Was erwartet Reisende in Peru?
Peru ist ein Land der Höhenunterschiede: Lima liegt am Pazifik, Cusco auf rund 3’400 m, der Titicacasee auf 3’810 m, und östlich der Anden beginnt der Amazonas-Regenwald. Wer Machu Picchu, das Heilige Tal, Arequipa und den Titicacasee verbinden will, plant Inlandflüge, Zugfahrten und Tage zur Gewöhnung an die Höhe ein.
Die klassische Route führt von Lima per Flug in rund 1 h 15 min nach Cusco, von dort ins tiefer gelegene Heilige Tal und mit dem Zug nach Aguas Calientes unterhalb von Machu Picchu. Viele verlängern nach Arequipa und zum Colca-Canyon, an den Titicacasee oder in den Regenwald von Tambopata.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Höhe und die Machu-Picchu-Tickets (Stand September 2026) zusammen, dazu die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel)
Wie ist Peru als Reiseland?
Peru besteht aus drei sehr verschiedenen Landschaften: Küstenwüste, Anden und Amazonas-Tiefland, jede mit eigenem Klima und eigener Reiselogik. Kulturell prägen die Inka, die spanische Kolonialzeit und ältere Kulturen wie Moche, Chimú, Nasca und Chachapoya das Land; neben Spanisch sind Quechua und Aymara regional Amtssprachen.
Die Küste ist Wüste mit Oasen und Flusstälern. Hier liegen Lima, die Halbinsel Paracas, die Linien von Nasca und im Norden Trujillo mit der Lehmstadt Chan Chan und den Tempeln der Moche. Das Hochland ist das Kerngebiet der Inka: Cusco, das Heilige Tal, Machu Picchu und der Titicacasee.
Im Osten fällt das Land ins Amazonasbecken ab. Puerto Maldonado ist das Tor zu Tambopata und Manu, Iquitos das Tor zum Amazonas selbst und zum Schutzgebiet Pacaya-Samiria. Iquitos ist über keine Strasse erreichbar, nur per Flugzeug oder Schiff.
Die Distanzen sind gross, fast jede Rundreise braucht Inlandflüge, und im Hochland muss man die Höhe einplanen. Dafür verbindet eine einzige Reise Inka-Stätten, Kolonialstädte, Andendörfer und Regenwald.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Wikipedia
Welche Regionen von Peru lohnen sich?
Die meisten Reisen verbinden Lima mit dem Süden: Cusco, Heiliges Tal und Machu Picchu, dazu Arequipa mit dem Colca-Canyon und den Titicacasee bei Puno. Ergänzungen sind die Südküste mit Paracas und Nazca, der Regenwald um Puerto Maldonado oder Iquitos und der Norden mit Trujillo, Chachapoyas und Kuélap.
Lima
Lima ist Ankunftsort fast jeder Reise; vom Flughafen Jorge Chávez rechnet PromPerú mit rund 50 min in die Stadt. Die Altstadt mit Plaza Mayor, Kathedrale und Kolonialbalkonen ist seit 1991 UNESCO-Welterbe. Übernachtet wird meist in Miraflores, San Isidro oder Barranco.
Cusco
Die einstige Inka-Hauptstadt liegt auf rund 3’400 m und ist seit 1983 Welterbe; die Spanier bauten Kirchen und Paläste auf die Inka-Mauern. Zu jedem Besuch gehören der Sonnentempel Qorikancha und die Anlage Saqsaywaman.
Heiliges Tal
Das Tal des Vilcanota liegt tiefer als Cusco: Urubamba auf rund 2’870 m, Ollantaytambo auf 2’792 m, rund 1 h 30 min von Cusco entfernt. Hier liegen der Markt von Pisac, Chinchero, die Salzterrassen von Maras und die Rundterrassen von Moray; in Ollantaytambo starten die Züge nach Machu Picchu.
Machu Picchu und Aguas Calientes
Die Inka-Stadt auf 2’430 m entstand im 15. Jahrhundert und ist seit 1983 gemischtes Kultur- und Naturerbe der UNESCO. Das rund 6 km entfernte Aguas Calientes (Machupicchu Pueblo) hat keine Strassenverbindung; man kommt per Zug oder zu Fuss über den Inka-Trail.
Arequipa und Colca-Canyon
Arequipa liegt auf 2’331 m am Fuss von drei Vulkanen; die 1540 gegründete Altstadt aus weissem Vulkangestein, dem Sillar, ist seit 2000 Welterbe. Nach Chivay im Colca-Tal fährt man 151 km oder rund 3 h, zum Aussichtspunkt Cruz del Cóndor weitere 42 km. Der Canyon ist bis zu 3’200 m tief.
Titicacasee und Puno
Der Titicacasee auf 3’810 m ist rund 8’300 km² gross und liegt auf der Grenze zu Bolivien. Von Puno auf 3’825 m fahren Boote zu den schwimmenden Schilfinseln der Uros, nach Taquile mit seiner Webtradition und nach Amantaní.
Südküste: Paracas, Huacachina und Nazca
Paracas liegt rund 3 h 10 min südlich von Lima; Boote fahren zu den Islas Ballestas mit Seelöwen und Humboldt-Pinguinen. Bei Ica liegt die Oase Huacachina. Die Linien von Nasca, rund 400 km südlich von Lima, bedecken etwa 450 km² und entstanden zwischen 500 v. Chr. und 500 n. Chr.
Amazonas: Tambopata, Manu und Iquitos
Puerto Maldonado liegt rund 1 h 40 min Flug von Lima, danach geht es rund 2 h per Boot in die Reserva Nacional Tambopata. Der Nationalpark Manu reicht von rund 350 m bis über 4’000 m und hat keine Strassen. Iquitos ist Ausgangspunkt für Flussfahrten und das Schutzgebiet Pacaya-Samiria, das zweitgrösste des Landes.
Nordperu: Trujillo, Chachapoyas und Kuélap
Vor Trujillo, rund 1 h Flug von Lima, liegt Chan Chan, die Hauptstadt der Chimú und grösste Lehmstadt im vorkolumbischen Amerika, seit 1986 Welterbe und auf der Liste des gefährdeten Welterbes. In der Region Amazonas führt ab Nuevo Tingo eine Seilbahn in 20 min Richtung Festung Kuélap; nahe Chachapoyas stürzt der Gocta-Wasserfall mehr als 700 m tief.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel)
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtLimaLima ist die Hauptstadt Perus, eine Wüstenstadt am kalten Pazifik mit UNESCO-Altstadt, Steilküste und einer der bekanntesten Gastronomien Südamerikas.
- StadtCuscoCusco, die frühere Inka-Hauptstadt auf rund 3’400 m, ist seit 1983 UNESCO-Welterbe und Ausgangspunkt für Machu Picchu.
- RegionHeiliges TalDas Heilige Tal nordwestlich von Cusco liegt meist tiefer als die Inka-Hauptstadt und verbindet Märkte, Terrassen und Inka-Städte.
- RegionMachu Picchu und Aguas CalientesMachu Picchu liegt auf 2’430 m über dem Urubamba-Tal und lässt sich nur mit einem Ticket für Datum und Uhrzeit besuchen.
- RegionArequipa und Colca-CanyonArequipa, die Weisse Stadt aus Vulkangestein, liegt auf 2’331 m zu Füssen des Misti; 151 km nördlich beginnt der Colca-Canyon mit den Kondoren von…
- RegionParacas, Huacachina und NazcaDie Südküste Perus verbindet Seelöwen und Pinguine bei Paracas, Sanddünen um die Oase Huacachina und die Geoglyphen von Nazca.
- RegionTambopata und ManuTambopata und Manu liegen im südlichen peruanischen Amazonas und sind die bekanntesten Regenwaldziele des Landes.
- RegionNordperuTrujillo, Chachapoyas und KuélapDer Norden Perus verbindet die Lehmziegelstadt Chan Chan an der Küste mit der Bergfestung Kuélap im Nebelwald.
- RegionHuaraz und Cordillera BlancaHuaraz liegt auf rund 3’050 m im Callejón de Huaylas, zu Füssen der vergletscherten Cordillera Blanca mit dem Huascarán (6’768 m).
- RegionIquitos und Pacaya-SamiriaIquitos ist die grösste Stadt der Welt ohne Strassenanbindung, die nicht auf einer Insel liegt.
Wann ist die beste Reisezeit für Peru?
Für die Anden und Machu Picchu ist die Trockenzeit von Mai bis Oktober am günstigsten, mit sonnigen Tagen und kalten Nächten; von November bis April regnet es im Hochland viel. An der Küste ist es von Dezember bis März heiss und sonnig, von Mai bis November liegt oft Nebel über Lima.
Als Land der Südhalbkugel hat Peru Winter, wenn auf der Nordhalbkugel Sommer ist. Für das Hochland nennen BMEIA und PromPerú eine Trockenzeit von Mai bzw. April bis Oktober; starke Regenfälle von Dezember bis März können laut Auswärtigem Amt Überschwemmungen und Erdrutsche auslösen. Den Inka-Trail schliesst das Kulturministerium jedes Jahr im Februar.
Hochland: Cusco, Heiliges Tal (Urubamba), Puno und Arequipa
| Cusco | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 20 | 19 | 20 | 20 | 20 | 20 | 21 | 21 | 21 | 21 | 22 | 20 |
| Tiefstwert °C | 8 | 8 | 8 | 6 | 3 | 2 | 1 | 2 | 5 | 7 | 7 | 8 |
| Niederschlag mm | 129 | 127 | 96 | 44 | 9 | 4 | 11 | 8 | 18 | 63 | 72 | 137 |
| Urubamba (Heiliges Tal) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 23 | 23 | 23 | 24 | 24 | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 23 |
| Tiefstwert °C | 11 | 11 | 11 | 9 | 7 | 5 | 4 | 6 | 8 | 10 | 11 | 11 |
| Niederschlag mm | 129 | 127 | 96 | 44 | 9 | 4 | 11 | 8 | 18 | 63 | 72 | 137 |
| Puno (Titicacasee) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 18 | 17 | 18 | 18 | 18 | 18 | 18 | 18 | 19 | 19 | 20 | 19 |
| Tiefstwert °C | 5 | 5 | 4 | 3 | -0 | -3 | -3 | -2 | 1 | 3 | 4 | 4 |
| Niederschlag mm | 84 | 92 | 60 | 25 | 9 | 2 | 4 | 5 | 16 | 34 | 21 | 71 |
| Arequipa | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 22 | 21 | 22 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 22 |
| Tiefstwert °C | 12 | 13 | 12 | 12 | 11 | 10 | 10 | 10 | 11 | 11 | 11 | 12 |
| Niederschlag mm | 35 | 47 | 25 | 6 | 2 | 0 | 2 | 1 | 3 | 7 | 4 | 16 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TENIENTE ALEJANDRO VELASCO ASTETE INTL (3 km, 3310 m), auf 3399 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TENIENTE ALEJANDRO VELASCO ASTETE INTL (32 km, 3310 m), auf 2870 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station JULIACA / INCA MANCO CAPAC INTL (44 km, 3826 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station RODRIGUEZ BALLON (9 km, 2562 m), auf 2335 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die trockenen Monate sind Hochsaison: lässt das Kulturministerium in der Hochsaison (Sommermonate bis Anfang November, über Ostern und am Jahreswechsel) bis zu 5’600 Besucher pro Tag auf Machu Picchu, sonst 4’500 (Stand September 2026). Am 24. Juni feiert Cusco das Inti Raymi, im Februar Puno die Candelaria.
Küste: Lima, Paracas und Trujillo
| Lima | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 26 | 27 | 27 | 25 | 22 | 20 | 19 | 18 | 19 | 20 | 21 | 23 |
| Tiefstwert °C | 20 | 21 | 20 | 19 | 17 | 16 | 16 | 15 | 15 | 15 | 17 | 18 |
| Niederschlag mm | 3 | 5 | 4 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | 3 |
| Paracas | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 27 | 28 | 28 | 26 | 23 | 22 | 21 | 20 | 21 | 22 | 23 | 25 |
| Tiefstwert °C | 19 | 20 | 20 | 18 | 16 | 15 | 14 | 13 | 14 | 14 | 15 | 18 |
| Niederschlag mm | 4 | 4 | 3 | 1 | 2 | 1 | 2 | 1 | 2 | 2 | 3 | 4 |
| Trujillo | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 24 | 25 | 25 | 23 | 23 | 22 | 21 | 20 | 20 | 20 | 21 | 22 |
| Tiefstwert °C | 19 | 20 | 20 | 19 | 18 | 18 | 17 | 16 | 16 | 16 | 17 | 18 |
| Niederschlag mm | 23 | 21 | 35 | 22 | 9 | 2 | 6 | 2 | 5 | 16 | 18 | 18 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station JORGE CHAVEZ INTL (8 km, 34 m), auf 150 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station PISCO INTL (10 km, 12 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CAPITAN FAP CARLOS MARTINEZ DE PINILLOS (9 km, 32 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
An der Küste regnet es kaum; von Mai bis November liegt über Lima oft Winternebel. Im Amazonasgebiet ist es ganzjährig heiss und feucht, die Regenzeit dauert laut PromPerú von November bis März.
Amazonas: Iquitos und Puerto Maldonado
| Iquitos | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 32 | 32 | 32 | 32 | 31 | 31 | 31 | 33 | 33 | 33 | 33 | 32 |
| Tiefstwert °C | 23 | 23 | 23 | 23 | 23 | 22 | 22 | 22 | 22 | 23 | 23 | 23 |
| Niederschlag mm | 301 | 251 | 367 | 305 | 278 | 218 | 167 | 157 | 189 | 286 | 291 | 298 |
| Puerto Maldonado | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 | 29 | 30 | 32 | 33 | 33 | 32 | 31 |
| Tiefstwert °C | 23 | 23 | 23 | 22 | 21 | 20 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 23 |
| Niederschlag mm | 333 | 336 | 237 | 164 | 90 | 60 | 49 | 52 | 68 | 162 | 197 | 334 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CORONEL FRANCISCO SECADA VIGNETTA INTL (7 km, 93 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station PADRE ALDAMIZ (5 km, 201 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
In der Regenzeit rufen die Behörden wegen Starkregen regelmässig für einzelne Distrikte den Ausnahmezustand aus, und Wege wie der Inka-Trail können kurzfristig gesperrt werden; die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú
Wie gefährlich ist die Höhe in Cusco und am Titicacasee?
Ab etwa 2’500 m kann die Höhenkrankheit jeden treffen, unabhängig von Alter und Fitness. Cusco liegt auf rund 3’400 m, Puno auf 3’825 m; wer direkt dorthin fliegt, verbringt die ersten Nächte besser tiefer, etwa im Heiligen Tal zwischen rund 2’800 und 2’900 m.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Lima, Altstadt | 138 m | Ankunft ohne Höhenprobleme |
| Aguas Calientes | 2’040 m | Übernachtung vor dem Machu-Picchu-Besuch |
| Machu Picchu | 2’430 m | Gipfel des Waynapicchu 2’720 m |
| Arequipa, Altstadt | 2’331 m | Zwischenstufe vor Colca und Puno |
| Ollantaytambo | 2’792 m | Bahnhof für die Züge nach Machu Picchu |
| Urubamba, Heiliges Tal | rund 2’870 m | gut für die ersten Nächte im Hochland |
| Cusco | rund 3’400 m | möglichst erst nach dem Heiligen Tal übernachten |
| Titicacasee | 3’810 m | Bootsausflüge zu Uros, Taquile, Amantaní |
| Puno | 3’825 m | höchster Übernachtungsort der klassischen Route |
Die akute Höhenkrankheit zeigt sich mit Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitverlust und Schlafstörungen, laut CDC meist 2 bis 12 Stunden nach der Ankunft. Kommen Schwindel, Erbrechen, Teilnahmslosigkeit, Gangunsicherheit oder Atemnot in Ruhe dazu, droht ein Höhenhirn- oder Höhenlungenödem: sofort absteigen und ärztliche Hilfe holen.
Die Aufstiegsregel von healthytravel.ch: oberhalb von 2’500 m die Schlafhöhe um höchstens 300 bis 500 m pro Tag steigern und pro 1’000 m einen zusätzlichen Ruhetag einlegen. Das CDC nennt Cusco ausdrücklich als Beispiel, bei dem man nach der Landung ein bis zwei Nächte tiefer als der Flughafen schlafen kann. Bessern sich die Beschwerden nicht, rät das Auswärtige Amt zum Abstieg unter 2’000 m.
Medikamente wie Acetazolamid können das Risiko senken, gehören aber in die ärztliche Beratung. Koka-Tee (Mate de Coca) schützt laut Auswärtigem Amt nicht sicher, und der deutsche Zoll beschlagnahmt selbst kleine Mengen davon.
Für die Route heisst das: nach der Landung in Cusco direkt ins Heilige Tal, dann Machu Picchu und erst danach Cusco. Den Titicacasee legt man ans Ende der Anden-Etappe.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel)
Was braucht man für die Einreise nach Peru?
Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchen Schweizer, Deutsche und Österreicher kein Visum, aber einen Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist (Stand September 2026). Die bewilligte Aufenthaltsdauer legt die Grenzbehörde bei der Einreise fest; massgeblich sind immer die amtlichen Stellen.
- Schweiz: Laut Visaliste des peruanischen Aussenministeriums visumfrei bis 90 Tage; das EDA verweist für Details an die Vertretung des Ziellandes.
- Deutschland: Reisepass, vorläufiger Reisepass oder Kinderreisepass, kein Personalausweis; visumfrei bis 90 Tage pro Halbjahr.
- Österreich: Reisepass, visumfrei bis 90 Tage; laut BMEIA muss man ein Ausreiseticket vorweisen können.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln. Die Übersicht «Requerimientos y exoneración de visas» des peruanischen Aussenministeriums nennt für jedes Land Visumpflicht und zulässige Dauer; Auskunft geben die Konsulate Perus.
Die Einreise wird elektronisch erfasst und nicht im Pass vermerkt; die bewilligte Dauer richtet sich nach den eigenen Angaben. Überziehen kostet laut Auswärtigem Amt 5 Soles pro Tag (Stand September 2026), verlängern lässt sich der Aufenthalt laut BMEIA nur in besonderen Fällen.
Minderjährige, die ohne oder mit nur einem Elternteil reisen, brauchen laut BMEIA eine Einverständniserklärung. Bargeld über 10’000 US-Dollar ist zu deklarieren, Kulturgüter dürfen nur mit Genehmigung ausgeführt werden.
Massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den peruanischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Ministerio de Relaciones Exteriores del Perú (Portal Consular) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Peru?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt die Basisimpfungen und Hepatitis A für alle, die Gelbfieberimpfung für Gebiete unter 2’500 m wie Madre de Dios, Loreto oder die Dschungelgebiete der Region Cusco. Malaria kommt nur im Tiefland vor, nicht in Lima, Cusco, Machu Picchu oder am Titicacasee.
Die Gelbfieberimpfung muss mindestens zehn Tage vor der Ankunft erfolgen. Für Gebiete oberhalb von 2’500 m sowie für Besuche nur von Cusco (Stadt), Aguas Calientes, Machu Picchu oder dem klassischen Inka-Trail nennt healthytravel.ch sie nicht als nötig; das CDC bestätigt das für Höhen über 2’300 m und führt Cusco, den Inka-Trail und Machu Picchu ausdrücklich als Beispiele auf. Für den «Jungle Inca Trail» und andere tiefer gelegene Dschungel-Routen in der Region Cusco empfiehlt healthytravel.ch die Impfung dagegen ausdrücklich – ein Unterschied, der wegen der ähnlichen Routennamen leicht übersehen wird.
Malaria: hohes Risiko in Loreto und im Norden der Region Amazonas, mittleres in Iquitos, geringes in Puerto Maldonado. Im Tiefland ist Mückenschutz rund um die Uhr nötig, auch gegen Dengue, das laut BMEIA in 23 der 24 Regionen vorkommt.
Das CDC rät zu vollständigem Masernschutz, denn Masern kommen in Peru immer wieder vor.
Die private Versorgung in Lima ist laut Auswärtigem Amt befriedigend, in Cusco für Schwerverletzte oft unzureichend. Spitäler verlangen laut BMEIA eine Kreditkarte oder ein Depot.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie sicher ist Peru für Reisende?
Die aktuelle Sicherheitslage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA; in grossen Städten wie Lima und Trujillo gilt strukturell ein erhöhtes Kriminalitätsrisiko. Das EDA rät von Reisen ins VRAEM-Tal, ins Grenzgebiet zu Kolumbien und in abgelegene Gebiete östlich von Huánuco ab; alle drei Behörden warnen vor Kriminalität in Städten, nächtlichen Überlandfahrten und Blockaden.
Das Auswärtige Amt nennt Diebstähle in Lima, vor allem abends in der Innenstadt, in Miraflores und Barranco, und Express-Entführungen mit Taxis in Lima, Arequipa und Cusco. Überlandbusse wurden nachts um Ica, Arequipa und Puno sowie zwischen Puerto Maldonado und Cusco überfallen.
Das EDA rät, nachts nicht über Land zu fahren, Blockaden nicht zu passieren und Wanderungen mit einem anerkannten Reisebüro zu machen. Das BMEIA empfiehlt, die Lage über Polizei, iPerú und lokale Medien zu verfolgen.
Peru liegt in einer seismisch aktiven Zone, im Süden sind die Vulkane Sabancaya und Ubinas aktiv. Bei Rundflügen über die Nazca-Linien gab es laut Auswärtigem Amt mehrere tödliche Abstürze.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Peru und im Land herum?
Internationale Flüge landen in Lima am Flughafen Jorge Chávez; von dort erreicht man Cusco, Arequipa, Juliaca bei Puno, Puerto Maldonado, Iquitos, Trujillo und Chachapoyas mit Inlandflügen von 1 h bis 1 h 45 min. Nach Machu Picchu kommt man nur per Zug oder zu Fuss, zwischen Cusco und Puno per Bus oder Panoramazug.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen – Lima Stadt | Auto, Bus | rund 50 min |
| Lima – Cusco | Flug | rund 1 h 15 min |
| Lima – Arequipa | Flug | rund 1 h 15 min |
| Lima – Juliaca (für Puno) | Flug | rund 1 h 40 min, dann rund 40 min nach Puno |
| Lima – Puerto Maldonado | Flug | rund 1 h 40 min |
| Lima – Iquitos | Flug | rund 1 h 40 min |
| Lima – Trujillo | Flug | rund 1 h |
| Lima – Paracas | Bus, Auto | rund 3 h 10 min |
| Cusco – Ollantaytambo | Bus, Auto | rund 1 h 30 min |
| Ollantaytambo – Machu Picchu | Zug | rund 2 h |
| Cusco – Puno | Bus / Zug PeruRail Titicaca | rund 7 h / rund 10 h 30 min |
| Arequipa – Puno | Bus, Auto | rund 5 h |
Jorge Chávez hat laut FlightConnections Nonstopflüge zu 69 Zielen in 21 Ländern. Aus Europa geht es ganzjährig nonstop ab Madrid, Barcelona, Paris und Amsterdam nach Lima, aus Nordamerika ab Miami, Atlanta, New York, Houston, Los Angeles, Toronto und Montreal, aus Mittelamerika ab Mexiko-Stadt, Cancún, San José und Panama-Stadt. Direktflüge nach Afrika, Asien und Ozeanien gibt es nicht; die längste Strecke ist Amsterdam mit rund 10’514 km und etwa 12 h 20 min.
Für Inlandflüge und Busse braucht man den Pass oder eine Kopie; eine Diebstahlsanzeige genügt laut Auswärtigem Amt nicht. Lima erhebt für internationale Anschlussflüge eine Flughafengebühr (TUUA; Stand September 2026).
Züge nach Machu Picchu fahren ab Ollantaytambo (PeruRail, Inca Rail) und ab Poroy bei Cusco (PeruRail). Mit dem eigenen Führerschein darf man bis sechs Monate nach der Einreise fahren; von Nachtfahrten rät das Auswärtige Amt ab.
Quellen: FlightConnections · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PeruRail · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Auswärtiges Amt
Welches Geld braucht man in Peru und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Sol (S/, PEN), unterteilt in 100 Céntimos. Bargeld bezieht man am einfachsten mit der Kreditkarte am Automaten; US-Dollar werden in vielen Geschäften, Restaurants und Hotels angenommen, Euro lassen sich laut Auswärtigem Amt vor allem in Lima, Cusco, Arequipa und Puno tauschen.
Es gibt Noten zu 10, 20, 50, 100 und 200 Soles sowie Münzen zu 10, 20 und 50 Céntimos und zu 1, 2 und 5 Soles. Die meisten Automaten hängen an den Netzen Plus (Visa) und Cirrus (Mastercard) und geben Soles oder US-Dollar aus. Mit Debitkarten ist das Abheben laut Auswärtigem Amt nur sehr eingeschränkt möglich, mit V-Pay grundsätzlich nicht.
Das BMEIA empfiehlt ausserhalb Limas US-Dollar in kleinen Scheinen; auf den Inseln im Titicacasee und im Colca-Tal braucht man Bargeld. Wechselstuben öffnen meist Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr; auf der Strasse tauscht man kein Geld.
Machu-Picchu-Tickets auf tuboleto.cultura.pe zahlt man mit Visa oder Mastercard in Soles; American Express und Diners werden nicht akzeptiert. PromPerú nennt als Richtpreise für Eintritte S/ 70 für Ausländer im Colca-Canyon, PEN 30 für die Reserva Nacional Tambopata und S/ 11 für Chan Chan (Stand September 2026).
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Cultura del Perú · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel)
Wo übernachtet man in Peru am besten?
In Lima wohnen die meisten Reisenden in Miraflores, San Isidro oder Barranco, in den Anden zuerst im Heiligen Tal und danach in Cusco. Für Machu Picchu lohnt eine Nacht in Aguas Calientes; am Titicacasee und im Colca-Tal kann man bei Familien übernachten, im Regenwald in Lodges.
Im Heiligen Tal wohnt man in Urubamba, Ollantaytambo oder Pisac. Wer in Aguas Calientes übernachtet, erreicht die frühen Einlassfenster ab 6 Uhr ohne Anreise im Morgengrauen.
PromPerú fördert Gemeindetourismus: Auf Amantaní und Taquile, in Sibayo oder Yanque im Colca-Tal nehmen Familien Gäste auf. In Tambopata und Manu wohnt man in Regenwald-Lodges; Tambopata erreicht man ab Puerto Maldonado in rund 2 h per Boot.
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Was isst man in Peru?
PromPerú nennt Lima die kulinarische Hauptstadt Südamerikas; Klassiker sind Cebiche, Causa limeña und die chinesisch-peruanische Chifa-Küche. Im Hochland prägen Quinoa, Mais und Forelle aus dem Titicacasee die Küche, in Arequipa die traditionellen Picanterías.
Marktführungen und Kochkurse in Lima zeigen, woher die Zutaten für Cebiche und Causa kommen. Chifa isst man im Chinesenviertel der Altstadt, frischen Cebiche im Fischerort Huanchaco bei Trujillo.
Arequipas Picanterías kochen in Steinmörsern und Tontöpfen: gefüllte Peperoni, Crevettensuppe und Ocopa, Kartoffeln mit Chilisauce. In Puno gibt es Quinoa-Eintopf und Forelle, im Heiligen Tal Chicha, das Maisbier.
Das Auswärtige Amt nennt Hepatitis A und Reisedurchfall als hygienebedingte Risiken; frischer Zuckerrohrsaft (Garapa) kann die Chagas-Krankheit übertragen.
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Welche Kultur und welche Feste prägen Peru?
Peru ist geprägt von den Inka, der spanischen Kolonialzeit und älteren Kulturen wie Moche, Chimú, Nasca und Chachapoya. Neben Spanisch werden laut Kulturministerium 48 indigene Sprachen gesprochen, allen voran Quechua; die grössten Feste sind das Inti Raymi in Cusco am 24. Juni und die Candelaria in Puno im Februar.
Von den 48 indigenen Sprachen werden 4 in den Anden und 44 im Amazonasgebiet gesprochen.
Das Inti Raymi beginnt am 24. Juni gegen 9 Uhr im Qorikancha und endet mit der Hauptzeremonie in Saqsaywaman; PromPerú rät, zwei bis drei Tage vorher anzureisen. Die Candelaria in Puno ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe: Zwei Wochen lang tanzen mehr als 40’000 Menschen mit rund 200 Musikgruppen.
In archäologischen Stätten sind Picknicks, Lagerfeuer und Zelten verboten. Rituale mit Ayahuasca oder San Pedro haben laut Auswärtigem Amt schon zu schweren Erkrankungen und Todesfällen geführt.
Quellen: Ministerio de Cultura del Perú, Base de Datos de Pueblos Indígenas · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt
Welche Erlebnisse lohnen sich und wie funktionieren die Machu-Picchu-Tickets?
Machu Picchu besucht man mit einem Ticket auf den eigenen Namen für einen von drei Rundwegen, eine von zehn Routen und ein festes Einlassfenster zwischen 6 und 15 Uhr; pro Tag gibt es 4’500 Plätze, in der Hochsaison 5’600 (Stand September 2026). Weitere Höhepunkte sind der Inka-Trail, die Kondore im Colca-Canyon, die Inseln im Titicacasee und der Regenwald von Tambopata.
Machu Picchu: Rundwege, Routen und Zeitfenster (Stand September 2026)
| Rundweg | Routen | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Circuito 1 – Panorámico | 1-A Montaña Machupicchu, 1-B Terraza superior, 1-C Portada Intipunku, 1-D Puente Inka | 1-A und 1-B ganzjährig, 1-C und 1-D nur in der Hochsaison |
| Circuito 2 – Machupicchu Clásico | 2-A Ruta diseñada, 2-B Terraza inferior | ganzjährig |
| Circuito 3 – Realeza | 3-A Montaña Waynapicchu, 3-B Ruta diseñada, 3-C Gran Caverna, 3-D Huchuypicchu | 3-A und 3-B ganzjährig, 3-C und 3-D nur in der Hochsaison |
Einlass ist stündlich von 6 bis 15 Uhr. Die Bergrouten sind knapp: Für den Montaña Machupicchu gibt es nur die Zeitfenster 7 und 9 Uhr mit je 175 Plätzen, für den Waynapicchu 7 und 10 Uhr mit je 200 Plätzen. Als Hochsaison gelten die trockenen Sommermonate bis Anfang November, die Osterwoche und der Jahreswechsel.
Tickets gibt es auf tuboleto.cultura.pe nach Registrierung mit Pass und E-Mail-Adresse; der Verkauf für ein Jahr beginnt jeweils im November des Vorjahres. Tickets gelten nur für Datum und Stunde der Buchung, ohne Umbuchung oder Rückerstattung. Rund 1’000 Plätze pro Tag werden vor Ort in Machupicchu Pueblo verkauft.
Das Kulturministerium staffelt die Tarife nach Herkunft: Für peruanische Staatsangehörige, in Peru ansässige Ausländer und Bürger der Andengemeinschaft (Bolivien, Ecuador, Kolumbien) gelten laut Resolución Ministerial N.° 000284-2025-MC ermässigte Tarife, etwa S/ 64 für den klassischen Circuito 2 und S/ 112 für die Bergrouten mit Waynapicchu oder Montaña Machupicchu. Für ausländische Touristen ohne Wohnsitz in Peru gilt ein eigener, höherer Tarif; eine Zahl dafür nennt diese Seite bewusst nicht, weil sich dazu in dieser Sitzung keine offizielle Quelle mit dem genauen Betrag öffnen liess (Stand September 2026).
Inka-Trail
Tickets für den Inka-Trail kaufen Reiseagenturen für ihre Gäste. Jedes Jahr im Februar ist der Weg für Unterhaltsarbeiten geschlossen; Er öffnet Anfang März wieder. In der Regenzeit kann der Zugang zusätzlich kurzfristig gesperrt werden.
Weitere Höhepunkte
- Colca-Canyon: frühmorgens Andenkondore mit bis zu 3 m Spannweite am Cruz del Cóndor; seit 2019 UNESCO-Geopark.
- Titicacasee: Bootstour zu Uros, Taquile und Amantaní, auf Wunsch mit Übernachtung bei Familien.
- Islas Ballestas: Seelöwen und Humboldt-Pinguine, nur mit von DIRCETUR zugelassenen Anbietern.
- Nazca-Linien: Überblick vom 13 m hohen Aussichtsturm oder aus dem Kleinflugzeug.
- Tambopata: Aras an den Lehmlecken, Riesenotter im Sandoval-See.
- Kuélap und Gocta: Seilbahn zur Chachapoya-Festung, Wanderung zu einem der höchsten Wasserfälle der Welt.
Quellen: Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú (gob.pe) · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · El Peruano (Diario Oficial) · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · Ministerio de Cultura del Perú · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Ministerio de Cultura del Perú
Wie reist man in Peru verantwortungsvoll?
Die wichtigste Regel betrifft Machu Picchu: Das Tageskontingent schützt die Anlage, und die UNESCO nennt die stark steigenden Besucherzahlen ausdrücklich als Herausforderung. Wer Tickets offiziell kauft und Schutzgebietsregeln einhält, trägt zum Erhalt bei.
- In Paracas Tiere nicht füttern und nur zugelassene Bootsanbieter buchen.
- Ausflüge in Tambopata nur mit zugelassenen, in Iquitos laut Auswärtigem Amt nur mit offiziellen Agenturen.
- In archäologischen Stätten keine Picknicks, Feuer oder Zelte; keine Kulturgüter ausführen.
- Bei Familien auf Amantaní, Taquile oder im Colca-Tal übernachten; laut PromPerú kommen die Einnahmen direkt den Gemeinden zugute.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Ministerio de Cultura del Perú · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel)
Mit welchen Ländern lässt sich Peru kombinieren?
Am naheliegendsten ist Bolivien im Südosten, denn der Titicacasee liegt auf der Grenze beider Länder. Im Norden grenzen Ecuador und Kolumbien an, im Osten Brasilien und im Süden Chile; für den Landweg nach Ecuador gelten besondere Nachweise.
Für den Landweg nach Ecuador verlangt Ecuador laut Auswärtigem Amt ein aktuelles Führungszeugnis; wer länger als 10 Tage in Peru war, muss laut BMEIA zudem eine Gelbfieberimpfung nachweisen.
Die Grenzen sind offen. Vom Grenzgebiet zu Kolumbien rät das EDA ab.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Für wen eignet sich Peru, für wen weniger?
Peru passt zu Reisenden, die Geschichte, Berge und Natur verbinden wollen und bereit sind, Machu Picchu und die Höhe sorgfältig zu planen. Weniger geeignet ist es für reine Badeferien, für Menschen mit Herz- oder Atembeschwerden ohne ärztliche Abklärung und für alle, die ohne Reservation und Pufferzeit reisen wollen.
Gut passt Peru für Kulturinteressierte, Wandernde und Tierbeobachter. Familien kommen mit langsamem Tempo zurecht, sollten die Höhe aber ernst nehmen, denn sie trifft laut healthytravel.ch unabhängig von Alter und Fitness.
Weniger ideal sind kurze Reisen mit vielen Etappen. Wer in der Hochsaison spontan vor Ort Machu-Picchu-Tickets kaufen will, muss laut Kulturministerium mit langen Warteschlangen rechnen.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Ministerio de Cultura del Perú