Was ist Georgetown und warum lohnt sich ein Aufenthalt dort?
Georgetown ist die Hauptstadt Guyanas mit 125’683 Einwohnern (Zensus 2022), gegründet 1782 und benannt 1812 nach König Georg III. Die Stadt liegt an der Mündung des Demerara in den Atlantik, teils bis 2 m unter dem Hochwasserstand. Fast alle Reisenden landen hier und nutzen sie als Tor zu Kaieteur, Iwokrama und der Rupununi.
Für Einreise, Gelbfieberpflicht und allgemeine Sicherheitslage gilt, was auf der Landesseite Guyana steht. Diese Seite sagt, was in der Hauptstadt selbst zählt: Orte, Wege, Vorsicht und Anreise.
Quellen: Wikipedia
Wie ist Georgetown, und was unterscheidet die Stadt von anderen Hauptstädten Südamerikas?
Georgetown wirkt karibisch statt lateinamerikanisch: Amtssprache ist Englisch, die Stadt wurde von Franzosen, Niederländern und Briten geprägt, und ihre Bewohner stammen überwiegend von indischen Vertragsarbeitern und afrikanischen Vorfahren ab. Charakteristisch sind Holzbauten, Kanäle mit Schleusen und eine Ufermauer gegen das Meer.
Nach dem Zensus von 2012 sind 39.8 % der Guyaner indischer, 29.3 % afrikanischer Abstammung, 19.9 % gemischt und 10.5 % Amerindian. Neben Hindus (28.4 %) leben Pentecostal-Christen (16.9 %), Katholiken, Muslime und Anglikaner.
Das Klima ist tropisch und feucht; die Passatwinde mildern die Hitze, und die Temperaturen steigen laut Wikipedia selten über 31 °C.
Was sieht man in Georgetown?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen im Zentrum nahe beieinander: St. George’s Cathedral (43.5 m, Holz), der Stabroek Market von 1881 mit Uhrturm, das Parlamentsgebäude von 1829 bis 1834, das Nationalmuseum von 1868, die Promenade Gardens und weiter südöstlich die Botanical Gardens. Für ein Mindestprogramm genügen ein ganzer Tag und ein halber.
St. George’s Cathedral
Die anglikanische Kirche an der Church Street ist 43.5 m hoch und aus Holz in neugotischem Stil gebaut. Architekt war Sir Arthur Blomfield; sie wurde am 24. August 1892 eröffnet und gilt als Nationaldenkmal. Die Tourismusbehörde nennt sie die höchste Holzkirche der Welt. Wikipedia nennt zudem eine Bauzeit von 1889 bis 1894 und eine Fertigstellung 1899; die Daten widersprechen sich.
Stabroek Market
Die Eisenhalle an der Water Street wurde 1880 und 1881 von der Edgemoor Iron Company in Delaware gebaut und am 1. November 1881 eröffnet. Sie bedeckt rund 80’000 Quadratfuss (etwa 7’400 m²) und ist an ihrem Uhrturm erkennbar. Verkauft wird von Schmuck über Kleidung bis Gemüse; zugleich ist sie Fähr-, Taxi- und Minibusknoten. Das BMEIA rät ausdrücklich, den Stabroek Market und den Bourda Market zu meiden; wer ihn besucht, geht tagsüber und mit lokaler Begleitung.
Seawall, Promenade und Parlament
Die Ufermauer geht auf die Flut von 1855 zurück; der Abschnitt zwischen Fort William Frederick und dem Round House wurde 1858 begonnen, vor allem von Sträflingen mit Granit aus Mazaruni. Die Promenade Gardens im Viertel Cummingsburg haben einen Musikpavillon und liegen gegenüber dem State House. Das Parlament entstand 1829 bis 1834, das neugotische Rathaus 1889.
Botanical Gardens, Zoo und Museum
Der Garten liegt auf der aufgegebenen Zuckerplantage Vlissengen und wurde im 19. Jahrhundert angelegt. Zu sehen sind ein Seekuhteich, der Zoo und die Grabstätten bekannter Guyaner im «Seven Ponds». Georgetown ist laut Tourismusbehörde auch für Vogelbeobachter reizvoll: Über 200 Arten fliegen in der Stadt. Das Nationalmuseum, gegründet am 13. Februar 1868, zeigt Kultur- und Politikgeschichte; Kunsthandwerk gibt es am Hibiscus Craft Plaza.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · BMEIA
Wann ist die beste Reisezeit für Georgetown?
Am angenehmsten sind die Trockenzeiten an der Küste von Mitte Januar bis Mai und von Mitte Juli bis Mitte November. Die Regenzeiten sind von Mai bis Mitte Juli und von Mitte November bis Mitte Januar; das Auswärtige Amt warnt dann vor schweren Überschwemmungen. Heiss und feucht ist es das ganze Jahr.
Georgetown: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag
| Georgetown | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 30 | 31 | 30 | 30 | 31 | 32 | 32 | 32 | 31 | 30 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 25 |
| Niederschlag mm | 181 | 117 | 94 | 144 | 315 | 314 | 302 | 193 | 102 | 103 | 181 | 257 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GEORGETOWN (1 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Wer von Georgetown ins Landesinnere weiterreist, sollte dessen eigenes Muster beachten: Trockenzeit dort Januar bis Anfang Mai und September bis Dezember, Regenzeit Mitte Mai bis August. Die Tourismusbehörde nennt die Zeit unmittelbar nach den Regen, September bis Anfang Dezember und Januar bis Ende April, als beste für Vogelbeobachtung.
Das wichtigste Fest der Stadt ist Mashramani am 23. Februar, dem Republiktag, mit Paraden und Musikwettbewerben (siehe Kultur).
Quellen: Guyana Tourism Authority · Auswärtiges Amt · Guyana Tourism Authority · Wikipedia
Was braucht man für die Einreise nach Georgetown?
Deutsche und Österreicher reisen laut Auswärtigem Amt und BMEIA touristisch bis 90 Tage ohne Visum ein. Nötig sind ein Reisepass, der noch sechs Monate über die Reise hinaus gilt, und das online auszufüllende Ein- und Ausreiseformular. Stand Oktober 2026; für Schweizer nennt das EDA die Botschaft Guyanas in Brüssel als Auskunftsstelle.
Die vollständigen Regeln, auch für Gelbfieber-Nachweis, Minderjährige und andere Staatsangehörigkeiten, stehen auf der Landesseite Guyana. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; massgeblich sind Botschaft und Einwanderungsbehörde Guyanas. Massgeblich sind die amtlichen Stellen.
Am Flughafen Cheddi Jagan wird laut Flughafen ebenfalls ein Online-Zollformular verlangt. Die Ausreisegebühr von 6’000 GYD (rund 30 USD) ist im Ticket enthalten.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · Cheddi Jagan International Airport
Welche Gesundheitsrisiken gibt es in Georgetown?
Das CDC empfiehlt für Georgetown und New Amsterdam nur Mückenschutz und keine Malariamedikamente, ausserhalb dieser Städte dagegen Prophylaxe. healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden die Gelbfieber- und Hepatitis-A-Impfung. Dengue, Chikungunya und Zika kommen landesweit vor.
healthytravel.ch stuft Georgetown und New Amsterdam beim Malariarisiko als niedrig ein, die dichter besiedelten Küstenregionen als mässig und das Landesinnere als hoch. Die Gelbfieberimpfung sollte mindestens zehn Tage vor Ankunft erfolgen. Das CDC empfiehlt ein Mückenschutzmittel mit mindestens 20 % DEET und warnt vor Leptospirose in Süsswasser.
Wer von Georgetown ins Landesinnere weiterfliegt, plant die Malariaprophylaxe nach dem Inland, nicht nach der Hauptstadt. Das gehört in eine reisemedizinische Beratung vor der Abreise. Das BMEIA rät dringend zu einer Reiseversicherung, da es kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich gibt. Die Tourismusbehörde rät zu gefiltertem Trinkwasser.
Quellen: CDC Travelers' Health · healthytravel.ch · BMEIA · Guyana Tourism Authority
Wie sicher ist Georgetown?
Das Auswärtige Amt nennt Gewaltkriminalität in Georgetown und auf der Strecke nach New Amsterdam, das BMEIA rät, Teile von Georgetown zu meiden. Die Tourismusbehörde empfiehlt, nachts nicht zu Fuss zu gehen und nur offizielle Taxis zu nutzen.
- Das BMEIA rät, den südlichen Teil Georgetowns, Stabroek und Bourda Market, die Ostküste und die Fernstrassen zum Flughafen und nach New Amsterdam zu meiden (BMEIA).
- Fahrzeugtüren verriegeln, Fenster schliessen, nach Einbruch der Dunkelheit keine Überlandfahrten (Auswärtiges Amt).
Die Tourismusbehörde rät, an Banken und Geldautomaten besonders aufmerksam zu sein und nichts Wertvolles zu zeigen. Das BMEIA verweist auf häufige schwere Minibusunfälle und rät zu Taxis, die das Hotel bestellt.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · Guyana Tourism Authority · EDA
Wie kommt man nach Georgetown, und wie bewegt man sich in der Stadt?
Internationale Flüge landen am Cheddi Jagan International Airport (GEO) in Timehri, 41 km von der Stadt, oder am Eugene F. Correia International Airport (OGL) in Ogle. Direkt angeflogen wird es aus Nordamerika, Panama, Suriname und der Karibik; aus Europa fliegt British Airways über St. Lucia.
- Nordamerika: nach Tourismusbehörde ab Miami, Houston, New York (JFK), Fort Lauderdale und Orlando (American Airlines, Caribbean Airlines, United, JetBlue) sowie ab Toronto.
- Lateinamerika und Karibik: Copa Airlines (Panama), Surinam Airways (Paramaribo) sowie Verbindungen ab Antigua, Barbados, Dominica, Grenada, St. Lucia, St. Vincent und Trinidad.
- Europa: British Airways ab London-Gatwick über St. Lucia.
Der Flughafen Cheddi Jagan wickelte 2024 rund 856’830 Passagiere ab. Offizielle Flughafentaxis stehen rund um die Uhr zu festen Preisen bereit; der Flughafen empfiehlt, mindestens 3 Stunden vor internationalen Abflügen da zu sein.
Ogle liegt nach der Tourismusbehörde 11 km vom Zentrum, nach Wikipedia 6 km östlich; die Quellen widersprechen sich. Von Ogle starten Kleinflugzeuge nach Kaieteur, Lethem und Paramaribo. Im Land gilt Linksverkehr (Auswärtiges Amt).
Quellen: Guyana Tourism Authority · Wikipedia · Cheddi Jagan International Airport · Wikipedia · BMEIA
Was kostet Georgetown, und wie bezahlt man?
Guyana ist eine Bargeldwirtschaft: Bezahlt wird in Guyana-Dollar, der Kurs liegt laut Tourismusbehörde bei rund 210 GYD je US-Dollar. Banken erlauben ausländischen Besuchern Bezüge von etwa 100’000 GYD pro Tag, ausserhalb der Hauptstadt gibt es nur wenige Geldautomaten.
Kreditkarten werden in einigen Betrieben der Hauptstadt akzeptiert. Geld wechselt man laut Tourismusbehörde nur im Hotel oder am Flughafen, das BMEIA ergänzt: nur bei Banken oder zugelassenen Stellen, wegen Falschgeld. Unterkünfte und Veranstalter bezahlt man am besten im Voraus.
Quellen: Guyana Tourism Authority · BMEIA · Cheddi Jagan International Airport
Wo übernachtet man in Georgetown?
In Georgetown gibt es Hotels und Gästehäuser, vom Budgetbetrieb bis zum gehobenen Haus. Die Tourismusbehörde führt Listen lizenzierter Unterkünfte und rät, nur dort zu buchen.
Die Tourismusbehörde nennt ein eigenes Buchungsportal und den Kontakt info@guyanatourism.com. Wegen der Hinweise von BMEIA und Tourismusbehörde zu Taxis nachts lohnt sich ein Haus, das Abholung und Taxis organisiert.
Quellen: Guyana Tourism Authority · BMEIA
Was isst man in Georgetown?
Die Küche vereint indische, afrikanische, kreolische, portugiesische, amerindische, chinesische und britische Einflüsse. Typisch sind Pepperpot, Cook-up Rice, Roti und Curry, dazu Cassareep, der eingekochte Maniokextrakt, der den Pepperpot färbt.
An Weihnachten gehören Pepperpot, schwarzer Kuchen und Ginger Beer dazu. Getränke sind Lime Wash, Sorrel und Mauby. Chinesische Imbisse und frittiertes Hähnchen sind in den Städten verbreitet. Gekochtes Essen gilt nach der Tourismusbehörde als unbedenklich, Rohes wäscht man mit gefiltertem Wasser.
Quellen: Wikipedia · Guyana Tourism Authority
Welche Kultur prägt Georgetown?
In Georgetown leben Hindus, Christen verschiedener Konfessionen und Muslime nebeneinander. Englisch ist Amtssprache, Alltagssprache ist oft Guyanese Creole; daneben bestehen Amerindian-Sprachen, Portugiesisch und Hindustani.
Mashramani am 23. Februar ist das Fest, an dem alle ethnischen Gruppen teilnehmen. Sein Name stammt aus einer Amerindian-Sprache und bedeutet «Feier nach gemeinsamer Arbeit».
Was kann man in und um Georgetown unternehmen?
Ein Stadtrundgang mit Kathedrale, Parlament, Museum, Promenade Gardens und Botanical Gardens füllt einen Tag, Vogelbeobachtung in der Stadt und der Besuch des Stabroek Market runden ihn ab. Von Ogle starten Flüge zu den Kaieteur-Fällen; die Regionenseiten dazu führen weiter.
- Stadtführung: die Tourismusbehörde nennt Kathedrale, Stabroek Market, Nationalmuseum, Bourda Cricket Ground und Hibiscus Craft Plaza.
- Botanical Gardens: Seekuhteich, Zoo und Vogelwelt.
- Vogelbeobachtung: nach den Regen im September bis Anfang Dezember und von Januar bis Ende April am besten, mit lizenzierten Guides.
- Weiterreise: Kaieteur-Fälle, Iwokrama und Rupununi per Flug oder Strasse, siehe Landesseite.
Der Bourda Cricket Ground hat laut Tourismusbehörde viele bedeutende Spiele erlebt.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Wikipedia · BMEIA
Wie reist man in Georgetown verantwortungsvoll?
Die Tourismusbehörde rät, nur lizenzierte Veranstalter und Unterkünfte zu nutzen und Reisen im Voraus zu bezahlen. So fliesst das Geld an registrierte Anbieter, und man trägt weniger Bargeld.
Die Stadt liegt unter dem Meeresspiegel und hängt an Ufermauer und Kanälen; wer in der Regenzeit kommt, rechnet mit Überschwemmungen, die das Auswärtige Amt nennt.
Quellen: Guyana Tourism Authority · Guyana Tourism Authority · Auswärtiges Amt
Wie lässt sich Georgetown kombinieren?
Georgetown ist Ausgangspunkt für Kaieteur-Fälle, Iwokrama und Rupununi, dazu für Suriname per Flug ab Ogle. Meist reichen zwei Nächte vor oder nach dem Landesinneren.
Die Regionenseiten für das Landesinnere sind auf der Landesseite Guyana verlinkt; die Nachbarländer finden sich bei Suriname. Ab Ogle fliegt Trans Guyana Airways nach Kaieteur, Lethem und Paramaribo.
Quellen: Wikipedia · Guyana Tourism Authority
Für wen lohnt sich Georgetown, für wen weniger?
Georgetown passt für alle, die Kolonialgeschichte, Märkte und Vögel mit einem Zwischenstopp verbinden. Weniger passt es, wer entspannte Spaziergänge bei Dunkelheit oder eine Strandstadt erwartet.
Die Stadt verlangt Aufmerksamkeit: Nachts nicht zu Fuss, Taxis über das Hotel, Vorsicht an Bank und Markt. Wer das beachtet, erlebt eine ruhige und ungewöhnliche Hauptstadt.
Quellen: Guyana Tourism Authority