Ein Frachtschiff durchquert die Schleusenkammern von Miraflores am Panama-Kanal

Land · Nord- und Mittelamerika

Panama

Panama ist der schmalste Punkt zwischen zwei Kontinenten: Am Kanal trennen Pazifik und Karibik nur rund 80 km. Dazwischen liegen die Wolkenkratzer und die Kolonialaltstadt Panama-Stadts, Kaffeeberge um Boquete, Regenwald mit fünf indigenen Comarcas und über 1'000 Inseln vor beiden Küsten.

Foto: Brian J. Tromp auf Unsplash

Reisewissen · geprüfte Inhalte, mit Quelle · getrennt von der Reiseplanung

Hauptstadt
Panama-Stadt
Amtssprache
Spanisch; indigene Sprachen wie Ngäbere und Guna, Englisch als verbreitete Fremdsprache
Währung
Balboa (PAB), seit 1904 fest 1:1 an den US-Dollar gekoppelt; im Alltag zirkuliert der US-Dollar
Zeitzone
UTC−5, keine Sommerzeit
Internationale Flughäfen
Tocumen (PTY) bei Panama-Stadt, Enrique Malek (DAV) in David, Bocas del Toro (BOC)
Beste Reisezeit
Pazifikseite: Trockenzeit Mitte Dezember bis April; Karibikseite: kleine Trockenzeit im Juli/August
Einreise CH/DE/AT
visumfrei bis 90 Tage, Pass mit Restgültigkeit, Weiterreise- und Geldmittelnachweis (Stand September 2026)
Stecker und Spannung
Typ A/B, 120 V, 60 Hz
Notruf
Polizei 104, Feuerwehr/Ambulanz 911
Impfungen
Gelbfieber empfohlen östlich des Kanals (nicht Panama-Stadt, Kanalzone, Pearl Islands, San Blas); Hepatitis A
Trinkgeld
in Restaurants rund 10 %, sofern nicht schon als Servicegebühr auf der Rechnung

Was erwartet Reisende in Panama?

Kurz gesagt

Panama verbindet auf engstem Raum zwei Ozeane: Der Kanal quert das Land auf rund 80 km zwischen Pazifik und Karibik. Zentrum jeder Reise ist Panama-Stadt mit der Kolonialaltstadt Casco Viejo, seit 1997 UNESCO-Welterbe, dahinter liegen Kaffeeberge, Regenwald und über 1'000 Inseln vor beiden Küsten.

Von den Hochhäusern Panama-Stadts bis zu den Guna-Inseln im Karibischen Meer liegen oft nur wenige Autostunden. Boquete in den Bergen von Chiriquí liegt auf über 1'000 m und produziert den gesuchten Geisha-Kaffee, an der karibischen Nordküste liegen die neun Hauptinseln von Bocas del Toro. Für eine erste Reise bietet sich die Verbindung von Panama-Stadt und Kanal mit einer Küstenregion an, etwa Bocas del Toro, Boquete oder dem Guna-Territorium.

Von Reisen in den Osten und Süden der Provinz Darién sowie in die Grenzregionen Emberá-Wounaan und Guna Yala zu Kolumbien raten EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA ab: Dort operieren bewaffnete Gruppen, Schmuggler und kolumbianische Drogenbanden.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · UNESCO World Heritage Centre · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA

Wie ist Panama als Reiseland aufgebaut?

Kurz gesagt

Panama ist im Kern ein schmaler Isthmus: Am Kanal liegen Pazifik und Karibik nur rund 80 km auseinander, doch dazwischen erhebt sich die Cordillera Central bis auf 3'474 m. Reisen gliedern sich meist in Panama-Stadt mit Kanal, die Karibikseite, das Hochland um Boquete und die Pazifikinseln.

Herzstück bleibt der 1914 eröffnete Kanal, der seit der Erweiterung von 2016 auch die grösseren Neopanamax-Schiffe durch eine dritte, breitere Schleusenspur führt. Die Panama Canal Authority zählt zurzeit rund 33 bis 36 Transits täglich; die Fahrt durch eine Schleusenkammer von Miraflores dauert nur wenige Minuten.

Fünf indigene Völker verwalten eigene Comarcas mit weitgehender Selbstverwaltung. Die Guna erkämpften sich 1925 als eine der ersten indigenen Nationen Lateinamerikas Autonomie über ihr Territorium Guna Yala mit rund 365 Inseln; Fremdbesitz von Land ist dort bis heute verboten. Im Westen liegt die Comarca Ngäbe-Buglé, im Osten die Comarca Emberá-Wounaan.

Höchster Punkt des Landes ist der Vulkan Volcán Barú mit 3'474 m nahe Boquete: Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfel bis zu beiden Ozeanen zugleich, ein Effekt, den nur wenige Orte weltweit bieten.

Quellen: Autoridad del Canal de Panamá (ACP) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Welche Regionen lohnen sich in Panama?

Kurz gesagt

Die Klassiker sind Panama-Stadt mit Kanal und Casco Viejo, die Karibikinseln von Bocas del Toro, das Kaffeehochland um Boquete und die autonomen Guna-Inseln von Guna Yala. Naturliebhaber reisen weiter zum Nationalpark Coiba im Pazifik oder in den kaum erschlossenen Darién.

Panama-Stadt und Casco Viejo

Die Hauptstadt vereint eine Skyline aus Hochhäusern mit der Kolonialaltstadt Casco Viejo im Stadtteil San Felipe: 1673 nach der Zerstörung des ursprünglichen Panamá Viejo durch Piraten gegründet, seit 1997 gemeinsam mit den Ruinen von Panamá Viejo UNESCO-Welterbe. An der Plaza de la Independencia stehen die Kathedrale Santa María la Antigua, das Interozeanische Museum und das Nationaltheater; enge Kopfsteinpflastergassen mit spanisch-französischer Kolonialarchitektur laden zum Bummeln ein.

Panama-Kanal und Miraflores

Das Miraflores Visitor Center der Kanalbehörde liegt rund 30 Fahrminuten von Panama-Stadt entfernt und zeigt von Aussichtsterrassen aus, wie Schiffe wenige Meter entfernt gehoben und gesenkt werden; ein IMAX-Kino und Ausstellungen erklären Geschichte und Technik der Schleusen. Schiffe passieren meist am frühen Morgen oder späten Nachmittag, dazwischen liegt eine ruhigere Pause.

Bocas del Toro

Der karibische Archipel besteht aus neun Hauptinseln und Tausenden Mangroven-Eilanden bei konstant rund 26 °C Wassertemperatur. Wassertaxis verbinden Isla Colón mit Isla Carenero und Isla Bastimentos; auf den drei Hauptinseln führen über 20 Wanderwege durch den Regenwald. In der Bucht Dolphin Bay leben ganzjährig Delfine, vor Coral Cay liegen Schnorchelriffe, und die Wellen von Bocas gelten unter Surfern als eine der verlässlichsten Adressen Mittelamerikas.

Boquete und das Kaffeehochland

Boquete liegt auf rund 1'200 m in den Bergen von Chiriquí, keine 100 km von der costa-ricanischen Grenze. Auf Plantagen zwischen 1'000 und 2'100 m wachsen über zehn Kaffeesorten, darunter der prämierte Geisha-Kaffee; Touren führen vom Anbau bis zur Röstung. Der Vulkan Volcán Barú lässt sich über zwei Routen besteigen, die Los-Llanos- und die Boquete-Route, dazu locken Zip-Lines und Rafting auf dem Río Chiriquí Viejo.

Guna Yala (San Blas)

Das autonome Territorium der Guna reiht rund 365 flache Koralleninseln vor der Karibikküste auf, von denen nur ein Teil bewohnt ist. Besucher zahlen ein Eintrittsgeld an die Guna-Verwaltung und übernachten in einfachen, von der Gemeinschaft betriebenen Unterkünften ohne grosse Resorts; Landbesitz durch Fremde ist verboten, Fotografieren von Personen nur mit Erlaubnis erlaubt. Für die Einreise braucht es den physischen Pass am Kontrollposten.

Nationalpark Coiba

Coiba, mit rund 500 km² die grösste Insel Mittelamerikas, bildet zusammen mit 38 kleineren Inseln einen seit 2005 als UNESCO-Welterbe geschützten Nationalpark über mehr als 270'000 ha Wald und Meer. Das Riff von Bahía Damas misst 135 ha und zählt zu den ausgedehntesten Korallenriffen der mittelamerikanischen Pazifikküste; Taucher treffen auf Walhaie, Mantarochen und Hammerhaie. Zugang bietet meist Santa Catalina per Boot, Übernachtungen sind nur in der einfachen Rangerstation möglich, der Eintritt läuft über die Online-Plattform von MiAmbiente.

Darién

Der Nationalpark Darién ist mit Abstand der grösste des Landes und schützt Regenwald bis zur kolumbianischen Grenze; die Rangerstation Pirre bei El Real bietet einfache Unterkunft für Vogelbeobachter. Reisen in den Süden und Osten der Provinz, insbesondere die Region, durch die Migranten auf dem Landweg Richtung Norden ziehen, gelten laut EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA als gefährlich und werden nicht empfohlen.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · UNESCO World Heritage Centre · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Autoridad del Canal de Panamá (ACP) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Ministerio de Ambiente de Panamá (MiAmbiente) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt

Wann ist die beste Reisezeit für Panama?

Kurz gesagt

Panama kennt keine Jahreszeiten, sondern eine Trockenzeit («verano») etwa von Mitte Dezember bis April und eine Regenzeit («invierno») von Mai bis November. Die Pazifikseite folgt diesem Muster klar, an der Karibikküste um Bocas del Toro regnet es das ganze Jahr, mit einer kleineren Trockenphase im Juli und August.

In Panama-Stadt fällt laut den Stationsdaten am wenigsten Regen zwischen Januar und März, am meisten zwischen Oktober und November; die Temperaturen bleiben übers Jahr nahezu konstant zwischen rund 24 und 32 °C. Mitten in der Regenzeit sorgt der «veranillo», ein kurzes trockenes Fenster im August, für eine Verschnaufpause.

Panama-Stadt: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag

Panama-StadtJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Höchstwert °C323233333231313131303031
Tiefstwert °C242525252525252525252424
Niederschlag mm20918107245253204220245260248108

Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MARCOS A GELABERT I (2 km, 10 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.

An der Karibikseite bei Bocas del Toro und im Kanalgebiet fällt ganzjährig deutlich mehr Regen als am Pazifik; die kürzeste Trockenphase liegt dort im Hochsommer. Für Bergtouren auf den Volcán Barú und für den mehrtägigen Grenzweg Sendero Los Quetzales eignet sich vor allem die Pazifik-Trockenzeit, weil Pfade sonst rutschig werden.

Reisezeit nach Region
RegionGünstige MonateZu beachten
Panama-Stadt, Kanal, PazifikküsteMitte Dezember bis Aprilmeiste Sonnenstunden, wenig Regen
Bocas del Toro (Karibik)September/Oktober, Februar/März; kleine Trockenzeit Juli/Augustganzjährig Niederschlag möglich
Boquete, Volcán BarúDezember bis Aprilnachts unter 10 °C, «Bajareque»-Nieselregen häufig
Coiba, PazifikinselnDezember bis Aprilbeste Sicht zum Tauchen

Quellen: Globetrotter Travel Service · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Was brauche ich für die Einreise nach Panama?

Kurz gesagt

Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ohne Visum ein und brauchen einen Reisepass mit ausreichender Restgültigkeit. Verlangt werden zudem ein Nachweis der Weiterreise und ausreichende Geldmittel; massgeblich ist die panamaische Migrationsbehörde (Stand September 2026).

  • Visum: touristische Aufenthalte bis 90 Tage sind für Schweizer, Deutsche und Österreicher visumfrei.
  • Pass: gültiger Reisepass, laut Auswärtigem Amt mit mindestens drei Monaten Restgültigkeit über den Aufenthalt hinaus.
  • Weiterreise: ein Rück- oder Weiterflugticket muss vorgelegt werden können.
  • Geldmittel: Migración Panamá verlangt einen Nachweis der Zahlungsfähigkeit für den Aufenthalt; das Auswärtige Amt nennt als Richtwert rund 1'000 USD, das BMEIA rund 500 USD.
  • Guna Yala: eigener Zugang über die Guna-Verwaltung mit Eintrittsgeld, physischer Pass beim Grenzposten nötig.
  • Andere Staatsangehörigkeiten: Für sie gelten eigene Regeln. Auskunft geben die Botschaften Panamas sowie Migración Panamá.

Massgeblich ist Migración Panamá; EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA fassen deren Regeln zusammen, diese können sich kurzfristig ändern (Stand 20. September 2026).

Quellen: Servicio Nacional de Migración de Panamá · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel

Welche Impfungen und Vorsorge braucht es für Panama?

Kurz gesagt

healthytravel.ch empfiehlt Gelbfieber für alle Festlandgebiete östlich des Kanals, nicht aber für Panama-Stadt, die Kanalzone, die Pearl Islands und Guna Yala. Malaria kommt mit mittlerem bis geringem Risiko vor allem östlich des Kanals und in Ngäbe-Buglé vor; Panama-Stadt selbst gilt als malariafrei.

Hepatitis A wird allen Reisenden empfohlen, Hepatitis B und Tollwut je nach Reisestil. Für Regionen östlich des Kanals, in Panamá Este und im Darién rät healthytravel.ch zusätzlich zu einer Notfall-Selbstbehandlung gegen Malaria; anderswo genügt konsequenter Mückenschutz. Bei Fieber über 37.5 °C sollte vor Ort umgehend ein Malariatest gemacht werden.

Dengue, Zika und Chikungunya kommen landesweit vor, daher gilt Mückenschutz rund um die Uhr. Das CDC nennt zusätzlich Leishmaniose durch Sandfliegen, Chagas-Krankheit durch Raubwanzen sowie Leptospirose nach Kontakt mit Süsswasser oder feuchtem Boden; eine medizinische Evakuierungsversicherung wird empfohlen, weil die Versorgung ausserhalb der Hauptstadt eingeschränkt ist.

Quellen: healthytravel.ch (Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin) · Centers for Disease Control and Prevention, Travelers' Health · Auswärtiges Amt

Wie sicher ist Panama für Reisende?

Kurz gesagt

EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA raten übereinstimmend von Reisen in den Osten und Süden der Provinz Darién sowie ins Grenzgebiet zu Kolumbien ab. In Panama-Stadt und den Touristenregionen gilt erhöhte Vorsicht wegen Raubüberfällen, in Colón wird von organisierten Landausflügen ausserhalb der Gruppe abgeraten (Stand September 2026).

  • Darién: Reisen in den Osten und Süden der Provinz südlich von Yaviza sowie in die Grenzregionen Emberá-Wounaan und Guna Yala zu Kolumbien werden von allen drei Aussenministerien nicht empfohlen; dort sind kriminelle Banden und Drogenschmuggler aktiv.
  • Panama-Stadt: Überfälle häufen sich in den Vierteln San Miguelito, Tocumen, Juan Díaz, El Chorrillo, Santa Ana und Curundú; von nächtlichen Spaziergängen abseits der Touristenzonen wird abgeraten.
  • Colón: erhöhtes Risiko bewaffneter Überfälle; Landausflüge nur organisiert oder mit ortskundiger Begleitung.
  • Unruhen: Wegen sozialer Spannungen kommt es wiederholt zu Strassenblockaden, Streiks und Demonstrationen, die Reisen kurzfristig behindern können.
  • Drogen: Besitz und Handel werden hart bestraft, auch bei kleinen Mengen drohen laut Auswärtigem Amt lange Haftstrafen.

Aktuelle Hinweise: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA.

Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA

Wie reist man nach Panama an und im Land herum?

Kurz gesagt

Wichtigster Ankunftsflughafen ist Tocumen (PTY) bei Panama-Stadt, Drehkreuz der Fluggesellschaft Copa Airlines mit Nonstopflügen zu rund 96 Zielen in 37 Ländern. Kleinere Ankunftsflughäfen sind Enrique Malek (DAV) in David und der Airstrip von Bocas del Toro (BOC); im Land ist das Kleinflugzeug oft schneller als die Strasse.

Nonstop-Verbindungen nach Panama-Stadt (PTY) nach Weltregion (Stand September 2026)
RegionBeispielzieleAirlines
EuropaMadrid, Paris, Amsterdam, IstanbulCopa Airlines, Air France, Turkish Airlines
NordamerikaMiami, New York, Los Angeles, TorontoCopa Airlines, United, American, Air Canada
Mittelamerika und KaribikSan José, Havanna, Punta CanaCopa Airlines und weitere
SüdamerikaBogotá, Lima, São Paulo, Buenos AiresCopa Airlines, Avianca
Naher OstenIstanbulTurkish Airlines

Die längste Nonstopstrecke ab Tocumen führt laut FlightConnections nach Istanbul: rund 10'812 km, geflogen von Turkish Airlines in etwa 12 h 50 min. Copa Airlines allein bedient ab PTY 87 Ziele und macht den Flughafen zum wichtigsten Umsteigepunkt zwischen Nord- und Südamerika.

Zwischen den Regionen ist das Flugzeug meist die schnellste Verbindung: Air Panama und weitere Kleinfluggesellschaften fliegen von Albrook (Marcos A. Gelabert, PAC) in Panama-Stadt mehrmals täglich nach Bocas del Toro, David und in den Darién. Über Land verbindet die Interamericana Panama-Stadt mit David und Boquete in rund 6 bis 7 Fahrstunden; nach Bocas del Toro schliesst sich ab Almirante eine kurze Bootsfahrt an.

In den Kanal-Nachbarländern Costa Rica im Westen und Kolumbien im Osten endet die Panamericana am Darién-Urwald: Es gibt keine durchgehende Strasse nach Südamerika, die berüchtigte «Darién Gap» lässt sich nur mit Booten und zu Fuss und wegen der Sicherheitslage nicht touristisch durchqueren.

Quellen: FlightConnections · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt

Was muss man zu Geld und Kosten in Panama wissen?

Kurz gesagt

Panama bezahlt in US-Dollar, den es Balboa nennt und der seit 1904 fest 1:1 an den Dollar gekoppelt ist; eigene Banknoten druckt das Land nicht, nur Münzen. Kredit- und Debitkarten funktionieren in Städten und grösseren Orten problemlos, im Darién und auf abgelegenen Inseln braucht es dagegen Bargeld.

Der Eintritt in Guna Yala kostet laut mehreren Anbietern rund 22 USD pro ausländischem Gast plus eine kleine Hafengebühr; der Zugang zum Nationalpark Coiba wird online über die Zahlungsplattform von MiAmbiente gebucht, die Gebühren richten sich nach Schutzgebiet und Staatsangehörigkeit. Der Besuch des Miraflores Visitor Center am Kanal kostet für internationale Gäste zwischen rund 7 und 17 USD, je nach gewähltem Bereich.

In Restaurants ist ein Trinkgeld von rund 10 % üblich, sofern die Rechnung nicht schon eine Servicegebühr enthält; Taxifahrten werden meist ohne Trinkgeld beglichen. Weil die Landeswährung faktisch der US-Dollar ist, entfällt beim Wechseln aus dem Dollarraum jedes Kursrisiko.

Quellen: Ministerio de Ambiente de Panamá (MiAmbiente) · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel · Wise · Wikipedia

Wo übernachtet man in Panama?

Kurz gesagt

Panama-Stadt bietet vom Hostel bis zum Businesshotel in Casco Viejo alles, in Boquete und Bocas del Toro dominieren kleine Lodges und Boutiquehotels. Im Nationalpark Coiba gibt es nur die einfache Rangerstation, in Guna Yala übernachtet man ausschliesslich in von den Guna selbst betriebenen Unterkünften.

In Bocas del Toro liegen viele Unterkünfte direkt am Wasser oder nur per Boot erreichbar; in Boquete reicht die Auswahl von einfachen Fincas bis zu Lodges mit Blick auf den Volcán Barú. Coiba erlaubt Übernachtungen nur in wenigen, einfachen Zweibettzimmern der Rangerstation mit Klimaanlage, Reservierung läuft über MiAmbiente.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Was isst man in Panama?

Kurz gesagt

Die Küche ist von Fisch, Reis und tropischen Früchten geprägt. Zu den Nationalgerichten zählen Sancocho, ein Hühnereintopf mit Ñame-Knolle, sowie Ceviche und gebratene Kochbananen (Patacones); in Bocas del Toro kommen karibische Kokosnoten dazu, in Boquete steht Kaffee direkt von der Plantage auf der Karte.

Frühstücksklassiker sind Hojaldras, frittiertes Fladenbrot, und Tamales in Bananenblättern. An der Karibikküste würzt Kokosmilch Fisch- und Reisgerichte, etwa Rice and Beans nach karibischer Art. In Boquete führen mehrere Fincas durch den Anbau des Geisha-Kaffees bis zur Verkostung frisch gerösteter Bohnen.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Welche Kultur prägt Panama?

Kurz gesagt

Panamas Bevölkerung ist ethnisch stark gemischt: Mestizen, Nachfahren afrikanischer Einwanderer, Guna, Ngäbe-Buglé, Emberá-Wounaan und weitere indigene Völker sowie eine grosse chinesische und westindische Gemeinschaft prägen das Land. Fünf Comarcas verwalten sich weitgehend selbst und bewahren eigene Sprachen und Bräuche.

Die Guna sind für ihre gewebten und applizierten Molas bekannt, farbenfrohe Textilbilder, die traditionell auf der Kleidung der Frauen getragen werden. In den Comarcas wird erwartet, vor dem Fotografieren von Personen um Erlaubnis zu fragen und die eigene Verwaltung der Gemeinschaften zu respektieren.

Panama-Stadt selbst gilt dank der Mischung aus karibischer, lateinamerikanischer und internationaler Küche als eine von der UNESCO für Gastronomie ausgezeichnete Stadt; Casco Viejo verbindet historische Bausubstanz mit einer lebendigen Bar- und Musikszene.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Was sind die schönsten Erlebnisse in Panama?

Kurz gesagt

Zu den eindrücklichsten Erlebnissen zählen die Kanalfahrt oder der Blick von Miraflores auf ein durchfahrendes Schiff, Tauchen mit Walhaien vor Coiba, eine Übernachtung auf einer Guna-Insel in Guna Yala und der Sonnenaufgang auf dem Volcán Barú mit Blick auf beide Ozeane.

  • Miraflores: Schiffsdurchfahrt von den Aussichtsterrassen aus verfolgen, am besten am frühen Morgen oder späten Nachmittag, wenn die meisten Schiffe passieren.
  • Coiba: Tauchen oder Schnorcheln mit Walhaien, Mantarochen und Hammerhaien im Riff von Bahía Damas.
  • Volcán Barú: Nachtaufstieg über die Boquete- oder Los-Llanos-Route für den Sonnenaufgang mit Blick auf Pazifik und Karibik zugleich.
  • Guna Yala: Bootstour zwischen den Koralleninseln, Übernachtung in einer Guna-geführten Hütte ohne Wifi.
  • Bocas del Toro: Bootsausflug zur Dolphin Bay und Schnorcheln am Coral Cay.

Wer Vögel sucht, findet im Nationalpark Soberanía nahe des Kanals über 500 registrierte Arten auf kleinem Raum; die Region gilt unter Birdern als eine der artenreichsten der Welt auf so begrenzter Fläche.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com)

Wie reist man in Panama verantwortungsvoll?

Kurz gesagt

Guna Yala wird vollständig von den Guna selbst verwaltet: Grossresorts sind verboten, Einnahmen aus Eintritt und Unterkunft bleiben in der Gemeinschaft. Im Nationalpark Coiba sind Übernachtungen auf die Rangerstation begrenzt, um den einstigen Straflager-Regenwald zu schonen.

MiAmbiente verlangt für die meisten Schutzgebiete eine vorherige Online-Buchung, die Kapazitäten begrenzt und Einnahmen in den Unterhalt der Parks lenkt. In den Comarcas gilt: keine Souvenirs aus geschützten Materialien kaufen, Wildtiere nicht füttern und lokale Guides buchen.

Quellen: Ministerio de Ambiente de Panamá (MiAmbiente) · Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel

Womit lässt sich Panama kombinieren?

Kurz gesagt

Naheliegend ist Costa Rica im Westen, mit dem sich die Vulkane und Cloud Forests jenseits der Grenze bei Boquete gut verbinden lassen. Nach Kolumbien führt kein Landweg durch den unpassierbaren Darién, dafür verbindet Copa Airlines Panama-Stadt als Drehkreuz mit fast jedem Ziel in Süd- und Mittelamerika.

Costa Rica lässt sich über den Grenzübergang bei Paso Canoas oder per Kurzflug anschliessen. Wer weiter nach Südamerika reist, fliegt über Tocumen um, weil die Landverbindung durch den Darién fehlt; beliebte Anschlussziele ab Panama-Stadt sind Bogotá, Lima und die Karibikinseln.

Quellen: FlightConnections · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA

Für wen eignet sich Panama, für wen weniger?

Kurz gesagt

Panama passt zu Reisenden, die auf kurzem Weg Grossstadt, Regenwald, Berge und Karibik- wie Pazifikstrände verbinden wollen. Weniger geeignet ist es für alle, die eine durchgehende Landreise nach Kolumbien planen oder abgelegene Grenzregionen auf eigene Faust ohne Führung erkunden möchten.

Wer Wert auf einfache Logistik legt, profitiert vom Dollar als Landeswährung und von Copa Airlines' dichtem Streckennetz ab Tocumen. Für Familien eignen sich Boquete und Bocas del Toro gut; wer strikt durchgeplante Touren meidet, findet in Guna Yala ein Ziel mit eigenem, langsamerem Rhythmus.

Quellen: Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com) · FlightConnections

Gut zu kombinieren

Klarheit vor der Reise

Häufige Fragen

Die wichtigsten Antworten zu Panama.

Brauchen Schweizer ein Visum für Panama?

Nein, für touristische Aufenthalte bis 90 Tage nicht. Nötig sind ein gültiger Reisepass, ein Nachweis der Weiterreise und ausreichende Geldmittel; massgeblich sind die Vorgaben von Migración Panamá.

Welche Währung braucht man in Panama?

US-Dollar, den Panama offiziell Balboa nennt und seit 1904 fest 1:1 an den Dollar gekoppelt hat. Das Land druckt keine eigenen Banknoten, nur Münzen; Dollar-Bargeld wird überall akzeptiert.

Ist Panama-Stadt sicher für Touristen?

EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA raten nicht generell von Panama-Stadt ab, mahnen aber zu Vorsicht in Vierteln wie San Miguelito, El Chorrillo und Curundú sowie zu Zurückhaltung bei nächtlichen Spaziergängen ausserhalb der Touristenzonen.

Warum wird vom Darién abgeraten?

Im Osten und Süden der Provinz, insbesondere im Grenzgebiet zu Kolumbien, sind bewaffnete Gruppen, Schmuggler und Drogenbanden aktiv. EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA raten übereinstimmend von Reisen dorthin ab.

Kann man von Panama aus über Land nach Kolumbien reisen?

Nein. Die Panamericana endet am Darién-Urwald, es gibt keine durchgehende Strasse nach Südamerika. Die «Darién Gap» ist nur zu Fuss und mit Booten passierbar und wegen der Sicherheitslage nicht touristisch empfohlen.

Wann ist die beste Reisezeit für den Panama-Kanal und Panama-Stadt?

Von Mitte Dezember bis April, in der Trockenzeit der Pazifikseite, mit den meisten Sonnenstunden und dem wenigsten Regen. Der Kanal selbst ist ganzjährig in Betrieb und unabhängig von der Jahreszeit zu besichtigen.

Braucht man für Panama eine Gelbfieberimpfung?

healthytravel.ch empfiehlt sie für alle Festlandgebiete östlich des Kanals, nicht aber für Panama-Stadt, die Kanalzone, die Pearl Islands und Guna Yala. Vor der Reise gehört die Entscheidung in eine reisemedizinische Beratung.

Wie kommt man zu den Kaieteur-ähnlichen Highlights von Coiba?

Der übliche Weg führt per Boot ab Santa Catalina an der Pazifikküste, rund eine bis anderthalb Stunden Fahrt. Der Eintritt in den Nationalpark läuft über die Online-Plattform von MiAmbiente, Übernachtungen sind nur in der einfachen Rangerstation möglich.

Ist Guna Yala mit dem eigenen Auto erreichbar?

Der Zugang erfolgt meist per Kleinflugzeug ab Albrook in Panama-Stadt oder über eine mehrstündige Fahrt plus Bootstransfer. Landbesitz und grosse Bauten sind Fremden im Territorium der Guna verboten, was die Infrastruktur bewusst einfach hält.

Wie hoch ist der Volcán Barú?

Er misst rund 3'474 m und ist damit der höchste Punkt Panamas. Bei klarer Sicht reicht der Blick vom Gipfel bis zum Pazifik und zur Karibik gleichzeitig, ein seltener Effekt aufgrund der Schmalheit des Landes an dieser Stelle.

Welche Sprache spricht man in Guna Yala?

Amtssprache Panamas ist Spanisch, im Guna-Territorium sprechen die Bewohner zusätzlich Guna. Für Reisende genügt in der Regel Spanisch, in touristischen Lodges wird oft auch Englisch verstanden.

Gibt man in Panama Trinkgeld?

In Restaurants sind rund 10 % üblich, sofern die Rechnung nicht bereits eine Servicegebühr enthält. Bei Taxifahrten wird meist kein Trinkgeld erwartet.

Welche Malariagebiete gibt es in Panama?

Ein mittleres bis geringes Risiko besteht vor allem östlich des Kanals, in Teilen von Ngäbe-Buglé und auf den San-Blas-Inseln; Panama-Stadt selbst gilt als malariafrei. Für Panamá Este und den Darién empfiehlt healthytravel.ch zusätzlich eine Notfall-Selbstbehandlung.

Wie viele Direktflüge gibt es ab Panama-Stadt?

FlightConnections zählt ab Tocumen rund 96 Nonstopziele in 37 Ländern, davon 87 allein mit dem dortigen Drehkreuz von Copa Airlines. Das macht Panama-Stadt zu einem der wichtigsten Umsteigepunkte zwischen Nord- und Südamerika.

Wann wurde der Panama-Kanal erweitert?

Die dritte Schleusenspur für grössere Neopanamax-Schiffe ging am 26. Juni 2016 in Betrieb, nach einem Volksentscheid von 2006. Seither steigt der Anteil der grossen Schiffe am Verkehr des Kanals stetig.

Braucht man für Casco Viejo einen Führer?

Nicht zwingend, das Viertel lässt sich gut zu Fuss erkunden. Ein Guide hilft aber, die Geschichte der 1673 gegründeten Altstadt und die Ruinen des zerstörten Panamá Viejo einzuordnen, beide gemeinsam UNESCO-Welterbe seit 1997.

Quellen und Stand

Woher die Angaben stammen

Stand: 20. September 2026, redaktionell geprüft von TalkTravel Redaktion. Bei Einreise, Sicherheit und Gesundheit sind die verlinkten amtlichen Stellen massgeblich.

  1. Reisehinweise für Panama, Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA, abgerufen 20. September 2026
  2. Panama: Reise- und Sicherheitshinweise, Auswärtiges Amt, abgerufen 20. September 2026
  3. Reiseinformation Panama, Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten BMEIA, abgerufen 20. September 2026
  4. Panama: Impfungen und Malaria, healthytravel.ch (Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin), abgerufen 20. September 2026
  5. Panama – Traveler view, Centers for Disease Control and Prevention, Travelers' Health, abgerufen 20. September 2026
  6. Archaeological Site of Panamá Viejo and Historic District of Panamá, UNESCO World Heritage Centre, abgerufen 20. September 2026
  7. Turistas, Servicio Nacional de Migración de Panamá, abgerufen 20. September 2026
  8. Parques Nacionales, Ministerio de Ambiente de Panamá (MiAmbiente), abgerufen 20. September 2026
  9. Discover the Expanded Canal, Autoridad del Canal de Panamá (ACP), abgerufen 20. September 2026
  10. Panamá, close to everything, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  11. Discover Casco Antiguo, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  12. Bocas del Toro, Panamá, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  13. Boquete's Coffee Experience, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  14. Volcan Baru National Park, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  15. Parque Nacional Coiba, Autoridad de Turismo de Panamá (tourismpanama.com), abgerufen 20. September 2026
  16. Guna Yala rules, autonomy and how to visit San Blas, Anemoi San Blas / Guna Yala Panama Travel, abgerufen 20. September 2026
  17. Direct flights from Panama City Tocumen (PTY), FlightConnections, abgerufen 20. September 2026
  18. Panamanian balboa, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  19. UTC−05:00, Wikipedia, abgerufen 20. September 2026
  20. Beste Reisezeit Panama, Globetrotter Travel Service, abgerufen 20. September 2026
  21. Tipping in Panama, Wise, abgerufen 20. September 2026

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