Was bietet München und Bayern, und wie viel Zeit braucht die Region?
Bayern ist mit rund 70’500 km² das flächengrösste Bundesland Deutschlands und hat 13.43 Millionen Einwohner; München liegt mit 1.5 Millionen Einwohnern etwa 50 km nördlich der Alpen. Für München allein genügen drei bis vier Nächte, mit Alpen, Schlössern und Nordbayern kommen schnell zehn bis vierzehn Tage zusammen.
Bayern ist keine einzelne Destination, sondern drei: das Oberland mit München, den Seen und den Alpen, der fränkische Norden mit Nürnberg, Bamberg und Würzburg und der Südwesten, Schwaben, mit Augsburg und dem Allgäu. Wikipedia nennt Altbayern, das fränkische Gebiet und Schwaben als die drei historischen Landesteile; verwaltet wird das Land in sieben Regierungsbezirken.
Allgemeine Einreise, Währung, Notruf und Steckdosen stehen auf der Landesseite Deutschland; hier geht es um das, was in Bayern zusätzlich zählt: Ticketpflicht bei Neuschwanstein, Reservierungen zum Oktoberfest, Lawinen- und Zeckenhinweise sowie die Wege zwischen den Orten.
Was prägt Bayern?
Bayern versteht sich als Land mit eigener Identität: Der bairische Dialekt, laut Wikipedia der grösste deutsche Dialekt mit rund 12 Millionen Sprechern in Bayern und Österreich, ist im Alltag hörbar, die katholische Prägung zeigt sich in Kirchen, Wegkreuzen und Feiertagen. München gilt als Kunst- und Wissenschaftsstadt und wurde im frühen 20. Jahrhundert zur Hauptstadt des Jugendstils.
Wirtschaftlich ist Bayern stark; Wikipedia nennt für 2025 ein Bruttoinlandsprodukt von rund 824 Milliarden Euro. Für Reisende heisst das vor allem: ein dichtes Verkehrsnetz, gepflegte Orte und hohe Preise in München und in der Hauptsaison am Königssee oder in Garmisch.
Der Süden ist durch Berge und Voralpenland geprägt, der Norden durch Mainfranken mit Wein, Bamberg mit Bier und Nürnberg mit Geschichte. Wer von «Bayern» spricht, meint meist den Süden mit Bierzelt und Schlössern; der Norden hat anderes Essen und andere Städte.
In Nürnberg und Dachau stehen Orte, die an die Zeit des Nationalsozialismus erinnern.
Welche Orte in Bayern lohnen sich?
München ist mit 1’505’036 Einwohnern der Ausgangspunkt für fast alles: Marienplatz, Residenz, Nymphenburg, Deutsches Museum und Biergärten liegen in der Stadt, Neuschwanstein, Zugspitze und Chiemsee in Tagesreichweite. Im Norden bieten Nürnberg, Bamberg, Würzburg und Regensburg Welterbe-Altstädte, die per Zug gut erreichbar sind.
München
München liegt auf rund 520 m und hat laut Wikipedia 310.71 km². Zentrum ist der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus, daneben stehen die Frauenkirche und die Residenz. Das Kunstareal bündelt die Museen, das Deutsche Museum liegt auf einer Isarinsel.
Das Deutsche Museum wurde am 28. Juni 1903 gegründet, zeigt nach eigenen Angaben rund 125’000 Objekte aus 50 Bereichen auf rund 55’000 m² und zählt etwa 1.5 Millionen Besucher im Jahr.
Schloss Nymphenburg wurde 1664 in Auftrag gegeben, der Park umfasst rund 200 ha. Die Amalienburg (1734–1739) gilt als Meisterwerk des Rokoko, im Marstallmuseum steht eine der grössten Kutschensammlungen Europas.
Eine halbe Stunde nordwestlich, rund 16 km vom Zentrum, liegt Dachau. Die KZ-Gedenkstätte ist mit der S-Bahn-Linie S2 erreichbar und kostet laut Wikipedia keinen Eintritt. Das Lager bestand von März 1933 bis April 1945; die Gedenkstätte wurde 1965 eröffnet.
Neuschwanstein, Hohenschwangau und Füssen
Neuschwanstein steht bei Füssen im Allgäu und ist seit 2025 gemeinsam mit Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee UNESCO-Welterbe. Gebaut wurde ab 5. September 1869, König Ludwig II. lebte dort nur 172 Tage. Nahezu 1.5 Millionen Besucher kommen im Jahr, im Sommer bis zu 6’000 am Tag.
Füssen liegt auf 808 m, einen Kilometer von der österreichischen Grenze, und ist das südliche Ende der Romantischen Strasse. Die Stadt hat 15’334 Einwohner und gilt als Verkehrsknoten für Neuschwanstein und Hohenschwangau. Der Flughafen München ist rund 157 km entfernt.
Garmisch-Partenkirchen und die Zugspitze
Garmisch-Partenkirchen hat 28’088 Einwohner und liegt auf 708 m. Der Ort richtete 1936 die Olympischen Winterspiele aus; die Partnachklamm ist eine rund 2 km lange Schlucht. Die Zugspitze, mit 2’962 m Deutschlands höchster Gipfel, erreicht man mit der Bayerischen Zugspitzbahn, der Eibsee-Seilbahn oder der Tiroler Seilbahn. Insgesamt fahren im Jahresschnitt rund 500’000 Menschen hinauf.
Das Linderhof liegt rund 10 km westlich von Ettal. Es ist das kleinste der drei Schlösser Ludwigs II. und das einzige, das er vollendet sah und bewohnte. Die Venusgrotte entstand 1875–1877.
Chiemsee und Herrenchiemsee
Der Chiemsee hat eine Fläche von 79.9 km² und heisst «Bayerisches Meer». Auf der Herreninsel (238 ha) steht Schloss Herrenchiemsee, das Ludwig II. ab 1878 baute; die Fraueninsel (15.5 ha) trägt ein seit 782 bestehendes Benediktinerinnenkloster. Die Inseln sind per Schiff erreichbar.
Berchtesgaden und Königssee
Der Nationalpark Berchtesgaden ist der einzige alpine Nationalpark Deutschlands: gegründet am 1. August 1978, 210 km² gross und seit 1990 UNESCO-Biosphärenreservat. Der Watzmann erreicht 2’713 m. Der Königssee liegt im Zentrum des Parks.
Nürnberg
Nürnberg hat 531’159 Einwohner (2025). Die Kaiserburg wird erstmals 1050 erwähnt; die Altstadt wurde am 2. Januar 1945 zu rund 80 % zerstört und danach wiederaufgebaut. Das Dokumentationszentrum am ehemaligen Reichsparteitagsgelände erinnert an die Massenveranstaltungen der Jahre 1927–1938, die Nürnberger Prozesse fanden 1945–1946 statt.
Bamberg
Die Altstadt von Bamberg ist seit 1993 Welterbe. Die Stadt hat 77’218 Einwohner, elf Brauereien und das Rauchbier; der Dom wurde 1002 gegründet und 1012 vollendet, das Alte Rathaus mitten in der Regnitz 1455. Klein-Venedig ist eine Fischersiedlung des 19. Jahrhunderts am Fluss. Von Nürnberg dauert die Bahnfahrt weniger als zwei Stunden.
Würzburg
Die Würzburger Residenz (1720–1744) mit dem Tiepolo-Fresko im Treppenhaus ist seit 1981 Welterbe. Die Alte Mainbrücke entstand 1473–1543. Die Stadt zählt 133’753 Einwohner und liegt im Frankenwein-Gebiet; das Juliusspital bewirtschaftet 1.68 km² Reben. Nach Nürnberg dauert die ICE-Fahrt rund eine Stunde, nach Frankfurt rund 1.5 Stunden.
Regensburg
Regensburg liegt am nördlichsten Punkt der Donau, wo Naab und Regen münden. Die Altstadt mit Stadtamhof ist seit 2006 Welterbe; die Steinerne Brücke wurde 1135–1146 gebaut, der Dom ab 1275. Die Stadt hat 151’517 Einwohner.
Rothenburg ob der Tauber und die Romantische Strasse
Rothenburg (11’331 Einwohner) gehört zu den vier deutschen Städten mit vollständig erhaltener Stadtmauer; die anderen drei sind Nördlingen, Dinkelsbühl und Berching. Das Plönlein und der Meistertrunk an der Rathausuhr sind bekannt, das Schneeball-Gebäck ist die lokale Spezialität. Die Romantische Strasse verläuft von Würzburg nach Füssen; Wikipedia nennt im Text 460 km, in der Infobox 413 km.
Passau und der Bayerische Wald
Passau liegt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz und hat 53’523 Einwohner. Die Orgel im Stephansdom hat 17’774 Pfeifen und 233 Register, von Mai bis September finden täglich Konzerte statt. Der Donau-Radweg führt bis Wien. Der Nationalpark Bayerischer Wald wurde am 7. Oktober 1970 gegründet, ist 24’250 ha gross und der erste Nationalpark Deutschlands; er grenzt an den tschechischen Nationalpark Šumava.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · UNESCO-Welterbezentrum
Wann ist die beste Reisezeit für Bayern?
München ist laut Wikipedia im Juli am wärmsten und im Januar am kältesten, der Sommer bringt im Mittel rund 25 °C und die meisten Niederschläge. Für Städte und Schlösser eignen sich Frühling und Herbst, für Seen und Bergwandern der Sommer, für Skifahren und Christkindlmärkte der Winter; die Zugspitze hat als Deutschlands höchstes Skigebiet in der Regel genug Schnee durch den Winter.
Monatsmittel München: Tageshöchst- und Tiefstwerte und Niederschlag (Stationsdaten)
| München | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Höchstwert °C | 4 | 6 | 10 | 15 | 18 | 23 | 24 | 24 | 19 | 15 | 8 | 5 |
| Tiefstwert °C | -2 | -1 | 1 | 4 | 8 | 13 | 14 | 14 | 10 | 7 | 2 | -1 |
| Niederschlag mm | 78 | 61 | 72 | 69 | 124 | 143 | 138 | 143 | 95 | 80 | 62 | 68 |
Mittlere Tageshöchst- und Tiefstwerte sowie Monatsniederschlag. Temperaturen: Mittel der täglichen Höchst- und Tiefstwerte 2010–2024 der Station OBERPFAFFENHOFEN (23 km, 593 m), auf 519 m umgerechnet. Niederschlag: NASA POWER, Monatsmittel 2001–2020.
Die Tabelle gilt für München auf rund 520 m. In den Alpen liegt es deutlich kühler; die Zugspitze auf 2’962 m hat zwei Gletscher, und das Zugspitzplatt ist laut Wikipedia Deutschlands höchstes Skigebiet mit neun Liften. Der Bayerische Lawinenwarndienst veröffentlicht im Winter täglich um 17:00 Uhr einen Bericht für sechs Alpenregionen; im Sommer erscheinen keine Tagesberichte.
Für die Wahl der Jahreszeit hilft ein Muster. Der Sommer ist die Zeit für Biergärten, Seen und Wanderungen, aber auch für die stärkste Auslastung an Neuschwanstein, wo bis zu 6’000 Besucher am Tag kommen können. Das Frühjahr und der Herbst entlasten die Orte; im Herbst fällt das Oktoberfest, im Winter laufen die Christkindlmärkte.
Das Oktoberfest beginnt laut Wikipedia am ersten Samstag nach dem 15. September und endet am ersten Sonntag im Oktober; es dauert 16 bis 18 Tage. In diesen Wochen sind Zimmer in München knapp, die Preise steigen, und eine rechtzeitige Buchung ist sinnvoll.
Christkindlmärkte öffnen in der Regel Ende November und enden vor oder um Weihnachten. Der Nürnberger Christkindlesmarkt, nach Wikipedia mit weit über einer Million Besucher im Jahr, beginnt mit einem Prolog des Christkinds.
In den Alpen gilt: Wetter- und Bergbericht am Vortag prüfen.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Bayerisches Landesamt für Umwelt · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was gilt für die Einreise nach Bayern?
Bayern hat keine eigenen Einreisebestimmungen; es gelten die Regeln für Deutschland und den Schengen-Raum, die auf der Landesseite Deutschland stehen. Regional kommt nur die Ticketpflicht für Neuschwanstein dazu: Tickets werden online gekauft, Restkarten gibt es am Tag selbst am Ticket-Center Hohenschwangau.
Wer aus Österreich, Tschechien oder der Schweiz auf der Strasse oder Schiene einreist, führt gültige Reisedokumente mit, auch innerhalb des Schengen-Raums, weil Grenzkontrollen möglich sind. Die jeweils aktuellen Regeln stehen beim Auswärtigen Amt, beim EDA und beim BMEIA; für andere Staatsangehörigkeiten gelten eigene Regeln, die Botschaft des Reiselandes gibt Auskunft.
Schlösser wie Neuschwanstein werden ausschliesslich bei geführten Touren besichtigt. Rucksäcke, Kinderwagen und Kindertragen dürfen nicht mit hinein, Fotos im Innenraum sind untersagt, Drohnen verboten.
Quellen: Bayerische Schlösserverwaltung (neuschwanstein.de) · Auswärtiges Amt · EDA / Schweizerische Botschaft in Berlin
Welche Gesundheitshinweise gelten in Bayern?
Für Bayern gelten die Empfehlungen für Deutschland: Standardimpfungen auf aktuellem Stand und nach CDC ein Auffrischen von Masern (MMR) und Polio. Regional zählt die Zecken-Borreliose und die FSME, die Impfung ist laut CDC bei ausgedehnter Zeckenexposition draussen empfohlen.
Nach der CDC sollen alle internationalen Reisenden gegen Masern geimpft sein, und für Deutschland empfiehlt sie eine Polio-Auffrischung.
Wer in Wäldern, Wiesen und Bergen unterwegs ist, schützt sich mit langer Kleidung und Repellent vor Zecken. Die FSME-Impfung ist eine ärztliche Entscheidung; Fragen dazu klärt man vor der Reise mit einer reisemedizinischen Beratung, zum Beispiel nach den Angaben von healthytravel.ch. In grösserer Höhe kommen Sonne, Kälte und Wetterumschwung dazu; wer ins Gebirge geht, trägt Kleidung für alle Wetterlagen.
Quellen: CDC Travelers' Health
Wie sicher ist Bayern für Reisende?
Bayern gilt als gut erschlossen und sicher; wie in jeder Grossstadt kommt es in München an Hauptbahnhof, am Oktoberfest und in Menschenmengen zu Taschendiebstahl. Das grösste strukturelle Risiko liegt in den Bergen: Wetter, Absturz und Lawinen im Winter.
Die aktuelle Lage geben Auswärtiges Amt, EDA und BMEIA wieder; die Seiten werden laufend aktualisiert. Im Gebirge zählen Tourenplanung, Wetterbericht und im Winter der Lawinenlagebericht, den der Bayerische Lawinenwarndienst nach der fünfstufigen europäischen Skala (gering bis sehr gross) herausgibt. Der europaweite Notruf ist 112.
Quellen: Bayerisches Landesamt für Umwelt · EDA / Schweizerische Botschaft in Berlin · Auswärtiges Amt
Wie reist man nach Bayern und in der Region?
Der Flughafen München (MUC) ist mit rund 41.6 Millionen Fluggästen 2024 der zweitgrösste Deutschlands und ein Drehkreuz der Lufthansa mit über 260 Zielen. Nürnberg (NUE) ist der zweitgrösste Flughafen Bayerns. Innerhalb der Region sind die Städte per ICE oder Regionalzug gut verbunden: München–Nürnberg dauert rund 62 bis 74 Minuten.
Der Flughafen München liegt 28.5 km nordöstlich der Stadt bei Freising und hat zwei Terminals; Terminal 1 eröffnete 1992, Terminal 2 2003, der Satellit 2016. Zwei S-Bahn-Linien, S1 und S8, fahren zum Hauptbahnhof; Wikipedia gibt dafür rund 40 bis 45 Minuten an.
| Strecke | Verkehrsmittel | Dauer |
|---|---|---|
| München – Nürnberg | ICE, Neubaustrecke | rund 62 bis 74 min |
| Nürnberg – Würzburg | ICE | rund 1 h |
| Würzburg – Frankfurt | ICE | rund 1 h 30 min |
| Bamberg – Nürnberg | Zug | weniger als 2 h |
| München – Garmisch-Partenkirchen | Regionalzug | stündlich |
Die Strecke Nürnberg–Ingolstadt–München wurde 2006 eröffnet, ist für 300 km/h ausgelegt und verkürzte die Fahrt von rund 100 auf rund 62 min. Garmisch-Partenkirchen ist mit stündlichen Regionalzügen an München angebunden, der Flughafen München ist laut Wikipedia 90 Minuten entfernt.
Für Neuschwanstein fährt man bis Füssen und dann zum Ticket-Center Hohenschwangau; vor Ort gibt es einen Shuttlebus, Pferdekutschen und die Marienbrücke als Aussichtspunkt. Entlang der Romantischen Strasse verbinden öffentliche Busse die grösseren Orte.
Das Deutschlandticket gilt auf Regionalzügen, S-Bahnen und im Nahverkehr, nicht aber in ICE und IC; Wikipedia nennt für ab Januar 2026 einen Monatspreis von 63 Euro. Eine Anreise ohne Auto ist in Bayern gut möglich, im Alpenvorland und auf dem Land sind Linienbusse aber seltener.
Quellen: Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Ticket-Center Hohenschwangau · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Was kostet eine Reise nach Bayern, und wie bezahlt man?
Bayern ist eine Region mit hohem Preisniveau, vor allem in München, am Oktoberfest und in Alpenorten. In Deutschland ist Bargeld weiter verbreitet: Laut einer Studie der Bundesbank liefen 2023 noch 51 % der Zahlungen am Verkaufsort bar.
Karten werden zunehmend akzeptiert, kleinere Wirtschaften, Biergärten, Bäckereien und Marktstände nehmen jedoch teils nur Bargeld. Nach dem Artikel besitzt nur etwa ein Drittel der Bevölkerung eine Kreditkarte, die meisten nutzen Debitkarten. Kleine Euro-Beträge in bar sind darum sinnvoll.
Preise für Eintritte, Bergbahnen und Schlösser ändern sich laufend; wir nennen hier keine Beträge, die wir nicht auf den amtlichen Seiten geöffnet haben. Verlässliche Preise stehen bei den Betreibern.
Quellen: Settle in Germany
Wo übernachtet man in Bayern am besten?
Wer München besucht, übernachtet in der Stadt oder in Randlagen mit S-Bahn-Anschluss; für die Alpen sind Garmisch-Partenkirchen, Füssen, Berchtesgaden und die Orte am Chiemsee die üblichen Standorte. Im Norden bieten Nürnberg, Bamberg und Würzburg Altstadtquartiere.
Zur Oktoberfestzeit und zu den Christkindlmärkten sind Zimmer in München und Nürnberg knapp.
Für Bergtouren lohnt es, Unterkünfte vorab zu buchen. Preise und Verfügbarkeit nennen die Buchungsplattformen; wir führen hier keine Beträge.
Was isst und trinkt man in Bayern?
Typisch sind Weisswurst, die laut Wikipedia 1857 erfunden wurde und traditionell vor dem Mittag gegessen wird, dazu Brezn und süsser Senf, ausserdem Schweinebraten mit Knödeln und Obatzda. Im Norden kommen Nürnberger Bratwurst und Lebkuchen dazu; Bayern führt 54 EU-geschützte Spezialitäten.
Das Reinheitsgebot von 1516 gilt als Grundlage des bayerischen Brauens: Bier darf nur aus Gerste, Hopfen, Wasser und Hefe bestehen. Beim Oktoberfest dürfen nach den Angaben der Stadt nur sechs Münchner Brauereien liefern: Augustiner, Hacker-Pschorr, Löwenbräu, Paulaner, Spaten und Hofbräu.
Der Biergarten geht auf ein Dekret von 1812 zurück, das Münchner Brauern erlaubte, Bier aus ihren Kellern auszuschenken. Die Kastanienbäume beschatteten die Bierkeller. Laut Wikipedia gilt die Tradition, eigenes Essen mitzubringen, bis heute in vielen klassischen Biergärten; nicht in allen. Der Hirschgarten in München ist mit mehr als 8’000 Plätzen der grösste.
Die Nürnberger Bratwurst wurde nach Wikipedia erstmals 1313 erwähnt und ist kürzer und dünner als andere Bratwürste. In Bamberg gehört das Rauchbier dazu, in Würzburg der Frankenwein; die Schneeballen in Rothenburg sind Teig, der in Fett ausgebacken wird.
Welche Kultur und Bräuche prägen Bayern?
Der bairische Dialekt, die katholische Tradition und die Wittelsbacher Könige prägen den Süden, die Geschichte der Reichsstädte den Norden. Dazu kommen Biergärten, Wirtshäuser und Feste mit Tracht.
Das Oktoberfest begann am 12. Oktober 1810 mit der Hochzeit von Kronprinz Ludwig und Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen. Heute kommen laut Wikipedia rund 7 Millionen Besucher; 2023 waren es 7.2 Millionen, die 7.4 Millionen Liter Bier tranken. Nach der offiziellen Seite gibt es keine freie Zeltplatzgarantie: Wer ohne Reservierung kommt, hat am Nachmittag während des Wechsels (rund 16 bis 18 Uhr) kaum Chancen auf einen Platz.
Die Könige hinterliessen Schlösser, Theater und Museen. Welterbe sind auch die Wieskirche (1983), die Würzburger Residenz (1981), Bamberg (1993), Regensburg (2006) und das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth (2012) sind weitere Welterbestätten im Land.
Zum historischen Teil gehören auch Orte der Mahnung: die KZ-Gedenkstätte Dachau und das Dokumentationszentrum in Nürnberg. Wer sie besucht, plant ausreichend Zeit ein.
Quellen: Wikipedia · Landeshauptstadt München (oktoberfest.de) · UNESCO-Welterbezentrum
Was kann man in Bayern erleben?
Zu den Höhepunkten gehören die Schlösser Ludwigs II., die Zugspitze, eine Radtour auf dem Donau-Radweg, ein Tag am Königssee und das Oktoberfest. Wer nicht ins Zelt will, findet im Biergarten, im Deutschen Museum oder im Nymphenburger Park Alternativen.
Schlösser und Welterbe
Ein Tag für Neuschwanstein und Hohenschwangau lässt sich von Füssen aus planen. Wer Linderhof und Herrenchiemsee ergänzt, hat drei der vier Welterbe-Schlösser. Das Museum der bayerischen Könige in Hohenschwangau informiert in zehn Sprachen per Audioguide.
Berge und Seen
Die Zugspitze lässt sich mit drei Bahnen erreichen. Wer wandert, hat laut Wikipedia drei Routen zur Wahl: Reintal (8 bis 10 Stunden), Höllental (7 bis 8 Stunden) und die österreichische Route (über 8 Stunden). Das sind Hochtouren, die Erfahrung verlangen.
Städte und Museen
München bietet das Deutsche Museum, Nymphenburg, die Residenz und Biergärten. In Nürnberg lohnen Burg, Altstadt und der Weihnachtsmarkt, in Bamberg die Brauereien, in Würzburg die Residenz und die Festung Marienberg.
Radfahren und Natur
Der Donau-Radweg beginnt in Passau Richtung Wien. Der Nationalpark Bayerischer Wald (24’250 ha) mit mehr als 700’000 Besuchern im Jahr bietet Wanderwege; Luchs und Wolf wurden dort wieder nachgewiesen.
Quellen: Wikipedia · Ticket-Center Hohenschwangau · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia · Wikipedia
Wie reist man in Bayern nachhaltig?
Die Bahn ist in Bayern eine echte Alternative: München–Nürnberg dauert rund eine Stunde, Garmisch-Partenkirchen ist stündlich mit München verbunden. Das Deutschlandticket gilt im Nahverkehr, aber nicht in ICE und IC.
Wer die Alpen schont, bleibt auf markierten Wegen, nimmt Abfall mit und plant Schutzgebiete wie den Nationalpark Berchtesgaden (210 km²) und den Bayerischen Wald mit.
Wer ausserhalb der Hochsaison reist, entlastet Neuschwanstein, wo im Sommer bis zu 6’000 Menschen am Tag kommen.
Was lässt sich mit Bayern kombinieren?
Bayern liegt zwischen Österreich, Tschechien und den deutschen Nachbarländern; es lässt sich mit Salzburg und Tirol, dem Schwarzwald oder Sachsen verbinden. Die Alpen setzen sich in Österreich fort, die Donau führt nach Wien.
Salzburg und Tirol liegen im Süden und Osten an der Grenze, Garmisch-Partenkirchen und die Zugspitze grenzen an Tirol. Nach Westen schliesst der Schwarzwald an, im Norden Sachsen mit seinen Städten.
Auf der Landesseite Deutschland stehen weitere Regionen. Die Donau führt von Passau weiter nach Österreich.
Für wen eignet sich Bayern, und für wen weniger?
Bayern passt zu Reisenden, die Städte, Schlösser, Berge und Biergärten verbinden wollen und eine gute Bahn schätzen. Weniger geeignet ist es für Reisende, die ein günstiges Reiseziel suchen oder Menschenmengen meiden; in den Hotspots sind Preise und Besucherzahlen hoch.
Familien finden im Deutschen Museum viel Programm. Wanderer und Skifahrer finden in den Alpen und an der Zugspitze ihr Ziel, brauchen aber Erfahrung für Hochtouren. Kulturreisende profitieren von den Welterbe-Altstädten.
Wer das Oktoberfest meiden will, reist zu einer anderen Jahreszeit. Wer Ruhe sucht, wählt den Bayerischen Wald oder die Nebensaison.