Was erwartet Reisende in der Schweiz?
Die Schweiz reicht von der Bankenmetropole Zürich über das internationale Genf am Genfersee bis zur Innerschweizer Seestadt Luzern am Fuss von Pilatus und Rigi. Vier Landessprachen, ein dichtes Bahnnetz und Berge bis über 4'600 m liegen auf engstem Raum beieinander, dazu 13 UNESCO-Welterbestätten.
Auf rund 41'300 km² wechseln sich das dicht besiedelte Mittelland mit den grossen Städten, der bewaldete Jura im Nordwesten und die Alpen im Süden und Osten ab; kaum ein Ort des Landes liegt mehr als drei Autostunden von einem anderen entfernt.
Diese Seite fasst die drei grossen Etappen Zürich, Genf und Luzern zusammen, dazu Reisezeit, Einreise, Anreise mit Flug und Bahn sowie die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA (Stand September 2026).
Quellen: Wikipedia · Switzerland Tourism, myswitzerland.com
Wie ist die Schweiz als Reiseland?
Die Schweiz vereint 26 Kantone und vier Amtssprachen auf kleinem Raum: Deutsch im Norden und Osten, Französisch im Westen, Italienisch im Tessin und Rätoromanisch in Teilen Graubündens. Direkte Demokratie und ein aussergewöhnlich dichter öffentlicher Verkehr prägen den Alltag.
Mit der Dufourspitze im Monte-Rosa-Massiv (4'634 m) liegt der höchste Punkt des gesamten deutschen Sprachraums auf Schweizer Boden, nach dem Mont Blanc der zweithöchste Gipfel der Alpen; gleichzeitig lässt sich das ganze Land in wenigen Stunden mit der Bahn durchqueren.
Rund 9.15 Millionen Menschen leben im Land; die vier Sprachregionen unterscheiden sich spürbar in Küche, Architektur und Mentalität, von den Giebeldächern im Emmental bis zu den Palmen am Lago Maggiore im Tessin.
Politisch ist die Schweiz ein föderaler Bundesstaat ohne einheitliche Volksgruppe: Volksabstimmungen finden mehrmals jährlich auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene statt, die 26 Kantone behalten weitreichende eigene Kompetenzen in Steuern, Schulwesen und Polizei.
Quellen: Wikipedia
Welche Regionen der Schweiz lohnen sich?
Die drei grossen Etappen sind die Wirtschaftsmetropole Zürich, das internationale Genf am Genfersee und die Innerschweizer Seestadt Luzern am Vierwaldstättersee. Alle drei liegen an eigenen Bahnknoten und lassen sich mit dem Zug in weniger als vier Stunden verbinden.
Zürich
Zürich liegt an der Limmat zwischen Zürichsee und Hausberg Üetliberg und zählt rund 1'200 öffentliche Trinkbrunnen; die Bahnhofstrasse gilt als eine der bekanntesten Einkaufsstrassen Europas. Grossmünster und Fraumünster mit den Chagall-Fenstern prägen die Altstadt am Wasser.
Von der Stadt aus sind das Lindt Home of Chocolate in Kilchberg, der Rheinfall bei Schaffhausen und die Hausberge Üetliberg sowie im Winter Flumserberg und Hoch-Ybrig in kurzer Zeit erreichbar; die Zürich Card bündelt öffentlichen Verkehr, Museumseintritte und Vergünstigungen.
Genf
Genf liegt am Genfersee und beherbergt den europäischen Sitz der Vereinten Nationen, das IKRK und die Forschungsanlage CERN. Der Jet d'Eau schiesst als Wahrzeichen bis zu 140 m in die Höhe; die Altstadt um die Kathedrale Saint-Pierre gilt als grösste historische Altstadt der Schweiz.
In der Nähe liegen das italienisch anmutende Städtchen Carouge, der Aussichtsberg Mont Salève auf französischer Seite und die terrassierten Weinberge von Lavaux, seit 2007 UNESCO-Welterbe.
Luzern
Luzern liegt am Vierwaldstättersee im Herzen der Zentralschweiz; die gedeckte Kapellbrücke mit Wasserturm aus dem 14. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen der Stadt. Die Museggmauer mit ihren neun Türmen bietet Ausblick über Stadt, See und Berge.
Als Hausberge dienen die Zahnradbahn auf den Pilatus mit Sommerrodelbahn und Hängebrückenpark sowie die Rigi, erreichbar mit der Bergbahn über Vitznau; das Verkehrshaus der Schweiz und das Kultur- und Kongresszentrum KKL ergänzen das Angebot am See.
Ausserhalb der drei Etappen locken das Wallis mit dem Matterhorn bei Zermatt und dem Aletschgletscher, dem grössten Gletscher der Alpen, Graubünden als grösstes Feriengebiet des Landes mit Davos, St. Moritz und dem Bernina-Express sowie das mediterran geprägte Tessin mit Palmen am Lago Maggiore.
Das Berner Oberland ergänzt das Bild mit der Altstadt Berns, den Emmentaler Bauernhöfen und Ausflugszielen wie dem Jungfraujoch; die Region Basel liegt am Dreiländereck zu Deutschland und Frankreich mit eigenem internationalem Flughafen. Wer mehrere Regionen an einer Reise kombinieren will, findet dank des dichten Taktfahrplans der SBB meist stündliche Anschlüsse zwischen den grossen Bahnhöfen.
Quellen: Switzerland Tourism, myswitzerland.com · Switzerland Tourism, myswitzerland.com · Switzerland Tourism, myswitzerland.com · Switzerland Tourism, myswitzerland.com · UNESCO World Heritage Centre
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
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- StadtGenf und GenferseeDer Genfersee reicht von der internationalen Stadt Genf über Lausanne bis zu den Weinterrassen von Lavaux und dem Kurort Montreux mit dem Château…
- StadtLuzern und ZentralschweizLuzern ist die Stadt am Vierwaldstättersee mit der Kapellbrücke, dem Löwendenkmal und Bergbahnen auf Pilatus und Rigi vor der Haustür.
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- RegionWallis und ZermattDas Wallis ist der Alpenkanton mit dem Matterhorn bei Zermatt, dem grössten Gletscher der Alpen und dem grössten Weinbaugebiet der Schweiz.
- RegionGraubünden und EngadinGraubünden ist der grösste und einzige dreisprachige Kanton der Schweiz.
- RegionTessinDas Tessin ist der italienischsprachige Südkanton der Schweiz zwischen Lago Maggiore und Luganersee, 359’390 Einwohner auf 2’812 km².
Wann ist die beste Reisezeit für die Schweiz?
Die Schweiz lässt sich ganzjährig bereisen; am mildesten sind Frühling (April/Mai) und Frühherbst (September) in den Städten, im Hochsommer erreichen Zürich und Genf über 25 °C. Für Berge und Skigebiete beginnt die Wintersaison meist im Dezember und dauert bis in den April.
Die Stationsdaten zeigen drei ähnliche, aber nicht identische Klimazonen im Mittelland und am Alpenrand: das gemässigt-kontinentale Zürich, das mildere, aber ebenfalls kontinental geprägte Genf am See und das niederschlagsreichere Luzern am Rand der Voralpen.
Zürich, Genf und Luzern im Jahresverlauf
| Zürich | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 4 | 7 | 11 | 16 | 19 | 24 | 26 | 25 | 21 | 15 | 9 | 5 |
| Tiefstwert °C | -2 | -1 | 1 | 4 | 8 | 13 | 14 | 14 | 10 | 7 | 2 | -1 |
| Niederschlag mm | 94 | 73 | 91 | 91 | 141 | 139 | 144 | 146 | 103 | 100 | 87 | 102 |
| Genf | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 6 | 8 | 13 | 17 | 20 | 25 | 28 | 27 | 23 | 17 | 11 | 7 |
| Tiefstwert °C | -0 | -0 | 2 | 6 | 9 | 14 | 15 | 15 | 12 | 8 | 4 | 0 |
| Niederschlag mm | 98 | 73 | 90 | 75 | 111 | 100 | 93 | 99 | 76 | 91 | 96 | 106 |
| Luzern | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 5 | 7 | 11 | 16 | 19 | 24 | 25 | 25 | 20 | 15 | 9 | 5 |
| Tiefstwert °C | -1 | -1 | 2 | 5 | 9 | 14 | 15 | 15 | 12 | 8 | 3 | -0 |
| Niederschlag mm | 94 | 75 | 95 | 98 | 150 | 146 | 152 | 158 | 101 | 100 | 93 | 100 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station ZUERICH-AFFOLTERN (7 km, 441 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GENEVA COINTRIN (5 km, 430 m), auf 376 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LUZERN (2 km, 456 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Zürich erreicht im Juli und August Höchstwerte um 25 bis 26 °C bei mässigem, übers Jahr verteiltem Niederschlag. Genf liegt mit bis zu 28 °C im Juli am wärmsten der drei Städte, mit spürbar weniger Regen im Hochsommer als im übrigen Jahr.
Luzern zeigt mit Regenmengen bis 158 mm im August das feuchteste Klima der drei Städte, bedingt durch die Nähe zu den Voralpen; die Wintermonate bleiben in allen drei Städten mild bis kühl mit Tageshöchstwerten um 4 bis 7 °C.
Grosse Publikumsereignisse prägen die jeweilige Nebensaison: das Zürcher Frühlingsfest Sechseläuten mit der Verbrennung des «Böögg» findet jeweils am dritten Montag im April statt, die Genfer Fête de l'Escalade Anfang Dezember erinnert an die gescheiterte Erstürmung der Stadt 1602. An Wintersporttagen in den Bergregionen steigen die Übernachtungspreise deutlich.
Quellen: Switzerland Tourism, myswitzerland.com · Stadt Zürich, Stadtarchiv · Ville de Genève
Was braucht man für die Einreise in die Schweiz?
Deutsche und Österreicher reisen mit gültigem Pass oder Personalausweis visumfrei in die Schweiz, da sie zum Schengen-Raum gehört (Stand September 2026); für Schweizerinnen und Schweizer selbst entfällt die Frage naturgemäss. Massgeblich bleiben die jeweils aktuellen Angaben der amtlichen Stellen.
- Deutschland: Laut Auswärtigem Amt genügen Reisepass, vorläufiger Reisepass, Personalausweis, vorläufiger Personalausweis oder Kinderreisepass; die Dokumente dürfen höchstens ein Jahr abgelaufen sein.
- Österreich: Laut BMEIA reichen Reisepass oder Personalausweis für die gesamte Aufenthaltsdauer, kein Visum nötig.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten je nach Herkunftsland eigene Visumregeln; Auskunft geben die Schweizer Botschaften und Konsulate oder das Staatssekretariat für Migration.
Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, gehört aber zum Schengen-Raum und zum europäischen Binnenmarkt über die EFTA; innerhalb der Zone entfällt die reguläre Grenzkontrolle, die Ausweispflicht bleibt trotzdem bestehen.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von Auswärtigem Amt, BMEIA und den Schweizer Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für die Schweiz?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Das CDC empfiehlt die Basisimpfungen sowie Hepatitis A für Reisende, die abseits touristischer Routen unterwegs sind; in allen Kantonen ausser dem Tessin wird zusätzlich eine FSME-Impfung gegen die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung empfohlen.
Laut CDC sollten alle Reisenden gegen Windpocken, Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten, Grippe, Masern-Mumps-Röteln und Polio geimpft sein; wegen steigender Fallzahlen weltweit gilt ein vollständiger Masernschutz für alle internationalen Reisenden als sinnvoll.
Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt die FSME-Impfung allen Erwachsenen und Kindern ab drei Jahren, die sich in den Risikogebieten ausserhalb des Tessins aufhalten; in wärmeren Lagen bleiben Zecken ganzjährig aktiv, in höheren und kälteren Regionen vor allem von Frühling bis Herbst.
Nach Zeckenstichen empfiehlt sich eine rasche, vollständige Entfernung mit einer Zeckenzange sowie die Beobachtung der Einstichstelle; eine Rötung ab dem dritten Tag kann auf eine Borreliose hindeuten und gehört ärztlich abgeklärt.
Die medizinische Versorgung ist im ganzen Land auf sehr hohem Niveau; für Bergtouren in den Alpen empfiehlt sich eine Reiseversicherung mit Bergungs- und Rettungskosten, etwa durch die Rega-Luftrettung.
Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Wie sicher ist die Schweiz für Reisende?
Die Schweiz gilt als eines der sichersten Reiseländer mit insgesamt niedriger Kriminalitätsrate. Alltägliches Risiko sind Taschendiebstahl und Handtaschenraub an belebten Orten, an Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln.
Das Auswärtige Amt warnt vor Taschendiebstahl und Handtaschenraub an stark frequentierten Orten, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln; ansonsten gilt die Schweiz als eines der sichersten Reiseländer Europas.
In den Bergregionen können laut Auswärtigem Amt ganzjährig Lawinenabgänge, Erdrutsche und Überschwemmungen auftreten; Wandernde und Bergsteiger sollten vor Touren die Warnungen von AlertSwiss und den lokalen Behörden prüfen.
Für Autoreisende gilt eine Promillegrenze von 0.5, auf Autobahnen und Autostrassen ist eine Vignette Pflicht, die an der Grenze erhältlich ist; das BMEIA empfiehlt, unbeaufsichtigte Kinder auf Reisen mit einer schriftlichen Einverständniserklärung der Eltern auszustatten.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man in die Schweiz und im Land herum?
Internationale Flüge landen vor allem in Zürich (ZRH), Genf (GVA) und Basel (EuroAirport); Zürich zählte 2025 rund 32.6 Millionen Passagiere und wird nonstop mit 217 Zielen in 71 Ländern verbunden. Zwischen den Städten verkehrt ein dichtes Taktfahrplan-Netz der SBB.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Zürich – Luzern | SBB | rund 41–52 min (direkt) |
| Zürich – Genf | SBB | rund 2 h 51 min (schnellste Verbindung) bis 3 h 33 min |
| Genf – Luzern | SBB, meist mit Umsteigen in Bern | rund 2 h 50 min bis 3 h 11 min |
| Flughafen Zürich – Stadtzentrum | S-Bahn | rund 10–12 min |
| Flughafen Genf – Stadtzentrum | Bahn/Tram | rund 6–10 min |
Zürich (ZRH) gehört mit Nonstop-Verbindungen zu Zielen auf allen bewohnten Kontinenten zu den grossen europäischen Drehkreuzen; die längste Nonstop-Strecke führt nach Singapur. Swiss und Edelweiss Air bedienen von dort aus zusammen weit über 90 Ziele, dazu bestehen Nonstop-Flüge etwa nach New York, Chicago, Abu Dhabi, Dubai, Doha, Singapur, Hongkong, Bangkok und Tokio.
Genf (GVA) bietet mit rund 149 Nonstop-Zielen in 52 Ländern ein dichtes Kurzstreckennetz vor allem nach Westeuropa, dazu Langstrecken nach New York, Montreal, Washington, Addis Abeba sowie nach Dubai, Abu Dhabi und in mehrere chinesische Städte; 2025 zählte der Flughafen rund 18 Millionen Passagiere.
Basel wird über das EuroAirport genannte Gemeinschaftsprojekt mit Frankreich und Deutschland bedient und eignet sich besonders für die Anreise aus Westeuropa; von dort verkehren zudem gute Bahnverbindungen ins übrige Land.
Im Landesinnern gilt der Taktfahrplan der SBB als besonders dicht: Die meisten Städte sind mindestens stündlich, viele Strecken im Halbstundentakt verbunden; für Ferien mit häufigen Fahrten lohnt sich ein Swiss Travel Pass mit freier Fahrt auf dem öffentlichen Verkehr.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · Trainline · Trainline · Flughafen Zürich AG
Welches Geld braucht man in der Schweiz und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Schweizer Franken (CHF), unterteilt in 100 Rappen; Kartenzahlung ist praktisch überall Standard, auch für Kleinstbeträge. Bankomaten gibt es in jeder Stadt, in Grenznähe und an touristischen Orten nehmen viele Betriebe zusätzlich Euro-Banknoten an.
Seit 1974 gilt der Service in der Gastronomie als im Preis inbegriffen; ein zusätzliches Trinkgeld bleibt freiwillig, üblich sind rund 10 % oder das Aufrunden auf den nächsten runden Betrag. Ein zu kleines Trinkgeld wird eher negativ aufgefasst als ein Verzicht darauf.
Wer mit Euro-Banknoten bezahlt, erhält das Wechselgeld praktisch immer in Landeswährung zurück, zum jeweiligen Tageskurs des Geschäfts, der oft 5 bis 10 % schlechter ausfällt als der offizielle Mittelkurs; Euro-Münzen werden in der Regel nicht angenommen.
Am ehesten wird Euro in Grenzstädten wie Basel sowie in Hotels, grossen Ladenketten und an Autobahnraststätten akzeptiert; im ländlichen Wallis oder Appenzell bleibt die Landeswährung die verlässlichere Wahl. Für längere Aufenthalte lohnt sich eine Karte ohne Auslandsgebühren.
Quellen: UBS Schweiz · Wise
Wo übernachtet man in der Schweiz am besten?
In Zürich wohnen die meisten Reisenden zentral rund um Altstadt und Bahnhofstrasse oder am Seebecken, in Genf nahe der Altstadt oder am rechten Seeufer beim Bahnhof. In Luzern liegt die Altstadt selbst direkt am Vierwaldstättersee.
Zürich bietet Unterkünfte von einfachen Hotels bis zu internationalen Kettenhäusern rund um den Hauptbahnhof, in der Altstadt oder mit Seesicht im Seefeld-Quartier; wer ruhiger übernachten will, weicht in umliegende Gemeinden mit S-Bahn-Anschluss aus.
In Genf liegen die meisten Hotels zwischen Bahnhof, Altstadt und Seeufer; internationale Organisationen sorgen ausserhalb der Ferienzeit für hohe Auslastung unter der Woche. In Luzern konzentrieren sich Unterkünfte auf die Altstadt und das gegenüberliegende Seeufer mit Blick auf Kapellbrücke und Berge.
Was isst man in der Schweiz?
Die Schweizer Küche unterscheidet sich stark nach Sprachregion: Käsefondue und Raclette prägen die Bergküche, Zürcher Geschnetzeltes die Deutschschweiz, während Genf und die Romandie stärker französisch inspiriert kochen und das Tessin italienisch isst.
In der Deutschschweiz zählen Zürcher Geschnetzeltes mit Rösti, Älplermagronen und verschiedene Wurstspezialitäten zu den Klassikern; in den Bergregionen dominieren im Winter Käsefondue und Raclette aus geschmolzenem Bergkäse.
Genf und die Romandie orientieren sich an der französischen Küche mit Fondue, Gratins und Weinen aus dem eigenen Anbaugebiet am Genfersee; im Tessin dominiert italienisch geprägte Küche mit Polenta, Risotto und Merlot aus lokalem Anbau.
Schweizer Schokolade gilt weltweit als Qualitätsbegriff, ebenso zahlreiche Käsesorten wie Gruyère, Emmentaler und Appenzeller; an vielen Bahnhofskiosken gibt es Znüni-Sandwiches und Gipfeli für unterwegs.
Welche Kultur und welche Feste prägen die Schweiz?
Mit 13 UNESCO-Welterbestätten zählt die Schweiz zu den kulturell dichtesten Ländern Europas, von der Altstadt Berns bis zur Rhätischen Bahn in den Albula- und Bernina-Landschaften. Grosse jährliche Ereignisse sind das Zürcher Sechseläuten im April und die Genfer Fête de l'Escalade im Dezember.
Der Nationalfeiertag am 1. August erinnert an den Bundesbrief von 1291 und wird landesweit mit Feuerwerk und Höhenfeuern gefeiert. Regionale Fasnachtsbräuche wie die Basler Fasnacht im Februar/März gehören zu den grössten Volksfesten des Landes.
Beim Zürcher Sechseläuten ziehen rund 3'500 Zunftmitglieder in historischen Kostümen durch die Stadt, bevor am Abend der mit Feuerwerk gefüllte Schneemann «Böögg» verbrannt wird; die Zeit bis zum Kopfknall gilt volkstümlich als Sommerprognose.
Die Genfer Fête de l'Escalade Anfang Dezember erinnert an die gescheiterte nächtliche Erstürmung der Stadt durch savoyische Truppen 1602; bis heute gehören Schokoladentöpfchen mit dem Genfer Wappen und das Lied «Cé qu'è lainô» zum Brauch.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Stadt Zürich, Stadtarchiv · Ville de Genève
Welche Erlebnisse lohnen sich in der Schweiz?
Zu den Höhepunkten zählen das Jungfraujoch als höchstgelegener Bahnhof Europas, das Matterhorn bei Zermatt, der Rheinfall bei Schaffhausen als grösster Wasserfall Europas nach Wasservolumen sowie Panoramazugfahrten wie der Glacier Express zwischen Graubünden und dem Wallis.
Berge und Gletscher
Das Jungfraujoch liegt auf 3'454 m; seit der Eröffnung der Eiger Express-Seilbahn 2020 dauert die Fahrt ab Grindelwald nur noch rund 1.5 Stunden. Von der Sphinx-Aussichtsterrasse reicht der Blick über den Aletschgletscher, den grössten Gletscher der Alpen.
Das Matterhorn Glacier Paradise bei Zermatt liegt auf 3'883 m und gilt als höchstgelegene Bergbahnstation Europas; der Glacier Express verbindet auf seiner klassischen Route St. Moritz und Zermatt mit Panoramafenstern und einem Höhepunkt auf 2'033 m nahe dem Oberalppass.
Wasser und Landschaft
Der Rheinfall bei Schaffhausen gilt mit seinem Wasservolumen als grösster Wasserfall Europas und ist von Bootsfahrten aus direkt erlebbar; das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern ergänzt das Programm mit dem grössten Museum des Landes.
- Lavaux: terrassierte Weinberge am Genfersee, seit 2007 UNESCO-Welterbe, mit Wanderwegen zwischen den Rebstöcken.
- Bernina-Express: Panoramazug durch Graubünden über den Berninapass nach Italien, Teil der UNESCO-Welterbestrecke.
- Rigi und Pilatus: die beiden Hausberge Luzerns mit Bergbahnen, Wandern im Sommer und Schlitteln im Winter.
Quellen: Switzerland Tourism, myswitzerland.com · UNESCO World Heritage Centre
Wie reist man in der Schweiz verantwortungsvoll?
Das dichte SBB-Netz macht Bahnreisen zwischen den grossen Städten fast immer schneller und klimafreundlicher als das Auto; ein Grossteil der Bahnstrecke läuft mit Wasserkraft. An beliebten Orten wie Luzern oder der Kapellbrücke helfen frühe Tageszeiten gegen Gedränge.
- Zwischen Zürich, Genf und Luzern wo möglich die Bahn statt des Autos nutzen; ein Grossteil des SBB-Netzes wird mit Wasserkraft betrieben.
- An stark besuchten Orten wie der Luzerner Kapellbrücke oder dem Jungfraujoch früh am Morgen oder ausserhalb der Sommerferien reisen.
- In den Bergen markierte Wege nicht verlassen und Wildruhezonen respektieren, besonders in Nationalpark- und Schutzgebieten.
Mit welchen Ländern lässt sich die Schweiz kombinieren?
Am naheliegendsten sind die Nachbarländer entlang des Bahnnetzes: Italien über das Tessin und den Gotthard, Frankreich über Genf und den Jura, Deutschland über den Bodensee und Basel sowie Österreich über Graubünden und den Arlberg.
Vom Tessin aus ist Mailand in rund einer Stunde mit dem Zug erreichbar, auch Lyon liegt für Genf in Bahnnähe; Basel bietet dichte Verbindungen ins deutsche Rheinland und ins Elsass, aus Graubünden führt die Bahn über den Arlberg nach Tirol.
Da die Schweiz zum Schengen-Raum gehört, genügt an den Landgrenzen zu Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich und Liechtenstein in der Regel derselbe Pass oder Personalausweis wie für die Einreise ins Land selbst.
Quellen: Auswärtiges Amt
Für wen eignet sich die Schweiz, für wen weniger?
Die Schweiz passt zu Reisenden, die Berglandschaft, Seen und Städte mit hoher Qualität bei Bahn, Unterkunft und Gastronomie verbinden wollen und mit einem höheren Reisebudget planen. Weniger geeignet ist sie für alle, die auf sehr günstige Reisekosten angewiesen sind.
Gut passt die Schweiz für Bahnreisende, Bergsportlerinnen und -sportler sowie für Städtetrips mit kurzen Distanzen; wer mehrere Sprachregionen erleben will, findet in Genf, Zürich und dem Tessin drei unterschiedliche Kulturen in einem Land.
Weniger geeignet ist das Land für sehr preissensible Reisen, da Übernachtung, Gastronomie und viele Aktivitäten im europäischen Vergleich am oberen Ende liegen; auch reine Strandferien bietet die Schweiz naturgemäss nicht.