Die weiss gestrichene Holzkathedrale St. George’s in Georgetown

Land · Südamerika

Guyana

Guyana ist das einzige Land auf dem südamerikanischen Festland mit Englisch als Amtssprache und eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde: Rund 90 Prozent der Menschen leben an der Küste. Dahinter beginnen Regenwald, Tafelberge und Savannen, die man meist nur mit dem Kleinflugzeug erreicht, darunter die Kaieteur-Fälle mit 226 m freiem Fall.

Foto: Kyle Lockett auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Georgetown
Amtssprache
Englisch; im Alltag verbreitet ist Creolese
Währung
Guyana-Dollar (GYD); 1 EUR = 241.94 GYD (Bank of Guyana, 17.09.2026)
Zeitzone
UTC −4, keine Sommerzeit
Internationale Flughäfen
Cheddi Jagan (GEO) in Timehri, 41 km von Georgetown; Eugene F. Correia (OGL) in Ogle, 11 km von Georgetown
Beste Reisezeit
Trockenzeiten: Küste Mitte Januar bis Mai und Mitte Juli bis Mitte November, Landesinneres Januar bis Anfang Mai und September bis Dezember
Einreise CH/DE/AT
visumfrei; Reisepass sechs Monate über die Reise hinaus gültig; Online-Formular (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
amerikanische Stecker, 110/220 V, 60 Hz
Notruf
Polizei 911, Feuerwehr 912, Ambulanz 913
Impfungen
Gelbfieber und Hepatitis A empfohlen; hohes Malariarisiko im Landesinneren
Verkehr
Linksverkehr; nationaler Führerschein gilt 60 Tage
Ausreisegebühr
6’000 GYD bzw. 30 USD, im Flugticket enthalten

Guyana auf einen Blick: Was erwartet Reisende?

Kurz gesagt

Guyana liegt an der Atlantikküste zwischen Venezuela, Brasilien und Suriname und ist mit 214’969 km² etwa so gross wie Grossbritannien. Reisende kommen fast ausschliesslich wegen der Natur: Kaieteur-Fälle, Regenwald von Iwokrama, Rupununi-Savanne, Flüsse wie der Essequibo und die Schildkrötenstrände von Shell Beach.

Georgetown ist Ankunftsort und Drehscheibe. Ins Landesinnere führt nur eine grosse Nord-Süd-Strasse, die meisten Ziele erreicht man per Kleinflugzeug. Die Küste ist flach, sumpfig und von Schlickwatt gesäumt; für Badeferien ist Guyana nicht gemacht. Touren ins Landesinnere bucht man laut Tourismusbehörde und EDA am besten bei anerkannten Veranstaltern.

Quellen: Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Was macht Guyana als Reiseland besonders?

Kurz gesagt

Guyana verbindet eine karibisch geprägte Küste mit einem fast menschenleeren Hinterland. Von 746’955 Einwohnern (Volkszählung 2012) leben rund 90 Prozent an der Küste; der Rest des Landes ist Regenwald, Bergland und Savanne mit Tierarten wie Jaguar, Riesenotter und Harpyie.

Die Tourismusbehörde zählt über 820 Vogelarten, 228 Säugetier- und 900 Fischarten und wirbt mit dem «Land of Giants»: Arapaima, der grösste Süsswasserfisch mit Schuppen, Riesenameisenbär, Riesenotter, Mohrenkaiman und die Seerose Victoria amazonica mit bis zu 3 m breiten Blättern.

Kulturell gehört Guyana zur Karibik; Georgetown ist Sitz des Sekretariats der Karibischen Gemeinschaft CARICOM. Neun indigene Völker leben im Land, darunter Makushi und Wapishana, dazu Nachfahren von Einwanderern aus Indien, Afrika, China und Portugal. Der Tourismus ist klein, oft gemeinschaftlich organisiert und teuer: Wenige Gäste und lange Transportwege treiben laut Iwokrama River Lodge die Preise.

Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Wikipedia · Iwokrama River Lodge

Welche Regionen lohnen sich in Guyana?

Kurz gesagt

Die meisten Reisen verbinden Georgetown mit den Kaieteur-Fällen, dem Iwokrama-Regenwald und der Rupununi-Savanne um Lethem. Dazu kommen der Unterlauf des Essequibo mit Inseln und holländischen Forts sowie, saisonal zwischen Februar und August, die Schildkrötenstrände von Shell Beach im Nordwesten.

Georgetown

Die Hauptstadt an der Mündung des Demerara liegt teils bis 2 m unter der Hochwasserlinie, geschützt von der Ufermauer Seawall und Kanälen. Wahrzeichen sind die 43.5 m hohe Holzkathedrale St. George’s von 1892 und die Eisenhalle des Stabroek Market mit Uhrturm. In der Stadt lassen sich über 200 Vogelarten beobachten, etwa im Botanischen Garten. Nachts rät das EDA von Spaziergängen ab.

Kaieteur-Fälle

Der Potaro River stürzt hier 226 m in einem einzigen Fall über die Kante. Der Nationalpark von 1929 misst seit 1999 rund 627 km² und ist mit über 8’000 Besuchern im Jahr das meistbesuchte Ziel des Landes. Man fliegt in rund 1 h ab Ogle und geht mit Guide rund 2 h zu den Aussichtspunkten; mit Glück zeigen sich Guayana-Felsenhahn und Goldener Raketenfrosch. Manche Flüge kombinieren Kaieteur mit den Orinduik-Fällen.

Iwokrama und der Regenwald

Der Iwokrama-Wald umfasst 371’000 ha, je zur Hälfte Wildnisreservat und Zone für nachhaltige Nutzung. Die Iwokrama River Lodge mit acht Hütten liegt am Essequibo bei Kurupukari. Rund 90 Minuten südlich führt der Canopy Walkway 154 m weit und bis 30 m hoch durch die Baumkronen, mit der Atta Rainforest Lodge an seinem Fuss. Laut Audubon Magazine ist Iwokrama womöglich der beste Ort der Welt, um einen wilden Jaguar zu sehen.

Rupununi-Savanne

Vor den Kanuku-Bergen liegen die Savannen der Rupununi mit dem Grenzort Lethem, per Brücke mit Bonfim in Brasilien verbunden. Im Norden stehen Gemeinschafts-Lodges wie Surama, Rewa, Rock View und Caiman House sowie Karanambu, wo 1988 erstmals Riesenotter in Guyana dokumentiert wurden. Der Süden ist Rancherland mit Dadanawa, Saddle Mountain und Wichabai; an Ostern findet in Lethem das Rupununi-Rodeo statt.

Küste und Shell Beach

Das Schutzgebiet Shell Beach in der Region Barima-Waini im Nordwesten reicht über mehr als 120 km Muschelstrand und Watt und schützt die grössten intakten Mangroven des Landes. Lederschildkröte, Echte Karettschildkröte, Oliv-Bastardschildkröte und Suppenschildkröte nisten hier laut Schutzgebietskommission zwischen Februar und August.

Essequibo

Der mit 1’014 km grösste Fluss des Landes mündet 21 km von Georgetown in einem rund 20 km breiten Delta voller Inseln. Auf Fort Island steht das holländische Fort Zeelandia von 1743; flussaufwärts liegt Bartica, das «Gateway to the Interior», am Zusammenfluss mit Cuyuni und Mazaruni.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Protected Areas Commission Guyana · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Atta Rainforest Lodge · Guyana Tourism Authority · Visit Rupununi · Tour Guyana · Wikipedia · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Trust (Guyana) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia

Wann ist die beste Reisezeit für Guyana?

Kurz gesagt

Am günstigsten sind die Trockenzeiten: an der Küste Mitte Januar bis Mai und Mitte Juli bis Mitte November, im Landesinneren Januar bis Anfang Mai und September bis Dezember. In den Regenzeiten sind Pisten schwer befahrbar, dafür führen Flüsse und Wasserfälle viel Wasser.

Trocken- und Regenzeiten laut Guyana Tourism Authority
GebietTrockenzeitRegenzeit
Küste mit GeorgetownMitte Januar bis Mai, Mitte Juli bis Mitte NovemberMai bis Mitte Juli, Mitte November bis Mitte Januar
LandesinneresJanuar bis Anfang Mai, September bis DezemberMitte Mai bis August

Georgetown: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag

GeorgetownJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303030313030313232323130
Tiefstwert °C242425252524242525252525
Niederschlag mm18111794144315314302193102103181257

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GEORGETOWN (1 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Georgetown ist ganzjährig heiss und feucht. Die Stationsdaten zeigen die nassesten Monate von Mai bis Juli und im Dezember, die trockensten im März, September und Oktober. Laut Auswärtigem Amt kommt es in den Regenzeiten regelmässig zu schweren Überschwemmungen an der Küste.

Vogelbeobachter reisen laut Tourismusbehörde am besten von September bis Anfang Dezember oder von Januar bis Ende April. Kaieteur ist nach den Regen am eindrücklichsten, die Behörde nennt September bis November; bei Regen können Flüge ausfallen. Schildkröten nisten an Shell Beach von Februar bis August.

In der Rupununi verwandelt die Regenzeit die Savanne in Feuchtgebiete: Strassen werden schwierig, Bootsfahrten dafür einfacher. Für Feste plant man Ostern mit dem Rupununi-Rodeo oder den 23. Februar mit Mashramani ein.

Quellen: Guyana Tourism Authority · Auswärtiges Amt · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Protected Areas Commission Guyana · Tour Guyana · timeanddate.com

Was braucht man für die Einreise nach Guyana?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte ohne Visum ein; für Deutsche und Österreicher nennen Auswärtiges Amt und BMEIA bis zu 90 Tage. Nötig sind ein Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gilt, und ein online ausgefülltes Ein- und Ausreiseformular. Stand September 2026.

  • Visum: Die Botschaft Guyanas in Brüssel, laut EDA zuständig für Auskünfte an Schweizer, führt die Schweiz, Deutschland und Österreich als visumfrei.
  • Dokument: Reisepass, vorläufiger Reisepass oder Kinderreisepass; ein Personalausweis genügt nicht.
  • Formular: online unter ed.gpf.gov.gy vor Ein- und Ausreise. Massgeblich ist die Anweisung auf dem Formular selbst, betrieben von der Guyana Police Force: «Please only submit form 48hr before Departure/Arrival», also erst 48 Stunden vorher ausfüllen. Der Flughafen Cheddi Jagan nennt abweichend einen Spielraum von bis zu 30 Tagen; im Zweifel an die 48-Stunden-Regel des Formulars halten.
  • Minderjährige: ohne beide Sorgeberechtigten eine schriftliche Einverständniserklärung mitführen.
  • Devisen: unbegrenzte Einfuhr, aber deklarationspflichtig.
  • Gelbfieber: Nachweis bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Transit dort über vier Stunden, für alle, die älter als ein Jahr sind.
  • Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln. Die Botschaft Guyanas in Brüssel veröffentlicht die Liste der Staaten, deren Bürger kein Visum brauchen; wer nicht darauf steht, klärt die Visumpflicht vor der Reise mit einer Vertretung Guyanas.

Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der Botschaft Guyanas; vor der Abreise prüfen.

Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Embassy of the Co-operative Republic of Guyana, Brüssel · Guyana Police Force · Cheddi Jagan International Airport

Welche Impfungen und welcher Malariaschutz sind für Guyana nötig?

Kurz gesagt

healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden die Impfungen gegen Gelbfieber und Hepatitis A, den meisten auch gegen Tollwut. Im Landesinneren, also bei Kaieteur, Iwokrama, in der Rupununi und an Shell Beach, ist das Malariarisiko hoch; dort wird eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen. Welches Mittel passt, gehört in eine reisemedizinische Beratung.

Malariarisiko nach Verwaltungsregionen (CDC, ergänzt durch healthytravel.ch)
RisikoRegionenReiseziele darin
Hoch1, 7, 8, Teile von 9Shell Beach, Bartica, Kaieteur, Iwokrama, Teile der Rupununi
Sehr gering2, 3, 10, Teile von 6Essequibo-Mündung, Linden, Umland von New Amsterdam
Kein Malariarisiko laut CDC4, 5Georgetown und Küstenstreifen Demerara-Mahaica bis Mahaica-Berbice

Für die Stadt Georgetown selbst empfiehlt die CDC ausdrücklich keine medikamentöse Prophylaxe, nur Mückenschutz. Mückenschutz gilt aber rund um die Uhr: Dengue, Chikungunya und Zika kommen landesweit vor, dazu wurden Oropouche-Fälle gemeldet. Die Gelbfieberimpfung muss mindestens zehn Tage vor Ankunft erfolgen. Die CDC warnt zudem vor Leptospirose in Süsswasser.

Die medizinische Versorgung ist laut EDA beschränkt; private Kliniken verlangen Vorauszahlung in bar. Das BMEIA rät dringend zu einer Reiseversicherung.

Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin · Auswärtiges Amt · Centers for Disease Control and Prevention, Travelers’ Health · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Trust (Guyana) · Wikipedia · Wikipedia

Wie sicher ist Guyana für Reisende?

Kurz gesagt

Das EDA stuft Reisen nach Guyana als grundsätzlich sicher ein, weist aber auf erhöhte, oft gewaltsame Kriminalität in Georgetown und anderen Städten hin. Das Auswärtige Amt nennt zusätzlich die Strecke zum Flughafen Cheddi Jagan und die Eastcoast of Demerara, das BMEIA warnt vor einem erhöhten Sicherheitsrisiko im ganzen Land.

  • In Georgetown nachts nicht zu Fuss, tagsüber nicht allein; nur Hotel- oder offizielle Flughafentaxis (EDA).
  • Nachts keine Überlandfahrten, Autotüren verriegeln (Auswärtiges Amt).
  • Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden (BMEIA).

Im Grenzgebiet zu Venezuela rät das EDA zu höchster Vorsicht, an der Grenze zu Suriname ist die Bandenkriminalität erhöht. Den Grenzfluss Corentyne quert man nur mit den offiziellen Fähren.

Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Cheddi Jagan International Airport

Wie kommt man nach Guyana und im Land herum?

Kurz gesagt

Internationale Flüge landen am Cheddi Jagan International Airport (GEO) in Timehri, 41 km von Georgetown, oder am Eugene F. Correia International Airport in Ogle. Ganzjährig nonstop geht es aus New York, Miami, Houston, Toronto, Panama-Stadt, Bogotá, Barbados, Port of Spain und Paramaribo. Aus Europa führt der Weg meist mit Umstieg, etwa über Barbados, Miami oder Suriname; saisonale Direktflüge ändern sich von Jahr zu Jahr.

Flüge nach Guyana

  • Nordamerika: American Airlines, JetBlue und Caribbean Airlines ab New York JFK, American Airlines und Surinam Airways ab Miami, United ab Houston, Caribbean Airlines ab Toronto, dort saisonal auch Air Transat.
  • Lateinamerika: Copa Airlines ab Panama-Stadt, Avianca ab Bogotá, dazu mehrere Gesellschaften ab Paramaribo.
  • Karibik: Bridgetown, Port of Spain, Santo Domingo, saisonal auch St. Lucia, Antigua und Grenada; British Airways fliegt saisonal über Bridgetown und St. Lucia.
  • Europa: Die KLM-Strecke ab Amsterdam misst 7’622 km, der schnellste Flug dauert rund 9 h 25 min. Sonst laufen die meisten Verbindungen laut Tourismusbehörde über Barbados, Miami, New York, St. Lucia oder Suriname.

Nach Afrika, Asien und Ozeanien gibt es keine Direktflüge. Am Flughafen CJIA fahren offizielle Taxis rund um die Uhr zu festen Tarifen.

Inlandsflüge

Ab dem Flughafen Ogle, 11 km von Georgetown, fliegen Air Services Limited, Roraima Airways und Trans Guyana Airways mit Cessnas und 19-sitzigen Beechcraft mehr als 162 aktive Pisten an, nach Lethem mehrmals täglich. Erlaubt sind 20 Pfund (9.07 kg) Gepäck pro Person; beim Check-in werden auch die Passagiere gewogen.

Strasse und Fluss

Die unbefestigte Piste von Georgetown nach Lethem quert bei Kurupukari den Essequibo per Fähre. Ein öffentlicher Minibus fährt gegen 18 Uhr ab und erreicht die Fähre um 6 Uhr; das EDA rät allerdings von Überlandfahrten bei Nacht ab. Es gilt Linksverkehr.

Reisezeiten ab Georgetown
ZielVerkehrsmittelDauer
Kaieteur-FälleFlug ab Oglerund 1 h
LethemFlugrund 1 h 30 min
Iwokrama River LodgeFlug nach Annai oder Surama, dann Fahrt3 bis 4 h
Iwokrama River Lodge4×4-Fahrzeug der Lodge6 bis 9 h
LethemStrasse über Kurupukarirund 8 h plus 4 h

Quellen: Guyana Tourism Authority · FlightConnections · FlightConnections · Cheddi Jagan International Airport · Cheddi Jagan International Airport · Guyana Tourism Authority · Evergreen Adventures Guyana · Guyana Tourism Authority · Tour Guyana · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Was kostet eine Reise nach Guyana?

Kurz gesagt

Guyana ist ein teures Reiseziel, vor allem wegen der Flüge ins Landesinnere. Eine Kaieteur-Tagestour kostet bei einem Veranstalter USD 350 pro Person, eine Doppelhütte in der Iwokrama River Lodge USD 230 pro Nacht ohne Mahlzeiten (Stand September 2026). Bezahlt wird in Guyana-Dollar, im Landesinneren fast nur bar.

Die Bank of Guyana notierte am 17. September 2026 einen Verkaufskurs von 210.45 GYD pro US-Dollar. Karten nehmen grössere Hotels und Restaurants in Georgetown; Banken erlauben internationalen Reisenden meist nur Bezüge von G$ 100’000 oder USD 475 pro Tag, ausserhalb der Hauptstadt gibt es kaum Automaten. Lodges und Touren bezahlt man am besten vorab.

Preisbeispiele (Stand September 2026)
LeistungPreisAnbieter
Kaieteur-Tagestour mit Flug und FührungUSD 350 p. P., ab 12 PersonenEvergreen Adventures
Doppelhütte am EssequiboUSD 230 pro NachtIwokrama River Lodge
Mahlzeiten in der LodgeUSD 17 bis 30Iwokrama River Lodge
Naturschutzgebühr IwokramaUSD 15 pro AufenthaltIwokrama River Lodge
Linienflug Ogle–Fair ViewUSD 440 p. P. einfachIwokrama River Lodge

Quellen: Bank of Guyana · Auswärtiges Amt · Guyana Tourism Authority · Evergreen Adventures Guyana · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge

Wo übernachtet man in Guyana?

Kurz gesagt

In Georgetown gibt es Hotels und Gästehäuser, im Landesinneren fast nur Öko-Lodges, Dorfunterkünfte und Ranches. Die Tourismusbehörde führt eine Liste lizenzierter Betriebe und rät, nur dort zu buchen. Viele Lodges verkaufen Pakete mit Verpflegung, Guides und Ausflügen.

Die Kapazitäten sind klein: Die Iwokrama River Lodge hat acht Hütten, die Atta Rainforest Lodge acht Zimmer. In der Rupununi schläft man in Gemeinschafts-Lodges wie Surama oder Rewa und auf Ranches wie Karanambu oder Dadanawa. Strom liefern oft Solaranlagen und Generatoren, Internet ist nicht garantiert.

Quellen: Guyana Tourism Authority · Iwokrama River Lodge · Atta Rainforest Lodge · Visit Rupununi · Tour Guyana · Guyana Tourism Authority

Was isst man in Guyana?

Kurz gesagt

Die Küche mischt indigene, indische, afrikanische, chinesische, britische und holländische Einflüsse. Als Nationalgerichte gelten Pepperpot, ein stundenlang geschmorter Fleischeintopf mit Cassareep, sowie Chicken Curry und Cook-up Rice. Currys sind allgegenwärtig und gehören zu fast jedem Festessen.

Pepperpot kommt vor allem an Weihnachten auf den Tisch, hält sich dank Cassareep mehrere Tage und wird mit Wiri-Wiri-Chilis gewürzt, einer in Guyana heimischen Sorte. Zu Neujahr gehören Black Cake und Ingwerbier dazu. Die Tourismusbehörde bittet, auf Wildfleisch und «bush fish» zu verzichten und nur gefiltertes Wasser zu trinken.

Quellen: Guyana Tourism Authority · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority

Welche Kultur und Feste prägen Guyana?

Kurz gesagt

Guyana war erst holländische, dann britische Kolonie, ist seit 1966 unabhängig und seit 1970 Republik. Die Bevölkerung stammt von indigenen Völkern und von Einwanderern aus Indien, Afrika, China und Europa ab; entsprechend feiert man Mashramani, Phagwah, Diwali, Ostern und Weihnachten.

  • Mashramani, 23. Februar: Tag der Republik mit Umzug vor allem in Georgetown.
  • Phagwah (Holi): Farbenfest im Februar oder März, je nach Mondkalender.
  • Emancipation Day: Feiertag am 1. August.
  • Deepavali: Lichterfest im Oktober oder November, je nach Mondkalender.
  • Rupununi-Rodeo: an Ostern in Lethem.

In indigenen Dörfern informiert man sich vorab über Bräuche und fragt vor dem Fotografieren um Erlaubnis. Als Souvenir empfiehlt die Tourismusbehörde Flechtkörbe und Figuren aus Balata.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · timeanddate.com · timeanddate.com · Tour Guyana · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority

Welche Erlebnisse sind in Guyana typisch?

Kurz gesagt

Im Zentrum stehen Tierbeobachtung und Flussfahrten: Vogelbeobachtung mit über 820 Arten, Nachtfahrten zu Kaimanen, Ausritte mit Vaqueros in der Süd-Rupununi und der Flug zu den Kaieteur-Fällen. Dazu kommen Wanderungen, Kanutouren und Fang-und-Freilass-Angeln auf den Arapaima.

  • Vogelbeobachtung: Harpyie, Guayana-Felsenhahn und Hoatzin, der Nationalvogel, sind vergleichsweise leicht zu sehen, etwa in Iwokrama oder am Mahaica River.
  • Kaimane: In Caiman House in Yupukari begleiten Gäste abends das Markieren von Mohrenkaimanen.
  • Riesenotter und Arapaima: Rund um Rewa leben über 4’000 Arapaima; geangelt wird nur mit Fang und Freilassen.
  • Ranchleben: In der Süd-Rupununi treiben Gäste mit den Vaqueros Rinder zu Pferd.
  • Wandern: leicht in Iwokrama, Surama und am Saddle Mountain, anspruchsvoll am Makarapan Mountain.
  • Flüsse: Tagesausflüge zu den Inseln im Essequibo, Kajak in den Linden Blue Lakes.

Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority

Wie reist man in Guyana nachhaltig?

Kurz gesagt

Am meisten bewirkt, wer in gemeinschaftlich geführten Lodges übernachtet und lokale Guides bucht. In Surama arbeiten über 70 Menschen direkt oder indirekt für den Tourismus, der rund 60 Prozent des Dorfeinkommens erwirtschaftet. Die Naturschutzgebühr von USD 15 für den Iwokrama-Wald finanziert Dorfprojekte.

Guyana hat keine Recycling-Infrastruktur. Filterflaschen statt Plastik, Abstand zu Wildtieren und Einkäufe bei lokalen Betrieben gehören zu den Besucherregeln der Tourismusbehörde.

Quellen: Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Guyana Tourism Authority

Womit lässt sich Guyana kombinieren?

Kurz gesagt

Naheliegend sind Suriname im Osten, erreichbar über die Küstenstrasse und die Fähre über den Corentyne, und Brasilien im Süden über die Brücke von Lethem nach Bonfim. Französisch-Guayana schliesst östlich an Suriname an; zusammen bilden die drei Gebiete die Guyanas.

Auf der 2009 eröffneten Takutu-Brücke nach Bonfim wechselt der Verkehr von links auf rechts. Nach Suriname fliegen auch Surinam Airways und Trans Guyana Airways.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Für wen eignet sich Guyana, für wen weniger?

Kurz gesagt

Guyana passt zu Reisenden, die Natur, Tierbeobachtung und einfache Lodges suchen und dafür ein höheres Budget und lange Anreisen in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist es für Badeferien, spontane Reisen ohne Vorbuchung und für alle, die Malariagebiete oder Kleinflugzeuge meiden möchten.

Gut aufgehoben sind Vogelbeobachter, Naturfotografen und Reisende mit Interesse an indigenen Gemeinschaften. Schwierig wird es bei eingeschränkter Mobilität. Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar; laut Auswärtigem Amt sind keine Fälle von Verfolgung bekannt.

Quellen: Auswärtiges Amt · Tour Guyana · healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Guyana.

Brauchen Schweizer ein Visum für Guyana?

Nein. Die für die Schweiz zuständige Botschaft Guyanas in Brüssel führt die Schweiz als visumfrei. Die zulässige Aufenthaltsdauer bestätigt man am besten vorab bei der Botschaft; für Deutsche und Österreicher nennen die Aussenministerien bis zu 90 Tage.

Spricht man in Guyana Englisch?

Ja, Englisch ist Amtssprache. Im Alltag hört man vor allem Creolese, ein Kreolisch auf englischer Basis, das anfangs schwer zu verstehen ist. Im Süden nahe Brasilien sprechen viele auch Portugiesisch.

Kann man die Kaieteur-Fälle als Tagesausflug besuchen?

Ja, das ist die übliche Form: hin und zurück am selben Tag ab Ogle, rund eine Stunde pro Flug. Evergreen Adventures verkauft die Tour für USD 350 pro Person, allerdings erst ab 12 Teilnehmenden und meist am Wochenende (Stand September 2026).

Wie viel Gepäck darf man auf Inlandsflügen mitnehmen?

Auf Linienflügen sind 20 Pfund, also 9.07 kg pro Person erlaubt. Mehr Gepäck kostet extra und sollte vorab angemeldet werden, weil der Platz nicht garantiert ist.

Über welche Drehkreuze fliegt man nach Guyana?

Am besten angebunden ist Georgetown über New York, Miami, Toronto, Panama-Stadt und Bogotá, dazu über Barbados und Trinidad. Aus Europa führt der Weg meist über Barbados, St. Lucia, Miami oder Suriname; saisonale Direktflüge ab Amsterdam sind möglich und ändern sich von Jahr zu Jahr. Den genauen Flugplan zeigt erst die Buchung.

Ist Georgetown gefährlich?

Das EDA beschreibt die Kriminalität als erhöht und oft gewaltsam. Empfohlen werden Hoteltaxis und keine Spaziergänge bei Nacht. Laut EDA werden mitunter Betäubungsmittel in Speisen oder Getränke gemischt.

Braucht man für Guyana eine Malariaprophylaxe?

Für Gebiete mit hohem Risiko wie Kaieteur, Iwokrama und die Rupununi empfiehlt healthytravel.ch eine medikamentöse Prophylaxe. Für Gebiete mit mittlerem Risiko sollte man ärztlich abklären, ob ein Notfallmedikament genügt.

Wann sieht man Meeresschildkröten am Shell Beach?

Laut Schutzgebietskommission nisten vier Arten jährlich zwischen Februar und August. Shell Beach liegt in der abgelegenen Region Barima-Waini mit hohem Malariarisiko; Besuche organisiert man über lizenzierte Veranstalter.

Kann man in Guyana mit Kreditkarte zahlen?

In Georgetown zunehmend, im Landesinneren kaum. Die Iwokrama River Lodge nimmt Visa, Mastercard und American Express, berechnet aber 5 Prozent Gebühr.

Wie kommt man von Guyana nach Suriname?

Die Küstenstrasse führt bis an den Grenzfluss Corentyne, den man per Fähre quert. Das EDA rät, nur die offiziellen Fähren zu nutzen; Grenzübergänge können kurzfristig schliessen.

Wo kann man in Guyana Jaguare sehen?

Am ehesten im Iwokrama-Wald. Die Iwokrama River Lodge bietet nächtliche Fahrten zur Suche nach Jaguaren an. Eine Garantie gibt es nicht: Man sehe die Katzen vielleicht nicht, sie einen aber sicher, schreibt die Tourismusbehörde.

Kann man in Guyana selbst Auto fahren?

Mit dem nationalen Führerschein 60 Tage lang, danach kostet die Fahrerlaubnis G$ 2’000. Bei einem verschuldeten Unfall mit Todesfolge drohen laut EDA lebenslange Haftstrafen.

Muss man in Guyana eine Ausreisegebühr bezahlen?

Sie beträgt 6’000 GYD bzw. 30 USD und ist laut Flughafen Cheddi Jagan bereits im Flugticket enthalten. Vor dem Abflug muss man aber das Online-Formular für die Ausreise ausfüllen.

Welche Zeitzone gilt in Guyana?

Guyana liegt ganzjährig auf UTC −4 und stellt die Uhren nicht um. Dieselbe Zeit gilt in Bolivien und Venezuela sowie auf Barbados, Trinidad und Tobago und St. Lucia, also an mehreren Umsteigeorten der Anreise.

Welche Stecker gibt es in Guyana?

Das BMEIA nennt amerikanische Stecker und 110 oder 220 V bei 60 Hz; die Tourismusbehörde warnt, dass die Spannung je nach Gebiet wechselt.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 19. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Reisehinweise für Guyana, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 19. September 2026
  2. Guyana: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 19. September 2026
  3. Reiseinformation Guyana, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA, abgerufen 19. September 2026
  4. Countries whose nationals do not require visas to enter Guyana, Embassy of the Co-operative Republic of Guyana, Brüssel, abgerufen 19. September 2026
  5. Arrival and Departure Form, Guyana Police Force, abgerufen 19. September 2026
  6. Guidelines for travelling to Guyana, Cheddi Jagan International Airport, abgerufen 19. September 2026
  7. FAQs, Cheddi Jagan International Airport, abgerufen 19. September 2026
  8. Airlines, Cheddi Jagan International Airport, abgerufen 19. September 2026
  9. Driver’s Permit, Cheddi Jagan International Airport, abgerufen 19. September 2026
  10. Guyana: Impfungen und Malaria, healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 19. September 2026
  11. Guyana – Traveler view, Centers for Disease Control and Prevention, Travelers’ Health, abgerufen 19. September 2026
  12. How to get here, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  13. How to get around, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  14. Guyana travel guidelines, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  15. Where to stay, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  16. Frequently Asked Questions, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  17. Travel tips, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  18. About Guyana, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  19. Culture, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  20. Land of giants, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  21. Nature and Wildlife, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  22. Active Adventure, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  23. Birding, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  24. Visitor Guidelines for Sustainable Travel, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  25. The Diamond Year: Guyana 2026 Calendar of Events, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  26. Kaieteur Falls: Planning the perfect getaway, Guyana Tourism Authority, abgerufen 19. September 2026
  27. Kaieteur National Park, Protected Areas Commission Guyana, abgerufen 19. September 2026
  28. Shell Beach Protected Area, Protected Areas Commission Guyana, abgerufen 19. September 2026
  29. Shell Beach Protected Area, Protected Areas Trust (Guyana), abgerufen 19. September 2026
  30. Iwokrama River Lodge, Iwokrama River Lodge, abgerufen 19. September 2026
  31. The Rainforest, Iwokrama River Lodge, abgerufen 19. September 2026
  32. Location, Iwokrama River Lodge, abgerufen 19. September 2026
  33. Rates 2026, Iwokrama River Lodge, abgerufen 19. September 2026
  34. FAQ, Iwokrama River Lodge, abgerufen 19. September 2026
  35. Atta Rainforest Lodge and Iwokrama Canopy Walkway, Atta Rainforest Lodge, abgerufen 19. September 2026
  36. Eco Lodges in Guyana: Sustainable Retreats in the Rupununi, Visit Rupununi, abgerufen 19. September 2026
  37. Rupununi Savannah, Tour Guyana, abgerufen 19. September 2026
  38. Kaieteur Falls Day Tour, Evergreen Adventures Guyana, abgerufen 19. September 2026
  39. Foreign Exchange Rates, Bank of Guyana, abgerufen 19. September 2026
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