Was erwartet Reisende in Rio de Janeiro?
Rio de Janeiro liegt an der Guanabara-Bucht zwischen Granitbergen und Atlantik: Der Zuckerhut ragt 396 m auf, der Corcovado mit der Christusstatue rund 700 m, davor liegen die Strände Copacabana und Ipanema. Die Stadt zählt rund 6.3 Millionen Einwohner in der Kernstadt und etwa 13 Millionen im Grossraum; für die Sehenswürdigkeiten genügen drei bis vier Tage.
Rio verbindet drei Dinge, die sonst selten zusammenliegen: einen Grossstadtalltag mit Metro, Märkten und Konzertsälen, einen Stadtwald, der bis an die Wohnviertel reicht, und Badestrände mitten im Zentrum der Zona Sul. Man kann am Morgen im Nationalpark Tijuca wandern, am Mittag am Strand liegen und am Abend in Lapa Samba hören.
Die Stadt hat auch eine andere Seite. Das Auswärtige Amt und das BMEIA beschreiben die Kriminalität in Rio ausführlich und raten von Favela-Besuchen ab. Wer die einfachen Regeln befolgt, die im Abschnitt zur Sicherheit stehen, verbringt in aller Regel eine entspannte Reise; wer sie ignoriert, riskiert Diebstahl und Überfälle.
Diese Seite vertieft den Rio-Abschnitt der Brasilien-Seite: Wege zu Christusstatue und Zuckerhut mit Preisen, die Stadtteile, Anreise über zwei Flughäfen, der Karneval und die Frage, wo man übernachtet. Die Küste westlich der Stadt behandelt Costa Verde und Paraty.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Auswärtiges Amt
Wie ist Rio de Janeiro aufgebaut?
Rio gliedert sich grob in die Zona Sul mit den Stränden, das Zentrum mit Lapa und Santa Teresa, die Zona Norte mit dem Maracanã und die Zona Oeste mit Barra da Tijuca. Gegründet wurde die Stadt am 1. März 1565 von Estácio de Sá; von 1822 bis 1960 war sie Hauptstadt Brasiliens.
Die Stadt bedeckt rund 1’200 km². Das Gebirgsmassiv des Tijuca-Waldes teilt sie in Küstenstreifen, die durch Tunnel verbunden sind: Wer von Botafogo nach Copacabana fährt, quert einen Berg. Deshalb sind Luftlinie und Fahrzeit oft weit auseinander.
Die UNESCO hat die «Carioca-Landschaften zwischen Bergen und Meer» 2012 als Welterbe eingetragen. Zum Welterbe gehören laut Wikipedia unter anderem der Stadtwald Tijuca, der Corcovado mit der Statue und der Zuckerhut. Der Stadtwald gilt als einer der grössten städtischen Wälder der Welt.
Kulturell ist Rio die Stadt der Bossa Nova, des Sambas und des Karnevals. Wikipedia nennt sie eine Wiege musikalischer Neuerungen des 20. Jahrhunderts. Zur Einordnung der Zahlen: Die deutsche Wikipedia nennt für die Metropolregion 13.3 Millionen Einwohner, die englische 13.9 Millionen; die Quellen widersprechen sich, die Grössenordnung ist dieselbe.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia (englisch)
Gehört Rio zu Brasilien, und was gilt dort?
Rio de Janeiro ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats in Brasilien und folgt brasilianischem Recht. Allgemeine Regeln zu Einreise, Währung, Steckdosen und Notrufnummern stehen auf der Seite Brasilien; hier steht nur, was für die Stadt besonders ist.
Zeitzone ist die Brasília-Zeit (UTC−3). Brasilien hat die Sommerzeit 2019 abgeschafft, die Uhren werden also nicht umgestellt (Wikipedia). Landeswährung ist der Real (R$), ein Real hat 100 Centavos.
Quellen: Wikipedia (englisch) · Wikipedia (englisch)
Welche Orte in Rio de Janeiro lohnen sich?
Die Fixpunkte sind der Corcovado mit der Christusstatue, der Zuckerhut, die Strände Copacabana und Ipanema, der Stadtwald Tijuca sowie im Zentrum Lapa und Santa Teresa. Die Statue ist 30 m hoch auf einem 8 m hohen Sockel, der Zuckerhut misst 396 m, der Copacabana-Strand rund 4 km.
Corcovado und Cristo Redentor
Die Statue wurde am 12. Oktober 1931 eingeweiht. Sie ist 30 m hoch und steht auf einem 8 m hohen Sockel; die Arme spannen 28 m, das Gewicht beträgt 1’145 t. Gebaut ist sie aus Stahlbeton mit einem Mosaik aus Speckstein, im Sockel liegt eine Kapelle für Nossa Senhora Aparecida (Wikipedia). Melhores Destinos gibt für den Berg 709 m an, die deutsche Wikipedia nennt für den Corcovado 704 m; die Quellen weichen um fünf Meter ab.
Praktisch hängt der Besuch am Wetter. Bei Wolken am Gipfel sieht man von der Statue nichts. Der Ansturm ist gross: Melhores Destinos nennt bis zu 10’000 Besucher am Tag, empfiehlt, früh zu kommen und die Tickets vorab online zu kaufen.
Zuckerhut (Pão de Açúcar)
Der Zuckerhut ist ein steiler Granitfels am Eingang der Guanabara-Bucht. Wikipedia nennt 396 m und ein Alter der Gesteine von rund 560 Millionen Jahren; die Erstbesteigung wird auf 1817 datiert. Die erste Seilbahnsektion ging 1912 in Betrieb, die obere ein Jahr später.
Heute fährt die Bahn in zwei Etappen: von Praia Vermelha auf den Morro da Urca und von dort auf den Zuckerhut. Der Park öffnet laut Betreiber täglich von 8.30 bis 21 Uhr, die letzte Fahrt nach oben ist um 19.30 Uhr.
Copacabana und Leme
Der Strand ist rund 4 km lang, die Promenade Calçadão trägt das wellenförmige Mosaik, das Roberto Burle Marx 1970 entwarf. Im Viertel wohnen rund 146’000 Menschen auf etwa 4.1 km², die höchste Dichte Brasiliens (Wikipedia). Am Südende steht das Forte de Copacabana mit dem Heeresmuseum, am Posto 6 treffen sich Anwohner zu Karten- und Brettspielen.
Copacabana ist laut, dicht bebaut und gut ans Metronetz angebunden. Die Gründerzeit-Hotels wie das Copacabana Palace stammen aus den 1930er bis 1950er Jahren, als hier die «Reichen und Schönen» verkehrten.
Ipanema, Arpoador und Leblon
Ipanema liegt zwischen Copacabana und Leblon; die Felsnase Arpoador trennt es von Copacabanas ruhigerem Wasser, im Norden liegt die Lagoa Rodrigo de Freitas. Das Viertel hat nur 3.1 km² und gut 42’000 Einwohner (Zensus 2010) und wirkt ruhiger und teurer als Copacabana. Die Bossa Nova «Garota de Ipanema» machte den Namen weltberühmt.
Nationalpark Tijuca
Der Park wurde am 6. Juli 1961 gegründet und umfasst rund 39.6 km². Der Wald ist nicht ursprünglich: Zucker- und Kaffeeplantagen hatten ihn bis in die 1820er Jahre gerodet, ab 1862 pflanzte man ihn unter Manuel Gomes Archer wieder an. 2017 zählte der Park 3.3 Millionen Besucher, über 200 Wanderwege durchziehen ihn (Wikipedia). Die Statue und der Weg dorthin liegen im Park.
Lapa und Santa Teresa
Die Arcos da Lapa sind ein koloniales Aquädukt, über das heute die Strassenbahn nach Santa Teresa fährt. Santa Teresa, der «Montmartre carioca», liegt auf einem Hügel, seine Strassenbahn, der Bonde, verkehrt seit 1877. Die Kachel-Treppe von Jorge Selarón, einem chilenischen Künstler, verbindet Lapa mit Santa Teresa. Wikipedia nennt in Santa Teresa zunehmende Kriminalität mit Überfällen in Bars und auf Touristen.
Botanischer Garten und Maracanã
Der Jardim Botânico wurde 1808 von König João VI. gegründet, umfasst etwa 140 ha und rund 6’500 Pflanzenarten. Die Allee aus 128 Königspalmen führt vom Eingang ins Gelände. Das Maracanã, 1950 eröffnet, fasst heute rund 78’800 Zuschauer und war 2014 Austragungsort des WM-Finales Deutschland–Argentinien (1:0 n. V.). Wikipedia vermerkt, die Stadionführungen seien nach 2016 eingestellt worden; ob sie wieder angeboten werden, ist vor Ort zu prüfen.
Niterói
Gegenüber der Bucht liegt Niterói, laut Wikipedia rund 5 km von Rio entfernt und über die Brücke und per Fähre erreichbar. Hauptsehenswürdigkeit ist das von Oscar Niemeyer entworfene Museum für Zeitgenössische Kunst (MAC).
Quellen: Wikipedia · Melhores Destinos · Wikipedia · Parque Bondinho Pão de Açúcar · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Rio de Janeiro?
Rio ist ganzjährig warm: Das Jahresmittel liegt bei 22.6 °C, am meisten regnet es von Dezember bis April, im Jahresschnitt fallen rund 1’173 mm. Der Karneval fällt je nach Ostertermin in den Februar oder März und liegt damit mitten in der Regen- und Hitzezeit; wer Strand und Aussicht will, ist von Mai bis September in der Regel besser bedient.
Monatliche Klimawerte für Rio de Janeiro
| Rio de Janeiro | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 31 | 31 | 30 | 28 | 27 | 26 | 26 | 26 | 27 | 28 | 28 | 30 |
| Tiefstwert °C | 24 | 24 | 24 | 23 | 21 | 20 | 19 | 19 | 21 | 21 | 22 | 23 |
| Niederschlag mm | 208 | 152 | 173 | 101 | 71 | 49 | 45 | 42 | 69 | 108 | 220 | 232 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station SANTOS DUMONT (1 km, 3 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Muster in Kürze: Sommer (Dezember bis März) heiss, feucht und mit kräftigen Schauern; Winter (Juni bis August) mild und trockener. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass es in der Regenzeit in Rio regelmässig zu Überschwemmungen und Erdrutschen kommen kann. Im Sommer sind Strände und Sehenswürdigkeiten voller, Unterkünfte teurer.
Für die Christusstatue und den Zuckerhut spielt die Sicht eine grössere Rolle als die Temperatur. Nebel und Wolken kommen ganzjährig vor; eine flexible Planung mit zwei Versuchen ist sicherer als ein fester Termin.
Karneval und Silvester: Zu diesen Terminen steigen Preise und Auslastung. Für den Karneval lohnt es sich, Unterkunft und Tribünenplätze früh zu buchen; Details im Abschnitt zu den Erlebnissen.
Quellen: Wikipedia · Auswärtiges Amt · Wikipedia
Was ist für Rio bei der Einreise zu beachten?
Schweizer, Deutsche und Österreicher reisen für touristische Aufenthalte bis zu 90 Tage ohne Visum nach Brasilien ein; der Pass muss laut Auswärtigem Amt bei der Einreise noch sechs Monate gültig sein (Stand Oktober 2026). Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln.
Die vollständigen Bestimmungen, auch für Kinder und die Einfuhr, stehen auf der Seite Brasilien. Für Rio gibt es keine eigene Zugangsregel. Die Mehrheit der Reisenden landet am Flughafen Galeão und wird dort kontrolliert; bei Weiterreise ins Land holt man das Gepäck am ersten brasilianischen Flughafen ab.
Massgeblich sind immer die amtlichen Stellen: Auswärtiges Amt, BMEIA und EDA. Wer eine andere Staatsangehörigkeit hat, fragt die brasilianische Botschaft oder Vertretung.
Einreiseregeln können sich kurzfristig ändern. Prüfen Sie vor der Abreise die Seite der zuständigen Behörde für Ihre Staatsangehörigkeit.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Welche Gesundheitsvorsorge braucht man in Rio de Janeiro?
Die CDC empfiehlt eine Gelbfieberimpfung für Reisende ab 9 Monaten nach Rio de Janeiro, die Stadt und alle Küsteninseln eingeschlossen; bei der Einreise nach Brasilien ist sie nicht vorgeschrieben (Stand 3. September 2026). Dengue kommt landesweit vor, deshalb ist Mückenschutz wichtig.
Healthytravel.ch führt Gelbfieber und Hepatitis A unter den Impfungen für alle Brasilien-Reisenden auf. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, entscheidet ein reisemedizinisches Gespräch; die Gelbfieberimpfung sollte rechtzeitig vor der Abreise erfolgen.
Gegen Dengue gibt es laut CDC auf dem Reiseweg nur Vorbeugung durch Mückenschutz; Zika und Chikungunya werden auf dieselbe Art übertragen. Hepatitis A ist für ungeimpfte Reisende ab einem Jahr empfohlen.
Medizinische Versorgung ist in Brasilien teuer; das Auswärtige Amt rät dringend zu einer Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport.
Quellen: CDC Travelers' Health · healthytravel.ch · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Rio de Janeiro für Reisende?
Das Auswärtige Amt und das BMEIA beschreiben Diebstahl und Überfälle in ganz Rio, auch tagsüber in Copacabana, Ipanema, Leblon, Botafogo, Santa Teresa und Lapa; das BMEIA veröffentlicht für Brasilien eine eigene Sicherheitsstufe. Von Favela-Besuchen raten beide ab, auch mit Touren.
- Favelas: laut Auswärtigem Amt jeden Besuch unterlassen, auch in Südzone und Zentrum; das BMEIA sagt, sie seien teils von Banden kontrolliert und bewaffnete Konflikte forderten immer wieder unbeteiligte Opfer.
- Strand: nachts nicht am Strand spazieren; Wertsachen im Hotel lassen, wenig Bargeld mitnehmen.
- Zahlung: an Strandverkäufern bar zahlen, Geld nur während der Öffnungszeiten in Bankfilialen abheben (Kartenbetrug).
- Nachtleben: Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
- Verkehr: Fenster geschlossen und Türen verriegelt halten, nachts keine öffentlichen Verkehrsmittel, Taxi am offiziellen Flughafenschalter buchen.
- Ankunft: laut BMEIA das Hotel vor 20 Uhr erreichen.
- App: das Auswärtige Amt empfiehlt die App COR-Rio mit Warnungen der Stadt.
Das EDA veröffentlicht eigene Reisehinweise für Brasilien; die Seite wird laufend aktualisiert und sollte kurz vor der Abreise geprüft werden: EDA. Wir geben die Lage so wieder, wie die Stellen sie beschreiben, und bilden uns kein eigenes Urteil.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Wie reist man nach Rio de Janeiro an?
Internationale Flüge landen am Aeroporto Tom Jobim-Galeão (GIG), rund 20 km nördlich des Zentrums; der Flughafen Santos Dumont (SDU) im Zentrum bedient nur Inlandsflüge. GIG zählte 2025 rund 17.9 Millionen Passagiere (Wikipedia).
| Flughafen | Lage | Verkehr |
|---|---|---|
| Galeão (GIG) | rund 20 km nördlich des Zentrums | Langstrecke und Inland; zwei Terminals |
| Santos Dumont (SDU) | weniger als 2 km vom Zentrum | nur Inland und allgemeine Luftfahrt; Piste 1’323 m und 1’260 m |
Nach Wikipedia fliegen ab GIG unter anderem Air France (Paris), British Airways (London-Heathrow), TAP (Lissabon, Porto), Lufthansa (Frankfurt), KLM (Amsterdam), American, United und Delta (Nordamerika) sowie Gol in Nachbarländer Südamerikas. Wer aus Asien oder Afrika anreist, steigt in der Regel in Europa, im Nahen Osten oder in São Paulo um.
Vom Flughafen in die Stadt: Vom GIG fährt die BRT-Linie TransCarioca rund um die Uhr; KAYAK nennt zudem die Vorortbahn SuperVia (rund 50 min bis Central), Taxis (45 bis 90 min, je nach Verkehr) und Fernbusse. Vom SDU sind es zur Metro-Station Cinelândia einen Fussweg; die Stadtbahn VLT verbindet den Flughafen mit dem Zentrum. Nachts am offiziellen Taxischalter buchen, wie das BMEIA rät.
In der Stadt: Die MetrôRio kostet 2026 R$ 7.90 pro Fahrt, gilt für die Linien 1, 2 und 4 und lässt sich mit Giro-Karte (R$ 11.90 inkl. R$ 4 Pfand), Riocard oder kontaktlos bezahlen. Nachts empfehlen BMEIA und Auswärtiges Amt Taxi oder Fahrdienst.
Weiterreise: Mit Bussen und Mietwagen nach Westen liegt die Costa Verde mit Paraty; Fernstrecken wie nach São Paulo sind per Flug (SDU) oder Bus möglich.
Quellen: Wikipedia (englisch) · Wikipedia (englisch) · KAYAK · MetrôRio · BMEIA
Was kostet es, und wie bezahlt man in Rio?
Bezahlt wird in Real (R$). Eintritte 2026: Seilbahn Zuckerhut ab R$ 205, Zahnradbahn Corcovado R$ 134, Van ab dem Paineiras-Besucherzentrum R$ 87, eine Metrofahrt R$ 7.90. Karten werden breit akzeptiert, Betrug an Terminals kommt vor.
| Leistung | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Zuckerhut, Tagesticket | ab R$ 205 | zwei Seilbahnfahrten; Kinder 3 bis 12 Jahre und Personen ab 60 zum halben Preis |
| Corcovado, Zahnradbahn | R$ 134 (Erwachsene) | Eintritt zur Statue inklusive |
| Corcovado, Van ab Paineiras | R$ 87 | Eintritt inklusive |
| Corcovado, Van ab Copacabana oder Largo do Machado | R$ 132 | Eintritt inklusive |
| Metro, eine Fahrt | R$ 7.90 | Linien 1, 2 und 4 |
Kinder bis 6 Jahre zahlen bei der Statue nicht. Beim Zuckerhut ist die kostenlose Umbuchung bis 24 h vor dem Termin möglich, danach behält der Betreiber 20 Prozent ein. Die Ermässigungen für Studierende und Senioren bei der Zahnradbahn gelten laut Betreiber teils nur für Brasilianer.
Das Auswärtige Amt rät, bei Strandverkäufern und in Taxis bar zu zahlen, weil Kartenterminals manipuliert sein können, und am Automaten nur tagsüber in Bankfilialen abzuheben.
Quellen: Parque Bondinho Pão de Açúcar · Trem do Corcovado · Melhores Destinos · MetrôRio · Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man in Rio de Janeiro?
Die meisten Reisenden wohnen in der Zona Sul, in Copacabana, Ipanema oder Leblon, nah an Strand und Metro. Wer Ruhe sucht, wählt Ipanema oder Leblon; Santa Teresa und Lapa liegen im Zentrum und sind lebendiger, aber nachts weniger empfehlenswert.
Copacabana: viel Auswahl, Metro, dichte Bebauung, mehr Strassenlärm. Ipanema und Leblon: teurer, ruhiger, mit Cafés und Restaurants. Santa Teresa: kleine Pensionen in alten Villen, steile Gassen; Wikipedia nennt eine zunehmende Kriminalität. Zentrum und Lapa: praktisch für Kultur und Nachtleben, aber abends nicht überall belebt.
Wer kurz bleibt, schläft in der Nähe einer Metro-Station: So kommt man auch ohne Auto zum Zuckerhut, zur Statue und ins Zentrum. Ein Hotel nahe dem Strand erspart nächtliche Wege, die das Auswärtige Amt vom Strand abrät.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Auswärtiges Amt
Was isst man in Rio de Janeiro?
Das Nationalgericht Feijoada, ein Eintopf aus schwarzen Bohnen und verschiedenen Fleischsorten, gibt es in Rio in vielen Lokalen, traditionell mit Reis, Maniokmehl, Orangenscheiben und Chilisauce. Dazu kommen Fruchtsäfte, Strandsnacks und die Küche der Churrascarias.
Zur Feijoada completa gehören laut Wikipedia schwarze Bohnen, getrocknetes Fleisch, geräucherte Würste, Zunge, Schweineohren und Füsse, Nelken, Lorbeer und Knoblauch. Als Beilagen kommen Reis, gerösteter Maniok, geschmorter Kohl und Orangen auf den Tisch.
Am Strand verkaufen Händler Getränke und Snacks; bar zahlen und Preise vorher erfragen. Zum Getränkeservice in Lokalen: Ein Servicezuschlag auf der Rechnung ist nach brasilianischem Recht Trinkgeld und gehört den Angestellten.
Quellen: Wikipedia
Welche Kultur und Geschichte prägen Rio?
Rio war 1565 eine portugiesische Gründung unter Estácio de Sá und von 1822 bis 1960 die Hauptstadt Brasiliens. Der Karneval hat Wurzeln im 17. Jahrhundert; den Samba brachten 1917 afrobrasilianische Einflüsse in die Umzüge, die Bossa Nova machte Ipanema bekannt.
Die kulturelle Landschaft reicht von der Kolonialzeit (Lapa, Santa Teresa) über die Moderne (Niemeyer in Niterói und im Sambódromo) bis zur Musik. Die Hauptstadtfunktion bis 1960 erklärt die vielen Botschaftsvillen in Santa Teresa.
Der Fussball hat in Rio einen eigenen Tempel: Das Maracanã mit den Vereinen Flamengo und Fluminense. Ein Spielbesuch lässt sich über die Clubs organisieren; die Wikipedia nennt den Spielbetrieb unter Fla-Flu S.A.
Was kann man in Rio de Janeiro erleben?
Zu den Höhepunkten zählen die Christusstatue, der Zuckerhut, die Strände, Wanderungen im Tijuca-Wald und der Karneval im Februar. Der Karneval fällt je nach Ostertermin in den Februar oder März; Tribünenplätze im Sambódromo sind lange im Voraus ausgebucht.
Karneval in Rio
Der Karneval beginnt offiziell am Freitag vor Aschermittwoch (Wikipedia). Aschermittwoch liegt je nach Ostertermin im Februar oder März, der Karnevalsdienstag also unmittelbar davor. Die Stadt organisiert das Fest zusammen mit der Liga der Sambaschulen LIESA; die Schulen treten in vier Ligen an, die beste im «Grupo Especial». Jede Schule hat bis zu 120 min für ihren Auftritt.
Das Sambódromo, 1984 nach Plänen von Oscar Niemeyer gebaut, fasst laut Wikipedia 88’500 Zuschauer (deutsche Version) beziehungsweise 90’000 (englische Version). Die Umzugsstrecke misst 570 m. Wer nicht ins Stadion will, findet Strassenumzüge (Blocos) in den Vierteln der Stadt; dort gelten dieselben Sicherheitsregeln wie sonst.
Wandern und Aussichten
Im Tijuca-Park führt ein Weg vom Parque Lage auf den Corcovado, laut Melhoresdestinos in rund vier Stunden; dort wird ein Guide empfohlen, weil es Sicherheitsprobleme gab.
Strand, Musik und Fussball
An der Copacabana und in Ipanema herrscht Strandleben bis zum Sonnenuntergang vom Arpoador aus. Abends spielt in Lapa Livemusik. Ein Spiel im Maracanã gehört für Fussballfans dazu.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia (englisch) · Melhores Destinos · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Rio verantwortungsvoll?
Wer die Metro nutzt, spart Wege und Verkehr in den engen Küstenstreifen. Im Nationalpark Tijuca bleibt man auf den Wegen, denn der Wald wurde ab 1862 mühsam neu gepflanzt und ist heute Teil des Welterbes.
Die Seilbahn und die Zahnradbahn zur Statue sind im Preis enthalten und bündeln den Besucherstrom besser als Einzelfahrten. Wer die Favelas aus Sicherheitsgründen meidet, sollte bei Tourangeboten nachfragen, was sie leisten: Das Auswärtige Amt rät auch von angebotenen Favela-Touren ab.
Quellen: Wikipedia · MetrôRio · Auswärtiges Amt
Womit lässt sich Rio kombinieren?
Rio passt als Auftakt oder Abschluss einer Brasilien-Reise: Westlich liegt die Costa Verde mit Paraty (Welterbe seit 2019), São Paulo ist per Inlandsflug erreichbar. Auf der Landesseite stehen weitere Regionen wie Salvador, Pantanal oder Iguaçu.
Paraty und Ilha Grande wurden 2019 als «Paraty and Ilha Grande – Culture and Biodiversity» Welterbe (Wikipedia); die Region hat eine eigene Seite: Costa Verde und Paraty. Wer mehr Zeit hat, ergänzt die Reise mit São Paulo oder Salvador und Bahia.
Quellen: Wikipedia
Für wen eignet sich Rio, und für wen weniger?
Rio eignet sich für Reisende, die Stadt, Berge und Strand verbinden wollen und die Sicherheitsregeln ernst nehmen. Weniger geeignet ist es für alle, die sorglos nachts zu Fuss unterwegs sein oder Favelas besuchen wollen, oder die während der Regenzeit sichere Sicht auf die Statue brauchen.
Gut passt Rio für Städtereisende, Fotografen, Musik- und Fussballfans und alle, die einen kurzen Aufenthalt mit Strand verbinden. Mit Kindern sind Zuckerhut (Kinder 3 bis 12 Jahre zum halben Preis) und Botanischer Garten einfache Ziele.
Weniger passt Rio, wer Ruhe sucht und wem Kriminalitätsmeldungen die Reise verleiden würden, oder wer im Februar wenig Menschen und tiefe Preise sucht. Als Ausweichziele bieten sich ruhigere Küstenorte an.
Quellen: Parque Bondinho Pão de Açúcar · Wikipedia