen eignet sich Irland, für wen weniger?
Irland passt zu Reisenden, die Küstenlandschaft, Kleinstädte und eine ausgeprägte Musik- und Pub-Kultur schätzen und mit wechselhaftem Wetter leben können. Weniger geeignet ist es für alle, die auf verlässlichen Sonnenschein oder Badeferien angewiesen sind.
Gut passt Irland für Naturliebhaber, Wanderer und literarisch Interessierte sowie für Familien, die Städte mit Küstenausflügen verbinden wollen. Wer einen Mietwagen scheut, kann sich mit Dublin, Cork und Galway sowie Tagesausflügen ab dort dennoch ein vielseitiges Bild des Landes verschaffen.
Weniger ideal ist Irland für Reisende, die planbares, warmes Wetter brauchen, oder für alle, die ohne Auto die abgelegenen Abschnitte des Wild Atlantic Way, etwa den Ring of Kerry oder Connemara, in vollem Umfang erleben wollen; Busse fahren dort deutlich seltener als in den Städten.