Ein Zodiac-Beiboot nähert sich einer Pinguinkolonie an der Antarktischen Halbinsel

Weltregion

Polar- und Expeditionsziele

Acht Ziele bilden bei TalkTravel die entlegenste und kleinste Weltregion: die Antarktis mit ihrer Halbinsel, die Vergleichsseite zur Arktis samt der eigenständigen kanadischen Arktis, und vier britische Überseegebiete mitten im Südatlantik. Keines davon ist mit dem Linienflug und dem Hotelzimmer einer gewöhnlichen Reise zu erreichen; alle acht verlangen ein Expeditionsschiff, einen seltenen Flug oder beides. Diese Seite vergleicht Zugang, Saison, Kosten und die wenigen real existierenden Routen zwischen ihnen.

Foto: Katja Bolza-Schünemann auf Unsplash

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Ziele dieser Weltregion
8: Antarktis, Antarktische Halbinsel, Arktis (Vergleichsseite), Kanadische Arktis, Ascension, St. Helena, Südgeorgien und Südliche Sandwichinseln, Tristan da Cunha
Antarktis-Saison
November bis März, Südhalbkugel-Sommer
Arktis-Saison
Juni bis September, Nordhalbkugel-Sommer; Nordwestpassage nur Ende August bis Ende September schiffbar
IAATO-Mitglieder
über 100 Reiseveranstalter und Schiffsbetreiber weltweit (Stand 2026)
Antarktis-Gateways
Ushuaia (USH, Argentinien) und Punta Arenas (PUQ, Chile)
Arktis-Gateways
Longyearbyen (LYR), Nuuk (NUK), Iqaluit (YFB), Fairbanks (FAI)
Südatlantik-Gateway
Kapstadt (CPT): Ausgangspunkt aller Schiffe nach Tristan da Cunha
Teuerste reguläre Kombination
Falklandinseln, Südgeorgien und Antarktische Halbinsel in 21 bis 23 Tagen, ab rund 17'195 US-Dollar pro Person (Nebensaison)
Südgeorgien-Permit
250 £ für 40 Tage, für praktisch jede Person Pflicht
Ascension-Einreise
Visum/Landing Permit 40 £, Antrag mindestens 14 Tage vor Ankunft (Stand 2026)
Tristan da Cunha
nur per Schiff ab Kapstadt, rund 6 Tage, etwa 10 Fahrten pro Jahr, oft über ein Jahr im Voraus ausgebucht
St. Helena + Ascension
einzige Direktverbindung zwischen den beiden Inseln: ein monatlicher Airlink-Flug

Was verbindet die Polar- und Expeditionsziele bei TalkTravel?

Kurz gesagt

Acht Ziele bilden bei TalkTravel die entlegenste Weltregion: die Antarktis mit ihrer Halbinsel, die Vergleichsseite zur Arktis samt der kanadischen Arktis, und vier britische Überseegebiete im Südatlantik. Keines ist ein «normales» Reiseziel: Alle acht verlangen ein Expeditionsschiff, einen seltenen Linienflug oder beides, hohe Kosten und ein enges Zeitfenster statt einer beliebig wählbaren Saison.

Die Antarktis und ihre vorgelagerte Antarktische Halbinsel bilden das südliche Cluster: unbewohnte Kreuzfahrtziele, verwaltet über den Antarktis-Vertrag. Die Arktis ist hier die Vergleichsseite zu vier nördlichen Zugängen – Spitzbergen, Grönland, Alaska und die kanadische Arktis mit eigener Seite.

Vier britische Überseegebiete mitten im Südatlantik bilden das dritte Cluster: Ascension, St. Helena, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln sowie Tristan da Cunha. Jedes hat ein eigenes, oft restriktives Einreiseregime, ohne Bezug zu den Nachbargebieten.

Gemeinsam ist allen acht, was sie von einer gewöhnlichen Fernreise trennt: keine Ferienhotellerie, kein durchgehendes Flugnetz, dafür ein Expeditionsschiff oder ein seltener Linienflug, Monate im Voraus gebucht. TalkTravel führt diese Weltregion trotz der kleinen Reisendenzahl: Antarktis-Kreuzfahrten zählten laut IAATO 2025/26 rund 113'500 Gäste, während die vier Südatlantik-Territorien zusammen kaum mehr Einwohner haben als ein grosses Kreuzfahrtschiff Passagiere fasst.

Ein Muster prägt die ganze Weltregion: Die Antarktis-Saison November bis März fällt in den Südhalbkugel-Sommer, die Arktis-Saison Juni bis September in den Nordhalbkugel-Sommer – wer beide Pole sehen will, braucht zwei getrennte Reisen im Abstand von rund einem halben Jahr.

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO)

Wie unterscheiden sich Antarktis, Arktis und die Südatlantik-Territorien?

Kurz gesagt

Die Antarktis und ihre Halbinsel sind reine Kreuzfahrtziele im Südsommer, geprägt von Pinguinen und Walen und über die IAATO streng reguliert. Arktis und kanadische Arktis locken im Nordsommer mit Nordlichtern, Inuit-Kultur und der Nordwestpassage. Die vier britischen Südatlantik-Territorien sind am schwersten zugänglich: Statt Tierbeobachtung stehen Geschichte und winzige Gemeinschaften im Zentrum, mit Wartezeiten von Wochen für ein Permit oder einen Schiffsplatz.

Die drei Cluster im Vergleich, Stand September 2026
ClusterCharakterZugangBeste SaisonKosten pro Person
Antarktis + Antarktische HalbinselPinguine, Wale, Eis; Kreuzfahrt dominiert vollständigSchiff ab Ushuaia oder Punta Arenas; kein Visum für die Antarktis selbstNovember–März (Südhalbkugel-Sommer)rund 6'000 bis über 25'000 US-Dollar
Arktis + Kanadische ArktisNordlichter, Mitternachtssonne, Inuit-Kultur, NordwestpassageFlug nach Longyearbyen, Nuuk, Iqaluit oder Fairbanks, dazu oft ein SchiffJuni–September (Nordhalbkugel-Sommer); Nordlichter Oktober–Aprilab rund 3'000 US-Dollar (Tagestour Spitzbergen) bis 36'495 US-Dollar (Nordwestpassage)
4 Südatlantik-Territorien (Ascension, St. Helena, Südgeorgien, Tristan da Cunha)Geschichte, kleine Gemeinschaften, bei Südgeorgien auch grosse PinguinkolonienPermit oder Visum plus seltener Linienflug oder Schiff ab Kapstadt/Johannesburgkein festes Wetterfenster, sondern der jeweilige Flug- oder SchiffsplanPermit- und Einreisegebühren meist unter 300 US-Dollar, dazu die Überfahrt selbst

Antarktis und Arktis liegen in entgegengesetzten Jahreshälften: Wer im November eine Antarktis-Kreuzfahrt bucht, sieht Südhalbkugel-Frühsommer mit den ersten Pinguinküken; wer im November in die Arktis reist, trifft auf die Polarnacht.

Auch innerhalb der vier Südatlantik-Territorien gibt es grosse Unterschiede: St. Helena hat einen eigenen Flughafen und rund 4'400 Einwohner, Tristan da Cunha keinen Flughafen und nur 222, Südgeorgien gar keine Zivilbevölkerung. Ascension verbindet beide Extreme mit einem Militärflughafen, der zivil nur die Strecke nach St. Helena bedient.

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · Adventure Canada · Tristan da Cunha Government · Poseidon Expeditions

Warum liegen die besten Reisemonate für Arktis und Antarktis genau entgegengesetzt?

Kurz gesagt

Die Antarktis-Saison dauert von November bis März, Südhalbkugel-Sommer; die Arktis-Saison dauert von Juni bis September, Nordhalbkugel-Sommer. Beide Fenster überschneiden sich nie, und die vier Südatlantik-Territorien folgen einem dritten, von Flug- und Schiffsplänen bestimmten Rhythmus.

Antarktis und Antarktische Halbinsel: Südhalbkugel-Sommer, November bis März

Von November bis März zieht sich das Packeis weit genug zurück, um mit dem Zodiac anzulanden. Dezember und Januar bringen die Kükenzeit, Februar und März gelten als beste Zeit für Wale.

Arktis und kanadische Arktis: Nordhalbkugel-Sommer, Juni bis September

Longyearbyen hat Mitternachtssonne vom 20. April bis 23. August, Resolute Bay vom 30. April bis 13. August. Die Nordwestpassage ist wegen des Meereises nur Ende August bis Ende September befahrbar, enger als die fünfmonatige Antarktis-Saison. Nordlichter zeigen sich am besten zwischen Oktober und April.

Ushuaia und Punta Arenas (Südsommer-Saison) sowie Longyearbyen und Iqaluit (Nordsommer-Saison) im Jahresverlauf

UshuaiaJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C1415131085569111314
Tiefstwert °C665320-001345
Niederschlag mm787065675358514644446273
Punta ArenasJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C1616141186579121415
Tiefstwert °C77632-1-102356
Niederschlag mm574558605249454435384351
LongyearbyenJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C-5-6-8-41610950-3-5
Tiefstwert °C-11-12-15-11-33651-5-8-11
Niederschlag mm615254424639596173676466
IqaluitJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C-19-21-16-708121271-6-12
Tiefstwert °C-28-30-26-17-61440-5-14-21
Niederschlag mm221929364665737872564530

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station USHUAIA MALVINAS ARGENTINAS (5 km, 22 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CARLOS IBANEZ DEL CAMPO INTL (18 km, 42 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LONGYEAR (4 km, 27 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station IQALUIT CLIMATE NU (2 km, 34 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Die Südatlantik-Territorien: kein Wetterfenster, sondern ein Flug- oder Schiffsplan

St. Helena ist dank des wöchentlichen Flugs ganzjährig erreichbar. Tristan da Cunha richtet sich nach rund zehn Schiffsfahrten pro Jahr, meist November bis April; Südgeorgien folgt der Antarktis-Saison.

St. Helena (Jamestown), Ascension (Georgetown) und Südgeorgien (Grytviken) im Jahresverlauf

Jamestown (St. Helena)JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C252627262423212121212224
Tiefstwert °C212222222119181717171819
Niederschlag mm246578554443
Georgetown (Ascension)JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C293031313029282727272828
Tiefstwert °C252626262625242322232324
Niederschlag mm44101285754653
Grytviken / King Edward PointJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C11121074323581011
Tiefstwert °C3320-2-3-4-4-2-012
Niederschlag mm108106117999390788279708092

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ST. HELENA IS. (5 km, 436 m), auf 6 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ASCENSION AUX AF (5 km, 85 m), auf 3 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GRYTVIKEN (0 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Für beide Pole in einer Reise bleibt nur die getrennte Planung: eine Antarktis-Kreuzfahrt zwischen November und März, eine Arktis-Reise zwischen Juni und September. Das scheitert nicht an der Distanz, sondern am Kalender.

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · Adventure Canada · Tristan da Cunha Government · Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI)

Welche 8 Ziele gehören zu den Polar- und Expeditionszielen, und was bieten sie?

Kurz gesagt

Zwei Ziele decken die Antarktis ab, zwei die Arktis (als Vergleichsseite und als eigenständige kanadische Arktis), und vier britische Überseegebiete liegen im Südatlantik. Jedes der acht hat eine eigene Seite mit Details zu Reisezeit, Einreise und Sehenswürdigkeiten; diese Seite ordnet sie ein und zeigt, wie sie zusammenhängen.

Antarktis und Antarktische Halbinsel

Die Antarktis ist mit 14.2 Mio. km² der fünftgrösste Kontinent der Erde, ohne permanente Bevölkerung und ohne Staat: Der Antarktis-Vertrag von 1959 reserviert sie für Frieden und Wissenschaft. Die Antarktische Halbinsel mit den vorgelagerten South-Shetland-Inseln ist das eigentliche Ziel praktisch jeder Antarktis-Kreuzfahrt, mit Landestellen wie der Lemaire-Strasse und Paradise Harbour und Kolonien von Tausenden Pinguinen auf engem Raum.

Arktis: die Vergleichsseite zu vier nördlichen Zugängen

Die Arktis ist auf TalkTravel keine einzelne Destination, sondern eine Vergleichsseite zu vier Zugängen zum Nordpolarmeer: Spitzbergen ab dem norwegischen Festland, Grönland mit den Eisbergen von Ilulissat, Alaska mit der einzigen durchgehend befahrbaren Strasse zum Arktischen Ozean, und die kanadische Arktis mit der Nordwestpassage. Sie ist als Unterregion (subregion) typisiert, nicht als eigenständiges Ziel.

Kanadische Arktis: Nunavut mit Inuit-Mehrheit

Die kanadische Arktis ist praktisch identisch mit Nunavut, einem am 1. April 1999 gegründeten Territorium mit rund 43'000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf 1.84 Mio. km², davon 84.3 % Inuit. Reisende kommen wegen der Nordwestpassage, auf der John Franklin 1845 scheiterte und Roald Amundsen erst 1903 bis 1906 vollständig durchkam, und wegen der Nordlichter über der Tundra.

Vier britische Territorien im Südatlantik

Ascension ist eine 88 km² grosse Vulkaninsel ohne je eine einheimische Bevölkerung, mit rund 800 Vertragsangestellten von Militär und Verwaltung. St. Helena, 122 km² gross, war Napoleons letztes Exil und zählt rund 4'400 Einwohner, die «Saints». Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln haben keine dauerhafte Zivilbevölkerung, dafür über 100'000 Brutpaare Königspinguine und das Grab von Ernest Shackleton. Tristan da Cunha gilt mit 222 Bewohnerinnen und Bewohnern als entlegenste bewohnte Insel der Welt.

Die 8 Ziele der Polar- und Expeditionsregion im Überblick
ZielTypZugehörigkeitBekannt für
AntarktisExpeditionsregionkein Staat, Antarktis-VertragForschungsstationen, Heroisches Zeitalter
Antarktische HalbinselExpeditionsregionkein Staat, Antarktis-VertragLandestellen, Pinguine, Wale
ArktisUnterregion (Vergleichsseite)8 Arktis-StaatenSpitzbergen, Grönland, Alaska im Vergleich
Kanadische ArktisRegion (Nunavut)KanadaNordwestpassage, Inuit-Kultur, Nordlichter
AscensionInsel / InselgruppeVereinigtes KönigreichMilitärbasis, Meeresschildkröten
St. HelenaInsel / InselgruppeVereinigtes KönigreichNapoleon, Schildkröte Jonathan
Südgeorgien und Südliche SandwichinselnTerritoriumVereinigtes Königreich, von Argentinien beanspruchtShackletons Grab, Königspinguine
Tristan da CunhaInsel / InselgruppeVereinigtes Königreichentlegenste bewohnte Insel der Welt

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · Adventure Canada · Tristan da Cunha Government · Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI) · Ascension Island Government

Welche Reisearten gibt es für die Polar- und Expeditionsziele?

Kurz gesagt

Die Expeditionskreuzfahrt ist in fast allen acht Zielen die dominante Reiseart, ergänzt um die Fly-Cruise, die in der Antarktis die zweitägige Drake-Passage durch einen rund zweistündigen Flug ersetzt. Die kanadische Arktis erlaubt als einziges Ziel auch eine reine Landreise mit Linienflug, während Tristan da Cunha und Südgeorgien ausschliesslich per Schiff erreichbar sind, ohne jede Flugoption.

Expeditionskreuzfahrt: die dominante Reiseart

Die klassische zehn- bis zwölftägige Kreuzfahrt zur Antarktischen Halbinsel ab Ushuaia ist mit Abstand die meistgebuchte Reiseart der Weltregion; sie kombiniert Zodiac-Landungen, Vorträge von Polarexpertinnen und -experten und Anlandungen bei Pinguinkolonien. Im Norden übernehmen kleinere Expeditionsschiffe rund um Spitzbergen und Grönland eine ähnliche Rolle, koordiniert über die Vereinigung arktischer Expeditionsreeder AECO statt über die IAATO.

Fly-Cruise: die Drake-Passage überspringen

Wer die oft raue zweitägige Überfahrt über die Drake-Passage vermeiden will, fliegt ab Punta Arenas in rund zwei Stunden direkt zur Forschungsstation auf King George Island und steigt dort auf ein Expeditionsschiff um; ein achttägiges Paket kostet ab rund 13'795 US-Dollar pro Person. Eine vergleichbare Fly-Cruise-Option gibt es für die Arktis nicht, weil dort keine einzelne kurze Meerenge wie die Drake-Passage im Weg liegt.

Die seltene Landreise: kanadische Arktis mit Flug

Als einziges der acht Ziele lässt sich die kanadische Arktis auch ohne Schiff bereisen: Canadian North fliegt ab Ottawa nach Iqaluit, von dort geht es mit kleineren Regionalflügen weiter zu Inuit-Gemeinden wie Pond Inlet. Solche Landreisen kombinieren Nordlicht-Aufenthalte zwischen Oktober und April mit Kultur- und Wanderprogrammen, ohne den logistischen Aufwand einer Schiffsreise.

Reine Schiffsreise ohne Flugoption: Tristan da Cunha und Südgeorgien

Tristan da Cunha hat wegen des steilen Geländes praktisch keine Chance auf einen eigenen Flughafen; einzige Verbindung sind die Fischtransporter MV Lance und MFV Edinburgh mit je höchstens 12 Passagieren sowie einmal jährlich die grössere SA Agulhas II. Südgeorgien hat ebenfalls keinen Flughafen und ist ausschliesslich per Expeditionsschiff oder Segelyacht erreichbar, mit vorab bei der Regierung GSGSSI angemeldeter Route.

Ascension und St. Helena liegen dazwischen: St. Helena hat seit Oktober 2017 einen eigenen Linienflug, Ascension dagegen nur den einen zivilen Anschlussflug von dort, während grössere Kreuzfahrtschiffe beide Inseln wegen fehlender geschützter Häfen nur ausnahmsweise anlaufen.

Quellen: Adventure Canada · Antarctica21 · Tristan da Cunha Government · Wikipedia · Canadian North

Welche Routen verbinden mehrere Polar- und Expeditionsziele auf einer Reise?

Kurz gesagt

Drei reale Kombinationen verbinden mehrere der acht Ziele: die klassische Dreier-Route Falklandinseln–Südgeorgien–Antarktische Halbinsel, der monatliche Flug zwischen St. Helena und Ascension, und seltene, mehrwöchige Atlantiküberquerungen zwischen Kapstadt und Ushuaia über Tristan da Cunha und Südgeorgien. Arktis und Antarktis lassen sich dagegen wegen der entgegengesetzten Saison nie in einer einzigen Reise verbinden.

Falklandinseln, Südgeorgien und Antarktische Halbinsel: die klassische Dreier-Kombination

Expeditionsschiffe verbinden auf dem Weg von Ushuaia oder Punta Arenas zur Antarktischen Halbinsel meist zuerst die Falklandinseln und dann Südgeorgien; die Falklandinseln gehören selbst zur Weltregion Südamerika, sind aber die übliche erste Etappe. Anbieter wie Poseidon Expeditions verkaufen die 21- bis 23-tägige Kombination für die Nebensaison ab rund 17'195 US-Dollar pro Person.

St. Helena und Ascension: die einzige Flugkombination

Airlink verbindet St. Helena und Ascension einmal im Monat mit einem zivilen Anschlussflug; gebucht wird der Ascension-Abschnitt separat über die Finanzverwaltung der Ascension-Regierung. Es ist die einzige direkte, planbare Verbindung zwischen zwei der vier Südatlantik-Territorien.

Die grosse Atlantiküberquerung: Kapstadt, Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Antarktische Halbinsel

Einige wenige Expeditionsschiffe legen jedes Jahr eine rund 24-tägige Route zwischen Kapstadt und Ushuaia zurück und verbinden dabei bis zu vier der acht Ziele: über Tristan da Cunha und die unbewohnte Insel Gough zu Südgeorgien und weiter zur Antarktischen Halbinsel. Eine umgekehrte Variante verbindet Falklandinseln, Südgeorgien, Tristan da Cunha und Gough auf dem Weg von Puerto Williams nach Kapstadt.

Was sich nicht kombinieren lässt: Arktis und Antarktis in einem Trip

Weil die Antarktis- und Arktis-Saison in keinem Monat überlappen, bietet kein Veranstalter eine Reise durch beide Regionen an. Innerhalb der Arktis verbinden Nordwestpassage-Kreuzfahrten dagegen Grönland mit der kanadischen Arktis, meist zwischen Nuuk und Resolute Bay.

Reale Mehrfach-Ziel-Routen dieser Weltregion, Stand September 2026
RouteVerbundene ZieleDauerAb-Preis pro Person
Falklandinseln – Südgeorgien – Antarktische Halbinsel3 (davon 2 dieser Weltregion)21–23 Tagerund 17'195 US-Dollar (Nebensaison)
St. Helena – Ascension21 Flugtag plus Aufenthaltkein fester Kombipreis, Flüge einzeln buchbar
Kapstadt – Tristan da Cunha – Südgeorgien – Antarktische Halbinsel – Ushuaia4rund 24 Tagenur wenige Abfahrten pro Jahr, Preis auf Anfrage

Alle Preise sind redaktionelle Richtwerte, keine garantierten Tarife.

Quellen: Poseidon Expeditions · Apex Expeditions · St Helena Tourism · Adventure Canada

Über welche Gateway-Städte reist man zu den Polar- und Expeditionszielen?

Kurz gesagt

Drei Gateway-Regionen erschliessen die ganze Weltregion: Ushuaia und Punta Arenas für die Antarktis, Longyearbyen, Nuuk, Iqaluit und Fairbanks für die Arktis, und Kapstadt sowie Johannesburg für die vier Südatlantik-Territorien. Keine dieser Städte liegt an einem Ort, den man «auf dem Weg» zu etwas anderem passiert; jede ist Endstation eines Langstreckenflugs und Ausgangspunkt der eigentlichen Expedition.

Die wichtigsten Gateway-Städte
Stadt (IATA)LandTor zu
Ushuaia (USH)ArgentinienAntarktis, Antarktische Halbinsel (klassische Route)
Punta Arenas (PUQ)ChileAntarktis, Antarktische Halbinsel (Fly-Cruise)
Longyearbyen (LYR)Norwegen (Spitzbergen)Arktis-Vergleichsseite
Nuuk (NUK)GrönlandArktis-Vergleichsseite
Iqaluit (YFB)KanadaKanadische Arktis
Fairbanks (FAI)USA (Alaska)Arktis-Vergleichsseite
Kapstadt (CPT)SüdafrikaTristan da Cunha, Kombinationsrouten mit Südgeorgien
Johannesburg (JNB)SüdafrikaSt. Helena, mit Anschluss nach Ascension

Nach Ushuaia und Punta Arenas führen tägliche Linienflüge aus Buenos Aires und Santiago de Chile. Iqaluit erreicht ausschliesslich Canadian North ab Ottawa.

Für die vier Südatlantik-Territorien ist Kapstadt der Dreh- und Angelpunkt: Von dort legen alle Schiffe nach Tristan da Cunha ab, und die meisten Kombinationsrouten mit Südgeorgien beginnen oder enden hier. St. Helena erreicht man ausschliesslich über Johannesburg mit Airlink.

Keine Strecke lässt sich mit einer festen Flugzeit ab einem bestimmten Abflughafen planen: Jede Gateway-Stadt wird je nach Startpunkt über unterschiedliche Drehkreuze erreicht.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Canadian North · Tristan da Cunha Government · St Helena Tourism

Was gilt für Einreise, Permits und Gesundheit in den Polar- und Expeditionszielen?

Kurz gesagt

Für die Antarktis selbst gibt es kein Visum, weil kein Staat sie beherrscht; die IAATO-Genehmigung holt der Schiffsbetreiber ein. Die vier Südatlantik-Territorien verlangen jeweils ein eigenes Permit oder Visum, von 40 £ für Ascension bis 250 £ für ein 40-tägiges Südgeorgien-Permit. Überall ist eine Reiseversicherung mit Rücktransport praktisch Pflicht, weil das nächste Spital oft tagelang entfernt liegt.

Antarktis und Arktis: kein eigenes Visum, aber ein Betreiber-Regelwerk

Für die Antarktis gibt es kein eigenes Visum; praktisch reist man über Argentinien oder Chile ein, wo die gewöhnlichen Regeln für Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige gelten. Die IAATO-Mitgliedschaft des Betreibers regelt stattdessen Landungsobergrenzen von höchstens 100 Gästen je Stätte. In der Arktis gilt je Zugang ein anderes Regime, Kanada etwa verlangt für die kanadische Arktis eine eTA für 7 kanadische Dollar.

Permits im Südatlantik

Einreise für CH/DE/AT, Stand September 2026
TerritoriumRegelungKostenBearbeitungszeit
AscensionVisum/Landing Permit vor Anreise40 £ Standardmind. 14 Tage vor Ankunft
St. HelenaOnline-Freigabe empfohlen20 £ bar bei Einreisevor Abflug registrieren
Südgeorgien und Südliche SandwichinselnBesucherpermit über eta.entry.gov.gs, meist durch den Betreiber gestellt250 £ für 40 Tagefür fast jede Person Pflicht
Tristan da CunhaZustimmung des Inselrats vor der Buchungim Rahmen der Schiffsbuchungbis zu 40 Tage

Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; massgeblich ist die jeweilige Inselverwaltung.

Gesundheit: Abgeschiedenheit statt Pflichtimpfung

Keines der acht Ziele verlangt eine Pflichtimpfung; die CDC rät für die Südatlantik-Territorien zusätzlich zu Hepatitis A und B. Das eigentliche Risiko ist die Abgeschiedenheit: Auf Südgeorgien und Tristan da Cunha gibt es keine Notdienste, medizinische Versorgung findet nur an Bord des Schiffs statt. Deshalb verlangen IAATO-Betreiber und die Regierung von Südgeorgien ausdrücklich eine Evakuierungsversicherung.

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI) · Ascension Island Government · St Helena Tourism · Tristan da Cunha Government · CDC Travelers' Health

Warum sind Reisen in die Polar- und Expeditionsziele so teuer?

Kurz gesagt

Kleine, eisgängige Schiffe mit strikt begrenzter Passagierzahl, seltene Transportmittel und obligatorische Evakuierungsversicherungen treiben die Kosten in allen acht Zielen nach oben, unabhängig vom Komfortniveau. Eine klassische Antarktis-Kreuzfahrt kostet ab rund 6'000 US-Dollar, eine Fly-Cruise ab 13'795 US-Dollar, und die Nordwestpassage in der Arktis bis zu 36'495 US-Dollar; die Südatlantik-Territorien verlangen dazu separate Permit- und Einreisegebühren von 40 £ bis 250 £.

Warum diese Reisen so teuer sind

Antarktis- und Arktis-Kreuzfahrten laufen auf eisgängigen Spezialschiffen, deren Bau und Betrieb pro Passagierbett ein Mehrfaches eines gewöhnlichen Kreuzfahrtschiffs kostet, während IAATO-Regeln höchstens 100 Landungsgäste je Stätte erlauben. Diese kleine Passagierzahl hält das Angebot knapp und den Preis hoch, unabhängig von der Kabine.

Bei den vier Südatlantik-Territorien treibt nicht der Komfort die Kosten, sondern die Seltenheit der Verbindung: Tristan da Cunha hat nur rund zehn Schiffsfahrten pro Jahr, Südgeorgien keinen einzigen Linienflug. Wer einen der wenigen Plätze bekommt, zahlt für Knappheit; Permit-Gebühren von 40 £ bis 250 £ kommen oben drauf.

Preisspannen pro Person in US-Dollar
ReiseartPreis ab
Antarktis-Kreuzfahrt klassisch, 10–12 Tage ab Ushuaiarund 6'000 US-Dollar
Antarktis Fly-Cruise, 8 Tage ab Punta Arenasrund 13'795 US-Dollar
Nordwestpassage-Kreuzfahrt, 17 Tage18'495 bis 36'495 US-Dollar
Falklandinseln – Südgeorgien – Antarktische Halbinsel, 21–23 Tagerund 17'195 US-Dollar (Nebensaison)

Bezahlt wird meist im Voraus in US-Dollar oder Euro, an Bord über ein Bordkonto. In den Südatlantik-Territorien gilt ein an das britische Pfund gebundenes Pfund als Landeswährung, mit kaum vorhandener Geldautomaten-Infrastruktur.

Quellen: International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) · Antarctica21 · Poseidon Expeditions · Adventure Canada · Poseidon Expeditions · Tristan da Cunha Government

Welche Kulturen prägen die Polar- und Expeditionsziele?

Kurz gesagt

Die Antarktis hat keine Alltagskultur, sondern eine Geschichte der Polarforschung und heutiger Forschungsstationen; die Arktis wird von indigenen Mehrheiten wie den Inuit Nunavuts geprägt statt von einer zugewanderten Minderheit. Die vier Südatlantik-Territorien sind das Gegenteil von beidem: winzige, oft historisch gewachsene Gemeinschaften zwischen wenigen hundert und einigen Tausend Menschen, oder, im Fall Südgeorgiens, gar keine dauerhafte Bevölkerung.

Antarktis: Wissenschaftsgeschichte statt Alltagskultur

Die Antarktis hat keine indigene Bevölkerung; ihre Geschichte ist die des «Heroischen Zeitalters» der Polarforschung zwischen 1897 und 1922 mit Namen wie Shackleton, Scott und Amundsen. Im Südsommer arbeiten dort schätzungsweise rund 5'100 Forschende, im Winter etwa 1'300 – die einzige «Bevölkerung» des Kontinents, befristet und ohne Familien.

Arktis: Inuit-Mehrheit statt Minderheit

In der kanadischen Arktis ist die Inuit-Kultur Mehrheit, nicht Minderheit: 84.3 % der Bevölkerung Nunavuts sind Inuit, Inuktitut ist neben Englisch und Französisch Amtssprache. Auf der Arktis-Vergleichsseite gilt Ähnliches für Grönland mit rund 89.5 % Kalaallit; nur Spitzbergen hat keine eigene indigene Bevölkerung.

Vier winzige Gemeinschaften im Südatlantik

Auf St. Helena leben rund 4'400 «Saints» mit Wurzeln aus Grossbritannien, Westafrika, Indien und China. Tristan da Cunha zählt nur 222 Menschen, verteilt auf zwölf Familiennamen, angeführt von Swain und Green. Auf Ascension lebt praktisch niemand dauerhaft; rund 800 Vertragsangestellte prägen den Alltag rund um Militär und Verwaltung.

Südgeorgien hat als einziges der acht Ziele keine Zivilbevölkerung: 1904 gründete Carl Anton Larsen in Grytviken die erste Walfangstation, bis diese 1966 schloss. Was bleibt, sind verlassene Stationsgebäude, das Grab Ernest Shackletons und eine der grössten Königspinguin-Kolonien der Erde.

Quellen: Antarctic Treaty Secretariat · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI)

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Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Polar- und Expeditionsziele.

Warum sind die Reisezeiten für Antarktis und Arktis genau entgegengesetzt?

Weil sie auf verschiedenen Hemisphären liegen: Die Antarktis-Saison November bis März fällt in den Südhalbkugel-Sommer, die Arktis-Saison Juni bis September in den Nordhalbkugel-Sommer. Eine gemeinsame Reise in beide Regionen im selben Kalendermonat gibt es deshalb nicht.

Welche 8 Ziele gehören zu den Polar- und Expeditionszielen von TalkTravel?

Antarktis, Antarktische Halbinsel, die Arktis-Vergleichsseite, kanadische Arktis, Ascension, St. Helena, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln sowie Tristan da Cunha.

Braucht man ein Visum für die Antarktis?

Nein, weil kein Staat den Kontinent beherrscht. Die nötige Genehmigung holt der IAATO-Betreiber des Schiffs bei seiner nationalen Behörde ein; Reisende benötigen nur die gewöhnliche Einreiseerlaubnis für Argentinien oder Chile.

Wie viele Menschen bereisen die Antarktis pro Saison?

Rund 113'500 in der Saison 2025/26, gemessen an den Meldungen der IAATO-Mitgliedsunternehmen. Das ist ein Mehrfaches der Besucherzahl von vor zehn Jahren.

Was kostet eine klassische Antarktis-Kreuzfahrt?

Eine zehn- bis zwölftägige Kreuzfahrt ab Ushuaia kostet laut Reiseveranstaltern ab rund 6'000 US-Dollar pro Person; eine Fly-Cruise ab Punta Arenas beginnt bei rund 13'795 US-Dollar.

Was ist eine Fly-Cruise in die Antarktis?

Statt der rund zweitägigen Überfahrt über die Drake-Passage fliegt man ab Punta Arenas in rund zwei Stunden direkt zur Forschungsstation auf King George Island und steigt dort auf das Expeditionsschiff um.

Wie teuer ist eine Nordwestpassage-Kreuzfahrt?

Eine 17-tägige Route von Adventure Canada kostet je nach Kabinenkategorie zwischen 18'495 und 36'495 US-Dollar pro Person in der Doppelkabine (Preisbeispiel, Stand 2026).

Kann man die Falklandinseln, Südgeorgien und die Antarktische Halbinsel auf einer Reise verbinden?

Ja, das ist die klassische Route für Expeditionsschiffe ab Ushuaia oder Punta Arenas. Eine 21- bis 23-tägige Kombination kostet in der Nebensaison ab rund 17'195 US-Dollar pro Person.

Wie kommt man von St. Helena nach Ascension?

Airlink fliegt einmal im Monat einen zivilen Anschluss zwischen den beiden Inseln, gebucht über die Finanzverwaltung der Ascension-Regierung. Es ist die einzige direkte Verbindung zwischen zwei Südatlantik-Territorien.

Gibt es eine Route, die Kapstadt, Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Antarktis verbindet?

Ja, aber nur wenige Expeditionsschiffe bieten sie an: eine rund 24-tägige Atlantiküberquerung zwischen Kapstadt und Ushuaia über Tristan da Cunha, die unbewohnte Insel Gough und Südgeorgien.

Braucht man ein Visum für Ascension?

Ja. Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige benötigen ein Visum beziehungsweise Landing Permit für 40 £, das mindestens 14 Tage vor der Ankunft beantragt werden muss (Stand 2026).

Was kostet das Besucherpermit für Südgeorgien?

250 £ für ein 40 Tage gültiges Permit, für praktisch jede Person Pflicht. Meist beantragt der Schiffs- oder Yachtbetreiber das Permit direkt über das Online-Portal der Regierung.

Wie oft fährt ein Schiff nach Tristan da Cunha?

Rund zehn Mal pro Jahr, verteilt auf drei Schiffe: die Fischtransporter MV Lance und MFV Edinburgh mit je höchstens 12 Passagieren und einmal jährlich die grössere SA Agulhas II mit über 40 Plätzen.

Warum sind Reisen nach Tristan da Cunha und Südgeorgien so teuer, obwohl es dort keine Luxushotels gibt?

Weil nicht der Komfort, sondern die Seltenheit der Verbindung den Preis bestimmt: Ohne Flughafen bleiben nur wenige jährliche Schiffsfahrten mit sehr begrenzten Plätzen, die teils über ein Jahr im Voraus ausgebucht sind.

Welches Gateway nutzt man für die Antarktis?

Ushuaia (USH) in Argentinien für die klassische Schiffsroute, Punta Arenas (PUQ) in Chile für die Fly-Cruise; ein Nonstop-Flug aus Europa oder Nordamerika existiert für keine der beiden Städte.

Wie erreicht man die vier Südatlantik-Territorien?

Kapstadt ist der Ausgangspunkt für alle Schiffe nach Tristan da Cunha und die meisten Südgeorgien-Kombinationen; St. Helena erreicht man nur über Johannesburg mit Airlink, Ascension nur über den monatlichen Anschlussflug von St. Helena.

Braucht man eine Impfung für diese Reisen?

Keines der acht Ziele schreibt eine Impfung vor. Die CDC empfiehlt die üblichen Basisimpfungen und für die Südatlantik-Territorien zusätzlich Hepatitis A und B.

Warum ist eine Reiseversicherung mit Rücktransport hier besonders wichtig?

Weil das nächste Spital oft tagelang entfernt liegt: Auf Südgeorgien und Tristan da Cunha gibt es keine Notdienste, medizinische Versorgung findet nur an Bord des eigenen Schiffs statt. IAATO-Betreiber und die Regierung von Südgeorgien verlangen deshalb ausdrücklich eine Evakuierungsversicherung.

Welche Kultur prägt die kanadische Arktis?

Die Inuit-Kultur ist in Nunavut Mehrheitskultur: 84.3 % der Bevölkerung sind Inuit, Inuktitut ist neben Englisch und Französisch Amtssprache.

Kann man die Arktis-Vergleichsseite direkt bereisen?

Nicht als eigenes Ziel: Die Arktis-Seite ist eine Unterregion (subregion), die zu den vier eigenständigen Zugängen Spitzbergen, Grönland, Alaska und kanadische Arktis führt. Nur die kanadische Arktis hat auf TalkTravel zusätzlich eine eigene, ausführliche Seite.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 27. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. FAQs, International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO), abgerufen 27. September 2026
  2. The Press Office, International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO), abgerufen 27. September 2026
  3. Ushuaia, Wikipedia, abgerufen 27. September 2026
  4. Punta Arenas, Wikipedia, abgerufen 27. September 2026
  5. Association of Arctic Expedition Cruise Operators, Wikipedia, abgerufen 27. September 2026
  6. The Northwest Passage, Adventure Canada, abgerufen 27. September 2026
  7. Flight Schedule, Canadian North, abgerufen 27. September 2026
  8. How to Visit, Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI), abgerufen 27. September 2026
  9. Entry Control Order Permit Application, Government of South Georgia & the South Sandwich Islands (GSGSSI), abgerufen 27. September 2026
  10. Ships, Tristan da Cunha Government, abgerufen 27. September 2026
  11. Getting There, St Helena Tourism, abgerufen 27. September 2026
  12. Updated Entry Visa Fees for 2026, Ascension Island Government, abgerufen 27. September 2026
  13. Falklands, South Georgia & Antarctica Ultimate Wildlife Expedition, Poseidon Expeditions, abgerufen 27. September 2026
  14. Tristan da Cunha and South Georgia: Cape to Cape Cruise, Apex Expeditions, abgerufen 27. September 2026
  15. Classic Antarctica Air-Cruise, Antarctica21, abgerufen 27. September 2026
  16. How Much Does It Cost To Go To Antarctica?, Poseidon Expeditions, abgerufen 27. September 2026
  17. Protocol on Environmental Protection to the Antarctic Treaty, Antarctic Treaty Secretariat, abgerufen 27. September 2026
  18. Antarctica, CDC Travelers' Health, abgerufen 27. September 2026
  19. Britische Überseegebiete, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 27. September 2026

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