Was erwartet Reisende in Brasilien?
Brasilien hat mit rund 8.5 Millionen km² die Grösse eines Kontinents und zählte beim Zensus 2022 gut 203 Millionen Einwohner. Eine Reise führt deshalb meist in zwei oder drei Grossräume: an die Küste zwischen Rio de Janeiro und Salvador, zu den Iguaçu-Fällen, ins Pantanal oder an den Amazonas.
Die Distanzen machen Inlandflüge zum Normalfall; Eisenbahnen gibt es laut Auswärtigem Amt nur wenige. Wer aus dem Ausland ankommt und weiterfliegt, holt das Gepäck am ersten brasilianischen Flughafen ab und gibt es für den Anschlussflug neu auf.
Diese Seite ordnet das Land nach Grossräumen: Südosten (Rio de Janeiro, Costa Verde, São Paulo), Nordosten (Salvador, Chapada Diamantina, Recife, Olinda), Amazonas, Mittelwesten (Pantanal, Bonito) und Süden (Iguaçu). Zu Fernando de Noronha und zum Amazonas gibt es eigene Seiten.
Quellen: Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) · Auswärtiges Amt
Wie ist Brasilien als Reiseland?
Brasilien verbindet Millionenstädte wie São Paulo mit 11.45 Millionen Einwohnern (Zensus 2022) und Rio de Janeiro mit Naturräumen, die zum UNESCO-Welterbe zählen: Iguaçu, das Pantanal, Fernando de Noronha und das zentrale Amazonasgebiet. Dazu kommen Kolonialstädte wie Salvador, Olinda und Paraty.
Landessprache ist Portugiesisch. Englisch ist laut Auswärtigem Amt ausserhalb grosser Hotels und touristischer Zentren wenig verbreitet, im Süden wird teilweise Spanisch verstanden.
Europäische, afrikanische und indigene Einflüsse prägen das Land. Salvador war von 1549 bis 1763 die erste Hauptstadt und ab 1558 der erste Sklavenmarkt der Neuen Welt, wie die UNESCO festhält. Die Samba de Roda aus dem Recôncavo von Bahia hat laut UNESCO den städtischen Samba in Rio de Janeiro beeinflusst.
EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA beschreiben eine hohe Kriminalität, vor allem in den Grossstädten. Organisierte Transfers, ortskundige Guides und der Verzicht auf nächtliche Überlandfahrten machen das Reisen deutlich entspannter.
Quellen: Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO Intangible Cultural Heritage · Auswärtiges Amt
Welche Regionen lohnen sich in Brasilien?
Die klassischen Ziele sind Rio de Janeiro mit Costa Verde und Paraty, São Paulo, Salvador mit der Chapada Diamantina, Recife und Olinda sowie die Naturräume Amazonas, Pantanal, Bonito und die Iguaçu-Fälle an der Grenze zu Argentinien. Die Inselgruppe Fernando de Noronha liegt rund 340 km vor der Küste.
Rio de Janeiro
Die UNESCO hat 2012 Rios Landschaft zwischen Bergen und Meer als Welterbe eingetragen, vom Tijuca-Massiv mit 1’021 m bis zu Zuckerhut, Corcovado und Copacabana. Die Christusstatue auf dem Corcovado ist 30 m hoch und wurde 1931 eingeweiht; der Zuckerhut misst 396 m, die erste Seilbahnsektion fuhr 1912. Das Auswärtige Amt rät vom Besuch aller Favelas ab, auch mit Touren.
Costa Verde und Paraty
Im Grenzgebiet von Rio de Janeiro und São Paulo liegt das Welterbe «Paraty und Ilha Grande» (UNESCO, 2019). Paraty war im späten 17. Jahrhundert Endpunkt des Caminho do Ouro, über den Gold nach Europa ging, und hat seinen Stadtplan aus dem 18. Jahrhundert bewahrt; dahinter steigt die Serra da Bocaina auf über 2’000 m.
São Paulo
São Paulo ist mit 11.45 Millionen Einwohnern (Zensus 2022) die grösste Stadt des Landes und mit Guarulhos (GRU), dem grössten Flughafen und wichtigsten internationalen Drehkreuz des Landes, oft das Tor nach Brasilien. Die Stadt bietet Museen, das Theatro Municipal und eine grosse Restaurantszene.
Salvador und Bahia
Salvador war von 1549 bis 1763 Hauptstadt der portugiesischen Kolonie. Die Oberstadt mit dem Pelourinho liegt auf einer rund 85 m hohen Geländestufe über der Bucht Todos os Santos und ist seit 1985 Welterbe, geprägt von farbigen Häusern, Kirchen und Klöstern des 17. und 18. Jahrhunderts.
Chapada Diamantina
Lençóis, das Tor zur Chapada Diamantina, liegt 430 km von Salvador; der Bus braucht rund 7 h. Der Nationalpark umfasst 152’000 ha, fast 300 km Wege und 33 Wasserfälle, darunter die rund 380 m hohe Cachoeira da Fumaça. Eintritt kostet er nicht, das ICMBio empfiehlt aber einen Guide: Die Wege sind kaum markiert, Mobilnetz gibt es keines.
Recife und Olinda
Olinda wurde 1535 neben Recife gegründet und mit Zucker reich; die Altstadt mit rund 20 Barockkirchen ist seit 1982 Welterbe. Recife ist die Heimat des Frevo. An den Stränden im Grossraum Recife kommt es laut Auswärtigem Amt immer wieder zu Haiangriffen.
Fernando de Noronha
Das Archipel liegt rund 340 km vor der Küste und ist seit 2001 Welterbe; für jeden Tag zahlen Besucher eine Umweltabgabe, 2026 sind es R$ 105.79. Mehr auf der Seite Fernando de Noronha.
Amazonas und Manaus
Das Teatro Amazonas in Manaus wurde mit Geld aus dem Kautschukboom gebaut und 1896 eröffnet. Bei der Stadt fliessen der dunkle Rio Negro und der sandfarbene Solimões rund 6 km nebeneinander, ohne sich zu mischen; in der Region liegen die Nationalparks Jaú und Anavilhanas. Ausführlich: Amazonas.
Pantanal
Das Pantanal gehört mit rund 14 Millionen ha zu den grössten Feuchtgebieten der Welt (UNESCO). Im Norden führt die unbefestigte Transpantaneira von Poconé rund 150 km bis Porto Jofre, mit Kaimanen, Aras, Jabirus und mit Glück Jaguaren am Weg. Den Süden erschliessen Miranda und Corumbá.
Bonito
Bonito liegt rund 300 km und etwa 4 h Fahrt von Campo Grande entfernt und hat Direktflüge aus São Paulo. Bekannt ist es für Flutuação, das Schnorcheln in Flüssen wie dem Rio Sucuri, dazu Grotten und Wasserfälle; der See der Gruta do Lago Azul, 21 km vom Ort, darf nur betrachtet werden.
Iguaçu
Die Iguaçu-Fälle an der Grenze zu Argentinien sind fast 3 km breit, mit Fallhöhen bis 80 m; beide Nationalparks sind Welterbe, der brasilianische seit 1986. Die rund 1.5 km lange Trilha das Cataratas endet am Steg vor der Garganta do Diabo; Tickets gibt es nur online mit Zeitfenster. Der Park öffnet werktags von 9 bis 16 Uhr, am Wochenende ab 8.30 Uhr; das Ticket kostet für ausländische Gäste R$ 134, für Reisende aus Brasilien und dem Mercosul R$ 121 (Stand September 2026).
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Wikipedia · Auswärtiges Amt · UNESCO World Heritage Centre · Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) · UNESCO World Heritage Centre · Melhores Destinos · Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade (ICMBio) · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO Intangible Cultural Heritage · UNESCO World Heritage Centre · Panrotas · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia · Descubra Mato Grosso (SEDEC-MT Turismo) · Secretaria de Turismo de Bonito-MS · Secretaria de Turismo de Bonito-MS · Secretaria de Turismo de Bonito-MS · UNESCO World Heritage Centre · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Distrito Estadual de Fernando de Noronha (noronha.pe.gov.br) · FlightConnections
Reiseziele
Regionen mit eigener Seite
Inseln und Regionen
- InselgruppeFernando de NoronhaFernando de Noronha ist ein Archipel aus 21 Inseln und Felsen im Atlantik, 545 km vor Recife.
- StadtRio de JaneiroRio de Janeiro liegt zwischen Granitbergen und Atlantik: Zuckerhut, Corcovado mit der Christusstatue und die Strände von Copacabana und Ipanema…
- RegionCosta Verde und ParatyDie Costa Verde zieht sich zwischen Rio de Janeiro und São Paulo an einer Küste aus Regenwald, Buchten und Inseln entlang.
- StadtSão PauloSão Paulo ist mit 11.45 Millionen Einwohnern die grösste Stadt Brasiliens und das Drehkreuz des Landes: Museen an der Avenida Paulista, ein Markt…
- StadtSalvador und BahiaSalvador da Bahia, 1549 gegründet und bis 1763 Hauptstadt Brasiliens, verbindet den Pelourinho (Welterbe seit 1985) mit afro-brasilianischer…
- RegionChapada DiamantinaDas Hochland im Herzen Bahias vereint Tafelberge, Wasserfälle, Karstbecken und alte Diamantengräberorte.
- RegionRecife und OlindaRecife ist Pernambucos Hafenhauptstadt auf Flussinseln, Olinda die barocke Welterbe-Altstadt gleich nebenan.
- RegionPantanalDas Pantanal in Mato Grosso und Mato Grosso do Sul ist eines der grössten Feuchtgebiete der Erde.
- RegionBonitoBonito im brasilianischen Mato Grosso do Sul ist für klare Flüsse, Höhlen und Wasserfälle bekannt.
- RegionNordostküsteFortaleza, Jericoacoara und Lençóis MaranhensesZwischen Fortaleza und São Luís reihen sich Dünen, Kite-Reviere und Lagunen aneinander.
- RegionFlorianópolis und Santa CatarinaFlorianópolis liegt auf einer 54 km langen Insel mit 60 Stränden und ist Hauptstadt des Südstaats Santa Catarina.
- RegionMinas GeraisOuro Preto, Tiradentes und Belo HorizonteIm Hinterland des brasilianischen Südostens liegen Barockstädte aus dem Goldrausch des 18.
- StadtBrasíliaBrasília ist die Planhauptstadt Brasiliens: 1960 eingeweiht, seit 1987 Welterbe, entworfen von Lúcio Costa und Oscar Niemeyer.
- StadtManausManaus ist die Hauptstadt des Bundesstaats Amazonas und liegt am Rio Negro, 92 m über dem Meer.
- StadtFortalezaFortaleza ist die Hauptstadt Cearás am Atlantik, mit 34 km Küste, rund 2.4 Millionen Einwohnern und einem Flughafen, der Europa direkter erreicht…
- StadtCuritiba und ParanáCuritiba ist die Hauptstadt des Bundesstaats Paraná, liegt auf 934 m Höhe und ist von europäischer Einwanderung geprägt.
- StadtPorto Alegre und Serra GaúchaPorto Alegre ist die Hauptstadt von Rio Grande do Sul, am Guaíba gelegen und mit rund 1.3 Millionen Einwohnern.
Länderübergreifend
- Länderübergreifende RegionAmazonasDer Amazonas-Regenwald erstreckt sich über neun Länder, mehr als die Hälfte liegt in Brasilien.
- Grenzübergreifende RegionIguazú-WasserfälleDie Iguazú-Fälle an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien sind rund 2.7 km breit und bestehen aus 20 grösseren und 255 kleineren Fällen.
Wann ist die beste Reisezeit für Brasilien?
Eine einzige beste Reisezeit gibt es nicht: Im Süden und Südosten regnet es laut Auswärtigem Amt von November bis Anfang April am meisten, im Nordosten von April bis Juli. Das Pantanal hat seine Trockenzeit etwa von April bis September. Wer Rio, Salvador und das Pantanal verbinden will, findet im August und September in allen drei Räumen eher trockene Monate.
| Grossraum | Eher trocken | Regenreich | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Südosten (Rio, São Paulo, Paraty) | Mai bis September | November bis Anfang April | Karnevalsdienstag je nach Ostertermin im Februar oder März |
| Nordosten (Salvador, Recife) | September bis Februar | April bis Juli | Chapada am trockensten Mai bis September |
| Amazonas (Manaus) | Juli bis September | Dezember bis Mai | in Dürrejahren extremes Niedrigwasser im Oktober |
| Pantanal (Cuiabá) | Mai bis September | November bis März | Waldbrände und Rauch in der Trockenzeit |
| Süden (Iguaçu) | keine ausgeprägte Trockenzeit | Regen übers Jahr verteilt | kühle Nächte Juni bis August |
Südosten und Süden
Rio ist ganzjährig warm; von November bis März regnet es am meisten, dann kommt es laut Auswärtigem Amt regelmässig zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Der Süden ist laut BMEIA subtropisch mit teils kalten Wintern. Bei hohem Pegel sperrt die Parkverwaltung in Iguaçu den Steg zur Garganta do Diabo zeitweise, zuletzt vom 11. bis 15. September 2026.
Südosten und Süden: Rio de Janeiro, São Paulo und Foz do Iguaçu
| Rio de Janeiro | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 30 | 28 | 27 | 26 | 26 | 26 | 27 | 28 | 28 | 30 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 24 | 23 | 21 | 20 | 19 | 19 | 21 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 208 | 152 | 173 | 101 | 71 | 49 | 45 | 42 | 69 | 108 | 220 | 232 |
| São Paulo | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 29 | 29 | 28 | 26 | 23 | 23 | 23 | 24 | 26 | 26 | 26 | 28 |
| Tiefstwert °C | 20 | 20 | 20 | 18 | 15 | 14 | 13 | 13 | 16 | 17 | 18 | 20 |
| Niederschlag mm | 230 | 175 | 145 | 84 | 67 | 58 | 61 | 36 | 68 | 104 | 148 | 177 |
| Foz do Iguaçu | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 33 | 33 | 32 | 29 | 25 | 24 | 24 | 27 | 29 | 30 | 31 | 32 |
| Tiefstwert °C | 22 | 22 | 20 | 18 | 15 | 14 | 13 | 14 | 16 | 18 | 19 | 21 |
| Niederschlag mm | 147 | 129 | 117 | 124 | 163 | 108 | 85 | 70 | 121 | 211 | 159 | 179 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SANTOS DUMONT (1 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CAMPO DE MARTE (5 km, 722 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CATARATAS INTL (13 km, 240 m), auf 170 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Nordosten
An der Küste von Salvador und Recife dauert die Regenzeit von April bis Juli, in Recife ist der Juni am nassesten. In Lençóis in der Chapada Diamantina regnet es von Mai bis September am wenigsten.
Nordosten: Salvador, Recife und Lençóis in der Chapada Diamantina
| Salvador da Bahia | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 31 | 31 | 30 | 29 | 28 | 28 | 27 | 28 | 29 | 29 | 30 |
| Tiefstwert °C | 25 | 25 | 25 | 25 | 24 | 23 | 23 | 22 | 23 | 24 | 24 | 25 |
| Niederschlag mm | 83 | 87 | 100 | 147 | 166 | 138 | 128 | 96 | 71 | 69 | 72 | 57 |
| Recife | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 30 | 30 | 30 | 30 | 29 | 28 | 28 | 28 | 28 | 29 | 30 | 30 |
| Tiefstwert °C | 25 | 26 | 25 | 25 | 24 | 23 | 22 | 22 | 24 | 25 | 25 | 26 |
| Niederschlag mm | 85 | 94 | 124 | 170 | 203 | 261 | 206 | 115 | 59 | 36 | 24 | 38 |
| Lençóis (Chapada Diamantina) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 32 | 32 | 32 | 31 | 29 | 28 | 28 | 29 | 31 | 33 | 32 | 33 |
| Tiefstwert °C | 25 | 25 | 24 | 24 | 22 | 21 | 20 | 21 | 22 | 24 | 25 | 25 |
| Niederschlag mm | 112 | 84 | 107 | 93 | 47 | 44 | 36 | 33 | 24 | 66 | 99 | 84 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station DEPUTADO LUIS EDUARDO MAGALHAES (20 km, 20 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station GUARARAPES GILBERTO FREYRE INTL (10 km, 10 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CHAPADA DIAMANTINA / HORACIO DE MATTOS (15 km, 511 m), auf 400 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Amazonas und Pantanal
Der Rio Negro bei Manaus fällt im Oktober regelmässig auf seinen Tiefstand, in Dürrejahren auf Rekordwerte. Im Pantanal stehen in der Regenzeit rund zwei Drittel des Gebiets teils metertief unter Wasser; in der Trockenzeit kommt es laut BMEIA gehäuft zu Waldbränden mit starkem Rauch.
Amazonas und Pantanal: Manaus und Cuiabá
| Manaus | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 31 | 31 | 31 | 31 | 32 | 33 | 34 | 34 | 33 | 31 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 24 | 25 | 25 | 25 | 25 | 24 |
| Niederschlag mm | 224 | 236 | 268 | 262 | 205 | 119 | 76 | 50 | 68 | 103 | 135 | 213 |
| Cuiabá (Pantanal) | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 33 | 33 | 33 | 33 | 32 | 32 | 33 | 35 | 37 | 36 | 34 | 33 |
| Tiefstwert °C | 23 | 24 | 24 | 23 | 20 | 19 | 18 | 20 | 23 | 24 | 24 | 24 |
| Niederschlag mm | 218 | 223 | 187 | 102 | 48 | 9 | 11 | 15 | 34 | 115 | 169 | 183 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CAMPO PONTA PELADA (5 km, 81 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station MARECHAL RONDON (6 km, 188 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Quellen: Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · timeanddate.com · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Wikipedia · UNESCO World Heritage Centre · Wikipedia
Was braucht man für die Einreise nach Brasilien?
Staatsangehörige der Schweiz, Deutschlands und Österreichs brauchen für touristische Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum (Stand September 2026); nötig ist ein Reisepass, der bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist, ein Personalausweis genügt nicht. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, die das brasilianische Aussenministerium in seiner Visa-Übersicht nach Ländern auflistet.
| Thema | Schweiz | Deutschland | Österreich |
|---|---|---|---|
| Visum | nicht nötig | nicht nötig | nicht nötig |
| Aufenthalt | 90 Tage je 180 Tage, nicht verlängerbar | 90 Tage in sechs Monaten | üblicherweise bis 90 Tage |
| Dokument | Reisepass, 6 Monate über die Ausreise hinaus empfohlen | Reisepass oder Kinderreisepass, 6 Monate gültig | Reisepass, 6 Monate gültig; Rückflugticket und Geldmittel nachweisen |
Laut dieser Übersicht (Stand 26. August 2026) brauchen etwa Staatsangehörige der USA, Kanadas, Australiens und Indiens für Besuchsreisen ein Visum. Reisende aus Japan, dem Vereinigten Königreich oder Südafrika bleiben bis zu 90 Tage visumfrei, Argentinier, Chilenen und Kolumbianer reisen sogar mit dem Personalausweis ein. Für Schweizer, Deutsche und Österreicher gilt die Befreiung für höchstens 90 Tage innerhalb von 180 Tagen.
Grenzbeamte begrenzen den Aufenthalt laut BMEIA vereinzelt auf 30 Tage und vermerken das handschriftlich auf dem Einreisestempel; den Stempel deshalb gleich prüfen.
Einfuhr: Verboten sind Drogen, frische Lebensmittel und E-Zigaretten; Bargeld über dem Gegenwert von 10’000 USD ist zu deklarieren.
Minderjährige: Brasilianische Kinder, auch Doppelbürger, brauchen ohne beide Eltern eine beglaubigte Einverständniserklärung. Für andere Kinder, die mit nur einem Elternteil reisen, raten Auswärtiges Amt und BMEIA zu einer Einverständniserklärung mit Passkopie der Eltern.
Einreiseregeln können sich kurzfristig ändern. Massgeblich sind die brasilianischen Behörden und die für den eigenen Wohnort zuständige Vertretung, für Schweizer etwa das Generalkonsulat in Zürich; die aktuelle Visa-Übersicht für alle Staatsangehörigkeiten veröffentlicht das Aussenministerium Itamaraty.
Quellen: Consulado-Geral do Brasil em Zurique, Ministério das Relações Exteriores · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Ministério das Relações Exteriores (Itamaraty)
Welche Impfungen und Gesundheitsvorsorge braucht es für Brasilien?
Einen Gelbfieber-Nachweis verlangt Brasilien laut CDC bei der Einreise nicht. Empfohlen sind Hepatitis A für alle Reisenden und Gelbfieber für die meisten Regionen, darunter Rio de Janeiro, São Paulo, Amazonas, Pantanal und Iguaçu; das Expertenkomitee für Reisemedizin (healthytravel.ch) rät, den Gelbfieberschutz für ganz Brasilien zu erwägen. Mückenschutz ist wegen Dengue, Chikungunya und Oropouche überall wichtig.
| Region | Gelbfieberimpfung (WHO) | Malaria |
|---|---|---|
| Rio de Janeiro, Costa Verde, São Paulo | empfohlen, ganze Bundesstaaten | Städte Rio und São Paulo kein Risiko |
| Salvador, Chapada Diamantina | nur Teilgebiete von Bahia, abklären | Salvador kein Risiko, sonst gering |
| Recife, Olinda, Fernando de Noronha | nicht empfohlen; EKRM: erwägen | Recife kein Risiko |
| Manaus, Amazonas | empfohlen | Manaus gering, Teile des Bundesstaats hoch |
| Pantanal, Bonito | empfohlen | gering |
| Iguaçu | empfohlen | gering |
Wer nach Brasilien in Nachbarländer wie Bolivien, Kolumbien oder Paraguay weiterreist, braucht dort laut BMEIA einen gültigen Gelbfieber-Nachweis; das Impfbuch gehört im Original ins Gepäck.
Dengue, Chikungunya, Zika und Oropouche kommen laut Auswärtigem Amt ganzjährig landesweit vor, das BMEIA weist auf zeitweise sehr hohe Dengue-Fallzahlen hin. Gegen Oropouche gibt es weder Impfung noch Therapie, Mückenschutz tagsüber und nachts ist entscheidend. Impfungen gegen Dengue und Chikungunya sowie Malariaprophylaxe fürs Amazonasbecken: ärztlich abklären.
Privatkliniken in den Grossstädten sind gut, verlangen aber vor der Behandlung eine Kreditkartengarantie oder Vorauszahlung. Eine Reiseversicherung mit Rücktransport ist wichtig.
Quellen: healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Centers for Disease Control and Prevention (CDC) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Wie sicher ist Brasilien für Reisende?
Das EDA stuft Reisen nach Brasilien grundsätzlich als sicher ein, beschreibt die Kriminalität aber als sehr hoch, besonders in den Städten. Strukturell heikel sind abgelegene Grenzgebiete, etwa zu Venezuela; die aktuellen Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA gehören vor der Abreise geprüft.
- Rio: Überfälle kommen laut Auswärtigem Amt auch tagsüber in Copacabana, Ipanema, Leblon und Lapa vor; Favelas meiden, auch mit Touren, nachts nicht an den Strand.
- K.-o.-Tropfen: In Lapa und bei der Pedra do Sal wurden zuletzt mehrfach Getränke versetzt, um Opfer danach in ihrer Unterkunft auszurauben.
- São Paulo: Praça da Sé und Estação da Luz nachts und am Wochenende meiden.
- Nordosten: Das EDA nennt Bandenkämpfe in Ceará, Pernambuco und Bahia, auch in Recife und Salvador; dort Taxis nutzen und nachts nicht zu Fuss gehen.
- Unterwegs: keine Überlandfahrten bei Nacht, in Rio laut BMEIA vor 20 Uhr landen und Taxis am offiziellen Flughafenschalter buchen; bei Überfällen keinen Widerstand leisten.
Aktuelle Lage: EDA, Auswärtiges Amt und BMEIA; in Rio zusätzlich die App COR-Rio.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA)
Wie reist man nach Brasilien an und im Land herum?
Die meisten Langstreckenflüge landen in São Paulo-Guarulhos (GRU), dem grössten Flughafen des Landes, oder in Rio de Janeiro-Galeão (GIG). Nonstop nach São Paulo geht es aus Europa etwa ab Madrid, Lissabon, Rom, London, Frankfurt, Amsterdam und Zürich, aus Nordamerika ab Miami, New York, Toronto und weiteren Städten, dazu ab Doha, Dubai, Istanbul, Addis Abeba und Johannesburg (Stand September 2026). Im Land sind Inlandflüge das wichtigste Verkehrsmittel.
| Weltregion | São Paulo-Guarulhos | Rio de Janeiro-Galeão |
|---|---|---|
| Europa | Madrid, Lissabon, Porto, Rom, Mailand, London-Heathrow, Frankfurt, München, Amsterdam, Brüssel, Barcelona, Zürich–São Paulo (SWISS, in der Regel 11 h 45 min) | Lissabon, Porto, Madrid, Rom, Paris-Charles de Gaulle, Amsterdam, London-Heathrow, Frankfurt |
| Nordamerika | Miami, Orlando, New York-JFK, Newark, Washington, Chicago, Atlanta, Dallas, Houston, Los Angeles, Toronto, Montreal | Miami, Atlanta, Houston, Dallas, New York-JFK, Toronto, Montreal |
| Mittelamerika und Karibik | Panama-Stadt, Mexiko-Stadt, Punta Cana | Panama-Stadt |
| Südamerika | Buenos Aires, Santiago de Chile, Bogotá, Lima, Montevideo, Asunción | Buenos Aires, Córdoba, Mendoza, Rosario, Salta, Santiago de Chile, Lima, Santa Cruz de la Sierra, Asunción, Montevideo |
| Naher Osten und Türkei | Doha, Dubai (Emirates), Istanbul | Dubai |
| Afrika | Addis Abeba, Johannesburg und Kapstadt (South African Airways), Casablanca, Luanda | keine Nonstop-Flüge |
| Asien und Ozeanien | keine Nonstop-Flüge; Umstieg etwa in Doha, Dubai, Istanbul oder Addis Abeba | keine Nonstop-Flüge |
Guarulhos liegt laut SWISS rund 25 km östlich von São Paulo; ins Zentrum dauert es mit Bus oder Bahn 45 min bis 1 h, mit dem Taxi etwa 35 min. Taxis bucht man am sichersten am Schalter im Terminal. Wer aus dem Ausland ankommt und im Land weiterfliegt, holt das Gepäck am ersten brasilianischen Flughafen ab und gibt es für den Inlandflug neu auf; Eisenbahnen gibt es kaum, dafür Überlandbusse.
| Strecke | Verkehrsmittel | Distanz und Dauer |
|---|---|---|
| Salvador – Lençóis | Bus; Flüge nicht täglich | 430 km, Bus rund 7 h |
| Campo Grande – Bonito | Auto oder Bus | rund 300 km, etwa 4 h |
| São Paulo (Congonhas) – Bonito | Direktflug | rund 2 h 05 min |
| Poconé – Porto Jofre (Pantanal) | Transpantaneira, unbefestigt | rund 150 km |
| Iguaçu: Besucherzentrum – Trilha | Parkbus, im Ticket | hin und zurück rund 12 km |
Mietwagen: Das Auswärtige Amt rät wegen vieler schlechter Strassen zu grösster Vorsicht und von Nachtfahrten ab; es gilt 0 Promille. Deutsche fahren mit nationalem Führerschein und Pass, Österreicher brauchen laut BMEIA eine von der Behörde Detran bestätigte portugiesische Übersetzung. Navigations-Apps können über Abkürzungen in gefährliche Viertel führen; besser auf Hauptstrassen bleiben.
Quellen: FlightConnections · FlightConnections · SWISS · Auswärtiges Amt · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Melhores Destinos · Secretaria de Turismo de Bonito-MS · Descubra Mato Grosso (SEDEC-MT Turismo) · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu
Welche Währung gilt und wie bezahlt man in Brasilien?
Bezahlt wird in Real (BRL). Nach den Referenzkursen der EZB vom 18. September 2026 kostete 1 Euro 5.89 Real und 1 US-Dollar rund 5.14 Real. Kreditkarten werden landesweit akzeptiert; Bargeld am Automaten ist oft auf 500 bis 2’500 Real pro Tag begrenzt.
Kartenbetrug ist laut Auswärtigem Amt verbreitet: Geld tagsüber in Bankfilialen abheben, den Betrag am Terminal prüfen, eine zweite Karte getrennt aufbewahren. In Rio zahlt man Taxis und Strandverkäufer besser bar, weil manipulierte Terminals vorkommen. Debitkarten, die nur im europäischen V-Pay-System laufen, funktionieren ausserhalb Europas nicht.
| Leistung | Preis | Umgerechnet |
|---|---|---|
| Seilbahn Zuckerhut, Tagesticket | ab R$ 205 | rund 35 EUR / 40 USD |
| Zahnradbahn Corcovado, Erwachsene | R$ 134 | rund 23 EUR / 26 USD |
| Umweltabgabe Fernando de Noronha, pro Tag | R$ 105.79 | rund 18 EUR / 21 USD |
| Nationalpark Iguaçu, ausländische Gäste | R$ 134 | rund 23 EUR / 26 USD |
| Nationalpark Chapada Diamantina | kein Eintritt | Guide separat |
Trinkgeld: Setzt ein Restaurant, eine Bar oder ein Hotel einen Servicezuschlag auf die Rechnung, gilt er nach brasilianischem Arbeitsrecht (Gesetz 13.419 von 2017) als Trinkgeld und gehört den Angestellten.
Quellen: Europäische Zentralbank · Auswärtiges Amt · Parque Bondinho Pão de Açúcar · Trem do Corcovado · Panrotas · Distrito Estadual de Fernando de Noronha (noronha.pe.gov.br) · Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade (ICMBio) · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Presidência da República do Brasil
Wo übernachtet man in Brasilien?
In Rio de Janeiro, São Paulo und Salvador reicht das Angebot von grossen Stadthotels bis zu kleinen Pensionen, die in Brasilien Pousada heissen. In Paraty, Olinda und Lençóis wohnt man oft in Pousadas in historischen Häusern, im Pantanal und am Amazonas in Lodges mit Ausflugsprogramm.
Das EDA rät, im Hotel nachzufragen, welche Quartiere man meiden sollte. Das Auswärtige Amt berichtet von Reisenden, die nach Bekanntschaften in Ausgehvierteln betäubt und in Hotelzimmern oder Ferienwohnungen ausgeraubt wurden; Häuser mit Rezeption bieten mehr Schutz.
In der Chapada Diamantina ist Lençóis die übliche Basis. Auf Fernando de Noronha kommt zu jeder Nacht die tägliche Umweltabgabe hinzu.
Quellen: Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA · Auswärtiges Amt · Melhores Destinos · Panrotas
Was isst und trinkt man in Brasilien?
Die Küche ist regional geprägt. In São Paulo steht Rindfleisch weit oben, oft als Rodízio, bei dem laufend verschiedene Fleischsorten serviert werden; lokale Spezialitäten sind Tutu de Feijão, ein Bohnengericht, und Linguiça, eine Schweinswurst. In Bahia prägen afrobrasilianische Gerichte die Küche.
Bekannt sind Feijoada, ein Eintopf aus schwarzen Bohnen und Schweinefleisch, Pão de Queijo und in Bahia Moqueca und Acarajé; die Caipirinha wird mit Cachaça gemixt.
EDA und Auswärtiges Amt warnen vor gefälschtem Alkohol mit Methanol: Spirituosen nur in vertrauenswürdigen Geschäften und Lokalen kaufen. Verunreinigter Zuckerrohrsaft (Garapa) kann laut Auswärtigem Amt die Chagas-Krankheit übertragen.
Quellen: SWISS · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Welche Kultur und Feste prägen Brasilien?
Brasilien ist portugiesischsprachig und stark afrobrasilianisch geprägt. Die UNESCO führt die Samba de Roda aus Bahia (2008), den Frevo aus Recife (2012) und den Capoeira-Kreis (2014) als immaterielles Kulturerbe. Das grösste Fest ist der Karneval. Der Karnevalsdienstag liegt je nach Ostertermin im Februar oder März.
Capoeira ist laut UNESCO zugleich Kampf und Tanz im Kreis, begleitet von Gesang und Perkussion. Der Frevo mit dem akrobatischen Tanz Passo gehört vor allem zum Karneval von Recife.
Die Samba de Roda entstand im 17. Jahrhundert im Recôncavo von Bahia aus Traditionen versklavter Afrikaner und beeinflusste über Migranten den städtischen Samba in Rio.
Baden «oben ohne» und Umziehen am Strand können laut Auswärtigem Amt zu einer Festnahme führen. Für indigene Schutzgebiete braucht es eine Genehmigung der Behörde FUNAI.
Quellen: UNESCO Intangible Cultural Heritage · UNESCO Intangible Cultural Heritage · UNESCO Intangible Cultural Heritage · timeanddate.com · Auswärtiges Amt
Welche Erlebnisse gehören auf eine Brasilienreise?
Zu den Höhepunkten zählen die Seilbahn auf den 396 m hohen Zuckerhut und die Zahnradbahn zur Christusstatue in Rio, der Steg vor der Garganta do Diabo in Iguaçu, Tierbeobachtung an der Transpantaneira, Schnorcheln in den Flüssen von Bonito und Wanderungen in der Chapada Diamantina.
- Zuckerhut: Seilbahn ab Praia Vermelha über den Morro da Urca, täglich 8.30 bis 21 Uhr, ab R$ 205.
- Corcovado: Die Zahnradbahn fährt seit 1884 zur Christusstatue, jährlich mit über 1.5 Millionen Fahrgästen; Erwachsene zahlen R$ 134.
- Iguaçu: Beim «Amanhecer nas Cataratas» betritt man den Park von Mittwoch bis Samstag vor der Öffnung, Frühstück inklusive; es gibt auch Pässe für zwei oder drei Tage.
- Pantanal: Neben Jaguaren nennt die UNESCO Riesenotter, Sumpfhirsch und den Hyazinth-Ara, den grössten Papagei.
- Bonito: Flutuação im Rio Sucuri oder beim Rio da Prata, Tauchen im Abismo Anhumas, dazu das Buraco das Araras.
- Chapada Diamantina: Kanutour durch das Feuchtgebiet Marimbus, rund 4 h von Remanso zum Rio Roncador.
- Amazonas: Bootsfahrt zum Zusammenfluss bei Manaus, nur mit etablierten Anbietern, weil das Auswärtige Amt vereinzelt von Überfällen bei Bootstouren berichtet.
Quellen: Parque Bondinho Pão de Açúcar · Wikipedia · Trem do Corcovado · Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Descubra Mato Grosso (SEDEC-MT Turismo) · UNESCO World Heritage Centre · Secretaria de Turismo de Bonito-MS · Instituto Chico Mendes de Conservação da Biodiversidade (ICMBio) · Wikipedia · Auswärtiges Amt
Wie reist man in Brasilien nachhaltig?
Mehrere Naturziele steuern den Andrang: Iguaçu verkauft kontingentierte Tickets mit Zeitfenster, Bonito arbeitet mit Vouchern über lokale Agenturen, und auf Fernando de Noronha zahlen Gäste eine tägliche Umweltabgabe. Wer diese Regeln einhält und lokale Guides bucht, unterstützt Schutz und Einkommen vor Ort.
Bonito begründet den Voucher mit Transparenz bei den Einnahmen und der Tragfähigkeit (capacidade de carga) der Attraktionen. Brasilien bestraft auch den Transport geschützter Tiere und Pflanzen zwischen Bundesstaaten; Souvenirs aus Tierteilen, Samen oder Setzlingen lässt man liegen.
Waldbrände in Amazonas und Pantanal führen laut EDA zeitweise zu Parkschliessungen; in der Trockenzeit gilt: flexibel bleiben und kein offenes Feuer.
Quellen: Urbia Cataratas, Konzessionärin des Parque Nacional do Iguaçu · Prefeitura Municipal de Bonito · Panrotas · Auswärtiges Amt · Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
Womit lässt sich Brasilien kombinieren?
Am einfachsten ist die Verbindung mit Argentinien: Die Iguaçu-Fälle teilen sich der brasilianische und der argentinische Nationalpark. Am Zusammenfluss von Iguaçu und Paraná treffen zudem Paraguay, Argentinien und Brasilien aufeinander. Innerhalb Brasiliens ergänzen Fernando de Noronha und das Amazonasgebiet eine Rundreise.
Mehr auf den Seiten zu Argentinien, Paraguay und Uruguay, das sich an eine Reise durch den Süden anhängen lässt.
Wer weiterreist, beachtet die Regeln der Nachbarn: Bolivien, Kolumbien, Ecuador und Paraguay verlangen laut BMEIA einen Gelbfieber-Nachweis, Argentinien laut Auswärtigem Amt eine Reisekrankenversicherung.
Quellen: UNESCO World Heritage Centre · Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) · Auswärtiges Amt
Für wen eignet sich Brasilien, für wen weniger?
Brasilien passt zu Reisenden, die Natur, Musik und Städte verbinden wollen und für Iguaçu, Pantanal oder Amazonas zusätzliche Flüge und Transfers einplanen. Weniger geeignet ist es für kurze Reisen mit vielen Stationen und für alle, denen die hohe Kriminalität in Grossstädten und die nötige Vorsicht die Freude nehmen würden.
- Gut geeignet: Naturinteressierte, Kulturreisende mit Blick auf Salvador, Olinda und Paraty sowie Strandreisende.
- Mit Kindern: Iguaçu und Bonito sind gut organisiert; Gelbfieberimpfung und Mückenschutz früh ärztlich klären.
- Weniger geeignet: wer abends allein durch Innenstädte streifen will oder ohne Englisch und Portugiesisch aufs Land möchte; auch knappe Budgets leiden unter Inlandflügen und Eintritten wie der Seilbahn ab R$ 205.
Quellen: Auswärtiges Amt · healthytravel.ch, Schweizerisches Expertenkomitee für Reisemedizin (EKRM) · Parque Bondinho Pão de Açúcar