Was ist der Wild Atlantic Way und wie viel Zeit braucht er?
Der Wild Atlantic Way ist mit 2’500 km eine ausgeschilderte Küstenroute von Malin Head in Donegal bis Kinsale in Cork. Diese Seite behandelt den Abschnitt von Galway über Clare bis Kerry: Für Connemara, Cliffs of Moher, Dingle und den Ring of Kerry sollte man mindestens eine Woche einplanen, für die ganze Route ein Mehrfaches.
Der Wild Atlantic Way ist keine einzelne Strasse, sondern ein Netz aus bestehenden Nationalstrassen, Regionalstrassen und Nebensträsschen mit einheitlicher Beschilderung. Nach Wikipedia führt er durch neun Grafschaften und drei Provinzen und umfasst 157 «Discovery Points». Man fährt ihn deshalb in Abschnitten: Die Route lässt sich auf der Strasse nicht an einem Stück erleben, sondern setzt sich aus Halbinseln, Fähren und Umwegen zusammen.
Diese Seite konzentriert sich auf den Westen von der Galway Bay bis zur Südwestspitze: Connemara, die Aran-Inseln, den Burren und die Cliffs of Moher, die Halbinseln Dingle und Iveragh mit dem Ring of Kerry sowie Skellig Michael. Den Norden bis Donegal und Mayo behandelt der Abschnitt zum Weiterreisen kurz. Allgemeine Einreise, Währung und Notruf stehen auf der Landesseite Irland.
Quellen: Tourism Ireland (ireland.com) · Wikipedia (en)
Was prägt die Atlantikküste Irlands?
Die Küste ist geprägt von Wind, Wasser und Stein: Steilklippen wie die bis zu 214 m hohen Cliffs of Moher, Moorlandschaften in Connemara, die Gaeltacht-Gebiete mit gälischer Alltagssprache und Halbinseln, die weit in den Atlantik ragen. Das Wetter bestimmt den Tag mehr als jede Reiseplanung.
Westlich von Galway liegt Connemara, nach Wikipedia mit der grössten Gaeltacht Irlands und zwischen 20’000 und 24’000 Muttersprachlern des Irischen. Auf der Dingle-Halbinsel gilt der westliche Teil ebenfalls als Gaeltacht. Irisch ist dort nicht nur Beschilderung, sondern Alltagssprache, und Ortsschilder zeigen oft nur den irischen Namen oder beide.
Die Landschaft wechselt auf kurzer Strecke. Der Burren in Clare besteht auf rund 60 % der Hochfläche aus freiliegendem Kalkstein; Connemara aus Hochmoor und Quarzitbergen (Twelve Bens); Kerry aus Bergen, Seen und Eichenwäldern im Killarney-Nationalpark. Dazu kommt ein feuchtes, wechselhaftes Atlantikklima mit sehr guten, aber nicht planbaren Sichttagen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Orte und Küstenabschnitte gehören zum Wild Atlantic Way?
Im Westen sind sechs Anker sinnvoll: Galway als Stadt, Connemara mit Clifden, Clare mit den Cliffs of Moher und dem Burren, Dingle mit Slea Head, der Ring of Kerry um die Iveragh-Halbinsel und Skellig Michael vor der Küste. Zwischen ihnen liegen Fähren, Brücken und Bergstrassen, die mehr Fahrzeit kosten, als die Karte vermuten lässt.
Galway und Connemara
Galway ist mit 85’910 Einwohnern (Zensus 2022) die viertgrösste Stadt der Republik Irland, 1124 gegründet und seit dem Mittelalter als «City of the Tribes» bekannt. Spanish Arch, Eyre Square und Kathedrale liegen nah beieinander; die Stadt war 2020 Europäische Kulturhauptstadt und gilt als guter Ausgangspunkt für Connemara und die Aran-Inseln.
Connemara liegt an der Atlantikküste im Westen der Grafschaft Galway; Clifden ist die grösste Siedlung. Der Connemara-Nationalpark umfasst rund 2’000 ha, wurde 1980 geöffnet und hat seinen Eingang bei Letterfrack auf der Clifden-Seite. Höchster Punkt ist der Benbaun mit 729 m; Hochmoor, Heide, Rothirsch und das Connemara-Pony prägen den Park.
Clare: Cliffs of Moher, Burren und Loop Head
Die Cliffs of Moher erstrecken sich über rund 14 km und erreichen am höchsten Punkt nahe O’Brien’s Tower 214 m. Das Besucherzentrum ist in den Hang gebaut; geschwungene, befestigte Wege führen zu den Aussichtspunkten. Nach Wikipedia nisten in der Hochsaison rund 30’000 Vogelpaare mehr als 20 Arten auf den Klippen.
Der Burren umfasst rund 530 km² in Nord-Clare; auf rund 60 % der Hochfläche liegt Kalkstein frei. Arktisch-alpine und mediterrane Pflanzen wachsen nebeneinander, 23 der 28 irischen Orchideenarten kommen vor. Der Poulnabrone-Dolmen gehört zu rund 70 Megalithgräbern, und Aillwee Cave ist die am besten zugängliche Höhle der Region. Der Burren-and-Cliffs-of-Moher-Geopark erhielt 2011 den UNESCO-Status.
Loop Head liegt am Nordufer der Shannon-Mündung. Der 1854 erbaute, 23 m hohe Leuchtturm steht an einer so schmalen Halbinsel, dass sie nur gut eine Meile vom Inselstatus entfernt ist. Die Halbinsel erreicht man bequem über die Tarbert–Killimer-Fähre aus Kerry.
Kerry: Dingle-Halbinsel
Die Dingle-Halbinsel umfasst 583 km² und endet am Dunmore Head, dem westlichsten Punkt des irischen Festlands. Der Mount Brandon misst 952 m; der Conor Pass gilt als höchster Gebirgspass Irlands. Dingle selbst ist die einzige Stadt der Halbinsel und hatte 2022 laut Zensus 1’671 Einwohner. Der Ort liegt rund 50 km südwestlich von Tralee und rund 71 km nordwestlich von Killarney.
Die Slea-Head-Rundfahrt führt an Ventry Beach, Bienenkorbhütten, einem Famine Cottage, dem Gallarus Oratory und dem Coumeenoole Beach vorbei und blickt zu den Blasket-Inseln, die seit den 1950er-Jahren unbewohnt sind. Der westliche Teil gehört zur Gaeltacht.
Kerry: Ring of Kerry, Killarney und die Skelligs
Der Ring of Kerry führt über rund 179 km um die Iveragh-Halbinsel. Hauptorte sind Killarney, Kenmare, Sneem, Waterville, Cahersiveen und Glenbeigh; die Route nutzt die N71, N70 und N72. Reisebusse fahren wegen der engen Strassen entgegen dem Uhrzeigersinn, mit dem eigenen Auto bietet sich meist die Gegenrichtung an.
Der Killarney-Nationalpark ist mit über 102 km² Irlands ältester Nationalpark (Muckross-Schenkung 1932) und seit 1981 UNESCO-Biosphärenreservat. Dort lebt Irlands einzige wilde Herde einheimischer Rothirsche, laut Wikipedia rund 900 Tiere. Muckross House, Ross Castle und die drei verbundenen Seen sind die Hauptziele.
Valentia Island ist 11 km lang und über die Brücke bei Portmagee erreichbar; von Knightstown fährt saisonal eine Autofähre. Hier endete 1866 das erste dauerhaft funktionierende Transatlantik-Telegrafenkabel. Von Portmagee und weiteren Häfen fahren die Boote nach Skellig Michael (siehe «Erlebnisse»).
Weiter nördlich: Mayo und Donegal
Nördlich von Galway verläuft der Wild Atlantic Way durch Mayo, Sligo und Donegal bis Malin Head auf der Inishowen-Halbinsel. Achill Island, die grösste Insel Irlands (rund 148 km²), ist seit 1887 über die Michael-Davitt-Brücke mit dem Festland verbunden; die Croaghaun-Klippen erreichen 688 m und gelten als dritthöchste Meeresklippen Europas. Zum Ziel Nordwest gehört der Flughafen Knock (NOC).
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Cliffs of Moher Experience · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wann ist die beste Reisezeit für den Wild Atlantic Way?
Mai und Juni gelten als sonnigste Monate mit fünf bis sieben Sonnenstunden pro Tag, im Juni dauert der Tag rund 17 Stunden. Im Westen fällt deutlich mehr Regen als im Osten: Valentia Island erhält rund 1’400 mm im Jahr, Dublin rund 714 mm. Die Winterstürme von Dezember bis Februar können mit Böen bis 160 km/h die westlichen Küstenbezirke treffen.
Klima in Galway, als Referenz für Galway Bay, Connemara und den Norden des Abschnitts
| Galway | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 8 | 9 | 11 | 13 | 16 | 18 | 19 | 19 | 17 | 14 | 11 | 9 |
| Tiefstwert °C | 3 | 3 | 3 | 5 | 7 | 10 | 11 | 11 | 10 | 7 | 5 | 3 |
| Niederschlag mm | 108 | 84 | 81 | 68 | 81 | 89 | 97 | 105 | 86 | 104 | 118 | 113 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station CLAREMORRIS (50 km, 69 m), auf 8 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle zeigt Galway. Weiter südlich in Kerry fällt nach den Werten von Valentia deutlich mehr Niederschlag, die Berge fangen zusätzlich Regen. Die Winter bleiben dank Golfstrom mild: Mitteltemperaturen im Januar und Februar liegen laut Wikipedia bei 4 bis 7 °C.
Praktisch heisst das: Mai bis September sind die Hauptreisezeit mit langen Tagen und weitgehend verlässlichen Fähren und Booten. Skellig Michael ist nur in der Sommersaison (Mai bis September, wetterabhängig) betretbar. Wer im Frühling oder Herbst reist, hat weniger Reisebusse, ruhigere Strassen und mehr Chancen auf Zimmer, muss aber mit Wetterumschwüngen und eingeschränkten Fahrplänen rechnen.
Winter eignet sich für Stürme, Pubs und leere Strände, nicht für ein enges Programm: Die Auswärtige Amt weist auf Atlantikstürme von Herbst bis Dezember mit orkanartigen Winden, Überschwemmungen und starkem Wellengang hin. Aktuelle Lage und Warnungen bei Met Éireann prüfen.
Quellen: Wikipedia (en) · Office of Public Works, Heritage Ireland · Auswärtiges Amt
Was gilt für die Einreise an der irischen Atlantikküste?
Die Küste liegt in der Republik Irland, es gelten die allgemeinen Einreiseregeln des Landes; Österreicher brauchen laut BMEIA kein Visum und reisen mit Reisepass oder Personalausweis ein. Regionale Besonderheiten sind keine Grenzübergänge, sondern Tickets und Kontingente, etwa für Skellig Michael.
Die Regeln für Schweizer, Deutsche und Österreicher stehen auf der Landesseite Irland; massgeblich sind das EDA, das Auswärtige Amt und das BMEIA. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; Auskunft geben die irische Botschaft oder die Einwanderungsbehörde.
Wer von der Küste nach Nordirland und damit ins Vereinigte Königreich weiterfährt, braucht nach dem Auswärtigen Amt für die Einreise einen Reisepass; ein Personalausweis genügt nicht, und seit April 2025 ist eine elektronische Reiseautorisierung (ETA) nötig. Das gilt für eine Weiterfahrt, nicht für den Wild Atlantic Way selbst.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · EDA
Welche Gesundheitshinweise gelten an der Westküste?
Besondere Impfpflichten bestehen nicht; die CDC empfiehlt Routineimpfungen inklusive Masern-Mumps-Röteln, für die meisten Reisenden Hepatitis A und für Ungeimpfte unter 60 Hepatitis B. In der Praxis zählen Wetter, Wind und Unfälle im Strassenverkehr mehr als Infektionen.
Die CDC nennt als häufigste Verletzungsursache Verkehrsunfälle; Gurte anlegen und auf Linksverkehr achten. Nach der CDC sollte man in ländlichen Gegenden die Herkunft des Trinkwassers prüfen und sich gegen Insektenstiche schützen.
Die EU-Krankenversicherungskarte (EHIC) muss gültig und unterschrieben sein; das BMEIA rät zusätzlich zu einer Reisekrankenversicherung, weil die Qualität der medizinischen Versorgung schwanken und Wartezeiten lang sein können. In abgelegenen Küstenabschnitten sind Spitäler weit entfernt; Notruf 112 oder 999. Individuelle Impfberatung vor der Abreise bei einer reisemedizinischen Fachstelle, Hintergründe bei healthytravel.ch.
Wie sicher ist der Wild Atlantic Way?
Die Küste gilt als sicher; typisch sind Kleinkriminalität und Aufbrüche. Das Auswärtige Amt nennt Taschendiebstahl an Touristenplätzen und Einbrüche in Fahrzeuge auf unbewachten Parkplätzen als typische Delikte. Wetter und Meer sind das grössere Risiko als Kriminalität.
An Aussichtspunkten und Parkplätzen, die viele Mietwagen anziehen, bleibt nichts sichtbar im Auto liegen. Bei den Klippen gilt: Wege und Absperrungen respektieren. Die Cliffs of Moher fallen senkrecht und abrupt ab; der Küstenwanderweg zwischen Hag’s Head und Doolin hat wegen Felssturzgefahr Sicherheitsmeldungen, die man vor Ort prüfen sollte.
Wellen und Strömungen sind an der Atlantikküste stark; das Auswärtige Amt weist ausdrücklich darauf hin. Strände sind nicht überall überwacht. Stürme treten vor allem im Herbst und Winter auf. Aktuelle Lage und Warnungen: EDA, Auswärtiges Amt, BMEIA. Das Auswärtige Amt empfiehlt die Registrierung in der Krisenvorsorgeliste ELEFAND.
Quellen: Auswärtiges Amt · BMEIA · Cliffs of Moher Experience · Wikipedia (en)
Wie reist man an und wie kommt man entlang der Küste voran?
Drei Flughäfen bedienen die Route: Shannon (SNN) in Clare, Kerry (KIR) bei Farranfore und Ireland West (NOC) bei Knock in Mayo. Dublin (DUB) ist der grösste Zubringer, liegt aber rund 223 km von Shannon entfernt. Entlang der Küste ist das Auto das flexibelste Verkehrsmittel; Fähren verkürzen einzelne Abschnitte.
| Flughafen | Lage | Hinweis |
|---|---|---|
| Shannon (SNN) | Clare, rund 20 km von Ennis und 25 km von Limerick | Nordamerika-Verbindungen (u. a. New York, Boston, Chicago), Mietwagen in der Ankunftshalle, US-Vorabfertigung seit 1986 |
| Kerry (KIR) | Farranfore, rund 15 km südöstlich von Tralee | Verbindungen u. a. nach Dublin, London und Manchester; Mietwagen und Taxi |
| Ireland West (NOC) | Charlestown, Mayo; 89 km von Galway, 54 km von Sligo | Verbindungen nach Grossbritannien und Europa |
Aus Europa fliegt man zu den drei Flughäfen meist direkt oder über Dublin und London; Shannon hat zusätzlich Nonstop-Verbindungen nach Nordamerika. Für Galway und Connemara bieten sich Shannon, Knock oder Dublin als Ankunft an. Irish Rail bedient Galway, Tralee, Ennis und Limerick ab Dublin Heuston oder Connolly; aktuelle Zeiten im Journey Planner.
Fähren und Fahrzeiten
Die Tarbert–Killimer-Fähre über die Shannon-Mündung dauert 20 Minuten und ist die einzige Autofähre auf der Hauptachse des Wild Atlantic Way; sie verbindet Clare und Kerry. Zu den Aran-Inseln fahren Boote ab Rossaveel (37 km westlich von Galway) in rund 40 Minuten nach Inis Mór; ab Galway City saisonal in rund 90 Minuten. Parken am Pier kostet 8 € für 24 Stunden (Stand Oktober 2026).
Linksverkehr und Mietwagen
In Irland gilt Linksverkehr. Die Tempolimits sind in km/h angegeben; auf Regionalstrassen und Lokalstrassen gelten niedrigere Werte als auf Nationalstrassen. Das BMEIA verlangt einen gültigen Führerschein und nennt eine Grenze von 0.5 Promille (0.2 für Berufs- und Lernfahrer). Auf Dingle und rund um die Iveragh-Halbinsel sind Strassen eng, Gegenverkehr trifft in Ausweichbuchten; Reisebusse fahren den Ring of Kerry entgegen dem Uhrzeigersinn.
Autovermieter sitzen an den Flughäfen; wer Schaltgetriebe nicht mag, bucht frühzeitig Automatik. Mautpflichtige Autobahnabschnitte lassen sich laut Auswärtigem Amt online oder an Stationen bezahlen.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Irish Rail · Shannon Ferry Group · Aran Island Ferries · BMEIA · Wikipedia (en) · Auswärtiges Amt
Was kostet eine Reise entlang der Küste?
Es gelten Euro und die Preisstruktur der Landesseite; die Westküste ist in der Hochsaison teurer, weil Unterkünfte knapp werden. Eintritte sind zum Teil frei (Skellig Michael: Eintritt frei, Bootsfahrt kostenpflichtig), andere kosten und sind online günstiger.
Für den Besuch der Cliffs of Moher bietet der Betreiber Rabatte bei Vorausbuchung von bis zu 45 % ausserhalb der Spitzenzeiten an; die Preise wechseln und stehen auf der offiziellen Seite. Boote nach Skellig Michael sind privat betrieben, die Landung selbst ist laut Office of Public Works gratis, die Bootsbetreiber verlangen eigene Preise.
Fähren und Parkplätze kosten einzeln wenig, summieren sich aber. Die Aran-Fähre ab Rossaveel nennt für das Parken am Pier 8 € je 24 Stunden (Stand Oktober 2026). Die Shannon-Fähre bietet Online-Tickets mit einem Rabatt von 10 % gegenüber anderen Kaufwegen.
Quellen: Cliffs of Moher Experience · Office of Public Works, Heritage Ireland · Aran Island Ferries · Shannon Ferry Group
Wo übernachtet man an der Atlantikküste?
Üblich sind Bed & Breakfasts, Gästehäuser, Hotels in Städten wie Galway, Dingle, Killarney und Kenmare sowie Ferienhäuser. In den Sommermonaten sind Orte wie Dingle und Killarney früh ausgebucht, Küstendörfer bieten nur wenige Betten.
Wer den Ring of Kerry oder die Dingle-Halbinsel fahren will, plant am besten feste Basen statt täglich zu wechseln: Killarney oder Kenmare für Iveragh, Dingle für die Halbinsel, Galway oder Clifden für Connemara, Doolin oder Ennis für Clare. Dingle hatte 2022 laut Zensus nur 1’671 Einwohner, die Betten sind entsprechend begrenzt.
Für Skellig Michael lohnt Portmagee oder Valentia Island, weil Boote dort ablegen und die Fahrt wetterabhängig früh am Tag startet.
Quellen: Wikipedia (en) · Office of Public Works, Heritage Ireland
Was isst man am Wild Atlantic Way?
Typisch sind Meeresfrüchte und Fisch aus dem Atlantik, Lamm, irisches Butterbrot und Pub-Küche; Galway ist 2018 zur Europäischen Gastronomieregion ernannt worden und feiert jährlich ein Oyster-Festival.
In Galway verbinden Hafen, Markt und Restaurants die Küche mit der Meeresfrüchtetradition. Dingle ist durch Murphy’s Ice Cream und die 2012 gegründete Dingle Distillery bekannt.
Vegetarische Optionen sind in Städten üblich, in abgelegenen Pubs begrenzt. Salzwasserfisch, Chowder und Brot gehören fast überall dazu.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Welche Kultur und Sprache prägen die Küste?
Irisch ist in den Gaeltacht-Gebieten von Connemara und Dingle Alltagssprache; Musik, Literatur und Geschichte der Auswanderung prägen die Orte. Auf der Dingle-Halbinsel entstanden bedeutende irischsprachige Werke, zum Beispiel von Peig Sayers.
In Connemara schrieb Máirtín Ó Cadhain den als Meisterwerk der irischen Literatur geltenden Roman «Cré na Cille». Die Blasket-Inseln vor Dingle sind für die Erinnerungen ihrer früheren Bewohner bekannt. Auf Achill ist rund die Hälfte der Insel Gaeltacht, die meisten Bewohner sprechen aber Englisch als Alltagssprache.
Archäologie: Der Burren zählt rund 70 Megalithgräber, das Gallarus Oratory auf Dingle ist ein frühmittelalterliches Steinbauwerk, und auf Skellig Michael steht ein Kloster mit steinernen Bienenkorbhütten. Galway beherbergt das Nationale Irischsprachige Theater An Taibhdhearc und mehrere Festivals, darunter Film Fleadh, Arts Festival und Oyster Festival.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Office of Public Works, Heritage Ireland
Welche Erlebnisse lohnen sich am Wild Atlantic Way?
Die Höhepunkte sind die Cliffs of Moher, Skellig Michael, die Slea-Head-Rundfahrt, der Ring of Kerry, der Connemara-Nationalpark und die Aran-Inseln. Skellig Michael ist das anspruchsvollste: 618 Stufen und eine wetterabhängige Bootsfahrt von rund 11.5 km.
Skellig Michael
Die Klosterinsel ist UNESCO-Welterbe und nach Office of Public Works eine von zwei Welterbestätten der Republik. Landungen sind nur in der Sommersaison möglich und wetterabhängig; Kinder unter 12 Jahren sind nicht zugelassen. Der Aufstieg umfasst 618 steile, unebene Stufen auf rund 180 m Höhe, der Aufenthalt dauert im Mittel 2.5 Stunden. Man fährt mit zugelassenen Booten ab Portmagee, Glen Pier, Valentia, Ballinskelligs oder Derrynane. Festes Schuhwerk mit Profil ist Pflicht, Sandalen und Absätze sind verboten.
Cliffs of Moher
Die Klippen sind nach Betreiberangaben nach Westen ausgerichtet, der Sonnenuntergang lohnt. Der Eintritt ist am Besucherzentrum geregelt, online gebuchte Tickets sind günstiger. Der Wanderweg von Hag’s Head nach Doolin ist rund 14 km lang; Sicherheitshinweise vor dem Start prüfen.
Aran-Inseln, Connemara, Dingle
Die drei Aran-Inseln sind Inis Mór (mit dem prähistorischen Dún Aonghasa), Inis Meáin und Inis Oírr. Mit der Fähre ab Rossaveel dauert die Überfahrt nach Inis Mór rund 40 Minuten; Fahrräder und Minibusse gibt es vor Ort. Im Connemara-Nationalpark führt der Diamond Hill auf einen Aussichtspunkt, im Park lebt das Connemara-Pony. Auf Dingle lohnt neben Slea Head der Conor Pass.
Quellen: Office of Public Works, Heritage Ireland · Wikipedia (en) · Cliffs of Moher Experience · Aran Island Ferries · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en)
Wie reist man auf dem Wild Atlantic Way nachhaltig?
Der Druck ist an wenigen Orten gross: Cliffs of Moher, Ring of Kerry, Killarney und Skellig Michael. Man entlastet sie, indem man ausserhalb der Spitzenzeiten reist, auf Wegen bleibt und kleinere Abschnitte wie Loop Head oder die Beara-Halbinsel zusätzlich einplant.
Der Killarney-Nationalpark kämpft laut Wikipedia mit Rhododendron-Wildwuchs auf über 6.5 km² und Tourismusdruck. Auf Skellig Michael begrenzt eine Zulassung die Besucherzahl über die Bootsbetreiber. Loop Head wurde 2010 mit einem europäischen Preis für Reiseziele ausgezeichnet und gilt als ruhiger.
Quellen: Wikipedia (en) · Office of Public Works, Heritage Ireland · Wikipedia (en)
Womit lässt sich der Wild Atlantic Way kombinieren?
Sinnvoll sind Dublin als Start oder Ende, Cork und der Süden sowie Nordirland und die Causeway Coast im Norden. Ab Dublin sind Galway, Tralee und Limerick per Zug erreichbar.
Die Strecke von Dublin nach Shannon beträgt rund 223 km. Für eine Rundreise bieten sich Dublin–Galway–Clare–Kerry–Cork an; der Wild Atlantic Way endet in Kinsale bei Cork. Weitere Regionen: Dublin, Cork und Südirland, Nordirland.
Quellen: Wikipedia (en) · Irish Rail · Wikipedia (en)
Für wen eignet sich der Wild Atlantic Way und für wen weniger?
Er eignet sich für Autoreisende, Wanderer, Fotografen und Geschichtsinteressierte, die Landschaft vor Städten schätzen. Weniger passt er für alle, die verlässlich Sonne wollen, ungern selbst fahren oder in kurzer Zeit viele Stationen abhaken möchten.
Ohne Mietwagen sind viele Küstenabschnitte, Halbinseln und Aussichtspunkte nur mühsam erreichbar. Familien mit kleinen Kindern kommen an Klippen mit Aufsicht gut zurecht; Skellig Michael ist ab 12 Jahren. Wer nur wenige Tage hat, wählt einen Abschnitt, etwa Galway–Clare oder Dingle–Iveragh, statt die Route abzuhaken.
Quellen: Office of Public Works, Heritage Ireland · Wikipedia (en)
Zu welchem Staat gehört der Wild Atlantic Way?
Der Wild Atlantic Way liegt vollständig in der Republik Irland und verläuft von der Inishowen-Halbinsel in Donegal bis Kinsale in der Grafschaft Cork. Nordirland gehört nicht zur Route und hat eigene Einreise- und Verkehrsregeln.
Die Route umfasst nach Wikipedia neun Grafschaften und drei Provinzen. Eine Weiterfahrt nach Nordirland bedeutet die Einreise ins Vereinigte Königreich (siehe «Einreise»). Landesweite Regeln zu Einreise, Währung und Notruf stehen auf der Landesseite Irland.
Quellen: Wikipedia (en)