Was macht den Dodekanes als Reiseziel besonders?
Der Dodekanes vereint mittelalterliche Ritterarchitektur auf Rhodos, die medizinische Geschichte des Hippokrates auf Kos und ein dichtes Netz kleiner Fähreninseln bis fast vor die türkische Küste. Rhodos-Stadt und Kos-Stadt sind die üblichen Ausgangspunkte, von denen aus sich Symi, Patmos oder Kalymnos als Tagesausflug oder Zwischenstopp anschliessen lassen.
Anders als der Rest Griechenlands stand der Dodekanes bis 1947 unter italienischer Verwaltung, davor jahrhundertelang unter den Johannitern und dann den Osmanen; diese Schichten prägen bis heute Architektur, Strassenbild und sogar einzelne Verwaltungsgebäude im italienischen Kolonialstil. Diese Seite behandelt Rhodos und Kos im Detail sowie die eigenen Fährverbindungen der Inselgruppe, auch in die Türkei.
Für Einreise und Zeitzone gelten dieselben Regeln wie für ganz Griechenland; Details dazu stehen auf der Griechenland-Seite.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation
Wie ist der Dodekanes als Reiseland?
Der Dodekanes ist die östlichste griechische Inselgruppe, geografisch näher an der Türkei als an Athen: Kastellorizo liegt nur rund 2 km vor der türkischen Küste. Die Geschichte der Inseln ist von byzantinischer, ritterlicher, osmanischer und italienischer Herrschaft geprägt, deutlich anders als die Geschichte des griechischen Kernlands.
Rhodos blühte bereits im 4. Jahrhundert v. Chr., als am Hafen der Koloss von Rhodos stand, eines der sieben Weltwunder der Antike. Ab 1309 errichteten die Johanniterritter auf Rhodos ihre Ordensburg, 1522 eroberten die Osmanen die Insel, von 1912 bis 1943 regierte Italien den gesamten Dodekanes, ehe die Inselgruppe nach kurzer britischer Militärverwaltung 1947 mit Griechenland vereinigt wurde.
Diese späte Vereinigung erklärt, warum der Dodekanes anders wirkt als andere griechische Inseln: breite italienische Verwaltungsbauten in Rhodos-Stadt und Kos-Stadt, gepflasterte Plätze im faschistischen Baustil der 1920er und 1930er Jahre, daneben mittelalterliche Ritterburgen und osmanische Minarette. Kos ergänzt das Bild mit seiner Verbindung zu Hippokrates, dem «Vater der Medizin», der um 460 v. Chr. auf der Insel geboren wurde.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation
Welche Orte lohnen sich im Dodekanes?
Rhodos-Stadt mit der Ritterstrasse und dem Grossmeisterpalast ist der grösste Anziehungspunkt, ergänzt durch die Akropolis von Lindos an der Ostküste. Kos-Stadt punktet mit dem antiken Asklepieion und dem Hippokrates-Baum; kleinere Inseln wie Symi, Patmos und Kastellorizo lassen sich als Tagesausflug oder Zwischenstopp einbauen.
Rhodos-Stadt
Die mittelalterliche Altstadt von Rhodos, seit 1988 UNESCO-Weltkulturerbe, ist mit ihrer Ritterstrasse (Ippoton) und dem Grossmeisterpalast eine der besterhaltenen befestigten Städte Europas. Am Hafen Mandraki, wo der Legende nach der Koloss von Rhodos stand, liegen heute Windmühlen und die Festung Agios Nikolaos.
Lindos
Rund 50 km südöstlich von Rhodos-Stadt thront die Akropolis von Lindos über der Bucht, mit einem Tempel der Athena Lindia und einer Ritterburg auf demselben Felsen. Die «neue Stadt» darunter bewahrt Kapitänshäuser aus dem 17. bis frühen 20. Jahrhundert.
Kos-Stadt und Asklepieion
Kos-Stadt liegt um eine Johanniterburg am Hafen und ein ausgedehntes Netz an Radwegen, die die Insel gut mit dem Velo erschliessen. Rund 4 km ausserhalb liegt das antike Asklepieion, ein dreistufiges Heiligtum mit Tempeln, Bädern und einer medizinischen Schule; nach der Überlieferung lehrte hier Hippokrates, der um 460 v. Chr. auf Kos geboren wurde. In der Stadt selbst steht die als Platane des Hippokrates bekannte, geschützte Platane mit rund 12 m Stammumfang, nach heutiger Einschätzung eher ein Nachwuchs des ursprünglichen Baums.
Kastellorizo
Ganz im Osten, rund 125 km von Rhodos und nur rund 2 km von der türkischen Küste entfernt, liegt Kastellorizo (Megisti) mit rund 590 Einwohnern, allesamt im gleichnamigen Hauptort. Die Insel ist per Fähre ab Rhodos oder mit Kleinflugzeugen erreichbar und gilt wegen ihrer Abgeschiedenheit als eines der ruhigsten Ziele des Dodekanes.
Symi und Patmos
Symi, gut zwei Stunden von Rhodos entfernt, ist bekannt für seinen Hafen mit bunten neoklassizistischen Kapitänshäusern aus dem 19. Jahrhundert. Patmos im Norden der Inselgruppe gilt als heilige Insel: Der Überlieferung nach schrieb der Apostel Johannes hier die Offenbarung, das Kloster des Heiligen Johannes über der Chora ist bis heute Ziel religiöser Pilgerreisen.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für den Dodekanes?
Mai/Juni und September/Oktober bieten warmes Badewetter ohne die Julihitze und ein noch gutes, wenn auch dünneres Fährnetz zu den kleinen Inseln. Zwischen Juni und September verkehren die meisten Fähren, gleichzeitig sind Rhodos und Kos dann am stärksten besucht.
Der Dodekanes liegt klimatisch im trocken-heissen Süden der Ägäis; Regen fällt vor allem im Winterhalbjahr, die Sommer sind lang und sonnenreich. Auf Rhodos und Kos bleiben viele Hotels und Fährverbindungen ganzjährig geöffnet, auf den kleineren Inseln wie Symi oder Kastellorizo reduziert sich das Angebot ausserhalb der Saison spürbar.
Wer mehrere kleine Inseln verbinden will, plant am besten zwischen Juni und September, wenn die Frequenz der Lokalfähren am höchsten ist. Ausserhalb dieser Zeit fallen Verbindungen zu abgelegenen Inseln wie Kastellorizo, Tilos oder Kasos deutlich aus, und Wartezeiten von mehreren Tagen zwischen zwei Fähren sind möglich.
Auf den kleinsten Inseln wie Kasos, Tilos oder Kastellorizo bleibt die Infrastruktur ganzjährig schlank; wer dort ausserhalb des Sommers anreist, sollte Öffnungszeiten von Unterkünften und Restaurants vorher direkt erfragen, da viele Betriebe von November bis März ganz schliessen.
Waldbrandgefahr besteht laut Auswärtigem Amt und BMEIA von Frühling bis Herbst in weiten Teilen Griechenlands, im heissen, trockenen Sommer auch auf Rhodos und Kos (Stand September 2026).
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation
Was gilt für die Einreise in den Dodekanes?
Der Dodekanes ist Teil Griechenlands, es gelten dieselben Regeln wie für das übrige Land: Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen mit Pass oder Personalausweis ein, ohne Visum und ohne feste Aufenthaltsgrenze dank Schengen beziehungsweise Personenfreizügigkeit. Wer von Rhodos oder Kos aus in die Türkei weiterreist, verlässt damit den Schengen-Raum und braucht dafür eine eigene Einreiseerlaubnis.
Details zu Visum, Aufenthaltsdauer und Sonderregeln für Griechenland stehen auf der Griechenland-Seite; diese Seite behandelt nur Dodekanes-spezifische Punkte. Wichtig für Tagesausflüge nach Bodrum (ab Kos) oder Marmaris und Fethiye (ab Rhodos): Die Türkei liegt ausserhalb des Schengen-Raums, für die Einreise ist je nach Staatsangehörigkeit ein eigenes Visum oder eine elektronische Genehmigung nötig.
Massgeblich bleiben die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA zum Zeitpunkt der Reise, sowohl für Griechenland als auch für einen Abstecher in die Türkei.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Gesundheitsvorsorge braucht man für den Dodekanes?
Für den Dodekanes gilt dieselbe Empfehlungslage wie für ganz Griechenland: keine Pflichtimpfung, aber healthytravel.ch und CDC raten den meisten Reisenden zu Hepatitis A und aktuellen Basisimpfungen. Die medizinische Versorgung ist auf Rhodos und Kos mit Krankenhäusern gut, auf kleinen Inseln wie Symi oder Kastellorizo dagegen sehr eingeschränkt.
Healthytravel.ch empfiehlt für Griechenland allgemein die Basisimpfungen nach Schweizer Impfplan sowie Hepatitis A für Reisen in ländliche Gebiete; ein Malariarisiko besteht laut der Seite nur in seltenen, sporadischen Einzelfällen. Mückenschutz gegen das West-Nil-Virus ist von Mai bis Oktober sinnvoll.
Auf kleinen Inseln ohne eigenes Krankenhaus, etwa Symi, Tilos oder Kastellorizo, wird bei ernsteren Fällen meist nach Rhodos oder Kos verlegt; eine Reise-Zusatzversicherung mit Rücktransport ist sinnvoll, besonders für Ausflüge auf entlegene Inseln.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin
Wie sicher ist der Dodekanes für Reisende?
Der Dodekanes gilt, wie ganz Griechenland, als grundsätzlich sicheres Reiseziel ohne erhöhte Kriminalität. Praktische Risiken sind vor allem Waldbrände im Sommer und, wegen der Nähe zur Türkei, mögliche politische Spannungen, die aber laut Auswärtigem Amt und BMEIA die Reisesicherheit für Touristen bisher nicht beeinträchtigt haben.
Auswärtiges Amt und BMEIA nennen für Griechenland allgemein Taschendiebstahl in Menschenmengen und die saisonale Waldbrandgefahr; auf Rhodos kam es in den letzten Jahren wiederholt zu grösseren Sommerbränden mit vorübergehenden Evakuierungen in Touristenorten.
Wer mit dem Boot zu kleinen Inseln übersetzt, sollte Wetterwarnungen ernst nehmen: Bei starkem Meltemi-Wind im Hochsommer fallen Fähren zwischen den kleineren Dodekanes-Inseln kurzfristig aus.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie kommt man in den Dodekanes und zwischen den Inseln?
Rhodos «Diagoras» (RHO) ist mit rund 137 Nonstop-Zielen in 32 Ländern der grösste Flughafen der Inselgruppe, Kos «Ippokratis» (KGS) bedient rund 61 bis 65 Ziele in 16 Ländern. Zur See verkehren Nachtfähren ab Piräus sowie ein dichtes Netz an Lokalfähren zwischen den Dodekanes-Inseln und, für Tagesausflüge, kurze Verbindungen in die Türkei.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Piräus – Rhodos | Nachtfähre | rund 11 bis 18 h, je nach Schiff und Zwischenstopps |
| Piräus – Kos | Nachtfähre | rund 9,5 bis 13 h |
| Athen – Rhodos | Inlandflug | rund 55 min |
| Rhodos – Kos | Lokalfähre | rund 2 h 5 min bis 3,5 h, je nach Schiff |
| Rhodos – Symi | Lokalfähre | rund 1 bis 2 h |
| Kos – Bodrum (Türkei) | Kurzfähre | rund 20 bis 45 min |
| Rhodos – Marmaris (Türkei) | Kurzfähre | rund 1 h |
Rhodos «Diagoras» (RHO) bedient laut aktuellen Flugdaten rund 137 Nonstop-Ziele in 32 Ländern mit rund 131 Flügen pro Tag, überwiegend innerhalb Europas sowie Charterziele im Nahen Osten; grösster Anbieter ist Ryanair. Kos «Ippokratis» (KGS) ist kleiner mit rund 61 bis 65 Zielen in 16 Ländern, wichtigste Herkunftsmärkte sind Deutschland und das Vereinigte Königreich.
Zur See verkehren Blue Star Ferries und weitere Reedereien mehrmals wöchentlich zwischen Piräus und Rhodos beziehungsweise Kos, mit Fahrzeiten von rund 10 bis 18 Stunden je nach Schiff und Zwischenstopps auf anderen Kykladen- oder Dodekanes-Inseln. Innerhalb der Inselgruppe verbinden Lokalfähren und Katamarane wie die der Dodekanisos Seaways Rhodos, Kos, Symi, Kalymnos, Leros, Patmos und die kleineren Inseln mehrmals täglich in der Hochsaison.
Von Kos nach Bodrum an der türkischen Küste dauert die Kurzfähre nur rund 20 bis 45 Minuten, von Rhodos nach Marmaris oder Fethiye rund 1 bis 1 Stunde 40 Minuten; solche Tagesausflüge sind beliebt, verlangen aber eine gesonderte Einreise in die Türkei.
Quellen: AeroCorner · Kos International Airport (KGS) · ferries.gr · Direct Ferries
Welches Geld braucht man im Dodekanes?
Landeswährung ist der Euro, wie in ganz Griechenland. Kartenzahlung ist in Rhodos-Stadt und Kos-Stadt weit verbreitet, auf kleinen Inseln und bei Fährtickets für Lokalrouten ist Bargeld aber oft nötig.
In den beiden grossen Städten und den Touristenorten der Küste akzeptieren die meisten Hotels und Restaurants Karten. Auf kleineren Inseln wie Symi, Tilos oder Kastellorizo sind Bankomaten selten, Bargeld für Tavernen und Fährtickets sollte man vorher mitnehmen.
Wer nach Bodrum, Marmaris oder Fethiye übersetzt, zahlt dort meist in türkischen Lira oder Euro; die genauen Bedingungen und Wechselkurse sollte man vor der Überfahrt prüfen, da nicht überall Euro angenommen werden. Trinkgeld ist wie im übrigen Griechenland nicht Pflicht, 5 bis 10 Prozent in Restaurants sind üblich.
Quellen: Direct Ferries
Wo übernachtet man im Dodekanes am besten?
In Rhodos-Stadt wohnt man meist in oder nahe der mittelalterlichen Altstadt, alternativ in den grossen Ferienorten Ixia und Faliraki an der Küste. Kos-Stadt bietet ähnliche Optionen im kleineren Massstab; auf Symi und Patmos dominieren kleine, oft familiengeführte Gästehäuser in historischen Hafenhäusern.
Die Altstadt von Rhodos hat zahlreiche Boutiquehotels in restaurierten Ritter- und Osmanenhäusern, ist aber in der Hochsaison entsprechend gefragt. Wer Strandnähe sucht, findet an der Ostküste um Faliraki und Ixia grosse Hotelanlagen mit direktem Meerzugang.
Auf Kos konzentrieren sich Unterkünfte auf die Stadt und die Küstenorte Kardamena und Marmari; auf den kleinen Inseln wie Symi oder Patmos bucht man am besten früh, da die Kapazität begrenzt ist und viele Häuser nur wenige Zimmer haben.
Was isst man im Dodekanes?
Die Küche ist von der Nähe zur Türkei und zur italienischen Vergangenheit geprägt: Fisch und Meeresfrüchte, Pilafi-Reisgerichte und auf Kos die «Pitaridia», dünne Nudelblätter für Suppen. Auf Symi ist die kleine lokale Garnele eine Spezialität, auf Rhodos prägen Weinberge im Landesinneren die Küche zusätzlich.
Rhodos produziert eigenen Wein, unter anderem in der Weinregion um Embonas am Fuss des Attavyros; dazu gehören Mezedes wie gefüllte Weinblätter und lokaler Honig. Auf Kos ist die Küche einfacher und bäuerlicher geprägt, mit viel frischem Gemüse aus den fruchtbaren Ebenen der Insel.
Symi ist für seine winzigen, süsslichen Garnelen bekannt, die frittiert serviert werden; Patmos für einfache Klosterküche mit viel Hülsenfrüchten. Wie im übrigen Griechenland gehören Souvlaki, Horiatiki-Salat und Ouzo zu den Mezedes überall zum Alltag.
Welche Kultur prägt den Dodekanes?
Der Dodekanes trägt sichtbarer als andere griechische Inseln die Spuren fremder Herrschaft: Ritterburgen, osmanische Minarette und italienische Verwaltungsbauten stehen nebeneinander. Auf Patmos prägt zusätzlich die religiöse Bedeutung als Ort der Offenbarung des Johannes den kulturellen Kalender der Insel.
Die Johanniterritter, offiziell Ritter des Hospitals des Heiligen Johannes von Jerusalem, hatten ihren Ordenssitz von 1309 bis zur osmanischen Eroberung 1522 auf Rhodos; ihre Burgen und Kirchen prägen bis heute die Altstadt. Die italienische Verwaltung von 1912 bis 1943 hinterliess breite Plätze, Verwaltungsgebäude im faschistischen Baustil und teils noch heute genutzte Infrastruktur wie das Wassersystem von Rhodos-Stadt.
Patmos gilt als eine der heiligen Stätten der Orthodoxie: Das Kloster des Heiligen Johannes über der Chora, seit dem 11. Jahrhundert besiedelt, und die Höhle der Offenbarung ziehen das ganze Jahr Pilgerreisende an. Kos feiert im Sommer Hippokrates-Festivals mit Musik und Theater in Erinnerung an den berühmtesten Sohn der Insel.
Welche Erlebnisse lohnen sich im Dodekanes?
Zu den Höhepunkten zählen die Altstadt und Ritterstrasse von Rhodos, die Akropolis von Lindos, das Asklepieion und Radwege auf Kos sowie Tagesausflüge zu kleinen Inseln wie Symi. Wer aktiv unterwegs ist, findet auf Kos ein dichtes Radwegenetz und auf Rhodos Wanderwege im Bergland um den Attavyros.
Geschichte erleben
- Ritterstrasse und Grossmeisterpalast, Rhodos: UNESCO-Weltkulturerbe, Zentrum des Johanniterordens.
- Akropolis von Lindos: Tempel und Ritterburg auf demselben Felsen über der Bucht.
- Asklepieion, Kos: antikes Heiligtum und medizinische Schule bei Hippokrates.
Aktiv und draussen
Kos ist mit seinem Netz an Radwegen die fahrradfreundlichste Insel der Region, viele Strecken führen flach zwischen Stadt, Strand und Dörfern. Auf Rhodos führen Wanderwege ins Bergland um den Attavyros und durch das «Tal der Schmetterlinge», ein schattiges Bachtal, in dem sich im Sommer Tausende Nachtfalter sammeln.
Inseln erleben
Ein Tagesausflug von Rhodos nach Symi zeigt den bunten Hafen und das Kloster Panormitis; von Kos aus ist Nisyros mit seinem noch aktiven Vulkankrater als Ausflug beliebt. Wer mehr Zeit hat, verbindet Patmos oder das abgelegene Kastellorizo mit einer mehrtägigen Fährroute durch den Dodekanes.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation · kos.gr
Wie reist man im Dodekanes rücksichtsvoll?
Wer kleine Inseln wie Symi oder Patmos ausserhalb der Hochsaison besucht, entlastet Wasserversorgung und Infrastruktur, die auf diesen Inseln oft knapp sind. Das Tal der Schmetterlinge auf Rhodos verlangt besondere Rücksicht, da Lärm und Blitzlicht die Nachtfalter stören.
- Im Tal der Schmetterlinge auf den markierten Wegen bleiben, keinen Lärm machen und nicht blitzen, um die Falterkolonie nicht zu stören.
- Wasser auf kleinen Inseln bewusst nutzen, da Symi, Patmos und Kastellorizo teils auf Tankschiffe angewiesen sind.
- Ausserhalb der Hochsaison (Mai, Juni, September, Oktober) reisen, um Rhodos-Altstadt und Lindos zu entlasten.
Quellen: visitgreece.gr, Greek National Tourism Organisation
Womit lässt sich der Dodekanes kombinieren?
Der Dodekanes lässt sich per Lokalfähre mit den südlichen Kykladen verbinden, etwa über Kalymnos oder direkt mit Santorin auf bestimmten Sommerrouten. Kurzfähren nach Bodrum, Marmaris oder Fethiye ermöglichen zusätzlich einen Tagesausflug in die Türkei.
Wer mehr Zeit hat, kombiniert Rhodos oder Kos mit einer Fährroute über mehrere Dodekanes-Inseln bis nach Patmos oder weiter in die Kykladen; solche Routen verkehren vor allem in der Hochsaison von Juni bis September. Ein Abstecher in die Türkei ab Kos oder Rhodos ist als Tagesausflug beliebt, verlangt aber eine separate Einreise ausserhalb des Schengen-Raums.
Quellen: Direct Ferries
Für wen eignet sich der Dodekanes, für wen weniger?
Der Dodekanes passt zu Reisenden, die Geschichte aus mehreren Epochen, Strand und die Möglichkeit eines Türkei-Abstechers verbinden wollen. Weniger geeignet ist er für alle, die auf sehr kurzer Reise mehrere abgelegene kleine Inseln sehen wollen, da die Lokalfähren ausserhalb der Hochsaison selten fahren.
Gut passt der Dodekanes für Geschichtsinteressierte, Velofahrende auf Kos und alle, die einen Tagesausflug in die Türkei mit einplanen wollen. Weniger ideal ist er für spontane Kurztrips zu den kleinen Inseln wie Kastellorizo oder Kasos, da diese ausserhalb der Sommermonate nur selten angefahren werden.