Was erwartet Reisende auf dem Peloponnes?
Der Peloponnes ist die südlichste Halbinsel des griechischen Festlands, rund 21’550 km² gross, und über den Isthmus von Korinth mit Attika verbunden. Hier liegen sechs UNESCO-Welterbestätten, darunter Olympia, Mykene, Epidauros und Mystras. Von Athen aus sind Nafplio und Mykene in gut anderthalb Stunden mit dem Auto erreichbar.
Die Halbinsel ist keine Insel, auch wenn der Korinth-Kanal sie seit 1893 geografisch vom Festland trennt. Sie gliedert sich in sieben traditionelle Landschaften: Achaia, Korinthia, Argolis, Arkadien, Lakonien, Messenien und Elis. Zusammen leben dort nach der Volkszählung 2011 rund 1.16 Millionen Menschen; die grösste Stadt ist Patras mit etwa 171’000 Einwohnern.
Wer den Peloponnes besucht, tut das selten wegen eines einzelnen Orts. Die Reise besteht aus einer Abfolge von Stationen mit sehr verschiedenem Charakter: die Bronzezeit-Burgen der Argolis, die antiken Heiligtümer von Olympia und Epidauros, die byzantinische Geisterstadt Mystras, die Wehrtürme der Mani und die venezianischen Festungen Messeniens.
Die allgemeinen Regeln zu Einreise, Währung und Notrufen stehen auf der Landesseite Griechenland; hier geht es um das, was auf der Halbinsel selbst gilt.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wie gehört der Peloponnes zu Griechenland?
Der Peloponnes gehört als Festlandhalbinsel zu Griechenland und ist seit dem Bau des Korinth-Kanals 1893 durch eine rund 6 km lange Wasserstrasse vom übrigen Festland getrennt. Über Brücken und die Rio-Antirio-Brücke bei Patras bleibt er auf der Strasse erreichbar, es gilt dieselbe Rechtslage wie im übrigen Land.
Der Kanal ist 6.34 km lang, höchstens 24.6 m breit und wird heute überwiegend von Ausflugsschiffen genutzt, laut Wikipedia rund 15’000 Schiffe pro Jahr. Für Autofahrer spielt er kaum eine Rolle: Hochbrücken für Bahn, Strasse und Autobahn überqueren ihn in rund 45 m Höhe, an beiden Enden gibt es zusätzlich versenkbare Brücken. Die Brücke von Rio nach Antirrio verbindet die Halbinsel im Westen mit dem Festland.
Für Einreise, Währung und Gesundheitsregeln gilt alles, was auf der Seite Griechenland steht.
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Was macht den Peloponnes aus?
Der Peloponnes verbindet Landschaften, die in anderen Ländern ganze Reisen füllen würden: das Taygetos-Gebirge mit 2’407 m, die steinige Mani, die Weinebene von Nemea und lange Küsten an Ägäis und Ionischem Meer. Der Reiz liegt in der Dichte antiker Stätten und der geringen Zahl von Reisebussen abseits der Hauptziele.
Die Halbinsel ist gebirgig. Der höchste Gipfel, der Profitis Ilias im Taygetos, erreicht nach Wikipedia 2’405 m; andere Quellen nennen 2’407 m. Das Gebirge zieht sich rund 100 km bis zum Kap Matapan, dem südlichsten Punkt des europäischen Festlands. Im Westen fällt es steil zum Messenischen Golf ab, im Osten liegt das Tal des Evrotas mit Sparta.
Geschichtlich ist der Peloponnes in drei Schichten lesbar. Die Mykener (rund 1600 bis 1100 v. Chr.) bauten Burgen und Kuppelgräber; in klassischer Zeit entstanden die Heiligtümer von Olympia und Epidauros und der Stadtstaat Sparta; im Mittelalter prägten fränkische, byzantinische und venezianische Herrscher das Land mit Festungen und Kirchen. Nafplio war von 1827 bis 1834 die erste Hauptstadt des modernen Griechenlands.
Der Charakter der Teilregionen unterscheidet sich stark. Die Argolis ist kompakt und gut für Tagesausflüge, Messenien ist grün und landwirtschaftlich geprägt, die Mani rau und dünn besiedelt, Arkadien bergig und kühler. Wer nur eine Woche hat, sollte nicht alles sehen wollen.
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Welche Orte auf dem Peloponnes lohnen sich?
Das Kernprogramm liegt in der Argolis (Mykene, Epidauros, Nafplio), im Westen (Olympia, Pylos, Methoni) und im Süden (Mystras, Monemvasia, Mani). Zwischen Nafplio und Kalamata liegt die Strecke eher in Tagesetappen von 2 bis 3 Stunden Fahrt als in Kilometern.
Mykene
Mykene liegt rund 120 km südwestlich von Athen und 11 km nördlich von Argos. Die Burg war Zentrum der Epoche, die nach ihr «mykenisch» heisst, rund 1600 bis 1100 v. Chr. Zu sehen sind das Löwentor und das Schatzhaus des Atreus; die Stätte ist seit 1999 als «Archäologische Stätten von Mykene und Tiryns» UNESCO-Welterbe. Das Ticket (Stand Oktober 2026: 20 EUR) enthält das Museum.
Nafplio
Nafplio war 1827 bis 1834 erste Hauptstadt des modernen Griechenlands; König Otto verlegte den Regierungssitz 1834 nach Athen. Die Stadt zählt rund 14’500 Einwohner in der Kernstadt (Zensus 2021), hat eine Altstadt mit venezianischen Gassen, die Seefestung Bourtzi im Hafen und die venezianische Festung Palamidi auf einem 216 m hohen Hügel, erbaut zwischen 1711 und 1714. Nafplio eignet sich als Standort für mehrere Tage, weil Mykene, Epidauros und Argos von hier in kurzer Fahrt erreichbar sind.
Epidauros
Das Heiligtum des Asklepios in Epidauros war das berühmteste Heilzentrum der Antike; es wurde 1988 UNESCO-Welterbe. Das Theater, im 4. Jahrhundert v. Chr. von Polyklet dem Jüngeren entworfen, fasst nach Wikipedia bis zu 14’000 Zuschauer; ein anderer Wikipedia-Artikel zum Festival nennt 10’000. Die Quellen widersprechen sich, die Angabe ist also als grobe Grössenordnung zu lesen. Das Ticket (Stand Oktober 2026: 20 EUR) umfasst Theater, Stätte und Museum.
Olympia
Olympia, Austragungsort der antiken Spiele von traditionell 776 v. Chr. bis 393 n. Chr., ist seit 1989 UNESCO-Welterbe. Zu sehen sind das Fundament des Zeus-Tempels (Mitte 5. Jahrhundert v. Chr.), der Hera-Tempel von rund 600 v. Chr. und das Stadion, dessen letzte Ausbaustufe 192.27 m lang war. Der Ort Olympia selbst ist klein: 882 Einwohner in der Gemeinde, 11’153 in der Gesamtgemeinde (2021). Drei Museen zeigen die Funde, darunter die Nike des Paionios.
Mystras und Sparta
Mystras wurde 1248 von Wilhelm II. von Villehardouin gegründet und war von 1349 bis 1460 Hauptstadt des byzantinischen Despotats Morea. Die verlassene Burgstadt, UNESCO-Welterbe seit 1989, liegt rund 8 km westlich von Sparti. Heute leben nur noch Nonnen im Kloster Pantanassa; sehenswert sind ausserdem die Kirchen Peribleptos und Hagios Dimitrios sowie der Palast der Despoten. Das moderne Sparta bietet dagegen wenig vom antiken Ruhm; der Stadtstaat lag im Tal des Evrotas zwischen Taygetos (2’407 m) und Parnon (1’935 m).
Monemvasia
Monemvasia, im 6. Jahrhundert gegründet, liegt auf einem Felsplateau rund 100 m über dem Meer, das über eine rund 400 m lange Landbrücke erreichbar ist; seit 1971 führt eine Brücke zum Festland. Die Unterstadt mit ihren Gassen ist heute mit Hotels und Restaurants besetzt, die Oberstadt auf dem Plateau ist unbewohnt. Das Gemeindegebiet zählte 2021 etwa 4’100 Einwohner.
Mani
Die Mani ist die mittlere der drei Halbinseln im Süden, rund 45 km lang bis zum Kap Matapan. Sie heisst historisch «Maina Polypyrgos», die Vieltürmige, wegen der Wohntürme. Das Dorf Vathia in der Inneren Mani liegt auf rund 180 m und ist weitgehend verlassen. Weitere Orte sind Areopolis, die Diros-Höhlen bei Pyrgos Dirou und der Hafen Gytheio, 40 km von Sparta. Insgesamt leben in den beiden Gemeinden Ost- und West-Mani rund 18’650 Menschen.
Messenien: Kalamata, Pylos, Methoni, Kardamyli
Kalamata ist mit rund 73’000 Einwohnern in der Gemeinde die zweitgrösste Stadt der Halbinsel nach Patras und für ihre Oliven bekannt. Pylos liegt an der Bucht von Navarino, wo 1827 die osmanisch-ägyptische Flotte besiegt wurde. Rund 17 km entfernt steht der Palast des Nestor in Ano Englianos, der am besten erhaltene mykenische Palast Griechenlands. Der Strand Voidokilia grenzt an die Lagune von Gialova. Methoni, 11 km südlich von Pylos, hat eine venezianische Festung. Kardamyli am Fuss des Taygetos (391 Einwohner) ist Ausgangspunkt für die Viros-Schlucht, die 20 km lang ist.
Korinth und Patras
Das antike Korinth liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen Athen und Sparta; vom Apollo-Tempel aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stehen sieben Säulen. Der Apostel Paulus soll 49 oder 50 n. Chr. 18 Monate dort gelebt haben. Patras, 215 km westlich von Athen, hat im Februar einen der grössten Karnevale Europas und einen Fährhafen mit Verbindungen nach Westen.
Quellen: Wikipedia (en) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für den Peloponnes?
Am angenehmsten ist der Peloponnes im April bis Juni und im September bis Oktober: warm genug für die Küste, aber nicht so heiss wie im Juli und August, wenn die Ruinenstätten kaum Schatten bieten. Kalamata erreicht im Juli im Schnitt 31.3 °C, im Januar 14.7 °C, bei rund 780 mm Jahresniederschlag, der fast ganz im Winter fällt.
Das Klima ist mediterran: heisse, trockene Sommer und feuchte Winter. Die Etesien (Meltemi) wehen von Mai bis Oktober, am häufigsten im Juli und August, und mildern die Hitze an der Küste. In höheren Lagen ist es spürbar kühler; Im Taygetos schmilzt im Winter Schnee ab (Viros-Schlucht).
| Teilregion | Gut für | Zu beachten |
|---|---|---|
| Argolis (Nafplio, Mykene, Epidauros) | April bis Juni, September, Oktober | Mittagshitze in Mykene und Epidauros im Hochsommer |
| Westen (Olympia, Pylos) | April bis Juni, September | Winter regnerischer, Hitze im Juli und August |
| Mani und Lakonien | April bis Juni, September bis Oktober | Wanderungen im Sommer nur früh am Tag |
| Taygetos | Mai bis Oktober | Auf höheren Lagen Schnee im Winter |
Im Winter sind die Stätten weniger besucht, die Öffnungszeiten kürzer: In Mykene und Olympia schliessen sie im Winterhalbjahr (1. November bis 31. März) um 15:30, im Sommerhalbjahr bis 18:30 beziehungsweise 20:00. Ausserdem gelten an bestimmten Tagen Gratiseintritte, etwa jeweils am ersten Sonntag von November bis März.
Wer im Hochsommer reist, sollte die Besichtigungen auf die Morgenstunden legen. Das Auswärtige Amt nennt für Griechenland von Frühling bis Herbst Waldbrandgefahr und Stürme im August bis November; Details zur aktuellen Lage prüft man vor der Reise bei den amtlichen Stellen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Auswärtiges Amt
Was ist bei der Einreise auf den Peloponnes zu beachten?
Es gibt keine regionalen Einreiseformalitäten: Man reist nach Griechenland ein, in der Regel über Athen (ATH), und fährt dann auf der Strasse weiter. Schweizer, Deutsche und Österreicher benötigen laut BMEIA einen gültigen Reisepass oder Personalausweis, Minderjährige ohne beide Eltern eine notarielle Einverständniserklärung.
Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, die Botschaft oder die Einwanderungsbehörde nennt sie. Die Angaben der amtlichen Stellen (EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA) sind massgeblich; die vollständigen Regeln stehen auf der Seite Griechenland.
Regionsspezifisch: Archäologische Stätten verlangen ein Ticket (Stand Oktober 2026: 20 EUR in Mykene, Epidauros und Olympia), das auch das jeweilige Museum einschliesst.
Quellen: BMEIA · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr)
Welche Gesundheitshinweise gelten auf dem Peloponnes?
Für den Peloponnes gelten dieselben Hinweise wie für Griechenland insgesamt: aktuelle Basisimpfungen, Mückenschutz gegen das West-Nil-Virus (Übertragung typischerweise von Mai bis Oktober, Höhepunkt Juli bis September) und Schutz vor Hitze. Zecken und Sandmücken sind laut CDC in Griechenland ein Thema.
healthytravel.ch empfiehlt allen Reisenden Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln, Polio und Windpocken; für manche Reisende kommen Hepatitis B und FSME in Frage. Die CDC verweist ausserdem auf Leishmaniose (Sandmücken), Zecken- und Hanta-Risiken und rät zu langer Kleidung und Repellentien. Hitzschlag kann gefährlich werden: viel trinken, Mittagshitze meiden, Sonnenschutz verwenden.
Wer in Wald- und Berggebieten wandert (Taygetos, Arkadien), sollte Zecken absuchen. Alle Impf- und Medikamentenfragen gehören in ein reisemedizinisches Gespräch vor der Abreise, ärztlich abklären. Weitere Informationen auf der Seite Griechenland.
Quellen: healthytravel.ch · CDC Travelers' Health
Wie sicher ist der Peloponnes?
Griechenland gilt als Land mit gutem Sicherheitsstandard; die aktuelle Lage steht bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA. Auf dem Peloponnes liegen die strukturellen Risiken bei Waldbränden von Frühling bis Herbst, Erdbeben und beim Strassenverkehr, nicht bei Kriminalität.
Das Auswärtige Amt warnt vor Taschendiebstahl vor allem in Athen, Thessaloniki und Piräus; auf dem Peloponnes ist dieses Risiko deutlich geringer. Wegen der Waldbrandgefahr kann es jederzeit zu Strassensperrungen kommen. Das BMEIA nennt den Strassenverkehr als besondere Gefahr ausserhalb der Städte und warnt vor Quad-Unfällen. Notruf in ganz Griechenland: 112.
Die aktuelle Lage prüft man vor der Reise beim EDA, beim Auswärtigen Amt und beim BMEIA.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA
Wie kommt man auf den Peloponnes und wie reist man dort?
Die meisten Reisenden landen am Flughafen Athen «Eleftherios Venizelos» (ATH) und fahren von dort mit Mietwagen, Bus oder Bahn auf die Halbinsel. Zusätzlich bedient Kalamata (KLX) im Süden saisonale Linienflüge und Charter, etwa von Aegean, Ryanair, easyJet und Jet2. Nafplio ist von Athen aus 140 bis 150 km entfernt und mit dem Auto in rund 1 h 30 min erreichbar.
Der Flughafen Kalamata wird nach Wikipedia überwiegend im Sommer angeflogen, ist Ausgangsbasis von Aegean Airlines und teilt die Piste mit einem Luftwaffenstützpunkt. Für Rundreisen ohne Rückweg sind verschiedene Ankunfts- und Abflugorte (Athen hin, Kalamata zurück) eine Option.
Bus: Der Fernbahnhof Kifissos in Athen ist die Abfahrtsstelle für KTEL-Busse nach Nafplio, laut Stadt Nafplio rund 2 h 10 bis 15 min Fahrt, Abfahrt ungefähr stündlich, einfache Fahrt rund 14.50 EUR (Stand Oktober 2026, Preise können abweichen). KTEL Argolida fährt auch nach Argos, Mykene und Epidauros.
Bahn: Die Vorortbahn (Proastiakos) fährt von Piräus über Athen nach Korinth und Kiato; weitere Bahnstrecken auf der Halbinsel sind Schmalspur. Für die Strecke Richtung Patras gibt die griechische Bahn die aktuellen Verbindungen an.
Für den Rest der Halbinsel ist ein Mietwagen praktisch notwendig: Mystras, Mani, Pylos und die Bergdörfer sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln kaum zu verbinden. Das BMEIA weist auf Vorsicht im Strassenverkehr hin.
| Strecke | Distanz |
|---|---|
| Athen – Nafplio | 140–150 km |
| Athen – Patras | 215 km |
| Athen – Mykene | rund 120 km |
| Sparti – Gytheio | rund 40 km |
| Pylos – Palast des Nestor | rund 17 km |
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Stadt Nafplio (cityofnafplio.net) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · BMEIA
Was kostet eine Reise auf den Peloponnes?
Die grössten Posten sind Mietwagen, Unterkunft und Eintritte. Archäologische Stätten kosten Stand Oktober 2026 in Mykene, Epidauros und Olympia je 20 EUR; die Fahrt mit dem Bus von Athen nach Nafplio rund 14.50 EUR. Währung ist der Euro.
Das 20-EUR-Ticket gilt jeweils für Stätte und Museum der betreffenden Anlage. An bestimmten Tagen ist der Eintritt frei: 6. März, 18. April, 18. Mai, am letzten Septemberwochenende, am 28. Oktober und von November bis März jeweils am ersten Sonntag des Monats. Ermässigungen regelt das Kulturministerium.
Zahlungsarten, Trinkgeld und Geldautomaten sind auf der Seite Griechenland beschrieben. In kleinen Dörfern der Mani kann Bargeld nützlich sein.
Quellen: Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Hellenic Ministry of Culture (archaeologicalmuseums.gr) · Stadt Nafplio (cityofnafplio.net)
Wo übernachtet man am besten auf dem Peloponnes?
Als Standorte bewähren sich Nafplio für die Argolis, Olympia oder ein Küstenort in Elis für den Westen, Pylos oder Kardamyli für Messenien und Monemvasia oder Gytheio für den Süden. Viele Reisende wechseln alle zwei bis drei Nächte den Ort.
In Monemvasia sind mittelalterliche Häuser der Unterstadt zu Hotels umgebaut worden, seit der Tourismus dort in den 1970er-Jahren wieder aufkam. In Vathia dienen Wohntürme als Unterkünfte. Wer im Sommer an der Küste von Elafonisos übernachten will, sollte früh buchen: die Insel hat im Winter 300 bis 350 Einwohner, im Sommer kommen täglich über 3’000 Besucher.
Hotelpreise nennen wir nicht, weil sie von Saison und Lage stark abweichen und keine belastbare Quelle sie verbindlich festhält.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was isst und trinkt man auf dem Peloponnes?
Die Küche ist griechisch und von Olivenöl, Oliven, Kräutern, Lamm und Fisch geprägt. Aus Messenien kommt die Kalamata-Olive, aus der Ebene von Nemea in Korinthia der Rotwein aus der Rebsorte Agiorgitiko.
Nemea liegt rund 30 km von Korinth entfernt auf etwa 300 m Höhe in einem Becken, umgeben von Bergen bis rund 750 m. Die Appellation gilt als wichtigste Rotweinregion Südgriechenlands. Kalamata ist Handelsplatz der gleichnamigen Olive; in der Stadt hat die Handelskammer eine lange Tradition (nach Marseille die zweitälteste im Mittelmeerraum).
Allgemeine Hinweise zu Tavernen, Essenszeiten und Trinkgeld stehen auf der Seite Griechenland.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Kultur und welche Feste prägen den Peloponnes?
Die Kultur ist von der Antike geprägt. Die Spiele in Olympia werden seit 776 v. Chr. (traditionelle Datierung) überliefert, das antike Theater von Epidauros dient bis heute als Aufführungsort: Das Athens Epidaurus Festival gibt es seit 1955 und läuft von Mai bis Oktober.
Die erste Aufführung im Theater von Epidauros fand am 19. Juni 1955 mit der «Hekabe» des Euripides statt. Aufführungen sind im Juli und August an Freitagen und Samstagen angesetzt, die Termine wechseln jedes Jahr.
Weitere Prägungen: Die Mani mit ihren Wehrtürmen steht für Clanstrukturen und Fehden; der Karneval von Patras im Februar gehört zu den grössten Europas.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Was kann man auf dem Peloponnes unternehmen?
Die Höhepunkte sind Besichtigungen antiker und mittelalterlicher Stätten, Wanderungen im Taygetos und in der Viros-Schlucht, Boot- und Strandtage in Messenien und der Mani sowie ein Abend im antiken Theater. Alles zusammen füllt gut zehn Tage.
Stätten
Mykene, Epidauros, Olympia, Mystras, Bassae (seit 1986 UNESCO-Welterbe, auf 1’131 m Höhe, heute von einem weissen Schutzzelt überdacht) und Tiryns sind die sechs Welterbestätten der Halbinsel. Dazu kommen Antikorinth, Akrokorinth, der Palast des Nestor und Methoni.
Natur und Wandern
Im Taygetos führt der Europäische Fernwanderweg E4 an den unteren Hängen entlang; den Profitis Ilias besteigt man als Wanderung mit leichter Kletterei. Die Viros-Schlucht bei Kardamyli ist 20 km lang und im Sommer trocken, im Winter flutet sie regelmässig.
Küste und Wasser
Voidokilia grenzt an die Lagune von Gialova, einen Vogelschutzraum mit über 270 Arten. Elafonisos hat Sandstrände wie Simos; vor der Insel liegt die versunkene Siedlung Pavlopetri aus dem frühen 3. Jahrtausend v. Chr. In Gytheio führt ein Damm zur Insel Kranai. Die Diros-Höhlen in der Mani besucht man auf einer Bootsfahrt; Öffnungszeiten und Preise klärt man vor Ort ab.
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Wie reist man auf dem Peloponnes nachhaltig?
Nachhaltig ist vor allem, ausserhalb des Hochsommers zu reisen, mehrere Nächte pro Ort zu bleiben und Waldbrandregeln ernst zu nehmen. Am meisten Druck erleben Orte wie Elafonisos, wo im Sommer täglich über 3’000 Gäste und 1’600 Fahrzeuge zusammenkommen.
Waldbrände sind von Frühling bis Herbst ein Thema; offenes Feuer und weggeworfene Zigaretten gehören nirgends hin. Wer Mietwagen kombiniert mit Bahn und Bus nutzt, zum Beispiel Proastiakos bis Korinth, spart Strecken. Besuche in Frühling und Herbst entlasten die Orte und die Ruinen.
Quellen: Wikipedia (en) · Auswärtiges Amt · Wikipedia (en)
Womit lässt sich der Peloponnes kombinieren?
Der Peloponnes lässt sich mit Athen verbinden, das Ausgangs- und Endpunkt der meisten Reisen ist, sowie mit Meteora und Delphi auf dem Festland. Als Inselziele bieten sich die Kykladen und Kreta an; von Gytheio fahren Fähren nach Kythira und zweimal pro Woche nach Kreta.
Ein bewährtes Muster ist Athen, dann Korinth, Mykene und Nafplio, weiter über Mystras und Monemvasia in die Mani, über Kalamata nach Pylos und Olympia und zurück über Patras oder die Küstenstrasse nach Athen. Alternativ fliegt man in Athen ein und aus Kalamata aus.
Passende Seiten: Athen, Meteora und Delphi, Kykladen und Kreta.
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Für wen eignet sich der Peloponnes und für wen weniger?
Der Peloponnes eignet sich für Reisende, die Geschichte, Landschaft und Selbstfahrertouren mögen und lieber Stationen sammeln als an einem Strand zu liegen. Weniger passt er für Menschen ohne Führerschein, mit wenig Zeit oder mit dem Wunsch nach Bade-Urlaub in einem einzigen Ort.
Gut geeignet: Kulturreisende, Wanderer, Paare und Familien mit Kindern ab Schulalter, die lange Autofahrten vertragen. Mit etwas Planung sind auch Reisen mit Bus und Bahn möglich, allerdings nur entlang der Hauptachsen.
Weniger geeignet: Wer ohne Mietwagen die Mani oder Mystras sehen will, braucht viel Zeit. Ruinen sind im Hochsommer heiss und schattenarm, für Gäste mit eingeschränkter Mobilität sind viele Stätten schwer zugänglich (Palamidi, Mystras, Monemvasia).
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)