Tausende rote Landkrabben überqueren während der Wanderung eine Strasse im Dschungel der Weihnachtsinsel

Außengebiet · Ozeanien

Weihnachtsinsel

Rund 1'550 km nordwestlich des australischen Festlands, aber nur 350 km südlich von Java, liegt die Weihnachtsinsel: ein 135 km² grosses australisches Aussengebiet im Indischen Ozean mit rund 1'692 Einwohnern chinesischer, malaiischer und australischer Herkunft. Weltberühmt ist die Insel für die jährliche Wanderung von Dutzenden Millionen Roter Landkrabben vom Dschungel ins Meer, die Sir David Attenborough einst zu den eindrücklichsten Naturschauspielen seiner Karriere zählte.

Foto: snap wander auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptort
Flying Fish Cove (The Settlement), Verwaltungssitz der Insel
Amtssprachen
Englisch; im Alltag auch Malaiisch, Mandarin und Kantonesisch
Währung
Australischer Dollar (AUD)
Zeitzone
UTC+7 ganzjährig, keine Sommerzeit
Flughafen vor Ort
Christmas Island Airport (XCH) nahe Flying Fish Cove
Ideale Reisedauer
5 bis 7 Tage für Wandern, Tauchen und die Rotkrabbenwanderung
Beste Reisezeit
Trockenzeit Juli bis Oktober; Rotkrabbenwanderung meist Oktober bis Dezember
Einreise CH/DE/AT
wie für Australien: eVisitor vorab online, kostenlos, gültiger Reisepass (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ I, 230 V/50 Hz, wie australisches Festland
Notruf
000 für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz, wie in ganz Australien
Impfungen
keine Pflichtimpfung; Hepatitis A und B laut CDC empfohlen

Warum ist die Weihnachtsinsel ein aussergewöhnliches Reiseziel?

Kurz gesagt

Die Weihnachtsinsel liegt geografisch näher bei Indonesien als bei Australien, gehört politisch aber seit 1958 zu Australien und ist vor allem für ein Naturschauspiel bekannt: die jährliche Wanderung von schätzungsweise 40 bis 50 Millionen Roter Landkrabben aus dem Regenwald ins Meer. Rund 63 % der Insel stehen als Nationalpark unter Schutz.

Neben den Krabben zieht die Insel Taucherinnen und Taucher an, weil steile Unterwasserabbrüche direkt vor der Küste beginnen und von November bis April Walhaie zum Fressen an die Riffe kommen. Eine multikulturelle Gemeinschaft aus chinesischen, malaiischen und australischstämmigen Bewohnern prägt zusätzlich den Alltag.

Veränderliche Angaben – Flugpläne, Einreiseregeln, Preise – tragen den Stand September 2026; wegen der geringen Flugfrequenz von nur zwei wöchentlichen Verbindungen wirken sich Änderungen stärker aus als an besser erschlossenen Zielen.

Wie ist das Leben auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Rund 1'692 Menschen leben auf der Weihnachtsinsel, mit chinesischen (22,2 %), australischen (17,0 %) und malaiischen (16,1 %) Wurzeln als grössten Bevölkerungsgruppen; zu Hause werden neben Englisch auch Malaiisch, Mandarin und Kantonesisch gesprochen. Diese Vielfalt geht auf die Arbeitsmigration der Phosphatindustrie zurück.

Ab 1899 rekrutierte die britische Phosphatgesellschaft hunderte chinesische, malaiische und sikhische Vertragsarbeiter für den Abbau; bis in die 1980er-Jahre bestand am Arbeitsplatz eine informelle Trennung zwischen europäischem Führungspersonal und asiatischen Arbeitskräften, gegen die sich Beschäftigte in den 1970er-Jahren organisiert zur Wehr setzten.

Der Phosphatabbau, einst wirtschaftliche Grundlage der Insel, wurde 1987 aus Umweltgründen eingestellt; eine bestehende Lizenz mit begrenztem Abbau läuft nach heutigem Stand bis 2034. Tourismus und ein Bundesverwaltungssektor haben die Beschäftigung seither teilweise aufgefangen.

Von 2008 bis zum Abzug der letzten Insassen im Oktober 2023 betrieb Australien auf der Insel zudem ein Aufnahmezentrum für Asylsuchende; die Anlage wurde seither nur in einen reaktivierbaren Bereitschaftszustand versetzt, nicht endgültig stillgelegt. Das Thema bleibt Teil der jüngeren Inselgeschichte, prägt den touristischen Alltag heute aber kaum noch.

Quellen: Wikipedia

Welche Orte lohnen sich auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Flying Fish Cove, auch The Settlement genannt, ist Hafen, Verwaltungssitz und einziger nennenswerter Ort der Insel. Der Christmas Island National Park bedeckt rund 63 % der Fläche und umfasst sowohl die Regenwald-Wasserfälle der Dales als auch die schroffe Steilküste rund um Rocky Point.

Flying Fish Cove / The Settlement

Flying Fish Cove ist die einzige geschützte Bucht der Insel und zugleich ihr einziger grösserer Ort: Hier liegen Hafen, die wenigen Läden und Restaurants, das Verwaltungszentrum und ein Grossteil der Unterkünfte. Von hier starten auch die meisten Boots- und Tauchausflüge.

The Dales und Hugh's Dale Waterfall

The Dales im Landesinnern sind über eine Geländewagenstrecke erreichbar und bieten zwei Wanderwege: einen rund 1 km langen Bohlenweg zum permanenten Hugh's Dale Waterfall, der auch für lokale Buddhisten ein Ort religiöser Zeremonien ist, und einen anschliessenden, anspruchsvolleren Pfad zur Schlucht von Anderson's Dale mit Süsswasserbach und Höhlen.

Rocky Point und die Steilküste

Die Küste der Weihnachtsinsel fällt an vielen Stellen abrupt aus dichtem Regenwald ins offene Meer ab; Aussichtspunkte wie Rocky Point oder die Blowholes, wo Meerwasser durch Felsspalten hochgepresst wird, zeigen diese Kante eindrücklich, ohne dass ein langer Fussmarsch nötig ist.

Tauchgebiete vor der Küste

Weil rund um die Insel kein flaches Schelf existiert, beginnen die Riffabbrüche oft nur wenige Meter vom Ufer entfernt und fallen dann über hundert Meter tief ab; diese Nähe zu tiefem Wasser gilt als Hauptgrund für die Walhai-Sichtungen von November bis April vor der Nordwestküste.

North West Point und der ehemalige Phosphathafen

Am North West Point endet die Insel in einer schroffen Kliffkante mit Blick über offenes Wasser; in der Nähe erinnern stillgelegte Verladeanlagen und Schienenreste an die Phosphatindustrie, die von 1899 bis zur weitgehenden Einstellung 1987 die Insel wirtschaftlich prägte. Ein kleiner, noch aktiver Verladehafen bei Flying Fish Cove bedient die verbleibende, bis 2034 laufende Abbaulizenz.

Quellen: Wikipedia · Christmas Island National Park, Parks Australia

Wann ist die beste Reisezeit für die Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Die Trockenzeit von Juli bis Oktober bringt die klarste Sicht zum Tauchen, während die feuchtere Jahreshälfte von November bis Juni mit den ersten kräftigen Regenfällen die Rote Landkrabbe zur grossen Wanderung ins Meer auslöst, meist zwischen Oktober und Dezember. Walhaie halten sich von November bis April vor der Küste auf.

Klima Flying Fish Cove, Weihnachtsinsel (Mittelwerte 2010–2024)

Flying Fish CoveJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C303030303029282828292930
Tiefstwert °C252525262625252424252525
Niederschlag mm168169184152101774916213974128

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CHRISTMAS ISLAND (4 km, 279 m), auf 5 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Der genaue Starttermin der Rotkrabbenwanderung hängt vom Einsetzen der ersten starken Regenfälle nach der Trockenzeit ab und variiert deshalb von Jahr zu Jahr; die Insel-Nationalparkverwaltung veröffentlicht jeweils kurzfristig eine Prognose, sobald sich das Wetter entsprechend entwickelt.

Wer gezielt Walhaie erleben will, plant die Reise zwischen November und April, wenn die Tiere zum Laichen der Rotkrabben ins flache Wasser kommen, um von den freigesetzten Larven zu fressen; ausserhalb dieser Monate ist eine Sichtung deutlich unwahrscheinlicher.

Die beiden Höhepunkte der Insel – Rotkrabbenwanderung und Walhai-Saison – überschneiden sich damit nur teilweise: Wer im November oder Dezember reist, hat gute Chancen auf beides zugleich, während eine Reise im Februar oder März zwar Walhaie, aber keine grosse Krabbenwanderung mehr zeigt.

Quellen: Wikipedia

Was braucht man für die Einreise auf die Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Für die Einwanderungsbehörden zählt der Flug zur Weihnachtsinsel als Inlandsstrecke, weil das Gebiet Teil Australiens ist. Trotzdem brauchen Schweizer, deutsche und österreichische Gäste vorab ein eVisitor-Visum, das online beantragt wird, sowie einen Reisepass, der für die gesamte Reisedauer gültig bleibt.

Kontrolliert wird die Einreise fast immer schon am internationalen Terminal in Perth, bevor der Weiteranschluss zur Insel startet; an Bord der kleinen QantasLink-Maschine selbst reicht dann ein Lichtbildausweis. Ohne genehmigtes eVisitor bei der Ankunft in Perth kommt man deshalb gar nicht erst bis zur Weihnachtsinsel.

Eigene Reisehinweise für die Weihnachtsinsel gibt es bei Auswärtigem Amt, BMEIA und EDA nicht; alle drei Stellen behandeln das Gebiet unter dem Eintrag Australien. Vor der Abreise lohnt sich trotzdem ein Blick auf deren jeweils aktuellen Stand.

Quellen: Christmas Island Tourism (christmas.net.au) · Auswärtiges Amt

Welche Impfungen und Gesundheitsrisiken gibt es auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Eine Pflichtimpfung besteht bei direkter Einreise nicht; der CDC empfiehlt Hepatitis A für alle Reisenden ab einem Jahr sowie Hepatitis B für ungeimpfte Personen jeden Alters. Ein Malariarisiko besteht nicht, gelegentlich gemeldete Dengue-Fälle machen konsequenten Mückenschutz aber sinnvoll.

Auf der Insel gibt es ein kleines Krankenhaus mit Grundversorgung in Flying Fish Cove; ernstere Fälle werden nach Perth ausgeflogen. Wegen der geringen Flugfrequenz und der Distanz zum nächsten grösseren Spital ist eine Reiseversicherung mit Rückholschutz besonders wichtig.

Alle Routineimpfungen nach Schweizer, deutschem oder österreichischem Impfplan sollten vor der Abreise aktuell sein; während der Rotkrabbenwanderung sind feste Schuhe auf den Strassen wegen der teils glatten, mit Krabben bedeckten Fahrbahn sinnvoll.

Quellen: CDC Travelers' Health

Wie sicher ist die Weihnachtsinsel für Reisende?

Kurz gesagt

Kriminalität gegen Reisende ist auf der Weihnachtsinsel praktisch nicht dokumentiert; das Auswärtige Amt und das BMEIA führen für die Insel keine eigenen Sicherheitshinweise und verweisen auf die Lageeinschätzung für Australien. Grössere Risiken liegen in der Natur, nicht in Kriminalität.

Während der Rotkrabbenwanderung sperrt die Nationalparkverwaltung zeitweise Strassen oder baut provisorische Krabbenbrücken und -zäune, um Kollisionen zu vermeiden; Verkehrsschildern und Absperrungen sollte in dieser Zeit unbedingt gefolgt werden. An der Steilküste warnen Schilder vor unvorhersehbaren Wellen, die schon Wanderer von Felsplattformen gerissen haben.

Quellen: Auswärtiges Amt

Wie kommt man zur Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Einziger Zugang ist der Flug ab Perth: QantasLink bedient die Strecke zweimal wöchentlich, montags direkt in rund 4 h 10 min und freitags über die Kokosinseln in rund 6 h 15 min, dazu monatlich ein zusätzlicher Samstagsflug. Eine eigene internationale Anbindung der Weihnachtsinsel besteht nicht.

Flugverbindung zur Weihnachtsinsel (XCH), Stand September 2026
TagRouteFlugzeit
MontagPerth – Weihnachtsinsel – Kokosinseln – Perthrund 4 h 10 min bis zur Weihnachtsinsel
FreitagPerth – Kokosinseln – Weihnachtsinsel – Perthrund 6 h 15 min über die Kokosinseln
Samstag (monatlich)Perth – Weihnachtsinsel – Perthzusätzlicher Flug, nicht jede Woche

Flughafentransfers müssen bereits vor dem Abflug in Perth über einen der beiden lokalen Anbieter gebucht werden, da vor Ort kein spontanes Taxiangebot existiert. Auf der Insel selbst sind Mietwagen die übliche Fortbewegungsart, weil viele Attraktionen wie die Dales nur mit Geländewagen erreichbar sind.

In den Wochen der Rotkrabbenwanderung im Oktober und November sind sowohl Sitzplätze als auch Mietwagen rasch vergriffen; wer diesen Zeitraum ins Auge fasst, bucht Flug, Unterkunft und Fahrzeug am besten in einem Schritt, statt einzeln nachzubessern.

Quellen: Christmas Island Tourism (christmas.net.au)

Wie bezahlt man auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Landeswährung ist der Australische Dollar; in Flying Fish Cove akzeptieren die meisten Betriebe Kredit- und EFTPOS-Karten, dennoch empfiehlt sich zusätzliches Bargeld für kleinere Ausgaben und die wenigen Kioske ausserhalb des Ortszentrums. Ein eigenes Bankfilialnetz mit mehreren Geldautomaten fehlt.

Der lange Transportweg ab Perth treibt die Preise für Unterkunft, Verpflegung und Ausflüge spürbar über das Niveau des australischen Festlands; Tauch- und Schnorchelpakete bucht man direkt bei den wenigen ansässigen Anbietern in Flying Fish Cove, oft schon Wochen vor der Reise.

Weil sämtliche importierten Waren einer strengen Biosicherheitskontrolle unterliegen, dürfen frisches Obst und Gemüse sowie Fleischprodukte grundsätzlich nicht ohne vorherige Inspektion auf die Insel mitgebracht werden; das betrifft auch die Weiterreise von der Weihnachtsinsel zu den Kokosinseln.

Quellen: Department of Agriculture, Fisheries and Forestry

Wo übernachtet man auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Kleine, familiengeführte Lodges und Chalets konzentrieren sich auf Flying Fish Cove und die angrenzenden Hänge, viele mit Blick auf den Regenwald oder das Meer. Grosse internationale Hotelketten fehlen vollständig.

Zu den bekanntesten Häusern zählen einfache Lodges am Rand der Siedlung, die Wandergruppen und Taucherinnen ansprechen. Wegen der begrenzten Bettenzahl und nur weniger wöchentlicher Flüge sollten Unterkunft und Anreise während der Rotkrabbenwanderung und der Walhai-Saison möglichst früh gemeinsam gebucht werden.

Was isst man auf der Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Die Küche spiegelt die multikulturelle Bevölkerung wider: chinesische, malaiische und australische Gerichte stehen oft nebeneinander auf denselben Speisekarten, dazu frischer Fisch aus den umliegenden Gewässern. Ein eigenständiges Restaurantwesen findet sich fast ausschliesslich in Flying Fish Cove.

Weil kaum landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung steht, wird ein grosser Teil der Zutaten aus Perth eingeflogen; entsprechend wechselt das Angebot an frischem Gemüse und Obst mit dem Flugplan und ist ausserhalb der Liefertage eingeschränkter.

Welche Kultur prägt die Weihnachtsinsel?

Kurz gesagt

Chinesische, malaiische und europäische Traditionen bestehen auf der Weihnachtsinsel nebeneinander, sichtbar an buddhistischen und taoistischen Tempeln ebenso wie an einer Moschee und christlichen Kirchen im kleinen Ortszentrum. Feste wie das chinesische Neujahr oder Hari Raya werden von der gesamten Inselgemeinschaft mitgefeiert.

Diese Vielfalt geht auf die Vertragsarbeiter zurück, die ab 1899 für den Phosphatabbau angeworben wurden; viele blieben über Generationen und prägten mit ihren Tempeln, Vereinen und kulinarischen Traditionen das heutige Ortsbild von Flying Fish Cove weit stärker, als es die geringe Einwohnerzahl vermuten lässt.

Quellen: Wikipedia

Was kann man auf der Weihnachtsinsel erleben?

Kurz gesagt

Höhepunkt ist für die meisten die Rotkrabbenwanderung zwischen Oktober und Dezember, wenn Dutzende Millionen Tiere gleichzeitig den Dschungel Richtung Meer durchqueren. Dazu kommen Tauchgänge an Steilwänden mit Walhai-Chance von November bis April und Wanderungen zu den Wasserfällen der Dales.

Die Rotkrabbenwanderung ist keine punktuelle Show, sondern ein wochenlanges Ereignis: Zuerst bewegen sich die erwachsenen Tiere zum Laichen ans Meer, wenige Wochen später wandern Millionen frisch geschlüpfter Jungkrabben in die andere Richtung zurück in den Wald – ein zweites, ebenso beeindruckendes Schauspiel.

Tauchbasen in Flying Fish Cove bieten Ausflüge zu den steilen Riffabbrüchen der Insel an, an denen neben Walhaien auch Grosse Trevallys, Adlerrochen und im Winter gelegentlich Mobula-Schwärme vorkommen; die Sichtweiten gehören wegen fehlender Flusseinträge zu den besten in australischen Gewässern.

Wer lieber an Land bleibt, findet im Christmas Island National Park ein dichtes Netz kurzer Wanderwege zu Wasserfällen, Blowholes und Aussichtspunkten sowie geführte Nachtwanderungen, bei denen Landkrabben, Riesentausendfüsser und die endemische Weihnachtsinsel-Fledermaus zu sehen sind.

Quellen: Christmas Island National Park, Parks Australia · Christmas Island National Park, Parks Australia

Wie reist man auf der Weihnachtsinsel verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

Rund 63 % der Insel stehen als Christmas Island National Park unter Schutz, unter anderem um die einzigartige Rotkrabbenpopulation und ihre jährliche Wanderung zu erhalten. Während der Wanderung helfen speziell gebaute Krabbenbrücken und -zäune, Kollisionen mit dem Verkehr zu vermeiden.

Wer während der Wanderzeit unterwegs ist, sollte auf Nebenstrassen besonders langsam fahren und ausgewiesene Krabbenübergänge respektieren; ein einzelnes Fahrzeug kann an dichten Wandertagen hunderte Tiere gefährden, wenn es die markierten Routen verlässt.

Quellen: Wikipedia

Womit lässt sich die Weihnachtsinsel kombinieren?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten sind die Kokosinseln, da dieselbe wöchentliche Flugroute ab Perth beide Inselgruppen verbindet. Darüber hinaus liegt Perth als einziges Einfallstor nahe, sodass sich ein Abstecher nach Westaustralien anbietet.

Wer den Freitagsflug ab Perth über die Kokosinseln bucht, kann beide Indischer-Ozean-Territorien in einer Reise verbinden, muss dafür aber die begrenzte Flugkapazität und die Mindestaufenthalte an beiden Orten einplanen; eine Direktverbindung zwischen den beiden Inseln ohne Zwischenstopp gibt es nicht.

Für wen eignet sich die Weihnachtsinsel, für wen weniger?

Kurz gesagt

Die Weihnachtsinsel passt zu naturinteressierten Reisenden, Taucherinnen und Tauchern sowie allen, die ein aussergewöhnliches, wenig kommerzialisiertes Naturschauspiel suchen. Wer klassische Sandstrände, Nachtleben oder kurzfristige Flexibilität erwartet, ist hier falsch.

  • Gut geeignet: Taucherinnen und Taucher mit Interesse an Steilwänden und Walhaien, naturinteressierte Reisende, alle, die die Rotkrabbenwanderung gezielt erleben wollen.
  • Weniger geeignet: Wer Sandstrände, ein grosses Restaurantangebot oder ein dichtes Freizeitprogramm sucht – dafür eignet sich das australische Festland deutlich besser; auch wer auf kurzfristige Umplanung angewiesen ist, stösst bei nur zwei bis drei Flügen pro Woche schnell an Grenzen.

Was bedeutet es, dass die Weihnachtsinsel ein australisches Aussengebiet ist?

Kurz gesagt

Die Weihnachtsinsel ist seit der Übergabe durch Singapur am 1. Oktober 1958 ein australisches Aussengebiet, verwaltet vom Bund in Canberra, ohne eigene Länderregierung. Bis 1992 galt auf der Insel weitgehend das Recht des kolonialen Singapur, ehe der Territories Law Reform Act zum 1. Juli 1992 westaustralisches Recht einführte.

Bis 1992 lebte auf der Insel eine eigentümliche Rechtsmischung fort, die noch aus der Verwaltung durch das koloniale Singapur stammte; erst mit der Reform wurden Gerichtsbarkeit, Polizei und Verwaltung schrittweise an westaustralische Standards angeglichen, während die Aussenpolitik seit 1958 durchgehend bei Canberra liegt.

  • Verwaltung: Shire-Rat für lokale Angelegenheiten, Bundesbehörden in Canberra für Aussenpolitik, Verteidigung und Einwanderung.
  • Recht: seit 1992 grundsätzlich westaustralisches Landesrecht, davor eine bis in die Kolonialzeit Singapurs zurückreichende eigene Rechtsordnung.
  • Biosicherheit: eigene, strengere Einfuhrkontrollen als auf dem Festland, weil die Insel geografisch nahe an Indonesien liegt und invasive Arten besonders leicht eingeschleppt werden können.

Praktisch bleibt davon für Reisende vor allem die Einreiseformalität: Sie findet am internationalen Terminal in Perth statt, lange bevor das Flugzeug überhaupt in Richtung Indischer Ozean abhebt.

Quellen: Wikipedia

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Weihnachtsinsel.

Braucht man für die Weihnachtsinsel ein eigenes Visum?

Nein. Weil die Weihnachtsinsel migrationsrechtlich zu Australien gehört, gilt dasselbe eVisitor-Verfahren wie für das Festland. Ein separates Visum für die Insel existiert nicht.

Wann findet die Rotkrabbenwanderung statt?

Meist zwischen Oktober und Dezember, ausgelöst durch die ersten kräftigen Regenfälle nach der Trockenzeit. Der genaue Zeitpunkt schwankt von Jahr zu Jahr und wird von der Nationalparkverwaltung kurzfristig bekanntgegeben.

Wie kommt man zur Weihnachtsinsel?

Einzig per Flug ab Perth mit QantasLink, zwei- bis dreimal wöchentlich: montags direkt in rund 4 h 10 min, freitags über die Kokosinseln in rund 6 h 15 min, dazu ein monatlicher Samstagsflug.

Wann kann man auf der Weihnachtsinsel Walhaie sehen?

Von November bis April, wenn die Tiere zum Laichen der Rotkrabben ins flache Wasser vor der Küste kommen. Ausserhalb dieser Monate ist eine Sichtung deutlich unwahrscheinlicher.

Wie viele Menschen leben auf der Weihnachtsinsel?

Laut Zensus 2021 insgesamt 1'692 Personen mit vorwiegend chinesischen, australischen und malaiischen Wurzeln. Diese Vielfalt geht auf die Arbeitsmigration der früheren Phosphatindustrie zurück.

Ist die Weihnachtsinsel Teil des Pazifiks?

Nein, geografisch liegt sie im Indischen Ozean, rund 350 km südlich von Java. Datenbanktechnisch wird sie mitunter der Kategorie Ozeanien/Südsee zugeordnet, geografisch gehört sie aber eindeutig zum Indischen Ozean.

Wie gross ist der Nationalpark auf der Weihnachtsinsel?

Der Christmas Island National Park bedeckt rund 63 % der 135 km² grossen Insel. Er schützt Regenwald, Wasserfälle und die Lebensräume der Rotkrabbe.

Was passierte mit der Phosphatindustrie der Weihnachtsinsel?

Der grossflächige Abbau wurde 1987 aus Umweltgründen eingestellt. Eine bestehende Lizenz mit begrenztem Abbau läuft nach heutigem Stand bis 2034.

Braucht es für die Weihnachtsinsel eine besondere Impfung?

Eine Pflichtimpfung besteht nicht. Der CDC empfiehlt Hepatitis A und B; ein Malariarisiko gibt es nicht, gelegentliche Dengue-Fälle machen Mückenschutz aber sinnvoll.

Darf man frisches Obst auf die Weihnachtsinsel mitbringen?

Grundsätzlich nicht ohne vorherige Biosicherheitskontrolle. Die strengen Einfuhrregeln gelten auch für die Weiterreise zwischen der Weihnachtsinsel und den Kokosinseln.

Kann man von der Weihnachtsinsel aus die Kokosinseln besuchen?

Ja, über dieselbe wöchentliche Flugroute ab Perth: Beide Inseln liegen auf derselben Rotation. Ein Direktflug zwischen den beiden Inseln ohne Umweg über Perth besteht nicht.

Gab es auf der Weihnachtsinsel ein Aufnahmezentrum für Asylsuchende?

Ja, von 2008 bis zum Abzug der letzten Insassen im Oktober 2023 betrieb Australien dort ein Aufnahmezentrum; die Anlage steht seither nur in reaktivierbarer Bereitschaft, wurde aber nicht endgültig stillgelegt. Für den heutigen Tourismus spielt das Thema kaum noch eine Rolle.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 23. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Christmas Island, Wikipedia, abgerufen 23. September 2026
  2. Christmas Island Tourism, christmas.net.au, abgerufen 23. September 2026
  3. Flights, Christmas Island Tourism (christmas.net.au), abgerufen 23. September 2026
  4. Hughs Dale Waterfall walk / Anderson Dale walk, Christmas Island National Park, Parks Australia, abgerufen 23. September 2026
  5. Whale shark, Christmas Island National Park, Parks Australia, abgerufen 23. September 2026
  6. Australien: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 23. September 2026
  7. Christmas Island (Australia) - Traveler view, CDC Travelers' Health, abgerufen 23. September 2026
  8. Power plug, socket & mains voltage on Christmas Island, World Standards, abgerufen 23. September 2026
  9. Indian Ocean Territories of Christmas Island and Cocos (Keeling) Islands, Department of Agriculture, Fisheries and Forestry, abgerufen 23. September 2026

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