Was erwartet Reisende in Dublin?
Dublin liegt an der Mündung der Liffey in die Dublin Bay und zählt laut Zensus 2022 rund 593’000 Einwohner, im Grossraum etwa 1.5 Millionen. Die Stadt lässt sich zu Fuss erschliessen, bietet mit Trinity College, Guinness Storehouse und Kilmainham Gaol drei Hauptziele und eignet sich als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Wicklow, Meath und an die Küste.
Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland und der Ort, an dem fast jede Irland-Reise beginnt oder endet. Der Flughafen DUB liegt rund 7 km nördlich des Zentrums, die Altstadt ist kompakt, und die Liffey teilt die Stadt in Northside und Southside. Wer zwei bis vier Tage einplant, sieht die grossen Namen und hat Zeit für einen Ausflug.
Die Seite beschreibt die Stadt selbst: Viertel, Wege, Eintritte, Tickets, Verkehr und Tagesausflüge. Allgemeine Fragen zu Einreise, Währung und Notruf stehen auf der Landesseite Irland. Die Westküste mit Klippen und Halbinseln beschreibt die Seite Wild Atlantic Way.
Was macht Dublin als Reiseziel aus?
Dublin ist eine Literatur-, Pub- und Hafenstadt mit georgianischen Strassenzügen, einem Wikinger-Erbe und einer lebendigen Livemusik-Szene. Die UNESCO ernannte sie 2010 als vierte Stadt der Welt zur City of Literature; vier Literaturnobelpreisträger sind mit ihr verbunden.
Die Siedlung geht nach den Angaben der Stadtgeschichte auf eine Wikingerbefestigung um 841 zurück. Nach der anglonormannischen Invasion von 1169 wurde Dublin Verwaltungszentrum der englischen Herrschaft in Irland und im 18. Jahrhundert die zweitgrösste Stadt des britischen Weltreichs. Aus dieser Zeit stammen die georgianischen Plätze und Häuserzeilen südlich der Liffey.
Literarisch gehört Dublin zu den prägenden Städten Europas. Die Stadtverwaltung nennt George Bernard Shaw, W. B. Yeats, Samuel Beckett und Seamus Heaney als Nobelpreisträger der Stadt. Im April läuft jedes Jahr die Aktion One Dublin One Book mit Lesungen, Workshops und Stadtspaziergängen. Wer Bücher mag, findet Schauplätze zu Fuss: das Trinity College, die Plätze südlich der Liffey und die Pubs der Altstadt.
Quellen: Wikipedia · Dublin City Council
Wie ist Dublin in Irland einzuordnen?
Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland. Das Land ist EU-Mitglied, aber nicht Teil des Schengenraums; die Einreise folgt den Regeln der Landesseite.
Die Region Dublin (County Dublin) umfasst die Stadt, die Küstenorte der Dublin Bay und die Vororte bis zu den Dublin Mountains im Süden. Die Landesseite Irland erklärt Einreise, Währung, Gesundheitswesen und Strom. Diese Seite sagt, was in Dublin zusätzlich gilt.
Für Reisen in den Norden der Insel, nach Belfast, gilt das Vereinigte Königreich mit eigenen Einreiseregeln; die Seite Nordirland fasst sie zusammen.
Quellen: Auswärtiges Amt
Welche Orte und Viertel gehören zu Dublin?
Die Stadt gliedert sich in wenige Gebiete: das Trinity College mit dem Georgian Quarter, das Medieval Quarter um Dublin Castle, Temple Bar an der Liffey, den Westen mit Guinness und Kilmainham, den Phoenix Park sowie die Küstenorte der DART. Fast alles im Zentrum liegt auf wenigen Gehminuten.
| Viertel | Was dort liegt | Zeitbedarf |
|---|---|---|
| Trinity College und Georgian Quarter | Book of Kells, Long Room, georgianische Plätze | halber bis ganzer Tag |
| Medieval Quarter und Temple Bar | Dublin Castle, Kathedralen, Pubs, Märkte | halber Tag |
| Liffey und O’Connell Street | Ha’penny Bridge, Spire, Einkaufsstrassen | zwei Stunden |
| St. James’s Gate und Kilmainham | Guinness Storehouse, Kilmainham Gaol | ein Tag für beide |
| Phoenix Park | Park, Zoo, Rehe, Áras an Uachtaráin | halber Tag |
| Küste (Howth, Dalkey, Bray) | Klippenwege, Hafenorte | halber bis ganzer Tag |
Trinity College und das Georgian Quarter
Das Trinity College ist die erste Adresse für Besucher. In der Alten Bibliothek liegt das Book of Kells, ein mittelalterliches Evangelienbuch, daneben der Long Room, ein Saal mit Büchern bis unter die Gewölbedecke. Trinity verkauft Zeitfenster-Tickets, und der Betreiber empfiehlt die Buchung im Voraus ausdrücklich. Rund 90 Minuten sollte man für den Besuch einplanen. Mehr dazu im Abschnitt «Erlebnisse».
Rund um das College beginnt das Georgian Quarter mit regelmässig angelegten Plätzen und Häuserzeilen aus dem 18. Jahrhundert, als Dublin zu den grössten Städten des britischen Weltreichs zählte. Ein Spaziergang um die Plätze dauert nur eine Stunde, zeigt aber den ursprünglichen Stadtplan besser als jede Besichtigung.
Dublin Castle und das Medieval Quarter
Dublin Castle wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts an der Stelle einer Wikingersiedlung gebaut und war Sitz der englischen und später britischen Verwaltung. Es ist an sieben Tagen in der Woche geöffnet. Besucher sehen die State Apartments, die Chapel Royal, die Gärten, den mittelalterlichen Turm und die Ausgrabungen der Wikingerzeit. Tickets gibt es an der Kasse in den State Apartments oder online.
Temple Bar und die Liffey
Die Liffey teilt die Stadt. Der Fussgängersteg Ha’penny Bridge verbindet Temple Bar mit der Northside, wo die O’Connell Street mit dem Stahlturm Spire zur Hauptachse wird. Die Northside wirkt bürgerlicher und alltäglicher und ist weniger touristisch.
St. James’s Gate und Kilmainham
Westlich der Altstadt liegt am St. James’s Gate das Guinness Storehouse, die grösste Besucherattraktion der Brauerei, mit sieben Stockwerken und der Gravity Bar zum Abschluss. Etwa 3.5 km vom Zentrum entfernt liegt Kilmainham Gaol, ein Gefängnis, das heute Museum ist und nur im Rahmen einer geführten Tour besucht wird.
Phoenix Park
Der Phoenix Park ist mit 707 Hektar einer der grössten ummauerten Stadtparks Europas. Er wurde in den 1660ern als königliches Jagdgebiet angelegt und steht seit 1747 der Öffentlichkeit offen. Er liegt etwa 1.5 Meilen von der O’Connell Street entfernt, ist rund um die Uhr zugänglich und kostenlos. Im Park leben frei laufende Damhirsche; man soll sie nicht füttern und nicht bedrängen. Im Park liegen auch der Dublin Zoo, der Amtssitz des Präsidenten (Áras an Uachtaráin), Blumengärten und ein Besucherzentrum.
Die Küste: Howth, Dalkey und Bray
Die DART fährt entlang der Küste von Greystones im Süden nach Howth und Malahide im Norden. Die Linie hat 32 Stationen auf 53 km. Howth ist ein Fischerort mit Hafen und Klippenwegen; Dalkey und Bray liegen im Süden und sind Ausgangspunkte für Küstenspaziergänge. Details im Abschnitt «Erlebnisse».
Quellen: Wikipedia · Dublin Castle (OPW) · Phoenix Park (OPW) · Kilmainham Gaol Museum (OPW) · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Dublin?
Dublin hat ein gemässigtes Meeresklima mit milden Sommern und kühlen Wintern ohne grosse Extreme. Das Wetter wechselt im Lauf eines Tages mehrfach; regenfest gekleidet ist man in jedem Monat richtig. Das Auswärtige Amt warnt zudem vor Herbst- und Winterstürmen der Atlantikdepression von September bis Dezember.
Monatsmittel Dublin: Tageshöchst- und Tiefstwerte und Niederschlag (Stationsdaten)
| Dublin | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 9 | 11 | 13 | 16 | 18 | 20 | 19 | 18 | 15 | 11 | 9 |
| Tiefstwert °C | 2 | 3 | 3 | 4 | 7 | 9 | 11 | 11 | 9 | 7 | 5 | 3 |
| Niederschlag mm | 86 | 70 | 70 | 61 | 67 | 76 | 80 | 91 | 76 | 102 | 106 | 97 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station DUBLIN (8 km, 74 m), auf 20 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle zeigt, dass die Temperaturen in Dublin das ganze Jahr über gemässigt bleiben. Das Muster ist eine Frage von Licht und Wind: Im Sommer sind die Tage lang, im Winter dagegen früh dunkel, und die Stürme der Herbst- und Wintermonate können Fähren, Flüge und Wanderwege beeinträchtigen. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Wellen und Strömungen an der Küste das ganze Jahr kräftig sind.
Für Städtereisende ist der Frühling bis Frühherbst die bequemste Zeit: lange Tage für Spaziergänge, offene Aussenbereiche und die Küstenwege. Im Winter sind die Museen, Pubs und Theater geöffnet, und die Stadt ist ruhiger; man sollte dann mit kurzen Tagen und häufigem Regen planen.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA
Was gilt für die Einreise nach Dublin?
Für Dublin gelten dieselben Regeln wie für ganz Irland: Das Land ist nicht Teil des Schengenraums, der Pass oder Personalausweis wird bei jeder Einreise kontrolliert. Die Regeln für Schweizer, Deutsche und Österreicher stehen auf der Landesseite.
Die Details, Aufenthaltsdauer und Hinweise für andere Staatsangehörige stehen auf der Landesseite Irland. Das BMEIA weist darauf hin, dass ein Reisepass oder Personalausweis bis zur Ausreise gültig sein muss und elektronische österreichische Ausweise ausserhalb Österreichs nicht anerkannt werden. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; massgeblich sind Botschaft oder Einwanderungsbehörde Irlands.
Regional abweichend ist wenig: Die Passkontrolle erfolgt am Flughafen oder Fährhafen. Wer weiter nach Nordirland oder Grossbritannien reist, beachtet die Einreiseregeln des Vereinigten Königreichs; die amtlichen Stellen (Auswärtiges Amt, BMEIA, EDA) sind massgeblich.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA
Welche Gesundheitshinweise gelten in Dublin?
Für Dublin gibt es keine Impfpflicht. Die CDC empfiehlt Standardimpfungen, eine aktuelle Masernimmunisierung und je nach Lage Hepatitis A und B. Die Gesundheitsversorgung ist laut Auswärtigem Amt mit Deutschland vergleichbar.
Die CDC nennt für Irland die üblichen Routineimpfungen, bei unvollständigem Schutz die Masern-Mumps-Röteln-Impfung und je nach Aufenthalt Hepatitis A und B. Gelbfieber ist weder vorgeschrieben noch empfohlen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, klärt man vor der Reise mit einer Ärztin oder einem Arzt oder in einer reisemedizinischen Beratung (healthytravel.ch).
Das BMEIA vermerkt, dass in der Notfallversorgung lange Wartezeiten vorkommen können; für Krankenhausbesuche sollte man Zeit einplanen. Die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) wird anerkannt, soweit sie gültig ist. Schweizer Reisende prüfen die Deckung ihrer Reiseversicherung.
Quellen: CDC Travelers' Health · Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie sicher ist Dublin für Reisende?
Dublin gilt nach der BMEIA-Einstufung als Land mit gutem Sicherheitsstandard; verbreitet sind Taschendiebstahl und Kleinkriminalität in belebten Lokalen und an Touristenorten. Das BMEIA warnt vor tätlichen Übergriffen vor allem nachts. Die aktuelle Lage ist bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zu prüfen.
Das Auswärtige Amt nennt Kleinkriminalität wie Taschendiebstähle als häufigstes Risiko, vor allem an Orten, die Touristen gern besuchen; Gewaltkriminalität sei selten. Fahrzeuge werden auf unbewachten Parkplätzen aufgebrochen. Das BMEIA hält fest, dass sich Taschendiebstähle in Lokalen, Pubs und auf öffentlichen Plätzen im Zentrum von Dublin häufen.
Notruf in Irland ist 112 oder 999. Das BMEIA nennt zusätzlich eine Touristen-Hotline.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie reist man nach Dublin und kommt vom Flughafen in die Stadt?
Dublin Airport (DUB) liegt rund 7 km nördlich des Zentrums und hat zwei Terminals. Der Airlink Express fährt auf zwei Linien in die Stadt, Taxis stehen vor beiden Terminals. Die Fähre von Holyhead dauert gut drei Stunden, Luas, DART und Leap Card decken den Verkehr in der Stadt ab.
Flughafen und Verbindungen
Dublin Airport (DUB) liegt in Collinstown, rund 7 km nördlich des Stadtzentrums. Er hat zwei Terminals: Terminal 1 von 1972 und Terminal 2 von 2010, das als Drehscheibe für den Nordatlantik dient. Der Flughafen bietet US-Grenzabfertigung vor dem Abflug nach Nordamerika (US Preclearance), eines von zwei solcher Angebote in Europa.
Vom Flughafen in die Stadt
Der Airlink Express verbindet die Terminals mit dem Zentrum auf zwei Linien, 747 und 757. Die Busse halten direkt vor dem Terminal und fahren unter anderem zu Heuston Station, Connolly Station, Aston Quay in Temple Bar, St. Stephen’s Green, Trinity College und O’Connell Street. Der Betreiber nennt für Erwachsene 10 € einfach und 13 € retour (Stand Oktober 2026). Taxis stehen vor T1 und T2.
Fähre, Bahn und Anschluss
Aus Grossbritannien kommen Reisende mit der Fähre von Holyhead nach Dublin. Irish Ferries bietet bis zu vier Abfahrten am Tag mit 3 h 15 min bis 3 h 30 min Überfahrt, Stena Line fährt ähnlich oft in rund 3 h 30 min. Beide nehmen Fussgänger mit; Irish Ferries verkauft auch SailRail-Tickets, die Fähre und Zug kombinieren.
Dublin hat zwei Hauptbahnhöfe: Connolly mit Zügen nach Belfast, Rosslare Europort und Sligo sowie der DART, und Heuston mit Zügen nach Cork, Galway, Waterford, Westport und Tralee. Die Fahrpläne stehen bei Irish Rail.
Verkehr in der Stadt
Die Fahrpreise der Stadt sind zonenbasiert. In Zone 1 (Dublin) kostet die 90-Minuten-Fahrt mit der Leap Card für Erwachsene 2.00 €; der Tagesdeckel für Erwachsene liegt bei 6.00 € (Stand Oktober 2026). Die Leap Card gilt in Bus, Luas, DART und Vorortzügen.
Luas heisst das Strassenbahnnetz mit zwei Linien: Rot von Tallaght und Saggart nach Connolly und The Point (32 Haltestellen), Grün von Brides Glen nach Broombridge (35 Haltestellen). Werktags fährt sie von 05:30 bis 00:30, sonntags von 07:00 bis 23:00. Tickets müssen vor der Fahrt an der Haltestelle entwertet werden. Zum Umsteigen zwischen Rot und Grün gehen Fahrgäste von Abbey Street zu Marlborough Street oder O’Connell GPO.
Quellen: Wikipedia · Airlink Express · Visit Wales · Iarnród Éireann (Irish Rail) · Transport for Ireland · Transport for Ireland · Wikipedia
Was kostet ein Aufenthalt in Dublin?
Währung ist der Euro. Eintritte der grossen Attraktionen liegen bei rund 8 € für Kilmainham Gaol und ab 24 € für das Guinness Storehouse; der Tagesdeckel für Bus, Luas und DART beträgt 6.00 € (Stand Oktober 2026). Trinkgeld ist freiwillig; oft ist bereits ein Servicezuschlag enthalten.
Beim Trinkgeld ist es üblich, in Restaurants 10 bis 15 Prozent zu geben, falls nicht schon ein Servicezuschlag auf der Rechnung steht. Bei grösseren Gruppen wird oft ein Zuschlag von 10 bis 20 Prozent automatisch berechnet. An der Bar erwartet man kein Trinkgeld, in Taxis rundet man auf, im Hotel gibt man pro Gepäckstück 1 bis 2 €. Trinkgeld kann in den meisten Läden auch per Karte gegeben werden.
Quellen: Guinness Storehouse · Trinity College Dublin (visittrinity.ie) · Kilmainham Gaol Museum (OPW) · Heritage Ireland (OPW) · Transport for Ireland · Insight Vacations · Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man in Dublin am besten?
Am besten übernachtet man südlich der Liffey zwischen Trinity College, St. Stephen’s Green und Dublin Castle; von dort sind die meisten Ziele zu Fuss erreichbar. Nahe am Flughafen übernachtet man nur bei sehr frühem Abflug.
Das Georgian Quarter und das Medieval Quarter bieten die meisten Wege zu Fuss und eine breite Auswahl an Hotels. Temple Bar ist zentral, aber am Abend laut. Die Northside rund um die O’Connell Street und die Bahnhöfe Connolly und Heuston ist praktisch für Anreise und Ausflüge, wirkt aber weniger lebendig am Abend.
Quellen: Airlink Express · Visit Dublin (Fáilte Ireland)
Was isst und trinkt man in Dublin?
Typisch sind Irish Stew, Dublin Coddle aus Würstchen, Speck und Kartoffeln, Boxty-Kartoffelpfannkuchen, Soda Bread, Meeresfrüchte aus der Dublin Bay und Guinness. Viele Pubs servieren einfache Hauptgerichte zum Mittag.
Die lokale Küche ist deftig. Irish Stew gilt als Nationalgericht; es besteht aus Lamm oder Hammel mit Kartoffeln, Zwiebeln und Karotten. Der Coddle ist ein Gericht der Stadt aus Würstchen, Speck, Kartoffeln und Zwiebeln, langsam in Brühe gegart. Boxty sind Pfannkuchen aus geriebener und gestampfter Kartoffel. Dazu gibt es Soda Bread aus Mehl, Natron, Salz und Sauermilch und Colcannon, ein Kartoffelpüree mit Kohl.
Frühstücke enthalten oft Black und White Pudding, zwei Wurstsorten; die schwarze enthält Blut, die weisse nicht. Meeresfrüchte wie Austern, Krebse und Dublin Bay Prawns sind eine Spezialität. Als Getränk steht Guinness an erster Stelle, daneben der Irish Coffee mit Whiskey, braunem Zucker und Rahm.
Dublin Tourism nennt als Orte für traditionelle Küche The Brazen Head, das als ältester Pub Irlands gilt und auf das Jahr 1198 zurückgeführt wird, sowie Mulligan’s, wo auch das Mittagessen preiswert ist. Am Temple Bar Food Market gibt es Käse, Räucherlachs und Backwaren. Mittagsmenüs sind in vielen Restaurants deutlich günstiger als das Abendessen.
Quellen: World Travel Guide · Dublin Tourism · Guinness Storehouse
Welche Kultur und Bräuche prägen Dublin?
Dublin ist stolz auf Sprache, Literatur und Musik. Neben Englisch ist Irisch Amtssprache, und die Pubs der Stadt sind Orte für Gespräch und Livemusik. Die UNESCO verlieh der Stadt 2010 den Titel City of Literature.
Dublin ist seit 2010 UNESCO City of Literature, als vierte Stadt der Welt nach Iowa City, Melbourne und Edinburgh. Die Stadtbibliotheken tragen den Titel mit Programmen für Lesende; der Dublin Literary Award, 100’000 € für einen Roman in englischer Sprache, wird jährlich vergeben, die Nominierungen kommen von Bibliotheken weltweit.
Quellen: Dublin City Council · Kilmainham Gaol Museum (OPW) · Wikipedia
Was lohnt sich in Dublin und Umgebung?
Die grossen Ziele sind die Book of Kells Experience (ab 25 €), das Guinness Storehouse (ab 24 €) und Kilmainham Gaol (8 €). Dazu kommen der kostenlose Phoenix Park, der Howth Cliff Path mit 7.8 km, Glendalough in den Wicklow Mountains und Brú na Bóinne im County Meath.
Trinity College und Book of Kells
Die Book of Kells Experience besteht aus zwei Teilen: der Alten Bibliothek mit dem Manuskript und dem Long Room sowie dem Red Pavilion mit drei digitalen Ausstellungen. Das Ticket ab 25 € gilt für eine Besuchsdauer von etwa 90 Minuten. Es gibt eine geführte Variante ab 65 €, eine Variante nur mit der Alten Bibliothek ab 19 € sowie das Paket mit einem Rundgang durch das College ab 37 €. Geöffnet ist werktags ab 8:30 Uhr, sonntags ab 9:00 Uhr. Die Zeitfenster verkaufen sich aus, daher die Buchung im Voraus.
Guinness Storehouse
Das Guinness Storehouse am St. James’s Gate führt über sieben Stockwerke und endet in der Gravity Bar, wo das Getränk (Guinness, Guinness 0.0 oder Wasser) im Preis inbegriffen ist. Das Basic-Ticket kostet ab 24 €, das Academy-Paket mit Zapfkurs ab 36 €. Die geführte Tour ab 48 € findet nur werktags zwischen 11 und 15 Uhr statt und ist für Erwachsene ab 18 Jahren. Gemischte Gruppen aus Erwachsenen und Minderjährigen nimmt der Betreiber für die Spezialpakete nicht an.
Kilmainham Gaol
Der Besuch ist nur mit Führung möglich; die Tickets müssen vorab online gebucht werden. Erwachsene zahlen 8 €, Senioren 6 €, Studierende 4 €, Familien 20 €, Kinder unter 12 sind frei, brauchen aber ein Ticket. Man sollte 15 Minuten vor der Tour da sein. Koffer und Kinderwagen sind nicht erlaubt. Das Museum ist täglich geöffnet, ausser vom 24. bis 27. Dezember. Es liegt 3.5 km vom Zentrum; Dublin Bus 60, G1 und G2 sowie die rote Luas-Linie bis Suir Road fahren hin.
Howth Cliff Path
Der Cliff Path Loop in Howth ist 7.8 km lang, dauert rund zwei Stunden und ist als mittelschwer eingestuft, mit etwa 130 m Aufstieg. Er beginnt am Bahnhof Howth, führt um den Nose of Howth und über die Klippen mit Blick auf Lambay Island, Ireland’s Eye und den Baily-Leuchtturm. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Nach der Runde gibt es in Howth Cafés, Pubs und Restaurants. Von Connolly braucht die DART nach Howth laut Visit Dublin 25 Minuten.
Glendalough in den Wicklow Mountains
Das Besucherzentrum von Glendalough zeigt die frühchristliche Klostersiedlung mit Rundturm, mittelalterlichen Kirchen und verzierten Kreuzen sowie zwei Seen. Von Mitte März bis 14. Oktober ist täglich 9:30 bis 18:00 geöffnet, im Winter bis 17:00; vom 23. bis 29. Dezember ist geschlossen. Der Eintritt beträgt 5 € für Erwachsene. Für den Besuch sind ein bis eineinhalb Stunden eingeplant, mit Wanderungen mehr. Die Anreise erfolgt mit Auto oder organisierter Tour.
Brú na Bóinne (Newgrange und Knowth)
Das Besucherzentrum bei Donore nahe Drogheda im County Meath ist der einzige Zugang zu den Ganggräbern von Newgrange und Knowth; ein Shuttlebus bringt die Gäste zu den Stätten. Tickets müssen vorab gebucht werden, auch für Kinder. Die Buchungsfenster sind 7 Tage im Voraus von Januar bis März, 30 Tage von April bis November und wieder 7 Tage im Dezember. Zwischen März und November sind drei Touren möglich, im Winter nur Newgrange. Geschlossen ist vom 24. bis 27. Dezember und am 1. Januar.
Quellen: Trinity College Dublin (visittrinity.ie) · Guinness Storehouse · Kilmainham Gaol Museum (OPW) · Visit Dublin (Fáilte Ireland) · Heritage Ireland (OPW) · Heritage Ireland (OPW) · Phoenix Park (OPW)
Wie reist man in Dublin nachhaltig?
In Dublin kommt man ohne Auto aus: Luas, DART, Bus und Leap Card decken die Stadt und die Küste ab, die Altstadt ist zu Fuss erreichbar. Mit der Fähre aus Grossbritannien lässt sich auch der Flug ersparen.
Wer die Stadt zu Fuss, mit Tram und Bahn erkundet, braucht kein Auto. Der Phoenix Park ist kostenlos, zwei Küstenorte sind mit der DART erreichbar. Für Ausflüge nach Glendalough oder Brú na Bóinne bieten sich organisierte Touren an, die mehrere Gäste bündeln. In den Wicklow Mountains bleibt man auf den Wegen, und im Phoenix Park füttert man die Rehe nicht.
Quellen: Phoenix Park (OPW) · Transport for Ireland · Visit Wales
Wie lässt sich Dublin mit anderen Zielen kombinieren?
Dublin ist der natürliche Auftakt einer Irland-Rundreise, die über Cork und Südirland und den Wild Atlantic Way im Westen führt. Per Zug erreicht man Belfast im Norden; von Connolly fahren Züge nach Belfast Grand Central.
Die Zugstrecken ab Heuston führen nach Cork, Galway und Waterford, ab Connolly nach Belfast, Sligo und Rosslare Europort. Damit ergeben sich Reisen in alle Himmelsrichtungen ohne Mietwagen. Beschreibungen finden sich auf den Seiten Cork und Südirland, Wild Atlantic Way und Nordirland.
Quellen: Iarnród Éireann (Irish Rail) · Visit Wales
Für wen eignet sich Dublin, für wen weniger?
Dublin passt zu Reisenden, die Geschichte, Literatur, Pubs und kurze Wege mögen und von der Stadt aus Ausflüge machen wollen. Weniger geeignet ist es für Reisende, die vor allem Natur, Ruhe und grosse Landschaften suchen und ein Budget haben, das nur wenig Spielraum lässt.
Gut passt Dublin für Paare und Freunde auf Städtereise, für Familien mit Kindern im Schulalter (Phoenix Park, Zoo, Küste) und für Geschichtsinteressierte. Wer die Westküste sehen will, nutzt Dublin als Start- und Endpunkt und verbringt dort zwei bis drei Nächte.
Quellen: Kilmainham Gaol Museum (OPW) · Phoenix Park (OPW)