Was erwartet Reisende in Cusco?
Cusco ist die frühere Hauptstadt des Inka-Reichs, liegt auf rund 3’400 m und ist seit 1983 UNESCO-Welterbe. Die Stadt mit 428’450 Einwohnern (Zählung 2017) ist Ausgangspunkt für Machu Picchu und das Heilige Tal, aber auch ein eigenes Ziel mit Inka-Mauern, Kolonialkirchen, Märkten und Bergausflügen.
Viele Reisende behandeln Cusco als Durchgangsstation: Flug aus Lima, Zug nach Machu Picchu, weiter. Das verschenkt die Stadt. Auf engem Raum liegen der Sonnentempel Qorikancha, die Festung Sacsayhuamán und die Plaza de Armas, dazu das Handwerkerviertel San Blas und der Markt San Pedro. Wer zwei bis drei Tage einplant, sieht das meiste, ohne zu hetzen.
Die Höhe prägt alles. Der Flug aus Lima dauert laut PromPerú rund 1 h 15 min, die Fahrt über Land rund 21 Stunden. Der Körper bekommt also kaum Zeit, sich anzupassen. Dieser Text beschreibt deshalb nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern auch, in welcher Reihenfolge sich eine Reise mit Cusco sinnvoll aufbauen lässt.
Die Seite behandelt die Stadt und ihre Umgebung ohne das Heilige Tal. Allgemeine Fragen zu Einreise, Währung und Notrufnummern beantwortet die Landesseite Peru; hier stehen die Dinge, die nur für Cusco gelten: Höhe, Stadtticket, Ausflugsziele und Flughafen.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia
Wie ist Cusco als Reiseregion aufgebaut?
Cusco liegt in den südöstlichen Zentralanden nahe den Flüssen Huatanay und Urubamba. Die Stadt wuchs aus der Inka-Hauptstadt, über deren Fundamenten die Spanier ab 1534 ihre Kolonialstadt bauten; heute ist sie Hauptstadt der Provinz und der Region Cusco und das Tourismuszentrum des peruanischen Südens.
Nach Angaben von Wikipedia gründete der Legende nach Manco Cápac die Stadt im 12. Jahrhundert. Vor den Inka lebte in der Gegend die Killke-Kultur (etwa 900 bis 1200 n. Chr.). Francisco Pizarro erreichte Cusco im November 1533 und gründete am 23. März 1534 die spanische Stadt. Die neuen Bauten stehen oft direkt auf Inka-Mauern; die Verfassung von 1993 nennt Cusco ausdrücklich «Historische Hauptstadt Perus».
Die Bevölkerung ist laut Volkszählung 2017 zu 63 % Quechua und zu 31 % Mestizen. Tourismus dominiert die Wirtschaft: Wikipedia nennt über 2 Millionen Besucher im Jahr für Cusco und das nahe Machu Picchu. Das spürt man in der Altstadt, wo Restaurants, Agenturen und Hostels dicht beieinander liegen.
Für die Planung ist die Gliederung nützlich: die Altstadt zu Fuss, die Ruinen am nördlichen Stadtrand, das südliche Tal Richtung Tipón und Andahuaylillas, die Hochgebirgsziele im Südosten (Vinicunca, Ausangate) und im Westen (Salkantay, Humantay). Das Heilige Tal mit Pisac und Ollantaytambo hat eine eigene Seite, Heiliges Tal.
Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel)
Wie gehört Cusco zu Peru, und was gilt hier anders?
Cusco ist Hauptstadt der gleichnamigen Region im Süden Perus; es gelten dieselben Einreise-, Währungs- und Notfallregeln wie im Rest des Landes. Eigene Regeln betreffen vor allem das Stadtticket Boleto Turístico, den Flughafen mit seiner Höhenlage und die Höhenvorsorge.
Einreise, Impfungen und die allgemeine Sicherheitslage sind auf der Landesseite Peru beschrieben. Wer nur nach Cusco reist, muss sich nicht auf Besonderheiten einstellen; die Behörden verlangen dort dieselben Papiere wie an jedem anderen Grenzübergang.
Neu ist für viele der Gedanke, dass der Eintritt in die meisten Inka-Stätten rund um Cusco nicht einzeln, sondern über ein gemeinsames Ticket läuft. Dazu kommt, dass Cusco ein einziger Flughafen mit einer einzigen Piste bedient, was Verspätungen und Wetterumstellungen beeinflussen kann.
Welche Orte lohnen sich in und um Cusco?
In der Stadt gehören der Qorikancha, die Plaza de Armas, der Zwölfwinkelstein und der Markt San Pedro dazu; am Stadtrand Sacsayhuamán auf 3’701 m. Im weiteren Umkreis liegen die Inka-Anlage Tipón, die Barockkirche von Andahuaylillas, der Tempel von Raqch’i und die Bergziele Vinicunca, Ausangate, Salkantay und Choquequirao.
Plaza de Armas, Altstadt und San Blas
PromPerú nennt die Plaza als Herz der Altstadt mit Panoramablick auf die Umgebung; im nahen San Blas arbeiten Kunsthandwerker. Das Zentrum lässt sich zu Fuss erkunden, was auf 3’400 m aber langsamer geht als gewohnt: Treppen und steile Gassen kosten Atem. Die Wege sind kurz, die Pausen gehören dazu.
Qorikancha und die Inka-Mauern
Der Qorikancha («goldener Tempel») war laut Wikipedia das bedeutendste Heiligtum des Inka-Reichs und dem Sonnengott Inti geweiht. Die Spanier plünderten das Gold und errichteten auf den Mauern Kirche und Kloster Santo Domingo. Die Erdbeben haben die Kirche beschädigt, die Inka-Mauern blieben stehen. Die Steine sind so präzise gesetzt, dass keine Fuge und kein Mörtel sichtbar sind.
Der Zwölfwinkelstein gehört zur Hatun-Rumiyoc-Mauer, die den Erzbischofspalast begrenzt. Er besteht aus Diorit und ist seit 1972 peruanisches Kulturerbe. Wie alle Mauern der Altstadt ist er empfindlich gegen Berührung und Abrieb. Man sollte den Stein nicht berühren.
Sacsayhuamán
Die Festungsanlage liegt am nördlichen Stadtrand auf 3’701 m. Laut spanischen Chronisten entstand sie unter Pachacútec und wurde von seinen Nachfolgern erweitert. Die grössten Kalksteinblöcke wiegen nach Schätzung 128 bis 200 Tonnen; die drei Hauptterrassen sind rund 400 m lang und etwa 6 m hoch. Pedro Cieza de León schrieb 1553, dass man nicht einmal einen Real zwischen die Steine schieben könne.
Markt San Pedro
Der Markt San Pedro nahe der Altstadt gilt nach PromPerú als Ort, an dem man das lokale Leben erlebt. Sortiment und Preise sind vor Ort zu prüfen. wer Süsswasser trinkt, sollte auf Hygiene achten (siehe Gesundheit).
Tipón, Andahuaylillas und Raqch’i im Süden
Tipón liegt rund 22 km südöstlich von Cusco zwischen 3’250 und 3’960 m. Die 13 Terrassen auf rund 3 Hektar werden über Kanäle aus Quellen bewässert; 2006 nahm die American Society of Civil Engineers die Anlage in ihre Liste historischer Ingenieurbauwerke auf. Wikipedia nennt sie seit 1984 Nationalen Archäologischen Park.
Andahuaylillas liegt rund 45 km südlich von Cusco auf 3’122 m. Die Jesuitenkirche San Pedro wurde ab 1570 gebaut und bis 1606 weitgehend vollendet; die Wandbilder aus den 1620er-Jahren, gemalt von Luis de Riaño und indigenen Mitarbeitern, brachten ihr den Beinamen «Sixtinische Kapelle Amerikas» ein.
Raqch’i liegt rund 110 km von Cusco auf 3’480 m und gehört zur historischen Route nach Puno. Der Wiracocha-Tempel misst 92 × 25.5 m und gilt als grösste Kallanka des Inka-Reichs; dazu kommen rund 220 runde Vorratshäuser (Qullqas).
Bergziele: Vinicunca, Ausangate, Salkantay, Choquequirao
Die Berge um Cusco gehören zu den meistbesuchten Tagesausflügen und Mehrtagestouren. Details stehen im Abschnitt «Erlebnisse»; hier nur die Eckdaten: Vinicunca (Regenbogenberg) südöstlich der Stadt, Ausangate mit 6’384 m rund 100 km südöstlich, Salkantay mit 6’271 m rund 60 km west-nordwestlich, Choquequirao auf 3’050 m über dem Apurímac-Canyon.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie wirkt sich die Höhe von Cusco aus?
Cusco liegt auf rund 3’400 m (PromPerú: über 3’399 m; CDC: rund 3’350 m), und nach CDC ist jeder nicht akklimatisierte Reisende gefährdet, der auf über 2’450 m schläft. Symptome erscheinen meist 2 bis 12 Stunden nach der Ankunft; wer direkt aus dem Flachland einfliegt, sollte die ersten Tage ruhig angehen.
| Ort | Höhe | Hinweis |
|---|---|---|
| Flughafen Cusco | 3’310 m | laut Wikipedia, rund 3.7 km vom Zentrum |
| Cusco, Stadt | rund 3’400 m | Quellen nennen 3’350 bis 3’399 m |
| Sacsayhuamán | 3’701 m | Anlage am Stadtrand |
| Andahuaylillas | 3’122 m | Kirche San Pedro |
| Raqch’i | 3’480 m | Wiracocha-Tempel |
| Tipón | 3’250 bis 3’960 m | Terrassen und Quellen |
| Choquequirao | 3’050 m | nur zu Fuss erreichbar |
| Vinicunca | 5’036 m oder 5’200 m | Quellen widersprechen sich |
Die Schweizer Fachstelle healthytravel.ch empfiehlt, oberhalb von 2’500 m die Schlafhöhe um höchstens 300 bis 500 m pro Tag zu steigern und je 1’000 m Höhengewinn einen Ruhetag einzulegen. Das CDC rät ausdrücklich davon ab, von unter 1’200 m an einem Tag auf eine Schlafhöhe über 2’750 m zu steigen; Cusco liegt klar darüber.
Frühe Zeichen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. Schwindel, Erbrechen, Verwirrtheit, unsicherer Gang oder Atemnot in Ruhe sind Alarmzeichen: sofort absteigen und ärztliche Hilfe holen. Bei Kopfschmerzen nennt healthytravel.ch Paracetamol; Schlafmittel sollte man meiden.
Das CDC rät Reisenden, die direkt nach Cusco fliegen, ausdrücklich zu einer ärztlichen Abklärung der Vorbeugung mit Acetazolamid (Diamox). Die Entscheidung und die Dosierung gehören in die reisemedizinische Beratung vor der Abreise.
Die praktische Konsequenz: zuerst ins tiefer gelegene Heilige Tal fahren, Cusco später besuchen und die Berg-Tagestouren erst nach zwei bis drei Tagen einplanen. Wer das Heilige Tal auslässt, plant die erste Cusco-Nacht ruhig und ohne Programm.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · CDC · healthytravel.ch · Wikipedia · Wikipedia
Wann ist die beste Reisezeit für Cusco?
Die Trockenzeit von Mai bis September bringt klare Tage, aber sehr kalte Nächte; die Regenzeit dauert von November bis März. Juni und Juli sind am kältesten, und laut Peru Sites sinken die Temperaturen im Morgengrauen bis auf den Gefrierpunkt.
Klima in Cusco: mittlere Höchst- und Tiefstwerte und Niederschlag je Monat
| Cusco | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 20 | 19 | 20 | 20 | 20 | 20 | 21 | 21 | 21 | 21 | 22 | 20 |
| Tiefstwert °C | 8 | 8 | 8 | 6 | 3 | 2 | 1 | 2 | 5 | 7 | 7 | 8 |
| Niederschlag mm | 129 | 127 | 96 | 44 | 9 | 4 | 11 | 8 | 18 | 63 | 72 | 137 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station TENIENTE ALEJANDRO VELASCO ASTETE INTL (3 km, 3310 m), auf 3399 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Anbieterseite Peru Sites nennt für die Trockenzeit Tageswerte von 15 bis 20 °C und Nächte von 0 bis 5 °C; in der Regenzeit liegen die Werte zwischen 6 und 18 °C. Dazwischen liegen Übergangsmonate wie April und Oktober. Die Tabelle oben zeigt die Stationswerte; für die Planung zählt vor allem der Wechsel zwischen warmen Mittagen und kalten Nächten.
Die Trockenzeit ist die Hochsaison. Die Unterkünfte füllen sich früh, dazu fällt das Inti-Raymi-Fest am 24. Juni. In der Regenzeit ist die Landschaft grüner, es gibt weniger Besucher, aber Nebel am Morgen und Nachmittagsgüsse. Wer Berge sehen will, hat in der Regenzeit schlechtere Aussichten: Bei Vinicunca verdecken laut einem Anbieter Schnee in der Regenzeit die Farben.
Die Wahl der Reisezeit hängt also vom Ziel ab: Mehrtagestouren, Ausflug zum Regenbogenberg und Fotos mit klarem Himmel für Mai bis September; ruhigere Städte und Natur für die Monate dazwischen. Das nationale Wetteramt SENAMHI gibt die Regenzeit nach Angaben von Reiseseiten mit November bis April an; der Rand ist fliessend.
Quellen: Peru Sites (Reiseveranstalter) · Wikipedia · Boleto Machu Picchu (Tourenanbieter)
Was braucht man für die Einreise nach Cusco?
Für Cusco gelten die Einreiseregeln Perus: Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchen Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum, der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein (Stand Oktober 2026). Die genauen Regeln stehen auf der Landesseite Peru.
Das BMEIA nennt die Vorlage eines Rückreisetickets; das Auswärtige Amt weist auf 5 Soles Strafe pro Tag bei Überziehen hin. Das Auswärtige Amt rät zudem, sich beim Taxi und Transfer am Flughafen auf offizielle Anbieter zu verlassen.
Für Machu Picchu, den Inka-Trail und andere Stätten gelten gesonderte Zugangsregeln und Tickets. Die Machu-Picchu-Tickets laufen laut PeruRail über das staatliche Portal tuboleto.cultura.pe und sind personalisiert und nicht übertragbar. In Cusco selbst wird der Eintritt zu den meisten Anlagen über den Boleto Turístico geregelt (Abschnitt «Geld»).
Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; Auskunft geben die Botschaften und Konsulate Perus. Massgeblich sind immer die amtlichen Stellen zum Zeitpunkt der Reise.
Massgeblich sind die Angaben von EDA, Auswärtigem Amt, BMEIA und den peruanischen Behörden zum Zeitpunkt der Reise.
Quellen: BMEIA · Auswärtiges Amt · PeruRail
Welche Gesundheitshinweise gelten für Cusco?
Das CDC nennt für Cusco, Machu Picchu und Lima keine Gelbfieberimpfung und kein Malariarisiko; relevant ist vor allem die Höhenkrankheit. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass die medizinische Versorgung ausserhalb Limas begrenzt ist.
Das CDC empfiehlt Hepatitis A und B für die meisten Reisenden, vollständigen Masernschutz sowie Mückenschutz gegen Dengue, Zika und Chikungunya in tiefer gelegenen Gebieten. Gelbfieber betrifft nach CDC Gebiete unter 2’300 m, also den Dschungel östlich der Anden und nicht Cusco. Wer von Cusco in den Regenwald weiterreist, sollte die Impffrage vor der Abreise ärztlich abklären.
Das BMEIA hält die Versorgung ausserhalb von Lima für unzureichend und empfiehlt eine umfassende Reiseversicherung inklusive Rücktransport. Das Auswärtige Amt nennt die Versorgung von Schwerverletzten in Cusco oft unzureichend. Für Höhenprobleme ist ein Abstieg oft die beste Behandlung (siehe Abschnitt «Höhe»).
Beim Essen und Trinken gelten die üblichen Regeln: Leitungswasser meiden, frisch Zubereitetes bevorzugen, Hände waschen. Das CDC rät ausserdem, in verunreinigtem Süsswasser nicht zu baden oder zu waten, wegen der erhöhten Zahl von Leptospirose-Fällen in nördlichen und Amazonasregionen. Koka-Tee ist in Peru üblich, gehört aber nicht in den Koffer: Der Transport über Grenzen ist in vielen Ländern verboten.
Quellen: CDC · CDC · BMEIA · Auswärtiges Amt
Wie sicher ist Cusco für Reisende?
Das BMEIA nennt Cusco ausdrücklich unter den Städten mit hoher Kriminalität. Das Auswärtige Amt warnt vor Überfällen auf Überlandbusse zwischen Ica, Arequipa, Puno und Cusco sowie vor organisierten Überfällen bei Flughafentransfers (Stand Oktober 2026).
Das Auswärtige Amt empfiehlt, Überlandbusse nur tagsüber zu nutzen, Wertsachen am Körper zu tragen und am Flughafen offizielle Taxis zu nehmen. Proteste und Demonstrationen sind nach Auswärtigem Amt jederzeit möglich; das BMEIA rät, Demonstrationen und Menschenansammlungen im Süden des Landes zu meiden. Proteste können Strassen und Bahnstrecken zeitweise blockieren; man plant Pufferzeit vor Flügen ein.
Im Alltag heisst das: Rucksack vorn tragen, den Reisepass im Hotelsafe lassen und bei der Ankunft nur mit offiziellen oder vom Hotel bestellten Taxis fahren. Für Wanderungen und Hochgebirgstouren kommt die Höhe als Risiko dazu; ein zugelassener Veranstalter und Guide sind sinnvoll. Aktuelle Warnungen stehen bei den Behörden.
Die Lage ändert sich schnell. Aktuell massgeblich sind die Reisehinweise von EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA.
Quellen: BMEIA · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Cusco und in der Region herum?
Cusco hat einen Flughafen, den Alejandro Velasco Astete International Airport (CUZ) auf rund 3’310 m, 3.7 km vom Zentrum. Von Lima aus dauert der Flug rund 1 h 15 min; der längste Direktflug geht laut FlightConnections nach Santiago de Chile (rund 2’210 km, etwa 3 h 20 min). Für die Planung gilt der Flughafen der Stadt; ein Ersatz in Chinchero ist seit Jahren im Bau und im Gespräch.
Laut Wikipedia gibt es am Flughafen eine einzige Piste, 3’397 m lang und 45 m breit. Geländebedingt wird nur auf Piste 28 von Süden gelandet und nach Norden gestartet. 2023 zählte der Flughafen 3’004’412 Passagiere. Carrier sind unter anderem LATAM Perú, JetSmart, Sky Airline, Avianca und Boliviana de Aviación.
FlightConnections nennt Direktverbindungen nach Lima, Puerto Maldonado, Arequipa, Santiago, Bogotá und La Paz. Wer aus Europa, Nordamerika oder anderen Weltregionen anreist, fliegt also zuerst zu einem Drehkreuz wie Lima (LIM) und steigt dort um; die internationalen Nonstop-Verbindungen von Cusco sind begrenzt.
Die Landstrecke von Lima über Abancay dauert nach PromPerú rund 21 Stunden und ist für die meisten keine Option. PeruRail fährt nach Machu Picchu ab den Stationen San Pedro, Wanchaq und Poroy in Cusco sowie ab Ollantaytambo; es gibt die Zugklassen Expedition, Vistadome und Vistadome Observatory.
Der geplante Flughafen Chinchero im Heiligen Tal soll den Flughafen in der Stadt ersetzen, der Bau wurde mehrfach verschoben. Reisende gehen deshalb vom bestehenden Flughafen CUZ aus und prüfen vor der Buchung, an welchem Flughafen der gebuchte Flug landet.
Innerhalb der Region fährt man mit Bussen, Sammeltaxis oder organisierten Ausflügen. Zu Tipón sind es rund 22 km, nach Andahuaylillas rund 45 km, nach Raqch’i rund 110 km. Zu Vinicunca nennt Wikipedia eine Fahrt von rund zwei Stunden plus Fussweg von 5 km über die Route Cusipata, und alternativ rund dreieinhalb Stunden über Pitumarca mit steilerem kurzem Aufstieg.
| Ziel | Entfernung | Quelle |
|---|---|---|
| Flughafen CUZ | 3.7 km | Wikipedia |
| Tipón | rund 22 km | Wikipedia |
| Andahuaylillas | rund 45 km | Wikipedia |
| Raqch’i | rund 110 km | Wikipedia |
| Ausangate | rund 100 km | Wikipedia |
| Salkantay | rund 60 km | Wikipedia |
| Lima, Flug | rund 1 h 15 min | PromPerú |
Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · PeruRail · Infobae · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was kostet ein Aufenthalt in Cusco, und wie funktioniert der Boleto Turístico?
Der Boleto Turístico del Cusco (BTC) kostet für ausländische Touristen 130 Soles als Gesamtticket (10 Tage, 16 Stätten) oder 70 Soles als Teilticket für einen Circuit (laut COSITUC, Stand Oktober 2026). Der Eintritt zu Vinicunca kostet laut Anbietern 25 Soles für Ausländer.
| Ticket | Preis | Hinweis |
|---|---|---|
| Gesamtticket (16 Stätten) | 130 Soles | gültig 10 Tage |
| Teilticket, ein Circuit | 70 Soles | 1 bis 2 Tage je nach Circuit |
| Studierende (Ausland) | 70 Soles | Ausweis nötig |
| Kinder bis 9 Jahre | frei | laut COSITUC |
Die Circuits gliedern sich nach Anbietern in drei Gruppen: Ruinen von Cusco mit Sacsayhuamán, Qenqo, Puka Pukara und Tambomachay; Stadt und Südtal mit Museen, Tipón und Pikillaqta; Heiliges Tal mit Pisac, Ollantaytambo, Chinchero und Moray. Das Gesamtticket deckt alle 16 Stätten, braucht aber laut COSITUC mindestens drei Tage, um alle zu besuchen.
COSITUC verkauft die Tickets nur persönlich, am Hauptschalter an der Av. El Sol 103 (täglich 7:30 bis 18:00 Uhr) oder an den meisten Stätten. Am besten kauft man am Tag des Besuchs, da die Gültigkeit mit dem Kauf beginnt. Das Ticket ist an eine Person gebunden und nicht übertragbar. Führer und Transport sind nicht enthalten.
Die Preise für Tagestouren zu den Bergzielen liegen nach einem Anbieter zwischen 35 und 100 US-Dollar je nach Leistung; die Eintrittsgebühr am Regenbogenberg beträgt 25 Soles für Ausländer, ein Pferd kostet rund 100 Soles. Die Angaben stammen von Tourenanbietern und sind nicht amtlich bestätigt.
Währung ist der Sol (PEN). Die Preise im Text sind in Soles oder, wo die Quelle es nennt, in US-Dollar. Das Auswärtige Amt weist darauf hin, dass man Wertsachen am Körper tragen soll.
Quellen: COSITUC · Boleto Machu Picchu (Tourenanbieter) · Auswärtiges Amt
Wo übernachtet man in Cusco?
In der Altstadt und in San Blas liegen die meisten Unterkünfte von Hostels bis Boutique-Hotels, zu Fuss nahe an Plaza, Qorikancha und Markt. Wer die Höhe vermeiden will, schläft in den ersten Nächten im tiefer gelegenen Heiligen Tal.
San Blas, das Handwerkerviertel oberhalb der Plaza, hat steile Gassen.
Für Machu Picchu und den Inka-Trail braucht man gesonderte Unterkünfte und Tickets. Die Nächte im Hochland sind kalt (siehe Reisezeit); heizbare Zimmer oder dicke Decken sind in den Wintermonaten ein Kriterium. Frühe Buchung lohnt in der Trockenzeit und rund um den 24. Juni.
Zum Preisniveau gibt es keine amtlichen Zahlen; die Spanne reicht von einfachen Schlafsälen bis zu Hotels in restaurierten Kolonialhäusern. Vor Ort lohnt es, die Höhenlage und die Geräusche des Viertels zu prüfen.
Quellen: PromPerú (peru.travel) · Peru Sites (Reiseveranstalter)
Was isst man in Cusco?
Die Küche der Anden stützt sich auf Kartoffeln, Mais, Quinoa und Fleisch von Alpaka und Meerschweinchen (Cuy). Peru hat nach Wikipedia die grösste Sortenvielfalt an Kartoffeln weltweit, und Chicha de jora, Maisbier, ist seit präkolumbischer Zeit verbreitet.
Cuy wird oft im Ganzen serviert, in den Anden auch frittiert (cuy chactado). Quinoa wird seit Jahrhunderten in den Anden angebaut und enthält laut Wikipedia essenzielle Aminosäuren. Der Markt San Pedro gilt nach PromPerú als Ort für das lokale Leben.
Die Höhe macht Alkohol wirksamer; viele Reisende verzichten in den ersten Tagen darauf, wie healthytravel.ch auch in Bezug auf die Höhenkrankheit mahnt (Paracetamol statt Schlafmittel).
Quellen: Wikipedia · PromPerú (peru.travel) · healthytravel.ch
Welche Kultur prägt Cusco?
Quechua-Tradition und spanisch-katholische Kultur überlagern sich in Cusco, auch baulich: Kirchen stehen auf Inka-Mauern. Laut Volkszählung 2017 sind 63 % der Einwohner Quechua, und jedes Jahr am 24. Juni findet das Inti-Raymi-Fest statt.
Inti Raymi ehrt den Sonnengott Inti und feiert die Wintersonnenwende. Wikipedia nennt das erste Fest 1412; das letzte mit dem Inka-Herrscher fand 1535 statt. Spanier und Kirche unterdrückten es. 1944 rekonstruierte es der Regisseur Faustino Espinoza Navarro auf Grundlage der Chronik von Garcilaso de la Vega. Die Zeremonie beginnt am Qorikancha, setzt sich auf der Plaza de Armas fort und endet in Sacsayhuamán.
Weitere Bräuche liegen in der Umgebung. Das Pilgerfest Quyllur Rit’i («Schneestern») findet rund 20 km nördlich des Ausangate eine Woche vor Fronleichnam statt, laut Wikipedia. Die Q’eswachaka-Brücke über den Apurímac wird jedes Jahr im Juni von den Gemeinden aus Ichu-Gras neu geflochten und steht seit 2013 auf der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.
Gäste tun gut daran, in Kirchen und bei Festen zurückhaltend zu sein, nicht in religiöse Zeremonien zu fotografieren und Personen zu fragen, bevor sie fotografiert werden. Die Spanisch- und Quechua-Namen von Orten sind nicht einheitlich geschrieben: Qorikancha, Coricancha und Koricancha meinen denselben Ort.
Was sind die schönsten Erlebnisse in und um Cusco?
Zu den wichtigsten Erlebnissen gehören ein Tag in der Altstadt mit Qorikancha und Sacsayhuamán, ein Tagesausflug zu den Inka-Stätten im Südtal, Bergtouren zum Regenbogenberg Vinicunca oder zum Ausangate und Mehrtagestreks wie Salkantay oder Choquequirao.
Stadt und Südtal
Ein Tag reicht für die Altstadt, wenn man früh beginnt und Pausen einplant. Sacsayhuamán und die Aussichtspunkte lassen sich mit einem halben Tag verbinden, das Südtal mit Tipón, Pikillaqta (laut Anbietern Teil des Südcircuits), Andahuaylillas und Raqch’i mit einem ganzen Tag.
Vinicunca (Regenbogenberg)
Vinicunca liegt in der Region Cusco bei den Gemeinden Cusipata und Pitumarca. Die Höhe wird je nach Quelle mit 5’036 m (Wikipedia) oder 5’200 m (Tourenanbieter) angegeben. Die Farben der Streifen stammen von verschiedenen Mineralien; die Gletscherdecke ist laut Wikipedia 2013 geschmolzen, danach nahm der Besucherstrom stark zu. Die Distanzen lauten je nach Quelle: ca. 100 km ab Cusco und 6 km Fussweg (Anbieter) oder rund 2 h Fahrt und 5 km Fussweg (Wikipedia).
Der Besuch bedeutet Höhe, Kälte und Wetter. Ein Tourenanbieter nennt Temperaturen von 17 °C am Tag und um 0 °C in der Nacht und empfiehlt Sonnencreme, Regenponcho, Handschuhe und feste Schuhe. Wegen der grossen Höhe sollte man mehrere Tage in Cusco akklimatisiert sein. Wer Probleme bekommt, bricht ab.
Ausangate, Salkantay und Choquequirao
Der Ausangate ist mit 6’384 m ein heiliger Berg (Apu); der Trek rund um ihn gilt als eine der berühmtesten Wanderungen Perus. Salkantay (6’271 m) ist der höchste Gipfel der Cordillera Vilcabamba und Namensgeber einer Trekkingroute, die als Alternative zum Inka-Trail gilt. Choquequirao liegt auf 3’050 m und ist laut Wikipedia nur zu Fuss erreichbar, mit einer Wanderung von zwei Tagen ab dem Ausgangspunkt, der nach 4 bis 5 Stunden Fahrt von Cusco erreicht wird.
Machu Picchu
Machu Picchu liegt auf 2’430 m. Es ist kein Teil dieser Seite, aber der Hauptgrund vieler Cusco-Reisen. Das Ministerium für Kultur verlangt personalisierte Tickets; PeruRail empfiehlt, mindestens einen Tag einzuplanen. Details stehen auf der Landesseite.
Quellen: Wikipedia · Boleto Machu Picchu (Tourenanbieter) · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · PeruRail · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Cusco verantwortungsvoll?
Wer Cusco verantwortungsvoll besucht, achtet auf das Welterbe und die Belastung der Stätten: Zwölfwinkelstein nicht berühren, Mauern nicht besteigen, Pfade nicht verlassen. Die Inka-Mauern sind unersetzlich und vertragen weder Berührung noch Klettern.
Die Zahl der Besucher ist hoch (über 2 Millionen im Jahr laut Wikipedia). Der Boleto Turístico lenkt Besucher auf mehrere Stätten und entlastet so einzelne Orte. Kleine Gruppen, lokale Guides und Unterkünfte in Quechua-Gemeinden verteilen das Geld breiter.
Bei Trekking-Touren lohnt die Frage nach fairen Bedingungen für Träger und Köche. Müll gehört wieder mit ins Tal. Beim Vinicunca-Besuch sind Pferde ein Thema: Man sollte die Tiere nur nutzen, wenn es nötig ist, und auf deren Zustand achten.
Womit lässt sich Cusco kombinieren?
Cusco passt zu Heiligem Tal und Machu Picchu, zu Arequipa und dem Titicacasee im Süden und zu Lima als Ankunftsort. Wer Natur sucht, ergänzt es mit dem Amazonas bei Puerto Maldonado.
Die klassische Folge lautet Lima – Heiliges Tal – Machu Picchu – Cusco. Eine Reiseplanung nach Höhe bietet sich an: erst tief, dann hoch. Mit dem Regionalflug lassen sich Arequipa (CUZ-Direktflug) und Puerto Maldonado (CUZ-Direktflug) erreichen. Der Weg nach Puno führt entlang Raqch’i, eine Strecke, die auch Inka-Reisende prägte.
Auf dieser Seite siehe auch Heiliges Tal, Anden und Amazonas als Nachbarregionen.
Für wen eignet sich Cusco, für wen weniger?
Cusco eignet sich für Reisende, die Geschichte, Architektur und Berge verbinden wollen und Zeit zur Akklimatisierung einplanen. Weniger passt es für Menschen mit Herz-Lungen-Erkrankungen, für sehr kurze Reisen und für alle, die Strände oder Wärme suchen.
Gut passt Cusco zu Kulturreisenden, Fotografen, Wanderern und Familien mit älteren Kindern, die die Höhe vertragen. Wer Aktivität in der Höhe sucht, findet Treks und Tagesausflüge in verschiedenen Schwierigkeiten.
Weniger geeignet ist die Stadt für Reisende mit Herz-, Lungen- oder Kreislauferkrankungen, Schwangere und kleine Kinder ohne ärztliche Rücksprache, für alle mit nur zwei bis drei Tagen Zeit und für Menschen, die ungern früh aufstehen: Viele Ausflüge beginnen vor Sonnenaufgang. Die Kälte der Nächte und die Regenzeit mit Strassenproblemen sind weitere Gründe, vorher genau zu planen.
Quellen: CDC · healthytravel.ch