Was für ein Reiseziel ist Hawaii?
Hawaii ist ein Archipel aus acht Hauptinseln mitten im Pazifik, rund 3'900 km vom nächsten Festland entfernt und damit eine der isoliertesten bewohnten Inselgruppen der Erde. Die vier meistbesuchten Inseln, Oahu, Maui, Big Island und Kauai, haben je einen eigenen Charakter: Grossstadt und Geschichte auf Oahu, aktive Vulkane auf Big Island, Regenwald und Steilküsten auf Kauai.
Als US-Bundesstaat gilt für die Einreise dasselbe Verfahren wie für das übrige Land; Details dazu stehen auf der Seite USA. Wer mehrere Inseln verbinden will, braucht praktisch immer ein Flugzeug, denn zwischen den Hauptinseln verkehren keine öffentlichen Fähren, nur Inlandflüge.
Aus Europa gibt es keine Nonstop-Verbindung: Alle Reisenden aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich steigen entweder auf dem US-Festland oder in Asien um, bevor sie in Honolulu landen.
Wie ist Hawaii als Reiseland?
Hawaii ist geografisch und kulturell ein Sonderfall unter den US-Bundesstaaten: eine eigene Zeitzone ohne Sommerzeit, eine eigene indigene Sprache mit amtlichem Status und eine Geschichte als unabhängiges Königreich, das erst 1893 gestürzt wurde. Alltagssprache ist meist Englisch, oft durchmischt mit Hawaiian Pidgin und hawaiischen Wörtern wie «aloha» oder «mahalo».
Das Königreich Hawaii wurde am 17. Januar 1893 von einer Gruppe amerikanischer und europäischer Geschäftsleute gestürzt, mit Rückendeckung durch US-Marineinfanteristen; Königin Liliʻuokalani musste abdanken. 1898 annektierten die USA die Republik Hawaii, 1900 wurde sie US-Territorium, am 21. August 1959 schliesslich 50. Bundesstaat.
Die Hawaiische Sprache war nach einem Verbot an Schulen ab 1896 in den 1980er-Jahren fast ausgestorben, mit unter 2'000 Muttersprachlern. Seit sie 1978 neben Englisch Amtssprache wurde und seit der Gründung hawaiischsprachiger Vorschulen 1982 hat sich die Zahl der Sprechenden erholt, auf zuletzt rund 26'000 Personen, die sich als Hawaiisch sprechend bezeichnen.
Wegen der Insellage sind Lebenshaltungskosten hoch: Fast alle Güter werden importiert, was Lebensmittel, Benzin und Mieten spürbar teurer macht als auf dem US-Festland.
Was bedeutet es, dass Hawaii ein US-Bundesstaat ist?
Hawaii ist seit dem 21. August 1959 der 50. Bundesstaat der USA, mit denselben Bundesgesetzen, derselben Währung und denselben Einreiseregeln wie jeder andere Staat. Anders als beim übrigen Festland liegt der Archipel aber mitten im Pazifik, rund 3'900 km von Kalifornien entfernt, was Anreise, Zeitzone und Alltag deutlich prägt.
Für Schweizer, Deutsche und Österreicher gilt bei der Einreise nach Hawaii exakt dasselbe Verfahren wie für jeden anderen US-Bundesstaat; Details zu ESTA, Visa Waiver Program und Aufenthaltsdauer stehen auf der Seite USA und werden hier nicht wiederholt.
Eigenständig ist dagegen die Zeitzone: Hawaii-Aleutian Standard Time (UTC−10) das ganze Jahr ohne Sommerzeit, was den zeitlichen Abstand zum übrigen Land je nach Jahreszeit verändert. Auch bei Einfuhrregeln gibt es hawaii-spezifische Vorschriften: Zwischen den Inseln und beim Verlassen des Staates kontrolliert die Landwirtschaftsbehörde frische Früchte, Pflanzen und bestimmte Tiere, um invasive Arten von der Ausbreitung auf andere Inseln oder das Festland abzuhalten.
Quellen: USAGov · National Archives · Wikipedia
Welche Inseln lohnen sich in Hawaii?
Oahu vereint Honolulu, Waikiki und Pearl Harbor, Maui ist bekannt für die Road to Hana und den Vulkankrater Haleakalā, Big Island für die aktiven Vulkane des Hawaii-Volcanoes-Nationalparks, und Kauai für die Steilküste Na Pali. Für einen ersten Besuch reichen meist zwei Inseln, kombiniert per Inlandflug.
Oahu: Honolulu, Waikiki und Pearl Harbor
Honolulu ist mit dem Flughafen (HNL) das Einfallstor aus Übersee und mit rund 350'000 Einwohnern die grösste Stadt des Bundesstaats. Der Stadtstrand Waikiki, vor dem Kraterberg Diamond Head, gilt als Wiege des modernen Wellenreitens; an der Nordküste («North Shore») brechen im Winter einige der grössten Surfwellen der Welt.
Rund 18 km westlich liegt Pearl Harbor: Das USS-Arizona-Memorial über dem 1941 versenkten Schlachtschiff ist gratis zugänglich, Tickets für das Bootsprogramm werden aber über Recreation.gov reserviert, jeweils 56 Tage im Voraus freigeschaltet; das frühere Walk-in-Kontingent am Besucherzentrum wurde Ende 2021 eingestellt, seither gibt es nur noch eine begrenzte, nicht garantierte Standby-Warteliste vor Ort.
Maui: Road to Hana und Haleakalā
Der Nationalpark Haleakalā erstreckt sich bis auf 3'055 m (10'023 ft) Höhe; für den Sonnenaufgang am Kraterrand zwischen 3 und 7 Uhr ist eine Fahrzeugreservierung für 1 US-Dollar Pflicht, unabhängig vom regulären Parkeintritt. Die kurvenreiche «Road to Hana» an der Ostküste führt an Wasserfällen und Buchten vorbei bis zum kleinen Ort Hana.
Vor Maui, in der Auʻau-Meerenge zwischen Maui, Molokai und Lanai, sammeln sich jeden Winter schätzungsweise 75 % der gesamten nordpazifischen Buckelwal-Population; die offizielle Saison des Hawaiian Islands Humpback Whale National Marine Sanctuary dauert vom 15. Dezember bis 15. Mai, mit dem Höhepunkt im Februar.
Big Island: Vulkane und Kaffee
Der Hawaii-Volcanoes-Nationalpark, 1916 gegründet und seit 1987 UNESCO-Welterbe, umfasst rund 354'461 Acres um die aktiven Vulkane Kīlauea und Mauna Loa. Seit Ende Dezember 2024 fördert der Kīlauea am Gipfel in unregelmässigen Episoden Lavafontänen; bis Mitte September 2026 zählte der U.S. Geological Survey 54 solcher Episoden, die Alarmstufe steht auf «Watch» mit oranger Luftfahrt-Farbcodierung. Der Park rät, sich vor der Anreise online über aktuelle Sicht- und Zugangsbedingungen zu informieren.
In den Höhenlagen der Kona-Küste wächst der bekannte Kona-Kaffee, weiter oben liegt mit Mauna Kea (4'207 m) der höchste Punkt des Bundesstaats, dessen Sternwarten zu den bedeutendsten der Welt zählen.
Kauai: Na Pali Coast
Die «Garden Isle» ist die älteste und grünste Hauptinsel, geprägt von der Steilküste Na Pali im Nordwesten, die nur per Boot, Helikopter oder mehrtägiger Wanderung auf dem Kalalau Trail zugänglich ist. Im September 2026 traf der Hurrikan Lowell Teile der Nordküste; zum Redaktionsschluss waren Haena State Park, der Kalalau Trail und Teile der Küstenstrasse weiterhin gesperrt, rund 83 % der Insel hatten wieder Strom, und eine inselweite Brown-Water-Warnung riet von Wasseraktivitäten in betroffenen Gewässern ab. Aktuelle Lage über gohawaii.com/lowell.
Quellen: MauiHawaii.org · National Park Service · National Park Service · NOAA · National Park Service · U.S. Geological Survey, Hawaiian Volcano Observatory · Go Visit Hawaii
Wann ist die beste Reisezeit für Hawaii?
Hawaii ist ganzjährig warm, deshalb richtet sich die Reisezeit eher nach Aktivitäten als nach Temperatur: Dezember bis April für Buckelwale vor Maui, Winter für grosse Wellen an Oahus Nordküste, Sommer für ruhigeres Meer zum Schnorcheln an den meisten Küsten. Die Regenzeit von November bis März bringt vor allem an den windzugewandten Nord- und Ostküsten mehr Niederschlag.
Honolulu, Kahului (Maui), Kailua-Kona (Big Island) und Lihue (Kauai): mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag
| Honolulu | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 25 | 25 | 25 | 26 | 27 | 28 | 28 | 29 | 29 | 28 | 27 | 26 |
| Tiefstwert °C | 22 | 21 | 22 | 23 | 23 | 24 | 25 | 25 | 25 | 24 | 24 | 22 |
| Niederschlag mm | 71 | 82 | 94 | 54 | 47 | 37 | 40 | 44 | 50 | 73 | 86 | 93 |
| Kahului (Maui) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 25 | 25 | 24 | 25 | 26 | 26 | 27 | 27 | 27 | 27 | 26 | 25 |
| Tiefstwert °C | 20 | 20 | 21 | 21 | 22 | 23 | 24 | 24 | 24 | 23 | 22 | 21 |
| Niederschlag mm | 61 | 63 | 83 | 47 | 37 | 28 | 32 | 40 | 38 | 55 | 65 | 71 |
| Kailua-Kona (Big Island) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 28 | 28 | 28 | 29 | 29 | 30 | 30 | 31 | 31 | 31 | 30 | 28 |
| Tiefstwert °C | 20 | 20 | 21 | 22 | 22 | 23 | 24 | 24 | 24 | 23 | 22 | 21 |
| Niederschlag mm | 81 | 88 | 134 | 85 | 66 | 50 | 53 | 74 | 49 | 67 | 93 | 98 |
| Lihue (Kauai) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 27 | 26 | 26 | 27 | 28 | 28 | 30 | 30 | 30 | 29 | 28 | 27 |
| Tiefstwert °C | 19 | 19 | 19 | 21 | 21 | 22 | 23 | 24 | 23 | 22 | 21 | 20 |
| Niederschlag mm | 68 | 84 | 125 | 57 | 49 | 43 | 41 | 47 | 51 | 76 | 84 | 100 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station HONOLULU (2 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MOLUOLOE (2 km, 4 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station KONA INTL AT KEAHOLE ARPT (11 km, 11 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LIHUE AIRPORT (3 km, 32 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Unterschiede zwischen den Stationen zeigen vor allem den Regen: Lihue auf Kauai, der «Garden Isle», ist deutlich feuchter als das trockenere Kailua-Kona an der Leeseite von Big Island. Die Lufttemperatur schwankt über das Jahr kaum, an der Küste meist zwischen rund 20 und 30 °C.
| Zeitraum | Passt zu |
|---|---|
| 15. Dezember bis 15. Mai | Buckelwale vor Maui, Höhepunkt Februar |
| November bis März | grosse Wellen und Surf-Wettkämpfe an Oahus Nordküste |
| April bis Oktober | ruhigeres Meer, gute Schnorchelsicht an den meisten Küsten |
| ganzjährig, unregelmässig | Vulkanaktivität Kīlauea, abhängig vom aktuellen Alarmstatus |
Quellen: NOAA · U.S. Geological Survey, Hawaiian Volcano Observatory
Was braucht man für die Einreise nach Hawaii?
Hawaii ist ein US-Bundesstaat, deshalb gilt für Schweizer, Deutsche und Österreicher dieselbe Regel wie im übrigen Land: mit gültigem biometrischem Pass und genehmigter ESTA (Visa Waiver Program) bis zu 90 Tage visumfrei einreisen. Details zu Kosten, Gültigkeit und Ausnahmen stehen auf der Seite USA, hier nur die hawaii-spezifischen Punkte.
Wer über das US-Festland umsteigt, etwa in Los Angeles, San Francisco oder Seattle, durchläuft die Einreisekontrolle bereits am ersten US-Flughafen, nicht erst in Honolulu; der Weiterflug nach Hawaii gilt dann als reiner Inlandflug.
Bei jeder Ankunft in Hawaii, auch bei einem Inlandflug vom Festland oder zwischen den Inseln, kontrolliert die Landwirtschaftsbehörde mitgeführte Früchte, Pflanzen und Tiere; wer solche Güter transportiert, muss sie auf dem Gepäckformular deklarieren, um invasive Arten fernzuhalten.
Quellen: USAGov
Welche Impfungen und Vorsorge braucht es für Hawaii?
Vorgeschrieben ist keine Impfung, es gelten dieselben Empfehlungen wie für die übrigen USA: aktuelle Basisimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Masern und Polio. Hawaii-spezifisch sind vor allem Vorsichtsmassnahmen beim Baden in Süsswasser und starker Sonnenschutz in den Tropen.
Die CDC weisen für die USA, darunter Hawaii, auf gelegentliche Dengue-Ausbrüche hin; Mückenschutz auch tagsüber ist sinnvoll. Leptospirose, eine bakterielle Infektion aus verunreinigtem Süsswasser, kommt in hawaiischen Bächen und Wasserfallbecken vor; offene Wunden sollten beim Baden dort abgedeckt sein.
Die Sonneneinstrahlung ist in den Tropen intensiv, hoher Sonnenschutz und ausreichend Trinken gehören zur Grundausstattung. Seit 2021 verbietet Hawaii den Verkauf von Sonnencremes mit den Wirkstoffen Oxybenzon und Octinoxat, die Korallenriffe schädigen; mineralische, «reef-safe» Sonnencreme ist die zugelassene Alternative.
Quellen: CDC Travelers' Health · Surfrider Foundation
Wie sicher ist Hawaii für Reisende?
Als Teil der USA gilt für Hawaii dieselbe Sicherheitseinschätzung wie für das übrige Land. Die grösseren Risiken für Reisende sind naturbedingt: starke Strömungen und hohe Wellen im Meer, gelegentliche Wirbelstürme im Spätsommer und, auf Big Island, aktive Vulkane.
Ertrinken durch Strömungen und Brandung ist laut Rettungsdiensten das grösste Sicherheitsrisiko für Besucher; unbeaufsichtigte Strände ohne Bademeister sollten mit Vorsicht genutzt werden, besonders bei Wellenwarnungen im Winter an der Nordküste. Im September 2026 traf der Hurrikan Lowell Kauai mit Überschwemmungen und Stromausfällen; betroffene Gebiete, geschlossene Parks und eine Brown-Water-Warnung galten laut Hawaii Tourism Authority zum Redaktionsschluss weiterhin, weshalb vor der Reise nach Kauai die aktuelle Lage zu prüfen ist.
Auf Big Island informiert der U.S. Geological Survey laufend über die Alarmstufe des Kīlauea; der Nationalpark sperrt betroffene Bereiche bei Bedarf kurzfristig wegen Vulkangas oder instabilem Gelände. Für allgemeine Sicherheitseinschätzungen der USA gilt die Seite USA.
Quellen: Go Visit Hawaii · U.S. Geological Survey, Hawaiian Volcano Observatory · USAGov
Wie reist man nach Hawaii und zwischen den Inseln?
Internationales Tor ist der Flughafen Honolulu (HNL) auf Oahu; Nonstop-Flüge kommen aus grossen Städten des US-Festlands, aus Japan, Südkorea und den Philippinen sowie aus Australien und Neuseeland, aber aus Europa gibt es keine direkte Verbindung. Zwischen den Hauptinseln verkehren ausschliesslich Flugzeuge, meist mehrmals stündlich auf den Hauptstrecken.
Wer aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich anreist, steigt üblicherweise an der US-Westküste um, etwa in Los Angeles oder San Francisco, oder fliegt über einen asiatischen Hub. Von dort bestehen zahlreiche Nonstop-Verbindungen nach Honolulu sowie direkt zu den Nachbarinseln.
Zwischen den Inseln dominiert Hawaiian Airlines mit im Schnitt rund 170 Flügen täglich zwischen Honolulu, Kahului (Maui), Lihue (Kauai) sowie Kona und Hilo auf Big Island. Auf der meistgeflogenen Strecke Honolulu–Kahului, rund 161 km oder eine gute halbe Flugstunde, verkehren zusammen mit Southwest und Alaska Airlines über 190 Flüge pro Woche. Öffentliche Fähren zwischen den Hauptinseln gibt es nicht.
Auf jeder Insel selbst sind Mietwagen praktisch unverzichtbar, ein öffentliches Busnetz gibt es nur auf Oahu in nennenswertem Umfang. Für die Na-Pali-Küste auf Kauai oder Teile der Kīlauea-Zone auf Big Island bieten sich Boots- oder Helikoptertouren an, wo Strassen fehlen.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections
Was kostet Hawaii und wie bezahlt man?
Bezahlt wird wie im übrigen Land mit dem US-Dollar, Karten sind überall akzeptiert. Wegen der Insellage sind die Lebenshaltungskosten deutlich höher als auf dem Festland, besonders bei Lebensmitteln, Mietwagen und Unterkünften in der Hauptsaison.
Trinkgeld folgt US-Standard: 15 bis 20 % im Restaurant, oft auf dem Zahlterminal vorgeschlagen, bei Touren zusätzlich für Guides üblich. Parkeintritte und Aktivitäten sind ein spürbarer Budgetposten, besonders bei mehreren Inseln.
| Posten | Preis |
|---|---|
| Haleakalā-Nationalpark, Fahrzeugreservierung Sonnenaufgang | 1 USD |
| USS-Arizona-Memorial, Reservierungsgebühr Recreation.gov | 1 USD (Eintritt gratis) |
| Inter-Island-Flug Honolulu–Kahului, einfach | ab rund 60 bis 100 USD |
| Hawaii-Volcanoes-Nationalpark, Tageseintritt Fahrzeug | siehe nps.gov/havo, saisonal |
Quellen: National Park Service · National Park Service · FlightConnections
Wo übernachtet man auf Hawaii?
Waikiki auf Oahu bietet die grösste Dichte an Hotels aller Kategorien, auf Maui und Big Island dominieren Resorts an der Küste, auf Kauai eher kleinere Hotels und Ferienwohnungen. In der Hauptsaison von Dezember bis April und im Sommer sind beliebte Häuser Monate im Voraus ausgebucht.
Ausserhalb der grossen Resortgebiete gibt es auf allen Inseln Condo-Vermietungen und kleinere Bed & Breakfasts, oft günstiger als die Hotelketten an den Hauptstränden. Im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark und in weiteren State Parks sind Zeltplätze mit Reservierung möglich.
Was isst man auf Hawaii?
Die Küche mischt hawaiische, japanische, chinesische, philippinische und portugiesische Einflüsse. Typisch sind Poke aus mariniertem rohem Fisch, Poi aus Taro-Wurzel, «Spam Musubi» als Snack und der «Plate Lunch» mit Reis, Krautsalat und einer Fleisch- oder Fischbeilage.
Ein traditionelles Luau mit im Erdofen («Imu») gegartem Schwein, Hula-Tanz und Livemusik ist für viele Reisende der kulturelle Höhepunkt, wird heute aber meist für Touristen inszeniert. Frische Ananas, Mango und Kona-Kaffee von Big Island sind beliebte Mitbringsel.
Welche kulturellen Eigenheiten sollte man kennen?
Der «Aloha Spirit» steht für Gastfreundschaft und Respekt und ist in Hawaii gesetzlich als Leitwert der Verwaltung verankert. Hula ist ursprünglich religiöser Tanz zur mündlichen Weitergabe von Geschichte und Mythologie, kein blosses Showprogramm, und die hawaiische Sprache ist als Amtssprache Teil des öffentlichen Lebens.
Wellenreiten («Heʻe Nalu») hat seinen Ursprung im vorkolonialen Hawaii und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts massgeblich durch den Schwimmer Duke Kahanamoku international bekannt gemacht. Respektvolles Verhalten an heiligen Stätten («Heiau») und beim Fotografieren von Einheimischen gilt als selbstverständlich.
Quellen: National Marine Sanctuary Foundation
Welche Erlebnisse lohnen sich auf Hawaii?
Zu den stärksten Erlebnissen zählen ein Sonnenaufgang am Kraterrand des Haleakalā, eine Lavafeld-Wanderung im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark, Buckelwal-Beobachtung vor Maui zwischen Dezember und April, eine Bootstour an der Na-Pali-Küste Kauais und der Besuch des USS-Arizona-Memorials in Pearl Harbor.
| Erlebnis | Insel | Hinweis |
|---|---|---|
| Sonnenaufgang Haleakalā | Maui | Fahrzeugreservierung Pflicht, 3 bis 7 Uhr |
| Lavafelder und Krater | Big Island, Hawaii Volcanoes NP | Zugang je nach Alarmstufe des Kīlauea |
| Buckelwal-Beobachtung | Maui, Auʻau-Meerenge | 15. Dezember bis 15. Mai, Höhepunkt Februar |
| Na-Pali-Küste per Boot | Kauai | nur per Boot, Helikopter oder mehrtägiger Wanderung |
| USS-Arizona-Memorial | Oahu, Pearl Harbor | gratis, Ticketreservierung 56 Tage im Voraus |
| Surfen North Shore | Oahu | grosse Wellen November bis März, für Fortgeschrittene |
| Road to Hana | Maui | kurvenreiche Küstenstrasse mit Wasserfällen |
Quellen: National Park Service · National Park Service · NOAA · National Park Service · U.S. Geological Survey, Hawaiian Volcano Observatory
Wie reist man auf Hawaii umweltbewusster?
Seit 2021 sind Sonnencremes mit Oxybenzon und Octinoxat verboten, weil sie Korallenriffe schädigen; nur mineralische «Reef-safe»-Produkte sind erlaubt. Beim Schwimmen mit Meeresschildkröten und beim Wandern gilt: Abstand halten, auf Wegen bleiben und keine Korallen oder Lavaformationen berühren.
Landwirtschafts- und Naturschutzbehörden kontrollieren die Einfuhr von Pflanzen und Tieren zwischen den Inseln streng, um invasive Arten einzudämmen, die einheimische Ökosysteme bedrohen. Wanderer im Hawaii-Volcanoes-Nationalpark bleiben wegen giftiger vulkanischer Gase und instabiler Ränder auf markierten Wegen; frisches Lava darf nicht betreten werden.
Quellen: Surfrider Foundation · National Park Service
Womit lässt sich Hawaii kombinieren?
Am naheliegendsten ist ein Zwischenstopp auf dem US-Festland, meist in Kalifornien, da fast alle Verbindungen aus Europa dort umsteigen. Wer aus Asien anreist, kann Hawaii mit Japan, Südkorea oder den Philippinen verbinden, wo Honolulu direkt angeflogen wird.
Innerhalb der USA lässt sich Hawaii gut mit einer Rundreise an der Westküste verbinden, etwa über Los Angeles oder San Francisco; nach Alaska besteht sogar eine direkte Inlandflugverbindung von Anchorage nach Honolulu, ohne Umsteigen auf dem Festland.
Für wen eignet sich Hawaii, für wen weniger?
Hawaii passt zu Reisenden, die Strand, Vulkanlandschaft und Wassersport verbinden wollen und einen langen Anreiseweg mit Umstieg in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist es für Kurztrips, für Reisende mit sehr knappem Budget, da die Insellage fast alles verteuert, und für alle, die auf durchgehend ruhiges Meer angewiesen sind.
Gut passt Hawaii zu Familien mit Kindern auf Oahu und Maui, wo geschützte Strände wie Waikiki oder Kaanapali ganzjährig sicher zum Baden sind, sowie zu Wanderern und Vulkanfans auf Big Island.
Wer Wellenreiten oder Schnorcheln an der Nordküste plant, sollte die Wintersaison meiden, wenn dort teils lebensgefährliche Wellen auflaufen; umgekehrt eignet sich der Winter für Buckelwale vor Maui besonders gut. Wegen der langen Anreise mit Umstieg lohnt sich Hawaii eher für einen längeren Aufenthalt als für einen kurzen Zwischenstopp.