Puderweisser Sandstrand der White Bay auf Jost Van Dyke mit Strandbars

Territorium · Karibik

Britische Jungferninseln

Die Britischen Jungferninseln sind ein britisches Überseegebiet aus rund 60 Inseln und Cays östlich von Puerto Rico: Tortola mit der Hauptstadt Road Town, das bergige Virgin Gorda mit den Granitfindlingen der Baths, das entspannte Jost Van Dyke und die flache Koralleninsel Anegada. Geschützte Gewässer wie der Sir Francis Drake Channel machen das Gebiet zu einem der bekanntesten Segelreviere der Welt, bezahlt wird durchgehend mit dem US-Dollar.

Foto: Tom Macret auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Road Town auf Tortola
Amtssprache
Englisch
Währung
US-Dollar, offizielle Währung seit 1959
Zeitzone
UTC−4 (Atlantic Standard Time), keine Sommerzeit
Internationaler Flughafen
Terrance B. Lettsome International (EIS) auf Beef Island bei Tortola
Ideale Reisedauer
5 bis 10 Tage, für eine Segelroute durch mehrere Inseln auch länger
Beste Reisezeit
trockenere Monate Februar bis April
Einreise CH/DE/AT
visumfrei für touristische Kurzaufenthalte, Online-Formular (ED) seit 1. Januar 2025 Pflicht (Stand September 2026)
Impfungen
keine Pflicht; Hepatitis A und B empfohlen
Strom
110 V, 60 Hz, amerikanische Steckertypen A/B
Notruf
911 für Polizei, Feuerwehr und Ambulanz
Hurrikansaison
1. Juni bis 30. November, Höhepunkt August bis Oktober

Was für ein Reiseziel sind die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Die Britischen Jungferninseln (BVI) sind ein selbstverwaltetes britisches Überseegebiet aus rund 60 Inseln nordöstlich von Puerto Rico, von denen nur etwa 16 bewohnt sind. Tortola, Virgin Gorda, Jost Van Dyke und Anegada bilden das touristische Kernland, verbunden durch Fähren und die geschützten Gewässer des Sir Francis Drake Channel. International gilt die Inselgruppe als eines der wichtigsten Segelreviere weltweit.

Mit knapp 28'000 Einwohnern laut Volkszählung 2010 und rund 153 km² Landfläche zählen die BVI zu den kleineren britischen Überseegebieten. Wichtigste Landmarke ist der 521 m hohe Mount Sage auf Tortola, der höchste Punkt des Territoriums und zugleich ältester Nationalpark der Inselgruppe.

Die Wirtschaft stützt sich auf zwei Säulen: Tourismus, vor allem Segeln und Bootscharter, sowie internationale Finanzdienstleistungen. Mehr als 400'000 registrierte Gesellschaften machen die BVI zu einem der weltweit grössten Standorte für Offshore-Firmengründungen, weit mehr als die Einwohnerzahl vermuten liesse.

Quellen: Wikipedia

Wie fühlt sich eine Reise auf die Britischen Jungferninseln an?

Kurz gesagt

Tortola wirkt wie eine geschäftige Kleinstadt mit Yachthafen: Charterbasen, Zollbüros und Restaurants reihen sich um Road Town und Soper's Hole. Auf Virgin Gorda, Jost Van Dyke und Anegada wird es sofort ruhiger, mit Strandbars statt Bürogebäuden und deutlich weniger Verkehr als auf der Hauptinsel.

Die BVI gelten seit Jahrzehnten als eines der wichtigsten Segelreviere der Welt: Ein grosser Teil der Übernachtungsgäste kommt auf ein gechartertes Boot statt in ein Hotelbett, und internationale Charterbasen prägen das Bild von Road Town und der Marina in Nanny Cay ebenso wie tagsüber anlegende Kreuzfahrtschiffe.

Auf den kleineren Inseln bestimmt der Rhythmus der Fähren den Alltag: Jost Van Dyke zählt keine 300 ständige Bewohner und lebt fast ausschliesslich vom Tagesausflugsverkehr aus Tortola und den US-Jungferninseln, während das flache, korallenbasierte Anegada landschaftlich eher an die Bahamas erinnert als an die vulkanischen Nachbarinseln.

Quellen: British Virgin Islands Tourism · Wikipedia

Was bedeutet es, dass die Britischen Jungferninseln zu Grossbritannien gehören?

Kurz gesagt

Die Britischen Jungferninseln sind ein selbstverwaltetes britisches Überseegebiet mit eigenem Parlament und einer gewählten Premierministerin; Aussenpolitik, Verteidigung und die Ernennung der Gouverneurin bleiben bei London. Wie alle britischen Überseegebiete gehören sie weder zur EU noch zum Schengen-Raum, die Einreise läuft über die eigene Grenzbehörde.

Für Reisende zeigt sich das vor allem bei Einreise und Verkehr: Massgeblich ist britisches Territorialrecht statt EU-Aussengrenzregeln, und gefahren wird wie im Vereinigten Königreich auf der linken Strassenseite, obwohl die meisten Mietwagen amerikanische Modelle mit dem Lenkrad links sind.

  • Schweizer, Deutsche, Österreicher: laut BMEIA und Auswärtigem Amt für touristische Kurzaufenthalte visumfrei; das Auswärtige Amt nennt eine Höchstdauer von 90 Tagen, massgeblich ist im Zweifel die Auskunft der zuständigen Vertretung vor der Reise.
  • Finanzplatz statt Steuerparadies für Reisende: Die international bedeutende Offshore-Finanzbranche wirkt sich auf Reisende kaum direkt aus, spürbar wird die britische Zugehörigkeit eher über hohe Importpreise, weil praktisch alle Güter eingeführt werden.
  • Zoll: Britische Überseegebiete standen laut BMEIA schon vor dem Brexit ausserhalb der EU-Zoll- und Steuerunion; eigene Einfuhrregeln gelten unabhängig von EU-Bestimmungen.

Die Landeswährung ist trotz britischer Zugehörigkeit der US-Dollar, eingeführt bereits 1959 und bis heute nicht durch ein eigenes Pfund ersetzt – ein Hinweis auf die enge wirtschaftliche Verflechtung mit den benachbarten US-Jungferninseln und Puerto Rico.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Auswärtiges Amt · Wikipedia

Welche Inseln lohnen sich auf den Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Tortola mit Road Town ist Ausgangspunkt fast jeder Reise, Virgin Gorda lockt mit den Granitgrotten der Baths, Jost Van Dyke mit Strandbars wie der Soggy Dollar Bar und Anegada mit Flamingos und Riffen. Wer mehr Zeit hat, verbindet mehrere Inseln per Fähre oder Charterboot zu einer Route.

Tortola

Die grösste und meistbevölkerte Insel beherbergt Road Town, den Regierungssitz und wichtigsten Hafen der BVI, sowie den internationalen Flughafen auf dem vorgelagerten Beef Island. Vom 521 m hohen Mount Sage National Park im Inselinneren reicht der Blick über den gesamten Sir Francis Drake Channel bis zu den Nachbarinseln.

Virgin Gorda

The Baths, ein Feld aus tonnenschweren, glatt geschliffenen Granitfindlingen, die geschützte Meerespools und Tunnel formen, ist seit 1964 Nationalpark und die bekannteste Naturattraktion der BVI. Ein rund 15-minütiger Wanderweg führt von dort weiter zur hufeisenförmigen Devil's Bay; der Hauptort Spanish Town im Norden ist der zweite offizielle Einreisehafen des Territoriums.

Jost Van Dyke

Mit keinen 300 ständigen Bewohnern ist Jost Van Dyke die kleinste der vier touristisch erschlossenen Hauptinseln. White Bay mit puderweissem Sand und der Soggy Dollar Bar, die für sich beansprucht, den Painkiller-Cocktail erfunden zu haben, zieht täglich Tagesausflügler aus Tortola und den benachbarten US-Jungferninseln an.

Anegada

Als einzige der Hauptinseln nicht vulkanischen Ursprungs ist Anegada flach, aus Korallenkalk aufgebaut und kaum höher als wenige Meter über dem Meer. Die Insel ist für ihre Langusten, die weitläufigen Riffe an der Nordküste und Flamingokolonien in den Salzlagunen bekannt, die dort in den 1990er-Jahren wieder angesiedelt wurden.

Weitere Inseln

Für Tagesausflüge eignen sich zusätzlich Norman Island mit Höhlen, die der Legende nach Robert Louis Stevenson zu «Die Schatzinsel» inspiriert haben sollen, sowie Cooper Island und Peter Island, beide nur per Boot erreichbar und vor allem bei Seglern beliebt.

Quellen: Wikipedia · British Virgin Islands Tourism · British Virgin Islands Tourism

Wann ist die beste Reisezeit für die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Die trockeneren Monate Februar bis April gelten als angenehmste Reisezeit, mit weniger Niederschlag und stabileren Winden für Segeltouren. Von Juni bis November dauert die atlantische Hurrikansaison, in der einzelne Stürme das Gebiet direkt treffen können.

Road Town und Spanish Town: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag

Road TownJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C292929293031313232313029
Tiefstwert °C242424252627272828272625
Niederschlag mm2314202963465772911048740
Spanish Town (Virgin Gorda)JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C292929293031313232313029
Tiefstwert °C242424252627272828272625
Niederschlag mm2314202963465772911048740

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TERRANCE B LETTSOME INTL (9 km, 5 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TERRANCE B LETTSOME INTL (12 km, 5 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

Die Stationsdaten zeigen ganzjährig Höchstwerte zwischen 29 und knapp 32 °C, mit deutlich mehr Niederschlag zwischen Mai und November als in den ersten Monaten des Jahres. Für Segeln und Tauchen ist das Wasser das ganze Jahr über warm genug; die stabilsten Winde für Segeltörns wehen meist zwischen Dezember und April.

Die atlantische Hurrikansaison läuft nach NOAA/NHC offiziell vom 1. Juni bis 30. November, mit dem höchsten Risiko zwischen August und Oktober. 2017 trafen die Hurrikane Irma und Maria die BVI innerhalb weniger Tage mit schweren Schäden, seither wurde die Infrastruktur auf Tortola und Virgin Gorda vielerorts erneuert.

Quellen: NOAA National Hurricane Center · Wikipedia

Was braucht man für die Einreise in die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Alle Reisenden benötigen einen gültigen Reisepass sowie seit 1. Januar 2025 ein online ausgefülltes Immigration-and-Customs-Formular, verfügbar bis 72 Stunden vor Ankunft. Für Schweizer, Deutsche und Österreicher ist bei touristischen Kurzaufenthalten kein Visum nötig.

  • Visum: für Schweizer, Deutsche und Österreicher bei touristischen Aufenthalten nicht erforderlich; das Auswärtige Amt nennt eine Höchstdauer von 90 Tagen, für Details gilt die Auskunft der zuständigen Vertretung vor der Reise.
  • Online-Formular: das Immigration and Customs (ED) Form ist seit 1. Januar 2025 Pflicht, ausfüllbar ab 72 Stunden vor Ankunft; die Bestätigung muss bei der Einreise digital oder ausgedruckt vorgelegt werden.
  • Nachweise: bezahltes Rückflug- oder Weiterreiseticket, auf Verlangen Nachweis ausreichender finanzieller Mittel.
  • Andere Staatsangehörigkeiten: benötigen teils ein eigenes Visum, zu klären beim BVI Government Chief Immigration Officer oder der zuständigen britischen Vertretung.

Massgeblich sind die amtlichen Stellen: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA.

Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · British Virgin Islands Tourism

Welche Impfungen und Gesundheitsrisiken gibt es auf den Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Healthytravel.ch und die CDC empfehlen Hepatitis A für alle Reisenden und Hepatitis B je nach Aufenthaltsdauer; Dengue, Chikungunya und Zika kommen über Mückenstiche vor, eine Malariagefahr besteht nicht.

  • Hepatitis A und B: von healthytravel.ch und der CDC allen Reisenden beziehungsweise Reisenden mit engerem Kontakt zur Bevölkerung empfohlen.
  • Mückenschutz: Dengue, Chikungunya und Zika treten in der Karibik verbreitet auf; konsequenter Schutz vor Tagesmücken gilt ganztägig, nicht nur in der Dämmerung.
  • Medizinische Versorgung: Das Peebles Hospital in Road Town deckt die Grundversorgung ab, für ernstere Fälle auf den kleineren Inseln ist häufig eine Verlegung nach Tortola oder Puerto Rico nötig.

Wegen der eingeschränkten Versorgung auf Jost Van Dyke und Anegada empfiehlt sich eine Reiseversicherung mit Rückholschutz, besonders für Segel- und Tauchurlaube abseits von Tortola.

Quellen: healthytravel.ch (Schweizerische Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin) · CDC Travelers' Health

Wie sicher sind die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Das Hauptrisiko für Reisende sind Einbrüche und Taschendiebstahl, wie das BMEIA für die britischen Überseegebiete in der Karibik festhält. Das Auswärtige Amt weist ausdrücklich auf Naturgefahren durch Hurrikane hin; die Hurrikansaison dauert jedes Jahr von Juni bis November.

Grössere Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten, übliche Vorsicht bei Wertsachen und beim Verschliessen von Booten und Ferienunterkünften reicht meist aus. Aktuelle Lage: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA.

Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Auswärtiges Amt

Wie reist man auf die Britischen Jungferninseln an?

Kurz gesagt

Internationale Gäste landen meist zuerst in San Juan, Antigua oder auf den benachbarten US-Jungferninseln und fliegen von dort mit kleineren Maschinen weiter zum Terrance B. Lettsome International Airport (EIS) auf Beef Island bei Tortola. Eine Alternative ist die direkte Fähre ab St. Thomas.

Nonstop-Ziele ab Tortola (EIS), Auswahl
RegionZieleHinweis
KaribikSan Juan, Sint Maarten, St. Thomas, St. John's (Antigua), St. Kitts, Anguilla, Barbados, Dominicadichtestes Streckennetz, unter anderem mit interCaribbean Airways und Winair
NordamerikaMiamieinzige Nonstop-Verbindung Richtung US-Festland, mit American Airlines
Karibik (weiter)Santo Domingomit interCaribbean Airways

Nonstopflüge aus Europa gibt es nicht; von dort reist man über einen nordamerikanischen oder karibischen Umsteigeort wie San Juan oder Antigua an. Wer über St. Thomas oder St. John auf den US-Jungferninseln anreist, wechselt dort auf eine der mehrfach täglichen Personenfähren nach Tortola oder direkt nach Virgin Gorda.

Zwischen den Hauptinseln verkehren Personenfähren mehrmals täglich, für Fahrten auf Tortola selbst lohnt sich ein Mietwagen; gefahren wird auf der linken Strassenseite. Wer abgelegenere Buchten erreichen will, bucht meist ein Tages- oder Mehrtagescharterboot direkt ab Road Town oder Soper's Hole.

Quellen: FlightConnections · The BVI Insider

Was kostet eine Reise auf die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Bezahlt wird ausschliesslich mit dem US-Dollar, seit 1959 offizielle Währung des Territoriums. Weil praktisch alle Güter importiert werden müssen, liegen Preise für Lebensmittel, Restaurants und Bootscharter spürbar über dem karibischen Durchschnitt.

Preisorientierung, Stand September 2026
LeistungHinweis
WährungUS-Dollar, keine Wechselkursfragen für US-Bürger, für alle anderen üblicher USD-Kurs
Restaurantshohes Preisniveau, vergleichbar mit teuren US-Ostküstenstädten
Bootschartergrösster Ausgabenposten vieler Reisen, meist wochenweise gepreist
Kreditkartenin Hotels, Restaurants und Charterbasen üblich, auf den kleineren Inseln teils nur Bargeld

Weil der US-Dollar direkt zirkuliert, entfällt für Reisende aus den USA jede Wechselkursfrage; für alle anderen bestimmt der aktuelle Dollarkurs die Reisekosten. Bargeld lohnt sich vor allem auf Jost Van Dyke und Anegada, wo kleinere Bars und Stände teils keine Karten akzeptieren.

Quellen: Wikipedia

Wo übernachtet man auf den Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Die meisten Hotels und Villen liegen auf Tortola rund um Road Town und an der Westspitze bei Soper's Hole, dazu kommen Resorts auf Virgin Gorda nahe der Baths. Ein grosser Teil der Gäste übernachtet gar nicht an Land, sondern auf dem eigenen Charterboot.

Auf Jost Van Dyke und Anegada dominieren kleine, familiengeführte Guesthouses und wenige Boutique-Resorts, oft direkt an den bekanntesten Stränden gelegen. Wer eine Charteryacht bucht, übernachtet stattdessen an wechselnden Ankerplätzen und legt höchstens für einzelne Nächte in einer Marina an.

Was isst man auf den Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Die Küche verbindet karibische Zutaten mit britischem und amerikanischem Einfluss: frischer Fisch, Langusten von Anegada und gefüllte Fladenbrote, «Roti» genannt, gehören zu den bekanntesten Gerichten.

Anegada ist für seine Langusten berühmt, die in einfachen Strandrestaurants direkt am Loblolly Bay oder Cow Wreck Beach serviert werden. In Road Town und Soper's Hole prägen dagegen internationale Restaurants für die Charter- und Segelgäste das Angebot, von einfachen Fischbuden bis zu gehobener Küche.

Welche Kultur prägt die Britischen Jungferninseln?

Kurz gesagt

Die Kultur ist karibisch-britisch geprägt, mit starken Verbindungen zur Seefahrt und Fischerei. Höhepunkt im Jahreskalender ist das mehrtägige Emancipation Festival Anfang August, das seit 1954 an die Abschaffung der Sklaverei am 1. August 1834 erinnert.

Musikalisch dominieren Calypso, Soca und Reggae, besonders während des Emancipation Festivals in Road Town mit Umzügen, Wettbewerben und Strassenfesten. Die enge Verbindung zu den benachbarten US-Jungferninseln zeigt sich auch kulturell: Viele Familien haben Verwandte auf beiden Seiten der Grenze.

Was kann man auf den Britischen Jungferninseln erleben?

Kurz gesagt

Zu den Höhepunkten zählen Segeln im Sir Francis Drake Channel, Tauchen an der 1867 gesunkenen RMS Rhone vor Salt Island, ein Ausflug zu den Baths auf Virgin Gorda und ein Strandtag mit Cocktail in der Soggy Dollar Bar auf Jost Van Dyke.

  • The Baths: Wanderweg zwischen riesigen Granitfindlingen zu geschützten Meerespools, kombinierbar mit einem Strandtag an der angrenzenden Devil's Bay.
  • RMS Rhone: am 29. Oktober 1867 in einem Hurrikan vor Salt Island gesunkenes Postschiff mit 123 Todesopfern, heute eines der bekanntesten Wracktauchgebiete der Karibik.
  • Segeln im Sir Francis Drake Channel: geschützte Gewässer zwischen den Hauptinseln mit kurzen Distanzen zwischen den Ankerplätzen, ideal für Bareboat-Charter ohne Lizenzpflicht.
  • Anegada-Tagesausflug: Flug oder Fähre zur flachen Koralleninsel, mit Langustenessen am Strand und Schnorcheln an den Riffen der Nordküste.
  • Soggy Dollar Bar: Strandbar an der White Bay auf Jost Van Dyke, die für sich beansprucht, den Painkiller-Cocktail erfunden zu haben.

Quellen: Wikipedia · British Virgin Islands Tourism · The BVI Insider

Wie reist man auf den Britischen Jungferninseln verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

An der RMS Rhone und anderen Riffen gilt: nicht auf Korallen stehen und nur riffverträgliche Sonnencreme benutzen. Weil ein grosser Teil der Gäste auf Charterbooten übernachtet, ist die korrekte Nutzung der öffentlichen Mooring-Bojen wichtig, um Ankerschäden an Seegraswiesen und Riffen zu vermeiden.

Der BVI National Parks Trust verwaltet Schutzgebiete wie den Baths National Park und mehrere Meeresschutzzonen; Eintrittsgebühren fliessen direkt in deren Unterhalt. Wer ein Boot chartert, bucht idealerweise eine Mooring-Boje statt frei zu ankern, besonders in stark besuchten Buchten wie an den Baths oder bei der Rhone.

Quellen: British Virgin Islands Tourism

Womit lassen sich die Britischen Jungferninseln kombinieren?

Kurz gesagt

Am naheliegendsten ist eine Kombination mit den benachbarten US-Jungferninseln, die per Fähre in wenigen Minuten bis rund einer Stunde erreichbar sind. Wer weiterfliegt, verbindet die BVI über San Juan oder Antigua zusätzlich mit Puerto Rico oder den nördlichen Kleinen Antillen.

Segler verlängern ihre Route häufig direkt in die US-Jungferninseln, was eine eigene Ein- und Ausklarierung bei der US-Zollbehörde erfordert. Über Antigua oder St. Kitts lässt sich zusätzlich eine zweite, weniger seglerisch geprägte Karibikinsel anschliessen.

Quellen: FlightConnections

Für wen eignen sich die Britischen Jungferninseln, für wen weniger?

Kurz gesagt

Die BVI passen besonders zu Seglerinnen und Seglern, Tauchern und Paaren, die Ruhe und kurze Distanzen zwischen Traumstränden suchen. Weniger geeignet sind sie für Reisende mit knappem Budget oder für alle, die durchgehendes Nachtleben und ein grosses Kultur- oder Shoppingangebot erwarten.

Gut aufgehoben sind erfahrene wie unerfahrene Segler, die die geschützten Gewässer und kurzen Etappen zwischen den Inseln schätzen, sowie Taucher wegen der RMS Rhone und der Riffe rund um Anegada. Wer eine belebtere Insel mit grösserem Nachtleben sucht, ist auf den nahen US-Jungferninseln oder in Sint Maarten besser aufgehoben.

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Britische Jungferninseln.

Braucht man für die Britischen Jungferninseln ein Visum?

Schweizer, Deutsche und Österreicher brauchen für touristische Kurzaufenthalte kein Visum. Seit 1. Januar 2025 ist zusätzlich ein online ausgefülltes Immigration-and-Customs-Formular Pflicht, verfügbar bis 72 Stunden vor Ankunft.

Gehören die Britischen Jungferninseln zur EU?

Nein. Als britisches Überseegebiet gehören sie weder zur EU noch zum Schengen-Raum und standen schon vor dem Brexit ausserhalb der EU-Zoll- und Steuerunion.

Wie kommt man am einfachsten zu den Baths auf Virgin Gorda?

Per Fähre oder Boot von Tortola direkt nach Spanish Town, von dort per Taxi oder zu Fuss zum Eingang des Baths National Park. Ein rund 15-minütiger Wanderweg führt weiter zur Devil's Bay.

Wie lange dauert die Fähre von den US-Jungferninseln nach Tortola?

Je nach Route und Ausgangshafen zwischen rund 30 Minuten und einer Stunde; mehrere Anbieter verbinden St. Thomas und teils St. John mehrmals täglich mit Road Town oder West End auf Tortola.

Braucht man für die Britischen Jungferninseln eine Malariaprophylaxe?

Nein, Malaria kommt dort nicht vor. Empfohlen werden stattdessen Hepatitis A und B sowie konsequenter Mückenschutz gegen Dengue, Chikungunya und Zika.

Kann man auf den Britischen Jungferninseln ohne Segelschein chartern?

Für ein Bareboat verlangt kein Charterunternehmen einen staatlichen Segelschein, es prüft aber die Erfahrung anhand eines Lebenslaufs und oft eines kurzen Checks auf dem Wasser. Wer sich unsicher fühlt, bucht stattdessen ein Boot mit Skipper.

Was ist an der RMS Rhone besonders?

Das 1867 in einem Hurrikan vor Salt Island gesunkene Postschiff der Royal Mail Steam Packet Company brach beim Untergang in zwei Teile und gilt seither als eines der bekanntesten Wracktauchziele der Karibik.

Wie sicher sind die Britischen Jungferninseln?

Als Hauptrisiko nennt das BMEIA Einbrüche und Taschendiebstahl. Grössere Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten.

In welcher Währung bezahlt man auf den Britischen Jungferninseln?

Im US-Dollar, seit 1959 offizielle Währung des Territoriums. Kreditkarten sind auf Tortola und Virgin Gorda verbreitet, auf Jost Van Dyke und Anegada lohnt sich zusätzlich Bargeld.

Auf welcher Strassenseite fährt man auf den Britischen Jungferninseln?

Wie im Vereinigten Königreich links, obwohl die meisten Mietwagen amerikanische Modelle mit dem Lenkrad links sind. Vorsicht gilt besonders bei Kreisverkehren und beim Abbiegen.

Wann ist Hurrikansaison auf den Britischen Jungferninseln?

Offiziell vom 1. Juni bis 30. November, mit dem höchsten Risiko zwischen August und Oktober. 2017 trafen die Hurrikane Irma und Maria die Inseln innerhalb weniger Tage mit schweren Schäden.

Ist Anegada einen Tagesausflug wert?

Ja, für Langusten, weitläufige Riffe und Flamingos in den Salzlagunen. Die flache Koralleninsel lässt sich per Kleinflugzeug oder Fähre von Tortola aus gut als Tagesausflug oder mit einer Übernachtung verbinden.

Was ist der Unterschied zwischen den Britischen und den US-Jungferninseln?

Die Britischen Jungferninseln sind ein britisches Überseegebiet mit eigener Einwanderungsbehörde und US-Dollar als Währung, die US-Jungferninseln ein US-Territorium mit US-Einreiserecht. Beide liegen nur wenige Kilometer auseinander und sind per Fähre verbunden.

Wie viele Inseln gehören zu den Britischen Jungferninseln?

Rund 60 Inseln und Cays, von denen etwa 16 bewohnt sind. Tortola, Virgin Gorda, Jost Van Dyke und Anegada bilden das touristische Kernland.

Braucht man auf den Britischen Jungferninseln einen Mietwagen?

Auf Tortola ist ein Mietwagen für Ausflüge abseits von Road Town praktisch, auf den kleineren Inseln reichen Taxis oder das eigene Boot meist aus. Gefahren wird auf der linken Strassenseite.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 20. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Customs & Immigration: Entry Requirements, British Virgin Islands Tourism, abgerufen 20. September 2026
  2. Discover the Islands, British Virgin Islands Tourism, abgerufen 20. September 2026
  3. The Baths National Park, British Virgin Islands Tourism, abgerufen 20. September 2026
  4. Why Sail The BVI, The BVI Insider, abgerufen 20. September 2026
  5. Reisehinweise für Vereinigtes Königreich, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 20. September 2026
  6. Vereinigtes Königreich (einschliesslich Britische Jungferninseln): Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 20. September 2026
  7. Britische Überseegebiete: Reiseinformation, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA, abgerufen 20. September 2026
  8. Britische Jungferninseln: Impfungen und Gesundheitsrisiken, healthytravel.ch (Schweizerische Fachgesellschaft für Tropen- und Reisemedizin), abgerufen 20. September 2026
  9. British Virgin Islands – Traveler View, CDC Travelers' Health, abgerufen 20. September 2026
  10. Tropical Cyclone Climatology, NOAA National Hurricane Center, abgerufen 20. September 2026
  11. Power plug, socket & mains voltage on the British Virgin Islands, World Standards, abgerufen 20. September 2026
  12. British Virgin Islands, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  13. RMS Rhone, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  14. Direct flights from Tortola (EIS), FlightConnections, abgerufen 20. September 2026

Britische Jungferninseln mit AVA planen

AVA fragt nach Reisedatum, Abflughafen und Mitreisenden und stellt deine Reise mit Live-Flügen und Hotels zusammen.

Mit AVA planen