Türkise Lagune mit bewaldeten Inseln der Marovo-Lagune aus der Vogelperspektive

Land · Ozeanien

Salomonen

Die Salomonen bestehen aus 992 Inseln und Atollen zwischen Papua-Neuguinea und Vanuatu, von der artenreichen Marovo-Lagune bis zu den Schlachtfeldern von Guadalcanal, wo der Pazifikkrieg 1942/43 eine seiner blutigsten Wendungen nahm. Touristisch ist das Land ein Nischenziel für Taucherinnen und Taucher sowie WWII-Interessierte, mit einfacher Infrastruktur ausserhalb weniger Zentren.

Foto: Gilly Tanabose auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Honiara (auf Guadalcanal)
Amtssprache
Englisch; im Alltag ist Solomon-Pijin verbreitet, daneben über 70 indigene Sprachen
Währung
Salomonen-Dollar (SBD)
Zeitzone
UTC+11 ganzjährig, keine Sommerzeit
Internationaler Flughafen
Honiara International Airport (HIR), einziger internationaler Flughafen des Landes
Reisedauer
Empfehlung 10 bis 14 Tage für eine Kombination aus Honiara, Western Province und Tauchresorts
Beste Reisezeit
Mai bis Oktober, wenn Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Temperatur am niedrigsten sind
Einreise CH/DE/AT
Kein Visum bis 90 Tage, Pass mindestens 6 Monate gültig, Rückflugticket nötig (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ I (wie Australien/Neuseeland), 230 V/50 Hz – Adapter nötig
Notruf
Polizei 999 (Landesvorwahl +677)
Impfungen
Malariaprophylaxe landesweit empfohlen, Hepatitis A und B sowie Typhus für die meisten Reisenden
Besonderheit
Keine Dekompressionskammer im Land – ein Risiko, das Taucherinnen und Taucher in die Tauchplanung einbeziehen sollten

Warum lohnt sich eine Reise auf die Salomonen?

Kurz gesagt

Die Salomonen sind ein Archipel aus 992 Inseln und Atollen, das touristisch fast ausschliesslich Taucherinnen, Taucher und WWII-Interessierte anzieht: Die Marovo-Lagune gilt als grösste doppelt von Riffen umschlossene Lagune der Welt, und der «Iron Bottom Sound» vor Guadalcanal birgt eine der dichtesten Ansammlungen von Schiffswracks des Pazifikkriegs.

Das Land liegt zwischen Papua-Neuguinea im Westen und Vanuatu im Osten und erlangte am 7. Juli 1978 die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. International wird es meist einfach «Solomon Islands» genannt, in der Verwaltung gliedert es sich in neun Provinzen.

Veränderliche Angaben – Sicherheitslage, Einreiseregeln, Flugpläne – tragen den Stand September 2026.

Quellen: Wikipedia

Wie sind die Salomonen als Reiseland?

Kurz gesagt

Die Salomonen sind touristisch kaum erschlossen: Ausserhalb Honiaras und einiger Tauchresorts fehlt es an durchgehender Infrastruktur, viele Inseln erreicht man nur per Kleinflugzeug oder mehrstündiger Bootsfahrt. Wer keine ausgebaute Ferieninsel sucht, sondern Rifftauchen, Regenwald und dörfliches Leben abseits des Massentourismus, findet hier eines der ursprünglichsten Ziele der Südsee.

Mit rund 829’000 Einwohnerinnen und Einwohnern auf 28’896 km² Landfläche ist das Land dünn besiedelt; ein grosser Teil lebt von Subsistenzlandwirtschaft und Fischerei ausserhalb der wenigen städtischen Zentren.

Politisch ist die Lage seit den frühen 2020er-Jahren wiederholt angespannt gewesen, mit Unruhen in Honiara im Umfeld innenpolitischer Spannungen; für Reisende bedeutet das vor allem, aktuelle Nachrichten und Reisehinweise vor der Abreise zu prüfen, statt das Land pauschal zu meiden.

Wer eine durchgetaktete Resortferien mit Animationsprogramm erwartet, ist auf den Salomonen falsch; wer bereit ist, sich nach unregelmässigen Boots- und Flugplänen zu richten, erlebt Riffe und Kultur, die touristisch kaum überlaufen sind.

Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt

Welche Regionen gehören zu den Salomonen?

Kurz gesagt

Die neun Provinzen gliedern sich touristisch vor allem in drei Schwerpunkte: Guadalcanal mit der Hauptstadt Honiara und den zentralen WWII-Stätten, die Western Province um Gizo und Marovo mit den wichtigsten Tauchrevieren, sowie Malaita und die südlichen Provinzen Makira, Temotu und Rennell mit kaum touristischer Infrastruktur. Zwischen den Provinzen bestehen keine durchgehenden Strassen, Reisen erfolgen per Inlandflug oder Boot.

Guadalcanal und Honiara

Honiara, die Hauptstadt, liegt an der Nordküste Guadalcanals direkt am Iron Bottom Sound, benannt nach der Vielzahl an Schiffen, die während der Schlacht um Guadalcanal (7. August 1942 bis 9. Februar 1943) hier versanken. Auf einem Hügel über der Stadt erinnert das amerikanische Kriegsdenkmal an die rund 7’100 gefallenen US-Soldaten, während das nahe Bloody Ridge (Edson's Ridge) südlich von Henderson Field Schauplatz einer der verlustreichsten Schlachten der Kampagne war.

Westlich von Honiara liegen bei Bonegi Beach die flach zugänglichen Wracks der «Bonegi I» und «Bonegi II», zweier japanischer Frachter, die schon mit Schnorchelausrüstung teilweise erreichbar sind; das Vilu War Museum zeigt unter freiem Himmel Flugzeug- und Geschützwracks aus der Kampagne von 1942/43.

Western Province: Marovo und Gizo

Die Marovo-Lagune in den New-Georgia-Inseln erstreckt sich über rund 700 km² und gilt mit ihrem doppelten Riffwall als grösste ihrer Art weltweit; 2014 gemessene Korallenbedeckungen von bis zu 49 % zählen zu den höchsten Werten der Salomonen. Die Provinzhauptstadt Gizo ist Ausgangspunkt für weitere Tauchreviere sowie für Tagesausflüge zur vorgelagerten Skull Island, einer traditionellen Begräbnisstätte.

Südlich von Gizo liegt die unbewohnte Tetepare-Insel, mit 118 km² die grösste unbewohnte Insel im Südpazifik: Nachfahren der einst dort lebenden Bevölkerung verwalten seit 2002 ein 13 km langes Meeresschutzgebiet mit Fangverbot und betreiben eine kleine Ökolodge, die Naturschutzprojekte für über 230 Vogel- und 24 Reptilienarten finanziert.

Malaita und der Süden

Vor der Westküste Malaitas liegt die 21 km lange Langa-Langa-Lagune, in der eine Gemeinschaft sogenannter «Saltwater People» seit Generationen auf künstlich aufgeschütteten Sandinseln lebt; hier wird bis heute traditionelles Muschelgeld aus Muschelscheiben hergestellt. In den südlichen Provinzen Makira, Temotu und Rennell gibt es kaum touristische Infrastruktur; East Rennell rund um den Binnensee Lake Tegano steht als grösstes gehobenes Korallenatoll der Welt seit 1998 auf der UNESCO-Welterbeliste, seit 2013 wegen Bedrohung durch Holzeinschlag auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia

Wann ist die beste Reisezeit für die Salomonen?

Kurz gesagt

Von Mai bis Oktober sind Niederschlag, Luftfeuchtigkeit und Temperatur am niedrigsten – die touristisch beste Zeit für Tauchen und WWII-Touren. Von November bis April fällt deutlich mehr Regen, gleichzeitig läuft die Zyklonsaison mit ihrem Schwerpunkt zwischen Dezember und März.

Honiara: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag

HoniaraJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323232323232313232323232
Tiefstwert °C242424242424242324242424
Niederschlag mm263305277220214143135114107160167221

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station HONIARA (2 km, 56 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Nach Angaben des Auswärtigen Amts liegt das gesamte Inselgebiet in einer seismisch aktiven Zone mit Erd- und Seebeben sowie daraus folgenden Tsunamis; Zyklone zwischen November und April bringen zusätzlich extreme Winde, Überschwemmungen und Erdrutsche.

Honiara ist wegen seiner Nähe zum Äquator ganzjährig warm und feucht, mit vergleichsweise geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen; entscheidender als die Temperatur ist für die Reiseplanung deshalb die Niederschlags- und Zyklonsaison.

Für Tauchreisen empfiehlt sich zusätzlich, lokale Sichtweiten zu berücksichtigen: Nach der Regenzeit trüben Flusssedimente die Lagunen der Western Province teils über Wochen, weshalb spezialisierte Tauchresorts die Trockenzeit klar bevorzugen.

Wer gezielt WWII-Stätten wie Bloody Ridge oder das Vilu War Museum besuchen will, profitiert ebenfalls von der Trockenzeit: Die unbefestigten Zufahrten ausserhalb Honiaras werden nach starkem Regen streckenweise unpassierbar, und Aussichtspunkte über Iron Bottom Sound sind bei klarem Wetter deutlich eindrücklicher.

Quellen: Auswärtiges Amt · Solomon Islands Visitors Bureau

Was braucht man für die Einreise auf die Salomonen?

Kurz gesagt

Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige brauchen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen kein Visum, benötigen aber einen Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Internationale Flüge landen ausschliesslich am Honiara International Airport, die Einreise auf dem Seeweg ist nur über wenige offizielle Häfen möglich.

Kinder zwischen 5 und 11 Jahren, die ohne beide Sorgeberechtigten reisen, müssen laut Auswärtigem Amt vorab als «unaccompanied minor» registriert werden. Ein Nachweis der Weiter- oder Rückreise sowie ausreichender Geldmittel wird empfohlen.

Massgeblich sind allein die amtlichen Stellen: Auswärtiges Amt, BMEIA, EDA und die Einwanderungsbehörde der Salomonen. Vor der Abreise die aktuellen Angaben prüfen.

Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Impfungen und welche Vorsorge braucht es für die Salomonen?

Kurz gesagt

Malaria kommt laut CDC im gesamten Land vor, mit einem Erregerverhältnis von rund 70 % Plasmodium vivax und 30 % P. falciparum; eine ärztlich verschriebene Prophylaxe mit Atovaquon-Proguanil, Doxycyclin, Mefloquin oder Tafenoquin wird für praktisch jede Reiseroute empfohlen. Zusätzlich rät die CDC zu Hepatitis A und B sowie Typhus für die meisten Reisenden.

Weitere mückenübertragene Risiken sind Dengue-Fieber und Zika, dazu Leptospirose nach Kontakt mit kontaminiertem Wasser oder Boden. Ein vollständiger Grundimpfschutz inklusive Masern wird für alle internationalen Reisenden empfohlen, eine Gelbfieberimpfung nur bei Einreise aus einem Risikogebiet.

Das Auswärtige Amt beschreibt die medizinische Versorgung als sehr rudimentär; die nächstgelegene moderne Versorgung liegt in Australien oder Neuseeland. Taucherinnen und Taucher sollten beachten, dass im Land keine Dekompressionskammer zur Verfügung steht – ein Grund, konservative Tauchprofile zu wählen und eine Versicherung mit Rückholung im Notfall abzuschliessen.

Quellen: CDC Travelers' Health · Auswärtiges Amt

Wie sicher sind die Salomonen für Reisende?

Kurz gesagt

Das Auswärtige Amt beschreibt schwache staatliche Verwaltungsstrukturen und eingeschränkte Notfallhilfe; während Parlamentssitzungen oder politischer Spannungen können Demonstrationen mit Gewaltpotenzial und kurzfristige Ausgangssperren auftreten, vor allem in Honiara. Raubüberfälle, Taschendiebstahl und Einbrüche kommen an Märkten und Stränden vor, mit erhöhtem Risiko auf Guadalcanal und Malaita.

Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit sollten laut Auswärtigem Amt vermieden werden, grössere Menschenansammlungen und politische Kundgebungen sind zu meiden. Ausserhalb dieser Situationen gilt die Grundstimmung gegenüber Reisenden als freundlich, die Kriminalität konzentriert sich auf wenige Brennpunkte.

Die seismisch aktive Lage bedeutet zusätzlich ein grundsätzliches Erdbeben- und Tsunamirisiko; Warnmeldungen der lokalen Behörden sollten während des Aufenthalts verfolgt werden.

Quellen: Auswärtiges Amt

Wie kommt man auf die Salomonen?

Kurz gesagt

Einziger internationaler Flughafen ist der Honiara International Airport (HIR), mit Nonstop-Verbindungen unter anderem nach Brisbane, Nadi und Port Vila. Eine direkte Nonstop-Verbindung aus Europa gibt es nicht; Reisende aus der Schweiz, Deutschland oder Österreich steigen meist in Brisbane, Sydney oder Nadi auf einen Weiterflug um.

Nonstop-Verbindungen nach Honiara (HIR), Auswahl, Stand September 2026
HerkunftAirlineHinweis
Brisbane (Australien)Solomon Airlines, Qantas, Nauru Airlineswichtigstes Drehkreuz für Anschlussflüge aus Europa
Nadi (Fidschi)Solomon Airlines, Fiji AirwaysAnschluss an weitere Südsee-Ziele
Port Vila (Vanuatu)Solomon Airlines, Air NiuginiInselhopping-Route durch Melanesien

Innerhalb des Landes verkehren Inlandflüge vor allem mit Solomon Airlines zwischen Honiara, Gizo, Munda und weiteren Provinzzentren; nach Marovo oder Tetepare dauert die Weiterreise per Boot von Honiara aus rund zehn Stunden, per Kleinflugzeug etwa eine Stunde.

Im Land herrscht Linksverkehr, ein internationaler Führerschein ist Pflicht. Ausserhalb Honiaras sind Strassen laut Auswärtigem Amt überwiegend in schlechtem Zustand, mit Schlaglöchern, fehlender Beleuchtung und Tieren auf der Fahrbahn als zusätzlichen nächtlichen Risiken.

Quellen: FlightConnections · Auswärtiges Amt

Wie bezahlt man auf den Salomonen?

Kurz gesagt

Landeswährung ist der Salomonen-Dollar (SBD), seit 1977 im Umlauf und in Scheine zu 5 bis 100 sowie Münzen zu 10 Cent bis 2 Dollar unterteilt. Kreditkarten werden laut Auswärtigem Amt nur in den Hauptreiseorten Honiara und Gizo akzeptiert, ausserhalb davon ist Bargeld praktisch überall Pflicht.

Geldautomaten konzentrieren sich auf Honiara und wenige grössere Provinzzentren; wer nach Marovo, Tetepare oder in die südlichen Provinzen reist, sollte ausreichend Bargeld für die gesamte Etappe mitführen, da vor Ort weder Kartenzahlung noch Geldwechsel zuverlässig verfügbar sind.

Zollfrei dürfen bis zu 200 Zigaretten oder 250 g Tabak sowie 2 l alkoholhaltige Getränke ein- und ausgeführt werden; Waren im Wert von mehr als 500 SBD, umgerechnet rund 50 Euro, unterliegen der Zollpflicht.

Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt

Wo übernachtet man auf den Salomonen?

Kurz gesagt

Honiara bietet die grösste Auswahl an Hotels für Geschäfts- und Durchreisende, während sich die eigentliche touristische Infrastruktur auf spezialisierte Tauchresorts in der Western Province rund um Gizo und Munda konzentriert. Auf abgelegeneren Inseln wie Tetepare übernachtet man in kleinen Ökolodges mit wenigen Zimmern.

Grosse internationale Resortketten fehlen im Land vollständig; das Angebot reicht von einfachen Gästehäusern über familiengeführte Guesthouses bis zu Tauchresorts, die eng mit lokalen Gemeinschaften zusammenarbeiten.

Wer sowohl WWII-Geschichte als auch Tauchen erleben will, kombiniert meist eine Basis in Honiara mit einer zweiten in Gizo oder Munda, da beide Regionen nur per Flug oder mehrstündiger Bootsfahrt verbunden sind.

Was isst und trinkt man auf den Salomonen?

Kurz gesagt

Die Alltagsküche stützt sich auf Wurzelgemüse wie Taro, Süsskartoffeln und Kochbananen, ergänzt durch reichlich Fisch und «Poi», eine gestampfte Wurzelspeise. Kokosnussmilch prägt viele Gerichte, während importierter Reis heute in den Städten ein wichtiges Grundnahrungsmittel ist.

In der Langa-Langa-Lagune auf Malaita wird bis heute Muschelgeld aus rot gefärbten Muschelscheiben hergestellt, das traditionell für Brautgeld und Wiedergutmachung dient und auf Märkten teils noch parallel zum Salomonen-Dollar eine Rolle spielt.

Restaurants ausserhalb Honiaras und der grösseren Tauchresorts sind rar; auf Inselreisen übernimmt meist die Unterkunft die Verpflegung, häufig mit frisch gefangenem Fisch und lokalem Gemüse.

Welche Feste und Traditionen prägen die Salomonen?

Kurz gesagt

Nationalfeiertag ist der Unabhängigkeitstag am 7. Juli, an dem die Loslösung vom Vereinigten Königreich 1978 gefeiert wird. Daneben prägen lokale Traditionen wie das Muschelgeld der Langa-Langa-Lagune, traditioneller Kanubau und Panflötenmusik aus dem Bereich Malaita/Guadalcanal das kulturelle Bild des Landes stärker als landesweite Grossanlässe.

Auf Skull Island bei Gizo erinnern aufgeschichtete Schädel an frühere Kopfjagd-Traditionen der Region; solche Stätten werden heute unter Begleitung lokaler Guides respektvoll besucht, oft verbunden mit einer kleinen Zeremonie und einem Beitrag an die Dorfgemeinschaft.

Über 70 indigene Sprachen neben Solomon-Pijin und Englisch spiegeln eine kulturelle Vielfalt, die von Dorf zu Dorf spürbar unterschiedlich ist; traditionelle Schnitzkunst und Kanubau bleiben in vielen Küstengemeinden lebendige Handwerkstraditionen.

Quellen: Wikipedia

Was kann man auf den Salomonen erleben?

Kurz gesagt

Zu den prägendsten Erlebnissen zählen Wracktauchen im Iron Bottom Sound vor Honiara, mehrtägige Bootstouren durch die Marovo-Lagune und ein Besuch der WWII-Stätten rund um Bloody Ridge und Bonegi Beach. Dazu kommen Ausflüge zur unbewohnten Tetepare-Insel und zu den künstlichen Inseln der Langa-Langa-Lagune.

Der Iron Bottom Sound zwischen Guadalcanal und Tulagi zählt zu den dichtesten Wrackfeldern der Welt: Zerstörer, Frachter und Flugzeuge aus der Schlacht um Guadalcanal 1942/43 liegen in erreichbarer Tauchtiefe, darunter die leicht zugänglichen Wracks «Bonegi I» und «Bonegi II» vor Bonegi Beach.

In der Marovo-Lagune verbinden mehrtägige Bootstouren Riff-Schnorcheln mit Besuchen in Dörfern, die für Holzschnitzerei aus Ebenholz bekannt sind; die Region zählte 2014 zu den Gebieten mit der höchsten gemessenen Korallenbedeckung der Salomonen.

Auf Tetepare führen naturkundliche Führungen durch Regenwald mit über 230 Vogelarten und vier Fischarten, die erst in den vergangenen Jahren wissenschaftlich neu beschrieben wurden; die Einnahmen der kleinen Ökolodge fliessen direkt in den Schutz der Insel.

Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia

Wie reist man auf den Salomonen umweltbewusst?

Kurz gesagt

Auf Tetepare finanziert die kleine Ökolodge ein 13 km langes Meeresschutzgebiet mit Fangverbot, das von Nachfahren der einstigen Inselbewohner selbst verwaltet wird – ein Modell, das zunehmend auf andere Küstengemeinden übertragen wird. In der bedrohten Welterbestätte East Rennell schützt der Status zumindest formal Wald und Vogelbestände vor weiterem Holzeinschlag.

Weil viele Riffe und Wracks direkt vor Dörfern liegen, verlangen ansässige Gemeinschaften teils eine kleine Zugangsgebühr für Tauch- und Schnorchelausflüge; dieses Geld fliesst unmittelbar in lokale Infrastruktur statt in externe Betreiber.

Wer WWII-Wracks besucht, sollte nichts entnehmen: Viele der Schiffe und Flugzeuge im Iron Bottom Sound gelten als Kriegsgräber und stehen unter besonderem Schutz.

Quellen: Wikipedia

Womit lassen sich die Salomonen kombinieren?

Kurz gesagt

Die Salomonen lassen sich über Port Moresby gut mit Papua-Neuguinea verbinden, da Solomon Airlines diese Strecke im Codeshare bedient und beide Länder ähnliche WWII-Geschichte und Tauchreviere teilen. Über Nadi oder Port Vila bieten sich zudem Anschlüsse nach Fidschi oder Vanuatu an.

Innerhalb des Landes empfiehlt sich eine Kombination aus Honiara für Geschichte und Kultur mit der Western Province für Tauchen und Lagunentouren, da beide Regionen touristisch sehr unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Für wen eignen sich die Salomonen, für wen weniger?

Kurz gesagt

Die Salomonen passen zu Taucherinnen und Tauchern, WWII-Interessierten und Reisenden, die einfache Infrastruktur gegen unberührte Riffe und Kultur eintauschen. Weniger geeignet ist das Land für alle, die auf durchgehend gute Strassen, verlässliches Nachtleben oder ein grosses Hotelangebot ausserhalb Honiaras angewiesen sind.

  • Gut geeignet: Taucherinnen und Taucher, die Wracks und Riffe abseits des Massentourismus suchen; Geschichtsinteressierte mit Fokus auf den Pazifikkrieg; Reisende, die dörfliche Kultur direkt erleben wollen.
  • Weniger geeignet: Wer auf ein grosses Hotel- und Restaurantangebot setzt; alleinreisende Frauen ausserhalb organisierter Touren nach Einbruch der Dunkelheit; wer spontane Individualreisen ohne vorab gebuchte Boots- oder Flugverbindungen plant.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Salomonen.

Brauchen Schweizer ein Visum für die Salomonen?

Nein, für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen ist kein Visum nötig. Ein mindestens sechs Monate gültiger Reisepass sowie ein Nachweis der Weiterreise werden vorausgesetzt.

Was ist der Iron Bottom Sound?

Die Meerenge zwischen Guadalcanal und Tulagi, benannt nach den zahlreichen Schiffswracks aus der Schlacht um Guadalcanal 1942/43. Sie gilt als eines der dichtesten Wrackfelder der Welt und ist ein beliebtes Tauchgebiet.

Wie sicher sind die Salomonen für Reisende?

Das Auswärtige Amt beschreibt schwache Verwaltungsstrukturen und mögliche Unruhen in Honiara während politischer Spannungen. Ausserhalb solcher Situationen gilt die Grundstimmung als freundlich, Kleinkriminalität konzentriert sich auf wenige Brennpunkte.

Was ist die Marovo-Lagune?

Eine rund 700 km² grosse, doppelt von Riffen umschlossene Lagune in der Western Province, die als grösste ihrer Art weltweit gilt. Sie bietet einige der artenreichsten Tauch- und Schnorchelgebiete des Landes.

Gibt es auf den Salomonen Malaria?

Ja, im gesamten Land, mit einem Erregerverhältnis von rund 70 % P. vivax und 30 % P. falciparum. Eine ärztlich verschriebene Malariaprophylaxe wird für praktisch jede Reiseroute empfohlen.

Wie kommt man von Europa auf die Salomonen?

Eine direkte Nonstop-Verbindung gibt es nicht. Reisende steigen meist in Brisbane, Sydney oder Nadi auf einen Weiterflug nach Honiara (HIR) um.

Was sind die künstlichen Inseln der Langa-Langa-Lagune?

Von den sogenannten «Saltwater People» auf Sandbänken vor Malaita aufgeschüttete Wohninseln, ursprünglich als Zuflucht vor Kopfjägern auf dem Festland entstanden. Dort wird bis heute traditionelles Muschelgeld hergestellt.

Was ist Tetepare?

Mit 118 km² die grösste unbewohnte Insel im Südpazifik, seit Mitte des 19. Jahrhunderts verlassen. Nachfahren der einstigen Bewohner verwalten seit 2002 ein Meeresschutzgebiet und eine kleine Ökolodge auf der Insel.

Braucht es für die Salomonen eine Gelbfieberimpfung?

Nur bei Einreise aus einem von der WHO als Risikogebiet eingestuften Land. Direkt aus Europa anreisende Personen benötigen sie nicht.

Kann man auf den Salomonen mit Kreditkarte bezahlen?

Nur in Honiara und Gizo ist das zuverlässig möglich, ausserhalb dieser Zentren ist Bargeld in Salomonen-Dollar fast überall Pflicht. Geldautomaten gibt es nur in wenigen grösseren Orten.

Was ist East Rennell?

Eine seit 1998 als UNESCO-Welterbe geschützte Region um den Binnensee Lake Tegano auf Rennell, dem grössten gehobenen Korallenatoll der Welt. Seit 2013 steht die Stätte wegen Holzeinschlags auf der Liste der gefährdeten Welterbestätten.

Gibt es auf den Salomonen eine Dekompressionskammer?

Nein, das Land verfügt über keine eigene Dekompressionskammer. Taucherinnen und Taucher sollten deshalb konservative Tauchprofile wählen und eine Versicherung mit Rückholung im Notfall abschliessen.

Was ist Skull Island?

Eine kleine Insel bei Gizo, auf der aufgeschichtete Schädel an frühere Kopfjagd-Traditionen der Region erinnern. Besuche erfolgen unter Begleitung lokaler Guides, meist verbunden mit einer kleinen Zeremonie.

Wann wurden die Salomonen unabhängig?

Am 7. Juli 1978 erlangte das Land die Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich. Der Unabhängigkeitstag ist bis heute der wichtigste nationale Feiertag.

Welche Tauchplätze eignen sich für Anfänger?

Die Wracks «Bonegi I» und «Bonegi II» vor Bonegi Beach nahe Honiara liegen in weniger als 20 m Tiefe und sind auch für Open-Water-Taucherinnen und -Taucher gut geeignet. Tiefere und anspruchsvollere Wracks finden sich weiter draussen im Iron Bottom Sound.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 23. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Salomonen: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 23. September 2026
  2. Salomonen – Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 23. September 2026
  3. Solomon Islands – Traveler View, CDC Travelers' Health, abgerufen 23. September 2026
  4. Contact Us, Royal Solomon Islands Police Force, abgerufen 23. September 2026
  5. Flights to Honiara (HIR), FlightConnections, abgerufen 23. September 2026
  6. Solomon Islands Tourism, Solomon Islands Visitors Bureau, abgerufen 23. September 2026
  7. Solomon Islands, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  8. Battle of Guadalcanal, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  9. Marovo Lagoon, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  10. Tetepare, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  11. Langa Langa Lagoon, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  12. East Rennell, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  13. Solomon Islands dollar, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  14. Solomon Islands – Power plug, socket & mains voltage, World Standards, abgerufen 23. September 2026

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