Warum nach Französisch-Polynesien reisen?
Französisch-Polynesien vereint 121 Inseln und Atolle auf einer Meeresfläche von rund 5.5 Millionen km², doch nur 3'521 km² davon sind Land. Die fünf Archipele reichen von den belebten Gesellschaftsinseln um Tahiti und Bora Bora über die Tauch-Atolle der Tuamotu bis zu den abgelegenen Marquesas. Weil zwischen den Inseln meist nur Inlandflüge oder Boote verkehren, kombinieren die meisten Reisenden zwei bis vier Inseln statt alle 121.
Tahiti mit dem internationalen Flughafen Faa'a ist für fast alle Reisenden der Ausgangspunkt; von dort starten die Inlandflüge zu den übrigen Archipelen. Die Gesellschaftsinseln (Tahiti, Moorea, Bora Bora, Raiatea, Huahine, Taha'a) sind touristisch am besten erschlossen und liegen höchstens eine gute Flugstunde auseinander.
Wer tiefer eintauchen will, fliegt in die Tuamotu-Atolle wie Fakarava oder Rangiroa, wo Riffpässe von hunderten Grauhaien gesäumt sind. Die Marquesas, rund 1'400 km nordöstlich von Tahiti, haben anders als die übrigen Archipele kein schützendes Riff, dafür schroffe Vulkangipfel, Steilküsten und eine eigenständige Kultur mit monumentalen Tikis.
Als Überseekollektivität Frankreichs zahlt man mit dem eigenen CFP-Franc, und die Einreiseregeln unterscheiden sich vom Schengen-Raum: Französisch-Polynesien gehört weder zur EU noch zum Schengen-Gebiet, wie der Abschnitt «Was bedeutet die Überseekollektivität für Reisende?» erklärt.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme
Wie ist Französisch-Polynesien?
Rund 278'786 Menschen lebten bei der Volkszählung 2022 in Französisch-Polynesien, knapp 70 % davon auf Tahiti. Seit 2004 ist das Gebiet eine autonome Überseekollektivität Frankreichs mit eigenem Präsidenten und eigenem Parlament; Paris bleibt für Aussenpolitik, Verteidigung und Justiz zuständig. Amtssprachen sind Französisch und die als «langues polynésiennes» anerkannten Regionalsprachen, allen voran Tahitisch.
Die fünf Archipele unterscheiden sich stark in Grösse und Bevölkerung: Die Gesellschaftsinseln (1'597.6 km², 245'987 Einwohner) vereinen fast die gesamte Bevölkerung, die Tuamotu-Atolle (698.7 km², 15'159 Einwohner, 80 Atolle) sind dünn besiedelt, die Marquesas (1'049.3 km², 9'478 Einwohner, 12 Hochinseln) liegen isoliert im Nordosten, und die Austral- (147.8 km², 6'592 Einwohner) sowie die Gambierinseln (27.8 km², 1'570 Einwohner) bekommen am wenigsten Besuch.
Präsident ist seit 2023 Moetai Brotherson, an der Spitze der Assemblée de la Polynésie française; ein Hoher Kommissar vertritt den französischen Staat vor Ort. 2006 erklärte die Regierung die gesamte Wirtschaftszone von 5.5 Millionen km² zum Hai- und Rochenschutzgebiet, eines der ersten weltweit.
Wirtschaftlich tragen Tourismus, schwarze Perlenzucht und, in geringerem Mass, Vanilleanbau und Fischerei das Land; viele Grundnahrungsmittel werden importiert, was das Preisniveau spürbar über jenem des französischen Festlands hält.
Was bedeutet die Überseekollektivität für Reisende?
Französisch-Polynesien ist französisches Staatsgebiet, gehört aber weder zur EU noch zum Schengen-Raum, sondern zählt als überseeisches Land und Hoheitsgebiet (OCT) zu den assoziierten Gebieten. Für Reisende heisst das: eigene Einreiseregeln trotz EU/CH-Reisepass, eigene Währung CFP-Franc statt Euro, und eine Zeitverschiebung von 10 bis 11 Stunden hinter Mitteleuropa statt der einen Stunde, die etwa für die Azoren gilt.
Die autonome Regierung in Papeete verantwortet Bildung, Gesundheit, Umwelt und Wirtschaft, während der französische Staat für Verteidigung, Justiz, öffentliche Ordnung und Aussenbeziehungen zuständig bleibt. Diese Aufteilung erklärt, weshalb der Reisepass zwar ein französisches Dokument ist, die Einreisekontrolle aber eigenständig nach den Regeln des Territoriums erfolgt.
Bora Bora, Moorea, Tahiti und die Marquesas gehören alle zu Französisch-Polynesien und übernehmen dessen Einreise-, Zoll-, Gesundheits- und Sicherheitsregeln vollständig; eigene Bestimmungen je Insel gibt es nicht.
Für Bora Bora, Moorea, Tahiti und die Marquesas gelten identische Einreise-, Gesundheits- und Sicherheitsregeln wie für ganz Französisch-Polynesien; diese Seite ist die massgebliche Referenz für die vier Inselseiten.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Welche Archipele und Inseln lohnen sich?
Die Gesellschaftsinseln um Tahiti, Moorea und Bora Bora sind am dichtesten touristisch erschlossen und am schnellsten erreichbar. Die Tuamotu-Atolle wie Fakarava und Rangiroa gelten mit ihren Riffpässen als eines der besten Tauchgebiete der Welt, während die Marquesas mit Nuku Hiva und Hiva Oa für abgelegene Wanderungen und die Kunst der Tikis stehen. Austral- und Gambierinseln bleiben Ziele für Reisende mit viel Zeit.
Gesellschaftsinseln: Tahiti, Moorea, Bora Bora und Nachbarn
Tahiti ist mit 191'779 Einwohnern (2022) die grösste und am dichtesten besiedelte Insel, Sitz der Hauptstadt Papeete und einziger Ort mit interkontinentalem Flughafen. Moorea, eine knappe halbe Stunde per Fähre von Papeete entfernt, ist für die zackigen Gipfel über der Cook's Bay und der Opunohu Bay bekannt. Bora Bora gilt mit seiner Lagune und dem 727 m hohen Mount Otemanu als meistfotografierte Insel der Südsee.
Raiatea trägt mit Taputapuatea die wichtigste vorchristliche Tempelanlage (marae) Ostpolynesiens, seit 2017 UNESCO-Welterbe und historischer Ausgangspunkt weiterer polynesischer Besiedlungsfahrten im Pazifik. Huahine und Taha'a, die «Vanilleinsel», sind ruhiger und weniger touristisch erschlossen als Bora Bora.
Tuamotu-Atolle: Fakarava, Rangiroa und die Tauchwelt
Die Tuamotu umfassen 80 flache Koralleninseln (Atolle) auf 698.7 km² Landfläche. Fakarava, seit 1977 UNESCO-Biosphärenreservat, ist für seine «Haiwand» berühmt: Am Südpass Tumakohua versammeln sich täglich hunderte Grauhaie im Riffdurchbruch, um zu rasten. Rangiroa, eines der grössten Atolle der Welt, bietet ähnliche Rifftauchgänge bei einfacherer Anreise.
Marquesas: schroffe Inseln ohne Lagune
Die Marquesas liegen rund 1'400 km nordöstlich von Tahiti und haben, anders als die übrigen Archipele, kein schützendes Barriereriff: Steilküsten fallen direkt ins offene Meer. Nuku Hiva und Hiva Oa – Letztere mit dem Grab Paul Gauguins – sind für monumentale Tikis, Pferdetrekking und eine eigenständige, klar von der übrigen polynesischen Kultur unterscheidbare Kunst bekannt.
Austral- und Gambierinseln: die stillen Archipele
Die Australinseln, allen voran Rurutu rund 600 km südlich von Tahiti, sind von Juli bis November Kinderstube der Buckelwale, die aus der Antarktis zum Kalben kommen. Die Gambierinseln um Mangareva, mit 1'570 Einwohnern das kleinste Archipel, sind wegen seltener Flugverbindungen das am wenigsten besuchte Ziel Französisch-Polynesiens.
Quellen: Tahiti Tourisme · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Tahiti Tourisme · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Französisch-Polynesien?
Die Trockenzeit von Mai bis Oktober bringt weniger Regen, niedrigere Luftfeuchtigkeit und ab Juli die Buckelwal-Saison. Von November bis April steigt mit der Regenzeit auch das Zyklonrisiko, wie EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA übereinstimmend nennen. Ganzjährig liegen die Wassertemperaturen bei angenehmen 26 bis 29 °C.
Papeete, Tahiti: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (°C) und Monatsniederschlag (mm)
| Papeete | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 32 | 32 | 31 | 30 | 29 | 29 | 29 | 30 | 31 | 31 |
| Tiefstwert °C | 24 | 25 | 25 | 25 | 24 | 23 | 22 | 22 | 22 | 23 | 24 | 24 |
| Niederschlag mm | 190 | 175 | 134 | 116 | 90 | 69 | 52 | 47 | 40 | 84 | 113 | 221 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TAHITI FAA A (4 km, 2 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
| Zeitraum | Was man erlebt |
|---|---|
| Mai bis Oktober | Trockenzeit, kühlere Nächte, beste Sicht zum Tauchen |
| Juli bis November | Buckelwal-Saison, vor allem Rurutu und Moorea |
| November bis April | Regenzeit, wärmer und feuchter |
| November bis April | Zyklonsaison im Südpazifik laut EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA |
| Juli | Heiva-Festival in Papeete, Tanz- und Gesangswettbewerbe |
Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten sind gering: Die Stationswerte von Papeete zeigen ganzjährig Tageshöchstwerte um 29 bis 32 °C, doch der Niederschlag schwankt stark, von rund 40 mm im September bis über 200 mm im Januar und Dezember.
Wer die Marquesas besucht, profitiert zusätzlich von der Trockenzeit: Pisten und Wanderwege in den Tälern sind dann besser passierbar als in der Regenzeit.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Tahiti Tourisme · Tahiti Tourisme
Was braucht man für die Einreise nach Französisch-Polynesien?
Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige benötigen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, aber einen gültigen Reisepass – ein Personalausweis genügt nicht, weil Französisch-Polynesien ausserhalb des Schengen-Raums liegt (Stand September 2026). Verlangt werden zudem ein Rückflug- oder Weiterreiseticket und ausreichende Mittel für den Aufenthalt. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, massgeblich sind EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA.
Deutsche Reisende brauchen laut Auswärtigem Amt einen Reisepass, der mindestens sechs Monate über die Aufenthaltsdauer hinaus gültig ist, sobald die Flugroute über Inseln ausserhalb der EU führt – bei den meisten Verbindungen über Los Angeles oder Auckland trifft das zu. Österreicherinnen und Österreicher benötigen laut BMEIA einen für die gesamte Aufenthaltsdauer gültigen Pass; die österreichische ID Austria wird nicht akzeptiert.
Für andere Staatsangehörigkeiten als CH/DE/AT gelten eigene Regeln; massgeblich sind allein die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA vor der Abreise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Französisch-Polynesien?
Vorgeschrieben ist keine Impfung bei Direkteinreise; healthytravel.ch (Stand 30. Mai 2026) empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden sowie die Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan. Gelbfieber ist nur bei Einreise aus einem Risikoland innerhalb von sechs Tagen administrativ Pflicht. Dengue und Zika werden von Mücken übertragen, weshalb Insektenschutz auch tagsüber wichtig ist.
Die CDC empfiehlt zusätzlich Hepatitis B für alle ungeimpften Reisenden sowie Typhus bei längeren Aufenthalten oder einfacheren Unterkünften. Leptospirose, übertragen über verschmutztes Wasser oder Erde, ist ein Risiko bei Flussbaden und Wandern in den Tälern Tahitis oder der Marquesas.
Die medizinische Grundversorgung ist auf Tahiti gut (Krankenhaus in Papeete), auf Bora Bora und Moorea solide, auf entlegenen Atollen und den Marquesas eingeschränkt; eine Reiseversicherung mit Rückholung ist wegen der grossen Distanzen empfehlenswert.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Französisch-Polynesien?
EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA stufen die Gesamtsicherheitslage als stabil ein; Kriminalität gegen Reisende ist selten. Die grösste Gefahr sind Naturereignisse: tropische Wirbelstürme von November bis April, vereinzelte Erdbeben und, in vulkanisch geprägten Gebieten, ein erhöhtes Tsunamirisiko.
Auf dem Wasser gelten Sonnenschutz, Riffschuhe gegen Steinfische und Korallen sowie Vorsicht bei starker Strömung in Riffpässen als wichtigste Vorsichtsmassnahmen. Wanderungen in abgelegene Täler auf Tahiti oder den Marquesas plant man mit lokalem Guide, weil Handyempfang dort oft fehlt.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie kommt man nach Französisch-Polynesien und zwischen den Inseln?
Fast alle internationalen Flüge landen am Flughafen Tahiti-Faa'a (PPT) bei Papeete; Nonstop-Verbindungen bestehen unter anderem ab Los Angeles (rund 8 Stunden), Auckland (rund 5 Stunden) und Tokio-Narita (rund 12 Stunden). Ab Europa führt die einzige Verbindung von Paris über einen technischen Zwischenstopp in Los Angeles und dauert insgesamt rund 21 bis 22 Stunden. Zwischen den Inseln verkehren die Fluglinien Air Tahiti und Air Moana.
| Herkunft | Fluggesellschaft(en) | ungefähre Flugzeit |
|---|---|---|
| Los Angeles (LAX) | Air France, Air Tahiti Nui, United | rund 8 h |
| Paris (CDG/ORY), via Los Angeles | Air France, Air Tahiti Nui, French Bee | rund 21–22 h inkl. Zwischenstopp |
| San Francisco | French Bee, United | rund 8 h |
| Honolulu | Hawaiian Airlines | rund 5 h |
| Auckland | Air New Zealand, Air Tahiti Nui | rund 5 h |
| Tokio-Narita | Air Tahiti Nui (2× wöchentlich) | rund 12 h |
| Nouméa | Aircalin | rund 6 h 20 min |
Air Tahiti Nui, die Fluggesellschaft des Territoriums, verbindet Papeete nonstop mit Los Angeles, Paris, Auckland und Tokio; Air France und French Bee bedienen zusätzlich die Strecke nach Frankreich, meist mit technischem Zwischenstopp in Los Angeles, bei dem die Passagiere an Bord bleiben.
Zwischen den Inseln
Air Tahiti fliegt ein Netz von über 30 Inseln an, von den Gesellschaftsinseln bis zu den entlegenen Marquesas und Gambierinseln; Air Moana bedient seit 2023 zusätzlich die touristisch wichtigsten Strecken wie Bora Bora, Moorea, Rangiroa und Nuku Hiva. Boote und Fähren ergänzen das Angebot nur auf kurzen Strecken, etwa zwischen Tahiti und Moorea.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme
Welche Währung gilt, und wie bezahlt man in Französisch-Polynesien?
Gezahlt wird mit dem CFP-Franc (XPF), der seit 1999 fest an den Euro gekoppelt ist: 1'000 XPF entsprechen 8.38 Euro, umgekehrt rund 119 XPF einem Euro. Auf Tahiti, Moorea und Bora Bora akzeptieren Hotels, Restaurants und Geschäfte Visa und Mastercard, auf entlegenen Atollen und den Marquesas braucht es oft Bargeld.
Geldautomaten gibt es in Papeete und auf den grösseren Inseln, am Flughafen Faa'a zudem Wechselstuben. Trinkgeld ist in Französisch-Polynesien unüblich und wird nicht erwartet, bei besonders gutem Service aber gern gesehen.
Das Preisniveau liegt wegen der Importabhängigkeit deutlich über jenem des französischen Festlands; ein Baguette kostet rund 60 XPF (rund 0.50 Euro), frischer Fisch mehrere tausend XPF pro Kilo.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme
Wo übernachtet man in Französisch-Polynesien?
Internationale Hotelketten und die berühmten Überwasser-Bungalows konzentrieren sich auf Tahiti, Moorea und vor allem Bora Bora, wo das Hotel Bora Bora 1970 die ersten Bungalows über der Lagune baute. Günstiger und persönlicher sind Pensions (Pensions de famille), die es auf fast jeder bewohnten Insel gibt, auch auf den Marquesas und Tuamotu-Atollen.
Auf abgelegenen Atollen und den Marquesas ist das Angebot klein und sollte früh gebucht werden; Pensions bieten dort oft Halb- oder Vollpension an, weil Restaurants fehlen.
Quellen: Wikipedia
Was isst man in Französisch-Polynesien?
Poisson cru – roher Thunfisch in Kokosmilch mit Limette und Gemüse – gilt als Nationalgericht. Dazu kommen gegrillter Fisch, Brotfrucht, Taro und französische Einflüsse wie Baguette und Wein, serviert oft an den Roulottes (Food-Trucks) von Papeete.
Vanille von Taha'a, der «Vanilleinsel», gehört zu den aromatischsten der Welt und würzt Desserts und Cocktails. Schwarze Perlen aus lokalen Perlfarmen sind weniger zum Essen als zum Mitbringen gedacht, prägen aber Handwerk und Wirtschaft der Inseln.
Wie leben die Menschen in Französisch-Polynesien?
Rund 278'786 Menschen leben verteilt über 121 Inseln, fast 70 % davon auf Tahiti. Die Kultur verbindet ma'ohi-polynesische Wurzeln – Tätowierung (tatau), Tanz ('ori Tahiti), Gesang und die traditionelle Seefahrt – mit französischem Verwaltungs- und Alltagsleben.
Höhepunkt des Kulturkalenders ist das Heiva i Tahiti im Juli, ein seit 1881 ausgetragener Tanz- und Gesangswettbewerb in Papeete, zu dem Gruppen aus allen Archipelen anreisen. Die heiligen Tempelanlagen (marae), allen voran Taputapuatea auf Raiatea, zeugen von tausend Jahren ma'ohi-Zivilisation und der Rolle Ostpolynesiens als Ausgangspunkt weiterer pazifischer Besiedlung.
Quellen: Tahiti Tourisme · UNESCO World Heritage Centre
Was kann man in Französisch-Polynesien erleben?
Tauchen und Schnorcheln mit Riffhaien in den Tuamotu-Pässen, Buckelwale von Juli bis November, Wandern in den Marquesas-Tälern und die Tempelanlage Taputapuatea auf Raiatea zählen zu den prägendsten Erlebnissen. Wer nur Zeit für eine Insel hat, findet auf Bora Bora und Moorea die dichteste Auswahl an Lagunentouren.
In Fakarava schwimmt man am Südpass Tumakohua durch eine «Haiwand» aus hunderten Grauhaien, ein von der UNESCO seit 1977 geschütztes Biosphärenreservat. Auf Rurutu in den Australinseln, 600 km südlich von Tahiti, kommen Buckelwale von Juli bis November zum Kalben in geschützte Buchten.
- Tauchen: Riffpässe der Tuamotu (Fakarava, Rangiroa) mit Grau- und Zitronenhaien.
- Wandern: Täler und Marae der Marquesas, wegen fehlender Beschilderung meist geführt.
- Perlfarmen: Besuche auf Tuamotu- und Gambieratollen, wo schwarze Perlen gezüchtet werden.
- Kultur: Heiva-Festival im Juli, Tätowier-Ateliers und Tanzschulen auf Tahiti.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme
Wie reist man in Französisch-Polynesien rücksichtsvoll?
2006 erklärte die Regierung die gesamte Wirtschaftszone von 5.5 Millionen km² zum Schutzgebiet für Haie und Rochen, eine der ersten Massnahmen dieser Art weltweit. Wer Riffe besucht, hält Abstand zu Korallen, benutzt riffverträgliche Sonnencreme und bucht Wal- und Haitouren nur bei akkreditierten Anbietern.
Auf Fakarava schützt der Biosphärenstatus seit 1977 auch das Fischen; lokale Rahui-Regeln – traditionelle, zeitlich befristete Nutzungsverbote – schliessen einzelne Riffgebiete zeitweise, damit sich Bestände erholen können.
Womit lässt sich Französisch-Polynesien kombinieren?
Wegen der langen Anreise verbinden viele Reisende Französisch-Polynesien mit einem mehrtägigen Stopover in Los Angeles, Auckland oder Tokio, den grossen Umsteigedrehkreuzen auf dem Weg. Innerhalb Polynesiens lässt sich ein Inselhopping zwischen Tahiti, Moorea, Bora Bora und einem Tuamotu-Atoll gut mit Inlandflügen verbinden.
Reisende, die zusätzlich die Cookinseln besuchen möchten, nutzen die Verbindung Rarotonga–Papeete von Air Rarotonga, eine der kürzesten internationalen Strecken ab Tahiti.
Quellen: Tahiti Tourisme
Für wen eignet sich Französisch-Polynesien, für wen weniger?
Die Inseln passen zu Reisenden, die Tauchen, Lagunen und Ruhe abseits von Massentourismus suchen und die lange, teure Anreise in Kauf nehmen. Weniger geeignet sind sie für ein knappes Budget oder ein dichtes Sightseeing-Programm in kurzer Zeit, weil Distanzen und Inlandflüge viel Reisezeit kosten.
- Passt gut: Taucherinnen und Taucher, Flitterwochen-Paare, Reisende mit Interesse an ma'ohi-Kultur und Zeit für mehrere Inseln.
- Passt weniger: Reisende mit engem Budget, da Unterkünfte und Importwaren teuer sind; alles, was in wenigen Tagen viele Orte sehen will, weil Flüge selten und Fährverbindungen kurz sind.