Die halbmondförmige Wineglass Bay im Freycinet-Nationalpark von oben

Bundesstaat / Territorium · Australien

Tasmanien

Rund 240 km südlich des australischen Festlands liegt Tasmanien, durch die raue Bass-Strasse vom Kontinent getrennt und mit rund 68'400 km² der kleinste Bundesstaat Australiens. Fast ein Viertel der Insel steht als Weltnaturerbe unter Schutz, dazu kommen die Konvikt-Ruinen von Port Arthur, die Hauptstadt Hobart mit dem Kunstmuseum MONA und ein kühleres, vier Jahreszeiten kennendes Klima als auf dem Festland.

Foto: K B auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Zugehörigkeit
australischer Bundesstaat, seit 1901 Gründungsmitglied der Föderation; zuvor britische Kolonie Van-Diemens-Land (bis 1856)
Fläche
rund 68'400 km², kleinster Bundesstaat Australiens
Bevölkerung
rund 571'000 (Stand März 2022), rund 40 % davon im Grossraum Hobart
Hauptstadt
Hobart
Zeitzone
AEST UTC+10, Sommerzeit (AEDT UTC+11) von Anfang Oktober bis Anfang April
Flughäfen
Hobart (HBA) und Launceston (LST), beide nur mit australischen Inlandsverbindungen sowie Hobart–Auckland (Neuseeland)
Fähre vom Festland
Spirit of Tasmania, Geelong (Victoria) – Devonport, rund 9.5 bis 11.5 Stunden über die Bass-Strasse
Beste Reisezeit
Dezember bis März (Südhalbkugel-Sommer) für Wanderungen und Küste; Museen und Städte ganzjährig
UNESCO-Welterbe
Tasmanian Wilderness (1982, erweitert 1989, rund 1.58 Mio. ha) und Port Arthur als Teil der Australian Convict Sites (2010)
Einreise CH/DE/AT
eVisitor wie für ganz Australien, keine separate Bewilligung für Tasmanien (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ I (drei Flachstifte), 230 V/50 Hz, in der Praxis oft 240 V
Notruf
000 für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz

Was erwartet Reisende in Tasmanien?

Kurz gesagt

Tasmanien ist Australiens einzige Inselregion mit eigenem, kühlerem Klima: Wildnis-Nationalparks, die zusammen fast ein Viertel der Insel bedecken, treffen auf die Konvikt-Geschichte von Port Arthur und ein überraschend dichtes Kulturangebot rund um Hobart. Die Insel liegt separat vom Festland und wird meist per Flug oder Fähre über die Bass-Strasse erreicht.

Hobart im Süden und Launceston im Norden sind die zwei grossen Städte und meist Ausgangspunkte für Rundreisen; dazwischen liegen rund drei Autostunden über den Midland Highway. Wer nur wenige Tage hat, bleibt im Südosten zwischen Hobart, der Tasman-Halbinsel und dem Weinbaugebiet Coal River Valley; für Cradle Mountain und die Westküste braucht es mindestens eine Woche.

Die Distanzen sind kleiner als auf dem australischen Festland, die Strassen aber oft kurvig und einspurig; Mietwagen sind für die meisten Routen die praktischste Option, da der öffentliche Verkehr ausserhalb der Städte dünn ist.

Wie ist Tasmanien als Reiseregion aufgebaut?

Kurz gesagt

Das Landesinnere ist gebirgig und dicht bewaldet, mit dem Mount Ossa (1'617 m) als höchstem Punkt; rund 1.58 Mio. Hektaren, fast ein Viertel der Insel, stehen als Tasmanian Wilderness World Heritage Area unter Schutz. Die Küste wechselt zwischen sanften Buchten im Osten und schroffen Klippen im Westen, dazwischen liegen Weinberge, Weiden und die beiden Städte Hobart und Launceston.

Tasmanien hat vier klar unterscheidbare Jahreszeiten, anders als weite Teile des Festlands: Der Südhalbkugel-Sommer (Dezember bis Februar) bringt lange, milde Tage, der Winter (Juni bis August) im Hochland Frost und gelegentlich Schnee, etwa auf dem Gipfel von kunanyi/Mount Wellington über Hobart.

Die Insel gliedert sich grob in vier Reisegebiete: den Südosten um Hobart und die Tasman-Halbinsel mit Port Arthur, die Ostküste mit Freycinet und Wineglass Bay, das zentrale Hochland mit Cradle Mountain und dem Overland Track sowie den dünn besiedelten, regenreichen Westen und Norden mit Launceston und dem Tamar Valley.

Gehört Tasmanien zu Australien, und was bedeutet das für die Reise?

Kurz gesagt

Tasmanien ist ein eigenständiger australischer Bundesstaat, seit der Föderation 1901 Gründungsmitglied des Landes; zuvor hiess die Insel als britische Strafkolonie Van-Diemens-Land, bis sie 1856 umbenannt wurde. Einreise, Währung und Notrufnummer entsprechen dem übrigen Australien, ausführlich auf der Australien-Seite erklärt; eine eigene tasmanische Einreisebewilligung gibt es nicht.

Eine Besonderheit betrifft nicht die Einreise nach Australien, sondern jene nach Tasmanien selbst: Die Insel gilt als frei von der Fruchtfliege, einem Schädling, der auf dem Festland verbreitet ist. Bei Ankunft mit Flugzeug oder Fähre kontrolliert Biosecurity Tasmania Obst, Gemüse, Honig und Pflanzen aus anderen Bundesstaaten; nicht deklarierte Ware kann beschlagnahmt werden.

Für Reisende aus Übersee ändert das nichts an eVisitor oder Reisepass, betrifft aber Weiterreisende, die zuerst auf dem Festland Obst oder Honig gekauft haben und dieses nach Tasmanien mitnehmen wollen.

Quellen: Wikipedia · Department of Natural Resources and Environment Tasmania, Biosecurity Tasmania

Welche Orte lohnen sich in Tasmanien?

Kurz gesagt

Hobart mit dem Kunstmuseum MONA und dem Salamanca Market ist der übliche Startpunkt, die Halbinsel Port Arthur rund 90 Fahrminuten südöstlich zeigt die Konvikt-Geschichte des Landes. Cradle Mountain-Lake St Clair im Hochland und Freycinet mit der Wineglass Bay an der Ostküste sind die bekanntesten Nationalparks, Launceston im Norden das Tor zum Weinbaugebiet Tamar Valley.

Hobart, kunanyi/Mount Wellington und Salamanca Market

Hobart liegt am Derwent River unterhalb von kunanyi/Mount Wellington, dessen Gipfel auf 1'271 m Höhe über die sealed, aber steile Pinnacle Road in rund 30 Fahrminuten (21 km) vom Zentrum erreichbar ist; bei klarem Wetter reicht der Blick über die ganze Südküste. Jeden Samstag verwandelt der Salamanca Market, seit 1972 an derselben Stelle, die historischen Sandstein-Lagerhäuser von Salamanca Place mit mehr als 300 Ständen in Tasmaniens meistbesuchte Attraktion.

Rund 11 km nördlich der Innenstadt liegt MONA, das mit privaten Mitteln finanzierte Museum of Old and New Art; wer die schnelle Fähre ab Brooke Street Pier nimmt, ist in rund 30 Minuten den Derwent River hinauf am Museum, das donnerstags bis montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Port Arthur und die Tasman-Halbinsel

Port Arthur Historic Site, rund 90 Fahrminuten südöstlich von Hobart auf der Tasman-Halbinsel, war zwischen 1830 und 1853 eine der bedeutendsten Sträflingssiedlungen des britischen Empire; die Ruinen und rund 30 erhaltene Bauten gehören seit 2010 als Teil der Australian Convict Sites zum UNESCO-Welterbe. Die schmale Landenge Eaglehawk Neck, einst mit einer Hundekette bewacht, machte die Halbinsel zum natürlichen Gefängnis.

Cradle Mountain-Lake St Clair

Der Nationalpark im zentralen Hochland ist Teil der Tasmanian Wilderness World Heritage Area und Ausgangspunkt des Overland Track, einer 65 km langen Weitwanderung von Cradle Mountain zum Lake St Clair, die die meisten Gehenden in sechs bis acht Tagen zurücklegen. Der Dove Lake am Fuss des markanten Cradle Mountain lässt sich auf einem rund zweistündigen Rundweg ohne Übernachtung umrunden.

Freycinet und Wineglass Bay

Der 1916 gegründete Freycinet-Nationalpark liegt rund 2 h 30 min (192 km) nordöstlich von Hobart an der Ostküste. Die halbmondförmige Wineglass Bay, von den rosafarbenen Granitgipfeln der Hazards gerahmt, erreicht man von der Lookout-Aussicht auf einem rund 60- bis 90-minütigen Rundweg (1.3 km je Richtung).

Launceston und das Tamar Valley

Launceston, Tasmaniens zweitgrösste Stadt, liegt am Zusammenfluss von North Esk und South Esk River; direkt am Stadtrand schneidet die Cataract Gorge in den South Esk River ein, überspannt von einer Sessellift-Anlage mit 308 m freier Spannweite, die als längste einzelne Sesselliftspannweite der Welt gilt. Nördlich der Stadt erstreckt sich das Tamar Valley, Tasmaniens grösstes Weinbaugebiet mit mehreren Whisky-Destillerien entlang beider Flussufer.

Bruny Island

Südlich von Hobart, ab dem Fährort Kettering, verkehrt alle 20 Minuten eine Autofähre in rund 20 Minuten nach Bruny Island; die Insel ist für Austern, Käse und geräucherten Lachs direkt ab Hof bekannt, dazu kommen Leuchttürme und ruhige Strände abseits des Festlandtrubels.

Quellen: Port Arthur Historic Site Management Authority · Parks & Wildlife Service Tasmania · Parks & Wildlife Service Tasmania · Discover Tasmania (Tourism Tasmania) · Gorge Scenic Chairlift, Launceston · Mona (Museum of Old and New Art) · Discover Tasmania (Tourism Tasmania)

Wann ist die beste Reisezeit für Tasmanien?

Kurz gesagt

Der Südhalbkugel-Sommer von Dezember bis Februar mit Tageshöchstwerten um 22 bis 23 °C in Hobart eignet sich am besten für Wanderungen, den Overland Track und die Ostküste. Der Winter (Juni bis August) ist mit rund 13 °C Tageshöchstwert deutlich kühler als auf dem Festland und bringt im Hochland gelegentlich Schnee; Museen, Whisky-Touren und Hobart selbst lassen sich ganzjährig bereisen.

Hobart: Temperatur und Niederschlag im Jahresverlauf

HobartJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C232221191513131416182021
Tiefstwert °C1312119755567911
Niederschlag mm564457535565607567646361

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station HOBART (ELLERSLIE ROAD) (1 km, 51 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Anders als das übrige Ostaustralien kennt Tasmanien vier ausgeprägte Jahreszeiten: Der Frühling (September bis November) zeigt blühende Gärten und wechselhaftes Wetter, der Herbst (März bis Mai) stabileres Klima und Laubfärbung, etwa der eingeführten Buchen im Hochland um Mount Field. Niederschlag verteilt sich übers Jahr relativ gleichmässig, im Winter geringfügig höher als im Sommer.

Der Overland Track ist von 1. Oktober bis 31. Mai bewilligungspflichtig und auf 60 startende Personen pro Tag begrenzt; ausserhalb dieser Saison (Juni bis September) ist die Anmeldung kostenlos, aber Wetter und Tageslicht sind deutlich unsicherer.

Quellen: Tourism Australia (australia.com) · Parks & Wildlife Service Tasmania

Was brauche ich für die Einreise nach Tasmanien?

Kurz gesagt

Für Schweizer, Deutsche und Österreicher gelten exakt dieselben Regeln wie für das übrige Australien: das kostenlose eVisitor (Subclass 651), online beantragt, 12 Monate gültig und mit maximal 90 Tagen je Aufenthalt, ausführlich auf der Australien-Seite erklärt. Eine separate Bewilligung für Tasmanien existiert nicht.

Wer aus einem anderen australischen Bundesstaat einreist, etwa mit der Fähre ab Geelong oder per Inlandflug, durchläuft an Bord oder am Flughafen eine biosicherheitliche Kontrolle: Frisches Obst, Gemüse, Honig und manche Pflanzen aus dem Rest Australiens dürfen wegen des fruchtfliegenfreien Status der Insel nicht ohne Deklaration mitgeführt werden.

Massgeblich für die internationale Einreise sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und des australischen Department of Home Affairs zum Zeitpunkt der Reise (Stand September 2026).

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Department of Natural Resources and Environment Tasmania, Biosecurity Tasmania

Welche Gesundheitshinweise gelten für Tasmanien?

Kurz gesagt

Tasmaniens kühleres Klima senkt das Risiko mückenübertragener Krankheiten gegenüber dem tropischen Norden Australiens praktisch auf null; healthytravel.ch und die CDC nennen für die Insel keine eigenen Risiken über die allgemeinen Australien-Empfehlungen hinaus. Die medizinische Versorgung in Hobart und Launceston ist gut ausgebaut, entlegene Wandergebiete wie der Overland Track sind es nicht.

Die Standardimpfungen nach Schweizer, deutschem oder österreichischem Impfplan reichen aus; Malaria und Denguefieber kommen in Tasmanien nicht vor. Da kein Sozialversicherungsabkommen die vollen Behandlungskosten abdeckt, ist eine Reise- und Rückholversicherung sinnvoll, besonders für Wanderungen abseits der Strasse.

Auf mehrtägigen Touren wie dem Overland Track ist das grössere Risiko das raue Hochlandwetter: Schnee und Unterkühlung sind selbst im Südhalbkugel-Sommer möglich, weshalb Parks Tasmania warme, wasserdichte Ausrüstung unabhängig vom Kalendermonat empfiehlt.

Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Wie sicher ist Tasmanien für Reisende?

Kurz gesagt

EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA nennen für Tasmanien keine eigenen Sicherheitshinweise; die Insel fällt unter die allgemeine, insgesamt tiefe Risikoeinstufung für Australien mit gewöhnlicher Kleinkriminalität als Hauptrisiko. Buschbrände betreffen laut Auswärtigem Amt vor allem den Süden und Osten des Landes in den heissen Sommermonaten, wozu auch Tasmanien zählt.

Das grössere praktische Risiko liegt in der Abgeschiedenheit: Auf dem Overland Track oder anderen Hochlandwegen gibt es über weite Strecken keinen Mobilfunkempfang; Parks Tasmania empfiehlt, die Route und die voraussichtliche Rückkehr bei der Wanderleitstelle oder Bekannten zu hinterlegen.

Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Wie reist man nach Tasmanien an und in der Region herum?

Kurz gesagt

Tasmanien hat keine internationalen Nonstopflüge ausser der Verbindung Hobart–Auckland; alle anderen Reisenden fliegen zunächst nach Melbourne, Sydney, Brisbane oder Perth und steigen dort auf einen Inlandflug nach Hobart (HBA) oder Launceston (LST) um. Alternativ verbindet die Autofähre Spirit of Tasmania Geelong bei Melbourne mit Devonport im Norden der Insel in rund 9.5 bis 11.5 Stunden über die Bass-Strasse.

Inlandsverbindungen ab Hobart (HBA, Auswahl, Stand September 2026)
ZielFlugzeitAirlines
Melbourne (MEL)rund 1 hQantas, Jetstar, Virgin Australia
Sydney (SYD)unter 2 hQantas, Virgin Australia, Jetstar
Brisbane (BNE)rund 3 hQantas, Virgin Australia
Perth (PER)rund 4 hVirgin Australia
Adelaide (ADL)rund 2 hQantas, Jetstar
Auckland (AKL, Neuseeland)unter 4 hAir New Zealand

Von Europa aus führt der Weg immer über ein australisches Festland-Drehkreuz; Details zu Nonstopverbindungen nach Melbourne oder Sydney stehen auf der Australien-Seite. Die Fähre transportiert auch Fahrzeuge, sodass ein Mietwagen ab dem Festland mit auf die Insel genommen werden kann.

Zwischen Hobart und Launceston liegen rund drei Autostunden über den Midland Highway; öffentliche Busse verbinden beide Städte, ein eigenes Bahnnetz für Reisende gibt es nicht, weshalb ein Mietwagen für Nationalparks wie Cradle Mountain oder Freycinet die gängigste Option ist.

Quellen: Hobart Airport · TT-Line / Spirit of Tasmania

Was muss man zu Geld und Kosten in Tasmanien wissen?

Kurz gesagt

Bezahlt wird wie im übrigen Australien mit dem Australischen Dollar (AUD); Karten- und kontaktlose Zahlung sind in Hobart und Launceston ebenso verbreitet wie auf dem Festland, in ländlichen Gegenden und auf Fähren empfiehlt sich dennoch etwas Bargeld.

Die Overland-Track-Bewilligung kostet in der Saison von Oktober bis Mai 312 AUD (Kinder/Ermässigte 272 AUD) pro Person und ist seit Juli 2023 inklusive Parkeintritt; ausserhalb der Saison ist die Anmeldung kostenlos. Eintritt und Fährfahrt zum Museum MONA sowie Führungen in Port Arthur gehören zu den grösseren Ausgabeposten einer Tasmanien-Reise.

Wie auf dem Festland ist Trinkgeld nicht erwartet, da Servicepersonal einen gesetzlichen Mindestlohn erhält; in gehobenen Restaurants rundet man gelegentlich auf.

Quellen: Parks & Wildlife Service Tasmania

Wo übernachtet man in Tasmanien?

Kurz gesagt

In Hobart konzentrieren sich Hotels auf die Innenstadt und das historische Battery Point nahe Salamanca Place, in den Nationalparks dominieren einfachere Lodges und Hütten direkt am Wanderausgangspunkt. Wer die Ostküste bereist, übernachtet meist in Coles Bay bei Freycinet, auf der Tasman-Halbinsel in der Nähe von Port Arthur.

Cradle Mountain bietet Lodges direkt am Parkeingang, sodass der Dove Lake ohne lange Anfahrt erreichbar ist; wer den mehrtägigen Overland Track geht, übernachtet in einfachen, unbewirtschafteten Parkhütten oder im eigenen Zelt. Im Tamar Valley und im Coal River Valley übernachten viele Reisende direkt auf einem Weingut oder in einer Farmunterkunft.

Bruny Island hat nur wenige, meist kleine Unterkünfte; wer dort übernachten will, bucht früh, da die Insel als Tagesausflug ab Hobart ebenfalls stark nachgefragt ist.

Was isst man in Tasmanien?

Kurz gesagt

Tasmanien gilt als Feinkost-Insel Australiens: Austern und geräucherter Lachs von Bruny Island, Käse aus dem Coal River Valley und Whisky aus mehr als einem Dutzend Destillerien entlang des Tamar Valley prägen die Küche stärker als auf dem Festland üblich. Dazu kommt kühles Klima-Wein, vor allem Sparkling Wine und Pinot Noir aus dem Tamar Valley, Tasmaniens grösstem Weinbaugebiet.

Auf Bruny Island bieten die Get Shucked Oyster Farm, die Bruny Island Cheese and Beer Company und das Bruny Island Smokehouse Verkostungen direkt ab Hof; ein Dutzend frisch geschälter Austern kostet dort rund 32 AUD. Im Coal River Valley kombiniert Coal River Farm Käse- und Schokoladenverkostung mit Weinproben.

Der Salamanca Market in Hobart ist samstags eine gute Gelegenheit, lokale Produkte von Brot über Käse bis zu Wein und Spirituosen an einem Ort zu probieren.

Quellen: Discover Tasmania (Tourism Tasmania)

Welche Kultur prägt Tasmanien?

Kurz gesagt

Vor der britischen Besiedlung lebte die palawa-Bevölkerung seit rund 40'000 Jahren auf der Insel; die Tasmanian Wilderness zählt laut UNESCO zu den dichtesten bekannten Fundstellen menschlicher Besiedlung aus der späten Altsteinzeit weltweit. Die britische Kolonialzeit ab 1803 als Van-Diemens-Land und die Sträflingsgeschichte von Port Arthur prägen bis heute Architektur und Erzählung der Insel.

Der Name kunanyi für den Hausberg über Hobart stammt aus der palawa-kani-Sprache und wird seit 2013 offiziell neben Mount Wellington geführt; er steht für eine breitere Bewegung, indigene Ortsnamen in Tasmanien sichtbarer zu machen.

MONA in Hobart hat die Kulturszene der Stadt seit seiner Eröffnung stark verändert und veranstaltet mit Dark Mofo im Winter und Mona Foma im Sommer zwei grosse Musik- und Kunstfestivals, die Tasmanien auch ausserhalb der Wandersaison zum Reiseziel machen.

Quellen: Mona (Museum of Old and New Art)

Was sind die schönsten Erlebnisse in Tasmanien?

Kurz gesagt

Zu den eindrücklichsten Erlebnissen zählen der mehrtägige Overland Track durch die Tasmanian Wilderness, der Blick von der Wineglass-Bay-Lookout, eine Fährfahrt zum Museum MONA, eine Begegnung mit Tasmanischen Teufeln im Bonorong Wildlife Sanctuary und eine Fahrt mit dem Sessellift über die Cataract Gorge in Launceston.

  • Overland Track: 65 km in sechs bis acht Tagen von Cradle Mountain zum Lake St Clair, Saison Oktober bis Mai mit Bewilligungspflicht und Tageslimite von 60 Personen.
  • Wineglass Bay Lookout: rund 60 bis 90 Minuten Rundweg (1.3 km je Richtung) zur Aussicht auf einen der weltweit bestplatzierten Strände.
  • MONA: Fährfahrt ab Brooke Street Pier in rund 30 Minuten den Derwent River hinauf zum privat finanzierten Kunstmuseum, geöffnet Donnerstag bis Montag.
  • Bonorong Wildlife Sanctuary: rund 30 Fahrminuten nördlich von Hobart, mit Zuchtprogramm für vom Gesichtstumor bedrohte Tasmanische Teufel und rund 20'000 Wildtierrettungen pro Jahr statlandesweit.
  • Cataract Gorge Chairlift, Launceston: eine Fahrt über die mit 308 m längste freie Sesselliftspannweite der Welt, direkt am Stadtrand über den South Esk River.

Wer weniger Zeit hat, kombiniert einen Tagesausflug nach Port Arthur mit einer Weinprobe im Coal River Valley auf dem Rückweg nach Hobart; für Cradle Mountain und die Westküste lohnt sich dagegen eine eigene Route von mindestens drei bis vier Tagen.

Quellen: Parks & Wildlife Service Tasmania · Discover Tasmania (Tourism Tasmania) · Mona (Museum of Old and New Art) · Gorge Scenic Chairlift, Launceston

Wie reist man in Tasmanien verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

Die Tasmanian Wilderness World Heritage Area geht auf die Franklin-Dam-Blockade von 1982/83 zurück, als Umweltschützer den Bau eines Staudamms verhinderten; seither begrenzt Parks Tasmania Besucherzahlen auf sensiblen Routen wie dem Overland Track, um die Wildnis zu erhalten. Wer eine mehrtägige Tour bucht, hält sich an die Tageslimiten und Buchungsfenster.

Der Tasmanische Teufel ist durch die ansteckende, fast immer tödliche Gesichtstumorkrankheit (DFTD) bedroht; Zuchtprogramme wie jenes von Bonorong halten gesunde Populationen für die Wiederansiedlung bereit. Wildtiere, insbesondere nachtaktive Teufel und Wombats an Strassenrändern, sollten nachts nicht gefüttert oder mit Blitzlicht fotografiert werden.

Die Biosicherheitskontrollen an den Grenzen der Insel schützen nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch einheimische Ökosysteme vor eingeschleppten Schädlingen; wer Wanderausrüstung aus Übersee mitbringt, reinigt Schuhe und Zelte vor der ersten Tour.

Quellen: Parks & Wildlife Service Tasmania · Department of Natural Resources and Environment Tasmania, Biosecurity Tasmania

Womit lässt sich Tasmanien kombinieren?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten ist Victoria mit Melbourne, sowohl per rund einstündigem Flug als auch mit der Autofähre Spirit of Tasmania ab Geelong. Wer die Reise ganz in Australien hält, verbindet Tasmanien über Sydney, Brisbane oder Perth mit den übrigen Bundesstaaten des Kontinents.

Für eine reine Tasmanien-Rundreise mit Hobart, Port Arthur, Cradle Mountain, Freycinet und Launceston empfehlen sich mindestens zehn bis zwölf Tage; wer die Insel mit Melbourne kombiniert, plant zusätzlich zwei bis drei Tage für die Fahrt über die Bass-Strasse ein, wenn das eigene Fahrzeug mitreisen soll.

Für wen eignet sich Tasmanien, für wen weniger?

Kurz gesagt

Tasmanien passt zu Reisenden, die Wildnis, Wanderungen und Feinkost einem tropischen Strandurlaub vorziehen und ein kühleres, wechselhafteres Klima als auf dem australischen Festland in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist die Insel für alle, die auf einer Australien-Reise vor allem warmes Meer und das Great Barrier Reef suchen.

Wanderfreudige und Naturinteressierte finden mit dem Overland Track und der Tasmanian Wilderness eines der grössten zusammenhängenden Schutzgebiete der Südhalbkugel; Feinschmecker profitieren von der Dichte an Käsereien, Austernfarmen und Whisky-Destillerien auf kleinem Raum.

Wer knappe Zeit hat und nur Sydney oder Melbourne besucht, lässt Tasmanien besser für eine eigene Reise; die Insel lohnt sich kaum als reiner Tagesausflug, da schon die Anreise über See oder mit Umstieg mehrere Stunden dauert.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Tasmanien.

Braucht man für Tasmanien ein eigenes Visum?

Nein. Tasmanien ist ein australischer Bundesstaat, für die Einreise gilt dasselbe eVisitor wie für das übrige Australien. Eine separate tasmanische Bewilligung gibt es nicht.

Wie kommt man nach Tasmanien?

Meist per Inlandflug ab Melbourne, Sydney, Brisbane oder Perth nach Hobart oder Launceston, da es keine Nonstopflüge von Europa gibt. Alternativ verkehrt die Autofähre Spirit of Tasmania zwischen Geelong bei Melbourne und Devonport in rund 9.5 bis 11.5 Stunden.

Wie lange dauert die Fähre von Melbourne nach Tasmanien?

Die Spirit of Tasmania braucht für die Strecke Geelong–Devonport über die Bass-Strasse rund 9.5 bis 11.5 Stunden, je nach Wetter und Seegang.

Was ist die Tasmanian Wilderness World Heritage Area?

Ein 1982 eingerichtetes und 1989 erweitertes Weltnaturerbe von rund 1.58 Mio. Hektaren, fast einem Viertel der Insel. Es umfasst unter anderem den Cradle-Mountain-Lake-St-Clair-Nationalpark und zählt zu den grössten verbliebenen Wildnisgebieten der gemässigten Zone der Südhalbkugel.

Wie lange dauert der Overland Track?

Die meisten Wandernden legen die 65 km von Cradle Mountain zum Lake St Clair in sechs bis acht Tagen zurück, mit optionalen Seitentouren auch bis zu zehn Tage. In der Saison von Oktober bis Mai ist eine kostenpflichtige Bewilligung nötig.

Was kostet die Bewilligung für den Overland Track?

In der Hauptsaison von Oktober bis Mai kostet die Bewilligung 312 AUD (Kinder/Ermässigte 272 AUD) pro Person, seit Juli 2023 inklusive Parkeintritt. Ausserhalb dieser Monate ist die Anmeldung weiterhin nötig, aber kostenlos.

Ist Tasmanien sicher für Reisende?

Ja. EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA stufen Tasmanien nicht anders ein als das übrige, insgesamt sichere Australien; gewöhnliche Kleinkriminalität ist das Hauptrisiko. In entlegenen Wandergebieten ist fehlender Mobilfunkempfang die grössere praktische Herausforderung.

Warum wird bei der Einreise nach Tasmanien Obst kontrolliert?

Tasmanien gilt als frei von der Fruchtfliege, einem auf dem australischen Festland verbreiteten Schädling. Biosecurity Tasmania kontrolliert deshalb an Fähren und Flughäfen Obst, Gemüse, Honig und Pflanzen aus anderen Bundesstaaten.

Was ist MONA in Hobart?

Das Museum of Old and New Art ist Australiens grösstes privat finanziertes Museum, rund 11 km nördlich der Hobarter Innenstadt am Derwent River. Eine Schnellfähre ab Brooke Street Pier bringt Gäste in rund 30 Minuten dorthin, geöffnet Donnerstag bis Montag.

Was war Port Arthur?

Eine britische Sträflingssiedlung, die zwischen 1830 und 1853 auf der Tasman-Halbinsel betrieben wurde. Die Ruinen gehören seit 2010 als Teil der Australian Convict Sites zum UNESCO-Welterbe und liegen rund 90 Fahrminuten südöstlich von Hobart.

Wie kommt man zu Wineglass Bay?

Vom Parkplatz im Freycinet-Nationalpark führt ein rund 60- bis 90-minütiger Rundweg (1.3 km je Richtung) zur Wineglass-Bay-Lookout. Der Park liegt rund 2 h 30 min (192 km) nordöstlich von Hobart.

Ist es in Tasmanien kälter als auf dem australischen Festland?

Ja, spürbar: In Hobart liegen die Tageshöchstwerte im Sommer bei rund 22 bis 23 °C, im Winter bei rund 13 °C, mit vier klar unterscheidbaren Jahreszeiten. Im Hochland um Cradle Mountain fällt im Winter gelegentlich Schnee.

Was bedroht den Tasmanischen Teufel?

Eine ansteckende, fast immer tödliche Gesichtstumorkrankheit (DFTD), die seit den 1990er-Jahren grosse Teile der wilden Population dezimiert hat. Zuchtprogramme wie jenes von Bonorong Wildlife Sanctuary halten gesunde Tiere für die Wiederansiedlung bereit.

Braucht man in Tasmanien ein Auto?

Für Nationalparks wie Cradle Mountain, Freycinet oder die Tasman-Halbinsel ja, da der öffentliche Verkehr ausserhalb der Städte dünn ist. Zwischen Hobart und Launceston verkehren zusätzlich Busse und es gibt organisierte Tagestouren.

Womit lässt sich eine Tasmanien-Reise kombinieren?

Am naheliegendsten mit Melbourne und Victoria, per Flug in rund einer Stunde oder mit der Autofähre über die Bass-Strasse. Von dort aus lässt sich die Reise auf das übrige Australien ausweiten.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 23. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Reisehinweise für Australien, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 23. September 2026
  2. Australien: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 23. September 2026
  3. Australien – Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 23. September 2026
  4. Australien: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 23. September 2026
  5. Australia: Traveler View, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 23. September 2026
  6. Fruit Fly, Department of Natural Resources and Environment Tasmania, Biosecurity Tasmania, abgerufen 23. September 2026
  7. Tasmanian Wilderness World Heritage Area (TWWHA), Parks & Wildlife Service Tasmania, abgerufen 23. September 2026
  8. Overland Track, Parks & Wildlife Service Tasmania, abgerufen 23. September 2026
  9. A Summary of the History of Port Arthur Historic Site, Port Arthur Historic Site Management Authority, abgerufen 23. September 2026
  10. Spirit of Tasmania: Fähre Geelong – Devonport, TT-Line / Spirit of Tasmania, abgerufen 23. September 2026
  11. Destinations, Hobart Airport, abgerufen 23. September 2026
  12. Visit Mona, Mona (Museum of Old and New Art), abgerufen 23. September 2026
  13. Salamanca Market, Discover Tasmania (Tourism Tasmania), abgerufen 23. September 2026
  14. Wineglass Bay, Discover Tasmania (Tourism Tasmania), abgerufen 23. September 2026
  15. Discover Tasmania, Discover Tasmania (Tourism Tasmania), abgerufen 23. September 2026
  16. Gorge Scenic Chairlift, Gorge Scenic Chairlift, Launceston, abgerufen 23. September 2026
  17. Australia – Power plug, socket & mains voltage, World Standards, abgerufen 23. September 2026
  18. Zeitzonen in Tasmanien, Australien, timeanddate.de, abgerufen 23. September 2026
  19. Tasmania, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  20. Weather in Australia, Tourism Australia (australia.com), abgerufen 23. September 2026

Tasmanien mit AVA planen

AVA fragt nach Reisedatum, Abflughafen und Mitreisenden und stellt deine Reise mit Live-Flügen und Hotels zusammen.

Mit AVA planen