Was erwartet Reisende in Lima?
Lima ist die Hauptstadt Perus und liegt als Wüstenstadt am Pazifik: rund 9.6 Millionen Einwohner in der Stadt, rund 11.4 Millionen im Grossraum. Die Altstadt ist UNESCO-Welterbe, Miraflores und Barranco liegen auf dem Steilufer über dem Meer, und die Küche gilt als Grund, länger als eine Zwischennacht zu bleiben.
Fast jede Peru-Reise beginnt oder endet hier, denn der Flughafen Jorge Chávez (LIM) in Callao ist das wichtigste internationale Tor des Landes. Viele Reisende planen nur eine Nacht ein und fliegen am nächsten Morgen weiter nach Cusco, Arequipa oder Iquitos. Das ist möglich, lässt aber das Wesentliche aus: ein koloniales Zentrum mit mehr als 1’600 Balkonen, eine Küste mit Steilklippen, Museen mit Sammlungen aus 5’000 Jahren und eine Gastronomie, die weit über das Land hinaus bekannt ist.
Als Faustregel hält die Redaktion zwei bis drei volle Tage für sinnvoll, wenn man Altstadt, ein bis zwei Museen, die Küstenviertel und ein längeres Essen einplant. Das ist eine redaktionelle Einschätzung, keine Quellenangabe. Wer nur umsteigt, kann Altstadt und Miraflores in einem langen Tag verbinden.
Einreise, Währung, Impfungen und Steckdosen für das ganze Land stehen auf der Landesseite Peru. Diese Seite behandelt, was nur Lima betrifft: Ankunft und Flughafen, die Viertel, Wege durch die Stadt, Ausflüge in die Umgebung und die Sicherheit in der Hauptstadt.
Wie ist Lima aufgebaut, und warum liegt es in einer Wüste?
Lima breitet sich über Küstentäler vom Meeresspiegel bis auf Hänge in rund 1’550 m Höhe aus. Der kalte Humboldtstrom kühlt die Luft und verhindert Regen, in den Küstendistrikten fallen jährlich nur etwa 10 bis 30 mm. Im Winter liegt feiner Küstennebel, die «garúa», über der Stadt.
Der Humboldtstrom, auch Perustrom genannt, fliesst kalt nordwärts entlang der Küste; vor Peru sinkt die Wassertemperatur bis auf 16 °C. Er kühlt die Luft über dem Meer, sodass kaum Niederschlag entsteht, und gilt als mitverantwortlich für die Trockenheit der Atacama. Zugleich ist er eines der produktivsten Meeressysteme: Auf ihn entfallen laut Wikipedia rund 18 bis 20 % des weltweiten Fischfangs.
Die Stadt dehnt sich über rund 800 km² aus. Gegründet wurde sie von Francisco Pizarro 1535 als «Stadt der Könige»; als Datum nennt der Artikel zu Lima den 6. Januar, der Artikel zum Historischen Zentrum den 18. Januar. Die Quellen widersprechen sich also, das Jahr ist unstrittig. Vier Jahrhunderte lang war Lima Hauptstadt des Vizekönigreichs Peru.
Erdbeben haben die Stadtgeschichte geprägt, vor allem die von 1687 und 1746. Das Beben vom 28. Oktober 1746 löste einen Tsunami aus, der das Hafenviertel Callao zerstörte. Im 20. Jahrhundert wuchs die Stadt durch Zuwanderung stark, weshalb heute neben den alten Vierteln am Meer weite Randbezirke stehen.
Für Reisende ergibt sich eine einfache Gliederung: das historische Zentrum im Norden, die Küstenviertel Miraflores und Barranco im Süden, dazwischen Museumsviertel wie Pueblo Libre und im Westen Callao mit Hafen und Flughafen. Zwischen Altstadt und Miraflores liegt eine Strecke von mehreren Kilometern, die man am besten mit Bus oder Taxi zurücklegt.
Wozu gehört Lima verwaltungsmässig?
Lima ist zugleich Stadt, Provinz und Namensgeberin einer Region. Die Hauptstadt wird von der Metropolitanmunizipalität Lima verwaltet, die übrigen neun Provinzen der Region Lima von einer Regionalregierung mit Sitz in Huacho. Callao gehört zum Grossraum, ist aber eine eigene Stadt.
Die Region Lima umfasst laut Wikipedia 32’129 km², zehn Provinzen und 171 Distrikte; ihre Gipfel erreichen 5’654 m. Ausserhalb der Provinz Lima leben rund eine Million Menschen, in der Hauptstadt selbst nennt der Artikel zur Region über 10.4 Millionen. Das weicht von den 9.6 Millionen im Artikel zur Stadt ab; die Zahlen stammen aus verschiedenen Zählungen und Abgrenzungen.
Wirtschaftlich dominiert die Hauptstadt: 70 % der Industrie des Landes sitzen laut Wikipedia in der Region, von Fischverarbeitung über Raffinerien bis zu Textilien. Für Reisende ist das Land als Ganzes auf der Seite Peru beschrieben.
Welche Viertel und Ausflugsziele gehören zu Lima?
Das historische Zentrum (277.99 ha, Welterbe), das Küstenviertel Miraflores und das Künstlerviertel Barranco bilden die Kernroute. Dazu kommen das Museo Larco in Pueblo Libre, Callao mit dem Hafen und, als Tagesausflüge, die Tempelstadt Pachacamac (40 km) und die Ruinen von Caral (182 km).
| Ort | Eckdaten | Charakter |
|---|---|---|
| Historisches Zentrum | 277.99 ha, Pufferzone 806.71 ha; auf 138 m | Kolonialbauten, Plaza de Armas, Kathedrale, Katakomben |
| Miraflores | 9.62 km², 79 m, 116’526 Einwohner (2023) | wohlhabendes Küstenviertel, Hotels, Restaurants, Huaca Pucllana |
| Barranco | 3.33 km², 37’525 Einwohner (2023) | Künstlerviertel, Seufzerbrücke, Restaurants, Nachtleben |
| Pueblo Libre | Av. Bolívar 1515 (Museo Larco) | Museumsviertel mit präkolumbischer Sammlung |
| Callao | rund 1.2 Millionen Einwohner | Hafen, Festung Real Felipe, Flughafen, Palomino-Inseln |
| Pachacamac | 40 km südöstlich, rund 600 ha | vorinkaische und inkaische Tempelstadt |
| Caral | 182 km nördlich, rund 60 ha | älteste bekannte Stadt Amerikas, Welterbe seit 2009 |
Historisches Zentrum
Die Altstadt wurde 1988 in die Welterbeliste aufgenommen, 1991 erweitert und 2023 nochmals ausgedehnt; PromPerú nennt nur 1991. Sie umfasst 277.99 ha, dazu eine Pufferzone von 806.71 ha. Die UNESCO begründet das mit der hohen Dichte an Bauten aus der Zeit des Vizekönigreichs. Mittelpunkt ist die Plaza de Armas mit der Kathedrale und dem Regierungspalast; mittags findet vor dem Palast die Wachablösung statt.
Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Basilika und das Kloster San Francisco, unter denen sich Katakomben mit schätzungsweise 25’000 Bestatteten befinden, der Palacio Torre Tagle sowie die Plaza San Martín und die Fussgängerstrasse Jirón de la Unión. Über 1’600 Balkone aus Vizekönigs- und Republikzeit prägen das Strassenbild. Ebenfalls im Zentrum liegen die Stierkampfarena Plaza de Acho, eröffnet am 30. Januar 1766 mit 13’700 Plätzen und laut Wikipedia die älteste Amerikas, sowie die 1551 gegründete Universität San Marcos.
Nördlich der Plaza liegt das Chinesenviertel Barrio Chino an der Calle Capón. Chinesische Vertragsarbeiter kamen ab 1849 ins Land; das Viertel gilt laut Wikipedia als eines der frühesten Chinatowns der westlichen Hemisphäre. Hier lässt sich Mittagessen in einer «chifa» mit einem Rundgang verbinden.
Miraflores
Miraflores liegt im Süden der Stadt am Pazifik und ist laut Wikipedia eines der wohlhabendsten Distrikte Limas. Gegründet wurde der Distrikt am 2. Januar 1857, den Beinamen «Heldenstadt» trägt er seit der Schlacht von Miraflores im Januar 1881. Dort liegen der zentrale Parque Kennedy, das Einkaufs- und Aussichtszentrum Larcomar an der Klippe und die Kirche Iglesia Matriz Virgen Milagrosa.
Mitten im Viertel steht die Huaca Pucllana, eine Lehmziegelpyramide aus sieben gestaffelten Plattformen. Die Anlage ist über 500 m lang, 100 m breit und bis zu 22 m hoch und wurde von der Lima-Kultur zwischen 200 und 700 n. Chr. errichtet; später nutzte die Wari-Kultur den Ort. Das Museum vor Ort öffnete 1984. Gefunden wurde hier unter anderem ein unversehrtes Zeremonialgrab, der «Señor de los Unkus».
Barranco
Barranco, 1874 als San José de Surco gegründet und seit 1971 unter dem heutigen Namen, ist das Künstlerviertel. Der Name bedeutet «Schlucht» und bezieht sich auf zwei Einschnitte im Distrikt. Im 19. Jahrhundert war es ein mondäner Badeort der Oberschicht; die Seufzerbrücke stammt von 1876, die Monumentalzone wurde 1972 unter Schutz gestellt. Die Schriftsteller und Musiker Mario Vargas Llosa und Chabuca Granda lebten hier.
PromPerú nennt Barranco «das Viertel der Bohème». Tagsüber lohnen Galerien und das Museum für zeitgenössische Kunst, abends Restaurants und Bars. Das Restaurant Central, 2008 gegründet, liegt an der Av. Pedro de Osma 301 in Barranco (siehe Abschnitt Essen).
Pueblo Libre: Museo Larco
Das Museo Larco in Pueblo Libre öffnete am 28. Juli 1926 in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Es zeigt 5’000 Jahre peruanische Geschichte, eine Goldschmiede- und Silbergalerie und die bekannte Sammlung erotischer Keramik. Daneben nennt PromPerú das Kunstmuseum MALI, das Museum für zeitgenössische Kunst MAC und das Museo Pedro de Osma.
Callao und La Punta
Callao ist mit rund 1.2 Millionen Einwohnern die drittgrösste Stadt Perus und bildet mit Lima den Grossraum. Hier liegen Hafen, Flughafen, die Festung Real Felipe und das gehobene Wohnviertel La Punta auf einer Halbinsel zwischen zwei Buchten. Vor der Küste liegen die Palomino-Inseln mit Seelöwen und Seevögeln. Wikipedia nennt Callao zugleich eine der gefährlichsten Gegenden Perus;
Pachacamac
Pachacamac liegt 40 km südöstlich von Lima im Tal des Río Lurín und bedeckt rund 600 ha. Besiedelt wurde der Ort ab etwa 200 n. Chr.; die meisten Bauten stammen aus der Zeit zwischen 800 und 1450, um 1470 eroberten die Inka die Anlage. Zu sehen sind der Sonnentempel (30’000 m²), der Alte Tempel als ältestes Bauwerk, der Bemalte Tempel, Paläste und Plätze. Ein Museum vor Ort erklärt die Funde.
Caral
Caral liegt 182 km nördlich von Lima, etwa 23 km von der Küste, und datiert auf rund 2600 bis 2000 v. Chr. Die UNESCO nahm die «Heilige Stadt Caral-Supe» 2009 ins Welterbe auf. Sechs Monumentalkomplexe mit Pyramiden und Plätzen stehen auf rund 60 ha; der Haupttempel misst 150 × 110 m und ist 28 m hoch. Funde sind Flöten aus Knochen und ein Knotenschnur-Fragment, vermutlich ein früher Quipu. PromPerú führt Caral unter den Zielen der Region Lima.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Lima?
Lima hat zwei Jahreszeiten: Von Dezember bis April ist es warm und es gibt kaum Nebel, von Juni bis September ist es kühler, feucht und oft von «garúa» bedeckt. Niederschlag fällt in den Küstendistrikten kaum, in einem ganzen Jahr nur etwa 10 bis 30 mm. Für Strand, Aussicht und Klippen ist der Sommer günstiger, für Museen und Essen jede Jahreszeit.
Monatsmittel Lima: Tageshöchst- und Tiefstwerte und Niederschlag (Stationsdaten)
| Lima | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 26 | 27 | 27 | 25 | 22 | 20 | 19 | 18 | 19 | 20 | 21 | 23 |
| Tiefstwert °C | 20 | 21 | 20 | 19 | 17 | 16 | 16 | 15 | 15 | 15 | 17 | 18 |
| Niederschlag mm | 3 | 5 | 4 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 1 | 2 | 3 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station JORGE CHAVEZ INTL (8 km, 34 m), auf 150 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle zeigt das Muster: Die Sommermonate liegen deutlich höher bei Temperatur, die Wintermonate sind kühler, Regen fällt praktisch nie. PromPerú beschreibt den Winter an der Küste als mässig, aber mit hoher Luftfeuchte und dichtem Nebel, den Sommer als nebelarm und warm. Wikipedia nennt als Spanne, dass es in Lima selten unter 12 °C fällt oder über 30 °C steigt.
Im Winter hängt die Wolkendecke oft wochenlang tief; wer Aussichtspunkte an der Küste, Paragliding über der Costa Verde oder Sonnenuntergänge plant, hat im Sommer bessere Chancen. Dafür ist der Sommer zugleich die Hauptsaison für Strandtage und damit für Preise und Auslastung; belegte Preisangaben liegen uns dafür nicht vor.
Für Kombinationen mit dem Hochland ist wichtig: Der Sommer ist dort die Regenzeit. PromPerú nennt Dezember bis März als Sommer mit Regen in Hochland und Amazonas. Flüge von Lima ins Hochland und in den Regenwald sind darum wetterabhängig; Genaueres steht auf den Seiten zu Cusco und Peru.
Auf Landstrecken ab Lima kann es besonders in der Regenzeit des Hochlands zu Sperrungen durch Erdrutsche kommen. Wer auf dem Landweg fährt, prüft die Lage vor der Abfahrt bei Busunternehmen und amtlichen Stellen.
Einzelne Termine sind Anlässe, keine Reisezeitgründe: Der Tag des Ceviche wird am 28. Juni gefeiert, der Nationale Tag des Pisco Sour am ersten Samstag im Februar.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Auswärtiges Amt · Wikipedia · Wikipedia
Was brauche ich für die Einreise nach Lima?
Deutsche und Österreicher reisen für Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum nach Peru ein; der Reisepass muss mindestens sechs Monate gültig sein. Schweizer klären Einreisedetails laut EDA bei der peruanischen Vertretung. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln (Stand Oktober 2026).
Alle Länderregeln gelten für ganz Peru und sind auf der Seite Peru erklärt. Das Auswärtige Amt nennt für Deutsche einen Pass mit mindestens sechs Monaten Gültigkeit und keinen Visumzwang unter 90 Tagen. Das BMEIA nennt für Österreicher dieselbe Frist, verlangt zudem den Nachweis eines Rückflugtickets und für Minderjährige eine apostillierte Geburtsurkunde und eine beglaubigte Einwilligung der Eltern.
Das EDA verweist für Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen auf die Vertretung Perus in der Schweiz; eine eigene Regelung führt die Seite nicht auf. Wer eine andere Staatsangehörigkeit hat, fragt bei Botschaft oder Einwanderungsbehörde Perus nach. Massgeblich sind immer die amtlichen Stellen.
Regionsspezifisch ist die Ausreise: Für internationale Flüge ab Lima wird eine Flughafengebühr (TUUA) erhoben. Höhe und Zahlungsweise gibt der Flughafenbetreiber Lima Airport Partners bekannt; die Quelle nennt keinen Betrag.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · PromPerú (peru.travel)
Welche Gesundheitsrisiken gibt es in Lima?
In Lima selbst besteht nach CDC und healthytravel.ch kein Malariarisiko und keine Gelbfieberimpfempfehlung. Empfohlen sind Hepatitis A und aktuelle Standardimpfungen. Dengue, Zika und Chikungunya kommen laut CDC in Peru landesweit vor; Lima liegt auf Meereshöhe, Höhenprobleme gibt es erst im Hochland.
Die CDC empfiehlt Hepatitis A für ungeimpfte Reisende ab einem Jahr und aktuelle Standardimpfungen. Gelbfieber wird für Tiefland unter 2’300 m in bestimmten Regionen empfohlen, nicht aber für Lima und die Hochland-Ziele. healthytravel.ch führt ebenfalls keine Impfung für Lima und kein Malariarisiko in den Küstenstädten auf.
Dengue, Chikungunya und Zika werden durch tagaktive Mücken übertragen; als Vorbeugung gelten Repellents mit DEET oder Picaridin und langärmlige Kleidung. Die CDC meldet ausserdem erhöhte Leptospirose-Fälle, vor allem im Norden und im Amazonasgebiet. Vor Ausflügen dorthin ist ein Gespräch mit einer Reisemedizinerin oder einem Reisemediziner sinnvoll.
Beim Essen gilt der Grundsatz «kochen, schälen oder vergessen». Das Leitungswasser wird in den Quellen nicht bewertet. Vorbeugende Medikamente gehören immer in ein ärztliches Gespräch vor der Abreise. Die Notrufnummern nennt die CDC mit 105 für die Polizei und 116 für die Feuerwehr; das Höhenthema erklärt die Seite Peru.
Die Altstadt liegt auf 138 m und Miraflores auf 79 m. Wer von Lima direkt nach Cusco (rund 3’400 m) fliegt, sollte die Höhenhinweise der Landesseite beachten.
Quellen: CDC Travelers' Health · healthytravel.ch · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia
Wie sicher ist Lima für Reisende?
Lima hat eine hohe Kriminalität, vor allem Raub und Diebstahl in ärmeren Vierteln, im öffentlichen Verkehr, an Busbahnhöfen und auf Märkten; auch Demonstrationen sind möglich. Die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA, massgeblich sind allein deren Seiten.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Demonstrationen in Lima jederzeit möglich sind. Es nennt das Risiko von Raub, Diebstahl und Entführung besonders hoch in ärmeren Vierteln grosser Städte, im öffentlichen Verkehr, an Busbahnhöfen, in Einkaufsstrassen und auf Märkten.
Das BMEIA nennt hohe Kriminalitätsraten in Lima, Cusco, Trujillo, Arequipa und Puno und rät, nachts besonders vorsichtig zu sein, sich bei Raub nicht zu wehren und nur registrierte Taxis zu nutzen.
PromPerú rät ebenfalls zu etablierten Taxiunternehmen mit Telefonbestellung oder Apps statt zu auf der Strasse angehaltenen Taxis. Das EDA veröffentlicht eigene Reisehinweise für Peru, die vor jeder Reise zu lesen sind. Wikipedia beschreibt Callao als eine der gefährlichsten Gegenden Perus.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia
Wie komme ich nach Lima und wie bewege ich mich in der Stadt?
Alle internationalen Flüge landen am Flughafen Jorge Chávez (LIM) in Callao, 11 km nordwestlich der Altstadt und 17 km von Miraflores. Der Flughafen hat ein neues Passagierterminal. Innerhalb der Stadt fahren Taxis, der Schnellbus Metropolitano und die Metro-Linie 1; eine Verbindung vom Flughafen gibt es noch nicht.
Ankunft am Flughafen LIM
Der Flughafen hat zwei Pisten (3’507 m und 3’480 m) und zählte 2025 laut Wikipedia 27’420’159 Passagiere. Das neue Terminal ersetzt das alte aus dem Jahr 1960; Hotels liegen direkt am Flughafen. Vom Flughafen in die Stadt rechnet PromPerú mit rund 50 min per Bus oder Auto.
Zwischen Flughafen und Stadt verkehren nach Wikipedia Taxis, Tourenbusse und Minibusse; eine Bahnverbindung zum Flughafen gibt es bisher nicht. PromPerú nennt Taxis ohne Taxameter und rät zu festen Preisen vorab sowie zu Taxiunternehmen mit Telefon oder App.
| Region | Drehkreuze und Zielflughäfen | Fluggesellschaften (Beispiele) |
|---|---|---|
| Europa | Madrid, Barcelona, Paris–CDG, Amsterdam | Iberia, Air Europa, Level, Air France, KLM, LATAM, Plus Ultra |
| Nordamerika | Miami, Atlanta, Houston, New York–JFK, Los Angeles, Newark, Mexico-Stadt, Montréal, Toronto | American, Delta, United, LATAM, Air Canada, Aeroméxico |
| Mittelamerika und Karibik | Panama-Stadt, San Salvador, Punta Cana, Santo Domingo, Cancún | Copa, Avianca El Salvador, Arajet, LATAM |
| Südamerika | Bogotá, Santiago de Chile, São Paulo, Buenos Aires, Guayaquil, La Paz, Asunción | LATAM, Avianca, Sky Airline, JetSmart, Aerolíneas Argentinas |
| Asien und Ozeanien | keine Nonstop-Verbindung in der Quelle | Umsteigen über Europa, Nordamerika oder Südamerika |
LATAM Perú betreibt Lima als wichtigsten Drehkreuzflughafen. Für Reisende aus aller Welt bedeutet das: Wer aus Asien oder Ozeanien kommt, steigt in einem Drehkreuz in Europa, Nordamerika oder Südamerika um. Die Quelle führt dazu keine Flugzeiten auf.
Weiterflug im Land
Von Lima fliegen LATAM Perú, JetSmart Perú, Sky Airline Peru, ATSA und Star Perú nach Arequipa, Ayacucho, Cajamarca, Chiclayo, Cusco, Huánuco, Iquitos, Jaén, Pucallpa, Tarapoto, Trujillo und weiteren Orten.
In der Stadt
Der Metropolitano ist ein Schnellbussystem mit eigener Spur; die Strecke misst laut Wikipedia 37.2 km, es gibt 44 Stationen im Betrieb. Gestartet ist der Betrieb am 28. Juli 2010. Bezahlt wird mit einer aufladbaren Karte (Kartenpreis S/ 4.50, Fahrpreis S/ 3.50 nach dem Stand des Artikels), Kartenzahlung ist an den Stationen nicht möglich.
Die Metro-Linie 1 verbindet Villa El Salvador im Süden mit Bayóvar im Nordosten. Sie ist 34.6 km lang, hat 26 Stationen und nahm den vollen Betrieb am 28. Juli 2014 auf. Der Artikel zur Stadt nennt für die Fertigstellung das Jahr 2010; die Quellen widersprechen sich hier. Linie 2 ist nur teilweise in Betrieb, weitere Abschnitte sind im Bau.
Wer Miraflores und Barranco besucht, kommt zu Fuss und mit kurzen Taxifahrten gut aus. Ein Mietwagen lohnt sich in Lima kaum; PromPerú erlaubt das Fahren mit ausländischem Führerschein für bis zu sechs Monate.
Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie bezahle ich in Lima, und was kostet es?
Währung ist der Sol (S/). Banknoten gibt es zu 10, 20, 50, 100 und 200 Soles, Münzen zu 10, 20 und 50 Céntimos sowie 1, 2 und 5 Soles. US-Dollar werden laut PromPerú in vielen Hotels, Restaurants und Tankstellen akzeptiert; Geldautomaten geben Soles und Dollar aus.
Wechselstuben öffnen laut PromPerú montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags vormittags. Die meisten Geldautomaten sind an Plus (Visa), Cirrus (Mastercard) und American Express angeschlossen. Bei der Kartenzahlung im öffentlichen Verkehr gibt es Grenzen: Der Metropolitano nimmt nach Wikipedia nur seine eigene Karte.
Für Preise von Hotels, Restaurants und Eintritten liegen uns keine belegten Angaben aus dieser Sitzung vor; wir nennen deshalb keine Spannen. Preise ändern sich zudem, daher vor Ort oder bei den Betreibern prüfen. Fest steht nur die Flughafengebühr TUUA für internationale Abflüge, deren Betrag der Flughafenbetreiber veröffentlicht.
Währung, Trinkgeld und weitere Zahlungsregeln für das ganze Land stehen auf der Seite Peru.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · PromPerú (peru.travel)
In welchem Viertel von Lima übernachtet man am besten?
Für Besuche von zwei bis drei Nächten empfehlen sich Miraflores und San Isidro am Meer oder Barranco; PromPerú nennt Miraflores und San Isidro als erste Wahl. Wer nur umsteigt, findet Hotels direkt am Flughafen. Die Altstadt eignet sich für Besichtigungen, nachts gelten laut BMEIA besondere Vorsichtsregeln.
| Viertel | Lage | Eignung |
|---|---|---|
| Miraflores | Küste, 17 km vom Flughafen | Restaurants, Spaziergänge, Huaca Pucllana |
| San Isidro | Küstennahes Geschäftsviertel | Ruhiger, nahe Miraflores |
| Barranco | Südlich von Miraflores | Kunst, Cafés, Abendprogramm |
| Altstadt | 11 km vom Flughafen | Sehenswürdigkeiten, aber abends weniger belebt |
| Flughafen | am neuen und am alten Terminal | Kurzaufenthalt vor oder nach dem Flug |
Die Tabelle fasst Angaben von PromPerú und Wikipedia zusammen; die Eignung ist eine redaktionelle Einordnung. Hotelnamen sind bewusst nicht aufgeführt, ausser dem am Flughafen belegten Wyndham Grand Costa del Sol (neues Terminal) und dem ursprünglichen Costa del Sol (altes Terminal).
Wer früh am Morgen weiterfliegt, übernachtet am Flughafen oder in Miraflores. Wer mit Gepäck ankommt, bucht Hotelabholung vor, statt am Flughafen ein Taxi zu suchen.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · BMEIA
Was isst man in Lima?
Lima gilt als gastronomische Hauptstadt Perus. Typisch sind Cebiche mit Limette und Chili, Causa limeña, Chifa (chinesisch-peruanisch) und Nikkei (japanisch-peruanisch). Das Restaurant Central in Barranco führte 2023 die Liste der World's 50 Best Restaurants an.
Ceviche ist laut Wikipedia nationales Kulturerbe; der Tag des Ceviche ist der 28. Juni. Klassisch besteht es aus rohem Fisch, frischer Limette, Zwiebeln, Chili, Salz und Pfeffer, am liebsten mit Corvina. Das Marinadenwasser wird als «leche de tigre» serviert. Cebicherías servieren traditionell mittags, deshalb ist das Mittagessen der beste Moment.
Die Küste ist laut Wikipedia die Seafood-Region der peruanischen Küche; Lima gilt als kosmopolitisch, mit italienischen, japanischen und chinesischen Einflüssen. Chifa geht auf chinesische Vertragsarbeiter ab 1849 zurück, Nikkei auf Zuwanderer aus Japan und gewann um 1980 als Stilrichtung an Gewicht.
Das Restaurant Central von Virgilio Martínez und Pía León bietet zeitgenössische Küche mit Zutaten aus Küste, Hochland und Amazonas. Es liegt in Barranco, wurde 2008 eröffnet und stand 2023 auf Platz 1 der World's 50 Best Restaurants sowie in Lateinamerika 2014 bis 2016 und 2022 auf Platz 1.
Der Pisco Sour wurde in Lima erfunden; Wikipedia nennt den Amerikaner Victor Vaughen Morris, der 1916 Morris' Bar eröffnete. Das heutige Rezept mit Eiweiss und Angostura geht auf Mario Bruiget zurück. Peru und Chile streiten um Ursprung und Namen. Der Nationale Tag des Pisco Sour ist in Peru seit 2003 der erste Samstag im Februar.
PromPerú nennt für Lima ausserdem Markttouren und Kochworkshops sowie das Festival «Perú, Mucho Gusto» mit regionaler Küche.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · PromPerú (peru.travel)
Welche Geschichte und Kultur prägen Lima?
Lima war vier Jahrhunderte lang Hauptstadt des spanischen Vizekönigreichs Peru. Die Stadt verbindet vorspanische Tempel wie Huaca Pucllana und Pachacamac mit Kolonialbauten, chinesischer und japanischer Einwanderung und einer lebendigen Kunstszene.
Die Universität San Marcos wurde am 12. Mai 1551 gegründet. Die Stierkampfarena Plaza de Acho öffnete 1766, die Balkone der Altstadt stammen aus Vizekönigs- und Republikzeit. Vor den Spaniern gab es an der Küste die Lima-Kultur und später die Wari; Pachacamac war als religiöses Zentrum bis zur Inka-Eroberung um 1470 bedeutend.
Barranco trug Künstler wie Mario Vargas Llosa und Chabuca Granda. Die Einwanderungswellen aus China (ab 1849) und Japan haben Küche und Stadtbild geprägt. Das Museo Larco und das Lima Art Museum (MALI) vermitteln die Hintergründe der präkolumbischen Kulturen und der Kunst Perus.
PromPerú nennt zudem Konzerte, Kunsthandwerksmärkte und Essensfeste, und im Raum Lurín die Weberinnen der Vereinigung Ichimay Wari. Wer Kultur sucht, findet in Lima eine der dichtesten Angebote des Landes, in Barranco und der Altstadt vor allem abends.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · PromPerú (peru.travel)
Was kann man in Lima unternehmen?
Lohnend sind ein Altstadtrundgang mit Wachablösung und Katakomben von San Francisco, die Huaca Pucllana, das Museo Larco, ein Cebiche-Mittagessen und abends Barranco. Aktiv geht es mit Paragliding über der Costa Verde oder Surfen; als Tagesausflug bieten sich Pachacamac und Caral an.
Der Altstadtrundgang beginnt an der Plaza de Armas mit Kathedrale und Regierungspalast und führt über den Jirón de la Unión zur Plaza San Martín und zum Kloster San Francisco. Die Katakomben darunter bergen laut Wikipedia schätzungsweise 25’000 Bestattete. Planen Sie dafür einen halben Tag.
Museen: Larco (präkolumbische Kunst), MALI, MAC und Pedro de Osma nennt PromPerú. Ausgrabungen: Huaca Pucllana in Miraflores, Huaca Huallamarca und die Tempelstadt Pachacamac im Süden. Für Familien nennt PromPerú den «Magischen Wasserkreislauf».
Am Meer: Larcomar mit Aussicht auf den Pazifik, die Seufzerbrücke in Barranco, Wassersport wie Surfen und Paragliding über der Costa Verde. Naturnah: das Ökosystem der Lomas de Lúcumo, Trekking und Wildwasser-Rafting im Umland sowie die Palomino-Inseln vor Callao mit Seelöwen.
Kulinarisch: Markttouren, Kochkurse und ein langes Essen in Barranco oder Miraflores. Wer nur einen Abend hat, wählt Barranco; wer mehr Zeit hat, ergänzt einen Ausflug nach Pachacamac (40 km) oder Caral (182 km).
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Lima nachhaltiger?
Wer Metropolitano und Metro statt vieler Taxifahrten nutzt, spart Emissionen: Die grauen Gelenkbusse des Metropolitano fahren mit Erdgas. Schutzgebiete wie die Lomas de Lúcumo und die Palomino-Inseln leben von zurückhaltenden Besuchen mit anerkannten Veranstaltern.
Die Palomino-Inseln beherbergen laut Wikipedia Seelöwen und Seevögel in einem fast unberührten Ökosystem; Abstand halten und Boote mit Erfahrung wählen. Der Humboldtstrom macht die Küste fischreich; bei El-Niño-Ereignissen brechen die Bestände laut Wikipedia ein.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · PromPerú (peru.travel)
Wie lässt sich Lima mit anderen Reisezielen verbinden?
Lima ist der Ausgangspunkt fast jeder Rundreise: mit Flug nach Cusco und Machu Picchu, nach Arequipa und Iquitos, mit dem Bus nach Süden zu Paracas und Nazca oder nach Norden zu Nordperu. Caral und Pachacamac sind Tagesziele.
Die Flugziele ab Lima nennt die Anreise-Tabelle: Cusco, Arequipa, Iquitos, Trujillo, Cajamarca, Chiclayo und weitere. Für die Landverbindungen gilt laut PromPerú, dass die Hauptstrassen in gutem Zustand und von der Spezialpolizei überwacht sind. Aktuelle Strassensperrungen nennt das Auswärtige Amt, Hinweise zur Höhe die Seite Peru.
Wer vor der Weiterreise ins Hochland zwei Nächte in Lima verbringt, gewinnt nichts für die Höhenanpassung, denn Lima liegt auf Meereshöhe; der Gewinn ist der Puffer für verspätete Langstreckenflüge.
Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · Auswärtiges Amt
Für wen eignet sich Lima, für wen weniger?
Lima passt zu Reisenden, die Essen, Museen und Stadtkultur an der Küste mögen. Weniger passend ist es für alle, die Ruhe, Natur oder Strand erwarten: Die Stadt ist gross, der Verkehr dicht, im Winter oft grau, und die Sicherheitslage verlangt Aufmerksamkeit.
Gut geeignet sind Reisende mit Interesse an Gastronomie, Archäologie und Kunst, Paare und kleine Gruppen. Auch als Einstieg in Peru funktioniert Lima, weil das Klima milder ist als im Hochland und keine Höhe belastet.
Weniger geeignet ist die Stadt für Reisende, die wenig Tage haben und vor allem Machu Picchu sehen wollen, ebenso für alle, die Gedränge und Taxifahrten meiden möchten. Wer abends allein unterwegs ist, hält sich an die Hinweise von Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · PromPerú (peru.travel)