Ein endemischer Felsleguan am Strand von Allen's Cay

Inselgruppe · Bahamas

Exumas

Die Exumas sind eine rund 365 Cays lange Kette im Herzen der Bahamas, deren Hauptort George Town seit Jahrzehnten als Ziel der grössten Segelregatta des Landes gilt. Bekannt wurde die Region international durch die Filmhöhle Thunderball Grotto und die schwimmenden Schweine von Big Major Cay, doch die eigentliche Geschichte der Inseln erzählen die Dörfer der Rolle-Commonage, Land, das ehemalige Sklaven nach der Emanzipation 1834 gemeinsam übernahmen.

Foto: James Gildart auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Lage
Inselkette südöstlich von Nassau, rund 365 Cays, Hauptinsel Great Exuma
Hauptort
George Town auf Great Exuma
Amtssprache
Englisch
Währung
Bahama-Dollar (BSD), 1:1 an den US-Dollar gekoppelt; US-Dollar überall akzeptiert
Zeitzone
UTC−5, mit Sommerzeit (UTC−4)
Internationaler Flughafen
Exuma International Airport, George Town (GGT)
Ideale Reisedauer
6 bis 10 Tage, oft als Segeltörn über mehrere Cays
Beste Reisezeit
Dezember bis April am trockensten; Hurrikansaison Juni bis November
Einreise CH/DE/AT
kein Visum bis 90 Tage, Reisepass nötig (Stand September 2026)
Exuma Cays Land and Sea Park
seit 1958 geschützt, 112'640 Acres, absolutes Entnahmeverbot
Notrufnummer
919 (Polizei/Feuerwehr/Ambulanz), zusätzlich 911
Bekannteste Attraktion
Thunderball Grotto bei Staniel Cay, Drehort von «Feuerball» (1965)

Was sind die Exumas für ein Reiseziel?

Kurz gesagt

Die Exumas sind eine rund 365 Cays umfassende Inselkette südöstlich von Nassau, deren einzige nennenswerte Stadt George Town auf Great Exuma ist. Berühmt wurde die Region durch Postkartenmotive wie die schwimmenden Schweine von Big Major Cay und die Filmhöhle Thunderball Grotto, dahinter liegt aber eine der am dünnsten besiedelten und zugleich am besten geschützten Inselgruppen der Bahamas.

Die Kette zieht sich über gut 209 km von Norden nach Süden; touristisch erschlossen sind vor allem George Town im Süden, die Kette der Exuma Cays im Norden rund um Staniel Cay sowie einzelne Resortinseln wie Emerald Bay.

Anders als Nassau oder Freeport hat George Town keinen grossen Kreuzfahrthafen; die Insel lebt touristisch vor allem von Segeltörns, Bootsausflügen und einer wachsenden Zahl kleiner Lodges statt von Hotelburgen.

Quellen: Wikipedia

Wofür sind die Exumas bekannt?

Kurz gesagt

George Town gilt seit Jahrzehnten als eine der wichtigsten Segeldestinationen der Bahamas: Die geschützte Elizabeth Harbour zieht jeden Winter hunderte Langfahrtsegler an, die dort tage- bis wochenlang vor Anker liegen. Ergänzt wird dieser Charakter durch die kleinen Cays im Norden der Kette, wo Filmgeschichte, Wildtiere und Wassersport auf engem Raum zusammenkommen.

Sozial prägend ist die sogenannte Rolle Commonage: Nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 übertrug der Plantagenbesitzer Lord John Rolle sein Land den zuvor auf seinen Feldern versklavten Menschen zur gemeinschaftlichen Nutzung. Ihre Nachkommen tragen bis heute mehrheitlich den Namen Rolle und bewohnen Dörfer wie Rolleville, Mount Thompson und Rolle Town.

Diese Geschichte unterscheidet die Exumas von den stärker durch Loyalisten geprägten Family Islands im Norden der Bahamas: Während dort europäischstämmige Siedler die Architektur prägten, ist die Exuma-Identität eng mit der gemeinschaftlichen Landnutzung ehemaliger Sklavenfamilien verknüpft.

Quellen: Findmypast

Wie verhalten sich die Exumas zu den Bahamas?

Kurz gesagt

Die Exumas gehören wie Abaco und Eleuthera zu den Family Islands der Bahamas, staatsrechtlich Teil desselben Landes wie Nassau, touristisch aber deutlich weniger dicht erschlossen. Einreise, Währung und Zeitzone entsprechen vollständig denen der Bahamas.

Internationale Gäste reisen meist über Nassau oder Miami mit Anschlussflug nach George Town ein; direkte Interkontinentalflüge existieren für die Exumas nicht, anders als für den Hauptflughafen Nassau.

Verwaltet werden die Exumas über einen lokalen Distriktrat, der der Zentralregierung in Nassau untersteht; grössere Infrastrukturprojekte wie der Ausbau des Flughafens George Town oder die Erweiterung von Schutzgebieten werden zentral beschlossen und finanziert.

Quellen: Wikipedia

Welche Orte in den Exumas sind für Reisende wichtig?

Kurz gesagt

George Town an der Elizabeth Harbour ist Ausgangspunkt fast jeder Reise; nördlich davon reihen sich die Exuma Cays mit Staniel Cay, Big Major Cay und Allen's Cay, während südlich von George Town die Dörfer der Rolle-Commonage und das Naturschutzgebiet Moriah Harbour Cay liegen.

Orte in den Exumas im Überblick
OrtLageCharakter
George TownGreat Exuma, SüdenHauptort, Flughafen, Regattahafen, Elizabeth Harbour
Stocking Islandvor George TownSandbänke, Chat 'N' Chill, Strandbars
Rolle Townsüdlich von George TownCommonage-Dorf, koloniale Gräber von 1792
Staniel Caynördliche Exuma CaysThunderball Grotto, Yacht Club, Fliegerlandeplatz
Big Major Caybei Staniel Cayunbewohnt, bekannt für schwimmende Schweine
Allen's Caynördliche Exuma CaysLebensraum der endemischen Felsleguane

George Town liegt an der geschützten Elizabeth Harbour, die durch die vorgelagerte Stocking Island vor der offenen See abgeschirmt wird; auf Stocking Island liegt mit der Strandbar Chat 'N' Chill ein informeller Treffpunkt der Segler-Community, bekannt für sonntägliche Volleyballrunden im Sand.

Südlich von George Town liegt Rolle Town, eines der ältesten Dörfer der sogenannten Rolle Commonage; koloniale Grabsteine aus dem Jahr 1792, unter anderem jener der Schottin Ann McKay, erinnern an die Plantagenzeit vor der Landübertragung an die freigelassenen Sklaven.

Staniel Cay im Norden der Kette ist Sitz eines traditionsreichen Yacht Clubs und Ausgangspunkt für die Thunderball Grotto, eine Kalksteinhöhle, in der 1965 Schlüsselszenen des James-Bond-Films «Feuerball» gedreht wurden; später dienten Höhle und Insel auch als Kulisse für «Der Blaue Lagune» und «Never Say Never Again».

Auf der unbewohnten Nachbarinsel Big Major Cay leben die international bekannten schwimmenden Schweine; die plausibelste unter mehreren kursierenden Herkunftsgeschichten führt sie auf Bauern von Staniel Cay zurück, die die Tiere in den frühen 1990er-Jahren wegen Geruchsbeschwerden auf die unbewohnte Insel brachten. Besucher sollten die Tiere ausschliesslich mit mitgebrachtem Obst und Gemüse füttern, da verarbeitete Lebensmittel und Alkohol sie krank machen können.

Weiter nördlich liegt Allen's Cay, Lebensraum des vom Aussterben bedrohten Allen-Cays-Felsleguans, der ausschliesslich auf zwei winzigen Eilanden dieser Cay-Gruppe natürlich vorkommt; der Bestand erholte sich von rund 300 Tieren in den frühen 1980er-Jahren auf über 1'000 im Jahr 2016.

Quellen: bahamas.com (Bahamas Ministry of Tourism) · Wikipedia · SwimmingWithPigs.com · International Iguana Foundation

Wann ist die beste Reisezeit für die Exumas?

Kurz gesagt

Wie im übrigen Bahamas-Archipel gilt die Zeit von Dezember bis April als trockenste und mildeste Reisezeit; von Juni bis September steigen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, und in genau diesen Monaten liegt der Beginn der von der NOAA auf 1. Juni bis 30. November datierten atlantischen Hurrikansaison.

Weil die Exuma Cays flach und wenig erhöht sind, sind sie bei schweren Hurrikanen besonders exponiert; für Reisen in der Hauptsaison der Wirbelstürme zwischen August und Oktober empfiehlt sich deshalb eine Reiseversicherung mit Sturmklausel und die laufende Beobachtung der Vorhersagen des National Hurricane Center.

Für Segeltörns durch die Exuma Cays gelten die Wintermonate als verlässlichster Zeitraum: Der Nordostpassat weht dann beständiger, während die Sommermonate zwar wärmeres Wasser für Schnorchelausflüge bringen, aber auch häufigere Nachmittagsgewitter. Die National Family Island Regatta in George Town findet traditionell im April statt, gegen Ende der Trockenzeit und noch vor Einsetzen der Hurrikansaison.

Die George Town Cruising Regatta der Langfahrtsegler-Community liegt meist im März, ebenfalls noch in der ruhigeren Jahreshälfte; wer beide Veranstaltungen erleben möchte, plant die Reise am besten zwischen März und April, wenn Elizabeth Harbour voller Boote liegt und das Wetter gleichzeitig noch verlässlich trocken bleibt.

Quellen: National Hurricane Center (NOAA)

Was braucht man für die Einreise in die Exumas?

Kurz gesagt

Für die Exumas gelten dieselben Einreiseregeln wie für den Rest der Bahamas: Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum ein, benötigen aber einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass und ein Rück- oder Weiterreiseticket (Stand September 2026).

Wer per eigener oder gecharterter Yacht einreist, muss zusätzlich bei einem der offiziellen Eingangshäfen einklarieren; George Town ist einer dieser Häfen und wird von Langfahrtseglern regelmässig dafür genutzt.

Details und Ausnahmen für andere Staatsangehörigkeiten stehen auf der Länderseite Bahamas; massgeblich sind EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA.

Quellen: Auswärtiges Amt

Welche Impfungen und Gesundheitsrisiken gibt es in den Exumas?

Kurz gesagt

Wie im ganzen Land ist eine Gelbfieberimpfung nur bei Einreise aus einem Risikogebiet vorgeschrieben; Hepatitis A wird für alle Reisenden empfohlen, Dengue und Zika kommen über Mücken vor, ein Malariarisiko besteht nicht.

Die medizinische Versorgung beschränkt sich praktisch auf eine kleine Klinik in George Town; auf den kleineren Cays wie Staniel Cay gibt es keine eigene Notfallversorgung, weshalb Ausflügler und Segler auf funktionierende Kommunikationsmittel und eine Reiseversicherung mit Rückholklausel angewiesen sind.

Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC)

Wie sicher sind die Exumas für Reisende?

Kurz gesagt

Die Exumas gelten als eine der sichersten Regionen der Bahamas; grössere Kriminalität ist selten, gelegentlich kommt es zu Diebstahl von Ausrüstung auf unbeaufsichtigten Booten oder in Ferienunterkünften.

Bei Bootsausflügen zu abgelegenen Cays empfiehlt sich, den Ausflug bei der Unterkunft oder dem Charterunternehmen anzumelden, da Handyempfang zwischen den Inseln oft lückenhaft ist.

Quellen: Auswärtiges Amt

Wie kommt man in die Exumas?

Kurz gesagt

Der Exuma International Airport (GGT) bei George Town wird ausschliesslich aus Nordamerika direkt angeflogen, unter anderem ab Miami, Atlanta, Charlotte und saisonal ab Toronto, sowie mehrmals täglich ab Nassau. Aus Europa besteht keine Nonstop-Verbindung; Reisende steigen meist über Miami oder Nassau um.

Nonstop-Verbindungen ab George Town (GGT), Auswahl
HerkunftsregionBeispielzieleHinweis
BahamasNassau (NAS)mehrmals täglich, Bahamasair, Western Air
USAMiami, Atlanta, CharlotteAmerican Airlines, Delta, saisonal unterschiedlich dicht
KanadaToronto (YYZ)saisonal November bis April, Air Canada

Wer per Segelboot anreist, klariert meist in George Town ein; die Elizabeth Harbour bietet ausreichend Ankerplätze auch für grössere Flotten, wie sie während der National Family Island Regatta im April zusammenkommen.

Die Exumas liegen wie der Rest der Bahamas in der Zeitzone UTC−5 mit Sommerzeitumstellung auf UTC−4; der Abstand zu Mitteleuropa beträgt ganzjährig fünf bis sechs Stunden.

Quellen: FlightConnections

Was kostet eine Reise in die Exumas?

Kurz gesagt

Wie im ganzen Land gilt der Bahama-Dollar (BSD), fest 1:1 an den US-Dollar gekoppelt; US-Dollar werden überall akzeptiert. Das Preisniveau reicht von einfachen Guesthouses in George Town bis zu gehobenen Resortpreisen in der Anlage Sandals Emerald Bay mit ihrem von Greg Norman entworfenen Golfplatz.

Auf den kleineren Cays wie Staniel Cay sind Geldautomaten selten, weshalb sich eine Bargeldreserve empfiehlt; Bootsausflüge zu Thunderball Grotto, Big Major Cay und Allen's Cay werden meist als Tagespauschale pro Boot statt pro Einzelticket verkauft, weshalb sich Reisende in kleineren Gruppen die Kosten oft teilen.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)

Welche Unterkünfte gibt es in den Exumas?

Kurz gesagt

In George Town reicht das Angebot von einfachen Gästehäusern bis zu Mittelklassehotels, während die Anlage Sandals Emerald Bay bei Rolleville als einziges grosses Resort der Region ein All-inclusive-Konzept mit eigenem Hafen und Golfplatz bietet.

Auf Staniel Cay und den übrigen nördlichen Cays dominieren kleine, oft am eigenen Yachthafen gelegene Lodges, die stark auf Segler und Taucher ausgerichtet sind; wer auf einem Boot übernachtet, findet in der Elizabeth Harbour und rund um Warderick Wells zahlreiche Ankerplätze und Mooring-Bojen.

Was isst man in den Exumas?

Kurz gesagt

Entlang der Zufahrtsstrasse nach George Town reihen sich einfache Conch-Stände, an denen frisch geschlagene Meeresschnecken zu Salat oder Cracked Conch verarbeitet werden; daneben prägen Fisch, Erbsenreis und, zur Regattazeit, grosse gemeinsame Fischbratereien den kulinarischen Alltag.

Während der National Family Island Regatta im April verwandelt sich George Town für zehn Tage in einen Festplatz mit Essensständen entlang der Uferstrasse; ausserhalb dieser Zeit sind es vor allem kleine, familiengeführte Lokale, die Tagesfang und traditionelle bahamaische Gerichte servieren.

Welche Kultur und Traditionen prägen die Exumas?

Kurz gesagt

Zentrales kulturelles Ereignis ist die National Family Island Regatta, 1954 in der Elizabeth Harbour begründet und bis heute die meistbesuchte Segelregatta der Bahamas: Traditionelle, handgebaute Holzsloops in fünf Grössenklassen zwischen 3.7 und 8.5 m Länge kämpfen um den Titel «Best in the Bahamas».

Ergänzt wird sie seit den 1980er-Jahren durch die George Town Cruising Regatta, ein informelleres, rund zehntägiges Treffen der internationalen Langfahrtsegler-Community mit Muschelhorn-Wettbewerb, Softball und Talentshow auf Stocking Island.

Die Dörfer der Rolle Commonage – Rolleville, Mount Thompson, Steventon, Ramsey und Rolle Town – pflegen bis heute das gemeinschaftliche Landrecht, das auf die Landübertragung von Lord John Rolle an seine ehemaligen Sklaven im Jahr 1834 zurückgeht; ein grosser Teil der einheimischen Bevölkerung trägt seither den Namen Rolle.

Quellen: exumabahamas.org · George Town Cruising Regatta · Findmypast

Was kann man in den Exumas erleben?

Kurz gesagt

Zu den Höhepunkten zählen das Schwimmen und Tauchen in der Thunderball Grotto, ein Ausflug zu den Felsleguanen von Allen's Cay, Segeln durch die geschützten Gewässer des Exuma Cays Land and Sea Park und ein Nachmittag mit den schwimmenden Schweinen von Big Major Cay.

  • Thunderball Grotto: Schnorcheln durch die von der Decke einfallenden Lichtstrahlen der James-Bond-Höhle, am besten bei ruhiger See und niedrigem Wasserstand.
  • Allen's Cay: kurzer Stopp an den beiden winzigen Eilanden, auf denen der endemische Felsleguan an Land geht.
  • Exuma Cays Land and Sea Park: Schnorcheln und Tauchen im ältesten durchgehend geschützten Meeresgebiet der Karibik rund um Warderick Wells.
  • Stocking Island: Wanderung über die Sandbänke vor George Town mit Strandbar Chat 'N' Chill.
  • Moriah Harbour Cay National Park: Fliegenfischen auf Bonefish in den Mangrovenflachs südlich von George Town.
  • Rolle Town Tombs: kurzer Besuch der kolonialzeitlichen Grabsteine von 1792 als Kontrapunkt zu den Naturattraktionen.

Quellen: Wikipedia · International Iguana Foundation · Bahamas National Trust

Wie geht die Region mit Umweltschutz um?

Kurz gesagt

Der 1958 gegründete Exuma Cays Land and Sea Park war das erste Meeresschutzgebiet der gesamten Karibikregion; auf seinen 112'640 Acres rund um die Rangerstation Warderick Wells gilt ein vollständiges Entnahmeverbot für Fisch, Muscheln und Korallen, überwacht von Parkwärtern und der Royal Bahamas Defence Force.

2018 zeichnete die internationale Organisation Blue Marine Foundation den Park mit dem Platinum Global Ocean Refuge Award aus. Weiter südlich schützt der 2002 gegründete und 2015 auf rund 16'800 Acres erweiterte Moriah Harbour Cay National Park Mangrovenflachs, die als Kinderstube für Bonefisch, Langusten und Königskrone-Schnecken gelten.

Quellen: Bahamas National Trust · Bahamas National Trust

Lassen sich die Exumas mit anderen Zielen verbinden?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten ist Nassau, mehrmals täglich per Kurzflug ab George Town erreichbar; von dort lassen sich weitere Family Islands wie Abaco oder Eleuthera anschliessen.

Wer per eigener oder gecharterter Yacht unterwegs ist, verbindet die Exumas oft mit einem längeren Törn durch mehrere Family Islands, da die geschützten Gewässer der Exuma Cays als besonders anfängerfreundlich gelten. Ein direkter Wechsel zu anderen Family Islands ohne Zwischenstopp in Nassau ist per Linienflug meist nicht möglich.

Für wen eignen sich die Exumas, für wen weniger?

Kurz gesagt

Die Exumas passen zu Seglerinnen und Seglern, Naturfreunden und allen, die abgelegene Cays mit wenig Infrastruktur schätzen. Wer verlässliches Nachtleben, ein dichtes Restaurantangebot oder viele Ausflugsziele ohne Boot sucht, ist auf Nassau oder Paradise Island besser aufgehoben.

Für Familien mit eigenem oder gechartertem Boot bieten die Exumas kurze, gut geschützte Strecken zwischen Sehenswürdigkeiten; wer ohne Boot reist, ist weitgehend auf organisierte Tagesausflüge ab George Town oder Staniel Cay angewiesen und sollte das bei der Reiseplanung einkalkulieren.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Exumas.

Was ist die Thunderball Grotto?

Eine Kalksteinhöhle bei Staniel Cay, in der 1965 Unterwasserszenen des James-Bond-Films «Feuerball» gedreht wurden. Bei ruhiger See und niedrigem Wasserstand lässt sie sich problemlos durchschnorcheln, Sonnenstrahlen fallen dann durch eine Öffnung in der Decke.

Woher stammen die schwimmenden Schweine von Big Major Cay?

Eine eindeutige Antwort gibt es nicht; die plausibelste unter mehreren Geschichten führt sie auf Bauern von Staniel Cay zurück, die die Tiere in den frühen 1990er-Jahren wegen Geruchsbeschwerden auf die unbewohnte Nachbarinsel brachten.

Wie füttert man die schwimmenden Schweine richtig?

Nur mit mitgebrachtem Obst und Gemüse. Verarbeitete Lebensmittel, Süssigkeiten und Alkohol können die Tiere ernsthaft krank machen, warnen Anbieter vor Ort.

Was ist die Rolle Commonage?

Land, das der Plantagenbesitzer Lord John Rolle nach der Abschaffung der Sklaverei 1834 seinen zuvor versklavten Arbeitern zur gemeinschaftlichen Nutzung übertrug. Ihre Nachkommen tragen bis heute mehrheitlich den Namen Rolle und bewohnen Dörfer wie Rolleville und Rolle Town.

Braucht man für die Exumas ein eigenes Visum, getrennt von den übrigen Bahamas?

Nein, es gelten dieselben Regeln wie für das ganze Land: Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen bis 90 Tage visumfrei ein, benötigen aber einen mindestens sechs Monate gültigen Reisepass.

Wo sieht man in den Exumas Leguane?

Auf Allen's Cay im Norden der Kette, wo der endemische Allen-Cays-Felsleguan lebt. Sein Bestand erholte sich von rund 300 Tieren in den frühen 1980er-Jahren auf über 1'000 im Jahr 2016.

Was ist die National Family Island Regatta?

Die 1954 begründete, meistbesuchte Segelregatta der Bahamas, ausgetragen jedes Jahr im April in der Elizabeth Harbour vor George Town. Traditionelle Holzsloops in fünf Grössenklassen kämpfen um den Titel «Best in the Bahamas».

Fliegt man von Europa direkt in die Exumas?

Nein, es gibt keine Nonstop-Verbindung. Reisende aus Europa steigen meist über Miami oder Nassau um und nehmen von dort einen Inlandsflug nach George Town.

Was ist der Exuma Cays Land and Sea Park?

Das 1958 gegründete erste Meeresschutzgebiet der gesamten Karibikregion, rund 112'640 Acres gross mit Sitz auf Warderick Wells. Fischen, Muschelsammeln und Korallenentnahme sind im gesamten Park verboten.

Was ist Moriah Harbour Cay National Park?

Ein 2002 gegründetes und 2015 erweitertes, rund 16'800 Acres grosses Schutzgebiet südlich von George Town mit ausgedehnten Mangrovenflachs, die als wichtige Kinderstube für Bonefisch, Langusten und Muscheln gelten.

Gibt es in den Exumas Malaria?

Nein, ein Malariarisiko besteht nicht. Wichtiger ist der Schutz vor Mückenstichen wegen Dengue und Zika, die wie im übrigen Land vorkommen.

Wie viele Tage sollte man für die Exumas einplanen?

Für einen guten Eindruck von George Town und mehreren Cays empfehlen sich sechs bis zehn Tage, idealerweise mit einem mehrtägigen Bootsausflug in die Exuma Cays im Norden der Kette.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 20. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Exuma, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  2. The Bahamas, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  3. Bahamas – Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA), abgerufen 20. September 2026
  4. Bahamas Time Zone, timeanddate.com, abgerufen 20. September 2026
  5. Flights from Great Exuma Airport (GGT), FlightConnections, abgerufen 20. September 2026
  6. Tropical Cyclone Climatology, National Hurricane Center (NOAA), abgerufen 20. September 2026
  7. Bahamas: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 20. September 2026
  8. The Bahamas – Traveler View, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), abgerufen 20. September 2026
  9. Who to Call in an Emergency, Royal Bahamas Police Force, abgerufen 20. September 2026
  10. Exuma Cays Land & Sea Park, Bahamas National Trust, abgerufen 20. September 2026
  11. Moriah Harbour Cay National Park, Bahamas National Trust, abgerufen 20. September 2026
  12. Staniel Cay, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  13. The Swimming Pigs Exuma Story, SwimmingWithPigs.com, abgerufen 20. September 2026
  14. Allen Cays Rock Iguana, International Iguana Foundation, abgerufen 20. September 2026
  15. Rolle Town, bahamas.com (Bahamas Ministry of Tourism), abgerufen 20. September 2026
  16. Surname origins reveal a complex history of slavery in The Bahamas, Findmypast, abgerufen 20. September 2026
  17. The National Family Island Regatta, exumabahamas.org, abgerufen 20. September 2026
  18. Local Community/History, George Town Cruising Regatta, abgerufen 20. September 2026

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