Was macht Suriname als Reiseziel aus?
Suriname ist das kleinste Land Südamerikas und das einzige des Kontinents mit Niederländisch als Amtssprache. Über 90 % der Fläche sind Regenwald, während die meisten der 541’638 Einwohner der Volkszählung 2012 an der Küste leben, vor allem in Paramaribo, dessen hölzerne Altstadt seit 2002 zum UNESCO-Welterbe gehört.
An der Küste liegen Paramaribo mit Moschee und Synagoge nebeneinander, Hindutempeln und dem Fort Zeelandia, dazu die alten Plantagen von Commewijne. Südlich davon beginnt der Wald mit dem Zentral-Suriname-Naturreservat (rund 1.6 Mio. ha), dem Brokopondo-Stausee und den Dörfern der Maroons am oberen Suriname-Fluss.
Quellen: Wikipedia · Algemeen Bureau voor de Statistiek in Suriname · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre
Wie ist Suriname als Reiseland?
Suriname ist mit 163’820 km² und 541’638 Einwohnern bei der Volkszählung 2012 dünn besiedelt, und keine Bevölkerungsgruppe bildet die Mehrheit: Hindustanen (indischer Herkunft) stellen 27.4 %, Maroons 21.7 %, Kreolen 15.7 % und Javaner 13.7 %. Das Land ist seit dem 25. November 1975 von den Niederlanden unabhängig.
Im Küstenstreifen leben die meisten Menschen, hier wachsen Reis und Bananen, hier lagen die Zuckerplantagen. Südlich davon beginnt der Regenwald des Guayana-Schilds. Die Asphaltstrasse nach Süden endet in Atjoni am Suriname-Fluss; weiter geht es im Korjaal, dem Einbaum.
Die Vielfalt ist ein Erbe der Kolonialzeit. Rund 300’000 versklavte Afrikaner wurden nach Suriname verschleppt, die Sklaverei endete 1863. Danach kamen Vertragsarbeiter aus Britisch-Indien und Niederländisch-Indien. Entflohene Versklavte gründeten im Wald eigene Gemeinschaften; ihre Nachfahren, die Maroons, bilden heute sechs Völker, darunter Saramaka und Ndyuka.
An einem Tag hört man Niederländisch, Sranan Tongo, Sarnami-Hindustani und Javanisch, isst Roti und Bami und besucht Kirche, Moschee und Tempel in Gehdistanz.
Quellen: Algemeen Bureau voor de Statistiek in Suriname · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia
Welche Regionen von Suriname lohnen sich?
Die meisten Reisen verbinden Paramaribo und die Plantagen von Commewijne mit zwei bis drei Zielen im Landesinneren: dem Brownsberg über dem Brokopondo-Stausee, den Maroon-Dörfern am oberen Suriname-Fluss oder dem Zentral-Suriname-Naturreservat. Zwischen Februar und Juli kommt Galibi an der Ostküste für die Meeresschildkröten dazu.
Paramaribo
Die Hauptstadt liegt rund 15 km landeinwärts am Suriname-Fluss. Die Innenstadt (30 ha) ist seit 2002 UNESCO-Welterbe: ein Strassenraster ab 1683, das vom Fort Zeelandia (1667) ausgeht, überwiegend Holzbauten, der Präsidentenpalast von 1730 und die hölzerne Kathedrale St. Petrus und Paulus von 1885. Seit 2026 steht die Altstadt auf der Liste des gefährdeten Welterbes.
Commewijne: Plantagen und Fort Nieuw Amsterdam
Am rechten Ufer liegt Commewijne, seit 2000 über die 1’504 m lange Jules-Wijdenbosch-Brücke erreichbar und im 18. Jahrhundert Zentrum der Plantagenwirtschaft. Das Fort Nieuw Amsterdam entstand 1734 bis 1747 am Zusammenfluss von Suriname und Commewijne, war von 1863 bis 1967 Gefängnis und ist heute ein Freilichtmuseum.
Brownsberg und Brokopondo-Stausee
Der Brownsberg-Naturpark (12’000 ha) liegt über 100 km südlich der Hauptstadt auf einem Plateau von gut 500 m Höhe, mit Wegen zu Wasserfällen. Darunter liegt der Brokopondo-Stausee, je nach Wasserstand rund 1’560 km² gross, aufgestaut 1961 bis 1964 durch den Afobaka-Damm. Die Zufahrt führt über eine Piste, die in der Regenzeit schwieriger zu befahren ist; die Naturschutzstiftung STINASU verwaltet den Park, und den Zustand von Zufahrt und Unterkünften klärt man vor der Buchung bei ihr.
Oberer Suriname-Fluss
In Atjoni bei Pokigron endet die Strasse, die Dörfer weiter südlich erreicht man per Boot, einige auch über Landepisten wie Botopasi. Das Gebiet Boven Suriname hatte 2012 knapp 18’000 Einwohner, fast alle Maroons, rund um Pokigron vor allem Saramaka.
Zentral-Suriname-Naturreservat
Das Reservat schützt rund 1.6 Mio. ha Primärwald, etwa 11 % der Landesfläche, und ist seit 2000 UNESCO-Welterbe. Es reicht bis zum Julianatop, mit 1’230 m dem höchsten Punkt Surinames. Besucht werden vor allem die Raleighvallen am Coppename, erreichbar nach rund drei Stunden Bootsfahrt, und der Voltzberg. Der Tourismus beschränkt sich laut UNESCO auf wenige Orte nahe von Landepisten.
Galibi an der Ostküste
Galibi an der Mündung des Marowijne ist Gebiet der indigenen Kaliña. Ab Albina, rund 150 km von Paramaribo, dauert die Bootsfahrt etwa 1.5 h. Leder-, Suppen-, Oliv-Bastard- und Echte Karettschildkröten legen hier von Februar bis Juli ihre Eier ab, manchmal bis in den August. Besuche sind nur unter strenger Aufsicht erlaubt.
Jodensavanne
Rund 50 km südlich der Hauptstadt liegen am Suriname-Fluss die Reste einer jüdischen Siedlung aus den 1680er-Jahren mit der wohl frühesten bedeutenden Synagoge Amerikas, seit 2023 UNESCO-Welterbe.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Bradt Guides · Wikipedia · Regering van de Republiek Suriname · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Bradt Guides · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Suriname.Travel (Ministerie van Transport, Communicatie en Toerisme)
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtParamariboDie Hauptstadt Surinames liegt am Suriname-Fluss, ihre hölzerne Altstadt ist Welterbe, steht aber seit 2026 auf der Liste des gefährdeten Welterbes.
- RegionCommewijnePlantagen und Fort Nieuw AmsterdamCommewijne liegt am rechten Ufer des Suriname-Flusses gegenüber von Paramaribo und war im 18.
- RegionZentral-Suriname-NaturreservatDas UNESCO-Reservat umfasst rund 1.6 Mio.
- RegionBrownsberg und JodensavanneSüdlich von Paramaribo liegen ein Regenwaldplateau über einem Stausee und die Ruinen einer jüdischen Siedlung aus dem 17.
- RegionOberer Suriname-FlussSüdlich des Brokopondo-Stausees reiht sich Dorf an Dorf der Saramaka entlang von Stromschnellen und Regenwald.
- RegionGalibi an der OstküsteGalibi liegt an der Mündung des Marowijne im Nordosten Surinames.
Wann ist die beste Reisezeit für Suriname?
Am trockensten sind September und Oktober; eine kürzere, relativ trockene Phase folgt im Februar und März. Regenzeiten mit Überschwemmungen gibt es von Mai bis August und von November bis Februar. Warm ist es das ganze Jahr, in Paramaribo liegen die Tageshöchstwerte zwischen rund 30 und 34 °C.
Paramaribo: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag
| Paramaribo | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 31 | 31 | 31 | 31 | 32 | 33 | 34 | 34 | 33 | 31 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 24 | 25 | 25 | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 24 |
| Niederschlag mm | 142 | 116 | 111 | 194 | 286 | 251 | 190 | 105 | 53 | 51 | 81 | 165 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ZORG EN HOOP (5 km, 10 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Suriname liegt knapp nördlich des Äquators, die Temperaturen ändern sich übers Jahr kaum, die Nächte bleiben in Paramaribo bei rund 24 °C. Was sich ändert, ist der Regen: Das Auswärtige Amt weist für beide Regenzeiten auf regelmässige Überschwemmungen und erhebliche Verkehrsbehinderungen hin, das EDA zusätzlich auf Erdrutsche.
Bradt nennt Mai bis August wegen der Überschwemmungen als ungünstigste Zeit. Für Touren zum Brownsberg und an den oberen Suriname-Fluss sind die trockeneren Monate daher die sicherere Wahl.
Schildkröten und Feste
Meeresschildkröten legen zwischen Februar und Juli ihre Eier ab. In Matapica kommen Suppenschildkröten vor allem von Februar bis Mai, Lederschildkröten von April bis Juli; in Galibi ist die Saison ähnlich.
Am 1. Juli feiert das Land Keti Koti, den Tag der Abschaffung der Sklaverei, am 25. November den Unabhängigkeitstag. Dazu kommen Feste der einzelnen Gemeinschaften wie Holi-Phagwa, Diwali und Eid al-Fitr sowie die Ankunftstage der Inder, Javaner und Chinesen; ihre Daten prüft man für das Reisejahr.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bradt Guides · Wikipedia · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bradt Guides · Wikipedia · Wikipedia
Was brauche ich für die Einreise nach Suriname?
Schweizer, Deutsche und Österreicher brauchen einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Reise hinaus gültig ist, und bezahlen vorab online die Entry Fee: 50 Euro oder 50 US-Dollar plus 8 Euro Servicegebühr für eine Einreise und bis zu 90 Tage Aufenthalt (Stand September 2026). Dazu kommt für Ein- und Ausreise das kostenlose ICF-Formular.
- Entry Fee: über das Portal von VFS Global, offizieller Partner des surinamischen Aussenministeriums, zahlbar mit Visa, Mastercard oder Maestro. Kinder bis 2 Jahre sind befreit.
- Mehrfach-Einreise: 75 Euro oder 75 US-Dollar plus 8 Euro für bis zu fünf Einreisen innerhalb von drei Monaten.
- ICF: frühestens 7 Tage vor Ankunft und erneut vor der Abreise auf icf.sr ausfüllen und den QR-Code vorzeigen.
- Dokumente: Der Personalausweis genügt nicht. Im Pass muss eine Seite frei sein; das BMEIA nennt zudem ein Rückflugticket.
- Gelbfieber: Nachweis Pflicht bei Einreise innerhalb von 6 Tagen nach einem Aufenthalt in einem Risikoland, etwa Brasilien.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Ob die Entry Fee genügt oder ein E-Visum nötig ist, hängt von der Staatsangehörigkeit ab; beides wird über das Portal von VFS Global beantragt, das eine Länderliste für die Entry Fee führt. Verbindlich sind die Vertretungen Surinames.
Das BMEIA nennt dieses Verfahren «E-Visum» bzw. «E-Tourist Card»; inhaltlich ist es dieselbe online zu zahlende Entry Fee über das VFS-Global-Portal, das selbst beide Bezeichnungen führt («Suriname eVisa / eTourist Card and Entry Fee»). Wer die Begriffe im Kleingedruckten der Fluggesellschaft oder Botschaft liest, sucht also kein separates Dokument.
Massgeblich sind allein die amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA und die surinamischen Behörden. Gebühren und Regeln können sich kurzfristig ändern.
Quellen: VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · Suriname Immigration and Customs, ICF Unit · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin
Welche Impfungen und Vorsorge braucht es für Suriname?
Empfohlen sind Gelbfieber und Hepatitis A, je nach Reise auch Tollwut, Typhus und Hepatitis B. Dengue, Chikungunya und Zika kommen im Land vor, deshalb ist Mückenschutz rund um die Uhr wichtig und die Chikungunya-Impfung ein Thema für die Beratung. Malaria gilt seit der WHO-Zertifizierung vom 30. Juni 2025 als eliminiert.
Suriname ist das erste Land des Amazonasraums, das die WHO als malariafrei anerkannt hat; der letzte lokal übertragene Fall stammt von 2021. Eingeschleppte Einzelfälle bleiben laut healthytravel.ch möglich.
Dengue, Chikungunya und Zika übertragen tagaktive Mücken. Das Risiko besteht im ganzen Land, besonders in Paramaribo und in der Regenzeit, wenn Wasser in Gefässen und Pfützen steht. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, ist ärztlich abzuklären.
Schwere Erkrankungen sollten laut EDA möglichst im Ausland behandelt werden, Spitäler verlangen vorab eine finanzielle Garantie. Eine Reiseversicherung mit Rücktransport ist daher wichtig.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin · CDC Travelers' Health · World Health Organization · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie sicher ist Suriname?
Das EDA stuft Reisen nach Suriname grundsätzlich als sicher ein, das Auswärtige Amt und das BMEIA geben Hinweise zur Lage. Alle drei Behörden nennen Diebstahl und bewaffnete Überfälle vor allem in Paramaribo, besonders nach Einbruch der Dunkelheit; im Grenzgebiet zu Guyana ist die Bandenkriminalität laut EDA erhöht (Stand September 2026).
- Den Palmentuin hinter dem Präsidentenpalast nachts meiden (Auswärtiges Amt).
- Wenig Bargeld tragen, bei einem Überfall keinen Widerstand leisten.
- Touren ins Landesinnere bei anerkannten Agenturen buchen; dort sind Polizei und Rettung kaum verfügbar.
- Nachts nicht über Land fahren, Demonstrationen meiden.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man nach Suriname an?
Internationaler Flughafen ist Johan Adolf Pengel (PBM) in Zanderij, 45 km südlich der Hauptstadt. Nonstop nach Europa fliegen KLM und Surinam Airways ab Amsterdam, rund 9 h 15 min für 7’520 km, mehrmals pro Woche. Nach Amerika verbinden Copa Airlines über Panama-Stadt, Gol und Surinam Airways über Belém sowie mehrere Gesellschaften über die Karibik.
| Region | Ziele | Fluggesellschaften |
|---|---|---|
| Europa | Amsterdam | KLM, Surinam Airways |
| Mittelamerika | Panama-Stadt | Copa Airlines |
| Südamerika | Belém, Georgetown | Gol, Surinam Airways, Fly Allways, Sky High |
| Karibik | Curaçao, Aruba, Port of Spain, Kingston, Santo Domingo | Surinam Airways, Caribbean Airlines, Fly Allways, Sky High |
Surinam Airways fliegt laut Flughafen auch nach Miami und Barbados, in die USA aber nicht nonstop. Nach Nordamerika, Afrika, Asien und Ozeanien gibt es keine Nonstopflüge; wer von dort kommt, steigt etwa in Amsterdam, Panama-Stadt oder in der Karibik um. Kuba ist mit Fly Allways erreichbar, Georgetown-Ogle mit Caribbean Airlines.
Flüge ins Landesinnere starten vom kleinen Stadtflughafen Zorg en Hoop. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass der Luftverkehr nicht europäischen Standards entspricht und Blue Wing Airlines auf der EU-Liste unsicherer Fluggesellschaften steht.
Vor Ort gilt Linksverkehr. Die Überlandstrassen sind teils eng, kurvenreich und in schlechtem Zustand; wer selbst fährt, braucht einen internationalen Führerschein zusammen mit dem nationalen. Für den Rückflug empfiehlt das Auswärtige Amt, mindestens zwei Stunden vorher am Flughafen zu sein, das ICF-Formular braucht man auch bei der Ausreise.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · Airport Management Ltd., Johan Adolf Pengel International Airport · Airport Management Ltd., Johan Adolf Pengel International Airport · Auswärtiges Amt · Wikipedia · Suriname Immigration and Customs, ICF Unit
Welche Währung gilt in Suriname und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Suriname-Dollar (SRD). Am 18. September 2026 notierte die Zentralbank einen Euro bei rund 43 SRD und einen US-Dollar bei rund 38 SRD. US-Dollar werden vielerorts angenommen, Kreditkarten vor allem in grösseren Hotels, Restaurants und Geschäften der Hauptstadt.
Geld tauscht man in Hotels, Wechselstuben und Banken, nicht auf der Strasse: Das Auswärtige Amt warnt dort vor Betrug und rät, wenig Bargeld zu tragen und wo möglich bargeldlos zu zahlen. Meldet ein Bankautomat «Transaction is not possible», hilft es laut AA oft, einige Minuten zu warten.
Weil Karten vor allem in Paramaribo akzeptiert werden, gehört für Touren ins Landesinnere Bargeld in SRD oder US-Dollar ins Gepäck, am besten schon in der Hauptstadt besorgt.
Feste Kosten vor der Reise sind die Entry Fee von 50 Euro plus 8 Euro Servicegebühr pro Person oder 75 plus 8 Euro für mehrere Einreisen (Stand September 2026). Flüge ins Landesinnere sind laut Bradt vergleichsweise teuer, sparen aber viel Zeit gegenüber Boot und Strasse.
Quellen: Centrale Bank van Suriname · Auswärtiges Amt · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname · Bradt Guides
Wo übernachtet man in Suriname?
Die grösste Auswahl hat Paramaribo mit Hotels und Gästehäusern, viele nahe der Altstadt am Suriname-Fluss. Im Landesinneren schläft man in Lodges und einfachen Unterkünften an Flüssen und in Schutzgebieten, etwa am Brownsberg, am Brokopondo-Stausee oder am oberen Suriname-Fluss.
Am Brownsberg, den die Stiftung STINASU verwaltet, gibt es Unterkünfte, ein Informationszentrum und ein Restaurant. In Brokopondo eröffnete 2008 das Berg en Dal Eco & Cultural Resort, auf Tonka Island im Stausee führen Saramaka ein einfaches Ökotourismusprojekt. In einfachen Unterkünften empfiehlt das Auswärtige Amt Moskitonetze.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Bradt Guides · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Was isst man in Suriname?
Die surinamische Küche mischt indische, westafrikanische, kreolische, javanische, chinesische, niederländische und jüdische Einflüsse. Typisch sind Roti mit Hühnercurry und Kartoffeln, der kreolische Festtagsauflauf Pom, Moksi Alesi aus Reis mit Salzfleisch, Crevetten oder Fisch sowie Nasi und Bami aus der javanischen Küche.
Grundnahrungsmittel sind Reis, Maniok und die Knolle Tayer. Häufig gibt es Huhn, etwa als chinesisches Snesi Foroe oder indisches Curry, dazu Stockfisch (Bakkeljauw), Erdnusssuppe und frittierte Kochbananen. Für Schärfe sorgt die Chilisorte Madame Jeanette, süss sind Boyo aus Kokos und Maniok und Fiadu mit Rosinen und Mandeln.
Bei frisch gepressten Frucht- und Zuckerrohrsäften ist Vorsicht angebracht: Das Auswärtige Amt nennt verunreinigte Säfte als möglichen Übertragungsweg der Chagas-Krankheit.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Was sollte man über Kultur und Religion in Suriname wissen?
Bei der Volkszählung 2012 bezeichneten sich 48.4 % als Christen, 22.3 % als Hindus und 13.9 % als Muslime; dazu kommen Winti, Javanismus und indigene Traditionen. In Paramaribo stehen Moschee und Synagoge direkt nebeneinander, und die Feiertage der Gemeinschaften prägen das Jahr.
Niederländisch ist für rund 60 % der Bevölkerung Muttersprache, im Alltag verbindet Sranan Tongo alle Gruppen. Englisch wird in den Städten verbreitet gesprochen.
Keti Koti am 1. Juli erinnert an die Abschaffung der Sklaverei 1863 und ist seit 1955 Feiertag. Am oberen Suriname-Fluss folgen die Dörfer am rechten Ufer überwiegend der afrosurinamischen Religion Winti, jene am linken Ufer sind mehrheitlich christlich.
Das EDA rät, sich an lokale Gepflogenheiten anzupassen: Gleichgeschlechtliche Beziehungen werden allgemein missbilligt, Drogendelikte schon bei kleinsten Mengen mit langen Haftstrafen geahndet.
Quellen: Algemeen Bureau voor de Statistiek in Suriname · Wikipedia · Bradt Guides · Wikipedia · Wikipedia · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Was kann man in Suriname unternehmen?
Zu den stärksten Erlebnissen gehören ein Rundgang durch die Altstadt von Paramaribo vom Fort Zeelandia zur hölzernen Kathedrale, eine Fahrt im Korjaal auf dem oberen Suriname-Fluss, die nächtliche Schildkrötenbeobachtung in Galibi und der Aufstieg auf den rund 240 m hohen Voltzberg bei den Raleighvallen.
- Paramaribo zu Fuss: Fort Zeelandia, Präsidentenpalast, Finanzministerium mit Uhrturm, Moschee und Synagoge nebeneinander und der 2001 eingeweihte Arya-Dewaker-Tempel ohne Götterbilder.
- Commewijne: Fort Nieuw Amsterdam und alte Plantagen; die Plantage Laarwijk erreicht man nur per Boot ab Domburg.
- Jodensavanne: Synagogenruine aus den 1680er-Jahren im Wald am Suriname-Fluss.
- Oberer Suriname-Fluss: Bootsfahrten ab Atjoni, Maroon-Dörfer, Kunsthandwerk wie Pangi-Tücher und Kalebassenschalen.
- Zentral-Suriname: Vogelbeobachtung mit Chancen auf Guayana-Felsenhahn und Harpyie; nachgewiesen sind rund 400 Vogelarten.
- Galibi, Matapica und Braamspunt: Schildkröten bei der Eiablage, nur mit Führung.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Bradt Guides
Wie reist man in Suriname verantwortungsvoll?
Als grösste langfristige Bedrohung für den Wald nennt die UNESCO den Abbau von Bodenschätzen und Holz. Im Brownsberg-Park fand der WWF 2012 in drei Wochen fünfzig illegale Goldgräberstellen, Quecksilber belastet den Boden. Wer Touren über Veranstalter bucht, die mit Dorfgemeinschaften und der Schutzgebietsverwaltung zusammenarbeiten, stärkt den Schutz.
An den Nistplätzen der Schildkröten geht man nur mit Aufsicht an den Strand. Der Brokopondo-Stausee überflutete rund 160’000 ha Regenwald für 180 MW Leistung, und nahe dem Zentral-Suriname-Naturreservat sind laut UNESCO Erkundungskonzessionen für Bergbau und Holzeinschlag vergeben.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre
Welche Ziele lassen sich mit Suriname kombinieren?
Naheliegend sind die Nachbarn: Georgetown in Guyana liegt 45 Flugminuten entfernt, Französisch-Guayana erreicht man über den Grenzfluss Marowijne ab Albina, und nach Belém im brasilianischen Amazonasgebiet fliegt man in rund 1 h 40 min.
Zu Guyana führt der Landweg über den Grenzfluss Corantijn; das EDA rät, nur die offiziellen Fähren zu nutzen, und verweist auf ungelöste Grenzstreitigkeiten mit beiden Nachbarn. Albina liegt gegenüber von Saint-Laurent-du-Maroni, eine Fähre verbindet die Orte. Wer aus Brasilien einreist, braucht einen Gelbfieber-Impfnachweis.
Quellen: FlightConnections · Wikipedia · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · VFS Global im Auftrag des Aussenministeriums der Republik Suriname
Für wen eignet sich Suriname, für wen weniger?
Suriname passt zu Reisenden, die Regenwald, Flussfahrten, Vogelbeobachtung und eine sehr gemischte Stadtkultur suchen und mit einfacher Infrastruktur leben können. Weniger geeignet ist es für Kurztrips, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität und für alle, die feste Fahrpläne und Komfort erwarten.
Nonstop aus Europa kommt man nur ab Amsterdam, rund fünfmal pro Woche, aus Amerika über Panama-Stadt, Belém oder die Karibik; der Flugplan bestimmt deshalb oft das Reisedatum. Das Landesinnere erreicht man im Einbaum oder Kleinflugzeug, Strassen sind teils schlecht. Wer Niederländisch versteht, ist im Vorteil.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bradt Guides