Warum lohnt sich eine Reise nach Fidschi?
Fidschi vereint über 330 Inseln im Südpazifik, von denen rund 110 dauerhaft bewohnt sind, mit mehr als 500 kleineren Eilanden dazwischen. Die vorgelagerten Mamanuca- und Yasawa-Inseln bieten klassische Strandferien in Tagesreichweite von Nadi, während die Hauptinsel Viti Levu Regenwald, Wasserfälle und die Hauptstadt Suva zeigt.
Im Vergleich zu den Nachbarstaaten des Südpazifiks ist Fidschi touristisch am weitesten entwickelt: internationale Hotelketten, ein dichtes Netz an Inlandflügen und Fähren sowie eine grosse Auswahl an Tauch- und Wassersportanbietern erleichtern die Reiseplanung deutlich mehr als etwa in Tuvalu oder Kiribati.
Wer nur eine Insel besucht, sieht meist nur einen Ausschnitt: Ferienresorts auf den Mamanucas unterscheiden sich stark von der geschäftigen Marktstadt Suva oder den ruhigen Dörfern auf Taveuni und Vanua Levu.
Veränderliche Angaben – Preise, Einreiseregeln, Flugpläne – tragen den Stand September 2026.
Wie ist Fidschi als Reiseland?
Fidschi ist eine unitarische parlamentarische Republik mit rund 926’000 Einwohnerinnen und Einwohnern (Schätzung 2018, letzter Zensus 2017 zählte 884’887), von denen sich knapp 57 % als indigene iTaukei und rund 38 % als Indo-Fidschianer bezeichnen. Das Land ist seit dem 10. Oktober 1970 unabhängig vom Vereinigten Königreich und wirtschaftlich stark auf Tourismus, Zucker- und Fischexport ausgerichtet.
Die «Fiji Time» ist mehr als eine Redewendung: Termine, Fähren und Inlandflüge verschieben sich häufig, was den entspannten Grundton des Landes prägt. Gleichzeitig ist die touristische Infrastruktur rund um Nadi und Denarau international geprägt, mit Marken wie Marriott, Hilton oder Sofitel.
Ausserhalb der Resortzonen bleibt Fidschi ein Land der Dörfer: Landrechte liegen traditionell bei den iTaukei-Gemeinschaften, und viele Touren – von Dorfbesuchen bis zu Wasserfallwanderungen – laufen über lokale Betreiber, die einen Teil des Ertrags an die Landbesitzer weitergeben.
Wer eine belebte Grossstadt sucht, findet sie eher in Suva mit seinen Märkten, Kolonialbauten und dem Fiji Museum als auf den Resortinseln vor Nadi, die auf Ruhe und Strand ausgelegt sind.
Was gehört auf eine Rundreise durch Fidschi?
Fidschi gliedert sich in die Hauptinsel Viti Levu mit Nadi, Denarau, der Coral Coast und Suva, die zweitgrösste Insel Vanua Levu mit Savusavu, die vorgelagerte «Garteninsel» Taveuni sowie die Inselgruppen Mamanuca, Yasawa, Lomaiviti, Lau und Kadavu. Die meisten Reisenden kombinieren zwei bis drei dieser Gebiete, da Fähren und Inlandflüge zwischen ihnen mehrere Stunden dauern.
Viti Levu: Nadi, Denarau, Coral Coast und Suva
Nadi an der Westküste ist mit dem internationalen Flughafen das touristische Tor zum Land; von hier sind alle Vororte wie Vuda, Wailoaloa oder Martintar innerhalb von 30 Minuten erreichbar. Das vorgelagerte Inselchen Denarau mit dem Port Denarau als Ausgangspunkt für Tagestouren bündelt die grossen internationalen Hotelketten und einen 18-Loch-Golfplatz.
Die Coral Coast, ein 80 km langer Küstenabschnitt im Süden Viti Levus, verbindet Dorfbesuche und historische Stätten mit den Sigatoka-Sanddünen, Fluss-Jetboottouren und Surfspots; von Nadi aus dauert die Fahrt ein bis zweieinhalb Stunden. Weiter östlich liegt Pacific Harbour mit der vorgelagerten Insel Beqa, Fidschis führendes Tauchgebiet und Ausgangspunkt für Haitauchgänge in der Beqa-Lagune.
Suva, die Hauptstadt im Südosten, ist das wirtschaftliche und diplomatische Zentrum des Südpazifiks mit lokalen Restaurants, dem Fiji Museum und dem Colo-i-Suva Forest Park. Von Nadi aus dauert die Fahrt dreieinhalb bis vier Stunden, mit dem Flugzeug nach Nausori rund 25 Minuten plus 30 Minuten Transfer.
Vanua Levu und Taveuni
Vanua Levu, Fidschis zweitgrösste Insel, ist deutlich ruhiger als Viti Levu: Labasa im Norden liegt nahe dem tauchintensiven Great Sea Reef, während Savusavu an der Südküste mit heissen Quellen und einer entspannten Atmosphäre als Ziel für Taucherinnen, Segler und alle gilt, die Ruhe suchen.
Taveuni, die «Garteninsel», liegt südöstlich von Vanua Levu und ist für Regenwald, Wasserfälle und die Tauchgebiete am Rainbow Reef bekannt, darunter die berühmte «Great White Wall». Ab Nadi dauert der Flug rund 1 Stunde 25 Minuten, zusätzlich verkehren Fähren ab Suva und Savusavu.
Mamanuca- und Yasawa-Inseln
Die Mamanuca-Inseln, eine Gruppe von rund 20 Inseln direkt vor Nadi, sind per Fähre in 40 bis 60 Minuten oder per Helikopter in 10 bis 15 Minuten erreichbar und bieten von familienfreundlichen bis zu reinen Erwachsenenresorts die grösste Auswahl an Unterkünften des Landes.
Die Yasawa-Inseln im Nordwesten sind abgelegener, mit versteckten Buchten, Riffen und schroffen Hügeln; eine tägliche Fähre ab Port Denarau macht sie zum besten Ziel für Inselhopping in Fidschi, die Fahrt dauert je nach Insel 2 bis 4.5 Stunden.
Lomaiviti, Lau und Kadavu
Die Lomaiviti-Inseln im Zentrum des Landes umfassen sieben vulkanische Hauptinseln, darunter Levuka auf Ovalau, Fidschis erste Hauptstadt und einziges UNESCO-Weltkulturerbe. Die abgelegenen Lau-Inseln im Osten mit über 60 Inseln sind vor allem per Yacht erreichbar und bis auf ein Luxusresort unerschlossen.
Kadavu, Fidschis viertgrösste Insel im äussersten Süden, liegt am Great Astrolabe Reef und ist ein Ziel für Tauchen, Sea-Kayaking und Vogelbeobachtung abseits der grossen Resortrouten; der Flug ab Nadi zum Vunisea Airport dauert 40 bis 50 Minuten.
Quellen: Tourism Fiji
Wann ist die beste Reisezeit für Fidschi?
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober gilt als beste Reisezeit: Sie ist kühler, weniger schwül und weniger regenreich als die Regenzeit von November bis April. Diese fällt zugleich mit der südpazifischen Zyklonsaison zusammen, deren statistischer Schwerpunkt zwischen Dezember und März liegt.
Nadi (Westküste) und Suva (Ostküste): mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag
| Nadi | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 32 | 32 | 31 | 31 | 30 | 29 | 29 | 29 | 30 | 31 | 31 | 32 |
| Tiefstwert °C | 23 | 24 | 23 | 23 | 21 | 20 | 19 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 273 | 261 | 312 | 229 | 119 | 94 | 70 | 78 | 100 | 147 | 158 | 224 |
| Suva | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 27 | 28 | 29 | 30 | 30 |
| Tiefstwert °C | 23 | 23 | 23 | 23 | 21 | 20 | 20 | 20 | 20 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 281 | 308 | 333 | 277 | 214 | 158 | 94 | 98 | 130 | 201 | 199 | 275 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station NADI INTL (6 km, 18 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station NAUSORI INTL (15 km, 5 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die beiden Klimastationen zeigen ein typisches Muster für Fidschi: Die Westküste um Nadi und die Mamanuca- und Yasawa-Inseln liegen im Windschatten der Bergketten und sind deutlich trockener als die Ostküste um Suva, wo die Passatwinde ganzjährig mehr Niederschlag bringen. Wer zuverlässig sonniges Badewetter sucht, plant deshalb eher die Westseite ein.
Die Temperaturen schwanken übers Jahr wenig; kühler und trockener ist es vor allem von Juni bis September, wenn die Nächte spürbar frischer ausfallen als in den drückend-feuchten Monaten Dezember bis März.
Von November bis April besteht Zyklonsaison, mit dem statistischen Höhepunkt zwischen Dezember und März; Stürme können Flüge, Fähren und Inlandverbindungen zwischen den Inseln kurzfristig ausfallen lassen. Ausserhalb dieser Monate ist das Risiko deutlich geringer.
Quellen: Auswärtiges Amt · My Fiji
Was braucht man für die Einreise nach Fidschi?
Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige brauchen für touristische Aufenthalte kein Visum; bei der Ankunft wird eine Einreisegenehmigung für bis zu vier Monate erteilt. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein, ein Personalausweis genügt nicht. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, massgeblich ist die fidschianische Einwanderungsbehörde.
Bei der Einreise sind ein Rück- oder Weiterflugticket, ein Nachweis ausreichender finanzieller Mittel sowie eine Aufenthaltsadresse, etwa eine Hotelbuchung, vorzulegen. Laut Auswärtigem Amt variiert die tatsächlich gewährte Aufenthaltsdauer zwischen 30 Tagen und vier Monaten und lässt sich grundsätzlich um weitere zwei Monate verlängern.
Wer die bewilligte Aufenthaltsdauer überzieht, riskiert laut Auswärtigem Amt Abschiebehaft und eine Einreisesperre von 12 Monaten bis unbegrenzt. Für Geschäftsreisen gilt ohne separates Visum nur eine Frist von 14 Tagen.
Massgeblich sind allein die amtlichen Stellen: Auswärtiges Amt, BMEIA, EDA und die Einwanderungsbehörde Fidschis. Vor der Abreise die aktuellen Angaben prüfen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und welche Vorsorge braucht es für Fidschi?
Bei direkter Einreise ist keine Impfung Pflicht; eine Gelbfieberimpfung wird nur verlangt, wer innert zehn Tagen zuvor ein Land mit Gelbfiebervorkommen verlassen oder durchquert hat. Healthytravel.ch empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden sowie konsequenten Mückenschutz gegen Dengue und Chikungunya; Fidschi gilt als malariafrei.
Für einen Teil der Reisenden nennt healthytravel.ch zusätzlich Hepatitis B und Typhus, insbesondere bei längeren Aufenthalten oder Reisen abseits der touristischen Zentren. Die CDC führen ergänzend Leptospirose durch Kontakt mit verunreinigtem Wasser und Erdreich sowie das seltene Hantavirus als Risiken auf.
Weil Anopheles-Mücken, die Überträger der Malaria, in Fidschi nicht vorkommen, tritt die Krankheit im Land nicht auf; eine Malariaprophylaxe ist deshalb nicht nötig. Dengue- und Zika-Viren werden dagegen von der tagaktiven Aedes-Mücke übertragen, weshalb konsequenter Insektenschutz rund um die Uhr empfohlen wird.
Die medizinische Grundversorgung konzentriert sich auf Nadi und Suva; auf den entlegeneren Inseln ist sie eingeschränkt, schwere Fälle werden nach Nadi, Suva oder ins Ausland verlegt. Eine Auslandskranken- und Rückholversicherung ist wegen der zum Teil weiten Distanzen zwischen den Inseln dringend empfehlenswert.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin · CDC Travelers' Health
Wie sicher ist Fidschi für Reisende?
Fidschi gilt als Reiseziel mit gutem Sicherheitsstandard und grundsätzlich ruhiger Lage, verbreitet ist Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl, vor allem in Städten; die aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen. Vereinzelt kommt es laut BMEIA in Bars und Nachtclubs zum Einsatz von K.-o.-Tropfen und zu sexuellen Übergriffen.
Frauen wird laut BMEIA empfohlen, sich nachts nicht alleine an isolierten Stränden aufzuhalten. Ausserhalb der Städte warnt das EDA vor schlecht beleuchteten Strassen mit freilaufenden Tieren und rät, für Fahrten ausschliesslich registrierte Minibusse und Taxis mit gelbem Kennzeichen zu nutzen.
Die Qualität von Sicherheitsausrüstung bei Wassersportanbietern schwankt laut EDA erheblich; vor Tauch- oder Wassersporttouren lohnt sich eine Rückfrage zu Ausrüstung und Sicherheitsstandard. Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz werden bereits bei kleinsten Mengen mit Haftstrafen geahndet.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)
Wie kommt man nach Fidschi?
Beide internationalen Flughäfen liegen auf Viti Levu: Die meisten Flüge landen in Nadi (NAN) im Westen, ein kleinerer Teil in Nausori (SUV) bei Suva. Direkte Nonstop-Verbindungen bestehen laut Tourism Fiji vor allem aus Australien, Neuseeland, Nordamerika und einzelnen Zielen in Asien; aus Europa gibt es keine Nonstop-Flüge, Reisende aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich steigen meist über ein Drehkreuz in Asien, Nordamerika oder Australien/Neuseeland um.
| Herkunftsregion | Beispielziele | Frequenz pro Woche | Flugzeit ab Ziel |
|---|---|---|---|
| Australien | Sydney, Brisbane, Melbourne | 7–18 | 3 h 15 min – 5 h |
| Neuseeland | Auckland, Wellington, Christchurch | 3–15 | 3 h – 4 h |
| Nordamerika | Los Angeles, San Francisco, Vancouver, Honolulu | 2–7 | 6 h 50 min – 11 h 30 min |
| Asien | Hongkong, Tokio-Narita, Singapur | 2–3 | 8 h 30 min – 10 h 30 min |
| Pazifikinseln | Apia (Samoa), Nuku'alofa/Vava'u (Tonga), Honiara (Salomonen) | 1–7 | 1 h 30 min – 3 h |
Nationale Fluggesellschaft ist Fiji Airways, die als Mitglied der oneworld-Allianz Codeshare-Verbindungen mit Partnern wie Qantas, American Airlines, Japan Airlines oder Singapore Airlines anbietet. Ergänzend fliegen unter anderem Qantas, Virgin Australia, Jetstar und Air New Zealand direkt nach Nadi.
Zwischen den Inseln verkehren die konzerneigene Regionalfluggesellschaft Fiji Link sowie mehrere Fährgesellschaften; auf den Hauptinseln herrscht Linksverkehr, und ein internationaler Führerschein wird zusätzlich zum eigenen empfohlen.
Quellen: Tourism Fiji
Wie bezahlt man in Fidschi?
Landeswährung ist der Fidschi-Dollar (FJD); Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und auf Resortinseln breit akzeptiert, oft mit einem Aufschlag von 2 bis 5 %. Geldautomaten erheben laut Auswärtigem Amt eine Pauschalgebühr von rund 10 FJD pro Abhebung, in kleineren Dörfern und auf abgelegenen Inseln ist Bargeld weiterhin nötig.
Auf viele touristische Dienstleistungen erhebt Fidschi zusätzlich die Environment and Climate Adaptation Levy (ECAL); dazu kommt eine Ausreisegebühr am Flughafen, die zuletzt bei 200 FJD lag (Stand 2026). Beide Abgaben ändern sich immer wieder, der aktuelle Satz lohnt sich vor der Reise beim Fiji Revenue and Customs Service (frcs.org.fj) zu prüfen.
Trinkgeld ist in Fidschi kulturell nicht fest verankert; in der kommunal geprägten Gesellschaft wird Grosszügigkeit eher geteilt als individuell entgegengenommen. In Resorts und touristischen Restaurants sind 5 bis 10 % oder das Aufrunden der Rechnung inzwischen aber verbreitet, bei Taxifahrten reicht es, den Fahrpreis aufzurunden.
Ausserhalb von Nadi, Denarau und Suva sind Geldautomaten dünner gesät; auf abgelegeneren Inseln wie Kadavu, Taveuni oder in den Lau-Inseln lohnt es sich, für mehrere Tage ausreichend Bargeld mitzuführen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Fiji Travel · Fiji Revenue and Customs Service (FRCS)
Wo übernachtet man in Fidschi?
Die grösste Dichte an internationalen Resorts liegt auf Denarau bei Nadi sowie auf den vorgelagerten Mamanuca-Inseln, beide gut für kurze Anreisewege und Tagesausflüge. Die Yasawa-Inseln bieten eher kleinere, teils sehr abgelegene Anlagen, während Vanua Levu, Taveuni und Kadavu vor allem Tauch- und Ökolodges mit direktem Dorfbezug bereithalten.
Familien und Erstbesucherinnen wählen häufig Denarau oder die Mamanucas wegen der kurzen Transferzeiten und des breiten Angebots an Kinderbetreuung; wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, findet auf den Yasawas oder in Kadavu deutlich kleinere Häuser mit wenigen Bungalows.
Für eine Kombination aus Kultur und Natur eignet sich eine Unterkunft an der Coral Coast oder in Pacific Harbour als Basis, von wo Dorfbesuche, Wasserfälle und die Haitauchgänge in der Beqa-Lagune gut erreichbar sind.
Was isst und trinkt man in Fidschi?
Die fidschianische Küche stützt sich auf frischen Fisch, Kokosnuss und lokales Gemüse: Bekanntestes Gericht ist Kokoda, roher Fisch in Limettensaft mit Kokoscreme mariniert, dazu kommt Lovo, ein traditionelles Erdofen-Festmahl aus Fleisch, Fisch und Gemüse in Bananenblättern. Getränk der Wahl ist Kava, eine leicht betäubende Wurzelzubereitung, die in Zeremonien und im Alltag gleichermassen getrunken wird.
Für den Lovo wird eine Grube ausgehoben, mit heissen Steinen ausgelegt und mit in Bananenblätter gewickelten Speisen gefüllt, die darin mehrere Stunden garen; das Fest ist traditionell besonderen Anlässen wie Hochzeiten oder Dorffesten vorbehalten, wird Reisenden aber auch in Resorts vorgeführt.
Zu den weiteren Alltagsgerichten zählen Rourou, junge Taroblätter in Kokosmilch gedünstet, sowie die Blattgemüse Ota und Bele. Cassava (Maniok) dient sowohl als Beilage als auch als Grundlage für zeremonielle Speisen.
Welche Bräuche und Feste prägen Fidschi?
Zentral für das gesellschaftliche Leben ist die Kava-Zeremonie: Die gemahlene Wurzel der Kava-Pflanze wird mit Wasser zu einem trüben, leicht betäubenden Getränk verrührt und aus einer gemeinsamen Schale, der Tanoa, in kleinen Bechern gereicht. Grösster Kulturanlass ist das einwöchige Bula Festival im Juli in Nadi mit Musik, Umzügen und dem traditionellen Meke-Tanz.
Beim Meke erzählen Tanzgruppen mit Fächern, Kostümen oder als Kriegertanz mit Speeren Geschichten aus Krieg, Liebe oder Überlieferung; die Aufführungen gelten als wichtiger Teil der mündlichen Geschichtsvermittlung Fidschis.
In Suva findet mit dem Hibiscus Festival Anfang August das älteste Festival des Landes statt, das erstmals 1956 ausgetragen wurde. Bei der Kava-Zeremonie gehört es zur Etikette, vor dem Trinken einmal, danach dreimal in die Hände zu klatschen und «Bula» zu rufen.
Was kann man in Fidschi erleben?
Zu den prägendsten Erlebnissen zählen Schnorcheln und Tauchen an Riffen wie dem Rainbow Reef vor Taveuni oder dem Great Astrolabe Reef vor Kadavu, Inselhopping zwischen den Yasawas sowie ein kontrolliertes Haitauchen im Shark Reef Marine Reserve der Beqa-Lagune. Dazu kommen Dorfbesuche mit Kava-Zeremonie und Wanderungen zu Wasserfällen im Landesinneren.
Das Shark Reef Marine Reserve vor Beqa wurde 2014 offiziell zu Fidschis erstem Nationalpark im Meer erklärt; bis zu acht Haiarten, darunter Bullen- und Tigerhaie, lassen sich dort bei geführten Tauchgängen beobachten, während ein Teil der Einnahmen an die Dörfer der Region fliesst, die traditionelle Fischereirechte über das Riff halten.
Auf Taveuni führen markierte Wege zu den Bouma-Wasserfällen und durch den Regenwald des Bouma National Heritage Park; vor der Küste liegt mit der Rainbow Reef die «Great White Wall», eine senkrechte Korallenwand, die zu den bekanntesten Tauchspots des Südpazifiks zählt.
Wer die Hauptinsel abseits der Strände erleben will, kombiniert eine Fluss-Jetboottour oder eine Wanderung zu den Sigatoka-Sanddünen an der Coral Coast mit einem Dorfbesuch, bei dem eine Kava-Zeremonie meist zum festen Bestandteil gehört.
Quellen: Global Fund for Coral Reefs
Wie reist man in Fidschi umweltbewusst?
Viele Dörfer erklären Teile ihrer traditionellen Fischgründe zu «Tabu»-Zonen, in denen zeitweise oder dauerhaft nicht gefischt werden darf, damit sich Bestände erholen können; das Shark Reef Marine Reserve in der Beqa-Lagune ist das bekannteste Beispiel für ein solches gemeinschaftlich getragenes Meeresschutzgebiet. Tourismuseinnahmen fliessen dabei direkt an die Landbesitzergemeinschaften zurück.
Wie viele Südseestaaten ist Fidschi durch steigende Meerestemperaturen und Korallenbleiche gefährdet; einzelne Riffe rund um Beqa zeigten in Untersuchungen von 2014 und 2022 dennoch eine Korallenbedeckung von 40 bis 60 % und Anzeichen von Erholung, wo Schutzzonen konsequent durchgesetzt werden.
Reisende können das unterstützen, indem sie Anbieter wählen, die mit den lokalen Gemeinschaften und deren Tabu-Zonen zusammenarbeiten, auf Riffkontakt beim Schnorcheln verzichten und Souvenirs aus Korallen oder Meeresschildkröten meiden, deren Handel in Fidschi verboten ist.
Quellen: Global Fund for Coral Reefs
Womit lässt sich Fidschi kombinieren?
Nadi dient als regionales Drehkreuz von Fiji Airways für weitere Südseeziele: Nonstop-Verbindungen bestehen unter anderem nach Samoa, Tonga und zu den Salomonen. Für eine grössere Südsee-Rundreise lässt sich Fidschi so mit mehreren Inselstaaten der Region verbinden, ohne jedes Mal über Australien oder Neuseeland zurückzufliegen.
Mit rund 1 Stunde 30 Minuten bis 3 Stunden Flugzeit liegen Tonga, Samoa und die Salomonen in bequemer Nähe zu Nadi; wer stattdessen weiter Richtung Australien oder Neuseeland reist, nutzt Fidschi häufig als Zwischenstopp auf dem Weg von oder nach Europa.
Für wen eignet sich Fidschi, für wen weniger?
Fidschi passt zu Reisenden, die eine unkomplizierte Kombination aus Strandferien, Tauchen und kultureller Begegnung mit guter touristischer Infrastruktur suchen, ebenso zu Familien dank kurzer Transferzeiten ab Nadi. Weniger geeignet ist das Land für alle, die auf eine sehr lange, direkte Flugverbindung ab Europa oder auf eine unberührte, kaum touristisch erschlossene Inselwelt Wert legen.
- Gut geeignet: Strand- und Tauchfreudige; Familien mit kurzen Transferwegen ab Nadi; alle, die Kultur (Kava, Dorfbesuche) mit klassischen Badeferien verbinden möchten.
- Weniger geeignet: Wer eine sehr kurze Gesamtreisezeit ab Europa sucht, da keine Nonstop-Flüge bestehen; wer eine touristisch kaum erschlossene Inselwelt wie in Tuvalu oder Kiribati sucht, findet auf Fidschis Hauptrouten ein deutlich dichteres Resortangebot.