Was erwartet Reisende auf Malta?
Malta ist ein Archipel aus drei bewohnten Inseln mitten im Mittelmeer, knapp 316 km² klein, aber mit einer Hauptstadt, die seit 1980 UNESCO-Welterbe ist, und Tempelanlagen, die älter sind als die Pyramiden von Gizeh. Die meisten Reisen verbinden Valletta, die alte Hauptstadt Mdina, einen Badeort wie Sliema oder St. Julian's und einen Ausflug nach Gozo oder zur Blue Lagoon von Comino.
Die Distanzen sind klein: Von Valletta nach Mdina sind es rund 12 km, nach Marsaxlokk im Südosten knapp 13 km. Wer ohne Mietwagen reist, kommt mit Bus, Fähre und zu Fuss durch fast das ganze Land; nur für Gozo braucht es die Fähre ab Cirkewwa.
Diese Seite fasst Regionen, Reisezeit, Einreise, Gesundheit und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zusammen, dazu die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA (Stand September 2026).
Quellen: Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre
Wie ist Malta als Reiseland?
Malta ist ein Land der Superlative auf kleinstem Raum: prähistorische Tempel, eine Ritterstadt aus dem 16. Jahrhundert, britisches Erbe bis zum Linksverkehr und ein Mittelmeerklima mit rund 3’000 Sonnenstunden im Jahr. Amtssprachen sind Maltesisch und Englisch, was die Verständigung für deutschsprachige Reisende einfach macht.
Die Geschichte reicht von den Tempelbauern vor über 5’000 Jahren über Phönizier, Römer, Araber und Normannen bis zu den Rittern des Malteserordens, die 1530 die Insel erhielten und nach der Grossen Belagerung von 1565 die Festungsstadt Valletta gründeten. 1800 bis 1964 war Malta britische Kolonie, seit 1964 unabhängig, seit 1974 Republik.
Von diesem britischen Erbe sind Linksverkehr, rote Telefonzellen, Fish and Chips neben Pastizzi und Englisch als zweite Amtssprache geblieben. Gleichzeitig ist die Kultur katholisch geprägt: Kirchtürme bestimmen fast jedes Ortsbild, und Dorffeste (Festa) mit Feuerwerk gehören von Mai bis September zum Alltag.
Malta ist damit ein Ziel für kurze bis mittellange Reisen: Vier bis sieben Tage reichen für Valletta, Mdina, den Südosten und einen Gozo-Tag; wer taucht oder länger an den Stränden bleiben will, verlängert. Für eine Fernreise mit grossen Distanzen ist Malta nicht gedacht, das ganze Land liegt in einer guten Autostunde beieinander.
Quellen: Wikipedia · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Regionen und Inseln von Malta lohnen sich?
Valletta und der Grand Harbour bilden das historische Zentrum, Sliema und St. Julian's die touristische Küste mit Nachtleben, Mdina die stille alte Hauptstadt im Landesinnern. Gozo ist ruhiger und grüner als die Hauptinsel, Comino besteht praktisch nur aus der Blue Lagoon.
Valletta
Die von den Rittern des Malteserordens ab 1566 auf dem Sciberras-Hügel gegründete Festungsstadt ist seit 1980 UNESCO-Welterbe und gilt als eine der am dichtesten mit Kulturdenkmälern bebauten Hauptstädte der Welt. Sehenswert sind die St.-John's-Co-Kathedrale mit Werken von Caravaggio, der Grossmeisterpalast, die Bastionen mit Blick auf den Grand Harbour und die Upper Barrakka Gardens.
Sliema und St. Julian's
Die Küste gegenüber von Valletta ist das touristische Zentrum: Uferpromenade, Einkaufszentren, Hotels und in St. Julian's/Paceville das Nachtleben der Insel. Eine Fährverbindung bringt Reisende in wenigen Minuten über den Hafen direkt nach Valletta, ganzjährig mehrmals täglich, in Stosszeiten alle 15 Minuten.
Mdina und Rabat
Die von hohen Mauern umgebene, autofreie «stille Stadt» war bis zur Ritterzeit Hauptstadt Maltas. Enge Gassen, der Dom St. Paul und der Blick über die Insel von den Bastionen aus machen Mdina zum Kontrastprogramm zu Valletta; im angrenzenden Rabat liegen die St.-Pauls-Katakomben.
Marsaxlokk und der Südosten
Das Fischerdorf Marsaxlokk mit seinen bunten Luzzu-Booten ist bekannt für den Sonntagsmarkt am Hafen. In der Nähe liegen die Megalith-Tempel Ħaġar Qim und Mnajdra hoch über dem Meer sowie die Blue Grotto, eine Serie von Meereshöhlen, die man mit kleinen Booten befährt.
Gozo
Die zweitgrösste Insel ist ländlicher, grüner und ruhiger als Malta. Victoria (Rabat) mit der Zitadelle ist die Hauptstadt, in Xagħra liegen die Ġgantija-Tempel, älter als Stonehenge und die Pyramiden von Gizeh. Die Fähre ab Cirkewwa nach Mġarr verkehrt rund um die Uhr, ganzjährig, mit einer Überfahrtszeit von rund 25 Minuten und Abständen von 30 bis 45 Minuten, in Spitzenzeiten bis zu 15 Minuten.
Comino und die Blue Lagoon
Die kleine Insel zwischen Malta und Gozo hat kaum ständige Bewohner; ihr Ziel ist die Blue Lagoon, eine Bucht mit türkisfarbenem, flachem Wasser. In der Hochsaison bringen Boote von mehreren Häfen aus Tagesgäste; wer Ruhe sucht, kommt früh morgens oder ausserhalb der Sommermonate. Ein Küstenpfad führt von der Anlegestelle zu weiteren, ruhigeren Buchten wie der Crystal Lagoon und dem Santa Marija Cave, wo deutlich weniger Boote ankern.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Malta Tourism Authority (visitmalta.com) · Valletta Ferry Services · Gozo Channel (Operations) Ltd
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtVallettaValletta ist die Festungshauptstadt Maltas auf der Halbinsel Sciberras, 1566 vom Johanniter-Orden gegründet und seit 1980 UNESCO-Welterbe.
- RegionGozo und CominoGozo ist die ländliche, ruhige Schwesterinsel Maltas mit der Zitadelle von Victoria, den Ġgantija-Tempeln und den Klippen von Dwejra.
Wann ist die beste Reisezeit für Malta?
April bis Juni und September bis Oktober bieten warmes, aber nicht zu heisses Badewetter und die wenigsten Niederschläge; Juli und August sind mit Höchstwerten über 32 °C sehr heiss und dicht besucht. Der Winter ist mild, aber mit deutlich mehr Regen und kühleren Nächten, von November bis Februar fallen die meisten Niederschläge.
Malta hat rund 3’000 Sonnenstunden im Jahr und gilt als eines der sonnigsten Länder Europas. Die Badesaison beginnt praktisch im Mai und reicht bis in den Oktober; Wassertemperaturen bleiben bis in den November angenehm.
Valletta, Sliema/St. Julian's und Gozo (Victoria) im Jahresverlauf
| Valletta | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 16 | 16 | 18 | 20 | 24 | 29 | 33 | 32 | 29 | 25 | 21 | 18 |
| Tiefstwert °C | 10 | 10 | 11 | 13 | 16 | 20 | 23 | 23 | 22 | 18 | 15 | 11 |
| Niederschlag mm | 74 | 65 | 51 | 33 | 17 | 11 | 4 | 10 | 63 | 82 | 95 | 82 |
| Sliema / St. Julian's | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 17 | 17 | 18 | 21 | 25 | 30 | 33 | 33 | 30 | 26 | 22 | 18 |
| Tiefstwert °C | 10 | 10 | 11 | 13 | 16 | 20 | 23 | 24 | 22 | 19 | 15 | 12 |
| Niederschlag mm | 74 | 65 | 51 | 33 | 17 | 11 | 4 | 10 | 63 | 82 | 95 | 82 |
| Gozo (Victoria) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 16 | 16 | 18 | 20 | 24 | 29 | 33 | 32 | 29 | 25 | 21 | 18 |
| Tiefstwert °C | 10 | 10 | 11 | 13 | 16 | 20 | 23 | 23 | 22 | 18 | 15 | 11 |
| Niederschlag mm | 74 | 65 | 51 | 33 | 17 | 11 | 4 | 10 | 63 | 82 | 95 | 82 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LUQA (6 km, 91 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LUQA (6 km, 91 m), auf 8 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LUQA (30 km, 91 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Im Hochsommer klettern die Tageshöchstwerte auf über 32 °C, nachts bleibt es selbst am Meer oft über 22 °C. Von Mai bis September finden die meisten Dorffeste (Festa) mit Prozessionen, Musik und Feuerwerk statt, was Unterkünfte in den betroffenen Orten zusätzlich verknappt.
Von Oktober bis April kann laut Auswärtigem Amt vereinzelt stürmisches Wetter mit kräftigen Winden auftreten; die Regenmenge konzentriert sich auf die Monate Oktober bis Januar. Für Städtetouren, Wandern und die Tempelanlagen ohne Hitzebelastung eignen sich Frühling und Herbst am besten.
Quellen: Malta Tourism Authority (visitmalta.com) · Auswärtiges Amt
Was braucht man für die Einreise nach Malta?
Malta ist EU- und Schengen-Mitglied (Schengen-Beitritt am 21. Dezember 2007); Schweizer, Deutsche und Österreicher brauchen kein Visum und reisen mit gültigem Pass oder Identitätskarte ein. Die Dokumente müssen für die gesamte Reisedauer gültig sein (Stand September 2026).
- Schweiz: Personalausweis oder Pass genügt, kein Visum für touristische Aufenthalte; als Schengen-Staat gelten keine gesonderten Grenzkontrollen zu anderen Schengen-Ländern.
- Deutschland: Reisepass, vorläufiger Reisepass, Personalausweis, vorläufiger Personalausweis oder Kinderreisepass; andere Reisedokumente dürfen laut Auswärtigem Amt höchstens ein Jahr abgelaufen sein.
- Österreich: Reisepass oder Personalausweis, beide müssen für die Reisedauer gültig sein; Minderjährige ohne Begleitung brauchen laut BMEIA eine Reisevollmacht der Erziehungsberechtigten.
- Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln; massgeblich sind die maltesische Botschaft oder Einwanderungsbehörde im Zielland.
Weil Malta zum Schengen-Raum gehört, entfallen Personenkontrollen an der Grenze zu anderen Schengen-Staaten; bei Direktflügen von ausserhalb des Schengen-Raums wird der Pass wie gewohnt kontrolliert. Ein Ausreisenachweis wird in der Regel nicht verlangt, Fluggesellschaften können aber eigene Anforderungen an die Gültigkeit von Ausweisdokumenten stellen.
Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den maltesischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt · Wikipedia
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Malta?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt die für die Schweiz üblichen Basisimpfungen wie Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Masern und die Grundimmunisierung gegen Poliomyelitis; besondere Reiseimpfungen sind für Malta in der Regel nicht nötig.
Malta hat einen europäischen medizinischen Standard mit öffentlichen und privaten Spitälern, das grösste ist das Mater Dei Hospital bei Msida. Laut BMEIA gilt ein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich, die europäische Krankenversicherungskarte wird anerkannt; eine Reisekrankenversicherung mit Rückholung ist trotzdem empfehlenswert.
Im Hochsommer sind Sonnen- und Hitzeschutz die grössten Themen: hohe UV-Werte, wenig Schatten in Valletta und auf den Tempelanlagen. Kopfbedeckung, Sonnencreme und ausreichend Trinkwasser sind besonders bei Ausflügen zu den Megalith-Tempeln wichtig, wo es kaum Schattenplätze gibt.
Wer taucht – Malta zählt laut visitmalta.com über 120 Tauchplätze, darunter Wracks und Höhlen –, sollte eine gültige Tauchversicherung mitbringen und Auf- und Abstiegszeiten wegen möglicher Flüge am selben Tag einplanen.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Malta Tourism Authority (visitmalta.com)
Wie sicher ist Malta für Reisende?
Malta gilt als sicheres Reiseland, die allgemeine Kriminalität ist gering. Auswärtiges Amt und BMEIA warnen aber vor Taschendiebstahl und organisierter Kriminalität in den touristischen Vierteln Paceville, St. Julian's, Sliema und Valletta sowie vor K.-o.-Tropfen in belebten Bars.
Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass Malta im EU-Vergleich verhältnismässig stark von organisierter Kriminalität bei Diebstahls- und Einbruchsdelikten betroffen ist, warnt vor unbeaufsichtigten Getränken in Bars und Clubs und nennt strenge Drogengesetze: Schon der Besitz kleiner Mengen kann strafrechtlich verfolgt werden, in schweren Fällen drohen lebenslange Haftstrafen.
Ausländische Staatsangehörige ohne Wohnsitz in Malta müssen Bussen wegen Verstössen gegen lokale Vorschriften laut Auswärtigem Amt elektronisch direkt vor Ort begleichen; in Einzelfällen kann eine Ausweisung folgen.
Malta liegt in einer seismisch aktiven Zone; das Auswärtige Amt weist zudem darauf hin, dass es vor allem in Herbst- und Wintermonaten vereinzelt zu schweren Stürmen bis hin zu «Medicanes» (Mittelmeer-Wirbelstürmen) kommen kann. Nachts ist die Strassenbeleuchtung ausserhalb der Zentren laut BMEIA oft mangelhaft.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man nach Malta und auf den Inseln herum?
Internationale Flüge landen am Malta International Airport (MLA) bei Luqa, dem einzigen Flughafen des Landes; er hat nonstop Verbindungen zu 110 Zielen in 36 Ländern. Auf der Hauptinsel fährt man mit dem öffentlichen Bus oder dem Mietwagen (Linksverkehr), nach Gozo und zur Blue Lagoon mit der Fähre.
| Strecke | Verkehrsmittel | Hinweis |
|---|---|---|
| Flughafen (MLA) – Valletta | Bus, Taxi | rund 20 min, Flughafen liegt bei Luqa im Landesinnern |
| Sliema – Valletta | Passagierfähre | mehrmals täglich, ganzjährig, in Spitzenzeiten alle 15 min |
| Cirkewwa (Malta) – Mġarr (Gozo) | Autofähre Gozo Channel | rund 25 min Überfahrt, 24 Stunden, ganzjährig, alle 30–45 min |
| Malta/Gozo – Comino | Ausflugsboote ab mehreren Häfen | saisonal dichter, vor allem für die Blue Lagoon |
| Valletta – Mdina | Bus | rund 45 min, zentrales Busnetz ab Valletta |
| Valletta – Marsaxlokk | Bus | rund 40 min |
Malta International Airport meldet laut FlightConnections den längsten Nonstopflug nach New York JFK mit rund 7’380 km und etwa 10 h 34 min, bedient von Delta. Aus Europa bestehen ganzjährig zahlreiche Nonstopverbindungen, unter anderem ab Rom, London, Frankfurt, München, Wien und Zürich; die meistgeflogenen Strecken laufen über Rom-Fiumicino und London-Gatwick.
Auf der Hauptinsel deckt das öffentliche Busnetz ab Valletta praktisch alle Ortschaften ab; Fahrpläne sind an Stosszeiten enger, sonst eher ausgedünnt. Für Gozo lohnt sich ein Mietwagen, weil das Busnetz dort weniger dicht ist. Mdina und die Zitadelle von Victoria sind für den Autoverkehr grösstenteils gesperrt.
Für Inlandwege innerhalb der EU/Schengen-Zone reicht der Pass oder die Identitätskarte; bei Fährfahrten nach Gozo wird meist nur die Rückfahrt (von Gozo nach Malta) bezahlt.
Quellen: FlightConnections · Gozo Channel (Operations) Ltd · Valletta Ferry Services
Welches Geld braucht man auf Malta und wie bezahlt man?
Malta gehört seit dem 1. Januar 2008 zur Eurozone; bezahlt wird wie in den meisten Euro-Ländern überwiegend mit Karte, auch bei kleineren Beträgen. Bargeldautomaten sind in Valletta, Sliema, den grösseren Orten und auf Gozo verbreitet.
Weil Malta Euro-Land ist, entfällt der Geldwechsel für Reisende aus der Eurozone vollständig; Schweizer Reisende zahlen mit ihrer Kredit- oder Debitkarte oder heben am Automaten vor Ort Euro ab. Fremdwährungsgebühren der eigenen Bank sollten vor der Reise geprüft werden.
In touristischen Zentren wie Valletta, Sliema, St. Julian's und Mdina wird praktisch überall mit Karte akzeptiert. Auf Gozo und in kleineren Dörfern lohnt sich etwas Bargeld für Märkte, Kioske oder den Sonntagsmarkt in Marsaxlokk.
Fähre, Busse und die meisten Museen akzeptieren Kartenzahlung oder kontaktlose Systeme; für den öffentlichen Bus empfiehlt sich eine aufladbare Tallinja-Karte, die an Kiosken und am Flughafen erhältlich ist.
Quellen: EUR-Lex, Europäische Union · Malta Tourism Authority (visitmalta.com)
Wo übernachtet man auf Malta am besten?
Sliema und St. Julian's bieten die grösste Auswahl an Hotels direkt am Meer mit kurzer Fähre nach Valletta; wer die Altstadt selbst erleben will, wohnt in Valletta in einem der Boutique-Hotels in restaurierten Stadthäusern. Auf Gozo übernachtet man ruhiger, oft in Farmhouses mit Pool.
Sliema und St. Julian's liegen an der belebten Küste gegenüber Valletta, mit Uferpromenade, Restaurants und kurzen Wegen zur Fähre; St. Julian's/Paceville ist zugleich das Zentrum des Nachtlebens. Wer es ruhiger mag, wählt Balluta Bay oder das südlicher gelegene Msida.
In Valletta selbst gibt es seit der Sanierung vieler historischer Stadthäuser eine wachsende Zahl kleiner Boutique-Hotels; sie liegen mitten im UNESCO-Welterbe, oft ohne Aufzug wegen der historischen Bausubstanz. Auf Gozo sind traditionelle Farmhouses mit eigenem Pool verbreitet, meist ausserhalb der Zentren mit Mietwagen am praktischsten erreichbar.
Was isst man auf Malta?
Die maltesische Küche verbindet italienische, nordafrikanische und britische Einflüsse: Pastizzi (gefüllte Blätterteigtaschen), Kaninchen (Fenkata), frischer Fisch und das Nationalgericht Bragioli (gefüllte Rindsrouladen) gehören zu den Klassikern. Als britisches Erbe findet man daneben Fish and Chips und Afternoon Tea.
Pastizzi mit Ricotta- oder Erbsenfüllung gibt es an praktisch jeder Strassenecke günstig zum Mitnehmen. Im Fischerdorf Marsaxlokk kauft man frischen Fisch direkt am Hafen und lässt ihn in einem der Restaurants zubereiten; Lampuki (Goldmakrele) ist im Herbst eine lokale Spezialität.
Ftira, ein rundes, mit Thunfisch, Kapern, Tomaten und Oliven belegtes Fladenbrot, ist ein typisches Streetfood-Mittagessen. Zum Dessert gehört Kannoli mit Ricottafüllung, sizilianisch geprägt, ebenso wie viele Weine von den eigenen Rebbergen Maltas und Gozos.
Welche Kultur und welche Feste prägen Malta?
Malta ist katholisch geprägt; praktisch jedes Dorf feiert von Mai bis September sein eigenes Fest (Festa) mit Prozessionen, Blaskapellen und Feuerwerk zu Ehren des Ortspatrons. International bekannt ist Malta zudem als Filmkulisse, unter anderem für «Game of Thrones» und «Gladiator».
Die Festa ist das wichtigste lokale Fest: Statuen der Heiligen werden durch die Strassen getragen, Kirchen prächtig geschmückt, abends gehören Feuerwerke zum festen Programm. Für Reisende bedeutet das an Festa-Wochenenden volle Strassen und teils gesperrte Zufahrten im jeweiligen Ort.
Historisch prägt der Malteserorden bis heute das Stadtbild Vallettas; die St.-John's-Co-Kathedrale zeigt zwei Werke Caravaggios, der 1607/08 auf Malta lebte. Karneval im Februar und die Karwoche vor Ostern mit Prozessionen sind weitere wichtige Termine im religiösen Kalender.
Quellen: Malta Tourism Authority (visitmalta.com) · Wikipedia
Welche Erlebnisse auf Malta lohnen sich besonders?
Zu den Höhepunkten zählen die UNESCO-Tempel Ħaġar Qim, Mnajdra und Ġgantija, ein Bootsausflug zur Blue Lagoon von Comino, Tauchen an Wracks und in Höhlen sowie ein Rundgang durch die Bastionen Vallettas mit Blick auf den Grand Harbour.
UNESCO-Welterbe: Valletta und die Megalith-Tempel
Malta hat drei UNESCO-Welterbestätten: die Stadt Valletta (seit 1980), das unterirdische Ħal-Saflieni-Hypogäum, eine in Fels gehauene Nekropole aus der Jungsteinzeit, und die Megalithtempel Maltas (1980, erweitert 1992) – dazu zählen Ħaġar Qim, Mnajdra und Tarxien auf Malta sowie Ġgantija auf Gozo. Die Tempel von Ġgantija auf Gozo gelten mit einem Alter von rund 5’500 Jahren als eine der ältesten freistehenden Bauwerke der Welt. Für das Hypogäum sind die Tagestickets stark limitiert und sollten früh gebucht werden.
Tauchen und Schnorcheln
Rund um Malta, Gozo und Comino zählt visitmalta.com über 120 Tauchplätze, von Höhlen über Steilwände bis zu absichtlich versenkten Wracks. Die Blue Hole bei Dwejra auf Gozo und mehrere Wracks vor der Küste gehören zu den bekanntesten Spots; Sichtweiten von über 20 m sind im Sommer keine Seltenheit.
Bootsausflüge und Grotten
Die Blue Grotto im Südwesten der Hauptinsel ist eine Reihe von Meereshöhlen, die kleine Boote ab dem Morgen befahren, am ruhigsten bei wenig Wind. Die Blue Lagoon von Comino ist die meistfotografierte Bucht des Landes; wer die Menschenmassen der Hauptsaison meiden will, kommt früh morgens oder in den Nebensaisonmonaten.
- Valletta: Bastionen, Grossmeisterpalast, St.-John's-Co-Kathedrale mit Caravaggio-Gemälden.
- Mdina: autofreie Altstadt, Blick über die Insel von den Bastionen.
- Marsaxlokk: Sonntagsmarkt, bunte Luzzu-Fischerboote.
- Ġgantija (Gozo): älteste freistehende Tempelanlage der Welt.
- Dwejra (Gozo): Küstenlandschaft, früher mit dem inzwischen eingestürzten Azure Window.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Malta Tourism Authority (visitmalta.com)
Wie reist man auf Malta verantwortungsvoll?
Die grösste Herausforderung ist die Kleinräumigkeit: Auf 316 km² treffen dichte Besiedlung, Tourismus und empfindliche Kulturdenkmäler aufeinander. Wer öffentliche Verkehrsmittel und Fähren statt Mietwagen nutzt und die Tageszeiten der Hauptattraktionen meidet, entlastet Strassen und Altstädte spürbar.
- Für die Blue Lagoon und die Tempelanlagen früh morgens oder ausserhalb der Hauptsaison anreisen, um Überfüllung zu vermeiden.
- In Valletta und Mdina möglichst zu Fuss oder mit Bus statt Mietwagen unterwegs sein, viele Altstadtgassen sind ohnehin für Autos gesperrt.
- Beim Tauchen und bei Bootsausflügen auf zertifizierte Anbieter achten, die Riffe und Wracks nicht beschädigen.
- Wasser sparsam nutzen: Malta hat kaum eigene Süsswasserquellen und ist stark auf Meerwasserentsalzung angewiesen.
Mit welchen Ländern lässt sich Malta kombinieren?
Am naheliegendsten ist Sizilien, das mit der Fähre und per Kurzstreckenflug rund 90 km entfernt liegt; auch Süditalien und Griechenland lassen sich mit einem zusätzlichen Flug gut anschliessen. Eine direkte Landverbindung gibt es nicht, jede Kombination läuft über Flug oder Fähre.
Sizilien ist von Malta aus per Kurzflug oder mit der saisonalen Schnellfähre erreichbar und bietet einen unmittelbaren kulturellen Anschluss – von den Rittern über die normannische Architektur bis zur gemeinsamen Mittelmeerküche. Für eine längere Route bietet sich eine Kombination mit Rom oder dem süditalienischen Festland an.
Wer weiterreisen will, verbindet Malta oft mit einem Flug nach Griechenland oder Zypern; beide Inselländer haben ähnliche Sommertemperaturen und eigene, aber vergleichbare Tempel- und Küstenlandschaften.
Quellen: FlightConnections
Für wen eignet sich Malta, für wen weniger?
Malta passt zu Reisenden, die auf kleinem Raum Geschichte, Mittelmeerklima und Baden verbinden wollen, und zu allen, die Englisch als zweite Landessprache schätzen. Weniger geeignet ist es für alle, die Weite und Einsamkeit suchen oder im Hochsommer volle Strände und Hitze meiden wollen.
Gut geeignet ist Malta für Kurzreisen von vier Tagen bis zwei Wochen, für Geschichtsinteressierte, Taucherinnen und Taucher sowie für Reisende, die auch ohne Mietwagen mobil sein wollen – Busse und Fähren decken das ganze Land ab.
Weniger passend ist Malta für alle, die grosse Distanzen, unberührte Natur oder ruhige, wenig besuchte Strände suchen: Die Insel ist dicht besiedelt, und die bekannten Buchten sind in der Hochsaison gut gefüllt. Wer Stille sucht, weicht eher auf Gozo oder die Nebensaison aus.