Was bietet das Wallis und wie viel Zeit braucht die Region?
Das Wallis ist der Kanton im Südwesten der Schweiz, der das Rhonetal von den Gletscherquellen bis zum Genfersee umfasst und das Matterhorn bei Zermatt (4’478 m), den Aletschgletscher und das grösste Weinbaugebiet des Landes vereint. Für Zermatt und einen Gletscherausflug genügen drei bis vier Nächte, für zwei Talseiten und Weinbau eine Woche.
Der Kanton misst 5’224 km² und hat rund 348’500 Einwohner (Stand Dezember 2020). Er zählt damit zu den grossen, aber dünn besiedelten Kantonen. Seine Höhenunterschiede reichen von rund 372 m am Genferseeufer bis zum Monte-Rosa-Massiv mit 4’634 m; zahlreiche Gipfel über 4’000 m säumen das Tal.
Die Region lässt sich in drei Reisen denken: Zermatt und das Mattertal mit Matterhorn und Gornergrat, das deutschsprachige Oberwallis mit Aletschgletscher, Saas-Fee und Goms, und das französischsprachige Unter- und Mittelwallis mit Weinbau, Thermen in Leukerbad und den Skiorten Verbier und Crans-Montana.
Allgemeine Einreise, Währung und Notrufe stehen auf der Landesseite Schweiz. Diese Seite behandelt, was im Wallis zählt: Orte, Bahnen und Anreise, Reisezeit nach Teilregion, Höhe, Berggefahren und Praxis.
Wie ist das Wallis geprägt?
Das Wallis ist zweisprachig: Französisch dominiert im Unter- und Mittelwallis, Deutsch im Oberwallis, die Sprachgrenze verläuft zwischen Sierre und Salgesch. Der Kanton trat 1815 der Eidgenossenschaft bei und ist bis heute durch Wasserkraft, Weinbau und Tourismus geprägt.
Das Rhonetal teilt die Region in zwei Bergflanken: im Süden die Walliser Alpen mit Matterhorn und Monte Rosa, im Norden die Berner Alpen mit dem Aletschgebiet. Aus dem Tal zweigen Seitentäler ab, in denen sich die Orte verstecken, Mattertal, Saastal, Lötschental, Val de Bagnes. Wer ins Wallis reist, fährt deshalb meist in ein Seitental hinein und wieder zurück.
Der Alltag im Tal ist vom Wasser bestimmt. Die traditionellen Bewässerungskanäle, die Bisses, führen Gletscher- und Bachwasser in trockene Hänge, Weinberge und Obstgärten. Wasserkraft prägt die Wirtschaft, und das trockene Klima in der Talsohle macht den Weinbau möglich.
Eine zweite Linie ist die Verkehrsgeschichte: Der Simplon verbindet Brig mit Domodossola, der Grosse Sankt Bernhard Martigny mit Aosta, und die Lötschbergstrecke das Wallis mit dem Berner Oberland. Das Wallis war also immer Durchgangsland zwischen Nord und Süd.
Quellen: Wikipedia · Valais/Wallis Promotion · Swiss Wine Promotion
Wie gehört das Wallis zur Schweiz?
Das Wallis ist einer der 26 Kantone der Schweiz und grenzt an Frankreich im Westen und Italien im Süden. Kantonshauptstadt ist Sion; Wallis und Schweiz teilen Währung, Einreiseregeln und Notrufe.
Der Kanton grenzt ausserdem an die Kantone Waadt, Bern, Uri und Tessin. Zermatts Pisten sind über den Theodulgletscher mit Breuil-Cervinia in Italien verbunden.
Währung (Franken), Zeitzone und Einreiseregeln sind dieselben wie im Rest des Landes; die Landesseite Schweiz führt sie auf.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · skiresort.com
Welche Orte im Wallis lohnen einen Besuch?
Zermatt auf rund 1’600 m ist der bekannteste Ort und ganz autofrei; Saas-Fee (1’800 m), Leukerbad (1’411 m), Verbier und Crans-Montana (je rund 1’500 m) sind die weiteren grossen Ferienorte. Dazu kommen die Hauptstadt Sion, der Bahnknoten Brig und das abgelegene Lötschental.
Zermatt und das Mattertal
Zermatt liegt am oberen Ende des Mattertals auf rund 1’600 m und hat rund 5’800 Einwohner (Stand 2024). Die ganze Gemeinde ist eine Zone ohne Verbrennungsmotoren; fast alle Fahrzeuge sind batteriebetrieben, damit keine Abgase die Sicht aufs Matterhorn trüben. Die meisten Gäste kommen mit der Zahnradbahn aus Täsch.
Das Matterhorn ragt 4’478 m auf und liegt an der Grenze zu Italien (italienisch Cervino). Edward Whymper führte am 14. Juli 1865 die Erstbesteigung über den Hörnligrat an; beim Abstieg stürzten vier der sieben Teilnehmer ab. Die Hörnlihütte auf 3’260 m ist der Ausgangspunkt der Normalroute.
Gornergrat und Matterhorn Glacier Paradise
Die Gornergratbahn wurde am 20. August 1898 eröffnet und war die erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz. Sie ist 9.3 km lang und endet auf 3’089 m; der Betreiber nennt rund 3’100 m und spricht von Sicht auf 28 Viertausender sowie den Gornergletscher. Die Fahrt dauert rund 29 Minuten. Der Ganzjahresbetrieb bis zum Gipfel besteht seit 1941.
Die Seilbahn zum Matterhorn Glacier Paradise erreicht 3’883 m (Seilbahn). Von dort geht es zum Klein Matterhorn und zu den Gletscherpisten.
Saas-Fee und das Saastal
Saas-Fee liegt auf 1’800 m und hat rund 1’560 Einwohner. Der Ort ist von 13 Gipfeln über 4’000 m umgeben und seit 1951 autofrei; nur kleine Elektrofahrzeuge verkehren. Die Metro Alpin, eine unterirdische Standseilbahn, führt ins Skigebiet, in dem ein Drehrestaurant auf 3’500 m steht. Auf den Gletschern am Dom und Allalinhorn ist Skifahren ganzjährig möglich. Postautos verbinden den Ort mit Visp und Brig.
Aletsch Arena: Riederalp, Bettmeralp, Fiesch
Der Aletschgletscher ist mit rund 23 km Länge der grösste Gletscher der Alpen. Die Aussichtspunkte Hohfluh, Moosfluh, Eggishorn und Bettmerhorn erschliessen ihn per Seilbahn, Riederalp und Bettmeralp sind autofreie Dörfer. Das Tor zur Region ist Mörel-Filet. Der Aletschgletscher bildet mit der Jungfrau-Region ein UNESCO-Welterbe.
Leukerbad
Leukerbad liegt auf 1’411 m in einem abgeschlossenen Tal oberhalb von Leuk. Rund 3.9 Millionen Liter Thermalwasser mit bis zu 51 °C füllen 22 Becken. Die öffentlichen Thermen sind das Leukerbad Therme (früher Burgerbad, 1980) und die Walliser Alpentherme (1993). Die Gemmi-Seilbahn führt zum Gemmipass (2’322 m), von wo Wege nach Kandersteg ins Berner Oberland führen; die Torrent-Bahn erreicht die Rinderhütte auf 2’313 m.
Verbier und Crans-Montana
Verbier liegt auf rund 1’500 m in der Gemeinde Val de Bagnes und gehört zum Skigebiet 4 Vallées. Der Mont Fort (3’330 m) ist Teil des Gebiets, und am Bec des Rosses findet die Endrunde der Freeride World Tour statt. Die Angaben zur Pistenlänge gehen auseinander: Die offizielle Angabe lautet 410 km, ein unabhängiger Messversuch kam laut Wikipedia auf 164 km.
Crans-Montana liegt auf einem sonnigen Plateau auf rund 1’500 m mit 140 km Pisten und dem Gletscher Plaine Morte (bis 2’927 m). Eine Standseilbahn verbindet es mit dem Bahnhof Sierre.
Sion, Brig und das Lötschental
Sion ist Kantonshauptstadt mit rund 35’000 Einwohnern (Stand Dezember 2020). Auf zwei Hügeln stehen die Basilika Valère (Hügel 610 m) mit der ältesten spielbaren Orgel der Welt aus den 1430er Jahren und die Burgruine Tourbillon (658 m). Die Stadt hat jährlich nur rund 603 mm Niederschlag.
Brig-Glis (13’221 Einwohner, Stand 2020) ist der Bahnknoten am Simplon, wo Simplon-, Lötschberg- und Goms-Strecken zusammenlaufen; der Stockalperpalast von 1658 bis 1678 ist das Wahrzeichen. Das Lötschental erstreckt sich über rund 27 km und zählt etwa 1’500 Einwohner; Seilbahnen führen von Wiler nach Lauchernalp. Zur Fasnacht ziehen dort die Tschäggättä, Gestalten mit Fell und geschnitzten Holzmasken, durch die Gassen.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Gornergrat Bahn · Wikipedia · Wikipedia · Aletsch Arena · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für das Wallis?
Die Skisaison in Zermatt läuft von Anfang November bis Anfang Mai, auf den Gletschern ist Skifahren das ganze Jahr möglich; im Sommer sind Wanderwege und Passstrassen offen. Das Rhonetal ist trocken (rund 650 mm Regen, rund 2’500 Sonnenstunden pro Jahr), Bisse-Wanderungen führen Wasser meist von Mitte Mai bis Mitte Oktober.
| Teilregion | Winter | Sommer und Herbst |
|---|---|---|
| Zermatt | Skisaison Anfang November bis Anfang Mai laut Zermatt Tourismus | Gletscherskilauf ganzjährig; Gornergratbahn ganzjährig bis zum Gipfel |
| Rhonetal, Weinbau | Ruhezeit der Reben | Weinberge und Bisses von Mitte Mai bis Mitte Oktober mit Wasser |
| Oberwallis und Aletsch | Skifahren und Winterwandern | Wandern, Gletscherblick; Pässe Furka und Grosser St. Bernhard nur im Sommerhalbjahr |
| Leukerbad | Thermen ganzjährig; Ski an der Torrent | Gemmipass wandern |
Die Skisaison reicht laut Zermatt Tourismus üblicherweise von Anfang November bis Anfang Mai; die Daten verschieben sich jährlich um wenige Tage. Skiresort.com beschreibt das Gebiet Zermatt-Cervinia als ganzjährig befahrbar, weil der Theodulgletscher auch im Sommer Pisten bietet.
Der Winter im Wallis ist trocken und sonnig im Tal, schneereich in den Hochlagen. Das Rhonetal liegt im Regenschatten der Alpen: Sion misst 603 mm Niederschlag im Jahr. Wanderer finden im Hochsommer und im frühen Herbst die stabilsten Bedingungen; die Wege über 2’500 m können je nach Höhenlage bis in den Sommer Schnee tragen.
Passstrassen haben ein Saisonmuster: Der Furkapass (2’429 m) ist saisonal und im Winter gesperrt, die Bahn unter dem Berg fährt das ganze Jahr, der Grosse Sankt Bernhard ist nur von Juni bis September passierbar, und der Simplon (2’006 m) bleibt in der Regel ganzjährig offen. Aktuelle Öffnungen stehen bei den Betreibern.
Quellen: Wikipedia · Zermatt Tourismus · skiresort.com · Swiss Wine Promotion · Wikipedia · Valais/Wallis Promotion · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie wirkt sich die Höhe im Wallis aus?
Auf Seilbahnen und Bergbahnen kommt man im Wallis in Stunden von 1’600 m auf 3’100 bis 3’900 m. Höhenkrankheit tritt nach dem CDC Yellow Book typischerweise ab 2’500 m auf; Schlafhöhe und Aufstiegsgeschwindigkeit entscheiden mehr als die Tageshöhe.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Zermatt | rund 1’600 m | Standort der meisten Nächte |
| Gornergrat | 3’089 m (Bahn) | Zahnradbahn, Ganzjahresbetrieb |
| Matterhorn Glacier Paradise | 3’883 m | Seilbahn |
| Hörnlihütte | 3’260 m | Basis der Matterhorn-Normalroute |
Das CDC empfiehlt, am ersten Tag nicht direkt zu einer Schlafhöhe über 2’750 m aufzusteigen und oberhalb davon höchstens 500 m pro Tag Schlafhöhe zu gewinnen, mit einem zusätzlichen Ruhetag je 1’000 m Aufstieg. Alkohol und starke Anstrengung gelten in den ersten Tagen als ungünstig.
Wer im Tal schläft und am Tag zum Gornergrat oder aufs Klein Matterhorn fährt, steigt höher, als die Schlafregeln erlauben; spürt man Kopfschmerzen, Übelkeit oder Schwindel, sollte man absteigen.
Quellen: CDC Travelers' Health · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was brauche ich für die Einreise ins Wallis?
Für das Wallis gelten dieselben Einreiseregeln wie für die ganze Schweiz; regionale Abweichungen gibt es nicht, ausser dass grenznahe Orte wie Martigny, Brig oder Zermatt Übergänge zu Frankreich und Italien nutzen. Die amtlichen Stellen sind massgeblich.
Die Regeln für Schweizer, Deutsche und Österreicher sowie für andere Staatsangehörigkeiten stehen auf der Landesseite Schweiz. Der Auswärtige Amt führt eine Länderseite mit Reise- und Sicherheitshinweisen; Schweizer finden Hinweise beim EDA, Österreicher beim BMEIA.
Regional relevant sind die Übergänge nach Italien (Simplon zwischen Brig und Domodossola, Grosser Sankt Bernhard zwischen Martigny und Aosta) und nach Frankreich. Reisepass oder Identitätskarte sollten auf Ausflügen über die Grenze mitgeführt werden. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, die die Botschaft des Ziellandes erteilt.
Quellen: Auswärtiges Amt · EDA · Wikipedia · Wikipedia
Welche Gesundheitshinweise gelten im Wallis?
Die wichtigsten Themen sind Höhe, Sonne und Zecken: Höhenkrankheit kann ab etwa 2’500 m auftreten, und Zecken übertragen in Teilen Europas die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Impfungen und Reiseapotheke gehören in ein reisemedizinisches Gespräch.
Zur Höhe siehe den eigenen Abschnitt. Das CDC erwähnt, dass Zecken die FSME in West- und Nordeuropa und Teilen Asiens verbreiten; eine Impfung kann für gefährdete Reisende sinnvoll sein, und es gibt kein Medikament gegen die Krankheit. Schutz vor Zeckenstichen ist deshalb bei Wanderungen auf Wiesen und im Wald ratsam.
Für verbindliche Empfehlungen zu Impfungen nach Reisedauer und Aktivität sind healthytravel.ch (Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin) und die Hausärztin oder ein reisemedizinisches Zentrum die richtige Stelle. Im Hochgebirge schützen Sonnenschutz und Kälteschutz an Gletschern; Rettungseinsätze regelt Rega unter 1414.
Quellen: CDC Travelers' Health · CDC · Rega
Wie sicher ist das Reisen im Wallis?
Die Risiken im Wallis sind alpiner Art: Lawinen im Winter, Wetterumschwünge und Spaltengefahr auf Gletschern. Das Lawinenbulletin des SLF erscheint täglich im Winter; die Rettung ist unter der Nummer 1414 erreichbar. Zum Matterhorn nennt Wikipedia über 500 Todesfälle seit 1865.
Das SLF veröffentlicht das Lawinenbulletin auf Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch; im Sommer und Herbst erscheint es nur bei starkem Schneefall. Wer abseits der Pisten fährt, liest es täglich.
Rega ist unter 1414 erreichbar, aus dem Ausland unter +41 333 333 333. Wege über Gletscher gehören an das Seil mit Bergführer. Die aktuelle Lage nach Auswärtigem Amt, EDA und BMEIA ist dort nachzulesen.
Quellen: WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF · Rega · Wikipedia · Auswärtiges Amt
Wie komme ich ins Wallis und nach Zermatt?
Die wichtigsten Ankunftsflughäfen sind Genf (GVA) und ZRH, beide mit Bahnhof am Flughafen. Ab dem Flughafen GVA dauert die Bahnfahrt nach Zermatt mit einmaligem Umsteigen in Visp rund 3 h 57 min; Visp–Zermatt allein dauert rund 1 h 3 min bis 1 h 9 min.
| Strecke | Dauer | Anmerkung |
|---|---|---|
| Genève-Aéroport – Visp | rund 2 h 28 min | SBB |
| Visp – Zermatt | 1 h 3 min bis 1 h 9 min, 34 km | Matterhorn Gotthard Bahn, stündlich |
| Täsch – Zermatt | 12 min | Shuttle-Zug |
| Visp – Spiez | rund 28 min | über den Lötschberg-Basistunnel |
| Zermatt – St. Moritz | rund 7 h 55 min, 291 km | Glacier Express, Reservierung nötig |
Genf liegt 4 km nordwestlich der Stadt; der Flughafen hat einen Bahnhof. ZRH liegt 9 km nördlich der Stadt Zürich und ist das Drehkreuz der Swiss. Direktflüge hängen vom Flugplan der Airlines ab; die Flughafenseiten führen die aktuellen Verbindungen je Weltregion. Ein kleiner Flughafen bei Sion bedient wenige Ziele. Eine Fahrzeit nach Zermatt ab ZRH konnte ich nicht belegen.
Die Matterhorn Gotthard Bahn fährt von Visp über Täsch nach Zermatt, erste Abfahrt gegen 5:30, letzte gegen 22:37 (Aggregatordaten). Täsch ist die letzte Station, die man mit dem Auto erreicht: Das Matterhorn Terminal hat 2’100 Parkplätze neben dem Bahnhof, Gepäckwagen kosten CHF 5, Schliessfächer CHF 5 bis 13 (Stand Oktober 2026).
Brig ist der Knoten für Simplon, Lötschberg und Goms. Die Lötschberg-Basislinie von Frutigen nach Raron ist 34.57 km lang und verkürzt die Fahrt von Spiez nach Visp auf rund 28 min. Postautos verbinden Saas-Fee mit Visp und Brig sowie Leukerbad mit Leuk. Nach Verbier fährt der Saint-Bernard Express von Martigny nach Le Châble, dann Seilbahn oder Bus, insgesamt rund 1 h 45 min.
Das Wallis ist von Italien über den Simplon (Brig–Domodossola) und von Aosta durch den Grossen Sankt Bernhard erreichbar. Der Simplontunnel (20 km, 1906) trägt die Bahn, die Passstrasse bleibt meist ganzjährig befahrbar.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Rome2rio · Rome2rio · Zermatt Tourismus · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Matterhorn Gotthard Bahn
Was kostet das Wallis und wie bezahlt man?
Währung ist der Schweizer Franken (CHF). Ein Tagesskipass in Zermatt beginnt laut Zermatt Tourismus bei CHF 92 (Stand Oktober 2026), Kinder unter 9 fahren frei, 9- bis 15-Jährige zahlen die Hälfte.
Die Preise für Seilbahnen und Skipässe ändern sich jährlich; die Angabe gilt für die Saison 2026/27 (Stand Oktober 2026). Der internationale Skipass schliesst 160 km Pisten in Breuil-Cervinia und Valtournenche ein. Für Kinder gelten Altersstufen: unter 9 frei (Wolli Card), 9 bis 15.99 Jahre 50 % Rabatt, 16 bis 19.99 Jahre 15 % Rabatt.
Weitere Preise (Hotels, Restaurants, Bahnen) habe ich nicht aus einer geöffneten Quelle belegt; sie stehen bei den Betreibern.
Währung, Kartenzahlung und Trinkgeld regelt die Landesseite Schweiz.
Quellen: Zermatt Tourismus · Zermatt Tourismus · Wikipedia
Wo übernachtet man im Wallis am besten?
In Zermatt, Saas-Fee, Riederalp und Bettmeralp übernachtet man autofrei im Ort. Wer günstiger oder flexibler reisen will, wohnt im Rhonetal um Visp oder Brig und fährt mit der Bahn in die Seitentäler.
Die Wahl hängt vom Ziel ab: Für Matterhorn, Gornergrat und Skifahren ist ein Quartier in Zermatt oder Täsch am bequemsten, für Weinbau und Städte Sion oder Sierre, für Wellness Leukerbad mit seinen Thermalhotels, für Gletscherblick Riederalp oder Bettmeralp. Täsch ist die letzte Autostation vor Zermatt.
Preise und Belegung habe ich nicht aus einer geöffneten Quelle belegt.
Quellen: Wikipedia · Zermatt Tourismus · Wikipedia · Aletsch Arena · Wikipedia
Was isst man im Wallis?
Das Wallis ist die Heimat des Raclette: geschmolzener Käse, über Pellkartoffeln, Cornichons und Silberzwiebeln geschabt. Dazu passen Walliser Weine wie Fendant, Petite Arvine, Cornalin und Heida.
Raclette stammt aus dem Wallis; mittelalterliche Klostertexte erwähnen geschmolzenen Käse schon 1291, und der Name ist seit 1875 gebräuchlich. Zu Fendant oder Riesling passen die Beilagen; manchmal gibt es schwarzen Tee dazu.
Das Wallis ist mit rund 4’636 ha die grösste Weinbauregion der Schweiz mit 32 % der Rebfläche. Rund 55 Rebsorten wachsen hier; Pinot Noir (28 %), Chasselas (16 %) und Gamay (10 %) führen, dazu kommen Petite Arvine und Cornalin. Die Reben in Visperterminen auf 1’100 m gelten als besonders hoch. Es gibt rund 390 Produzenten.
Quellen: Wikipedia · Swiss Wine Promotion
Was prägt die Kultur im Wallis?
Die Kultur ist zweigeteilt und alpin: ein deutschsprachiges Oberwallis und ein französischsprachiges Unterwallis, getrennt bei Sierre und Salgesch. Seit 2023 zählen die Bisses zum UNESCO-Immateriellen Kulturerbe.
Die Bisses sind offene Kanäle, die Wasser aus Bergbächen in trockene Hänge, Weinberge und Obstgärten leiten. Viele sind noch in Betrieb, und mehrere Wege führen an ihnen entlang, etwa der Bisse du Ro bei Crans-Montana, der Torrent-Neuf bei Savièse und der Grand Bisse d'Ayent. Letzterer erschien seit 2019 auf der Hunderternote.
In Sion zeigen die Basilika Valère mit ihrer Orgel aus den 1430er Jahren und die Burgruine Tourbillon das mittelalterliche Erbe. Der Grosse Sankt Bernhard ist seit der Gründung des Hospizes 1049 mit der Rettung von Reisenden verbunden; die Bernhardinerhunde des Hospizes wurden 2004 an Stiftungen übergeben. Die Tschäggättä im Lötschental sind seit einer Chronik von 1860 belegt.
Quellen: Wikipedia · Valais/Wallis Promotion · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Welche Erlebnisse gibt es im Wallis?
Im Winter sind Skifahren in Zermatt und Verbier, Thermalbäder in Leukerbad und Langlauf die Highlights; im Sommer Wandern, Bisse-Wege, Gornergrat und Aletschblick. Skifahren und Wandern sind klar getrennte Saisons.
Winter
Das Gebiet Zermatt-Cervinia umfasst laut Zermatt Tourismus bis zu 360 km Pisten, skiresort.com nennt 322 km Pisten und 38 km Skirouten bei 51 Anlagen zwischen 1’562 und 3’899 m. Die Zahlen unterscheiden sich je nach Zählweise.
Sommer
Wanderungen am Gornergrat, am Aletschgletscher, entlang der Bisses oder im Lötschental sind die Klassiker. Bisse-Wege führen von Mitte Mai bis Mitte Oktober Wasser; Wege wie Trusera oder Chilcheri–Eggeri umgehen schmale Felsbänder. Leukerbad bietet den Klettersteig am Daubenhorn.
Bahnen
Der Glacier Express verbindet Zermatt mit St. Moritz auf 291 km in rund 7 h 55 min; höchster Punkt ist der Oberalppass (2’033 m), und der Furka-Basistunnel macht den Winterbetrieb möglich. Am Furkapass erreicht man den Rhonegletscher, der jährlich 30 bis 40 m zurückweicht.
Quellen: Zermatt Tourismus · skiresort.com · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Valais/Wallis Promotion · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man im Wallis nachhaltig?
Im Wallis lässt sich fast alles ohne Auto erreichen: Zermatt und Saas-Fee sind autofrei, die Täsch–Zermatt-Verbindung verkehrt per Bahn. Der Aletschgletscher hat seit 1870 rund 3.2 km Länge verloren.
Zermatt erlaubt keine Verbrennungsmotoren, Saas-Fee seit 1951 nur kleine Elektrofahrzeuge. Mit der Bahn bis Visp und weiter nach Zermatt, Saas-Fee oder Leukerbad (Postauto) entfallen Parkplätze.
Der Gletscherrückgang ist dokumentiert: Der Aletsch ist seit 1870 um 3.2 km kürzer, davon 1.3 km seit 1980; die Prognose sieht bis 2100 nur einen Bruchteil des Eisvolumens von 2018. Bei Bisse-Wanderungen gilt: auf markierten Wegen bleiben, nichts in die Kanäle werfen, Hunde nicht darin baden lassen, weil das Wasser zur Bewässerung oder als Trinkwasser dient.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Valais/Wallis Promotion
Wie lässt sich das Wallis kombinieren?
Das Wallis lässt sich mit dem Berner Oberland über den Lötschberg (Visp–Spiez rund 28 min), mit Graubünden über den Glacier Express und mit Italien über den Simplon oder den Grossen Sankt Bernhard kombinieren.
Die Nachbarregionen: Berner Oberland über die Lötschbergstrecke, Graubünden per Glacier Express von Zermatt nach St. Moritz, Genf über das Rhonetal und den Genfersee, Tessin als weitere Alpensüdseite. Nach Italien führen die Simplonroute nach Domodossola und der Grosse Sankt Bernhard nach Aosta.
Eine mögliche Reihenfolge: Genfersee, Rhonetal mit Sion, Zermatt, dann Brig und weiter per Lötschberg oder Glacier Express.
Für wen eignet sich das Wallis und für wen weniger?
Das Wallis passt zu Wanderern, Skifahrern, Weinfreunden und Bahnreisenden, die Hochgebirge ohne Auto erleben wollen. Weniger passt es für alle, die Meer, tiefe Preise oder spontane Planung ohne Wetterrisiko suchen.
Gut geeignet: Familien (Kinderrabatte beim Skipass), Paare für Thermen und Weinwege. Weniger geeignet: Reisende mit starker Höhenempfindlichkeit, die direkt aufs Klein Matterhorn wollen, und alle, die nur einen Tag haben und Zermatt mit allem verbinden wollen. Im Hochgebirge können Wetter und Wind Bahnen und Aussicht einschränken.
Quellen: Zermatt Tourismus