Was erwartet Reisende in Australien?
Diese Seite behandelt Sydney und Melbourne, die beiden meistbesuchten Städte des Landes und für die meisten Erstreisenden der Auftakt. Sydney liegt an einem der grössten Naturhäfen der Welt, Melbourne gilt als Kultur- und Kaffeehauptstadt mit dem grössten Strassenbahnnetz der Welt. Die sieben Bundesstaaten und Territorien dazwischen, von Queensland bis Westaustralien, bekommen eigene Seiten.
Sydney und Melbourne liegen an der Südostküste, rund 880 km Luftlinie auseinander und in gut 1 h 30 min beflogen. Beide sind eigenständige Reiseziele: Sydney mit Hafenpanorama, Stränden und Nationalparks vor der Tür, Melbourne mit Galerien, Gassen-Cafés und Ausflügen an die Great Ocean Road oder in die Yarra Valley.
Australien selbst ist mit rund 7,69 Millionen km² der sechstgrösste Staat der Erde, aber mit rund 27,8 Millionen Einwohnern dünn besiedelt. New South Wales, Queensland, South Australia, Tasmanien, Victoria und Westaustralien sind die sechs Bundesstaaten, dazu kommen das Northern Territory und das Australian Capital Territory mit der Hauptstadt Canberra.
Wie unterscheiden sich Sydney und Melbourne als Reiseziel?
Sydney ist die spektakulärere Ankunft: Opera House, Harbour Bridge und Strände wie Bondi liegen praktisch im Stadtbild. Melbourne wirkt introvertierter, mit versteckten Gassen, Streetart und einer der aktivsten Café- und Restaurantszenen des Landes; beide Städte sind touristisch bestens erschlossen und gut per Bahn, Fähre oder Tram zu erkunden.
Sydney (rund 5,4 Millionen Einwohner im Grossraum) ist die grösste Stadt Australiens und breitet sich um den natürlichen Hafen Port Jackson aus; die Skyline wird von Opera House und Harbour Bridge dominiert, dazu kommen Ozeanstrände von Manly bis Bondi in wenigen Fährminuten oder Bus-Kilometern vom Zentrum.
Melbourne (rund 5,2 Millionen Einwohner im Grossraum) ist flacher und weitläufiger, mit einer strengen Gitterstruktur in der Innenstadt und dem Fluss Yarra als Grenze. Die Stadt gilt regelmässig als eine der lebenswertesten der Welt und wird von Australiern selbst oft als kulturelles Gegenstück zu Sydney gesehen: mehr Kunst, Sport und Gastronomie, weniger Postkartenmotive.
Beide Städte sind sicher, mehrsprachig beschildert und mit Oyster- bzw. Myki-Chipkarten für Bus, Bahn, Fähre und Tram einfach zu bereisen. Der Winter (Juni bis August) bringt in beiden Städten kühlere, aber selten kalte Temperaturen; Schnee fällt nur im Bergland abseits der Küste.
Was sollte man sich in Sydney und Melbourne ansehen?
In Sydney bilden Opera House, Harbour Bridge und die Rocks den historischen Kern, ergänzt um Strände wie Bondi und Manly sowie einen Tagesausflug in die Blue Mountains, rund 102 km westlich. In Melbourne prägen die Gassen der Innenstadt mit Streetart und Café-Kultur, der Fluss Yarra und Ausflüge an die Great Ocean Road oder nach Phillip Island das Bild.
Sydney
Das Opera House, seit 2007 UNESCO-Welterbe, und die 1932 eröffnete Harbour Bridge markieren die Skyline; von der Brücke führt seit 1998 die kommerzielle BridgeClimb-Tour über den 134 m hohen Bogen, eine Tour dauert rund 3,5 Stunden. Die Rocks, das älteste Viertel der Stadt direkt unter der Brücke, zeigt Kolonialarchitektur, Märkte und Pubs aus dem 19. Jahrhundert.
Bondi Beach ist der bekannteste Strand des Landes, halbmondförmig und beliebt bei Surfern; der rund 6 km lange Küstenweg von Bondi über Tamarama, Bronte und Clovelly nach Coogee führt an fünf Stränden vorbei und dauert zwei bis drei Stunden zu Fuss. Manly erreicht man von Circular Quay aus mit der Fähre in rund 18 Minuten, mit eigenem Ozeanstrand und ruhigerer Atmosphäre als Bondi.
Die Blue Mountains liegen rund 102 km westlich von Sydney, per Zug ab Central in etwa 2 Stunden erreichbar. Der Hauptort Katoomba liegt auf rund 1'017 m über Meer und ist dadurch spürbar kühler als die Küste; von Echo Point, 2 km südlich des Ortszentrums, blickt man auf die Felsformation Three Sisters über dem bewaldeten Jamison Valley.
Für Weinliebhaber liegt das Hunter Valley, eines der ältesten Weinbaugebiete Australiens, rund zwei Autostunden nördlich von Sydney; der Royal Botanic Garden direkt neben dem Opera House und der Taronga Zoo mit Fährblick auf die Skyline sind familienfreundliche Ergänzungen im Stadtgebiet.
Melbourne
Das Stadtzentrum ist in ein strenges Strassenraster gelegt, durchzogen von schmalen Gassen (Laneways) wie Hosier Lane, die legal mit Streetart bemalt werden und heute Cafés, Bars und kleine Galerien beherbergen. Die kostenlose City-Circle-Tram (Linie 35) umrundet die Innenstadt und hält an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Federation Square am Ufer des Yarra ist der zentrale Treffpunkt mit Museen und Grossleinwand für Sportereignisse; das Melbourne Cricket Ground (MCG) nebenan ist eines der grössten Stadien der südlichen Hemisphäre und Schauplatz von Cricket, Australian Football und grossen Konzerten.
Die Royal Botanic Gardens am Südufer des Yarra bieten auf rund 38 Hektar Sichtachsen auf die Skyline; die St Kilda Beach im Süden der Stadt ist mit Tram erreichbar und bei Sonnenuntergang für die kleine Kolonie an Zwergpinguinen bekannt, die abends aus dem Meer zurückkehrt.
Rund 90 Minuten südöstlich von Melbourne liegt Phillip Island mit der Penguin Parade: Jeden Abend bei Sonnenuntergang (im Winter ab etwa 16 Uhr, im Sommer ab etwa 18 Uhr) watscheln Hunderte der weltweit kleinsten Pinguinart vom Strand zu ihren Bauten, beobachtbar von öffentlichen Tribünen oder unterirdischen Beobachtungsständen.
Die Great Ocean Road beginnt in Torquay, rund 1 h 20 min von der Melbourner Innenstadt entfernt, und führt über Lorne und Apollo Bay bis zu den Kalksteinfelsen der Twelve Apostles bei Port Campbell; eine Fahrt ohne lange Stopps dauert von Melbourne aus rund 3 bis 4 Stunden pro Strecke.
Die übrigen Bundesstaaten
Queensland mit dem Great Barrier Reef, das Northern Territory mit Uluru, Westaustralien mit dem Ningaloo Reef, South Australia mit dem Weinbaugebiet Barossa Valley und Tasmanien mit seiner Wildnis bekommen eigene Seiten; diese Seite bleibt bei Sydney (New South Wales) und Melbourne (Victoria), den beiden Ausgangspunkten für die meisten Reisen.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Phillip Island Nature Parks · Visit Great Ocean Road
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- Bundesstaat / TerritoriumNew South WalesNew South Wales ist mit 801'150 km² und rund 8,6 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste australische Bundesstaat; Hauptstadt Sydney hat…
- Bundesstaat / TerritoriumNorthern TerritoryDas Northern Territory teilt sich in das tropische Top End um Darwin und den Kakadu-Nationalpark sowie das trockene Red Centre um Alice Springs…
- Bundesstaat / TerritoriumQueenslandQueensland ist mit 1'723'030 km² der zweitgrösste australische Bundesstaat und reicht von der Hauptstadt Brisbane im Südosten bis zum tropischen…
- Bundesstaat / TerritoriumSouth AustraliaSouth Australia ist mit 984’314 km² der viertgrösste australische Bundesstaat, aber mit rund 1,9 Millionen Einwohnern (Stand Juni 2025) dünn…
- Bundesstaat / TerritoriumTasmanienRund 240 km südlich des australischen Festlands liegt Tasmanien, durch die raue Bass-Strasse vom Kontinent getrennt und mit rund 68'400 km² der…
- Bundesstaat / TerritoriumVictoriaVictoria ist mit 227'444 km² der zweitkleinste australische Bundesstaat nach Fläche, aber nach New South Wales der am dichtesten besiedelte;…
- Bundesstaat / TerritoriumWestaustralienWestaustralien ist mit 2’527’013 km² der grösste australische Bundesstaat, aber mit rund 3 Millionen Einwohnern extrem dünn besiedelt.
Wann ist die beste Reisezeit für Sydney und Melbourne?
Auf der Südhalbkugel ist Dezember bis Februar Sommer, Juni bis August Winter. Für Sydney und Melbourne eignen sich vor allem der Herbst (März bis Mai) und der Frühling (September bis November): mildere Temperaturen, weniger Regen als im Winter und geringere Hotelpreise als über Weihnachten und Neujahr, wenn beide Städte in die Hauptsaison fallen.
Sydney: Temperatur und Niederschlag im Jahresverlauf
| Sydney | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 28 | 27 | 26 | 24 | 21 | 18 | 18 | 19 | 22 | 24 | 25 | 26 |
| Tiefstwert °C | 20 | 20 | 18 | 15 | 12 | 10 | 9 | 9 | 12 | 14 | 16 | 18 |
| Niederschlag mm | 83 | 134 | 104 | 73 | 54 | 87 | 44 | 47 | 43 | 64 | 83 | 72 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SYDNEY (OBSERVATORY HILL) (2 km, 40 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Sydney bleibt mild bis warm: Die Tageshöchstwerte liegen im Hochsommer (Januar) bei rund 27,5 °C, im Winter (Juli) bei rund 18 °C; Frost kommt praktisch nicht vor. Regen fällt übers Jahr verteilt, am meisten im Februar und März mit rund 130 mm im Monatsmittel, im Winter deutlich weniger.
Melbourne: Temperatur und Niederschlag im Jahresverlauf
| Melbourne | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 26 | 25 | 24 | 20 | 17 | 14 | 14 | 15 | 17 | 20 | 22 | 25 |
| Tiefstwert °C | 16 | 15 | 14 | 11 | 9 | 7 | 7 | 8 | 8 | 10 | 12 | 14 |
| Niederschlag mm | 45 | 49 | 46 | 61 | 60 | 65 | 64 | 70 | 61 | 61 | 74 | 60 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MELBOURNE (OLYMPIC PARK) (3 km, 8 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Melbourne ist im Sommer mit rund 26 °C Tageshöchstwert im Januar ähnlich warm wie Sydney, aber trockener und für rasche Wetterwechsel an einem Tag bekannt («four seasons in one day»); der Winter ist mit rund 14 °C im Juli kühler und grauer als in Sydney, Niederschlag fällt gleichmässiger über das Jahr verteilt.
Die australischen Schulferien über Weihnachten und Neujahr (Mitte Dezember bis Ende Januar) bringen in beiden Städten höhere Preise und mehr Andrang an Stränden; wer das umgehen will, plant den Besuch in den Herbst oder Frühling.
Quellen: Tourism Australia (australia.com)
Was braucht man für die Einreise nach Australien?
Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige reisen mit dem eVisitor (Subclass 651) ein: kostenlos online beim australischen Department of Home Affairs zu beantragen, 12 Monate gültig und darin beliebig oft für je maximal 90 Tage nutzbar. Das Visum muss vor dem Abflug vorliegen, eine Einreise ohne ist nicht möglich; die alternative ETA (Subclass 601) kostet 20 AUD und ist für andere Nationalitäten gedacht.
- eVisitor (651): online über ImmiAccount beantragt, meist innert Minuten bis Stunden automatisch erteilt, Benachrichtigung per E-Mail; gültig 12 Monate ab Ausstellung oder bis zum Ablauf des Reisepasses, je nachdem, was zuerst eintritt.
- Reisepass: muss für die gesamte geplante Aufenthaltsdauer gültig sein; läuft er während der eVisitor-Gültigkeit ab, erlischt die Einreisebewilligung automatisch mit ihm.
- Aufenthaltsdauer: maximal 90 Tage pro Einreise, danach ist eine Ausreise nötig; eine Verlängerung über das eVisitor selbst ist nicht möglich.
- Andere Staatsangehörigkeiten: für sie gelten eigene Regeln; massgeblich ist die Visaliste des australischen Department of Home Affairs, Auskunft geben die australischen Botschaften und Konsulate.
Bei der Ankunft ist zusätzlich eine Einreisekarte (Incoming Passenger Card) auszufüllen, die schrittweise durch eine digitale Reisedeklaration ersetzt wird. Australien hat eine strenge Biosicherheit: Lebensmittel, Pflanzen- und Tierprodukte sowie Holzgegenstände müssen deklariert werden, auch wenn sie am Ende nicht beanstandet werden; Bussgelder drohen bei fehlender oder falscher Angabe.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und des australischen Department of Home Affairs zum Zeitpunkt der Reise; die Regeln zu eVisitor und ETA können sich ändern (Stand September 2026).
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · visum-australien.ch
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Australien?
Für die Einreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben, ein Gelbfiebernachweis wird nur bei Einreise aus einem Gelbfieber-Endemiegebiet verlangt. healthytravel.ch empfiehlt aktuelle Basisimpfungen nach Schweizer Impfplan und für Risikogruppen Hepatitis B; die CDC nennt kein Malariarisiko für Australien, weist aber auf Dengue- und Ross-River-Fieber durch Mückenstiche hin.
Für Sydney und Melbourne ist die medizinische Versorgung auf europäischem Niveau, mit gut ausgestatteten öffentlichen und privaten Spitälern. Da kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Australien und der Schweiz, Deutschland oder Österreich besteht, das die gesamten Behandlungskosten abdeckt, ist eine Reise- und Rückholversicherung dringend zu empfehlen.
Mückenübertragene Krankheiten wie Ross-River-Fieber und Denguefieber kommen laut CDC vor allem in wärmeren, feuchteren Regionen im Norden vor, nicht typischerweise in Sydney oder Melbourne; Mückenschutz ist trotzdem sinnvoll, besonders in den Sommermonaten.
Die Japanische Enzephalitis wurde laut healthytravel.ch auch in einer Mückenprobe in New South Wales nachgewiesen; eine Impfung wird von der EKRM nur für Risikoreisende mit längeren Aufenthalten oder umfangreichen Aktivitäten im Freien in betroffenen ländlichen Gebieten empfohlen, nicht für kurze Städtereisen.
Die UV-Strahlung ist in Australien deutlich höher als in Mitteleuropa; die CDC empfiehlt Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 15, Kopfbedeckung und Schatten zwischen 10 und 16 Uhr. Leitungswasser ist in Sydney und Melbourne bedenkenlos trinkbar.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher sind Sydney und Melbourne für Reisende?
Beide Städte gelten laut EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA als sicher, mit gewöhnlicher Kleinkriminalität (Taschendiebstahl, Trickbetrug in Touristenvierteln) als Hauptrisiko. Naturgefahren betreffen vor allem die wärmeren Monate: Buschbrände im australischen Sommer, vereinzelt Überschwemmungen an der Ostküste und starke UV-Strahlung; Zyklone treffen praktisch nur den tropischen Norden, nicht Sydney oder Melbourne.
In Sydney und Melbourne ist das grösste Risiko für Reisende gewöhnliche Kleinkriminalität rund um Bahnhöfe, Nachtleben-Viertel und Touristenattraktionen, kaum organisierte oder gewaltsame Kriminalität. Beim Baden an Ozeanstränden wie Bondi warnen Strömungswarnschilder (Rip Currents) vor gefährlichen Unterströmungen; nur an bewachten, mit rot-gelben Fahnen markierten Abschnitten schwimmen ist die einfachste Vorsichtsmassnahme.
Buschbrandgefahr besteht im australischen Sommer (Dezember bis Februar, mit Ausläufern bis in den März) vor allem in trockenen Umlandgebieten wie den Blue Mountains, seltener in den Städten selbst; an Tagen mit Totalfeuerverbot (Total Fire Ban) gelten in betroffenen Regionen strenge Auflagen.
Giftige Tiere wie Spinnen und Schlangen kommen in beiden Metropolregionen vor, Bisse bei Touristen sind aber selten; Erste-Hilfe-Kits mit Druckverbänden gehören in vielen australischen Haushalten zur Standardausrüstung. Für abgelegenere Ausflüge, etwa in den Blue Mountains, empfiehlt sich, den Wanderweg und die voraussichtliche Rückkehrzeit jemandem mitzuteilen.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie reist man nach Sydney und Melbourne und zwischen den beiden Städten?
Internationale Flüge landen auf dem Kingsford-Smith-Flughafen (SYD) in Sydney und dem Tullamarine-Flughafen (MEL) in Melbourne; nach Europa gibt es keine Nonstopverbindungen, üblich sind Umstiege über Singapur, Dubai, Doha oder Hongkong. Zwischen Sydney und Melbourne verkehren stündlich Flüge in rund 1 h 30 min, eine der meistbeflogenen Strecken der Welt.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen SYD – Sydney Zentrum | Zug (Airport Link), Taxi | rund 15–30 min |
| Flughafen MEL – Melbourne Zentrum | SkyBus, Taxi | rund 20–30 min |
| Sydney – Melbourne | Flug | rund 1 h 30 min |
| Sydney – Melbourne | Zug (XPT) | rund 11 h |
| Sydney – Blue Mountains (Katoomba) | Zug | rund 2 h |
| Melbourne – Great Ocean Road (Torquay) | Auto | rund 1 h 20 min |
| Melbourne – Phillip Island | Auto | rund 1 h 30 min |
Von europäischen Drehkreuzen bestehen keine Nonstopflüge nach Sydney oder Melbourne; üblich sind Umsteigeverbindungen über Singapur (Singapore Airlines, Qantas), Dubai (Emirates) oder Doha (Qatar Airways), seltener über Hongkong (Cathay Pacific). Die Gesamtreisezeit liegt je nach Umstieg meist zwischen 20 und 24 Stunden.
Aus Nordamerika bestehen Nonstopverbindungen von Los Angeles und San Francisco nach beide Städte (unter anderem Qantas, United, Delta) sowie von Dallas/Fort Worth nach Sydney und Melbourne mit Qantas, eine der längsten Linienflugstrecken der Welt mit rund 15,5 Flugstunden. Auf der Route nach Europa ist ein Umstieg nötig; die Gesamtreise dauert meist 20 bis 24 Stunden.
Innerhalb Australiens sind Inlandflüge mit Qantas, Virgin Australia und Jetstar für längere Strecken üblich; zwischen Sydney und Melbourne fährt zusätzlich der Nachtzug XPT in rund 11 Stunden, deutlich langsamer als der gut einstündige Flug, aber eine Alternative ohne Sicherheitskontrolle und mit Blick auf das Hinterland.
Welches Geld braucht man in Australien und wie bezahlt man?
Landeswährung ist der Australische Dollar (AUD, $), unterteilt in 100 Cent. Sydney und Melbourne sind weitgehend bargeldlos: Kartenzahlung, auch kontaktlos mit dem Smartphone, wird praktisch überall akzeptiert, von Cafés über Taxis bis zu Marktständen, Bargeld braucht man kaum.
Banknoten gibt es zu 5, 10, 20, 50 und 100 Dollar, Münzen zu 5, 10, 20 und 50 Cent sowie 1 und 2 Dollar; die Noten bestehen aus Polymer statt Papier und sind dadurch besonders robust. Geldautomaten sind in beiden Städten allgegenwärtig, erheben aber je nach Bank eine Gebühr pro Abhebung zusätzlich zu jener der eigenen Bank.
Beim Bezahlen oder Abheben mit Karte lohnt es sich, die Abrechnung in Australischen Dollar statt in einer angebotenen Umrechnung in die Heimatwährung zu wählen, da Letztere meist einen schlechteren Kurs enthält (Dynamic Currency Conversion).
Trinkgeld ist in Australien nicht üblich und nicht erwartet, da Servicepersonal einen gesetzlichen Mindestlohn erhält; in gehobenen Restaurants rundet man gelegentlich auf oder lässt 5 bis 10 % da, wenn man sehr zufrieden war, verpflichtend ist das aber nirgends.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man in Sydney und Melbourne am besten?
In Sydney wohnen die meisten Reisenden im Zentrum (CBD), in The Rocks nahe der Harbour Bridge oder in den Strandvierteln Bondi und Manly. In Melbourne liegt die grösste Auswahl im CBD entlang der Tramlinien oder in Szenevierteln wie Fitzroy und South Yarra, jeweils gut mit der Free Tram Zone oder kurzen Tramfahrten erreichbar.
Sydneys Central Business District bietet die grösste Hoteldichte und kurze Wege zu Circular Quay und den Fähren; The Rocks ist historischer und ruhiger, aber etwas teurer. Wer den Strand bevorzugt, wohnt in Bondi oder im ruhigeren Coogee, jeweils mit direktem Zugang zum Küstenweg, oder in Manly mit eigenem Ozeanstrand und kurzer Fährverbindung ins Zentrum.
In Melbourne liegt das CBD mit seinem Gassennetz zentral für Museen, Shopping und Restaurants; die Free Tram Zone deckt die Innenstadt kostenlos ab. Fitzroy und Collingwood im Nordosten sind für Streetart, Vintage-Läden und Bars bekannt, South Yarra und Prahran im Süden für gehobenere Boutiquen und Cafés, jeweils 10 bis 15 Trammminuten vom Zentrum entfernt.
Was isst man in Sydney und Melbourne?
Beide Städte gelten als kulinarische Zentren Australiens mit ausgeprägter Café-Kultur (der Flat White stammt aus der australisch-neuseeländischen Kaffeeszene) und einer durch Einwanderung geprägten, vielfältigen Restaurantlandschaft von asiatischer bis mediterraner Küche. Frischer Fisch und Meeresfrüchte, etwa aus der Sydney Fish Market, gehören in beiden Städten zum festen Bestandteil der Karte.
Melbourne gilt vielen Australiern als die Kaffeehauptstadt des Landes: unzählige unabhängige Röstereien und Cafés prägen die Gassen, oft mit eigener Röstung und wechselnder Frühstückskarte. Die Gassen selbst, etwa um Degraves Street, sind so dicht mit Cafés bestückt, dass sie zu den bekanntesten kulinarischen Adressen der Stadt zählen.
Sydney ist für seine Fischmärkte und die Nähe zum Meer bekannt: der Sydney Fish Market am Blackwattle Bay ist einer der grössten seiner Art auf der Südhalbkugel. Beide Städte haben durch Einwanderung aus Asien, Südeuropa und dem Nahen Osten eine breite internationale Küche entwickelt, von vietnamesischem Pho bis zu griechischen Tavernen.
Leitungswasser ist in beiden Städten sicher trinkbar. Bring-your-own-Restaurants (BYO), bei denen man eigenen Wein mitbringen darf, sind verbreitet und günstiger als Restaurants mit eigener Weinkarte.
Welche Kultur und welche Feste prägen Sydney und Melbourne?
Melbourne gilt als Sportstadt Australiens mit dem Melbourne Cricket Ground als Zentrum für Australian Football und Cricket, Sydney als Bühnenstadt mit dem Opera House als kulturellem Wahrzeichen. Beide Städte feiern das Sydney Festival beziehungsweise Melbourne International Comedy Festival im Sommer und Herbst und sind für ihre grosse, sichtbare LGBTQ-Community bekannt, allen voran Sydneys Mardi Gras im Februar/März.
Der Sydney Gay and Lesbian Mardi Gras ist eine der grössten LGBTQ-Feiern der Welt und findet jedes Jahr im Februar oder März statt, mit Umzug entlang der Oxford Street und Paradeteilnehmern aus aller Welt. Melbourne ist für seinen «Sports Capital»-Ruf bekannt: der Australian-Football-Grand-Final im September und die Australian Open im Januar ziehen jeweils internationales Publikum an.
Aborigine- und Torres-Strait-Islander-Kultur ist in beiden Städten sichtbar, etwa in Führungen durch den Royal Botanic Garden Sydney zu traditioneller Pflanzennutzung oder in Kunstgalerien wie der National Gallery of Victoria in Melbourne, die eigene Abteilungen für zeitgenössische indigene Kunst führt.
Der Umgang ist unkompliziert und informell: Vornamen sind im Alltag üblich, auch gegenüber Fremden, und die Begrüssung «How’s it going?» erwartet meist keine ausführliche Antwort. Rauchen ist in Innenräumen, an vielen Stränden und in Aussenbereichen von Restaurants verboten.
Welche Erlebnisse lohnen sich in Sydney und Melbourne?
In Sydney zählen die BridgeClimb über die Harbour Bridge, der Küstenweg Bondi–Coogee und ein Tagesausflug in die Blue Mountains zu den Höhepunkten. In Melbourne sind es die Streetart-Gassen der Innenstadt, ein Spiel im Melbourne Cricket Ground und Tagesausflüge an die Great Ocean Road oder zu den Pinguinen von Phillip Island.
Sydney
Die BridgeClimb führt in rund 3,5 Stunden über den 134 m hohen Bogen der Harbour Bridge, mit Blick über Opera House und Hafen; wer es günstiger mag, geht zu Fuss über den unteren Gehweg der Brücke. Eine Fährfahrt von Circular Quay nach Manly (rund 18 min) zeigt den Hafen vom Wasser aus, ganz ohne Aufpreis für eine Hafenrundfahrt.
Der Küstenweg von Bondi nach Coogee (rund 6 km, zwei bis drei Stunden) führt an fünf Stränden vorbei und ist auch ohne Zwischenstopp eine der beliebtesten Halbtagesaktivitäten der Stadt. Ein Tagesausflug in die Blue Mountains verbindet die Aussicht von Echo Point mit einer Fahrt in der Scenic Railway, der steilsten Standseilbahn der Welt, hinunter ins Jamison Valley.
Melbourne
Ein Spaziergang durch die Laneways rund um Hosier Lane und Degraves Street zeigt Streetart, Cafés und kleine Bars, die oft hinter unscheinbaren Türen liegen. Das Melbourne Cricket Ground bietet Führungen durch das National Sports Museum und, in der Saison, Tickets für Australian-Football- oder Cricket-Spiele mit bis zu 100'000 Zuschauern.
Die Penguin Parade auf Phillip Island (rund 90 Fahrminuten südöstlich) zeigt jeden Abend bei Sonnenuntergang Hunderte kleine Pinguine bei der Rückkehr an Land, wählbar zwischen kostenloser Tribüne und unterirdischen Beobachtungsständen. Die Great Ocean Road bis zu den Twelve Apostles (rund 3 bis 4 Autostunden ab Melbourne) verbindet Surfstrände wie Bells Beach mit Regenwaldabschnitten und den freistehenden Kalksteinfelsen vor Port Campbell.
Quellen: Wikipedia · Phillip Island Nature Parks · Visit Great Ocean Road
Wie reist man in Sydney und Melbourne verantwortungsvoll?
Beide Städte haben ein dichtes öffentliches Nahverkehrsnetz, das Mietwagen für den Stadtaufenthalt meist überflüssig macht: Melbournes Strassenbahnnetz ist mit rund 250 km Doppelspur das grösste der Welt. An den Ozeanstränden schützen mineralische statt chemische Sonnencremes die Riffe und Buchten vor Belastung.
- Öffentlichen Verkehr (Opal-Karte in Sydney, Myki in Melbourne) statt Mietwagen für den Stadtaufenthalt nutzen; beide Netze sind dicht und zuverlässig.
- An Stränden mineralische statt chemische Sonnencreme verwenden und Wildtiere, insbesondere Pinguine auf Phillip Island, nicht mit Blitzlicht fotografieren oder anfassen.
- Bei Wanderungen in den Blue Mountains auf markierten Wegen bleiben, um die empfindliche Vegetation und Erosion zu schonen.
- Wasser sparsam nutzen; Australien ist eines der trockensten bewohnten Kontinente der Erde, Trinkwasser ist in Städten zwar sicher, aber nicht unbegrenzt verfügbar.
Quellen: Visit Great Ocean Road
Mit welchen Zielen lässt sich eine Sydney- und Melbourne-Reise kombinieren?
Am naheliegendsten ist Neuseeland, mit Flügen von rund 3 bis 4 Stunden ab beiden Städten. Wer aus Asien anreist, hängt einen Zwischenstopp in Singapur, Bali oder Fidschi an, alle mit guten Flugverbindungen nach Sydney oder Melbourne.
Neuseeland liegt von Sydney und Melbourne aus nur wenige Flugstunden entfernt und wird häufig als zweite Station einer Ozeanien-Reise angehängt, meist über Auckland. Wer die Rückreise nach Europa ohnehin über Asien plant, kombiniert einen mehrtägigen Zwischenstopp in Singapur, auf Bali oder in Hongkong mit dem Langstreckenflug.
Innerhalb Australiens lässt sich eine Sydney-Melbourne-Reise gut mit Queensland (Great Barrier Reef, tropischer Norden) oder Tasmanien (Wildnis, kürzere Distanzen) erweitern, sobald diese Bundesstaaten eigene Seiten erhalten; schon heute ist ein Inlandflug oder eine mehrtägige Fahrt entlang der Küste möglich.
Für wen eignen sich Sydney und Melbourne, für wen weniger?
Beide Städte passen zu Kulturinteressierten, Strandliebhabern und Familien, da sie sicher, gut organisiert und mit kurzen Wegen zu Natur und Küste ausgestattet sind. Weniger geeignet sind sie für alle, die auf einer kurzen Reise auch das Outback, den Norden oder das Great Barrier Reef sehen wollen: Diese Ziele liegen mehrere Flugstunden entfernt und brauchen eigene Reisezeit.
Familien profitieren von kurzen Wegen zu Stränden, Zoos und Parks in beiden Städten sowie von einer insgesamt kinderfreundlichen Infrastruktur mit Wickelräumen und Familienabteilen im Nahverkehr. Kulturinteressierte finden in Melbourne eine besonders dichte Museums- und Galerienszene, in Sydney das Opera House mit ganzjährigem Programm.
Wer vor allem Regenwald, Outback oder das Great Barrier Reef sehen will, sollte diese als eigene Etappe einplanen statt als Tagesausflug ab Sydney oder Melbourne, da die Distanzen dorthin mehrere Flugstunden betragen. Wer knappe Zeit hat, wählt besser eine der beiden Städte statt beide zu hetzen, da schon eine Stadt allein mit Umland mehrere Tage füllt.