Warum nach Bora Bora reisen?
Bora Bora ist mit ihrer türkisfarbenen Lagune und dem 727 m hohen Mount Otemanu die meistfotografierte Insel Französisch-Polynesiens, obwohl sie mit 30.55 km² zu den kleineren Gesellschaftsinseln zählt. Rund 10'758 Menschen lebten hier bei der Volkszählung 2022, verteilt auf die Hauptinsel und mehrere vorgelagerte Motus. Berühmt wurde die Insel auch, weil hier 1970 die ersten Überwasser-Bungalows der Südsee gebaut wurden.
Ein durchgehendes Barriereriff umschliesst die Lagune und schützt sie vor der offenen See; kleine, palmenbewachsene Motus säumen den Riffrand und tragen heute viele der bekannten Resorts. Der Flughafen liegt selbst auf einem solchen Motu und ist nur per Boot mit Vaitape, dem Hauptort auf der Hauptinsel, verbunden.
Anders als Tahiti hat Bora Bora keine grosse Stadt und kein dichtes Strassennetz; das Inselleben konzentriert sich auf Vaitape, wenige Dörfer und die Resorts entlang der Küste. Wer die Insel besucht, kommt fast immer wegen der Lagune – zum Schnorcheln, für Bootstouren oder um in einem Bungalow direkt über dem Wasser zu übernachten.
Im Zweiten Weltkrieg diente Bora Bora als amerikanischer Marinestützpunkt («Operation Bobcat») mit rund 7'000 Soldaten, ohne dass die Insel selbst in Kampfhandlungen verwickelt wurde; Kanonen und Bunkerreste erinnern bis heute daran.
Wie ist Bora Bora?
Bora Bora gehört zu den Leeward Islands (Sous-le-Vent) der Gesellschaftsinseln und bildet zusammen mit den drei Gemeindeteilen Vaitape, Faanui und Anau eine einzige Gemeinde mit 10'758 Einwohnern (2022). Die Hauptinsel misst 30.55 km², das vorgelagerte Atoll Tupai weitere 11 km², zusammen 41.55 km² Gemeindefläche.
Tourismus prägt die Wirtschaft praktisch vollständig: Ein grosser Teil der Bevölkerung arbeitet direkt oder indirekt für Resorts, Bootsfahrten oder Perlfarmen. Diese Abhängigkeit macht Bora Bora wohlhabender als viele andere Inseln, aber auch anfälliger für Schwankungen im internationalen Reiseverkehr.
Vaitape, gegründet 1824 vom britischen Missionar John Muggridge Orsmond, ist heute Verwaltungssitz, Fähranleger und einziger Ort mit nennenswerter Infrastruktur wie Bank, Post und Supermarkt.
Was gibt es auf Bora Bora zu sehen?
Vaitape, Matira Beach und der Mount Otemanu sind die drei festen Bezugspunkte auf Bora Bora, doch das eigentliche Ziel der meisten Reisenden ist die Lagune selbst mit ihren Motus. Wer über die Hauptinsel hinausblickt, findet auf den vorgelagerten Inselchen die Mehrzahl der bekannten Luxusresorts.
Vaitape und die Hauptinsel
Vaitape ist der einzige nennenswerte Ort: Hier legen Fähren und Boote an, hier sind Bank, Post, Supermarkt und ein kleiner Markt für Kunsthandwerk und schwarze Perlen. Rund um die Insel führt eine gut ausgebaute Küstenstrasse von etwa 32 km Länge, die sich in ein bis zwei Stunden mit Auto, Roller oder Fahrrad befahren lässt.
Matira Beach: der einzige öffentliche Strand
Matira Beach im Süden der Hauptinsel ist der einzige öffentlich zugängliche Sandstrand Bora Boras, mit feinem weissem Sand und flachem, warmem Wasser. Weil die meisten Resorts auf privaten Motus liegen, ist Matira für Reisende ohne Motu-Unterkunft der wichtigste Ort zum Baden.
Mount Otemanu und das Inselinnere
Der erloschene Vulkankegel Mount Otemanu erhebt sich 727 m über die Lagune und ist das optische Wahrzeichen der Insel; ein Aufstieg bis zum Gipfel ist wegen steiler Felswände nicht offiziell möglich, doch Wanderungen und Quad-Touren führen bis in mittlere Höhen mit Panoramablick über die Lagune.
Die Motus und die Lagune
Kleine, palmenbewachsene Motus säumen das Barriereriff und tragen heute einen Grossteil der internationalen Resorts mit Überwasser-Bungalows; manche, wie das Gebiet um das Taha'a Island Resort, sind ausschliesslich per Boot oder Helikopter erreichbar. Auf einem dieser Motus liegt auch der Flughafen, verbunden mit Vaitape durch einen im Flugpreis enthaltenen Bootsshuttle.
An mehreren Stellen der Küste, etwa bei Fitiiu Point und rund um Faanui, stehen bis heute amerikanische Küstengeschütze aus dem Zweiten Weltkrieg; sie sind frei zugänglich und ohne Führung zu besichtigen, ein stiller Kontrast zu den benachbarten Luxusresorts und einer der wenigen kostenlosen Programmpunkte auf der Insel.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme · Tahiti Tourisme
Wann ist die beste Reisezeit für Bora Bora?
Wie im übrigen Französisch-Polynesien ist Mai bis Oktober die trockene, etwas kühlere Saison mit der besten Sicht zum Schnorcheln und Tauchen; von November bis April steigen Regenmenge und Zyklonrisiko. Die Wassertemperatur der Lagune bleibt ganzjährig bei angenehmen 27 bis 29 °C.
Vaitape, Bora Bora: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (°C) und Monatsniederschlag (mm)
| Vaitape (Bora Bora) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 31 | 31 | 30 | 30 | 29 | 29 | 29 | 30 | 30 | 31 |
| Tiefstwert °C | 25 | 26 | 26 | 26 | 26 | 25 | 24 | 24 | 24 | 24 | 25 | 25 |
| Niederschlag mm | 206 | 180 | 144 | 121 | 94 | 60 | 43 | 39 | 34 | 74 | 114 | 210 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station BORA-BORA (8 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
| Zeitraum | Was man erlebt |
|---|---|
| Mai bis Oktober | Trockenzeit, klarstes Wasser für Lagunentouren |
| Juli bis November | gelegentlich Buckelwale in den Gewässern um die Gesellschaftsinseln |
| November bis April | Regen- und Zyklonsaison |
Die Stationswerte von Vaitape zeigen ganzjährig Tageshöchstwerte um 29 bis 31 °C; der Niederschlag reicht von rund 34 mm im September bis über 200 mm im Januar und Dezember, wenn kurze, kräftige Schauer typisch sind.
Wer Wert auf ruhiges, spiegelglattes Lagunenwasser für Fotos und Schnorchelausflüge legt, plant am besten die Monate Juni bis September ein, wenn Wind und Wellengang in der Regel am geringsten sind.
Quellen: Auswärtiges Amt · Tahiti Tourisme
Was braucht man für die Einreise auf Bora Bora?
Für Bora Bora gelten dieselben Regeln wie für ganz Französisch-Polynesien: Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum, aber einen gültigen Reisepass, weil das Territorium ausserhalb des Schengen-Raums liegt (Stand September 2026). Weil praktisch alle Reisenden zuerst über Tahiti einreisen, findet die eigentliche Grenzkontrolle meist am Flughafen Faa'a statt, nicht auf Bora Bora selbst.
Details zu Dokumenten, Passgültigkeit und Zollbestimmungen für ganz Französisch-Polynesien gelten unverändert für Bora Bora; ein zusätzlicher Grenzübertritt findet beim Inlandflug ab Tahiti nicht statt.
Für andere Staatsangehörigkeiten als CH/DE/AT gelten eigene Regeln; massgeblich sind allein die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA vor der Abreise.
Quellen: Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Bora Bora?
Für Bora Bora gelten dieselben reisemedizinischen Empfehlungen wie für ganz Französisch-Polynesien: keine Pflichtimpfung bei Direkteinreise, aber Hepatitis A und die Grundimpfungen nach Schweizer Impfplan laut healthytravel.ch. Die medizinische Grundversorgung auf der Insel ist einfach; bei Notfällen wird häufig nach Tahiti verlegt.
Sonnenschutz ist auf dem Wasser besonders wichtig, da die Lagune kaum Schatten bietet; Riffschuhe schützen beim Waten über Korallen und Steinfische vor Verletzungen. Die CDC nennt für ganz Französisch-Polynesien zusätzlich Dengue und Zika als mückenübertragene Risiken.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC)
Wie sicher ist Bora Bora?
Die Sicherheitslage auf Bora Bora gilt wie im gesamten Territorium als stabil; Kriminalität gegen Reisende ist selten. Wichtigste Vorsichtsmassnahme ist der Umgang mit dem Wasser: starke Strömungen an Riffpässen, Sonnenbrand und, bei Bootstouren, das Einhalten der Sicherheitsabstände bei Hai- und Rochenfütterungen.
Wetterumschwünge während der Regenzeit können Boots- und Flugverbindungen zum Flughafen-Motu kurzfristig unterbrechen; wer knapp umsteigt, sollte etwas Pufferzeit einplanen.
Quellen: Auswärtiges Amt
Wie kommt man nach Bora Bora und auf der Insel herum?
Bora Bora hat keinen internationalen Flughafen: Alle Reisenden fliegen zunächst nach Tahiti-Faa'a (PPT) und von dort mit Air Tahiti oder Air Moana weiter, ein Flug von 50 Minuten bis anderthalb Stunden je nach Zwischenstopp. Der Flughafen liegt auf einem vorgelagerten Motu; ein im Flugpreis enthaltener Bootsshuttle bringt Ankommende nach Vaitape.
Alternativ verkehrt eine Fähre zwischen Tahiti und Bora Bora mit rund 8 Stunden Fahrzeit, deutlich langsamer als der Flug und daher vor allem für Fracht oder preissensible Reisende relevant. Kreuzfahrtschiffe machen Bora Bora regelmässig zu einem Zwischenstopp auf mehrtägigen Südsee-Routen.
Auf der Insel
Eine rund 32 km lange Küstenstrasse führt einmal um die Hauptinsel; Mietwagen, Roller und Fahrräder sind die gängigsten Fortbewegungsmittel, dazu lokale «Le Truck»-Busse und Taxis. Zu den Motus und Resorts abseits der Hauptinsel gelangt man ausschliesslich per Boot, meist organisiert von der jeweiligen Unterkunft.
Quellen: Tahiti Tourisme · Wikipedia
Welche Währung gilt, und wie bezahlt man auf Bora Bora?
Wie im gesamten Territorium gilt der CFP-Franc (XPF), fest an den Euro gekoppelt: 1'000 XPF entsprechen 8.38 Euro. Die grossen Resorts und Restaurants akzeptieren Visa und Mastercard, kleine Läden und lokale Anbieter in Vaitape verlangen häufig Bargeld.
Geldautomaten gibt es nur in Vaitape; wer auf einem abgelegenen Motu wohnt, sollte vor der Anreise ausreichend Bargeld abheben. Weil praktisch alles importiert werden muss, liegt das Preisniveau auf Bora Bora über jenem Tahitis und deutlich über dem des französischen Festlands, besonders bei Übernachtungen in Überwasser-Bungalows.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man auf Bora Bora?
Bora Bora ist die Insel der Überwasser-Bungalows: 1970, neun Jahre nach der Eröffnung des Hotel Bora Bora 1961, entstanden hier die ersten Bungalows auf Stelzen über der Lagune, ein Konzept, das seither weltweit kopiert wurde. Heute reihen internationale Luxusketten ihre Bungalow-Resorts entlang des Riffs und auf eigenen Motus.
Günstigere Alternativen liegen meist auf der Hauptinsel bei Vaitape oder Matira Beach: kleinere Hotels und Pensions ohne direkten Lagunenzugang, aber oft mit Blick auf den Mount Otemanu und kürzeren Wegen zum einzigen öffentlichen Strand.
Quellen: Wikipedia
Was isst man auf Bora Bora?
Poisson cru, roher Thunfisch in Kokosmilch, gehört auch auf Bora Bora zu den festen Grössen der Speisekarte, ergänzt durch gegrillten Fisch, Brotfrucht und französisch inspirierte Resort-Küche. Weil fast alle Lebensmittel importiert werden, ist Essen auf der Insel spürbar teurer als auf Tahiti.
Motu-Picknicks mit traditionellem polynesischem Barbecue gehören zu den beliebtesten kulinarischen Ausflügen: Anbieter fahren kleine Gruppen zu einem abgelegenen Sandbank-Motu, wo Fisch und Fleisch über offenem Feuer gegrillt werden.
Quellen: Tahiti Tourisme
Wie lebt man auf Bora Bora?
Das Alltagsleben auf Bora Bora ist stärker vom Tourismus geprägt als auf jeder anderen Insel Französisch-Polynesiens, doch traditionelle Elemente wie 'ori-Tahiti-Tanz, Feuertanz und Kunsthandwerk mit schwarzen Perlen bleiben sichtbar präsent, oft als Abendprogramm der Resorts.
Auf lokalen Märkten in Vaitape verkaufen Kunsthandwerkerinnen und -handwerker handbemalte Pareos, geschnitzte Tikis und Schmuck aus schwarzen Perlen; auf einigen Perlfarmen lässt sich der gesamte Zuchtprozess von der Auster bis zur fertigen Perle verfolgen.
Quellen: Tahiti Tourisme
Was kann man auf Bora Bora erleben?
Lagunentouren mit Schnorcheln bei Riffhaien und Rochen, Ausflüge in mittlere Höhen des Mount Otemanu und Halte auf einem Sandbank-Motu zählen zu den typischen Bora-Bora-Erlebnissen. Wer sich für Geschichte interessiert, findet an mehreren Stellen der Insel erhaltene amerikanische Kanonen aus dem Zweiten Weltkrieg.
Lagunentouren mit Pontonbooten führen typischerweise zu einem Korallengarten zum Schnorcheln, einer Stelle mit Rochen- und Haibeobachtung unter Aufsicht lokaler Guides sowie zu einem Motu mit Mittagessen. Helikopterflüge zeigen die Lagune und das benachbarte, herzförmige Atoll Tupai aus der Luft.
- Lagune: Schnorcheln mit Rochen und Riffhaien, Kajak und Stand-up-Paddling.
- Höhe: Quad- oder Jeeptouren an den Hängen des Mount Otemanu mit Panoramablick.
- Geschichte: Kanonen und Bunkerreste aus der Zeit als amerikanischer Marinestützpunkt.
- Handwerk: Perlfarmen und Ateliers für schwarze Perlen in und um Vaitape.
Quellen: Wikipedia · Tahiti Tourisme
Wie reist man auf Bora Bora rücksichtsvoll?
Bora Boras Lagune steht wie die gesamte Wirtschaftszone Französisch-Polynesiens seit 2006 unter Hai- und Rochenschutz; bei Fütterungstouren gelten feste Abstände und Mengenbeschränkungen, die seriöse Anbieter einhalten. Weil die Insel touristisch stark frequentiert ist, bitten viele Resorts um sparsamen Wasser- und Energieverbrauch.
Korallenriffe reagieren empfindlich auf Sonnencreme mit Oxybenzon; mineralische, riffverträgliche Produkte schonen die ohnehin durch wärmeres Wasser gestressten Korallenbestände der Lagune. Wer auf einem Motu ohne Anschluss ans Festnetz wohnt, sollte sparsam mit Trinkwasser und Strom umgehen.
Quellen: Mongabay
Womit lässt sich Bora Bora kombinieren?
Weil Bora Bora keinen internationalen Flughafen hat, ist ein Aufenthalt auf Tahiti vor oder nach der Insel praktisch unvermeidlich; viele Reisende kombinieren zusätzlich Moorea, das per Fähre oder Kurzflug von Tahiti aus erreichbar ist. Auch ein Tuamotu-Atoll wie Rangiroa lässt sich mit einem weiteren Inlandflug anschliessen.
Taha'a, die Nachbarinsel mit den Vanilleplantagen, ist von Bora Bora aus per Boot oder kurzem Flug über Raiatea erreichbar und eignet sich für Reisende, die eine ruhigere Alternative zur touristisch dichteren Hauptinsel suchen.
Quellen: Wikipedia
Für wen eignet sich Bora Bora, für wen weniger?
Bora Bora passt zu Flitterwochen-Paaren und allen, die das klassische Südsee-Bild aus Überwasser-Bungalow und türkiser Lagune erleben wollen und bereit sind, dafür überdurchschnittlich zu zahlen. Weniger geeignet ist die Insel für ein knappes Budget oder für Reisende, die viel Kultur und Geschichte abseits der Lagune suchen.
- Passt gut: Flitterwochen-Paare, Taucherinnen und Taucher, alle, die Ruhe auf einem privaten Motu suchen.
- Passt weniger: Reisende mit knappem Budget oder dem Wunsch nach dichtem Kultur- und Städteprogramm – dafür sind Tahiti oder die Marquesas passender.