Was bietet Kyoto und wie viel Zeit braucht die Stadt?
Kyoto hat rund 1.5 Millionen Einwohner und war von 794 bis 1868 Hauptstadt Japans. Die Stadt bietet Tempel, Schreine, Gärten und das Geisha-Viertel Gion; für die Hauptstationen braucht man drei bis vier volle Tage, mit Ausflügen nach Nara, Uji oder Kurama fünf bis sechs.
Die Sehenswürdigkeiten liegen weit verstreut: im Osten Kiyomizu-dera, Gion und der Philosophenweg, im Nordwesten Kinkaku-ji und Ryoan-ji, im Westen Arashiyama, im Süden Fushimi Inari. Ein Tag pro Himmelsrichtung ist eine praktische Faustregel; Kyoto lohnt sich weniger im Eiltempo als mit zwei, drei Zielen pro Tag.
Diese Seite vertieft die Stadt selbst: Viertel, Tempel mit Eintritten, Verhaltensregeln in Gion, Reservierungspflichten, Verkehr vor Ort und Tagesausflüge. Allgemeines zu Einreise, Geld und Sicherheit in Japan steht auf der Landesseite.
Quellen: japan-guide.com · Wikipedia (en)
Wie ist Kyoto geprägt?
Kyoto ist Japans historische Hauptstadt und blieb im Zweiten Weltkrieg laut japan-guide wegen seines «aussergewöhnlichen historischen Werts» von Atombomben verschont. 17 Stätten der Stadt und der Nachbarorte Uji und Otsu bilden seit 1994 ein UNESCO-Welterbe.
Das Welterbe «Historische Denkmäler des alten Kyoto» umfasst 13 buddhistische Tempel, drei Shinto-Schreine und eine Burg. Dazu gehören Kiyomizu-dera, Kinkaku-ji, Ryoan-ji, Nijo-jo, Tenryu-ji und Saiho-ji, ausserhalb des Zentrums auch Byodo-in in Uji.
Kyoto ist lebendige Stadt, kein Freilichtmuseum: Gion und Higashiyama sind Wohnviertel, viele Tempel sind aktive Orte des Gebets. Das erklärt die Regeln, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, etwa Fotoverbote in privaten Gassen von Gion. Die Stadt zählt laut japan-guide zu den meistbesuchten Zielen Japans; Ruhe findet man früh am Morgen und abseits der Hauptrouten.
Quellen: japan-guide.com · Wikipedia (en)
Welche Viertel und Sehenswürdigkeiten gehören zu Kyoto?
Die Stadt gliedert sich in Higashiyama (Kiyomizu-dera, Gion, Philosophenweg) im Osten, den Nordwesten (Kinkaku-ji, Ryoan-ji), Arashiyama im Westen, Fushimi Inari im Süden und das Zentrum um Nishiki-Markt und Kawaramachi. Der Bahnhof liegt südlich der Innenstadt an der Hachijo-dori.
Higashiyama und Kiyomizu-dera
Kiyomizu-dera ist von 6:00 bis 18:00 geöffnet (im Juli und August bis 18:30) und kostet 500 Yen. Die Holzterrasse ragt 13 m über den Hang und wurde ohne Nägel gebaut; ab Kyoto Station fährt Bus 206 in 15 Minuten für 230 Yen. Für den Besuch rechnet man 30 bis 60 Minuten. Stand Oktober 2026.
Gion und Hanamikoji
Gion gilt als bekanntestes Geisha-Viertel Kyotos. Die Hauptachse Hanamikoji-dori führt von der Shijo-dori bis zum Kennin-ji und ist von Holzhäusern gesäumt, in denen Restaurants mit Kaiseki-Küche liegen. Die abendlichen Shows in Gion Corner (18:00 und 19:00, 5’500 Yen) richten sich an ausländische Gäste; die Teehäuser (Ochaya) sind traditionell nur auf Einführung zugänglich. Die Regeln zum Fotografieren stehen im Abschnitt Sicherheit.
Philosophenweg und Ginkaku-ji
Der rund 2 km lange Philosophenweg folgt einem Kanal zwischen Ginkaku-ji und Nanzen-ji und ist in der ersten Aprilhälfte ein beliebter Kirschblütenweg. Der Ginkaku-ji wurde 1482 als Altersvilla des Shoguns gebaut, nie mit Silber überzogen und ist von 8:30 bis 17:00 (Dezember bis Februar 9:00 bis 16:30) offen, Eintritt 1’000 Yen. Bus 5 oder 17 ab Kyoto Station braucht 35 bis 40 Minuten. Stand Oktober 2026.
Nordwesten: Kinkaku-ji und Ryoan-ji
Der Goldene Pavillon Kinkaku-ji ist täglich von 9:00 bis 17:00 geöffnet und kostet 500 Yen. Er brannte 1950 nieder und wurde 1955 wiederaufgebaut; Bus 205 ab Kyoto Station braucht 40 Minuten (230 Yen). Der Zen-Tempel Ryoan-ji, 1450 gegründet, zeigt einen Steingarten mit 15 Steinen, von denen von jedem Standort aus nur 14 sichtbar sind; Eintritt 600 Yen, März bis November 8:00 bis 17:00. Stand Oktober 2026.
Arashiyama
Der Bambushain und der Tenryu-ji (gegründet 1339, Garten 500 Yen, 8:30 bis 17:00) liegen am westlichen Stadtrand. Die JR Sagano-Linie braucht ab Kyoto Station 15 Minuten (240 Yen). Der Iwatayama-Affenpark (800 Yen, 9:00 bis 16:30) liegt südlich der Togetsukyo-Brücke; der Aufstieg dauert rund 20 Minuten. Stand Oktober 2026.
Fushimi Inari und der Süden
Der Fushimi-Inari-Schrein ist rund um die Uhr geöffnet und kostet keinen Eintritt. Die JR Nara-Linie fährt ab Kyoto Station in 5 Minuten bis Inari (150 Yen). Der Gipfelweg dauert hin und zurück zwei bis drei Stunden; bis zur Wegkreuzung Yotsutsuji sind es etwa 30 bis 45 Minuten.
In Bahnhofsnähe liegt der To-ji mit der höchsten Holzpagode Japans (57 m, 800 Yen, 8:00 bis 17:00). Im Osten steht der Sanjusangen-do mit 1’001 Kannon-Statuen in einer 120 m langen Holzhalle (600 Yen, Fotografieren verboten).
Zentrum: Nijo-jo, Kaiserpalast und Nishiki-Markt
Die Burg Nijo-jo wurde 1603 gebaut und hat Korridore, deren «Nachtigallenböden» bei jedem Schritt quietschen. Sie ist von 8:45 bis 17:00 (Einlass bis 16:00) geöffnet; Schliesstage sind unter anderem 29. bis 31. Dezember und bestimmte Dienstage im Januar, Juli, August und Dezember. Der Kaiserpalast ist frei zugänglich, Gebäudeinnere sind aber nicht zu besichtigen.
Der Nishiki-Markt ist 390 m lang und über 400 Jahre alt. Der Markt bittet darum, nicht im Gehen zu essen, sondern vor dem Stand oder im Laden.
Quellen: japan-guide.com · japan-guide.com · japan-guide.com · japan-guide.com · japan-guide.com · Jeepe · japan-guide.com · GLT · japan-guide.com · japan-guide.com · Kanpai Japan · Stadt Kyoto · JRailPass · japan-guide.com · Nishiki Market Shopping District · japan-guide.com
Wann ist die beste Reisezeit für Kyoto?
Kirschblüte (Ende März bis Anfang April) und Herbstlaub (Mitte November bis Anfang Dezember) sind die schönsten, aber auch teuersten und vollsten Zeiten. Der Sommer ist heiss und feucht, die Regenzeit dauert etwa von Anfang Juni bis Mitte Juli, der Winter ist mild und klar.
Klima in Kyoto: mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte und Monatsniederschlag
| Kyoto | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 9 | 10 | 15 | 20 | 26 | 29 | 33 | 34 | 30 | 24 | 18 | 11 |
| Tiefstwert °C | 1 | 2 | 4 | 9 | 14 | 19 | 24 | 25 | 21 | 14 | 8 | 3 |
| Niederschlag mm | 97 | 92 | 114 | 119 | 140 | 178 | 210 | 149 | 192 | 161 | 96 | 109 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station KYOTO (3 km, 47 m). Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Laut selfguidejapan blüht der Kirschbaum in Kyoto um den 26. März, den Höhepunkt erreicht er Anfang April; Hotels kosten dann 50 bis 100 % mehr. Das Herbstlaub erreicht seinen Höhepunkt zwischen Mitte November und Anfang Dezember, mit denselben Preisaufschlägen.
Die Regenzeit (Tsuyu) beginnt in Kyoto Anfang Juni und endet Mitte Juli; Regen kommt in Schüben mit sonnigen Pausen. Im Sommer erreicht der Kessel von Kyoto 28 bis 34 °C bei hoher Luftfeuchte, im August liegt der Mittelwert laut der Quelle bei 33.7 °C. Taifune treten vor allem im August und September auf. Im Winter liegen die Tageshöchstwerte bei etwa 10 bis 12 °C, es ist relativ trocken.
Wer Gedränge meiden will, plant Juni (ausserhalb der Regenpausen), Januar und Februar oder die Randwochen der Blüte- und Laubzeit. Die Stadt füllt sich um die grossen Feste (siehe Kultur).
| Zeit | Charakter | Hinweis |
|---|---|---|
| Ende März bis Anfang April | Kirschblüte | Hotels 50–100 % teurer, früh buchen |
| Mai | Aoi Matsuri (15. Mai) | Gute Mischung aus Wetter und Festen |
| Anfang Juni bis Mitte Juli | Regenzeit | Weniger Gäste, hohe Luftfeuchte |
| Juli bis August | Heiss, Gion Matsuri, Daimonji | Hitze, Taifune im Spätsommer möglich |
| Mitte November bis Anfang Dezember | Herbstlaub | Preise und Andrang wie zur Kirschblüte |
| Dezember bis Februar | Mild, klar | Kürzere Öffnungszeiten vieler Tempel |
Quellen: SelfGuideJapan · japan-guide.com
Was gilt für die Einreise nach Kyoto?
Kyoto liegt im Inland, eine regionale Grenzkontrolle gibt es nicht; es gelten die Einreiseregeln für Japan, die auf der Landesseite stehen. Für Österreicher nennt das BMEIA eine visumfreie Einreise bis 90 Tage mit gültigem Reisepass; die amtlichen Stellen sind massgeblich.
Details zu Visum, Aufenthaltsdauer und Zoll für Schweizer, Deutsche und Österreicher stehen bei Japan. Für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln; Auskunft geben Botschaft oder Einwanderungsbehörde.
Regional zählt nur der Zugang zu einzelnen Orten: Saiho-ji und die Kaiserlichen Villen verlangen eine vorherige Anmeldung (siehe Erlebnisse), Nijo-jo, Tempel und Gärten verlangen Eintritt vor Ort.
Quellen: BMEIA
Welche Gesundheitsrisiken gibt es in Kyoto?
Für eine Städtereise nach Kyoto reichen die Standardimpfungen nach Schweizer Impfplan, bei Masern sollte der Schutz vollständig sein. Die Japanische Enzephalitis kommt landesweit zwischen Juli und Oktober vor, ist bei Reisenden aber sehr selten und betrifft vor allem längere Aufenthalte in ländlichen Gebieten.
Healthytravel.ch empfiehlt Polio, Diphtherie-Tetanus-Keuchhusten, Masern-Mumps-Röteln und Varizellen nach Schweizer Impfplan. Die CDC rät zusätzlich zu Hepatitis A und rät zur Japanischen Enzephalitis nur bei Aufenthalten von etwa einem Monat oder mehr oder bei Wanderungen im ländlichen Raum.
Im Sommer sind Hitze und Luftfeuchte das häufigere Problem: viel trinken, Sonnenschutz, die Mittagsstunden für Innenräume nutzen. Bei Wanderungen im Umland (Kurama, Fushimi-Gipfelweg) schützt Repellent mit Mückenschutz und Zeckenkontrolle. Die medizinische Versorgung ist gut, die Verständigung aber nicht immer auf Englisch. Impfungen und Medikamente ärztlich abklären.
Quellen: healthytravel.ch · CDC Travelers' Health
Wie sicher ist Kyoto?
Kyoto ist ein sicheres Reiseziel; die Risiken sind strukturell: Erdbeben, Taifune im Spätsommer, Taschendiebstahl und Betrug im Ausgehviertel. Aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen. Notrufe in Japan: 110 Polizei, 119 Ambulanz und Feuerwehr.
- Erdbeben: Japan registriert laut Auswärtigem Amt rund 1’500 Beben pro Jahr; bei starken Beben kann eine Tsunami-Warnung folgen. Hinweise von Hotel und Behörden befolgen.
- Taifune: im Spätsommer möglich, mit Starkwind, Überschwemmungen und Erdrutschen. Flexible Buchung und Reiseversicherung helfen.
- Kriminalität: gering; Betrug, Raub und Übergriffe kommen laut Auswärtigem Amt und BMEIA in Ausgehvierteln grosser Städte vor, oft unter Alkoholeinfluss. Getränke nicht unbeaufsichtigt lassen.
- Wildtiere: in den Bergen rund um Kyoto können Bären vorkommen; Warnschilder beachten.
Gion: Auf den privaten Gassen abseits der Hanamikoji-dori ist Fotografieren verboten, die Strafe beträgt laut Quelle 10’000 Yen (Stand Oktober 2026). Die Hanamikoji-dori selbst ist öffentlich. Geiko und Maiko nicht verfolgen, nicht den Weg versperren und nicht aus der Nähe fotografieren.
Aktuelle Lage bei EDA, Auswärtigem Amt und BMEIA prüfen.
Quellen: Auswärtiges Amt · EDA · BMEIA · giondistrict.com
Wie reist man nach Kyoto an?
Kyoto hat keinen eigenen Flughafen. Man fliegt nach Osaka-Kansai (KIX) und fährt mit dem Zug Haruka in rund 75 Minuten nach Kyoto Station, oder nach Tokio (HND/NRT) und nimmt den Shinkansen Nozomi, der etwa 140 Minuten braucht. Auch vom Flughafen Osaka-Itami (ITM) fährt ein Bus in etwa einer Stunde.
Nach Kansai (KIX) fliegt man aus mehreren Weltregionen; die Drehkreuze wählt man je nach Abflugort. Kyoto Station ist der zentrale Bahnhof für JR und Shinkansen.
| Von | Verkehrsmittel | Dauer | Preis (Stand Oktober 2026) |
|---|---|---|---|
| Flughafen Kansai (KIX) | JR Haruka | rund 75 min | 2’200 Yen (Erwachsene) |
| Flughafen Kansai (KIX) | Flughafenbus | rund 1 h 40 min | 2’800 Yen |
| Flughafen Itami (ITM) | Bus | rund 1 h | - |
| Tokio | Shinkansen Nozomi | rund 140 min | rund 14’000 Yen reserviert |
| Osaka | JR | rund 30 min | 580 Yen |
| Nara | JR Nara-Linie | rund 45 min | 720 Yen |
Das Fahrplan- und Preisbild kann sich ändern; die Haruka-Preise und -Tarife vor der Fahrt prüfen. Im Stadtverkehr gibt es zwei U-Bahn-Linien (Karasuma, Tozai); die Karasuma-Linie ist mit Kyoto Station verbunden. Stadtbusse kosten pauschal 230 Yen. Es gibt einen kombinierten Tagespass für U-Bahn und Bus (1’100 Yen) und den Kansai One Pass (3’000 Yen inklusive 500 Yen Pfand). Der frühere Bus-Tagespass wird laut Berichten seit September 2023 nicht mehr verkauft.
Busse sind in der Saison oft überfüllt; Züge und U-Bahn sind dann schneller, auch wenn der Fussweg länger ist. Die Stadt lässt sich gut mit dem Fahrrad erkunden (Miete etwa 1’000 bis 1’500 Yen pro Tag).
Quellen: Discover Kyoto · japan-guide.com · GLT · Mothership
Wie bezahlt man in Kyoto?
Die Währung ist der Yen. In Kyoto zahlen Reisende oft mit IC-Karten wie Icoca, die in Zügen, U-Bahnen und Bussen sowie in vielen Läden gelten. Eintritte zu Tempeln werden häufig bar bezahlt.
IC-Karten sind aufladbar; eine Karte kostet laut japan-guide 500 Yen Pfand plus meist 1’500 Yen Startguthaben. Icoca ist die Karte von JR West und gilt in Kyoto praktisch überall. Im Stadtbus beträgt der Einheitstarif 230 Yen.
Kyoto erhebt eine Übernachtungssteuer, die seit März 2026 nach Zimmerpreis gestaffelt ist: 200 Yen unter 6’000 Yen pro Nacht, 400 Yen bei 6’000 bis 19’999, 1’000 Yen bei 20’000 bis 49’999, 4’000 Yen bei 50’000 bis 99’999 und 10’000 Yen ab 100’000 Yen, jeweils pro Person und Nacht. Stand Oktober 2026.
Quellen: japan-guide.com · Japan Travel
Wo übernachtet man in Kyoto?
Am praktischsten ist das Zentrum um Kawaramachi, Südost-Higashiyama für Gion-Atmosphäre oder der Bahnhofsbereich für Tagesausflüge. Ryokan sind teuer und meist mit Mahlzeiten; in der Kirschblüten- und Laubzeit bucht man Monate im Voraus.
Gemäss insidekyoto ist das Zentrum die beste Basis für Erstbesucher, weil Restaurants und Verkehr zu Fuss erreichbar sind. Der Bahnhofsbereich eignet sich für Ausflüge, liegt aber abseits der Sehenswürdigkeiten. Nord-Higashiyama ist ruhig und grün; Arashiyama eignet sich laut der Quelle für ein bis zwei Nächte.
Ryokan (traditionelle Gasthäuser) und Machiya (restaurierte Stadthäuser) sind ein Erlebnis; die Quelle empfiehlt eine Ryokan-Nacht und den Rest des Aufenthalts im Hotel. Zur Übernachtungssteuer siehe den Abschnitt Geld.
Quellen: Inside Kyoto
Was isst man in Kyoto?
Kyoto ist bekannt für Kaiseki (feine, saisonale Menüs, laut japan-guide meist 6’000 bis 30’000 Yen), Shojin Ryori (buddhistische Küche), Yudofu (heisser Tofu, 1’500 bis 2’000 Yen) und Obanzai, die Hausmannskost in kleinen Schälchen.
Kaiseki geht auf die Teezeremonie zurück; typisch sind laut Quelle rund 10’000 Yen pro Person. Yudofu ist rund um Nanzen-ji und Arashiyama besonders verbreitet. Obanzai-Menüs kosten laut japan-guide etwa 2’000 bis 3’000 Yen (Stand Oktober 2026).
Im Sommer (laut Quelle von Mai bis September) werden entlang des Kamogawa in Pontocho Terrassen am Fluss aufgebaut (Kawayuka). In Kibune heissen sie Kawadoko, dort ist die Saison Juni bis September, die Kaiseki-Menüs kosten 3’000 bis 20’000 Yen; abends und an gut besuchten Tagen reservieren.
Uji südlich von Kyoto ist für Matcha bekannt; das Teehaus neben dem Byodo-in serviert Matcha, Gyokuro und Sencha.
Quellen: japan-guide.com · japan-guide.com · Nishiki Market Shopping District · japan-guide.com
Welche Feste und Traditionen prägen Kyoto?
Die drei grossen Feste sind das Aoi Matsuri am 15. Mai, das Gion Matsuri im Juli und das Jidai Matsuri am 22. Oktober. Am 16. August werden zum Abschluss des Obon-Fests fünf Feuer auf den Bergen rund um die Stadt entzündet.
Das Aoi Matsuri verbindet die Schreine Shimogamo und Kamigamo; der Umzug mit rund 600 Personen in Gewändern der Heian-Zeit startet um 10:30 Uhr am Kaiserpalast. Das Gion Matsuri dauert den ganzen Juli, die grossen Umzüge der Festwagen finden am 17. und 24. Juli statt; es entstand 869 als Reinigungsritual und gehört seit 2009 zum UNESCO-Kulturerbe der Menschheit. Das Jidai Matsuri wurde 1895 zum 1100. Stadtjubiläum begründet und führt vom Kaiserpalast zum Heian-Schrein.
Beim Daimonji (Gozan no Okuribi) entzündet man am 16. August ab 20:00 Uhr nacheinander fünf Feuer, etwa das Schriftzeichen «gross» (大) am Daimonji-yama; jedes brennt rund 30 Minuten.
Verhaltensregeln: Vor dem Schrein verbeugt man sich vor dem Torii und geht nicht in der Mitte des Wegs. Am Wasserbecken reinigt man erst die linke, dann die rechte Hand und spült den Mund. In Tempelgebäuden zieht man die Schuhe aus; Fotografieren ist auf dem Gelände meist erlaubt, in Gebäuden oft verboten. Beim Schrein wirft man eine Münze, verbeugt sich zweimal, klatscht zweimal und verbeugt sich einmal.
Quellen: Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · Wikipedia (en) · japan-guide.com
Was kann man rund um Kyoto unternehmen?
Beliebte Ausflüge sind Nara (rund 45 Minuten, Todai-ji und Hirsche), Uji (Byodo-in und Matcha), Kurama und Kibune in den Bergen sowie Ohara im Norden. Wer früh bucht, kann den Moostempel Saiho-ji oder die Katsura-Villa besuchen.
- Nara: Der Todai-ji ist April bis Oktober 7:30 bis 17:30, sonst 8:00 bis 16:30 offen (500 Yen) und beherbergt einen rund 15 m hohen Buddha. Im Park leben rund 1’200 Hirsche; ein Päckchen Hirschkekse kostet 150 Yen.
- Uji: Der Byodo-in ist 8:45 bis 17:30 geöffnet (700 Yen, Phoenix-Halle weitere 300 Yen); Fussweg 10 bis 15 Minuten vom Bahnhof Uji.
- Kurama und Kibune: ab Demachiyanagi mit der Eizan-Bahn in 30 Minuten (470 Yen); der Aufstieg zum Kurama-dera dauert rund eine Stunde (500 Yen).
- Ohara: Der Sanzen-in (700 Yen) liegt rund eine Stunde von Kyoto Station; die Herbstfärbung ist dort etwa eine Woche früher als in der Stadt.
Saiho-ji (Moostempel) ist seit 1977 nur auf Voranmeldung zugänglich. Die Buchung läuft seit dem 1. November 2023 online (Plattform «Into Saihoji»), bis zu zwei Monate im Voraus, 4’000 Yen pro Person; man rechnet etwa zwei Stunden, Verspätung führt zur Abweisung. Die Katsura-Villa (Eintritt 1’000 Yen) ist nur mit Führung besichtigbar, die man bei der Kaiserlichen Hofverwaltung anmelden muss; englische Führungen gibt es mehrmals täglich (9:20 bis 16:20). Stand Oktober 2026.
Im Iwatayama-Affenpark gilt: nicht in die Augen schauen, 2 m Abstand halten, Futter nur im Aufenthaltshaus reichen.
Quellen: JRailPass · japan-guide.com · japan-guide.com · japan-guide.com · Kanpai Japan · Imperial Household Agency · japan-guide.com · GLT
Wie reist man in Kyoto nachhaltig?
Wer zu Fuss, mit U-Bahn, Bahn oder Fahrrad unterwegs ist, entlastet die oft überfüllten Busse. Wer früh am Morgen und in Nebenzeiten reist, schont Anwohner und Tempel.
Die Stadt hat auf Überfüllung mit Regeln reagiert, etwa mit Fotoverboten in privaten Gassen von Gion und der höheren Übernachtungssteuer. Kleine Läden und Märkte unterstützt man, indem man vor Ort kauft und nicht im Gehen isst. In Tempeln gilt: leise sein und Hinweise beachten.
Quellen: giondistrict.com · Japan Travel · Nishiki Market Shopping District
Wie lässt sich Kyoto kombinieren?
Kyoto liegt im Zentrum der Golden Route: Osaka ist in rund 30 Minuten erreicht, Nara in 45, Tokio in rund 140 Minuten. Tokio, Osaka, Hiroshima und Hakone eignen sich als weitere Stationen.
Auf der Golden Route verbindet man Tokio, Kyoto und Osaka, je nach Zeit mit Hiroshima und Miyajima oder Hakone und Fuji. Osaka eignet sich, um mit nur einem Flughafen (KIX) ein- und auszureisen.
Quellen: japan-guide.com · GLT
Für wen eignet sich Kyoto, für wen weniger?
Kyoto passt zu Kultur-, Garten- und Geschichtsinteressierten, die mit Tempelbesuchen und Spaziergängen glücklich sind. Weniger geeignet ist es für alle, die Gedränge schlecht ertragen oder Strand, Wandern in Wildnis oder Nachtleben suchen.
Kinder kommen bei Fushimi Inari, im Affenpark und in Nara auf ihre Kosten. Wer mit eingeschränkter Mobilität reist, sollte beachten, dass viele Tempel Stufen und Kies haben. Für die Hauptsaison gilt: früh buchen und mit Wartezeiten rechnen.
Quellen: japan-guide.com