Warum nach Spitzbergen reisen?
Spitzbergen bietet arktische Wildnis mit kurzem Anreiseweg: Von Oslo dauert der Flug rund 3 Stunden, von Tromsø nur rund 1.5 Stunden bis Longyearbyen. Rund 60 % der Landfläche sind mit Gletschern bedeckt, dazu kommen Eisbären, Walrosse und Svalbard-Rentiere sowie die Extreme aus Mitternachtssonne im Sommer und Polarnacht im Winter.
Longyearbyen ist mit rund 2'500 Einwohnern die grösste Siedlung und einzige mit regulärer Fluganbindung; von dort starten praktisch alle geführten Touren, da ein Grossteil der Insel nur mit bewaffneter Begleitung oder organisierten Ausflügen sicher zu bereisen ist.
Einzigartig ist der rechtliche Status: Der Svalbard-Vertrag von 1920 macht die Inselgruppe zum einzigen Ort der Welt, an dem grundsätzlich niemand ein Visum braucht, unabhängig von der Staatsangehörigkeit, solange man sich selbst versorgen kann.
Neben Longyearbyen bestehen nur wenige weitere Siedlungen: das russische Bergbaudorf Barentsburg, die Forschungsstation Ny-Ålesund als nördlichste dauerhaft bewohnte Siedlung der Welt und die grösstenteils verlassene Geisterstadt Pyramiden.
Quellen: Wikipedia · Visit Svalbard
Wie ist Spitzbergen?
Die Inselgruppe Svalbard umfasst rund 62'045 km², mit der Hauptinsel Spitsbergen im Zentrum sowie Nordaustlandet, Edgeøya, Barentsøya und der südlichen Bäreninsel. Rund 60 % der Fläche sind vergletschert, der Rest ist von Permafrost geprägt; 2026 wird die Einwohnerzahl auf rund 2'512 geschätzt.
Neben Longyearbyen besteht die russische Bergbausiedlung Barentsburg mit eigener Kohleförderung, die internationale Forschungsstation Ny-Ålesund und die praktisch verlassene Siedlung Pyramiden, die einst bis zu 1'000 sowjetische Bergleute beherbergte und heute als Ausflugsziel besucht wird.
Svalbard-Rentiere, eine eigene, kleinere Unterart, zählten 2019 archipelweit rund 22'000 Tiere. Die Barentssee-Population der Eisbären gilt laut Weltnaturschutzunion als stabil, eine genaue Zahl für Svalbard allein nennt die Quelle nicht.
Amtssprache ist Norwegisch, in Barentsburg Russisch; im Tourismus wird praktisch überall Englisch gesprochen. Svalbard ist Teil des Königreichs Norwegen, gehört aber weder zur EU noch zum Schengen-Raum, was sich vor allem bei der Einreise bemerkbar macht.
Welche Orte lohnen sich auf Spitzbergen?
Longyearbyen ist Ausgangspunkt für fast jede Reise, mit Svalbard-Kirche, Nordpol-Museum und dem Svalbard Global Seed Vault als bekanntester Sehenswürdigkeit von aussen. Ausflüge führen zur Geisterstadt Pyramiden, zur Forschungsstation Ny-Ålesund oder per Boot zu Gletscherfronten und Vogelfelsen.
Longyearbyen
Die Siedlung entstand 1906 als Arctic Coal Company des Amerikaners John Munro Longyear und hiess bis 1926 Longyear City; die Kohleförderung durch die Store Norske Spitsbergen Kulkompani prägte die Stadt jahrzehntelang, bevor sie 2017 weitgehend eingestellt wurde. Heute tragen Forschung, Bildung (Universitätszentrum UNIS mit rund 350 Studierenden) und Tourismus die Wirtschaft. Zu Fuss ist der Ort in 20 bis 30 Minuten durchquert, im Sommer sind Fahrräder verbreitet.
Der Svalbard Global Seed Vault liegt 130 m tief in einem Sandsteinberg nahe Longyearbyen, seit 26. Februar 2008 in Betrieb und mit einer Kapazität für 4.5 Millionen Saatgutproben. Er dient als Sicherungskopie der weltweiten Genbanken, wird von Norwegen, dem Crop Trust und NordGen verwaltet und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, nur von aussen zu besichtigen.
Barentsburg
Die russische Bergbausiedlung liegt rund 55 km westlich von Longyearbyen und ist per Boot, Schneemobil oder organisierter Tour erreichbar; sowjetische Architektur, ein Lenin-Denkmal und eine noch aktive Kohlemine prägen den Ort.
Ny-Ålesund
Die internationale Forschungsstation ist mit rund 79° Nord die nördlichste dauerhaft bewohnte Siedlung der Welt; mehrere Länder betreiben dort ganzjährig Forschungsstationen. Individualreisende erreichen den Ort meist nur mit Expeditionsschiffen.
Pyramiden
Die einst bis zu 1'000 Einwohner zählende sowjetische Bergbausiedlung wurde 1998 verlassen und ist heute eine Geisterstadt mit Lenin-Büste am nördlichsten Standort der Welt; geführte Tagestouren ab Longyearbyen per Boot oder Schneemobil zeigen verlassene Wohnblocks und die frühere Kulturhalle.
Weiter draussen liegen die unbewohnten Teile der Inselgruppe: Nordaustlandet mit grossen Eiskappen, das flache Edgeøya mit Eisbär- und Rentierpopulationen sowie die südliche Bäreninsel, die ausschliesslich mit Expeditionsschiffen erreichbar ist.
Wann ist die beste Reisezeit für Spitzbergen?
Von rund Ende April bis Ende August herrscht Mitternachtssonne, dann geht die Sonne wochenlang nicht unter; von Mitte November bis Ende Januar dagegen Polarnacht ohne Tageslicht. Nordlichter zeigen sich am besten von Ende September bis Mitte März bei klarem, dunklem Himmel.
Longyearbyen: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte (°C) und Monatsniederschlag (mm)
| Longyearbyen | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | -5 | -6 | -8 | -4 | 1 | 6 | 10 | 9 | 5 | 0 | -3 | -5 |
| Tiefstwert °C | -11 | -12 | -15 | -11 | -3 | 3 | 6 | 5 | 1 | -5 | -8 | -11 |
| Niederschlag mm | 61 | 52 | 54 | 42 | 46 | 39 | 59 | 61 | 73 | 67 | 64 | 66 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station LONGYEAR (4 km, 27 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
| Zeitraum | Was gilt |
|---|---|
| Ende April bis Ende August | Mitternachtssonne, kein Sonnenuntergang |
| Sommer (Juni–August) | Tageshöchstwerte um 3 bis 7 °C, wenig Regen |
| Ende September bis Mitte März | Nordlicht bei klarem, dunklem Himmel sichtbar |
| Mitte November bis Ende Januar | Polarnacht, die Sonne geht nicht auf |
| Winter | Temperaturen bis −30 °C möglich, kurze Tage bzw. Dunkelheit |
Die Stationswerte von Longyearbyen zeigen selbst im wärmsten Monat, August, im Mittel nur rund 9 bis 10 °C Tageshöchstwerte; von November bis März liegen die Tiefstwerte durchgehend unter dem Gefrierpunkt. Wer Hundeschlitten- oder Schneemobiltouren sucht, reist im Winterhalbjahr, wer Bootsausflüge zu Gletschern und Vogelfelsen will, im Sommer, wenn das Packeis weiter zurückweicht.
Quellen: Visit Svalbard
Was bedeutet der Svalbard-Vertrag für Reisende?
Der Svalbard-Vertrag von 1920, in Kraft seit 1925, erkennt die volle Souveränität Norwegens über die Inselgruppe an, verpflichtet das Land aber zur Gleichbehandlung aller Vertragsstaaten: Ihre Bürgerinnen und Bürger dürfen ohne Visum oder Aufenthaltstitel unbefristet auf Svalbard leben, arbeiten und Handel treiben. Norwegen wendet diese Visumfreiheit in der Praxis auf alle Staatsangehörigkeiten an, nicht nur auf die heute 49 Vertragsparteien.
Für Reisende heisst das konkret: Es gibt weder eine Einreisegenehmigung noch eine maximale Aufenthaltsdauer für Svalbard selbst, und Pässe werden nur zur Identitätsfeststellung geprüft, nicht als Aufenthaltserlaubnis. Der Vertrag verbietet zudem eine militärische Nutzung der Inseln und verpflichtet Norwegen, die Umwelt zu schützen.
Wichtig für die Reiseplanung: Svalbard selbst gehört weder zur EU noch zum Schengen-Raum, obwohl Norwegen Schengen-Mitglied ist. Wer über das norwegische Festland anreist, durchquert dort Schengen-Gebiet und braucht je nach Staatsangehörigkeit ein Schengen-Visum für diesen Zwischenstopp, auch wenn für Svalbard selbst keines nötig ist. Für Schweizer, deutsche und österreichische Staatsangehörige als Schengen-Bürger stellt sich dieses Problem nicht.
Quellen: Wikipedia · Visit Svalbard
Was braucht man für die Einreise nach Spitzbergen?
Für Svalbard selbst ist kein Visum nötig, unabhängig von der Staatsangehörigkeit; ein gültiger Pass oder Personalausweis genügt zur Identitätsfeststellung. Weil Svalbard ausserhalb des Schengen-Raums liegt, wird bei jeder Ein- und Ausreise kontrolliert, auch bei norwegischen Staatsangehörigen und selbst bei Flügen von und nach dem norwegischen Festland.
Schweizer, deutsche und österreichische Reisende reisen in der Regel über Oslo oder Tromsø an; als Schengen-Bürger benötigen sie dafür kein zusätzliches Visum. Wichtig ist die Reiseversicherung: Die Europäische Krankenversicherungskarte gilt auf Svalbard nicht, weshalb eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport dringend empfohlen wird.
Für andere Staatsangehörigkeiten als CH/DE/AT kann für den Zwischenstopp auf dem norwegischen Festland ein Schengen-Visum nötig sein, auch wenn Svalbard selbst visumfrei ist. Massgeblich sind die aktuellen Angaben von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Welche Impfungen und Vorsorge braucht man für Spitzbergen?
Vorgeschrieben ist keine Impfung. Healthytravel.ch weist für Svalbard ausdrücklich auf ein Tollwutrisiko bei Landwildtieren hin, während auf dem norwegischen Festland Tollwut nur über Fledermäuse übertragen wird; die CDC nennt dasselbe Risiko und rät zu eingeschränkter Verfügbarkeit von Tollwutimpfstoff vor Ort.
Weil die Europäische Krankenversicherungskarte auf Svalbard nicht gilt, sollte die Reiseversicherung ausdrücklich Svalbard und einen medizinischen Rücktransport einschliessen; Behandlungskosten werden sonst direkt verrechnet. Das einzige Krankenhaus liegt in Longyearbyen und ist auf Notfälle ausgerichtet, spezialisierte Behandlungen erfolgen auf dem Festland.
FSME-Impfstoff wird in Norwegen für Teile Skandinaviens diskutiert, für Svalbard selbst nennt healthytravel.ch dazu keine Empfehlung. Wer sich für Mehrfachreisen oder Langzeitaufenthalte entscheidet, klärt eine Tollwutimpfung vorher ärztlich ab.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizer Expertenkomitee für Reisemedizin · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Spitzbergen?
Kriminalität spielt praktisch keine Rolle; die reale Gefahr sind Eisbären und das Gelände. Ausserhalb der Siedlungsgrenzen von Longyearbyen ist eine bewaffnete Begleitung oder eine organisierte, geführte Tour praktisch Pflicht, innerhalb der markierten Siedlungsgrenzen kann man sich frei bewegen.
Das Auswärtige Amt weist zudem auf besondere touristische Vorschriften hin: Für den Aufenthalt in bestimmten Gebieten gilt eine Anmeldepflicht, und Kommunikationsgeräte müssen auf Touren ausserhalb der Siedlungen mitgeführt werden. Wer campiert, meldet einen Aufenthalt von mehr als einer Woche ausserhalb ausgewiesener Bereiche vorher an.
Selbständiges Wandern ausserhalb der Siedlung ohne Erfahrung, Gewehr und Genehmigung wird von allen offiziellen Stellen abgeraten; die meisten Reisenden buchen deshalb geführte Schneemobil-, Hundeschlitten- oder Bootstouren mit ortskundigen Guides.
Quellen: Auswärtiges Amt · Visit Svalbard
Wie kommt man nach Spitzbergen?
Zwei Fluggesellschaften bedienen den Svalbard Lufthavn (LYR) bei Longyearbyen: Norwegian fliegt ganzjährig wöchentlich direkt ab Oslo, mit mehr Frequenzen zwischen März und August; SAS fliegt mehrmals wöchentlich sowohl direkt ab Oslo als auch über Tromsø, in der Hochsaison mehrmals täglich. Der Flug ab Oslo dauert rund 3 Stunden, ab Tromsø rund 1.5 Stunden.
| Strecke | Airline | Flugzeit |
|---|---|---|
| Oslo–Longyearbyen | Norwegian, SAS | rund 3 h |
| Tromsø–Longyearbyen | SAS | rund 1.5 h |
Weil Svalbard ausserhalb des Schengen-Raums liegt, wird bei jedem Flug von und nach dem Festland eine Identitätskontrolle durchgeführt, ein gültiger Pass oder Personalausweis ist also auch für diesen innernorwegisch wirkenden Flug nötig. Ein Flughafenbus in Longyearbyen fährt jede Ankunft und Abfahrt ab und hält bei Hotels und Gästehäusern.
Alternativ erreichen Expeditionskreuzfahrten Longyearbyen saisonal auf dem Seeweg, oft im Rahmen längerer Arktisreisen; ein Linien-Fährverkehr zum Festland besteht nicht.
Quellen: Visit Svalbard
Welche Währung gilt, und wie bezahlt man auf Spitzbergen?
Gezahlt wird mit der norwegischen Krone (NOK); Karten werden praktisch überall bevorzugt, Bargeld wird kaum gebraucht. Weil Svalbard steuerlich ein Sonderstatus zukommt, gibt es in Longyearbyen keine Mehrwertsteuer und einen niedrigeren Einkommensteuersatz als auf dem Festland, was Waren und Dienstleistungen etwas günstiger machen kann.
Geldautomaten gibt es in Longyearbyen; in Barentsburg und auf Touren abseits der Siedlung sollte man nicht mit Kartenzahlung rechnen. Trinkgeld ist wie im übrigen Norwegen nicht erwartet, da Löhne meist ohne Trinkgeldanteil kalkuliert sind.
Quellen: Wikipedia
Wo übernachtet man auf Spitzbergen?
Longyearbyen bündelt praktisch das gesamte Angebot, von einfachen Gästehäusern bis zu Hotels mit Expeditionscharakter; Zimmer sind wegen der begrenzten Kapazität und kurzen Saisonspitzen oft früh ausgebucht.
Ausserhalb Longyearbyens gibt es kaum reguläre Unterkünfte; wer Barentsburg oder Pyramiden besucht, tut dies meist als Tagestour oder mit einer einzelnen Übernachtung im Rahmen einer organisierten Reise. Camping ausserhalb ausgewiesener Bereiche für mehr als eine Woche muss vorher angemeldet werden.
Quellen: Auswärtiges Amt
Was isst man auf Spitzbergen?
Die Küche in Longyearbyen ist norwegisch geprägt, ergänzt um arktische Spezialitäten wie Robbe, Rentier oder Fisch aus der Barentssee; mehrere Restaurants servieren bewusst lokale und regionale Zutaten, so weit sie unter arktischen Bedingungen verfügbar sind.
Weil fast alle Lebensmittel eingeflogen oder per Schiff gebracht werden, sind Restaurantpreise deutlich höher als auf dem norwegischen Festland. Svalbard Bryggeri, die nach eigenen Angaben nördlichste kommerzielle Brauerei der Welt, nutzt Gletscherwasser für ihr Bier und lässt sich in Longyearbyen besichtigen.
Quellen: Wikipedia
Wie leben die Menschen auf Spitzbergen?
Rund 2'500 Menschen leben dauerhaft auf Svalbard, die meisten in Longyearbyen; ein grosser Teil bleibt nur einige Jahre, da die Siedlung stark von Forschung, Bildung und Tourismus statt von traditioneller Sesshaftigkeit lebt. Kulturelle Fixpunkte sind das Dark-Season-Blues-Festival und Polarjazz während der dunklen Wintermonate.
Die russische Präsenz in Barentsburg mit eigener Kohleförderung und russischsprachiger Bevölkerung geht auf sowjetische Bergbaukonzessionen zurück, die der Svalbard-Vertrag ausdrücklich erlaubt; das Nebeneinander norwegischer und russischer Siedlungen auf denselben Inseln ist eine direkte Folge der vertraglichen Gleichbehandlung aller Vertragsstaaten.
Seit 1950 werden in Longyearbyen keine neuen Bestattungen mehr vorgenommen: Damals stellten Behörden fest, dass Leichname von Opfern der Grippepandemie von 1918 im Permafrost nicht verwest waren. Verstorbene werden seither zur Bestattung aufs Festland überführt, und als todkrank geltende Bewohnerinnen und Bewohner ziehen meist vorher dorthin um; ein weit verbreitetes Gerücht, Sterben sei in Longyearbyen verboten, ist laut Wikipedia so nicht korrekt.
Was kann man auf Spitzbergen erleben?
Hundeschlitten- und Schneemobiltouren, Bootsausflüge zu kalbenden Gletschern und Vogelfelsen sowie Nordlicht- und Mitternachtssonne-Erlebnisse prägen das Programm. Alle Touren ausserhalb der Siedlungsgrenzen laufen mit ortskundigen, meist bewaffneten Guides, da Eisbären jederzeit auftauchen können.
Hundeschlittentouren werden ganzjährig angeboten, im Winter über Schnee, im Sommer mit Wagen; Schneemobilsafaris sind laut Tourismusbüro so beliebt, dass praktisch jeder Einheimische selbst eines besitzt. Boots- und Kajaktouren zeigen Gletscherfronten, Walrosskolonien und, mit Glück, Eisbären von sicherer Distanz aus.
Im Winter führen geführte Touren in Gletscherhöhlen unter dem Eis, dazu kommen mehrtägige Expeditionen und Fototouren. In der Polarnacht sind Nordlichter auch tagsüber möglich, da die Sonne wochenlang nicht aufgeht.
- Svalbard Global Seed Vault: von aussen besichtigen, kein Innenzugang für die Öffentlichkeit.
- Pyramiden: Tagestour zur verlassenen sowjetischen Bergbausiedlung per Boot oder Schneemobil.
- Minenmuseum und Nordpol-Museum: Bergbau- und Polargeschichte in Longyearbyen.
- Kajaktouren: ruhiges Paddeln in Fjorden im Sommer, oft kombiniert mit Wanderungen.
Quellen: Visit Svalbard · Wikipedia
Wie reist man auf Spitzbergen rücksichtsvoll?
Sieben Nationalparks und 23 Naturreservate schützen laut Wikipedia rund zwei Drittel der Fläche Svalbards, mit strengen Regeln für Abfall, Off-Road-Fahrten und Abstand zu Wildtieren; Drohnen sind in Naturschutzgebieten, rund um Flughäfen und über Tierkolonien eingeschränkt oder verboten.
Weil sich die Vegetation in der Kälte nur extrem langsam erholt, bleibt man auf markierten Wegen oder folgt den Anweisungen der Guides abseits davon. Anbieter mit anerkannten Umweltzertifikaten und kleinen Gruppengrössen gelten als rücksichtsvollere Wahl bei Boots- und Schneemobiltouren.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt
Womit lässt sich Spitzbergen kombinieren?
Am naheliegendsten mit Nordnorwegen: Tromsø ist mit rund 1.5 Flugstunden das nächstgelegene Drehkreuz und selbst ein bekanntes Ziel für Nordlicht und Fjorde. Auch ein Zwischenstopp in Oslo lässt sich leicht einbauen, da beide Fluggesellschaften von dort mehrmals wöchentlich starten.
Wer länger in der Arktis bleiben will, kombiniert Spitzbergen gelegentlich mit einer Expeditionskreuzfahrt, die auch Grönland oder die Framstrasse einschliesst; solche Routen werden saisonal von spezialisierten Reedereien angeboten.
Quellen: Visit Svalbard
Für wen eignet sich Spitzbergen, für wen weniger?
Die Inselgruppe passt zu Reisenden, die arktische Wildnis, Extremklima und ein hohes Mass an geführten statt eigenständigen Aktivitäten akzeptieren. Weniger geeignet ist sie für Reisende, die auf eigene Faust wandern, ein grosses Restaurant- und Nachtleben oder mildes Wetter suchen.
- Passt gut: Fotografinnen und Fotografen von Nordlicht oder Mitternachtssonne, Abenteuerlustige, die geführte Hundeschlitten- oder Schneemobiltouren suchen, Interessierte an Polar- und Bergbaugeschichte.
- Passt weniger: Reisende, die selbständig ohne Guide wandern wollen, denn das ist ausserhalb der Siedlung aus Sicherheitsgründen praktisch nicht erlaubt; alle, die auf ein grosses Freizeitangebot oder mildes Klima Wert legen.
Quellen: Visit Svalbard