Was macht Tansania als Reiseland besonders?
Tansania ist ein Doppelstaat aus dem Festland Tanganjika und der halbautonomen Inselregion Sansibar, vereint seit 1964. Auf dem Festland liegen die grossen Safariparks Serengeti, Ngorongoro und Tarangire sowie der Kilimanjaro; Sansibar mit Stone Town und seinen Stränden bildet ein eigenständiges Reiseziel mit eigener Seite.
Ausgangspunkt für den Norden ist meist Arusha, rund 1'387 m hoch und Tor zu Serengeti, Ngorongoro, Tarangire und dem Lake-Manyara-Nationalpark. Von dort ist auch der Kilimanjaro International Airport (JRO) in Reichweite.
Diese Seite fasst die Nationalparks des Nordens, das Timing der Great Migration im Vergleich zur Masai Mara, Reisezeit, Einreise, Gesundheit und die aktuellen Sicherheitshinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zusammen (Stand September 2026); Sansibar wird bewusst nur kurz erwähnt, weil die Insel eine eigene Seite hat.
Wie ist Tansania als Reiseland?
Tansania zählt über 120 ethnische Gruppen, gilt aber als eines der politisch stabileren Länder Ostafrikas, unter anderem weil Swahili als gemeinsame Sprache ethnische Gräben überbrückt. Landschaftlich reicht das Land von der Küstenebene über das Hochland um Arusha bis zum vergletscherten Gipfel des Kilimanjaro.
Der Kilimanjaro ist mit 5'895 m der höchste Berg Afrikas und der höchste freistehende Berg der Welt; er lässt sich ohne technische Kletterausrüstung besteigen, verlangt aber wegen der Höhe ernstzunehmende Vorbereitung.
Swahili als Handelssprache der Ostküste hat hier tiefe Wurzeln: Über Jahrhunderte vermischten sich Bantu-Sprachen mit arabischen, persischen und indischen Einflüssen entlang der Gewürz- und Sklavenhandelsrouten, was auch die Architektur von Stone Town auf Sansibar prägt.
Der Norden rund um Arusha ist zugleich Heimat der Maasai, die traditionell mit ihrem Vieh zwischen Weideflächen wandern; einige dieser Flächen überschneiden sich mit den Schutzgebieten von Ngorongoro und Serengeti.
Welche Regionen von Tansania lohnen sich?
Der «Northern Circuit» rund um Arusha verbindet Serengeti, Ngorongoro, Tarangire und den Lake-Manyara-Nationalpark zu einer klassischen Safariroute. Wer mehr Zeit hat, ergänzt eine Kilimanjaro-Besteigung oder eine kurze Verlängerung nach Sansibar oder Dar es Salaam.
Serengeti
Die Serengeti erstreckt sich über rund 14'763 km² und ist seit 1981 UNESCO-Welterbe. Sie bildet zusammen mit der Masai Mara in Kenia ein durchgehendes Ökosystem, durch das jährlich rund 1,5 Millionen Gnus und 250'000 Zebras auf der Suche nach frischem Gras wandern.
Ngorongoro-Krater
Der Ngorongoro-Krater ist mit rund 8'292 km² Schutzgebietsfläche und einem 610 m tiefen, weitgehend intakten Vulkankessel seit 1979 UNESCO-Welterbe, seit 2010 als gemischtes Kultur- und Naturerbe. Auf dem Kraterboden auf rund 1'800 m leben schätzungsweise 25'000 grössere Tiere, darunter eine der dichtesten Löwenpopulationen Afrikas; die Fahrt von Arusha dauert rund drei bis vier Stunden.
Tarangire
Tarangire, in gut zwei Stunden ab Arusha erreichbar, ist bekannt für seine hohe Elefantendichte und die charakteristischen Baobab-Bäume; in der Trockenzeit von Juni bis November sammeln sich Tausende Zebras, Gnus und Büffel am Tarangire-Fluss, dem letzten verlässlichen Wasser der Umgebung.
Lake Manyara
Der Lake-Manyara-Nationalpark, rund 90 Minuten südwestlich von Arusha, ist für seine Vogelvielfalt bekannt – mehr als 350 Arten und in der Regenzeit grosse Flamingoschwärme am Seeufer – und gilt als kompakter Einstieg in den Northern Circuit.
Kilimanjaro
Der Kilimanjaro lässt sich auf sieben offiziellen Routen besteigen, von der beliebten Marangu-Route (rund sechs Tage) bis zur anspruchsvolleren Umbwe-Route; die durchschnittliche Erfolgsquote auf den Gipfel liegt je nach Route und Aufstiegstempo bei rund 70 bis 80 Prozent.
Dar es Salaam
Dar es Salaam ist mit über 7 Millionen Einwohnern die grösste Stadt Ostafrikas und Tansanias Wirtschafts- und Finanzzentrum; ihr Hafen wickelt rund 90 Prozent der Frachtmengen des Landes ab, auch für Binnenstaaten wie Ruanda, Burundi und Sambia. Die meisten Reisenden nutzen die Stadt als Zwischenstopp auf dem Weg nach Sansibar.
Sansibar (kurz)
Vor der Küste liegt die halbautonome Inselregion Sansibar mit der UNESCO-Welterbestadt Stone Town und ausgedehnten Stränden; als eigenständiges Reiseziel mit eigener Detailseite wird sie hier nicht weiter vertieft.
Wer noch weiter in den Süden Tansanias reist, findet dort mit dem Ruaha- und dem Nyerere-Nationalpark (dem früheren Selous) deutlich weniger besuchte Alternativen zum Northern Circuit; sie liegen ausserhalb des Rahmens dieser Seite.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- InselMafia IslandMafia Island liegt vor der tansanischen Küste in der Region Pwani, getrennt vom Festland durch den rund 20 km breiten Mafia-Kanal, und gehört…
- InselPembaPemba ist mit 988 km² die zweitgrösste Insel des Sansibar-Archipels vor der Küste Tansanias, rund 50 km nördlich der Hauptinsel Unguja (Sansibar).
- Inselgruppe / RegionSansibarSansibar ist die Hauptinsel des gleichnamigen Archipels vor der Küste Tansanias und mit ihrem historischen Kern Stone Town seit dem Jahr 2000…
Wann ist die beste Reisezeit für Tansania?
Im Norden um Arusha, Serengeti und Ngorongoro ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober am günstigsten für Safaris, mit klaren Sichtverhältnissen und konzentrierten Tierherden an verbliebenen Wasserstellen. An der Küste bei Dar es Salaam ist es ganzjährig warm; die «langen Regen» fallen von März bis Mai, die «kurzen Regen» von November bis Dezember.
Tansania kennt wie das benachbarte Kenia zwei Regenzeiten: eine ausgeprägte lange Regenzeit im Frühjahr und eine kürzere gegen Jahresende, dazwischen zwei Trockenphasen. Im höher gelegenen Arusha sind die Nächte in der Trockenzeit deutlich kühler als an der tropischen Küste.
Dar es Salaam und Arusha
| Dar es Salaam | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 33 | 33 | 33 | 31 | 31 | 31 | 30 | 31 | 31 | 32 | 32 | 33 |
| Tiefstwert °C | 25 | 25 | 25 | 24 | 22 | 21 | 20 | 20 | 20 | 22 | 23 | 25 |
| Niederschlag mm | 90 | 80 | 155 | 258 | 151 | 24 | 12 | 14 | 24 | 68 | 128 | 127 |
| Arusha | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 28 | 28 | 28 | 25 | 23 | 22 | 22 | 23 | 25 | 27 | 27 | 27 |
| Tiefstwert °C | 16 | 16 | 17 | 18 | 16 | 15 | 14 | 14 | 15 | 16 | 17 | 16 |
| Niederschlag mm | 88 | 73 | 105 | 147 | 90 | 18 | 9 | 14 | 17 | 66 | 133 | 110 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MWALIMU JULIUS K NYERERE INTL (10 km, 56 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ARUSHA (6 km, 1387 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Für den Kilimanjaro gelten die Monate Januar/Februar und Juni bis Oktober als stabilste Fenster mit geringerer Niederschlagswahrscheinlichkeit auf den oberen Routenabschnitten; die grossen Regenmonate April und November werden für Besteigungen meist gemieden.
Wer die Flussüberquerungen der Great Migration an der Grenze zur Masai Mara sehen will, plant den Aufenthalt in der nördlichen Serengeti am besten zwischen Juli und Oktober (siehe Abschnitt Erlebnisse).
Quellen: NASA Langley Research Center · Wikipedia
Was braucht man für die Einreise nach Tansania?
Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige brauchen ein Visum: entweder als e-Visa vorab online über das offizielle Immigrationsportal oder als Visa on Arrival an den Flughäfen Dar es Salaam und Kilimanjaro, gegen eine Gebühr von USD 50 für die einfache Einreise. Der Reisepass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein und mehrere freie Seiten haben (Stand September 2026).
- Schweiz: e-Visa mindestens zehn Arbeitstage vor Abreise beantragen oder Visa on Arrival gegen Zahlung in USD oder EUR.
- Deutschland: gleiche Optionen; laut Auswärtigem Amt kann das Visa on Arrival auch an den offiziellen Landgrenzübergängen erteilt werden.
- Österreich: laut BMEIA Visumpflicht mit denselben Optionen; Reisedokument mit ausreichend freien Seiten mitführen.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln; Auskunft geben die tansanischen Botschaften oder das offizielle Immigrationsportal.
Das e-Visa wird über eservices.immigration.go.tz beziehungsweise visa.immigration.go.tz beantragt; für Single Entry (90 Tage) werden USD 50 fällig, für Multiple Entry (1 Jahr) USD 100.
Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist ein Impfnachweis vorzulegen; bei direkter Einreise aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich ist das nicht der Fall.
Massgeblich sind die tagesaktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der tansanischen Einwanderungsbehörde.
Quellen: Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Immigration Services Department, Tansania
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Tansania?
Für die direkte Einreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben; das CDC stuft Gelbfieber für Reisende aus den USA als generell nicht notwendig ein, verlangt sie aber bei Einreise aus einem Gelbfieber-Transitland. Malaria kommt unterhalb von rund 1'800 m verbreitet vor – damit sind Dar es Salaam, weite Teile des Northern Circuit und Sansibar betroffen.
Das CDC empfiehlt zusätzlich Hepatitis A für praktisch alle Reisenden, Typhus für die meisten und weist auf eine im Land aktiv verbreitete Cholera-Übertragung sowie einen aktuellen Polio-Nachweis im Abwasser hin, was die Bedeutung einer vollständigen Polio-Grundimmunisierung unterstreicht.
Für Aktivreisende, etwa mit Kontakt zu Fledermäusen in Höhlen oder zu Hunden und Affen, empfiehlt das CDC eine vorbeugende Tollwutimpfung.
Die medizinische Versorgung ist in Dar es Salaam und Arusha am besten, ausserhalb der grösseren Städte oft eingeschränkt; Kliniken verlangen häufig eine Kreditkarte oder Vorauszahlung.
Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher ist Tansania für Reisende?
Das BMEIA stuft die Grenzregion zu Mosambik (Ruvuma und Mtwara, rund 20 km beidseits der Grenze) wegen des Konflikts in der mosambikanischen Provinz Cabo Delgado als höheres Risikogebiet ein, den Rest des Landes als Sicherheitsrisiko im gewohnten Rahmen internationaler Reisen. Nach den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen von Oktober 2025 bleibt die innenpolitische Lage angespannt; für den Jahrestag am 29. Oktober 2026 warnt das Auswärtige Amt vor möglichen erneuten Protesten.
Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen Reisen in den südlichen Teil der Region Mtwara ab und rechnet rund um den 29. Oktober 2026 mit regierungskritischen Protesten, verstärkten Kontrollen und möglichen Bewegungseinschränkungen, vor allem in Dar es Salaam und anderen grösseren Städten.
Das EDA nennt als wiederkehrende Risiken Kriminalität in Städten, gelegentliche maritime Piraterie in Küstengewässern und schlecht ausgeleuchtete, unbewachte Strände abseits der Hotelanlagen; von Spaziergängen dort nach Einbruch der Dunkelheit rät es ab.
Die klassischen Safarigebiete Serengeti, Ngorongoro, Tarangire und die Umgebung von Arusha werden von keiner der drei Stellen gesondert gewarnt; Demonstrationen sollte man dennoch grundsätzlich meiden und keine Fotos von Sicherheitskräften oder Protestsituationen machen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man nach Tansania und im Land herum?
Interkontinentale Flüge landen vor allem in Dar es Salaam (Julius Nyerere, DAR) und am Kilimanjaro International Airport (JRO) zwischen Arusha und Moshi, dem direkten Tor zum Northern Circuit. Zwischen den Safariparks verkehren kleine Propellermaschinen ab Arusha zu Airstrips in Serengeti und Tarangire, während der Ngorongoro-Krater meist mit dem Geländewagen angefahren wird.
| Ab | Beispiele |
|---|---|
| JRO (Arusha/Moshi) | Amsterdam, Paris, Brüssel, Istanbul, Dubai, Doha, Addis Abeba, Nairobi, Entebbe |
| DAR (Dar es Salaam) | Amsterdam, Istanbul, Dubai, Doha, Maskat, Nairobi, Addis Abeba, Johannesburg |
Über den Kilimanjaro International Airport erreicht man den Northern Circuit ohne Umweg über die Küste; 2024 zählte der Flughafen Dar es Salaam rund 2,9 Millionen Passagiere, Terminal III für internationale Flüge ist seit August 2019 in Betrieb.
Für Inlandflüge zu den Safaricamps reicht meist der Reisepass; die meisten Lodges organisieren den Transfer ab dem nächsten Airstrip. Die Strasse zwischen Arusha und der zentralen Serengeti führt über weite Schotterpisten und dauert deutlich länger als der Flug.
Welches Geld braucht man in Tansania und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Tansania-Schilling (TZS); Eintritte für Nationalparks, Bergpermits und viele Lodges werden in US-Dollar abgerechnet, während man ausserhalb der Touristenorte mit TZS in bar zahlt. Kreditkarten akzeptieren vor allem grössere Hotels in Arusha und Dar es Salaam, auf dem Land dominiert Bargeld.
Geldautomaten gibt es in Arusha, Dar es Salaam und weiteren grösseren Städten; in den Nationalparks selbst fehlen sie meist, weshalb genügend Bargeld und US-Dollar für Trinkgelder und kleinere Ausgaben sinnvoll sind.
Für das Visa on Arrival und viele Parkgebühren werden saubere, neuere US-Dollar-Scheine verlangt; ältere oder beschädigte Scheine werden teils nicht akzeptiert.
Trinkgeld für Fahrer, Guides, Bergführer und Träger ist auf Safari und beim Kilimanjaro-Trekking üblich, aber nicht gesetzlich festgelegt; Reiseveranstalter geben dazu meist eine Richtgrösse pro Tag und Person an.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Immigration Services Department, Tansania
Wo übernachtet man in Tansania am besten?
Arusha dient als Ausgangspunkt mit Hotels aller Kategorien, in den Nationalparks selbst übernachtet man in Lodges oder Zeltcamps innerhalb oder am Rand von Serengeti, Ngorongoro und Tarangire. Für die Kilimanjaro-Besteigung übernachtet man vor und nach der Tour meist in Moshi oder Arusha, während des Aufstiegs in einfachen Hütten oder Zelten entlang der Route.
Am Kraterrand von Ngorongoro liegen einige Lodges mit Blick in den Kessel selbst; die Fahrt auf den Kraterboden ist Tagesausflügen vorbehalten, übernachtet wird oberhalb.
In der Serengeti unterscheiden sich feste Lodges von mobilen Zeltcamps, die der Wanderung der Tierherden folgen und je nach Saison ihren Standort wechseln.
Arusha selbst reicht von internationalen Hotelketten am Stadtrand bis zu kleineren Guesthouses im Zentrum; viele Reisende verbringen dort nur eine Nacht vor und nach der Safari oder der Kilimanjaro-Tour.
Was isst man in Tansania?
Auch auf dem tansanischen Festland ist Ugali, ein fester Maisbrei, tägliche Grundlage, meist zusammen mit Bohnen, Gemüse oder Nyama Choma, gegrilltem Fleisch. An der Küste und auf Sansibar prägen Gewürze wie Nelken und Kokosmilch die Swahili-Küche mit Gerichten wie Pilau oder gegrilltem Fisch.
Rund um Arusha und am Kilimanjaro wächst hochwertiger Arabica-Kaffee; viele Lodges und Farmen bieten Führungen durch die Plantagen an.
Auf Safari ist Vollpension mit festen Menüzeiten üblich; Leitungswasser sollte man meiden, abgefülltes Wasser ist in Lodges und Städten überall erhältlich.
Welche Kultur prägt Tansania?
Tansania zählt über 120 ethnische Gruppen, von den Sukuma im Nordwesten bis zu den Maasai im Norden, ohne dass eine Gruppe eine Mehrheit stellt; Swahili als gemeinsame Sprache wirkt seit der Unabhängigkeit als einigendes Element. Die Vereinigung von Tanganjika und Sansibar 1964 bleibt bis heute als Doppelstaat mit halbautonomer Inselregierung bestehen.
Musik, von traditionellem Taarab bis zu modernem Bongo Flava, verbindet Festland- und Inselkultur; in Arusha und Dar es Salaam gibt es lebendige Musik- und Kunstszenen.
Viele Safaris bieten Besuche in Maasai-Dörfern rund um Ngorongoro und Arusha an; wer teilnimmt, sollte auf faire Bezahlung und Freiwilligkeit der Gastgebenden achten.
In Arusha und Dar es Salaam zeigen Kunsthandwerksmärkte Tingatinga-Malerei, farbenfrohe Alltagsszenen auf Leinwand, sowie Makonde-Holzschnitzereien aus dem Süden des Landes.
Welche Erlebnisse lohnen sich – und wann steht die Great Migration im Norden der Serengeti?
Der Wanderkreis der Great Migration beginnt mit der Kalbung im Süden der Serengeti von Januar bis März, führt über die Grumeti-Flussüberquerungen im Zentrum und Westen ab April und erreicht meist zwischen Juli und Oktober den Norden der Serengeti an der Grenze zur Masai Mara. Wer die grossen Herden lieber auf tansanischer Seite sehen will, plant den Aufenthalt am besten in diesem Zeitfenster in der nördlichen Serengeti statt in der Mara selbst.
Serengeti oder Masai Mara: eine Frage des Zeitfensters
| Zeitraum | Schwerpunkt | Ereignis |
|---|---|---|
| Januar–März | Süden der Serengeti, Ngorongoro-Umgebung | Kalbung, rund 500'000 Jungtiere in kurzer Zeit |
| April–Juni | Zentrale und westliche Serengeti | Wanderung nach Norden, Grumeti-Flussüberquerungen |
| Juli–Oktober | Nördliche Serengeti / Grenze zur Masai Mara | Mara-Flussüberquerungen, wechselnd auf beiden Seiten der Grenze |
| November–Dezember | Rückweg südwärts | Herden folgen den «kurzen Regen» zurück in die Serengeti |
Mit rund 14'763 km² ist die Serengeti fast zehnmal so gross wie die Masai Mara mit rund 1'510 km²; dafür lässt sich die Kalbungssaison im Süden der Serengeti nur dort beobachten, während die dichtesten Flussüberquerungen häufiger im engeren Grenzgebiet zur Mara auftreten.
Weitere Höhepunkte
- Ngorongoro-Krater: eine der dichtesten Löwenpopulationen Afrikas auf engem Raum, gut in einem Tagesausflug zu erleben.
- Tarangire: grosse Elefantenherden zwischen jahrhundertealten Baobabs, besonders in der Trockenzeit.
- Kilimanjaro-Trekking: mehrtägige Besteigung auf einer von sieben Routen, ohne technische Kletterausrüstung, aber mit echtem Höhenrisiko.
- Ballonfahrten über der Serengeti: Sicht auf wandernde Herden im Morgenlicht, meist mit Champagnerfrühstück in der Ebene.
- Stone Town auf Sansibar: UNESCO-Welterbestadt mit geschnitzten Türen – als kurze Verlängerung, ausführlich auf der eigenen Sansibar-Seite.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Tansania verantwortungsvoll?
Der Ngorongoro-Krater ist als «Multiple Land Use Area» bewusst so verwaltet, dass Naturschutz und die traditionelle Weidewirtschaft der Maasai nebeneinander bestehen; wer Parkgebühren zahlt und sich an Wegregeln hält, unterstützt dieses Gleichgewicht. Fahrzeuge bleiben auf ausgewiesenen Pisten, Mindestabstände zu Wildtieren sind einzuhalten.
- Auf ausgewiesenen Pisten bleiben; Abseits-Fahren schädigt Vegetation und stresst Wildtiere zusätzlich.
- Bei Dorfbesuchen auf faire Bezahlung und Zustimmung zu Fotos achten.
- Keine Produkte aus Elfenbein, Schildpatt oder anderen geschützten Arten kaufen.
- Beim Kilimanjaro-Trekking Abfall konsequent zurücktragen und Bergführer sowie Träger fair entlohnen.
Quellen: Wikipedia
Mit welchen Ländern lässt sich Tansania kombinieren?
Am naheliegendsten ist Kenia, da die Serengeti direkt in die Masai Mara übergeht und viele Safaris beide Länder in einer Reise verbinden. Für Gorilla-Trekking bieten sich Ruanda und Uganda an, für eine ruhigere Verlängerung die eigene Insel Sansibar oder ein Abstecher nach Malawi im Süden.
Zwischen Arusha und Nairobi verkehren sowohl Kleinflugzeuge zwischen den Safaricamps als auch Überlandverbindungen über die Grenze bei Namanga.
Wer den Norden mit dem Süden Tansanias verbinden will, findet dort mit Parks wie Ruaha oder Selous ruhigere, weniger besuchte Alternativen; sie sind auf dieser Seite nicht vertieft.
Für wen eignet sich Tansania, für wen weniger?
Tansania passt zu Reisenden, die grosse, ursprünglich wirkende Safarilandschaften mit der Option auf eine anspruchsvolle Bergbesteigung oder eine Strandverlängerung verbinden wollen. Weniger geeignet ist es für sehr kurze Reisen, für alle ohne Toleranz für lange Pistenfahrten und für jene, die eine garantierte Sichtung der Flussüberquerung zu jeder Jahreszeit erwarten.
Gut passt Tansania für Fotografinnen und Fotografen, erfahrene Wandernde, die den Kilimanjaro ins Auge fassen, und Paare oder Familien, die eine Safari mit ein paar Tagen auf Sansibar abschliessen möchten.
Wer in die Grenzregion zu Mosambik reisen möchte oder rund um den 29. Oktober 2026 in Dar es Salaam unterwegs ist, sollte die aktuellen Hinweise von Auswärtigem Amt, EDA und BMEIA besonders aufmerksam verfolgen.