Was für ein Reiseziel ist Französisch-Guayana?
Französisch-Guayana ist ein Überseegebiet Frankreichs an der Nordostküste Südamerikas, mit Suriname und Brasilien als Nachbarn. Rund 90 % der Fläche bedeckt Regenwald; an der Küste liegen Cayenne, das Raumfahrtzentrum Kourou und die früheren Straflager auf den Îles du Salut und in Saint-Laurent-du-Maroni.
Wer hinfliegt, reist nach Frankreich: Es gelten der Euro und die französischen Feiertage, dazu der 10. Juni als Gedenktag an die Abschaffung der Sklaverei. Hinter der Küste beginnt ein Gebiet, das nur per Pirogue oder Kleinflugzeug erreichbar ist. Allein der Parc amazonien de Guyane umfasst 3.4 Mio. Hektar, rund 40 % der Fläche.
Quellen: Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Parc amazonien de Guyane
Wie fühlt sich Französisch-Guayana an?
Französisch-Guayana wirkt wie ein Stück Frankreich im Amazonas: französische Verwaltung an der Küste, dahinter Flüsse als wichtigste Verkehrswege. Die Luftfeuchtigkeit liegt oft über 80 %, das Meer ist durch Sedimente des Amazonas braun, und Kreolen, Amerindianer, Bushinengue und Hmong prägen die Bevölkerung.
Zwei Nationalstrassen verbinden die Küstenorte von Cayenne bis Saint-Laurent-du-Maroni; ins Landesinnere führen keine Strassen. Dorthin fliegen Maschinen mit 17 bis 19 Plätzen, oder man fährt je nach Wasserstand Stunden bis Tage mit der Pirogue.
Das Tourismusbüro unterscheidet vier Räume: den Centre Littoral um Cayenne, die Savanes mit Kourou, den Westen am Maroni und den Osten mit den Sümpfen von Kaw. Statt grosser Ferienanlagen gibt es Stadthotels, Lodges und Carbets mit Hängematten.
Quellen: Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane)
Was bedeutet es, dass Französisch-Guayana zu Frankreich gehört?
Französisch-Guayana ist Teil Frankreichs und als Gebiet in äusserster Randlage Teil der EU; bezahlt wird mit Euro. Die Schengen-Regeln gelten aber nur im europäischen Frankreich. Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen ohne Visum ein, müssen sich aber ausweisen können, und ein Schengen-Visum gilt hier nicht.
Die EU-Kommission zählt Französisch-Guayana zu den Gebieten in äusserster Randlage, in denen nach Artikel 349 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU angepasste EU-Regeln gelten. Die Schengen-Regeln gelten laut französischer Einwanderungsbehörde nach Artikel 138 des Schengener Durchführungsübereinkommens dagegen nur im europäischen Frankreich.
- Schweizer, Deutsche, Österreicher: bis 3 Monate ohne Formalitäten; laut service-public.fr gelten dafür EU, EWR und Schweiz als «Europäer», nötig ist ein gültiger Pass oder Identitätsausweis.
- Andere Nationalitäten: je nach Pass ein eigenes Visum für das Überseegebiet; ein Schengen-Visum reicht nicht.
- Zoll und Krankenkasse: Laut EDA gelten eigene Zollbestimmungen, und die Europäische Krankenversicherungskarte gilt nicht in allen Überseegebieten.
Die französische Behörde ist hier eindeutig: service-public.fr schreibt wörtlich, «europäische Bürger» bräuchten «einfach einen gültigen Pass oder einen gültigen Personalausweis» für eine Identitätskontrolle im Land. Das BMEIA empfiehlt österreichischen Reisenden trotzdem den Reisepass, vermutlich aus Vorsicht bei Umsteigeverbindungen ausserhalb des Schengen-Raums; wer nur mit der Identitätskarte reist, sollte das vorher mit der Fluggesellschaft klären.
Quellen: Europäische Kommission · Direction générale des étrangers en France, Ministère de l'Intérieur · Service Public (Direction de l'information légale et administrative) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane)
Welche Orte lohnen sich in Französisch-Guayana?
Die meisten Reisen verbinden Cayenne, Kourou mit dem Raumfahrtzentrum und den Îles du Salut sowie Saint-Laurent-du-Maroni im Westen. Dazu kommen Awala-Yalimapo für die Meeresschildkröten, das Hmong-Dorf Cacao und, per Kleinflugzeug, Saül im Parc amazonien. Von Cayenne sind es 61 km nach Kourou und 258 km nach Saint-Laurent.
Cayenne
Die Hauptstadt ist Ausgangspunkt fast jeder Reise; der Flughafen liegt in Matoury, 13.5 km südwestlich. Ein Rundgang von rund 4 h führt von der Place des Palmistes zur Kathedrale Saint-Sauveur, zum Zentralmarkt und hinauf zum Fort Cépérou aus dem 17. Jahrhundert. Das Musée des cultures guyanaises stellt die Bevölkerungsgruppen vor.
Kourou und das Raumfahrtzentrum
Rund 1 h von Cayenne liegt das Centre spatial guyanais (CSG), Startbasis für Ariane 6 und Vega-C. Die Führung ist gratis, dauert 3 h und startet montags bis samstags um 8 und 13 Uhr; Reservation spätestens 48 h vorher, Mindestalter 8 Jahre. Am Tag vor, am Tag und am Tag nach einem Start fallen die Führungen aus.
Îles du Salut
Die Inseln Royale, Saint-Joseph und du Diable liegen vor Kourou; Katamarane mehrerer Anbieter fahren täglich ab dem Jachthafen, die Überfahrt dauert rund 1 h. Auf der Île Royale führt ein Rundweg in 1 h bis 1 h 30 min an Resten des Straflagers und am Meerwasserbecken der Häftlinge vorbei. Die Teufelsinsel, Verbannungsort von Alfred Dreyfus, ist für Besucher gesperrt.
Saint-Laurent-du-Maroni
Am Grenzfluss Maroni, 3 h 15 min Fahrt von Cayenne, steht der 1858 gebaute Camp de la Transportation; in Zelle 47 sass Henri Charrière, bekannt als «Papillon». Führungen dauern 1 h 15 min und kosten 8 €; von September bis Juni starten sie dienstags bis samstags um 9.30, 11, 15 und 16.30 Uhr (Stand September 2026).
Awala-Yalimapo
An der Plage des Hattes, rund 1 h von Saint-Laurent, legen von Januar bis August Meeresschildkröten ihre Eier, am häufigsten von April bis Juli. Die Strände der Réserve naturelle de l’Amana zählen laut Réserves Naturelles de France weltweit zu den wichtigsten Eiablageplätzen von Leder-, Suppen- und Oliv-Bastardschildkröte.
Cacao
Das Dorf 70 km oder 1 h 20 min von Cayenne gründeten Hmong-Flüchtlinge aus Laos in den 1970er-Jahren. Bekannt sind der Sonntagsmarkt, das Insektenmuseum Planeur Bleu und der Wanderweg Molokoï.
Parc amazonien de Guyane
Der 2007 gegründete Nationalpark ist mit 3.4 Mio. Hektar der grösste Frankreichs und der EU; in seinen fünf Gemeinden leben über 18’000 Menschen. Saül mit seinen Waldwegen erreicht man nur per Flugzeug, 45 min ab Cayenne. Nach Maripasoula fliegt man 50 min oder fährt ab Saint-Laurent je nach Saison 12 h bis mehrere Tage mit der Pirogue.
Quellen: Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Air France · Centre spatial guyanais (CNES) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Office de Tourisme de Saint-Laurent du Maroni · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Réserves Naturelles de France · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Parc amazonien de Guyane · Parc amazonien de Guyane · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane)
Wann ist die beste Reisezeit für Französisch-Guayana?
Am günstigsten ist die Trockenzeit von Juli bis November; September und Oktober gelten als die sonnigsten Monate. Von Januar bis Juni regnet es häufiger, am stärksten im Mai und Juni, unterbrochen vom kurzen «petit été de mars». Warm ist es das ganze Jahr, und Wirbelstürme erreichen Französisch-Guayana nicht.
Cayenne: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (Station Rochambeau/Félix Éboué) und Monatsniederschlag. Für Kourou greifen unsere Daten auf dieselbe Station zurück.
| Cayenne | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 30 | 31 | 31 | 31 | 32 | 33 | 33 | 33 | 32 | 31 |
| Tiefstwert °C | 22 | 22 | 22 | 22 | 20 | 21 | 21 | 22 | 23 | 23 | 22 | 21 |
| Niederschlag mm | 300 | 264 | 250 | 369 | 504 | 334 | 217 | 109 | 54 | 58 | 110 | 303 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ROCHAMBEAU / CAYENNE FELIX EBOUE (12 km, 8 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Temperaturen schwanken kaum; das Tourismusbüro nennt Tiefstwerte stets über 20 °C und ein Jahresmittel um 26 °C. Entscheidend ist der Regen, der im Mai seinen Höhepunkt erreicht und im September und Oktober am geringsten ist.
| Zeitraum | Charakter | Gut für |
|---|---|---|
| Januar–Februar | kleine Regenzeit, Sonne und Schauer | Karneval |
| März | «petit été de mars», kurz sonnig | Wald und Flüsse |
| April–Juni | grosse Regenzeit | Museen, Kaw, Schildkröten |
| Juli–November | Trockenzeit | Trekking, Baden, Îles du Salut |
| ganzjährig | Startplan des CSG | Raketenstart |
In der Regenzeit sind Pisten oft nur mit Geländewagen befahrbar, und Mücken sind aktiver.
Quellen: Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane)
Was braucht man für die Einreise nach Französisch-Guayana?
Staatsangehörige der Schweiz, Deutschlands und Österreichs brauchen kein Visum. Das Auswärtige Amt lässt Reisepass oder Personalausweis zu, rät aber zu einem mindestens sechs Monate gültigen Pass; das BMEIA nennt für Österreicher den Reisepass. Pflicht für alle ab 1 Jahr ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung (Stand September 2026).
| Nationalität | Dokument | Hinweis der Behörde |
|---|---|---|
| Schweiz | Pass oder Identitätskarte (service-public.fr) | EDA: jederzeit ausweisen können; verbindlich ist die französische Vertretung |
| Deutschland | Reisepass, Kinderreisepass oder Personalausweis | AA: bei Zwischenlandung ausserhalb französischer Gebiete Pass mit 6 Monaten Gültigkeit |
| Österreich | Reisepass | BMEIA: visumfrei bis 90 Tage |
Gelbfieber: Die Gesundheitsbehörde ARS Guyane verlangt ein internationales Impfzertifikat mit einer Impfung, die mindestens 10 Tage zurückliegt, oder ein Attest über eine Kontraindikation; an der Grenze wird kontrolliert. Wer nach dem zweiten Geburtstag geimpft wurde, gilt als lebenslang geschützt.
Eine Einverständniserklärung der Eltern empfiehlt das AA für allein reisende Kinder unter 15 Jahren; das BMEIA verlangt sie für Minderjährige, die ohne beide Elternteile reisen.
Andere Staatsangehörigkeiten: Wer nicht aus der EU, dem EWR oder der Schweiz stammt, braucht laut service-public.fr ein eigenes Kurzzeitvisum für die Überseegebiete, sofern die Staatsangehörigkeit nicht davon befreit ist oder ein Aufenthaltstitel eines Schengen-Staats vorliegt; ein Schengen-Visum gilt nicht. Auskunft geben die französischen Konsulate.
Massgeblich sind die amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA und die französischen Behörden.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Service Public (Direction de l'information légale et administrative) · Agence régionale de santé Guyane
Welche Impfungen und Gesundheitsrisiken gibt es?
Die Gelbfieberimpfung ist Pflicht und auch medizinisch für alle Reisenden empfohlen. healthytravel.ch rät zusätzlich zu Hepatitis A; Dengue, Chikungunya und Zika kommen landesweit vor, Chikungunya tritt zeitweise in Ausbrüchen auf. Malaria betrifft vor allem Flussgebiete und Goldabbauzonen im Landesinnern.
- Gelbfieber: Pflicht ab 1 Jahr; die CDC empfehlen die Impfung ab 9 Monaten.
- Hepatitis A: für alle; je nach Reise Hepatitis B, Typhus und Tollwut.
- Chikungunya: Bei Ausbrüchen ist laut healthytravel.ch die Impfung angezeigt; aktuelle Reisehinweise stehen bei den CDC.
- Dengue und Zika: tagaktive Mücken, Schutz auch tagsüber; Zika ist in der Schwangerschaft relevant.
Malaria: Das Auswärtige Amt sieht ein mittleres Risiko an den Flüssen Oiapoque, Approuague, Mana und Maroni, in Saül und Maripasoula, und nennt die Küste mit Cayenne und Kourou malariafrei. healthytravel.ch stuft die Küste als geringes Risiko ein. Die CDC melden keine Übertragung in der Stadt Cayenne und in den Küstengebieten westlich von Kourou, zählen aber zugleich die Gemeinde (Commune) Kourou zu den Übertragungsgebieten; die Gemeinde reicht weit ins Hinterland, die CDC-Angabe bleibt für den Küstenort selbst uneindeutig. Prophylaxe oder Notfallmedikament ärztlich abklären.
Die Versorgung ist laut AA regional gut, aber nicht auf europäischem Niveau; eine Rückholversicherung wird empfohlen.
Quellen: healthytravel.ch (Expertenkomitee für Reisemedizin) · CDC Travelers' Health · Auswärtiges Amt · Agence régionale de santé Guyane
Wie sicher ist Französisch-Guayana?
Das EDA beschreibt die Kriminalitätsrate als erhöht; Diebstähle kommen auch gegenüber Touristen vor, besonders an Stränden und an wenig besuchten Orten. Soziale Spannungen führen zeitweise zu Demonstrationen, Streiks und Strassenblockaden.
Bei längeren Streiks sind laut EDA Versorgungsengpässe möglich, auch beim Trinkwasser. Das Auswärtige Amt rät, in ärmeren Gegenden vorsichtig zu sein und bei einem Überfall keinen Widerstand zu leisten. Aktuelle Lage: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten
Wie reist man nach Französisch-Guayana an?
Einziger internationaler Flughafen ist Cayenne Félix Éboué (CAY) in Matoury, 13.5 km südwestlich von Cayenne. Nonstop nach Europa geht es nur ab Paris: Air France täglich ab Charles de Gaulle, Air Caraïbes mehrmals pro Woche ab Orly, laut Air Caraïbes in 9 h 10 min für 7’079 km. In der Region fliegt Air France nonstop nach Fort-de-France auf Martinique sowie nach Belém und Fortaleza in Brasilien.
Aus den USA, Kanada, Mittelamerika, Afrika und Asien gibt es laut FlightConnections keine Nonstopflüge; man steigt in Paris, auf Martinique oder in Brasilien um. Mietwagenschalter sind bei jeder internationalen Ankunft besetzt; ein Taxi ins Zentrum kostet laut Air Caraïbes rund 35 €.
| Ziel | Distanz | Zeit |
|---|---|---|
| Kourou | 61 km | 1 h (Auto) |
| Cacao | 70 km | 1 h 20 min (Auto) |
| Saint-Georges-de-l’Oyapock | 180 km | 2 h 30 min (Auto) |
| Saint-Laurent-du-Maroni | 258 km | 3 h 15 min (Auto) |
| Saül | 160 km | 45 min (Flug) |
Ohne Auto fahren Busse des Netzes TIG und Sammeltaxis. Der Bus von Transport BEST zwischen Cayenne und Saint-Laurent fährt montags bis samstags um 6 und 13 Uhr und kostet 25 € (Stand September 2026). Ins Landesinnere fliegen Guyane Express Fly und Van Air.
Quellen: Aéroport Cayenne-Félix Éboué · FlightConnections · Air Caraïbes · Air France · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Office de Tourisme de Saint-Laurent du Maroni
Was kostet eine Reise nach Französisch-Guayana?
Bezahlt wird mit Euro. Das Tourismusbüro rechnet für eine Woche mit 1’500 bis 2’500 € pro Person ohne Flug, inklusive Unterkunft, Mietwagen, Essen und Aktivitäten. Hin- und Rückflüge Paris–Cayenne zeigten Air France und Air Caraïbes im September 2026 ab rund 650 €; dazu kommt der Zubringer nach Paris.
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Führung Raumfahrtzentrum | gratis, mit Reservation |
| Guyaspace Expérience, Kourou | 10 €, unter 10 Jahren 6 € |
| Camp de la Transportation | 8 €, Kinder 4–5 € |
| Bus Cayenne–Saint-Laurent | 25 € |
| Pirogue Saint-Laurent–Albina | 5 € einfach |
Visa, Mastercard und American Express werden in den Städten breit akzeptiert, ausserhalb braucht man Bargeld. Wechselstuben sind selten, Euro bezieht man am Automaten. Banken öffnen in der Regel montags bis freitags 8–12 und 14.30–17 Uhr, mittwochnachmittags sind sie geschlossen.
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Wo übernachtet man in Französisch-Guayana?
In Cayenne, Kourou und Saint-Laurent-du-Maroni gibt es Hotels, Ferienwohnungen, Gästezimmer und Gîtes. Typisch sind aber Carbets: offene Holzunterstände, in denen man in der Hängematte schläft, oft in Waldcamps mit Vollpension und Ausflügen per Pirogue.
In den Sümpfen von Kaw bietet das Hausboot Morpho Platz für bis zu 14 Gäste mit Moskitonetzen. Auf der Île Royale vermietet die Hostellerie des Îles du Salut Zimmer sowie Plätze im Hängematten-Carbet. Übernachtungen im Carbet gehören in der Region zum Alltag.
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Was isst man in Französisch-Guayana?
Die Küche mischt kreolische, javanische und amerindianische Einflüsse. Typisch sind der Bouillon d’awara aus der Frucht der Awara-Palme, traditionell zu Ostern, Colombo-Currys sowie Bami und Nasi. Maniok wird zu Couac und Cassave verarbeitet.
Am besten probiert man auf Märkten: Im Zentralmarkt von Cayenne gibt es frische Säfte, Marinades (frittierte Stockfisch-Küchlein) und Pho-Suppe, am Sonntagsmarkt in Cacao verkaufen Hmong-Familien Früchte, Gemüse und Bananen-Beignets. In Saint-Laurent zeigt die Rumbrennerei Saint-Maurice mittwochs in 45 min ihre Produktion (15 €).
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Welche Kulturen prägen Französisch-Guayana?
Französisch-Guayana ist ein Mosaik aus Amerindianern, Kreolen, Bushinengue, Hmong und Europäern. Amtssprache ist Französisch; im Alltag hört man auch Guyana-Kreolisch, amerindianische und Bushinengue-Sprachen. Höhepunkt des Jahres ist der Karneval vom Dreikönigstag bis Aschermittwoch.
Die Sklaverei wurde 1848 abgeschafft. Die Bushinengue sind Nachfahren entflohener Sklaven, die im Wald eigene Gemeinschaften gründeten; am Maroni leben unter anderen Aluku und Saramaka. Zentrale Figur des Karnevals ist der Touloulou, eine von Kopf bis Fuss verhüllte Gestalt, die an den Bällen «parés-masqués» unerkannt tanzt.
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Was kann man in Französisch-Guayana erleben?
Die Höhepunkte sind ein Raketenstart oder eine Führung im Raumfahrtzentrum Kourou, ein Tag auf den Îles du Salut, die nächtliche Eiablage der Lederschildkröten und eine Pirogenfahrt durch die Sümpfe von Kaw oder auf dem Maroni. Wer mehr Zeit hat, fliegt nach Saül in den Nationalpark.
- Raketenstart: gratis vom Beobachtungsplatz Carapa oder mit Reservation von Ibis, 15 bis 18 km von den Startrampen; frei zugänglich sind auch die Plage Pim Poum in Kourou und die Montagne des Singes, dort ohne Übertragung.
- Guyaspace Expérience: das interaktive Museum des CSG mit Planetarium; rund 2 h einplanen.
- Sümpfe von Kaw: 94’700 Hektar Naturschutzgebiet, nur auf dem Wasserweg zugänglich; Ausflüge zu Kaimanen und Scharlachsichlern.
- Maroni per Pirogue: ab Saint-Laurent flussaufwärts bis Maripasoula 3 bis 5 Tage, flussabwärts 2 bis 4 Tage, mit Halt in Dörfern.
- Saül: Dorf im Nationalpark, nur per Flugzeug erreichbar, mit Waldwegen und einem als heilig geltenden Fromager-Baum.
- Wandern: Sentier de Rorota in Rémire-Montjoly oder Sentier Molokoï bei Cacao mit Nacht im Carbet.
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Wie reist man in Französisch-Guayana verantwortungsvoll?
Der Parc amazonien de Guyane bittet, Dörfer im Süden nur auf Einladung zu betreten, Menschen nur mit Erlaubnis zu fotografieren und geschützte Arten wie Tapir, Klammeraffe und Brüllaffe nicht zu essen. Bei den Meeresschildkröten gilt: Abstand halten, kein weisses Licht, keine Hilfe beim Schlüpfen.
Für die Kernzone des Parks gelten eigene Schutzregeln, Teile des Südens sind per Präfekturverordnung zugangsbeschränkt. Für Flussfahrten empfiehlt das Tourismusbüro in Frankreich registrierte und versicherte Pirogen.
Quellen: Parc amazonien de Guyane · Parc amazonien de Guyane · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane)
Womit lässt sich Französisch-Guayana kombinieren?
Naheliegend ist Suriname: Von Saint-Laurent-du-Maroni setzt man mit der Pirogue in rund 10 Minuten nach Albina über, von dort sind es 175 km nach Paramaribo. Im Osten verbindet eine Brücke über den Oyapock Saint-Georges mit dem brasilianischen Oiapoque; Air France fliegt ab Cayenne zudem nach Belém und Fortaleza.
Belém und Fortaleza werden je einmal pro Woche angeflogen, Fort-de-France auf Martinique bis zu zweimal täglich. Im Süden grenzt der Parc amazonien an den brasilianischen Nationalpark Montanhas do Tumucumaque mit 3.9 Mio. Hektar.
Quellen: Office de Tourisme de Saint-Laurent du Maroni · Guyane Amazonie (Comité du tourisme de la Guyane) · Parc amazonien de Guyane
Für wen eignet sich Französisch-Guayana, für wen weniger?
Französisch-Guayana passt zu Reisenden, die Regenwald, Tierbeobachtung, Raumfahrt und die Geschichte der Straflager verbinden wollen und Hitze, Feuchtigkeit und Mücken in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist es für klassischen Badeurlaub, knappe Budgets und für alle, die sich nicht gegen Gelbfieber impfen lassen können.
Wer Karibikstrände sucht, wird am braunen Meer enttäuscht; wer ohne Auto reist, ist auf wechselnde Busfahrpläne angewiesen. Familien sollten wissen, dass die Führung im CSG erst ab 8 Jahren möglich ist. Die Routenvorschläge des Tourismusbüros dauern 8 und 12 Tage.
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