Was erwartet Reisende in Nepal?
Nepal ist auf einer Fläche knapp viermal so gross wie die Schweiz ein Land der Höhenstufen: vom subtropischen Terai im Süden über das Kathmandu-Tal auf rund 1’400 m bis zu acht Achttausendern, darunter der Mount Everest mit 8’848,86 m. Die klassische Route verbindet Kathmandu und Pokhara, oft ergänzt um ein mehrtägiges Trekking im Annapurna- oder Everest-Gebiet.
Kathmandu ist Regierungssitz, grösste Stadt und mit vier UNESCO-Stätten allein im Tal Ausgangspunkt fast jeder Reise. Pokhara am Phewa-See liegt rund 200 km westlich und ist Basis für Paragliding, Bootsfahrten und den Zugang zum Annapurna-Gebiet.
Diese Seite fasst Reisezeit, Visum bei Ankunft, Gesundheit, Höhe und die beiden Etappen Kathmandu und Pokhara zusammen, dazu die Hinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Nepal Tourism Board
Wie ist Nepal als Reiseland?
Nepal ist auf einer Fläche von rund 147’181 km² zwischen Indien und der Autonomen Region Tibet eingeklemmt und reicht von 60 m im Terai bis zum höchsten Punkt der Erde. Hinduismus und Buddhismus prägen das Land gemeinsam, oft im selben Tempelbezirk, und die Kultur ist ethnisch und sprachlich sehr vielfältig.
Geografisch gliedert sich Nepal in drei Streifen von Süd nach Nord: das flache, subtropische Terai an der Grenze zu Indien, die Mittelgebirgszone mit Kathmandu und Pokhara, und der hohe Himalaya im Norden. Diese Dreiteilung bedeutet auf kurzer Distanz extrem unterschiedliches Klima und Vegetation.
Das Land war bis 2008 eine Monarchie und ist seither eine föderale demokratische Republik. Die meisten Nepalesinnen und Nepalesen sind Hindus, eine bedeutende Minderheit Buddhisten, insbesondere in den Bergregionen und im Kathmandu-Tal; beide Religionen teilen sich vielerorts dieselben Heiligtümer.
Reisen in Nepal bedeutet fast immer Höhenunterschiede: Wer von Kathmandu aus in die Berge will, braucht Zeit für Akklimatisierung, einen Inlandflug oder eine mehrtägige Anfahrt und, seit 2023, für die meisten Trekkingrouten einen lizenzierten Guide.
Quellen: Wikipedia
Was sehen Reisende in Kathmandu und Pokhara?
Das Kathmandu-Tal vereint mit den Durbar-Plätzen, der Stupa Swayambhunath, dem Tempel Pashupatinath und der Stupa Boudhanath sieben Denkmalgruppen, die seit 1979 gemeinsam als «Kathmandu Valley» Welterbe sind. Pokhara am Phewa-See ist Tor zum Annapurna-Gebiet und Zentrum für Paragliding und Bergblicke.
Kathmandu
Der Durbar Square (Hanuman Dhoka) war der Palastbezirk der Malla-Könige aus dem 12. bis 18. Jahrhundert; nach dem Erdbeben von 2015 wurden viele Pagoden originalgetreu wiederaufgebaut. Die Stupa Swayambhunath auf einem Hügel über der Stadt gilt als eines der ältesten buddhistischen Heiligtümer im Tal, die grössere Stupa Boudhanath im Osten der Stadt als grösste Nepals.
Die Legende führt Swayambhunath auf einen Lotus zurück, der im Ur-See des Tals gewachsen sein soll, bevor das Wasser abfloss; wegen der zahlreichen dort lebenden Rhesusaffen wird die Anlage auch «Monkey Temple» genannt. Mehr als 365 Stufen führen von der Ebene zum Hauptplateau hinauf.
Am Fluss Bagmati liegt der Hindu-Tempel Pashupatinath aus dem 7. Jahrhundert, einer der bedeutendsten Shiva-Tempel weltweit; an seinen Ghats finden hinduistische Feuerbestattungen statt, die man respektvoll aus der Distanz beobachten kann. Zum Kathmandu-Tal gehören auch die eigenständigen Nachbarstädte Patan und Bhaktapur mit je eigenem Durbar Square, beide für Holz- und Metallhandwerk sowie für besser erhaltene Backsteinbauten als die Hauptstadt selbst bekannt.
Pokhara
Pokhara liegt rund 200 km bzw. gut 6 bis 7 Stunden über Land westlich von Kathmandu, alternativ rund 25 bis 30 Minuten per Inlandflug. Der Phewa-See auf rund 820 m ist Zentrum der Stadt, mit Booten und Blick auf das Annapurna-Massiv und den heiligen Fischschwanzberg Machapuchare, der wegen seiner religiösen Bedeutung für Sherpa und Gurung nicht bestiegen werden darf.
Vom Aussichtshügel Sarangkot auf rund 1’600 m starten Gleitschirmflüge über dem Tal mit Sicht auf drei Achttausender: Dhaulagiri, Annapurna und Manaslu. Pokhara ist zugleich Ausgangspunkt für die meisten Annapurna-Trekkingrouten und für Rundflüge zum Mount Everest, die von Kathmandu aus starten und meist rund eine Stunde dauern.
Ausflüge ab Kathmandu und Pokhara
Als Tagesausflug oder Zwischenstopp bieten sich der Chitwan-Nationalpark im Terai an, seit 1984 Welterbe und bekannt für Panzernashorn und Bengaltiger, sowie Lumbini, die als Geburtsort Buddhas seit 1997 Welterbe ist. Beide liegen zwischen Kathmandu und Pokhara oder südlich davon und lassen sich in die Route einbauen.
Quellen: UNESCO Welterbezentrum · Nepal Tourism Board
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- StadtKathmanduKathmandu ist Nepals Hauptstadt auf rund 1’400 m in einem Himalaya-Becken, Heimat der Newar und Ausgangspunkt für Trekking und Safari.
- StadtPokharaPokhara liegt auf rund 820 m am Phewa-See, etwa 200 km westlich von Kathmandu.
- RegionAnnapurna-RegionDie Annapurna-Region in Zentralnepal umfasst ein 7’629 km² grosses Schutzgebiet mit Höhen von rund 790 m bis 8’091 m.
- RegionEverest-RegionDie Everest-Region (Khumbu) im Nordosten Nepals ist das Land der Sherpa und Ziel des Trekkings zum Basislager auf rund 5’364 m.
Wann ist die beste Reisezeit für Nepal?
Die zwei Hauptreisezeiten sind Oktober/November nach dem Monsun und März/April vor der Sommerhitze, beide mit klarer Sicht auf die Berge und stabilem Wetter. Der Monsun von Juni bis September bringt in Kathmandu und Pokhara starken Regen, verschüttet Wege und schränkt die Bergsicht ein.
Von Dezember bis Februar ist es im Kathmandu-Tal kühl bis kalt und meist trocken; für Trekking in grosser Höhe ist diese Zeit wegen Kälte und Schnee anspruchsvoller. Die Nachmonsun-Monate Oktober und November gelten wegen klarer Luft und blühender Rhododendren im Frühling (März/April) als beliebteste Trekkingzeit.
Kathmandu und Pokhara im Jahresverlauf
| Kathmandu | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 18 | 21 | 25 | 28 | 28 | 29 | 28 | 29 | 28 | 27 | 23 | 19 |
| Tiefstwert °C | 3 | 6 | 10 | 13 | 16 | 19 | 20 | 20 | 19 | 14 | 9 | 5 |
| Niederschlag mm | 10 | 17 | 21 | 37 | 89 | 170 | 280 | 238 | 169 | 45 | 3 | 5 |
| Pokhara | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 21 | 23 | 27 | 30 | 30 | 31 | 31 | 31 | 30 | 28 | 25 | 21 |
| Tiefstwert °C | 8 | 10 | 14 | 17 | 19 | 22 | 23 | 23 | 22 | 18 | 13 | 9 |
| Niederschlag mm | 16 | 23 | 27 | 38 | 103 | 245 | 416 | 306 | 221 | 69 | 3 | 6 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TRIBHUVAN INTL (4 km, 1338 m), auf 1400 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station POKHARA (1 km, 827 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Pokhara liegt tiefer und näher an den Bergen als Kathmandu und bekommt dadurch mehr Niederschlag, besonders im Monsun. Sturzfluten im Bhote-Koshi- und im Langtang-Grenzgebiet zu Tibet kommen in der Regenzeit vor und können Strassen und Trekkingrouten kurzfristig sperren.
Das grösste Fest, Dashain, fällt nach dem Mondkalender in den Herbst (meist September oder Oktober), gefolgt von Tihar im Oktober oder November; in dieser Zeit sind Busse und Inlandflüge stark gefragt, gleichzeitig ist das Land festlich und belebt.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Was braucht man für die Einreise nach Nepal?
Schweizer, Deutsche und Österreicher erhalten das Touristenvisum bei Ankunft am Flughafen Kathmandu oder an den Landgrenzen zu Indien; ein Antrag vor der Reise ist nicht nötig, aber möglich. Der Pass muss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein (Stand September 2026).
Die Gebühren des Visums bei Ankunft richten sich nach der Aufenthaltsdauer: 30 US-Dollar für 15 Tage, 50 US-Dollar für 30 Tage und 125 US-Dollar für 90 Tage, jeweils mit Mehrfacheinreise. Bezahlt wird in bar in US-Dollar oder anderer konvertierbarer Währung, an Automaten mit Kreditkarte oder online vorab über nepaliport.immigration.gov.np.
Nötig sind ein gültiger Reisepass, ein Passfoto mit hellem Hintergrund und das ausgefüllte Antragsformular; Kinder unter zehn Jahren sind von der Gebühr befreit. Eine Handvoll Staatsangehörigkeiten, etwa Afghanistan, Irak, Somalia oder Syrien, ist vom Visum bei Ankunft ausgeschlossen und muss vorab bei einer nepalesischen Vertretung ein Visum beantragen.
Eine Verlängerung ist über das Department of Immigration in Kathmandu oder Pokhara möglich, ab 15 Tagen für 45 US-Dollar plus 3 US-Dollar pro weiterem Tag; bei Überschreiten von 150 Tagen kommen Verspätungsgebühren von 5 US-Dollar pro Tag dazu.
Massgeblich für Details und aktuelle Gebühren sind EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA und das nepalesische Department of Immigration; für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln.
Quellen: Nepal Tourism Board · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Welche Impfungen und welche Gesundheitsvorsorge braucht man für Nepal?
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden Hepatitis A, Tollwut vor allem bei Trekking- und Velotouren; Malaria kommt nur im Terai unter 2’500 m vor, Kathmandu, Pokhara und die Himalaya-Trekkingrouten sind malariafrei.
Die Basisimpfungen sollten aufgefrischt sein, dazu Hepatitis A für alle Reisenden. Typhus wird für Langzeitaufenthalte oder Reisen unter einfachen hygienischen Bedingungen empfohlen, Tollwut wegen streunender Hunde besonders für Trekking, Velo- oder Motorradtouren.
Malariarisiko besteht laut healthytravel.ch nur in den Terai-Distrikten nahe der indischen Grenze unter 2’500 m, etwa um die Nationalparks Bardiya und Chitwan; für die klassischen Ziele Kathmandu, Pokhara und den Himalaya braucht es keine Chemoprophylaxe, nur Mückenschutz.
Cholera kommt laut CDC verbreitet vor, Dengue vor allem im Kathmandu-Tal während und nach dem Monsun. Für Trekking oberhalb von 3’000 m ist die Höhenkrankheit das grössere Risiko als Infektionskrankheiten; eine Reiseversicherung mit Helikopter-Rettung ist für jede Bergregion empfehlenswert.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Nepal für Reisende?
Erhöhte Vorsicht gilt im südlichen Terai-Grenzgebiet zu Indien; eine besondere Terrorismusgefährdung sehen die Behörden nicht, die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA. Die grössten praktischen Risiken sind Überlandverkehr, Naturgefahren und beim Trekking die Höhe.
Politische Proteste und Demonstrationen sind in Nepal möglich und können den Verkehr behindern; Menschenansammlungen meidet man besser. Taschendiebstahl und vereinzelte Überfälle häufen sich in der Festival-Saison von September bis November; alleinreisende Frauen sollten nach Einbruch der Dunkelheit vorsichtig sein.
Nepal liegt in einer seismisch sehr aktiven Zone, das Erdbeben von 2015 zeigte das Ausmass möglicher Schäden. Der Monsun von Juni bis Oktober bringt Überschwemmungen, Erdrutsche und Sturzfluten.
Alle nepalesischen Fluggesellschaften stehen auf der EU-Liste unsicherer Airlines, was Inlandflüge etwa nach Pokhara oder Lukla betrifft; das Auswärtige Amt und das BMEIA weisen ausdrücklich darauf hin. Für Trekking ab 3’000 m sind ein zertifizierter Guide und eine Rückholversicherung mit Helikopterdeckung Pflicht beziehungsweise dringend empfohlen.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Nepal und zwischen den Etappen?
Internationale Flüge landen am Flughafen Tribhuvan (KTM) in Kathmandu, dem einzigen internationalen Flughafen des Landes; eine Nonstopverbindung von Europa gibt es nicht, üblich sind Umsteigeverbindungen über Doha, Istanbul, Dubai, Delhi oder Bangkok. Nach Pokhara reist man per Inlandflug oder auf der Strasse.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| Flughafen – Kathmandu Stadt | Auto, Taxi | rund 20 bis 30 min |
| Kathmandu – Pokhara | Inlandflug | rund 25 bis 30 min |
| Kathmandu – Pokhara | Bus, Auto | rund 6 bis 7 h für 200 km |
| Kathmandu – Chitwan | Auto, Bus | rund 5 bis 6 h für 169 km |
| Kathmandu – Lumbini | Inlandflug (via Bhairahawa) | rund 45 min, plus Transfer |
| Pokhara – Lukla (Everest-Region) | Inlandflug | rund 30 min |
Tribhuvan International Airport hat laut FlightConnections Nonstopverbindungen zu 45 Zielen in 16 Ländern; die am weitesten reichende ist Istanbul mit Turkish Airlines in rund 8 h 10 min. Aus dem Golf verbinden Qatar Airways (Doha) und weitere Golf-Carrier, aus Südasien Air India und IndiGo mit mehreren indischen Städten, dazu Verbindungen nach Bangkok und Kuala Lumpur.
Wer über Europa anreist, steigt am ehesten in Doha, Istanbul, Dubai oder Delhi um; eine direkte Strecke von einem europäischen Drehkreuz nach Kathmandu bedienen die grossen europäischen Fluggesellschaften nicht. Alle nepalesischen Fluggesellschaften stehen auf der Sicherheitsliste der EU, was für Inlandflüge relevant ist.
Innerhalb Kathmandus und Pokharas sind Taxis und App-Fahrdienste üblich; für Überlandfahrten gilt Linksverkehr, und die Bergstrassen sind oft eng und kurvenreich. Für den Zustieg zu Trekkingrouten wie dem Everest-Basislager ist der kurze, wetterabhängige Flug ab Kathmandu oder Pokhara nach Lukla (rund 2’860 m) die übliche Option.
Quellen: FlightConnections · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welches Geld braucht man in Nepal und wie bezahlt man?
Landeswährung ist die nepalesische Rupie (NPR), fest an die indische Rupie gekoppelt im Verhältnis 100 INR zu 160 NPR. Bargeld bezieht man an Automaten in Kathmandu und Pokhara, ausserhalb der Städte und beim Trekking braucht es Bargeld in kleinen Scheinen.
Geldautomaten gibt es reichlich in Kathmandu und Pokhara, ausserhalb der beiden Städte und in den Bergen wird es schnell dünn; dort sollte man ausreichend Bargeld mitführen. Grössere Hotels und Restaurants in Kathmandu und Pokhara akzeptieren Kreditkarten, oft mit Aufpreis für die Transaktionsgebühr.
US-Dollar in kleinen, sauberen Scheinen lassen sich leicht tauschen und werden für das Visum bei Ankunft direkt benötigt; auch Euro wechselt man am einfachsten in lizenzierten Wechselstuben in Kathmandu, nicht auf der Strasse.
Beim Trekking bezahlt man Unterkunft, Mahlzeiten und Eintritte in den Lodges meist bar in nepalesischen Rupien; je höher und abgelegener die Route, desto teurer werden Wasser, Snacks und Ladestrom für Geräte.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man in Nepal am besten?
In Kathmandu wohnen die meisten Reisenden im Ausgehviertel Thamel oder ruhiger in Patan, in Pokhara direkt am Seeufer von Lakeside. Beim Trekking übernachtet man in einfachen Teehäusern oder Lodges entlang der Route.
Thamel in Kathmandu bündelt Reisebüros, Ausrüstungsläden und ein grosses Angebot an Guesthouses und Hotels aller Preisklassen; Patan und Bhaktapur bieten ruhigere Alternativen mit eigenem historischem Zentrum.
In Pokhara liegt Lakeside direkt am Phewa-See mit Blick auf das Annapurna-Massiv und ist die naheliegende Basis vor und nach einem Trekking. Auf den Trekkingrouten selbst sind Teehäuser die Regel: einfache Zimmer, gemeinsame Nasszellen und ein zentraler Essraum, in dem abends alle Trekkerinnen und Trekker zusammensitzen.
Was isst man in Nepal?
Das Alltagsgericht ist Dal Bhat: Linsensuppe, Reis, Gemüse-Curry und Chutney, oft mit Nachschlag inklusive. Im Kathmandu-Tal ergänzt die Newari-Küche mit Momos (gefüllten Teigtaschen) und würzigen Fleisch- und Gemüsegerichten das Angebot.
Dal Bhat isst man landesweit, meist zweimal täglich, und es liefert beim Trekking verlässlich Energie für lange Wandertage. Momos, ursprünglich aus der Newari- und tibetisch-nepalesischen Küche, gibt es gedämpft oder frittiert, gefüllt mit Fleisch oder Gemüse, und sind in Kathmandu allgegenwärtig.
In den höheren Trekkinggebieten prägt tibetischer Einfluss die Küche: Gerstenmehl-Fladen, Buttertee und deftige Nudelsuppen (Thukpa) halten in der Kälte warm. In Pokhara und Kathmandu gibt es daneben ein breites Angebot an internationaler Reiseküche für Trekkerinnen und Trekker.
Leitungswasser sollte man nicht trinken; abgefülltes oder gefiltertes Wasser, auf Trekkingrouten oft aus geprüften Wasserstationen zum Nachfüllen der eigenen Flasche, ist die sichere Wahl.
Welche Kultur und welche Feste prägen Nepal?
Hinduismus und Buddhismus bestehen in Nepal nebeneinander und vermischen sich vielerorts; die grössten Feste sind Dashain im Herbst und Tihar, das Lichterfest, im Oktober oder November, beide nach dem Mondkalender. Über 120 Sprachen und ebenso viele ethnische Gruppen prägen das Land.
Dashain ist mit 15 Tagen das längste und wichtigste Fest im nepalesischen Kalender, mit Familienbesuchen, Ritualen und dem Segen der Älteren für die Jüngeren. Tihar folgt kurz danach mit fünf Tagen, an denen Krähen, Hunde, Kühe und zuletzt die Geschwisterbeziehung geehrt werden.
Newari, die traditionelle Bevölkerung des Kathmandu-Tals, prägt Architektur und Feste der drei historischen Städte Kathmandu, Patan und Bhaktapur besonders stark. In den Bergregionen leben unter anderem Sherpa, Gurung und Tamang mit eigenen Sprachen und, bei den Sherpa, überwiegend tibetisch-buddhistischer Tradition.
In Tempeln gilt wie in Indien Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt; beim Betreten hinduistischer und buddhistischer Heiligtümer werden Schuhe ausgezogen. An den Verbrennungsplätzen von Pashupatinath ist respektvolle Distanz beim Fotografieren angebracht.
Quellen: Wikipedia
Wie gefährlich ist die Höhe beim Trekking in Nepal?
Ab rund 2’500 bis 3’000 m kann die Höhenkrankheit jeden treffen, unabhängig von Alter und Fitness. Kathmandu auf rund 1’400 m und Pokhara auf rund 820 m sind unproblematisch; erst auf den Trekkingrouten zum Everest-Basislager (5’364 m) oder Annapurna-Basislager (rund 4’130 m) wird Akklimatisierung entscheidend.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Kathmandu | rund 1’400 m | keine Höhenprobleme |
| Pokhara | rund 820 m | Ausgangspunkt Annapurna-Gebiet |
| Lukla | rund 2’860 m | Landepunkt für die Everest-Region |
| Namche Bazaar | rund 3’440 m | üblicher erster Akklimatisierungstag |
| Everest Base Camp | 5’364 m | Ziel des klassischen Treks, kein Gipfel |
| Annapurna Base Camp | rund 4’130 m | kürzere, aber ebenfalls hoch gelegene Route |
Der Everest-Basislager-Trek beginnt in Lukla und führt über rund 130 km hin und zurück auf 5’364 m; mit zwei eingeplanten Akklimatisierungstagen dauern die reinen Trekkingtage meist 12 bis 14, mit An- und Abreise ab Kathmandu insgesamt 14 bis 16 Tage.
Die klassische Aufstiegsregel lautet: oberhalb von 3’000 m die Schlafhöhe um nicht mehr als 300 bis 500 m pro Tag steigern und regelmässig einen Ruhetag einlegen. Kopfschmerzen, Übelkeit und Schlafstörungen sind erste Anzeichen; Schwindel, Atemnot in Ruhe oder Verwirrtheit sind Warnsignale, bei denen sofort abgestiegen werden muss.
Seit April 2023 ist für die meisten Trekkingregionen, darunter Everest- und Annapurna-Gebiet, ein lizenzierter Guide vorgeschrieben; unabhängiges Trekking ohne Begleitung ist dort nicht mehr erlaubt. Für das Annapurna-Gebiet braucht es zusätzlich die Gebühren für das Annapurna Conservation Area Permit (ACAP) und die Registrierung der Trekkingagentur, zusammen umgerechnet rund 38 US-Dollar.
Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Erlebnisse lohnen sich in Nepal?
Neben den Welterbe-Tempeln des Kathmandu-Tals sind Gleitschirmfliegen über dem Phewa-See in Pokhara, ein Rundflug oder mehrtägiges Trekking zum Mount Everest und eine Safari im Chitwan-Nationalpark die meistgebuchten Erlebnisse. Wer weniger Zeit hat, kombiniert kurze Wanderungen im Kathmandu-Tal mit Kultur statt mehrwöchigem Höhentrekking.
Paragliding über Pokhara
Tandemflüge starten am Hausberg Sarangkot auf rund 1’600 m und dauern meist 20 bis 30 Minuten bis zur Landung am Phewa-See auf 820 m, mit Blick auf Annapurna, Dhaulagiri und Machapuchare. Die beste Thermik und klarste Sicht bieten die Trockenmonate ausserhalb des Monsuns.
Trekking im Everest- und Annapurna-Gebiet
Der Everest-Basislager-Trek ab Lukla und der kürzere Annapurna-Basislager-Trek ab Pokhara sind die bekanntesten Mehrtagesrouten; beide verlangen seit 2023 einen lizenzierten Guide und die passenden Permits. Wer die Höhe scheut oder wenig Zeit hat, sieht das Hochgebirge stattdessen per Rundflug ab Kathmandu.
Safari im Chitwan-Nationalpark
Im subtropischen Terai, seit 1984 Welterbe, sind Panzernashorn, Bengaltiger, Wildelefanten und Gaviale in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten. Übernachtet wird in Lodges am Parkrand, Ausflüge finden per Jeep, zu Fuss mit Ranger oder im Kanu statt.
Kathmandu-Tal zu Fuss
Ein Tag reicht für Swayambhunath und den Durbar Square, ein zweiter für Bhaktapur und Patan mit ihren eigenen Palastplätzen; alle vier liegen innerhalb einer guten Stunde Fahrzeit voneinander.
- Boudhanath: grösste Stupa Nepals, Zentrum der tibetisch-buddhistischen Gemeinde Kathmandus.
- Pashupatinath: einer der wichtigsten Shiva-Tempel weltweit am Ufer des Bagmati.
- Lumbini: Geburtsort Buddhas mit Klöstern zahlreicher buddhistischer Länder auf demselben Gelände.
Quellen: UNESCO Welterbezentrum · Nepal Tourism Board
Wie reist man in Nepal verantwortungsvoll?
Seit 2023 verlangt Nepal für die meisten Trekkingrouten einen lizenzierten Guide, was Sicherheit erhöht und lokale Wertschöpfung sichert. Wer Träger und Guides angemessen bezahlt und ausrüstet und Plastikmüll aus den Bergen wieder mit ins Tal nimmt, trägt direkt zum Erhalt der Trekkingrouten bei.
- Trekkingagenturen buchen, die Guides und Träger fair entlohnen und ausrüsten.
- In den Bergen Einwegplastik vermeiden und eigenen Wasserfilter oder Trinkflasche mit Auffüllstationen nutzen.
- Im Chitwan-Nationalpark nur zugelassene, von der Parkverwaltung akkreditierte Anbieter für Safaris buchen.
- An Verbrennungsplätzen wie Pashupatinath Distanz halten und nur mit Erlaubnis fotografieren.
Quellen: UNESCO Welterbezentrum
Mit welchen Ländern lässt sich Nepal kombinieren?
Am naheliegendsten ist Indien: Delhi ist von Kathmandu aus nonstop in rund 1 h 40 min erreichbar, und die Landgrenze im Süden ist für die meisten Staatsangehörigkeiten offen. Im Norden grenzt die Autonome Region Tibet (China), deren Besuch eigene Formalitäten und eine geführte Reise voraussetzt.
Eine Kombination mit Indien liegt nahe, etwa Rajasthan oder der Ganges bei Varanasi vor oder nach Nepal; Direktflüge verbinden Kathmandu unter anderem mit Delhi, Mumbai und weiteren indischen Städten.
Für eine Weiterreise nach Tibet braucht es zusätzlich zum chinesischen Visum eine Sondergenehmigung und laut den Bestimmungen fast immer eine organisierte Gruppenreise; individuelles Reisen über die Landgrenze ist praktisch nicht möglich.
Quellen: FlightConnections
Für wen eignet sich Nepal, für wen weniger?
Nepal passt zu Reisenden, die Berge, Wandern und eine bescheidene Infrastruktur zugunsten spektakulärer Natur in Kauf nehmen. Weniger geeignet ist es für alle, die durchgehenden Komfort, kurzfristige Planbarkeit von Flügen und Strassen oder Strandferien suchen.
Wandernde, Kulturinteressierte und Naturfans kommen im Kathmandu-Tal, in Pokhara und auf Trekkingrouten gleichermassen auf ihre Kosten. Auch ohne mehrwöchiges Höhentrekking lässt sich mit kurzen Wanderungen und einem Paragliding-Flug ein authentischer Eindruck der Berge gewinnen.
Wer auf einen festen Reiseplan angewiesen ist, sollte Pufferzeiten einplanen: Inlandflüge nach Pokhara oder Lukla fallen bei schlechtem Wetter häufig aus, und Überlandstrassen sind kurvenreich und langsam. Für Höhentrekking sind gute körperliche Verfassung und Bereitschaft zu Akklimatisierungstagen Voraussetzung.