Guyana auf einen Blick: Was erwartet Reisende?
Guyana liegt an der Atlantikküste zwischen Venezuela, Brasilien und Suriname und ist mit 214’969 km² etwa so gross wie Grossbritannien. Reisende kommen fast ausschliesslich wegen der Natur: Kaieteur-Fälle, Regenwald von Iwokrama, Rupununi-Savanne, Flüsse wie der Essequibo und die Schildkrötenstrände von Shell Beach.
Georgetown ist Ankunftsort und Drehscheibe. Ins Landesinnere führt nur eine grosse Nord-Süd-Strasse, die meisten Ziele erreicht man per Kleinflugzeug. Die Küste ist flach, sumpfig und von Schlickwatt gesäumt; für Badeferien ist Guyana nicht gemacht. Touren ins Landesinnere bucht man laut Tourismusbehörde und EDA am besten bei anerkannten Veranstaltern.
Quellen: Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Was macht Guyana als Reiseland besonders?
Guyana verbindet eine karibisch geprägte Küste mit einem fast menschenleeren Hinterland. Von 746’955 Einwohnern (Volkszählung 2012) leben rund 90 Prozent an der Küste; der Rest des Landes ist Regenwald, Bergland und Savanne mit Tierarten wie Jaguar, Riesenotter und Harpyie.
Die Tourismusbehörde zählt über 820 Vogelarten, 228 Säugetier- und 900 Fischarten und wirbt mit dem «Land of Giants»: Arapaima, der grösste Süsswasserfisch mit Schuppen, Riesenameisenbär, Riesenotter, Mohrenkaiman und die Seerose Victoria amazonica mit bis zu 3 m breiten Blättern.
Kulturell gehört Guyana zur Karibik; Georgetown ist Sitz des Sekretariats der Karibischen Gemeinschaft CARICOM. Neun indigene Völker leben im Land, darunter Makushi und Wapishana, dazu Nachfahren von Einwanderern aus Indien, Afrika, China und Portugal. Der Tourismus ist klein, oft gemeinschaftlich organisiert und teuer: Wenige Gäste und lange Transportwege treiben laut Iwokrama River Lodge die Preise.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Wikipedia · Iwokrama River Lodge
Welche Regionen lohnen sich in Guyana?
Die meisten Reisen verbinden Georgetown mit den Kaieteur-Fällen, dem Iwokrama-Regenwald und der Rupununi-Savanne um Lethem. Dazu kommen der Unterlauf des Essequibo mit Inseln und holländischen Forts sowie, saisonal zwischen Februar und August, die Schildkrötenstrände von Shell Beach im Nordwesten.
Georgetown
Die Hauptstadt an der Mündung des Demerara liegt teils bis 2 m unter der Hochwasserlinie, geschützt von der Ufermauer Seawall und Kanälen. Wahrzeichen sind die 43.5 m hohe Holzkathedrale St. George’s von 1892 und die Eisenhalle des Stabroek Market mit Uhrturm. In der Stadt lassen sich über 200 Vogelarten beobachten, etwa im Botanischen Garten. Nachts rät das EDA von Spaziergängen ab.
Kaieteur-Fälle
Der Potaro River stürzt hier 226 m in einem einzigen Fall über die Kante. Der Nationalpark von 1929 misst seit 1999 rund 627 km² und ist mit über 8’000 Besuchern im Jahr das meistbesuchte Ziel des Landes. Man fliegt in rund 1 h ab Ogle und geht mit Guide rund 2 h zu den Aussichtspunkten; mit Glück zeigen sich Guayana-Felsenhahn und Goldener Raketenfrosch. Manche Flüge kombinieren Kaieteur mit den Orinduik-Fällen.
Iwokrama und der Regenwald
Der Iwokrama-Wald umfasst 371’000 ha, je zur Hälfte Wildnisreservat und Zone für nachhaltige Nutzung. Die Iwokrama River Lodge mit acht Hütten liegt am Essequibo bei Kurupukari. Rund 90 Minuten südlich führt der Canopy Walkway 154 m weit und bis 30 m hoch durch die Baumkronen, mit der Atta Rainforest Lodge an seinem Fuss. Laut Audubon Magazine ist Iwokrama womöglich der beste Ort der Welt, um einen wilden Jaguar zu sehen.
Rupununi-Savanne
Vor den Kanuku-Bergen liegen die Savannen der Rupununi mit dem Grenzort Lethem, per Brücke mit Bonfim in Brasilien verbunden. Im Norden stehen Gemeinschafts-Lodges wie Surama, Rewa, Rock View und Caiman House sowie Karanambu, wo 1988 erstmals Riesenotter in Guyana dokumentiert wurden. Der Süden ist Rancherland mit Dadanawa, Saddle Mountain und Wichabai; an Ostern findet in Lethem das Rupununi-Rodeo statt.
Küste und Shell Beach
Das Schutzgebiet Shell Beach in der Region Barima-Waini im Nordwesten reicht über mehr als 120 km Muschelstrand und Watt und schützt die grössten intakten Mangroven des Landes. Lederschildkröte, Echte Karettschildkröte, Oliv-Bastardschildkröte und Suppenschildkröte nisten hier laut Schutzgebietskommission zwischen Februar und August.
Essequibo
Der mit 1’014 km grösste Fluss des Landes mündet 21 km von Georgetown in einem rund 20 km breiten Delta voller Inseln. Auf Fort Island steht das holländische Fort Zeelandia von 1743; flussaufwärts liegt Bartica, das «Gateway to the Interior», am Zusammenfluss mit Cuyuni und Mazaruni.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Protected Areas Commission Guyana · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Atta Rainforest Lodge · Guyana Tourism Authority · Visit Rupununi · Tour Guyana · Wikipedia · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Trust (Guyana) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtGeorgetownGeorgetown ist die Hauptstadt Guyanas, eine Holz- und Kanalstadt an der Demerara-Mündung.
- RegionKaieteur-FälleDer Potaro River stürzt bei den Kaieteur-Fällen 226 m in die Tiefe, mitten im Regenwald Guyanas.
- RegionIwokrama und die Rupununi-SavanneDer 371’000 ha grosse Iwokrama-Wald und die Savannen der Rupununi bilden das Tierbeobachtungs-Zentrum Guyanas.
- RegionKüste und EssequiboShell Beach und FlussinselnDie Küste Guyanas verbindet holländische Festungsruinen, Reisinseln im Essequibo-Delta, den Flusshafen Bartica und im Nordwesten die…
Wann ist die beste Reisezeit für Guyana?
Am günstigsten sind die Trockenzeiten: an der Küste Mitte Januar bis Mai und Mitte Juli bis Mitte November, im Landesinneren Januar bis Anfang Mai und September bis Dezember. In den Regenzeiten sind Pisten schwer befahrbar, dafür führen Flüsse und Wasserfälle viel Wasser.
| Gebiet | Trockenzeit | Regenzeit |
|---|---|---|
| Küste mit Georgetown | Mitte Januar bis Mai, Mitte Juli bis Mitte November | Mai bis Mitte Juli, Mitte November bis Mitte Januar |
| Landesinneres | Januar bis Anfang Mai, September bis Dezember | Mitte Mai bis August |
Georgetown: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag
| Georgetown | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 30 | 31 | 30 | 30 | 31 | 32 | 32 | 32 | 31 | 30 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 |
| Niederschlag mm | 181 | 117 | 94 | 144 | 315 | 314 | 302 | 193 | 102 | 103 | 181 | 257 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GEORGETOWN (1 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Georgetown ist ganzjährig heiss und feucht. Die Stationsdaten zeigen die nassesten Monate von Mai bis Juli und im Dezember, die trockensten im März, September und Oktober. Laut Auswärtigem Amt kommt es in den Regenzeiten regelmässig zu schweren Überschwemmungen an der Küste.
Vogelbeobachter reisen laut Tourismusbehörde am besten von September bis Anfang Dezember oder von Januar bis Ende April. Kaieteur ist nach den Regen am eindrücklichsten, die Behörde nennt September bis November; bei Regen können Flüge ausfallen. Schildkröten nisten an Shell Beach von Februar bis August.
In der Rupununi verwandelt die Regenzeit die Savanne in Feuchtgebiete: Strassen werden schwierig, Bootsfahrten dafür einfacher. Für Feste plant man Ostern mit dem Rupununi-Rodeo oder den 23. Februar mit Mashramani ein.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Auswärtiges Amt · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Protected Areas Commission Guyana · Tour Guyana · timeanddate.com
Was braucht man für die Einreise nach Guyana?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte ohne Visum ein; für Deutsche und Österreicher nennen Auswärtiges Amt und BMEIA bis zu 90 Tage. Nötig sind ein Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gilt, und ein online ausgefülltes Ein- und Ausreiseformular. Stand September 2026.
- Visum: Die Botschaft Guyanas in Brüssel, laut EDA zuständig für Auskünfte an Schweizer, führt die Schweiz, Deutschland und Österreich als visumfrei.
- Dokument: Reisepass, vorläufiger Reisepass oder Kinderreisepass; ein Personalausweis genügt nicht.
- Formular: online unter ed.gpf.gov.gy vor Ein- und Ausreise. Massgeblich ist die Anweisung auf dem Formular selbst, betrieben von der Guyana Police Force: «Please only submit form 48hr before Departure/Arrival», also erst 48 Stunden vorher ausfüllen. Der Flughafen Cheddi Jagan nennt abweichend einen Spielraum von bis zu 30 Tagen; im Zweifel an die 48-Stunden-Regel des Formulars halten.
- Minderjährige: ohne beide Sorgeberechtigten eine schriftliche Einverständniserklärung mitführen.
- Devisen: unbegrenzte Einfuhr, aber deklarationspflichtig.
- Gelbfieber: Nachweis bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet oder Transit dort über vier Stunden, für alle, die älter als ein Jahr sind.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln. Die Botschaft Guyanas in Brüssel veröffentlicht die Liste der Staaten, deren Bürger kein Visum brauchen; wer nicht darauf steht, klärt die Visumpflicht vor der Reise mit einer Vertretung Guyanas.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der Botschaft Guyanas; vor der Abreise prüfen.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Embassy of the Co-operative Republic of Guyana, Brüssel · Guyana Police Force · Cheddi Jagan International Airport
Welche Impfungen und welcher Malariaschutz sind für Guyana nötig?
healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden die Impfungen gegen Gelbfieber und Hepatitis A, den meisten auch gegen Tollwut. Im Landesinneren, also bei Kaieteur, Iwokrama, in der Rupununi und an Shell Beach, ist das Malariarisiko hoch; dort wird eine medikamentöse Prophylaxe empfohlen. Welches Mittel passt, gehört in eine reisemedizinische Beratung.
| Risiko | Regionen | Reiseziele darin |
|---|---|---|
| Hoch | 1, 7, 8, Teile von 9 | Shell Beach, Bartica, Kaieteur, Iwokrama, Teile der Rupununi |
| Sehr gering | 2, 3, 10, Teile von 6 | Essequibo-Mündung, Linden, Umland von New Amsterdam |
| Kein Malariarisiko laut CDC | 4, 5 | Georgetown und Küstenstreifen Demerara-Mahaica bis Mahaica-Berbice |
Für die Stadt Georgetown selbst empfiehlt die CDC ausdrücklich keine medikamentöse Prophylaxe, nur Mückenschutz. Mückenschutz gilt aber rund um die Uhr: Dengue, Chikungunya und Zika kommen landesweit vor, dazu wurden Oropouche-Fälle gemeldet. Die Gelbfieberimpfung muss mindestens zehn Tage vor Ankunft erfolgen. Die CDC warnt zudem vor Leptospirose in Süsswasser.
Die medizinische Versorgung ist laut EDA beschränkt; private Kliniken verlangen Vorauszahlung in bar. Das BMEIA rät dringend zu einer Reiseversicherung.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin · Auswärtiges Amt · Centers for Disease Control and Prevention, Travelers’ Health · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Commission Guyana · Protected Areas Trust (Guyana) · Wikipedia · Wikipedia
Wie sicher ist Guyana für Reisende?
Das EDA stuft Reisen nach Guyana als grundsätzlich sicher ein, weist aber auf erhöhte, oft gewaltsame Kriminalität in Georgetown und anderen Städten hin. Das Auswärtige Amt nennt zusätzlich die Strecke zum Flughafen Cheddi Jagan und die Eastcoast of Demerara, das BMEIA warnt vor einem erhöhten Sicherheitsrisiko im ganzen Land.
- In Georgetown nachts nicht zu Fuss, tagsüber nicht allein; nur Hotel- oder offizielle Flughafentaxis (EDA).
- Nachts keine Überlandfahrten, Autotüren verriegeln (Auswärtiges Amt).
- Demonstrationen und Menschenansammlungen meiden (BMEIA).
Im Grenzgebiet zu Venezuela rät das EDA zu höchster Vorsicht, an der Grenze zu Suriname ist die Bandenkriminalität erhöht. Den Grenzfluss Corentyne quert man nur mit den offiziellen Fähren.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Cheddi Jagan International Airport
Wie kommt man nach Guyana und im Land herum?
Internationale Flüge landen am Cheddi Jagan International Airport (GEO) in Timehri, 41 km von Georgetown, oder am Eugene F. Correia International Airport in Ogle. Ganzjährig nonstop geht es aus New York, Miami, Houston, Toronto, Panama-Stadt, Bogotá, Barbados, Port of Spain und Paramaribo. Aus Europa führt der Weg meist mit Umstieg, etwa über Barbados, Miami oder Suriname; saisonale Direktflüge ändern sich von Jahr zu Jahr.
Flüge nach Guyana
- Nordamerika: American Airlines, JetBlue und Caribbean Airlines ab New York JFK, American Airlines und Surinam Airways ab Miami, United ab Houston, Caribbean Airlines ab Toronto, dort saisonal auch Air Transat.
- Lateinamerika: Copa Airlines ab Panama-Stadt, Avianca ab Bogotá, dazu mehrere Gesellschaften ab Paramaribo.
- Karibik: Bridgetown, Port of Spain, Santo Domingo, saisonal auch St. Lucia, Antigua und Grenada; British Airways fliegt saisonal über Bridgetown und St. Lucia.
- Europa: Die KLM-Strecke ab Amsterdam misst 7’622 km, der schnellste Flug dauert rund 9 h 25 min. Sonst laufen die meisten Verbindungen laut Tourismusbehörde über Barbados, Miami, New York, St. Lucia oder Suriname.
Nach Afrika, Asien und Ozeanien gibt es keine Direktflüge. Am Flughafen CJIA fahren offizielle Taxis rund um die Uhr zu festen Tarifen.
Inlandsflüge
Ab dem Flughafen Ogle, 11 km von Georgetown, fliegen Air Services Limited, Roraima Airways und Trans Guyana Airways mit Cessnas und 19-sitzigen Beechcraft mehr als 162 aktive Pisten an, nach Lethem mehrmals täglich. Erlaubt sind 20 Pfund (9.07 kg) Gepäck pro Person; beim Check-in werden auch die Passagiere gewogen.
Strasse und Fluss
Die unbefestigte Piste von Georgetown nach Lethem quert bei Kurupukari den Essequibo per Fähre. Ein öffentlicher Minibus fährt gegen 18 Uhr ab und erreicht die Fähre um 6 Uhr; das EDA rät allerdings von Überlandfahrten bei Nacht ab. Es gilt Linksverkehr.
| Ziel | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Kaieteur-Fälle | Flug ab Ogle | rund 1 h |
| Lethem | Flug | rund 1 h 30 min |
| Iwokrama River Lodge | Flug nach Annai oder Surama, dann Fahrt | 3 bis 4 h |
| Iwokrama River Lodge | 4×4-Fahrzeug der Lodge | 6 bis 9 h |
| Lethem | Strasse über Kurupukari | rund 8 h plus 4 h |
Quellen: Guyana Tourism Authority · FlightConnections · FlightConnections · Cheddi Jagan International Airport · Cheddi Jagan International Airport · Guyana Tourism Authority · Evergreen Adventures Guyana · Guyana Tourism Authority · Tour Guyana · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Was kostet eine Reise nach Guyana?
Guyana ist ein teures Reiseziel, vor allem wegen der Flüge ins Landesinnere. Eine Kaieteur-Tagestour kostet bei einem Veranstalter USD 350 pro Person, eine Doppelhütte in der Iwokrama River Lodge USD 230 pro Nacht ohne Mahlzeiten (Stand September 2026). Bezahlt wird in Guyana-Dollar, im Landesinneren fast nur bar.
Die Bank of Guyana notierte am 17. September 2026 einen Verkaufskurs von 210.45 GYD pro US-Dollar. Karten nehmen grössere Hotels und Restaurants in Georgetown; Banken erlauben internationalen Reisenden meist nur Bezüge von G$ 100’000 oder USD 475 pro Tag, ausserhalb der Hauptstadt gibt es kaum Automaten. Lodges und Touren bezahlt man am besten vorab.
| Leistung | Preis | Anbieter |
|---|---|---|
| Kaieteur-Tagestour mit Flug und Führung | USD 350 p. P., ab 12 Personen | Evergreen Adventures |
| Doppelhütte am Essequibo | USD 230 pro Nacht | Iwokrama River Lodge |
| Mahlzeiten in der Lodge | USD 17 bis 30 | Iwokrama River Lodge |
| Naturschutzgebühr Iwokrama | USD 15 pro Aufenthalt | Iwokrama River Lodge |
| Linienflug Ogle–Fair View | USD 440 p. P. einfach | Iwokrama River Lodge |
Quellen: Bank of Guyana · Auswärtiges Amt · Guyana Tourism Authority · Evergreen Adventures Guyana · Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge
Wo übernachtet man in Guyana?
In Georgetown gibt es Hotels und Gästehäuser, im Landesinneren fast nur Öko-Lodges, Dorfunterkünfte und Ranches. Die Tourismusbehörde führt eine Liste lizenzierter Betriebe und rät, nur dort zu buchen. Viele Lodges verkaufen Pakete mit Verpflegung, Guides und Ausflügen.
Die Kapazitäten sind klein: Die Iwokrama River Lodge hat acht Hütten, die Atta Rainforest Lodge acht Zimmer. In der Rupununi schläft man in Gemeinschafts-Lodges wie Surama oder Rewa und auf Ranches wie Karanambu oder Dadanawa. Strom liefern oft Solaranlagen und Generatoren, Internet ist nicht garantiert.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Iwokrama River Lodge · Atta Rainforest Lodge · Visit Rupununi · Tour Guyana · Guyana Tourism Authority
Was isst man in Guyana?
Die Küche mischt indigene, indische, afrikanische, chinesische, britische und holländische Einflüsse. Als Nationalgerichte gelten Pepperpot, ein stundenlang geschmorter Fleischeintopf mit Cassareep, sowie Chicken Curry und Cook-up Rice. Currys sind allgegenwärtig und gehören zu fast jedem Festessen.
Pepperpot kommt vor allem an Weihnachten auf den Tisch, hält sich dank Cassareep mehrere Tage und wird mit Wiri-Wiri-Chilis gewürzt, einer in Guyana heimischen Sorte. Zu Neujahr gehören Black Cake und Ingwerbier dazu. Die Tourismusbehörde bittet, auf Wildfleisch und «bush fish» zu verzichten und nur gefiltertes Wasser zu trinken.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority
Welche Kultur und Feste prägen Guyana?
Guyana war erst holländische, dann britische Kolonie, ist seit 1966 unabhängig und seit 1970 Republik. Die Bevölkerung stammt von indigenen Völkern und von Einwanderern aus Indien, Afrika, China und Europa ab; entsprechend feiert man Mashramani, Phagwah, Diwali, Ostern und Weihnachten.
- Mashramani, 23. Februar: Tag der Republik mit Umzug vor allem in Georgetown.
- Phagwah (Holi): Farbenfest im Februar oder März, je nach Mondkalender.
- Emancipation Day: Feiertag am 1. August.
- Deepavali: Lichterfest im Oktober oder November, je nach Mondkalender.
- Rupununi-Rodeo: an Ostern in Lethem.
In indigenen Dörfern informiert man sich vorab über Bräuche und fragt vor dem Fotografieren um Erlaubnis. Als Souvenir empfiehlt die Tourismusbehörde Flechtkörbe und Figuren aus Balata.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · timeanddate.com · timeanddate.com · Tour Guyana · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority
Welche Erlebnisse sind in Guyana typisch?
Im Zentrum stehen Tierbeobachtung und Flussfahrten: Vogelbeobachtung mit über 820 Arten, Nachtfahrten zu Kaimanen, Ausritte mit Vaqueros in der Süd-Rupununi und der Flug zu den Kaieteur-Fällen. Dazu kommen Wanderungen, Kanutouren und Fang-und-Freilass-Angeln auf den Arapaima.
- Vogelbeobachtung: Harpyie, Guayana-Felsenhahn und Hoatzin, der Nationalvogel, sind vergleichsweise leicht zu sehen, etwa in Iwokrama oder am Mahaica River.
- Kaimane: In Caiman House in Yupukari begleiten Gäste abends das Markieren von Mohrenkaimanen.
- Riesenotter und Arapaima: Rund um Rewa leben über 4’000 Arapaima; geangelt wird nur mit Fang und Freilassen.
- Ranchleben: In der Süd-Rupununi treiben Gäste mit den Vaqueros Rinder zu Pferd.
- Wandern: leicht in Iwokrama, Surama und am Saddle Mountain, anspruchsvoll am Makarapan Mountain.
- Flüsse: Tagesausflüge zu den Inseln im Essequibo, Kajak in den Linden Blue Lakes.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority
Wie reist man in Guyana nachhaltig?
Am meisten bewirkt, wer in gemeinschaftlich geführten Lodges übernachtet und lokale Guides bucht. In Surama arbeiten über 70 Menschen direkt oder indirekt für den Tourismus, der rund 60 Prozent des Dorfeinkommens erwirtschaftet. Die Naturschutzgebühr von USD 15 für den Iwokrama-Wald finanziert Dorfprojekte.
Guyana hat keine Recycling-Infrastruktur. Filterflaschen statt Plastik, Abstand zu Wildtieren und Einkäufe bei lokalen Betrieben gehören zu den Besucherregeln der Tourismusbehörde.
Quellen: Iwokrama River Lodge · Iwokrama River Lodge · Guyana Tourism Authority
Womit lässt sich Guyana kombinieren?
Naheliegend sind Suriname im Osten, erreichbar über die Küstenstrasse und die Fähre über den Corentyne, und Brasilien im Süden über die Brücke von Lethem nach Bonfim. Französisch-Guayana schliesst östlich an Suriname an; zusammen bilden die drei Gebiete die Guyanas.
Auf der 2009 eröffneten Takutu-Brücke nach Bonfim wechselt der Verkehr von links auf rechts. Nach Suriname fliegen auch Surinam Airways und Trans Guyana Airways.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Für wen eignet sich Guyana, für wen weniger?
Guyana passt zu Reisenden, die Natur, Tierbeobachtung und einfache Lodges suchen und dafür ein höheres Budget und lange Anreisen in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist es für Badeferien, spontane Reisen ohne Vorbuchung und für alle, die Malariagebiete oder Kleinflugzeuge meiden möchten.
Gut aufgehoben sind Vogelbeobachter, Naturfotografen und Reisende mit Interesse an indigenen Gemeinschaften. Schwierig wird es bei eingeschränkter Mobilität. Gleichgeschlechtliche Handlungen sind strafbar; laut Auswärtigem Amt sind keine Fälle von Verfolgung bekannt.
Quellen: Auswärtiges Amt · Tour Guyana · healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin