Die geschwungene Bucht von Tumon mit Hotelzeile und türkisem Wasser

Territorium · Ozeanien

Guam

Guam ist die grösste und südlichste Insel der Marianen und liegt als eigenständiges, nicht eingegliedertes Aussengebiet der USA in Mikronesien, rund 2'400 km östlich der Philippinen. Weisse Strände in der Tumon Bay, US-Dollar und Football treffen hier auf die indigene Chamorro-Kultur mit Latte-Steinen und eigener Sprache. Als wichtigster Militärstützpunkt der USA im westlichen Pazifik ist Guam zugleich Ferienziel für vor allem japanische, südkoreanische und taiwanische Reisende.

Foto: Bernd 📷 Dittrich auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptort
Hagåtña (Verwaltungssitz); grösste Ortschaft ist Dededo
Amtssprachen
Englisch und Chamorro
Währung
US-Dollar (USD)
Zeitzone
UTC+10 ganzjährig, keine Sommerzeit
Internationaler Flughafen
Antonio B. Won Pat International Airport (GUM) bei Tamuning
Ideale Reisedauer
5 bis 8 Tage für Strände, Tauchen und Geschichte
Beste Reisezeit
Dezember bis Juni, Trockenzeit ausserhalb der Taifunsaison
Einreise CH/DE/AT
Reguläres US-Visa-Waiver-Programm mit ESTA, bis 90 Tage (nicht das separate Guam-CNMI-Programm mit nur 45 Tagen, das für andere Nationalitäten gilt) (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ A und B wie in den USA, 110 V/60 Hz
Notruf
911 landesweit für Polizei, Ambulanz und Feuerwehr
Impfungen
Keine Pflichtimpfung bei Direkteinreise; Hepatitis A empfohlen
Taifunsaison
ganzjährig möglich, Höhepunkt Ende August bis Mitte November

Was für ein Reiseziel ist Guam?

Kurz gesagt

Guam ist die grösste Insel Mikronesiens und als nicht eingegliedertes Aussengebiet der USA eine Mischung aus amerikanischem Alltag, japanisch geprägtem Massentourismus rund um die Tumon Bay und indigener Chamorro-Kultur mit über 3'500 Jahre alter Geschichte. Die Insel ist zugleich einer der wichtigsten Militärstützpunkte der USA im Pazifik.

Mit rund 549 km² ist Guam die grösste Insel der Marianenkette; der Norden ist flach und von Kalksteinplateaus geprägt, der Süden vulkanisch, hügelig und dünner besiedelt. Rund 168'000 Menschen leben auf der Insel.

Veränderliche Angaben – Einreiseregeln, Flugpläne, Preise – tragen den Stand September 2026; das Guam-CNMI Visa Waiver Program wird seit 2025 schrittweise um eine elektronische Reisegenehmigung (eTA) ergänzt, weshalb sich Details ändern können.

Quellen: Wikipedia

Wie ist Guam als Reiseland?

Kurz gesagt

Guam funktioniert touristisch stark auf den japanischen, südkoreanischen und taiwanischen Markt ausgerichtet: Hochhaushotels, Duty-free-Shopping und Unterhaltung konzentrieren sich auf die Tumon Bay. Ausserhalb dieses Streifens zeigt sich ein ruhigeres, amerikanisch geprägtes Inselleben mit starker Militärpräsenz.

Guam ist seit 1898 unter US-Verwaltung, mit einer Unterbrechung durch die japanische Besatzung 1941 bis 1944; die Befreiung durch US-Truppen am 21. Juli 1944 wird jährlich als Feiertag «Liberation Day» mit einer grossen Parade in Hagåtña gefeiert.

Zwei grosse Militärbasen, Andersen Air Force Base im Norden und die Marinebasis bei Apra Harbor, prägen Wirtschaft und Politik der Insel; ein erheblicher Teil der Landfläche steht unter militärischer Nutzung, was auf Guam selbst immer wieder politisch diskutiert wird.

Die Bevölkerung besteht heute zu rund einem Drittel aus indigenen Chamorro, daneben aus Filipinos, weiteren pazifischen und asiatischen Gruppen sowie US-Festlandbürgern, viele davon im Militärdienst; das Motto der Inselbehörden, Inafa'maolek («Harmonie miteinander schaffen»), fasst den Anspruch an das Zusammenleben zusammen.

Quellen: Wikipedia · Guam Visitors Bureau

Welche Orte lohnen sich auf Guam?

Kurz gesagt

Die Tumon Bay ist das touristische Zentrum mit Hotels, Shopping und Nachtleben, während Hagåtña als historische Hauptstadt Latte-Steine und Kolonialbauten zeigt. Der Süden um Humåtak und Malesso' bewahrt ruhige Dörfer und Chamorro-Traditionen, der Norden Kalksteinklippen wie Two Lovers Point.

Tumon Bay

Tumon ist das touristische Herz Guams: eine geschwungene Bucht mit Hochhaushotels, Duty-free-Einkaufszentren und dem grössten Riffaquarium der Insel, dem Fish Eye Marine Park mit Unterwasserbeobachtungstunnel. Hier konzentriert sich der Grossteil der Übernachtungskapazität der Insel.

Am nördlichen Ende der Bucht, in Tamuning, liegt Two Lovers Point, eine Klippe über dem Meer, benannt nach einer Chamorro-Legende zweier Liebender, die sich von hier stürzten, statt getrennt zu werden. Der Aussichtspunkt gilt als beliebtestes Fotomotiv der Insel.

Hagåtña und der Norden

Hagåtña, offizieller Verwaltungssitz mit heute nur noch rund 1'000 Einwohnern, zeigt im Latte Stone Park freigelegte, jahrhundertealte Latte-Steine, zweiteilige Kalksteinpfeiler, auf denen traditionelle Chamorro-Häuser standen. Der Ortsname leitet sich vom Chamorro-Wort für Blut ab und verweist auf die Ahnenlinien der Gründerfamilien.

Der grösste Ort der Insel ist heute jedoch Dededo im Norden mit deutlich mehr Einwohnern als die Hauptstadt; er dient vor allem als Wohn- und Einkaufsgebiet für die einheimische Bevölkerung, touristisch aber unbedeutend.

Süden und Geschichte

Der War in the Pacific National Historical Park, der einzige Ort im gesamten US-Nationalparksystem, der dem gesamten pazifischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist, erstreckt sich über mehrere Stätten, darunter den Landungsstrand von Asan, wo 1944 die Befreiung Guams begann.

Im Süden bewahren Dörfer wie Humåtak und Malesso' ein ruhigeres, traditionelleres Inselleben; Humåtak markiert zudem den Ort, an dem 1521 erstmals ein europäisches Schiff unter Ferdinand Magellan auf Guam landete.

Abends verwandelt sich der Chamorro Village in Hagåtña in einen Nachtmarkt mit gegrilltem Fisch, Live-Musik und traditionellem Tanz; er gilt als bester Ort, um Chamorro-Küche und -Kultur an einem Abend zu erleben.

Quellen: Guampedia · Guam Visitors Bureau

Wann ist die beste Reisezeit für Guam?

Kurz gesagt

Am trockensten ist es von Dezember bis Juni bei Temperaturen um 27 bis 31 °C, während die Regenzeit von Juli bis November mit der Taifunsaison zusammenfällt. Taifune sind zwar ganzjährig möglich, ihr Höhepunkt liegt aber statistisch zwischen Ende August und Mitte November.

Klima Hagåtña, Guam (Mittelwerte 2010–2024)

Hagåtña / TamuningJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C292929303131303030303030
Tiefstwert °C262526262627262626262626
Niederschlag mm82514247629719731527823113669

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station APRA HARBOR GUAM (11 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Guam liegt in einer der taifunreichsten Zonen des Pazifiks; die Insel verfügt über ein eingespieltes Warnsystem mit «Conditions of Readiness», die Vorbereitungsstufen von der Fernwarnung bis zum unmittelbaren Durchzug markieren. Supertaifun Pongsona traf Guam im Dezember 2002 ausserhalb der eigentlichen Hauptsaison, was zeigt, dass Wachsamkeit ganzjährig sinnvoll bleibt.

Für Tauchen und Schnorcheln ist die Sicht in der Trockenzeit am besten; die Wassertemperatur bleibt jedoch ganzjährig warm genug für Wassersport. Wer in der Regenzeit reist, sollte Ausflüge flexibel planen und Wetterwarnungen der lokalen Behörden ernst nehmen.

Die Luftfeuchtigkeit bleibt auf Guam ganzjährig hoch; spürbar wird der Unterschied vor allem am Niederschlag, der in den Sommermonaten deutlich häufiger und intensiver ausfällt als in der Trockenzeit zwischen Dezember und Juni.

Quellen: NOAA National Centers for Environmental Information · DeWitt Guam (auf Basis von Guam Homeland Security/Office of Civil Defense)

Was braucht man für die Einreise nach Guam?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen über das reguläre US-Visa-Waiver-Programm mit ESTA ein, mit bis zu 90 Tagen Aufenthalt — nicht über das separate Guam-CNMI Visa Waiver Program (Formular I-736), das nur 45 Tage erlaubt und für 12 andere Nationalitäten ohne ESTA-Berechtigung gilt. Ein maschinenlesbarer Reisepass ist in jedem Fall Pflicht.

Das Guam-CNMI Visa Waiver Program ist eigenständig und nicht identisch mit dem regulären US Visa Waiver Program (ESTA): Es gilt nur für 12 Nationalitäten ohne ESTA-Berechtigung (u. a. Australien, Japan, Neuseeland, Südkorea, Grossbritannien), die mit Formular I-736 einreisen. Schweizer, Deutsche und Österreicher gehören zu den 39 ESTA-berechtigten Ländern und reisen stattdessen ganz regulär mit ESTA ein. Seit 2025/2026 führt die US-Zollbehörde CBP zusätzlich eine elektronische Reisegenehmigung (G-CNMI eTA) ein, die das I-736-Papierformular für die betroffenen Nationalitäten schrittweise ablöst.

Mit ESTA beträgt der zulässige Aufenthalt bis zu 90 Tage und ist nicht verlängerbar; ein späterer Wechsel des Aufenthaltsstatus ist ausgeschlossen. Dasselbe ESTA gilt auch für eine anschliessende Reise auf das US-Festland. Nur unter dem separaten Guam-CNMI VWP (für die 12 anderen Nationalitäten) ist der Aufenthalt auf maximal 45 Tage begrenzt.

Massgeblich sind stets die amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA sowie die offizielle Seite des G-CNMI eTA. Vor der Abreise die aktuellen Angaben prüfen.

Quellen: U.S. Department of Homeland Security · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Impfungen und welche Vorsorge braucht es für Guam?

Kurz gesagt

Bei Direkteinreise ist keine Impfung Pflicht; healthytravel.ch empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden. Ein historischer Ausbruch von Japanischer Enzephalitis 1990 auf Saipan in den benachbarten Nördlichen Marianen erinnert daran, dass konsequenter Mückenschutz auch auf Guam sinnvoll bleibt.

Die medizinische Versorgung auf Guam entspricht US-Standard mit einem grossen Regionalspital in Tamuning; für die entlegeneren Nachbarinseln der Marianen dient Guam als medizinisches Zentrum der gesamten Region.

Dengue-Fälle werden im westlichen Pazifik immer wieder gemeldet, weshalb konsequenter Mückenschutz tagsüber wie abends sinnvoll ist. Leitungswasser gilt in den touristischen Gebieten als unbedenklich, in abgelegeneren Teilen empfiehlt sich abgefülltes Wasser.

Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin

Wie sicher ist Guam für Reisende?

Kurz gesagt

Auswärtiges Amt, EDA und BMEIA führen für Guam keine gesonderten Sicherheitswarnungen; die Insel gilt als sicheres Reiseziel mit guter Infrastruktur. Als grösseres Risiko gelten Naturgefahren: Guam liegt in einer seismisch aktiven Zone mit erhöhter Erdbeben- und Taifungefahr.

Das Auswärtige Amt zählt Guam zu den US-Gebieten mit erhöhter Erdbeben- und teils Tsunamigefahr; kleinere Erdstösse sind häufig, grössere Beben deutlich seltener. Kriminalität gegen Touristen konzentriert sich, wenn überhaupt, auf gelegentliche Diebstähle in touristischen Zonen wie Tumon.

Bei Taifunwarnung geben die lokalen Behörden über das «Conditions of Readiness»-System klare Handlungsanweisungen; Hotels in Tumon sind auf solche Wetterlagen eingerichtet, dennoch lohnt sich vor einer Reise in der Regenzeit ein Blick auf aktuelle Warnungen.

Quellen: Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Wie kommt man nach Guam?

Kurz gesagt

Internationaler Flughafen ist der Antonio B. Won Pat International Airport (GUM) bei Tamuning; United Airlines fliegt als einzige Airline nonstop von Honolulu, dazu bestehen zahlreiche Nonstopverbindungen aus Tokio, Osaka, Nagoya, Seoul und Manila. Aus Europa gibt es keine Direktverbindung.

Nonstop-Verbindungen nach Guam (GUM), Auswahl, Stand September 2026
RouteAirlineHinweis
Honolulu – GuamUnited Airlineseinzige US-Nonstopverbindung, rund 7 h 10 min Flugzeit
Tokio (Narita/Haneda) – GuamUnited Airlinesmehrfach täglich, wichtigste Route insgesamt
Seoul (Incheon) – GuamUnited, Jin Air u. a.eine der frequenzstärksten Routen
Manila – GuamUnited Airlinesregelmässige Nonstopverbindung
Saipan – GuamUnited Airlinesmehrmals täglich, Anschluss zu den Nördlichen Marianen

Seoul und Tokio-Narita zusammen machen laut Datenauswertung rund 42 % aller monatlichen Ankünfte in Guam aus; die Insel ist damit vor allem auf den ost- und südostasiatischen Markt ausgerichtet. Wer aus Europa anreist, kombiniert meist einen Flug über Tokio, Seoul oder Manila mit dem lokalen Anschluss nach Guam.

Zwischen Guam und den Nördlichen Marianen verkehrt United Airlines mehrmals täglich nonstop nach Saipan; diese kurze Strecke wird häufig für eine Kombination beider US-Aussengebiete genutzt.

Auf Guam selbst gibt es keinen dichten öffentlichen Busverkehr; für Ausflüge ausserhalb Tumons ist ein Mietwagen praktisch. Es gilt Rechtsverkehr wie in den USA.

Quellen: FlightConnections

Wie bezahlt man auf Guam?

Kurz gesagt

Landeswährung ist der US-Dollar. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Einkaufszentren rund um Tumon breit akzeptiert, Geldautomaten sind auf der ganzen Insel verbreitet.

Weil Guam stark auf den japanischen, südkoreanischen und taiwanischen Markt ausgerichtet ist, akzeptieren viele grössere Geschäfte und Wechselstuben in Tumon auch Yen und Won direkt; ausserhalb der Touristenzone empfiehlt sich US-Dollar.

Trinkgeld folgt dem US-amerikanischen Modell: Rund 15 bis 20 % gelten in Restaurants als üblich, sofern kein Servicezuschlag bereits in der Rechnung enthalten ist.

Quellen: Guam Visitors Bureau

Wo übernachtet man auf Guam?

Kurz gesagt

Grosse internationale Hotelketten mit direktem Strandzugang reihen sich entlang der Tumon Bay, dem mit Abstand dichtesten Hotelgebiet der Insel. Ausserhalb Tumons finden sich vereinzelt kleinere Unterkünfte und Apartments, vor allem für Reisende mit Mietwagen.

Wer Wert auf Ruhe abseits des Gruppentourismus legt, findet im Süden der Insel deutlich weniger und einfachere, dafür ruhigere Unterkünfte; internationale Buchungsplattformen decken das Angebot dort spärlicher ab als in Tumon.

Was isst man auf Guam?

Kurz gesagt

Die Chamorro-Küche kombiniert lokale Zutaten wie roten Reis, Kokosnuss und Fisch mit spanischem und asiatischem Einfluss; typisch ist mariniertes, gegrilltes Fleisch nach Chamorro-Art. Dazu bietet Guam ein breites internationales Angebot von japanischer bis amerikanischer Küche.

Kelaguen, feingehacktes gegrilltes Fleisch oder Fisch mit Zitrone, Kokosnuss und Chili, sowie roter, mit Annatto gefärbter Reis gehören zu den bekanntesten Chamorro-Gerichten und werden auf dem Nachtmarkt im Chamorro Village frisch zubereitet angeboten.

In Tumon dominieren daneben japanische, koreanische und amerikanische Ketten- und Buffetrestaurants, ausgerichtet auf die grossen asiatischen Reisegruppen; wer authentische Chamorro-Küche sucht, findet sie eher in kleineren Familienbetrieben ausserhalb der Hotelzone.

Welche Kultur prägt Guam?

Kurz gesagt

Die indigene Chamorro-Kultur mit eigener Sprache, den historischen Latte-Steinen und starkem Familienzusammenhalt bildet den kulturellen Kern Guams, überlagert von US-amerikanischem Alltag und japanisch geprägtem Tourismus. Der Liberation Day am 21. Juli ist der wichtigste Feiertag der Insel.

Chamorro, die indigene Sprache Guams, wird neben Englisch als Amtssprache geführt und in Schulen unterrichtet; Begrüssungen wie Håfa Adai sind im Alltag allgegenwärtig und Ausdruck des Stolzes auf die eigene Kultur nach Jahrzehnten kolonialer Überlagerung.

Latte-Steine, zweiteilige Kalksteinpfeiler, auf denen ab rund 900 n. Chr. traditionelle Chamorro-Häuser standen, gelten als das zentrale kulturelle Symbol Guams und finden sich auf Flagge, Münzen und offiziellen Symbolen der Insel wieder.

Quellen: Guampedia

Was kann man auf Guam erleben?

Kurz gesagt

Zu den Höhepunkten zählen Schnorcheln und Tauchen in der Tumon Bay und am Wrack der SMS Cormoran, ein Besuch des War in the Pacific National Historical Park sowie der abendliche Chamorro-Village-Nachtmarkt mit lokaler Küche und Tanz.

Die Tumon Bay ist als Meeresschutzgebiet ausgewiesen und bietet auch ungeübten Schnorchlern flache, geschützte Riffe direkt vor den Hotels; erfahrenere Taucher steuern das Wrack der deutschen SMS Cormoran an, das im Ersten Weltkrieg im Hafen von Apra sank und noch heute nahe dem japanischen Frachter Tokai Maru liegt – eine der wenigen Stellen weltweit, an denen zwei Wracks aus zwei Weltkriegen in Tauchreichweite zueinander liegen.

Der War in the Pacific National Historical Park erstreckt sich über mehrere Standorte und erklärt anhand erhaltener japanischer Verteidigungsstellungen und des Landungsstrands von Asan die Ereignisse der Rückeroberung Guams 1944.

Am Chamorro Village in Hagåtña findet jeden Mittwochabend ein Nachtmarkt mit gegrilltem Fisch, Kunsthandwerk und traditionellen Tänzen statt – der einfachste Weg, Chamorro-Kultur konzentriert an einem Abend zu erleben.

Quellen: Guam Visitors Bureau

Wie reist man auf Guam verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

Die Riffe der Tumon Bay stehen unter Schutz und reagieren empfindlich auf Sonnencreme-Rückstände und Berührung; mineralische, riffverträgliche Sonnencreme wird empfohlen. Latte-Steine und andere historische Stätten sollten nicht berührt oder bestiegen werden.

Weil Guam stark vom Massentourismus aus Ostasien geprägt ist, lohnt sich für Reisende, die die Insel abseits der Hotelzone erleben wollen, der bewusste Besuch kleiner Familienbetriebe und Kunsthandwerksstände im Chamorro Village statt ausschliesslich der grossen Einkaufszentren in Tumon.

Quellen: Guam Visitors Bureau

Womit lässt sich Guam kombinieren?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten sind die Nördlichen Marianen: United Airlines fliegt mehrmals täglich nonstop von Guam nach Saipan. Über die grossen asiatischen Drehkreuze Tokio, Seoul oder Manila lässt sich Guam zudem gut in eine längere Ostasienreise einbauen.

Wer beide US-Aussengebiete im Pazifik besuchen will, kombiniert Guam meist mit einem kurzen Abstecher nach Saipan; für CH/DE/AT-Reisende gilt dasselbe ESTA, ein erneutes Einreiseverfahren ist beim Wechsel zwischen den beiden Gebieten trotzdem nötig.

Für wen eignet sich Guam, für wen weniger?

Kurz gesagt

Guam passt zu Reisenden, die Strand, Tauchen und US-Komfort mit indigener Chamorro-Kultur und Kriegsgeschichte verbinden wollen, sowie zu allen, die einen einfachen Umstieg auf dem Weg durch den Westpazifik suchen. Weniger geeignet ist die Insel für alle, die ein ursprüngliches, wenig touristisches Pazifikziel suchen.

  • Gut geeignet: Taucherinnen und Taucher, Familien mit Bedürfnis nach US-Infrastruktur, Geschichtsinteressierte, Reisende auf dem Weg zwischen Asien und Ozeanien.
  • Weniger geeignet: Wer ein ursprüngliches, wenig kommerzialisiertes Pazifikziel sucht – dafür eignen sich die Nördlichen Marianen oder Amerikanisch-Samoa besser; Reisende, die grosse Touristenmengen in Tumon meiden möchten.

Was bedeutet es, dass Guam ein nicht eingegliedertes US-Territorium ist?

Kurz gesagt

Guam ist seit 1950 ein «unincorporated territory» der USA mit eigener Verfassung, gewähltem Gouverneur und einem nicht stimmberechtigten Sitz im US-Kongress; die US-Verfassung gilt nur teilweise. Auf Guam Geborene sind US-Bürger, dürfen aber solange sie auf Guam wohnen, nicht bei US-Präsidentschaftswahlen abstimmen.

Das Organic Act of Guam von 1950 verlieh den Bewohnern die US-Staatsbürgerschaft und eine zivile Selbstverwaltung, nachdem Guam zuvor unter Marineverwaltung gestanden hatte; anders als ein US-Bundesstaat bleibt Guam aber ohne volle politische Mitsprache auf Bundesebene.

  • Einreise: Für Besucher aus der Schweiz, Deutschland und Österreich gilt das reguläre US-ESTA mit bis zu 90 Tagen Aufenthalt, nicht automatisch dieselben Regeln wie für das US-Festland und nicht das separate, auf 45 Tage begrenzte Guam-CNMI Visa Waiver Program, das nur für andere Nationalitäten gilt.
  • Zoll und Währung: Guam nutzt den US-Dollar und untersteht dem US-Zollrecht, führt aber eigene Steuern; ein separates Zollgebiet gegenüber dem US-Festland besteht in Teilen fort.
  • Politische Rechte: Guam wählt einen Delegierten ohne Stimmrecht für den US-Kongress und keinen Vertreter im Electoral College; lokale Wahlen zu Gouverneur und Inselparlament finden regulär statt.

Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Guam.

Brauchen Schweizer ein Visum für Guam?

Nein, Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen über das reguläre US-Visa-Waiver-Programm mit ESTA ein, mit bis zu 90 Tagen Aufenthalt — nicht über das separate Guam-CNMI Visa Waiver Program (nur 45 Tage), das für andere Nationalitäten ohne ESTA-Berechtigung gilt. Ein maschinenlesbarer Reisepass ist Pflicht.

Reicht ein gültiges ESTA für die Einreise nach Guam?

Ja, mit gültigem ESTA reisen CH/DE/AT-Staatsangehörige ganz regulär ein, mit bis zu 90 Tagen Aufenthalt. Das separate Guam-CNMI Visa Waiver Program mit dem Formular I-736 oder der neuen G-CNMI eTA gilt nur für Nationalitäten ohne ESTA-Berechtigung.

Wie kommt man von Europa nach Guam?

Eine Nonstopverbindung gibt es nicht. Reisende fliegen meist über Tokio, Seoul oder Manila und nutzen von dort eine Nonstopverbindung nach Guam.

Welche Sprache spricht man auf Guam?

Amtssprachen sind Englisch und Chamorro. Im Alltag dominiert Englisch, Chamorro-Begrüssungen wie «Håfa Adai» sind aber allgegenwärtig und Ausdruck kultureller Identität.

Wie sicher ist Guam für Reisende?

Sehr sicher, Auswärtiges Amt, EDA und BMEIA führen keine gesonderten Warnungen. Grösseres Risiko sind Naturgefahren wie Erdbeben und Taifune.

Was sind Latte-Steine?

Zweiteilige Kalksteinpfeiler, auf denen ab rund 900 n. Chr. traditionelle Chamorro-Häuser standen. Sie gelten als das zentrale kulturelle Symbol Guams, gut sichtbar im Latte Stone Park in Hagåtña.

Wann ist Taifunsaison auf Guam?

Taifune sind ganzjährig möglich, ihr statistischer Höhepunkt liegt aber zwischen Ende August und Mitte November. Supertaifun Pongsona traf Guam im Dezember 2002 ausserhalb dieser Hauptsaison.

Welche Währung gilt auf Guam?

Der US-Dollar. Kreditkarten werden breit akzeptiert, viele Geschäfte in Tumon nehmen wegen der grossen asiatischen Reisegruppen auch Yen und Won an.

Was ist der War in the Pacific National Historical Park?

Der einzige Ort im US-Nationalparksystem, der dem gesamten pazifischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs gewidmet ist. Er umfasst mehrere Standorte, darunter den Landungsstrand von Asan.

Ist Guam Teil eines US-Bundesstaats?

Nein, Guam ist ein nicht eingegliedertes Aussengebiet der USA mit eigener Verfassung und gewähltem Gouverneur. Auf Guam Geborene sind US-Bürger, dürfen dort wohnhaft aber nicht bei Präsidentschaftswahlen abstimmen.

Braucht man für Guam eine Impfung?

Bei Direkteinreise ist keine Impfung Pflicht. Healthytravel.ch empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden sowie konsequenten Mückenschutz.

Kann man Guam mit den Nördlichen Marianen kombinieren?

Ja, United Airlines fliegt mehrmals täglich nonstop von Guam nach Saipan. Für CH/DE/AT-Reisende gilt für beide Gebiete dasselbe ESTA.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 23. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Guam Visitors Bureau / VisitGuam.com, Guam Visitors Bureau, abgerufen 23. September 2026
  2. Guam Visitors Bureau, offizielle Seite, Guam Visitors Bureau, abgerufen 23. September 2026
  3. Guam-CNMI Visa Waiver Program, U.S. Department of Homeland Security, abgerufen 23. September 2026
  4. Reisehinweise für die Vereinigten Staaten von Amerika, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), abgerufen 23. September 2026
  5. USA/Vereinigte Staaten: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 23. September 2026
  6. Karibik- und Pazifik-Außengebiete der Vereinigten Staaten (USA), Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 23. September 2026
  7. Guam: Reisemedizinische Empfehlungen, healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin, abgerufen 23. September 2026
  8. Flights to Guam (GUM), FlightConnections, abgerufen 23. September 2026
  9. Global Summary of the Day, Station Guam / Hagåtña, NOAA National Centers for Environmental Information, abgerufen 23. September 2026
  10. Preparing for Guam's Typhoon Season, DeWitt Guam (auf Basis von Guam Homeland Security/Office of Civil Defense), abgerufen 23. September 2026
  11. Guam - Power plug, socket & mains voltage, World Standards, abgerufen 23. September 2026
  12. Hagåtña / Villages of Guam, Guampedia, abgerufen 23. September 2026
  13. Guam, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026

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