Was erwartet Reisende in der Türkei?
Die Türkei verbindet die Millionenmetropole Istanbul beidseits des Bosporus mit den Feenkaminen Kappadokiens, den Strandbuchten der türkischen Riviera um Antalya und antiken Stätten wie Ephesus und Pamukkale. Ein kleiner Teil des Landes, Ostthrakien um Istanbul, liegt geografisch in Europa, der weit grössere Rest in Anatolien in Westasien. Die meisten Reisen kombinieren zwei bis drei dieser Regionen.
Eine klassische Route beginnt in Istanbul mit Hagia Sophia, Blauer Moschee und Grossem Basar, führt per Inlandflug ins rund 700 km östlich gelegene Kappadokien mit seinen Ballonfahrten über den Feenkaminen und weiter an die türkische Riviera bei Antalya oder an die Ägäisküste zu Ephesus und Pamukkale.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise (Stand September 2026), Gesundheit und die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zur Sicherheitslage zusammen.
Wie ist die Türkei als Reiseland?
Die Türkei ist touristisch seit Jahrzehnten etabliert, mit sehr gut ausgebauter Infrastruktur zwischen Fünf-Sterne-Resorts an der Riviera und einfachen Pensionen im Landesinneren. Amtssprache ist Türkisch; im Tourismus wird verbreitet Englisch, an der Riviera oft auch Deutsch und Russisch gesprochen. Das Land ist überwiegend muslimisch geprägt, aber laizistisch verfasst.
Rund 97 % der Landesfläche liegen in Anatolien in Westasien, nur der kleine Landesteil Ostthrakien westlich des Bosporus gehört geografisch zu Europa; die Meerenge Bosporus trennt die beiden Kontinente auf rund 30 km Länge und ist an der engsten Stelle nur 700 m breit. Drei Brücken und der Eisenbahntunnel Marmaray verbinden die europäische und die asiatische Seite Istanbuls.
Die Türkei ist seit 1999 offizieller EU-Beitrittskandidat; die Verhandlungen liegen seit 2016 faktisch auf Eis, ohne dass der Kandidatenstatus selbst aufgehoben wurde. Für die visumfreie Einreise von Schweizern, Deutschen und Österreichern hat dieser Status keine unmittelbare Bedeutung, da die Türkei ausserhalb des Schengen-Raums bleibt.
Touristisch gliedert sich das Land grob in Istanbul und die Marmararegion, das Bergland Kappadokiens in Zentralanatolien, die türkische Riviera an der Mittelmeerküste um Antalya sowie die Ägäisküste mit Ephesus, Pamukkale und Izmir. Die Distanzen sind gross: Kappadokien liegt rund 700 km östlich von Istanbul, Antalya rund 700 km südöstlich.
Quellen: Wikipedia
Welche Regionen der Türkei lohnen sich?
Die meistbesuchten Ziele sind Istanbul mit Hagia Sophia, Blauer Moschee und Bosporus, das Bergland Kappadokiens mit seinen Feenkaminen und Ballonfahrten, die türkische Riviera um Antalya sowie die Ägäisküste mit den antiken Stätten Ephesus und Pamukkale. Wer länger bleibt, ergänzt die Hauptstadt Ankara oder die Schwarzmeerküste im Norden.
Istanbul
Istanbul ist mit rund 15,6 Millionen Einwohnern die grösste Stadt der Türkei, aber nicht die Hauptstadt; diese Rolle übernimmt seit 1923 Ankara. Die Altstadt Sultanahmet vereint die Hagia Sophia, seit 537 n. Chr. errichtet und seit 2020 wieder Moschee, die Blaue Moschee mit sechs Minaretten und über 20'000 blauen Iznik-Fliesen sowie den Topkapı-Palast, fast 400 Jahre Residenz der osmanischen Sultane.
Der Grosse Basar zählt mit tausenden Läden zu den ältesten überdachten Märkten der Welt, entstanden im 15. Jahrhundert nach der osmanischen Eroberung Konstantinopels. Eine Fährfahrt über den Bosporus verbindet die europäische mit der asiatischen Stadtseite und zeigt die Skyline vom Wasser aus.
Die Historischen Gebiete von Istanbul stehen seit 1985 auf der UNESCO-Welterbeliste. Ausserhalb der Altstadt prägen moderne Viertel wie Beyoğlu mit der Istiklal-Strasse, Rooftop-Bars und der Bosporus-Uferpromenade das heutige Istanbul.
Kappadokien
Rund 700 km östlich von Istanbul in Zentralanatolien liegt Kappadokien mit seinen durch Erosion vulkanischer Asche geformten Feenkaminen; Höhlenwohnungen, unterirdische Städte und in Fels gehauene byzantinische Kirchen prägen die Landschaft um Göreme. Ballonfahrten bei Sonnenaufgang über das Tal gehören zu den meistfotografierten Erlebnissen der Türkei; der Göreme-Nationalpark ist seit 1985 UNESCO-Welterbe.
Kappadokien liegt auf über 1'000 m und hat dadurch deutlich kühlere Nächte als die Küstenregionen; eine eigene Seite beschreibt Anreise, Höhlenhotels und Einreise für diese Region im Detail.
Türkische Riviera: Antalya
Antalya ist Ausgangspunkt der türkischen Riviera an der Mittelmeerküste, mit der Altstadt Kaleiçi rund um den historischen Hafen und Stränden, die sich über hunderte Kilometer bis Side und Alanya im Osten sowie Kemer im Westen ziehen. Das Mittelmeerklima bringt von Juni bis September konstante 30 bis 35 °C und bis zu 27 °C warmes Meer.
In der Umgebung liegen die Wasserfälle von Düden sowie die antiken Ruinen von Perge, Aspendos mit seinem gut erhaltenen römischen Theater und Termessos im Taurusgebirge; All-inclusive-Resorts prägen vor allem die Küstenstreifen ausserhalb der Altstadt.
Ägäisküste: Ephesus und Pamukkale
Ephesus bei Selçuk in der Provinz Izmir war in der Antike eine der grössten Städte der damaligen Welt; erhalten sind die zweistöckige Celsus-Bibliothek aus dem Jahr 135 n. Chr., das grosse Theater und Reste des Artemis-Tempels, einst eines der Sieben Weltwunder.
Rund 200 km östlich liegt Pamukkale («Baumwollschloss») mit weissen Kalksinterterrassen, die von kalkhaltigen Thermalquellen über Jahrtausende geformt wurden; direkt darüber liegen die Ruinen der griechisch-römischen Stadt Hierapolis. Beide Stätten sind seit 1988 gemeinsam UNESCO-Welterbe.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · GoTürkiye, Kültür ve Turizm Bakanlığı
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Wann ist die beste Reisezeit für die Türkei?
Für Istanbul und Kappadokien eignen sich Frühling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober) am besten, mit milden Temperaturen und weniger Regen als im Winter. An der türkischen Riviera um Antalya dauert die Badesaison von Mai bis Oktober, mit den heissesten und trockensten Monaten Juli und August.
Istanbul
| Istanbul | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 10 | 11 | 13 | 18 | 23 | 28 | 31 | 31 | 27 | 21 | 17 | 12 |
| Tiefstwert °C | 4 | 5 | 6 | 9 | 14 | 19 | 22 | 23 | 19 | 14 | 10 | 6 |
| Niederschlag mm | 79 | 68 | 53 | 42 | 35 | 36 | 20 | 22 | 54 | 70 | 63 | 82 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ATATURK (14 km, 50 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Istanbul hat ein Übergangsklima zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer: Die Tageshöchstwerte reichen von rund 10 °C im Januar bis 31 °C im August, mit Niederschlag übers ganze Jahr verteilt und den meisten Regentagen zwischen Oktober und Februar. Schnee ist im Winter möglich, bleibt aber selten mehrere Tage liegen.
Antalya und Riviera
| Antalya | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 16 | 17 | 18 | 21 | 25 | 30 | 34 | 33 | 31 | 27 | 22 | 18 |
| Tiefstwert °C | 9 | 10 | 11 | 15 | 19 | 23 | 26 | 27 | 24 | 19 | 15 | 11 |
| Niederschlag mm | 182 | 97 | 69 | 55 | 42 | 18 | 6 | 5 | 25 | 64 | 91 | 175 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ANTALYA-BOLGE (4 km, 47 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Antalya und die türkische Riviera sind wärmer und trockener: Im Hochsommer steigen die Tageshöchstwerte auf 33 bis 34 °C bei kaum Niederschlag, während von November bis März die meisten Regentage des Jahres fallen, darunter mit rund 180 mm der nasseste Monat Januar. Das Meer ist von Juni bis Oktober angenehm warm.
Kappadokien liegt auf über 1'000 m und ist dadurch kontinentaler geprägt als die Küsten, mit heissen, trockenen Sommern und kalten, teils schneereichen Wintern; für Ballonfahrten eignen sich Frühling und Herbst wegen der stabileren Windverhältnisse am besten.
Was braucht man für die Einreise in die Türkei?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage innerhalb von 180 Tagen visumfrei ein; ein e-Visa ist für sie nicht nötig. Als Reisedokument genügt für Deutsche und Österreicher der Personalausweis, ein gültiger Reisepass wird aber allgemein empfohlen (Stand September 2026).
- Schweiz, Deutschland, Österreich: visumfrei bis 90 Tage je 180-Tage-Zeitraum für touristische und geschäftliche Aufenthalte auf dem Luft-, See- oder Landweg.
- Reisedokument: Reisepass empfohlen; für deutsche und österreichische Staatsangehörige ist laut Auswärtigem Amt und BMEIA auch der Personalausweis gültig.
- 90-Tage-Regel: Die 180 Tage laufen fortlaufend, nicht kalenderhalbjährlich; mehrere kurze Aufenthalte werden zusammengerechnet.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln, oft mit e-Visa-Pflicht; massgeblich ist die türkische Botschaft oder das offizielle e-Visa-Portal der Türkei.
Wer länger als 90 Tage bleiben möchte, etwa für eine Studien- oder Arbeitsreise, braucht vorab ein Visum bei der zuständigen türkischen Vertretung; die touristische 90-Tage-Regel deckt keine längeren Aufenthalte ab, auch nicht durch Ausreise und Wiedereinreise.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und der türkischen Einwanderungsbehörde zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für die Türkei?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. CDC und healthytravel.ch empfehlen aktuelle Basisimpfungen sowie Hepatitis A für alle Reisenden, Hepatitis B und Typhus je nach Reisestil, dazu Tollwut-Vorsorge bei Tierkontakt oder Fahrrad- und Motorradreisen. Malaria spielt laut CDC praktisch keine Rolle mehr.
Die medizinische Versorgung ist in Istanbul, Ankara und an der Riviera auf gutem, oft privatem Niveau, mit zahlreichen internationalen Kliniken, die auch Medizintourismus anbieten; im ländlichen Anatolien und in Kappadokien ist sie einfacher.
Zeckenübertragene Krankheiten kommen im ländlichen Anatolien vor; bei Wanderungen und Höhlenbesuchen in Kappadokien empfiehlt sich Zeckenschutz. Eine Reise- und Rückholversicherung ist ratsam, besonders für Bergwanderungen und Wassersport.
Leitungswasser gilt in Istanbul offiziell als unbedenklich behandelt, viele Reisende bevorzugen dennoch abgefülltes Wasser; ausserhalb der grossen Städte ist Flaschenwasser die sicherere Wahl.
Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin
Wie ist die Sicherheitslage in der Türkei?
Die touristischen Zentren Istanbul, Antalya und Kappadokien sind gut etabliert; strukturelle Risiken sind die latente Terrorismusgefahr im ganzen Land und die Grenzgebiete zu Syrien und Irak sowie Teile Südostanatoliens mit Minengefahr und Spannungen. Die aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen.
| Gebiet | Strukturelles Risiko |
|---|---|
| Grenzgebiete zu Syrien und Irak (u. a. Hatay, Şanlıurfa, Mardin, Şırnak, Hakkari) | Minengefahr und Spannungen im Zusammenhang mit der Lage in Syrien und Irak; höchstes Risiko im Land |
| Südostanatolien allgemein (u. a. Diyarbakır, Van, Ağrı) | erhöhte Sicherheitsrisiken, erhöhte Vorsicht nötig |
| Istanbul, Antalya, Kappadokien und übriges Land | latente Terrorismusgefahr landesweit, allgemeine Vorsicht, vor allem bei Kleinkriminalität |
Grund für das erhöhte Risiko in der Grenzregion sind laut EDA anhaltende Spannungen und vereinzelte Zwischenfälle im Zusammenhang mit der Lage in Syrien und Irak sowie Minengefahr in Teilen der Grenzregion. In grossen Städten wie Istanbul und Ankara kam es in der Vergangenheit wiederholt zu Anschlägen; die drei Aussenministerien empfehlen erhöhte Wachsamkeit an belebten Orten, bei Grossveranstaltungen und Demonstrationen.
Ausserhalb der Grenzregionen ist die grösste praktische Gefahr für Reisende Kleinkriminalität sowie der Strassenverkehr; nächtliche Fahrten in abgelegene Gebiete und die unmittelbare Nähe zu Demonstrationen werden von den Aussenministerien zur Vorsicht empfohlen zu meiden.
Die Lage kann sich kurzfristig ändern; massgeblich sind die jeweils aktuellen Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man in die Türkei und im Land herum?
Istanbul Airport (IST) ist mit Nonstopverbindungen zu 320 Zielen in 118 Ländern einer der grössten Drehkreuze der Welt und Hauptbasis von Turkish Airlines; Istanbul Sabiha Gökçen (SAW) auf der asiatischen Seite bedient vor allem Low-Cost-Airlines. Antalya (AYT) ist der wichtigste Flughafen für die türkische Riviera, mit dichtem Charter- und Linienverkehr in der Sommersaison.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Istanbul – Kappadokien (Kayseri/Nevşehir) | Inlandflug | rund 1 h 15 min |
| Istanbul – Antalya | Inlandflug | rund 1 h 20 min |
| Istanbul – Izmir (für Ephesus) | Inlandflug | rund 1 h 10 min |
| Izmir/Selçuk – Pamukkale | Auto, Bus | rund 2,5 h |
| Antalya – Pamukkale | Auto, Bus | rund 3 h |
| Flughafen Istanbul (IST) – Sultanahmet | Metro, Taxi | rund 45–60 min |
Nach Istanbul bestehen ganzjährige Nonstopverbindungen aus praktisch allen grösseren europäischen Drehkreuzen, darunter Frankfurt, London, Paris, Amsterdam und Wien, sowie aus Nordamerika unter anderem ab New York, Los Angeles und Chicago, überwiegend mit Turkish Airlines; die längste Nonstopstrecke ab Istanbul führt mit rund 14 h 15 min nach Mexiko-Stadt.
Antalya wird in der Sommersaison von zahlreichen Charterfluggesellschaften direkt aus europäischen Städten angeflogen, ausserhalb der Badesaison reduziert sich das Angebot deutlich. Innerhalb der Türkei verbinden Turkish Airlines, Pegasus und AJet ein dichtes Inlandsnetz; für kürzere Strecken und zwischen touristischen Orten fahren komfortable Fernbusse.
Ein Eisenbahnnetz verbindet vor allem grössere Städte im Landesinneren, ist für die klassische Reiseroute Istanbul–Kappadokien–Antalya aber kaum relevant; Mietwagen eignen sich besonders für die Ägäis- und Mittelmeerküste sowie für Kappadokien.
Quellen: FlightConnections · Wikipedia
Welches Geld braucht man in der Türkei und wie bezahlt man?
Landeswährung ist die Türkische Lira (TRY), unterteilt in 100 Kuruş. Die Lira unterliegt seit Jahren einer hohen Inflation und schwankt entsprechend stark gegenüber Euro und Dollar; Preise für Touren, Hotels und Mietwagen werden deshalb oft zusätzlich in Euro oder US-Dollar ausgezeichnet.
Geldautomaten sind in Istanbul, Antalya und allen touristischen Orten verbreitet und akzeptieren gängige internationale Karten; wegen der hohen Inflation lohnt sich meist eine Abhebung in Landeswährung statt eine Wechselstube, sofern die eigene Bank moderate Auslandsgebühren verlangt.
Kartenzahlung ist in Hotels, Restaurants und Geschäften weit verbreitet, auf kleinen Märkten und in ländlichen Gebieten braucht es Bargeld. Bei Kartenzahlung sollte man die Abrechnung stets in Lira statt in der Heimatwährung wählen und die angebotene Umrechnung (Dynamic Currency Conversion) ablehnen, da diese meist einen schlechteren Kurs enthält.
Trinkgeld ist verbreitet: In Restaurants sind 5 bis 10 % üblich, sofern keine Servicegebühr bereits auf der Rechnung steht; bei Ballonfahrten, Bootstouren und für Fahrer ist ein kleines Extra in bar üblich.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man in der Türkei am besten?
In Istanbul wohnen die meisten Reisenden in Sultanahmet nahe den grossen Sehenswürdigkeiten oder im lebendigeren Beyoğlu auf der europäischen Seite. An der türkischen Riviera dominieren All-inclusive-Resorts entlang der Küste, in Kappadokien sind Höhlenhotels in ehemaligen Felswohnungen die charakteristischste Unterkunftsform.
Sultanahmet liegt in Gehdistanz zu Hagia Sophia, Blauer Moschee und Topkapı-Palast, ist aber touristisch geprägt und abends ruhiger; Beyoğlu und Karaköy bieten mehr Restaurants, Bars und eine jüngere Atmosphäre, mit kurzer Fährverbindung zur Altstadt.
In Kappadokien liegen die charaktervollsten Häuser als umgebaute Höhlenhotels in und um Göreme, teils mit Terrasse für den Blick auf die Ballonfahrten im Morgengrauen. An der Riviera reicht das Angebot von einfachen Pensionen in der Altstadt Kaleiçi von Antalya bis zu grossen Ferienanlagen in Belek, Side und Alanya.
Was isst man in der Türkei?
Die türkische Küche ist regional vielfältig: Kebab und Meze sind im ganzen Land verbreitet, frischer Fisch prägt die Ägäis- und Mittelmeerküste, deftigere Gerichte mit Bulgur und Hülsenfrüchten das anatolische Landesinnere. Türkischer Tee (Çay) begleitet praktisch jede Mahlzeit und jedes Gespräch.
Meze-Teller mit Hummus, gefüllten Weinblättern (Sarma) und gegrilltem Gemüse eröffnen viele Mahlzeiten; als Hauptgang sind Döner, Adana- und Urfa-Kebab sowie Pide, die türkische Variante des belegten Fladenbrots, weit verbreitet. In Kappadokien ist Testi Kebabı, im Tonkrug gegartes Fleisch, eine regionale Spezialität.
Zum Dessert gehören Baklava aus Blätterteig, Nüssen und Sirup sowie Lokum (türkischer Honig); starker, ungefilterter türkischer Kaffee wird traditionell in kleinen Tassen mit einem Glas Wasser serviert.
Leitungswasser gilt in Istanbul und den grösseren Städten offiziell als unbedenklich behandelt, viele Reisende bevorzugen dennoch abgefülltes Wasser.
Welche Kultur und welche Umgangsformen prägen die Türkei?
Die Türkei ist laizistisch verfasst, mit einer überwiegend muslimischen, im Alltag aber unterschiedlich religiösen Bevölkerung: In Istanbul und an der Riviera ist das öffentliche Leben liberaler als im konservativeren Anatolien. Gastfreundschaft wird grossgeschrieben, ein angebotener Tee wird selten ausgeschlagen.
In Moscheen sind Schultern und Knie zu bedecken, Frauen tragen ein Kopftuch und Schuhe werden vor dem Betreten ausgezogen; ausserhalb religiöser Stätten ist die Kleidung in Istanbul und an der Riviera weitgehend westlich geprägt, im ländlichen Anatolien konservativer.
Atatürk, Gründer der modernen Türkei, geniesst grossen Respekt; abfällige Äusserungen über ihn oder den Staat können strafrechtlich verfolgt werden. Der Fastenmonat Ramadan wird landesweit begangen, mit reduzierten Öffnungszeiten mancher Restaurants tagsüber, ohne dass öffentliches Essen deswegen verboten wäre.
Der türkische Tee wird in kleinen tulpenförmigen Gläsern serviert und mehrmals nachgeschenkt; ein zweites oder drittes Glas anzunehmen, gilt als Höflichkeit gegenüber der Gastfreundschaft.
Welche Erlebnisse lohnen sich in der Türkei?
Zu den Höhepunkten zählen eine Ballonfahrt bei Sonnenaufgang über Kappadokien, der Besuch von Hagia Sophia und Blauer Moschee in Istanbul, eine Bootsfahrt auf dem Bosporus sowie die antiken Stätten Ephesus und Pamukkale. Wer länger bleibt, ergänzt Badeferien an der türkischen Riviera oder eine Wanderung im Taurusgebirge.
- Ballonfahrt Kappadokien: Start meist noch vor Sonnenaufgang, Flugdauer rund 1 Stunde über Feenkamine und Täler; witterungsabhängig, deshalb Puffertage einplanen.
- Bosporus-Bootsfahrt: Linienfähren oder private Touren verbinden europäische und asiatische Stadtseite und zeigen die Skyline vom Wasser.
- Ephesus und Celsus-Bibliothek: am besten am frühen Morgen vor den grossen Gruppen besuchen; die Fassade der Bibliothek ist rund 17 m hoch.
- Pamukkale-Terrassen: barfuss begehbar, kombinierbar mit einem Bad in den Thermalpools von Hierapolis.
- Türkische Riviera: Tagesausflüge zu den antiken Theatern von Aspendos und Termessos ergänzen den Strandurlaub um Antalya.
Ein türkisches Hamam-Erlebnis mit Dampfbad, Peeling und Seifenschaummassage lässt sich in Istanbul in historischen Bädern aus der Osmanenzeit erleben, etwa im Çemberlitaş- oder Cağaloğlu-Hamam nahe der Altstadt.
Wie reist man in der Türkei verantwortungsvoll?
An der türkischen Riviera und in Kappadokien führt der Massentourismus zu hohem Wasser- und Energieverbrauch; wer ausserhalb der Hauptsaison Juli/August reist, entlastet Infrastruktur und Preise gleichermassen. Beim Kauf von Teppichen, Keramik oder Lederwaren lohnt sich der direkte Kauf bei lokalen Werkstätten statt bei reinen Souvenirläden.
Ballonfahrten in Kappadokien sind reguliert, mit einer begrenzten Anzahl Starts pro Tag; ein Anbieter mit türkischer Lizenz und aktueller Wartung ist die sicherere und zugleich verantwortungsvollere Wahl. Einwegplastik lässt sich mit einer eigenen Trinkflasche reduzieren, viele Hotels bieten Nachfüllstationen.
Mit welchen Ländern lässt sich die Türkei kombinieren?
Am naheliegendsten sind Griechenland über die Ägäisinseln oder einen Kurzflug ab Istanbul sowie Georgien und die weiteren Kaukasusstaaten über eigene Nonstopverbindungen ab Istanbul. Für eine Nahost-Rundreise bietet sich zudem Jordanien an, mit direkten Flügen zwischen Istanbul und Amman.
Von der türkischen Ägäisküste verkehren im Sommer Fähren zu griechischen Inseln wie Rhodos, Kos oder Lesbos, meist als Tagesausflug oder kurzer Zwischenstopp. Istanbul dient wegen seiner Lage als Drehkreuz zudem für Kombinationen mit dem Balkan, dem Kaukasus oder dem Nahen Osten, jeweils mit Nonstopflügen von unter drei bis vier Stunden.
Für wen eignet sich die Türkei, für wen weniger?
Die Türkei passt zu kulturell interessierten Reisenden, Badeurlaubern, Familien und allen, die auf kurzem Weg Antike, Naturwunder und Mittelmeerstrände verbinden wollen; das Land ist touristisch sehr gut erschlossen und meist günstig. Weniger geeignet ist es für Reisende, die Grenzregionen zu Syrien und Irak grundsätzlich meiden möchten oder auf Schengen-Reisefreiheit angewiesen sind.
Familien profitieren von kurzen Inlandflügen, kinderfreundlichen All-inclusive-Resorts an der Riviera und einer insgesamt unkomplizierten Reiseinfrastruktur. Wanderer und Ballonfahrt-Fans finden in Kappadokien ein eigenes, wetterabhängiges Erlebnis, das etwas Flexibilität im Reiseplan braucht.
Wer Ruhe vor Massentourismus sucht, meidet Istanbul und die Riviera in der Hochsaison Juli/August und weicht auf die Nebensaison oder weniger bekannte Küstenorte aus; die grossen Sehenswürdigkeiten wie Hagia Sophia oder die Celsus-Bibliothek sind ganzjährig belebt.