Was erwartet Reisende in Griechenland?
Griechenland verbindet die Akropolis in Athen mit über 6’000 Inseln und Inselchen in der Ägäis und im Ionischen Meer, von denen rund 200 bewohnt sind. Wer Festland und Inseln kombinieren will, startet meist in Athen und nimmt von dort Fähre oder Inlandflug zu Santorin, Mykonos, Kreta oder Rhodos.
Zwei grosse Räume prägen das Land: das Festland mit Athen, Thessaloniki, Delphi, Meteora und der Halbinsel Peloponnes, und die Inselwelt mit den Kykladen um Santorin und Mykonos, dem Dodekanes um Rhodos, Kreta und den Ionischen Inseln um Korfu. Diese Seite behandelt Athen und Thessaloniki im Detail und die grossen Inseln als Ergänzung.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise und Gesundheit zusammen (Stand September 2026), dazu die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA für Schweizer, Deutsche und Österreicher.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie ist Griechenland als Reiseland?
Griechenland ist die Wiege der europäischen Antike: Athen war Zentrum der klassischen Philosophie und Demokratie, Delphi galt als Nabel der antiken Welt. Gleichzeitig ist es ein Inselstaat, dessen Alltag von Fährplänen, Sommerhitze und einer jahrhundertealten griechisch-orthodoxen Tradition geprägt ist.
Politisch ist Griechenland eine parlamentarische Republik mit 13 Regionen; kulturell reicht die Geschichte von der minoischen und mykenischen Bronzezeit über die klassische Antike und das Byzantinische Reich bis zur rund 400-jährigen osmanischen Herrschaft, die vielerorts noch in Architektur, Musik und Küche nachwirkt.
Die griechisch-orthodoxe Kirche prägt Festkalender und Alltag: Ostern ist das wichtigste Fest des Jahres, oft ein bis fünf Wochen versetzt zum westlichen Osterdatum, weil die orthodoxe Kirche für kirchliche Feiertage dem julianischen Kalender folgt.
Der Tagesrhythmus ist mediterran geprägt: spätes Abendessen oft erst ab 21 Uhr, Mittagsruhe in kleineren Orten am frühen Nachmittag, dafür langes Nachtleben in den Touristenorten der Inseln im Sommer.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Regionen von Griechenland lohnen sich?
Athen ist für die meisten Reisen der Ausgangspunkt, mit der Akropolis und dem Hafen Piräus als Tor zu den Inseln. Thessaloniki im Norden ist Ausgangspunkt für Chalkidiki und Meteora; die Kykladen um Santorin und Mykonos, der Dodekanes um Rhodos, Kreta und die Ionischen Inseln um Korfu bilden die grossen Inselwelten.
Athen
Athen ist seit 1834 Hauptstadt des modernen griechischen Staates, aber seit der Jungsteinzeit durchgehend besiedelt. Die Akropolis mit dem Parthenon ist seit 1987 UNESCO-Welterbe; darunter liegt die Altstadt Plaka mit Gassen aus der Zeit der osmanischen Herrschaft. Vom Hafen Piräus, dem grössten Fährhafen des Landes, fahren Boote zu den Saronischen Inseln, den Kykladen, dem Dodekanes und weiteren Zielen der Ägäis.
Thessaloniki
Thessaloniki, oft «Braut des Nordens» genannt, wurde 315 v. Chr. gegründet und war jahrhundertelang eine der wichtigsten Städte des Byzantinischen Reichs. Die paläochristlichen und byzantinischen Monumente der Stadt, darunter die Hagia Sophia und mehrere frühe Kirchenbauten, sind seit 1988 UNESCO-Welterbe; die rund 5 km lange Uferpromenade führt zum Weissen Turm, dem Wahrzeichen der Stadt.
Meteora und Delphi
Meteora, rund 350 km nordwestlich von Athen, vereint Klöster auf schmalen Sandsteinfelsen, ab dem 11. Jahrhundert von Einsiedlern besiedelt und seit 1988 UNESCO-Welterbe. Delphi, rund 180 km nordwestlich von Athen am Berg Parnass, war die bedeutendste Orakelstätte der Antike, religiöses Zentrum des antiken Griechenlands und seit 1987 UNESCO-Welterbe.
Kykladen: Santorin und Mykonos
Santorin ist der Rest eines eingestürzten Vulkans, dessen letzter grosser Ausbruch vor rund 3’600 Jahren die minoische Kultur der Insel zerstörte; die Orte Oia und Fira liegen auf dem Kraterrand rund 300 m über dem Meer. Mykonos ist bekannt für seine Windmühlen, weissen Gassen und Strandclubs; von Piräus dauert die Überfahrt je nach Schiffstyp rund 2,5 bis über 5 Stunden.
Kreta, Rhodos und die Ionischen Inseln
Kreta, die grösste griechische Insel, war Zentrum der minoischen Kultur mit dem Palast von Knossos bei Heraklion. Rhodos im Dodekanes hat mit der mittelalterlichen Altstadt der Johanniterritter, seit 1988 UNESCO-Welterbe, eine der besterhaltenen Ritterstädte Europas. Korfu im Ionischen Meer ergänzt mit seiner venezianisch geprägten Altstadt, seit 2007 UNESCO-Welterbe, das Bild der Inselwelt.
Peloponnes
Auf der Halbinsel Peloponnes liegt Olympia, Austragungsort der antiken Olympischen Spiele von 776 v. Chr. bis 393 n. Chr. und seit 1989 UNESCO-Welterbe, dazu das antike Theater von Epidauros und die Ruinenstadt Mykene mit ihrem berühmten Löwentor.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre
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Inseln und Regionen
- InselgruppeDodekanesDer Dodekanes ist eine Gruppe von zwölf grossen und weiteren kleinen Inseln im äussersten Südosten der Ägäis, näher an der türkischen Küste als an…
- InselgruppeIonische InselnDie Ionischen Inseln liegen an der Westseite Griechenlands zwischen Albanien und dem Peloponnes und gelten mit ihrer dichten Vegetation als die…
- InselKretaKreta ist mit rund 8'340 km² die grösste griechische Insel und die Wiege der minoischen Kultur, deren sechs Palastzentren um Knossos seit 2025 zum…
- InselgruppeKykladenDie Kykladen sind rund 30 Inseln in der zentralen Ägäis, benannt nach dem Kreis (griechisch «kyklos»), den sie um die heilige Insel Delos bilden.
- InselgruppeNördliche ÄgäisDie Inseln der Nördlichen Ägäis, allen voran Lesbos, Chios, Samos und Limnos, liegen nah an der türkischen Küste und fernab der grossen…
- InselgruppeSporadenDie Sporaden sind eine kleine, dicht bewaldete Inselgruppe in der westlichen Ägäis vor der Küste Thessaliens: Skiathos mit seinen Sandstränden,…
- StadtAthenAthen ist die Hauptstadt Griechenlands mit der Akropolis auf dem Felsen, antiken Stätten im Stadtkern und dem Hafen Piräus als Tor zu den Inseln.
- StadtThessaloniki und ChalkidikiThessaloniki ist die zweitgrösste Stadt Griechenlands mit byzantinischem Welterbe, Uferpromenade und einer UNESCO-gekrönten Esskultur.
- RegionMeteora und DelphiMeteora in Thessalien mit seinen Klöstern auf Felsnadeln und Delphi, die Orakelstätte am Parnass, sind zwei UNESCO-Welterbestätten in…
- RegionPeloponnesDer Peloponnes ist die südlichste Halbinsel des griechischen Festlands und vereint sechs UNESCO-Welterbestätten, darunter Mykene, Olympia und…
Wann ist die beste Reisezeit für Griechenland?
Für Athen, Thessaloniki und die Inseln eignen sich Mai/Juni und September/Oktober am besten: warm, aber nicht so heiss wie der Hochsommer, und mit stabilerem Fährbetrieb als im Winter. Im Juli und August steigen die Temperaturen auf dem Festland regelmässig über 33 °C, gleichzeitig ist die Fährfrequenz zwischen den Inseln am höchsten.
Die Stationsdaten zeigen Athen und Thessaloniki mit trockenen, heissen Sommern und milderen, regenreicheren Wintern, typisch mediterran. Athen erreicht im Juli Höchstwerte um 33 °C bei kaum Niederschlag, Thessaloniki im November und Dezember dagegen deutlich mehr Regen als im Sommer.
Athen und Thessaloniki im Jahresverlauf
| Athen | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 14 | 15 | 17 | 22 | 26 | 31 | 34 | 34 | 30 | 24 | 20 | 16 |
| Tiefstwert °C | 7 | 8 | 9 | 13 | 17 | 21 | 25 | 25 | 21 | 16 | 13 | 9 |
| Niederschlag mm | 66 | 58 | 53 | 30 | 21 | 20 | 11 | 8 | 29 | 49 | 69 | 86 |
| Thessaloniki | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 10 | 13 | 15 | 20 | 25 | 30 | 33 | 33 | 28 | 22 | 17 | 12 |
| Tiefstwert °C | 2 | 4 | 5 | 9 | 13 | 18 | 21 | 21 | 17 | 12 | 8 | 4 |
| Niederschlag mm | 47 | 38 | 48 | 40 | 46 | 38 | 29 | 24 | 47 | 51 | 44 | 64 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ATHINAI (11 km, 21 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MAKEDONIA (14 km, 7 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Zwischen den Inseln verkehren von Juni bis September laut Ferryhopper deutlich mehr Fähren als im Winter, wenn viele Routen ausgedünnt oder wegen Winterstürmen ganz eingestellt werden. Wer ausserhalb der Sommersaison Inseln besuchen will, sollte Verbindungen und Ausweichrouten vorher genau prüfen.
Das griechisch-orthodoxe Osterfest verschiebt sich gegenüber dem westlichen Osterdatum um bis zu fünf Wochen und ist auf den Inseln wie auf dem Festland ein wichtiger Fixpunkt mit eigenen Bräuchen, an dem Fähren und Unterkünfte oft ausgebucht sind.
Waldbrandgefahr besteht laut Auswärtigem Amt und BMEIA von Frühling bis Herbst in weiten Teilen Griechenlands, in trockenen Sommern mit Evakuierungen auch in Touristengebieten.
Quellen: NOAA National Centers for Environmental Information · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Ferryhopper
Was braucht man für die Einreise nach Griechenland?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis ein; ein Visum ist für touristische Aufenthalte nicht nötig. Als EU- beziehungsweise EFTA-Bürger unterliegen sie nicht der allgemeinen Schengen-Regel von höchstens 90 Tagen je 180 Tagen, die für Angehörige vieler anderer Staaten gilt (Stand September 2026).
- Schweiz: Reisepass oder Personalausweis genügt; kein Visum, keine feste Aufenthaltsobergrenze dank der Personenfreizügigkeit mit der EU.
- Deutschland und Österreich: Als EU-Bürger reicht ein gültiger Ausweis oder Pass; kein Visum, keine Aufenthaltsbegrenzung.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gilt die allgemeine Schengen-Regel der Europäischen Kommission: visumfreie Einreise bis 90 Tage je 180-Tage-Zeitraum für viele Nationalitäten, sonst ein Schengen-Visum. Massgeblich ist die griechische Botschaft oder Vertretung im Wohnsitzland.
Minderjährige, die ohne oder mit nur einem Elternteil reisen, sollten laut Auswärtigem Amt eine Einverständniserklärung des anderen sorgeberechtigten Elternteils mitführen. Flugreisen erfordern stets ein gültiges Reisedokument, ein abgelaufener vorläufiger Personalausweis wird nicht akzeptiert.
Massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den griechischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · European Commission, Migration and Home Affairs
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Griechenland?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch und die CDC empfehlen, die Basisimpfungen aktuell zu halten und raten den meisten Reisenden zu Hepatitis A; ein Malariarisiko besteht laut healthytravel.ch nur in seltenen, örtlich begrenzten Fällen. West-Nil-Fieber tritt jeden Sommer auf, vor allem von Juli bis September.
Die CDC empfiehlt für die meisten Reisenden eine Hepatitis-A-Impfung, besonders bei Besuchen kleinerer Städte, Dörfer oder ländlicher Gebiete, sowie einen aktuellen Impfschutz gegen Masern, Mumps, Röteln und Tetanus. Hepatitis B wird für ungeimpfte Reisende unter 60 Jahren empfohlen; eine Gelbfieberimpfung ist weder erforderlich noch empfohlen.
West-Nil-Fieber wird von Stechmücken übertragen und tritt laut healthytravel.ch typischerweise von Mai bis Oktober auf, mit einem Höhepunkt zwischen Juli und September. Mückenschutz Tag und Nacht ist deshalb sinnvoll, ebenso der Verzicht auf den Kontakt mit kranken oder toten Vögeln.
Zeckenübertragene Krankheiten wie Borreliose und FSME kommen vor allem in ländlichen und bewaldeten Gebieten des Festlands vor. Die medizinische Versorgung in Athen und Thessaloniki entspricht europäischem Standard, auf kleineren Inseln ist sie eingeschränkter; eine Reise-Zusatzversicherung mit Rücktransport empfiehlt das BMEIA.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher ist Griechenland für Reisende?
Reisen nach Griechenland gelten laut BMEIA grundsätzlich als sicher. Auswärtiges Amt und BMEIA nennen vor allem Taschendiebstahl in Athen, Thessaloniki und Piräus, gelegentliche Demonstrationen mit vereinzelten gewaltsamen Zusammenstössen sowie die seismisch aktive Lage des Landes als Risikofaktoren; die aktuelle Lage prüft man bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Taschendiebstahl ist laut Auswärtigem Amt vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln und an belebten Plätzen in Athen, Thessaloniki und Piräus verbreitet; Autoaufbrüche kommen ebenfalls vor. Demonstrationen und Streiks werden meist Tage im Voraus angekündigt, können aber zu Verspätungen bei Fähren und Zügen führen.
Griechenland liegt laut EDA in einer seismisch aktiven Zone; Erdbeben und, sehr selten, dadurch ausgelöste Tsunamis sind möglich. Waldbrände treten laut BMEIA von Frühling bis Herbst auf, in trockenen Sommern grossflächig, teils mit Evakuierungen auch in Touristengebieten.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie reist man nach Griechenland und im Land herum?
Internationale Flüge landen vor allem am Flughafen Athen «Eleftherios Venizelos» (ATH), der laut FlightConnections rund 174 Nonstop-Ziele in 54 Ländern bedient, sowie am kleineren Flughafen Thessaloniki (SKG). Zwischen dem Festland und den Inseln verkehren Fähren ab Piräus und Rafina sowie Inlandflüge zu den grossen Inselflughäfen.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Athen – Thessaloniki | Inlandflug | rund 55 min |
| Athen – Thessaloniki | Zug oder Auto | rund 4 bis 5 h |
| Piräus – Mykonos | Fähre | rund 2 h 30 min bis 5 h |
| Piräus – Santorin | Fähre | rund 5 bis 8 h, Schnellfähre ab rund 5 h |
| Athen – Kreta (Heraklion) | Inlandflug | rund 50 min |
| Athen – Rhodos | Inlandflug | rund 55 min |
| Flughafen Athen – Zentrum | Metro, Bus | rund 40 min |
Athen-Venizelos verbindet laut FlightConnections 174 Ziele in 54 Ländern; die längste Nonstopstrecke führt nach Dallas-Fort Worth in den USA in rund 12 h 55 min, dazu bestehen Nonstopverbindungen in den Nahen Osten (Tel Aviv, Doha, Dubai, Abu Dhabi) und nach Asien (Peking, Singapur). Direktverbindungen nach Südamerika, Ostasien oder Ozeanien bestehen nicht; von dort reist man meist über einen europäischen oder nahöstlichen Umsteigepunkt an.
Thessaloniki (SKG) bedient laut FlightConnections rund 97 Nonstop-Ziele in 33 Ländern, überwiegend innerhalb Europas sowie einzelne Ziele im Nahen Osten; interkontinentale Direktflüge über Europa und den Nahen Osten hinaus bestehen nicht. Die grossen Inseln Kreta, Rhodos, Korfu, Santorin und Mykonos haben eigene internationale Flughäfen mit saisonalen Europaflügen.
Zwischen Festland und Inseln verkehren Fähren mehrerer Reedereien, etwa Blue Star Ferries oder Seajets, ab den Häfen Piräus und Rafina bei Athen sowie ab Thessaloniki für die nördliche Ägäis. Frequenz und Fahrzeiten schwanken stark nach Saison und Schiffstyp; im Winter fallen viele Verbindungen ganz aus.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · Ferryhopper
Welches Geld braucht man in Griechenland und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Euro. Kartenzahlung ist in Athen, Thessaloniki und auf den grösseren Inseln weit verbreitet; auf kleineren Inseln und in abgelegenen Dörfern akzeptieren aber nicht alle Tavernen und Fährkassen Karten.
Das BMEIA rät, ausreichend Bargeld für die gesamte Reisedauer mitzuführen, da es an Bankomaten und Bankschaltern zeitweise zu Engpässen und Wartezeiten kommen kann; bei Abhebungen verlangen griechische Banken meist eine eigene Gebühr zusätzlich zur Gebühr der Heimatbank.
Trinkgeld ist nicht Pflicht: In Restaurants sind 5 bis 10 Prozent der Rechnung üblich, in Bars und Cafés lässt man meist das Wechselgeld liegen. Auf den Inseln kalkuliert man zusätzliches Bargeld für Fährtickets, Taxifahrten und kleine Tavernen ein, die keine Karten akzeptieren.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · ZDFheute
Wo übernachtet man in Griechenland am besten?
In Athen wohnt man meist rund um Plaka, Monastiraki oder Koukaki nahe der Akropolis; in Thessaloniki entlang der Uferpromenade oder in der Oberstadt Ano Poli mit Blick auf den Thermaischen Golf. Auf den Inseln unterscheiden sich die Preise stark: Santorin mit Kraterblick zählt zu den teuersten Lagen Griechenlands.
Auf Santorin sind die gefragtesten und teuersten Zimmer jene mit Blick auf die Caldera in Oia und Fira; günstigere Optionen liegen abseits des Kraterrands. Mykonos konzentriert sich auf Mykonos-Stadt (Chora) und die Strände im Süden der Insel.
Auf kleineren, weniger touristischen Inseln sind einfache «Domatia», private Gästezimmer bei Familien, verbreitet; sie werden oft erst vor Ort am Hafen vermittelt. In der Hochsaison von Juni bis September sollten Unterkünfte auf den bekannten Inseln Monate im Voraus gebucht werden.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation · Ferryhopper
Was isst man in Griechenland?
Die griechische Küche lebt von Olivenöl, Gemüse, Fisch und Grillfleisch: Souvlaki, Moussaka und Salat mit Feta gehören überall zum Alltag. Thessaloniki gilt vielen Griechen als heimliche Street-Food-Hauptstadt, mit Gebäck wie Bougatsa und einer starken Kaffeehauskultur.
In Athen isst man klassisch Souvlaki und Gyros aus der Hand, Moussaka (Auflauf aus Auberginen, Hackfleisch und Béchamel) und Horiatiki, den griechischen Bauernsalat mit Feta und Oliven. Zum Ouzo, dem Anisschnaps, gehören traditionell kleine Vorspeisen, Mezedes.
Thessaloniki ist bekannt für Bougatsa, ein Blätterteiggebäck mit Vanillecreme, Käse oder Hackfleisch, und für eine besonders vielfältige Streetfood-Szene mit osmanischem und sephardisch-jüdischem Einfluss. Auf den Inseln prägen frischer Fisch, lokaler Käse und Weine wie der geharzte Retsina die Karte.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation · visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation
Welche Kultur und welche Feste prägen Griechenland?
Die griechisch-orthodoxe Kirche prägt den Festkalender: Ostern ist das wichtigste Fest des Jahres, mit Mitternachtsmesse, Osterfeuer und traditionellem Lammbraten am Ostersonntag. Fasching (Apokries) vor der orthodoxen Fastenzeit wird besonders auf Patras und den Ionischen Inseln aufwendig gefeiert.
Antike Theater wie jenes von Epidauros auf dem Peloponnes werden im Sommer für Aufführungen genutzt, ein direkter Bezug zur rund 2’500 Jahre alten Tradition des griechischen Dramas. Musikalisch prägen Rebetiko, eine Art griechischer Blues aus dem frühen 20. Jahrhundert, und der volkstümliche Sirtaki-Tanz das kulturelle Bild im Ausland.
Der 25. März ist Nationalfeiertag zur Erinnerung an den Beginn des griechischen Unabhängigkeitskriegs 1821, der 28. Oktober («Ochi-Tag») erinnert an die Ablehnung des italienischen Ultimatums 1940. Beide Tage werden mit Militärparaden und Schulumzügen begangen.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Erlebnisse lohnen sich in Griechenland?
Zu den Höhepunkten zählen die Akropolis in Athen, die Klöster von Meteora, die Orakelstätte Delphi und das Inselhüpfen zwischen Santorin, Mykonos und Kreta. Wer wandert, findet auf Kreta mit der Samaria-Schlucht eine der längsten Schluchten Europas; wer segelt oder taucht, findet in den Kykladen und im Dodekanes klares Wasser und beständigen Wind.
Kulturelle Höhepunkte
- Akropolis, Athen: Parthenon und Akropolis-Museum, seit 1987 UNESCO-Welterbe.
- Meteora: Klöster auf Sandsteinfelsen, teils noch bewohnt.
- Delphi: antike Orakelstätte am Berg Parnass mit Museum.
- Knossos, Kreta: Palastanlage der minoischen Kultur bei Heraklion.
Aktiv und draussen
Die Samaria-Schlucht auf Kreta ist mit rund 16 km eine der längsten Schluchten Europas und im Sommer ein beliebtes Tagesziel für Wandernde. In den Kykladen und im Dodekanes sind Segeln, Tauchen und Windsurfen verbreitet, dank verlässlichem Wind besonders im Sommer.
Inseln erleben
Wer mehrere Inseln verbinden will, plant Fährverbindungen als festen Programmpunkt ein: Zwischen den Kykladen sind Überfahrten oft kurz, zwischen weiter entfernten Inselgruppen wie Kreta und dem Dodekanes dauern sie mehrere Stunden. Wetterbedingte Ausfälle im Frühjahr und Herbst sollten in der Planung Pufferzeit erhalten.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · Ferryhopper
Wie reist man in Griechenland verantwortungsvoll?
Wer stark besuchte Inseln wie Santorin oder Mykonos in der Hochsaison meidet und stattdessen Nebensaison oder weniger bekannte Inseln wählt, entlastet Infrastruktur und Wasserversorgung, die auf kleinen Inseln oft knapp ist. Archäologische Stätten wie die Akropolis oder Delphi haben Besucherlenkung, deren Wege und Absperrungen respektiert werden sollten.
- Wasser auf den Inseln bewusst nutzen, da viele kleinere Inseln keine eigenen Süsswasserquellen haben und Wasser importieren oder entsalzen müssen.
- An archäologischen Stätten auf den markierten Wegen bleiben und keine Steine oder Fundstücke mitnehmen.
- Fährverbindungen und Nebensaison als Alternative zu überlaufenen Stichtagen auf Santorin und Mykonos in Betracht ziehen.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre
Mit welchen Ländern lässt sich Griechenland kombinieren?
Im Norden grenzen Albanien, Nordmazedonien, Bulgarien und die Türkei an; alle vier liegen ausserhalb des Schengen-Raums oder haben, wie Bulgarien, erst seit Kurzem einen abweichenden Status. Über das Meer verkehren Fähren nach Italien und in die Türkei, die eine Kombination ohne Inlandsgrenze im engeren Sinn ermöglichen.
Fähren verbinden Patras und Igoumenitsa im Westen Griechenlands mit italienischen Häfen wie Ancona, Bari und Venedig, eine mehrstündige bis knapp eintägige Überfahrt. Die Türkei ist von mehreren griechischen Inseln aus in Sichtweite und mit Kurzfähren erreichbar, liegt aber ausserhalb des Schengen-Raums; für die Einreise ist je nach Staatsangehörigkeit ein eigenes Visum oder eine elektronische Genehmigung nötig.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Für wen eignet sich Griechenland, für wen weniger?
Griechenland passt zu Reisenden, die Antike, Inselleben und Strand verbinden wollen und mit Fährplänen sowie Sommerhitze flexibel umgehen können. Weniger geeignet ist es für alle, die einen durchgetakteten Ablauf ohne Wetter- oder Streikrisiko erwarten.
Gut passt Griechenland für Geschichtsinteressierte, Inselhüpfer und Familien, die Strandtage mit kulturellen Ausflügen mischen wollen. Weniger ideal ist der Hochsommer für Reisende, die Hitze über 33 °C schlecht vertragen; dann eignen sich Frühling oder Herbst besser, besonders für Athen und die südlichen Inseln.